6 Wochen krank geschrieben , nun durch Unfall im Krankenhaus - wer zahlt jetzt Arbeitgeber oder Krankenkasse?

Elwing76

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Hallo liebes Forum ,


falls das Thema hier falsch eingestellt ist oder generell falsch - dann bitte verschieben oder löschen.

Aber ich brauch mal einen Rat , nicht für mich sondern eine Freundin hat ein riesen Problem.

Sie ist seit Pfingsten ( davor war sie auch schonmal wegen Kreislauf krankgeschrieben ) bis gestern zum 15.06. krankgeschrieben gewesen mit Kreislaufprobleme. Allerdings ist sie am Montag mit dem Fahrrad unterwegs gewesen und in die Straßenbahnschiene geraten und hat einen Unfall gebaut und liegt mit Kieferfraktur im Krankenhaus.

Sie wurde da notfallmäßig hingebracht im Rettungswagen. Die Op fand allerdings erst gestern statt - warum wieso ist nicht das Thema.

Ihr liegt nun im Magen , sie ist ja eigentlich mit Kreislaufprobleme krankgeschrieben . Nun müsste ja die Krankenkasse weiterzahlen wenn sie weiter krank geschrieben wird. Aber das ist ja nun eine Neuerkrankung , zwar infolge eines Unfalls. Wer zahlt da nun , ist es die Krankenkasse oder der Arbeitgeber ? ( so meinte es ein Kumpel )

Oder bleibt sie eher auf den Kosten sitzen , weil keiner von beiden zahlt ?

Vielleicht weiß da jemand was ? Sie liegt im Krankenhaus und weiß nicht mehr ein noch aus .....und zerbricht sich den kopf was nun wird. Wäre super wenn irgendwer was wüßte - einfach das sie nicht bis Montag durchdreht .....da wollte sie die Krankenkasse anrufen oder ist das eher kontraproduktiv ?
 

RobbiRob

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Falls noch Anspruch auf Krankengeld in der Blockfrist > hinzugetrete Krankheit.
Somit zahlt weiter die Krankenkasse.

Wie lautet die Begründung des „Kumpel“?
 

Elwing76

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Falls noch Anspruch auf Krankengeld in der Blockfrist > hinzugetrete Krankheit.
Somit zahlt weiter die Krankenkasse.
Wie versteh ich das jetzt genau , das ich nichts falsch weiter gebe ? Sie dachte das verfällt wenn eine neue Erkrankung im Zeitraum der Krankschreibung dazu käm ?


Das andere weiß ich nicht , kenn den Kumpel selber nicht persönlich. Sie hat mir nur gesagt , er hätte gemeint der Arbeitgeber würde zahlen....aber sie hat Zweifel und plagt sich damit umher. Sozusagen das sie nun ohne Geld da steht ....
 

RobbiRob

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Für die laufende Krankheit hat man 78 Wochen Anspruch auf Krankengeld inclusive der 6 Wochen Lohnfortzahlung.

Tritt während dieser Zeit ( Blockfrist) eine weitere Krankheit hinzu, wird Krankengeldzahlung nicht verlängert.

Für eine neue Lohnfortzahlung dürfte die Krankheit nicht innerhalb der laufenden AU auftreten.

Sie bekommt weiter Krankengeld.
 

Elwing76

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Für die laufende Krankheit hat man 78 Wochen Anspruch auf Krankengeld inclusive der 6 Wochen Lohnfortzahlung.
Sie bekommt ja noch die Lohnfortzahlung des Arbeitgebers , aber hat jetzt wie gesagt den Unfall gebaut - der ja gar nichts mit der Ersterkrankung ( Kreislauf ) konform geht. Sie hätte am Freitag eigentlich zum Arzt gesollt , um dann in die 6 te Woche zu rutschen und danach käm ja Krankengeld . Aber konnte sie ja nicht , da wie gesagt im Krankenhaus liegt . Ob sie Montag rauskommt ist fraglich.

Ist bisschen konfus das Ganze ich weiß :sorry: , aber sie hat nun Panik auf den Kosten sitzen zu bleiben. Der Unfall war ja nicht eingeplant und hätte sie auch gut drauf verzichten können. Vor allem da sie gerade auch noch im Wohnungsumzug befindet ....
 

Kerstin_K

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Von welchen Kosten redest Du? Die Behandlung zählt die KK. Wenn der Unfall auf fremdverschulden zurückzuführen ist, holen sie sich die eventuell vom Verursacher wieder.

Einer von beiden wird fuer den Lebensunterhalt auf jeden Fall leisten müssen, entweder KK oder Arbeitgeber, von daher ist sie auch abgesichert, auf was bitte soll sie also sitzen bleiben?

Das einzige, worüber soe sich Gedanken machen sollte, ist, ob man sich mit Kreislaufproblemen unbedingt aufs Fahrrad setzen sollte. Wenn es da einen Zusammenhang gibt, koennte es noch Probleme geben.
 

RobbiRob

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Sie hätte am Freitag eigentlich zum Arzt gesollt , um dann in die 6 te Woche zu rutschen und danach käm ja Krankengeld . Aber konnte sie ja nicht , da wie gesagt im Krankenhaus liegt .
Sie wird ja wohl AU sein, bzw. die Bestätigung des stationären Aufenthalt haben.
Damit rutscht sie ins Krankengeld, wie oben beschrieben.

Nach dem stationären Aufenthalt natürlich lückenlos AU schreiben lassen!
 

Elwing76

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Sie wird ja wohl AU sein, bzw. die Bestätigung des stationären Aufenthalt haben.
Damit rutscht sie ins Krankengeld, wie oben beschrieben.
!
Okay , nun hab ich verstanden.

Verstehe ich richtig , das dann die andere Krankschreibung wegen Kreislauf nichts zu sagen hat bzw sich nicht negativ auswirkt weil sie jetzt den Unfall zwischendurch gebaut hat ?

:sorry: wenn ich so blöd nachfrage , aber ich möchte ihr richtig antworten und dazu muss ich das Ganze auch selber begreifen. Nicht was nacherzählen und den Sachverhalt selbst nicht richtig verstanden zu haben .
 

Elwing76

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Von welchen Kosten redest Du? Die Behandlung zählt die KK. Wenn der Unfall auf fremdverschulden zurückzuführen ist, holen sie sich die eventuell vom Verursacher wieder.
Nein , sie ist in die Schiene der Tram gerutscht ( da hatte ich auch schon mal einen ähnlichen Unfall , allerdings ohne Kieferbruch ) .

Sie meinte das , weil sie sozusagen wegen Kreislaufproblemen krankgeschrieben ist - das dann keiner zahlt und sie auf den Krankenhauskosten sitzen bleibt.
 

RobbiRob

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Okay , nun hab ich verstanden.

Verstehe ich richtig , das dann die andere Krankschreibung wegen Kreislauf nichts zu sagen hat bzw sich nicht negativ auswirkt weil sie jetzt den Unfall zwischendurch gebaut hat ?
Sie ist halt innerhalb einer bestehenden AU mit einer anderen Krankheit AU.
Da sie aber am Anfang des Krankengeld steht, sollte das erstmal keine Auswirkungen haben.


Ich mache Dir mal zur Verdeutlichung ein Beispiel:

Angenommen sie wäre bereits seit 70 Wochen im Krankengeldbezug und hätte dann einen schweren Unfall.

In dem Fall würde sie nur noch 2 Wochen Krankengeld bekommen, da die neue Krankheit den Bezug nicht verlängert.

Wäre die alte Krankheit nach den 70 Wochen geheilt und sie würde auch nur kurz einen Tag arbeiten gehen und hätte dann den Unfall.
Dann würde sie wieder 78 Wochen Krankengeldbezug bekommen incl. neuer 6 Wochen Lohnfortzahlung.

Aber einen Unfall plant man ja schlecht wie du siehst.
 

Elwing76

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Danke Dir , jetzt hab ich es verstanden . Dann kann ich sie morgen hoffentlich ein bisschen beruhigen - sie war halt am grübeln die ganze Woche. Nunja hatte auf die OP warten müssen , da hat man viel Zeit zum nachdenken .....

Aber einen Unfall plant man ja schlecht wie du siehst.
Nein der Unfall ist zum unpassenden Moment gekommen , neue Wohnung am einrichten - Stress mit dem Ex weil man noch nicht alle Möbel aus der gemeinsamen Wohnung raus hat. Der möchte zum Ende des Monats die Wohnung übergeben - ja alles bissle hinderlich. Vor allem schmerzt der Mund/Kieferbereich - auch etwas wo man gut und gerne verzichtet. Dann halt krude Gedanken , was ist wenn man die Kosten selber tragen müsste....
 
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