6 Stunden eingestuft weniger Arbeitslosengeld 1? (2 Betrachter)

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Ameisen

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Hallo :)

Mein Nachbar ist vom MDK als arbeitsfähig ernannt worden (Gutachten ohne laut Akteneinsicht bei den Ärzten) und bekommt jetzt kein Krankengeld mehr.

Daraufhin ist er ins Arbeitsamt gegangen um sich zu melden und sie stuften ihn nur für 6 Stunden Arbeit am Tag ein.

Bekommt er somit weniger Arbeitslosengeld 1?

Liebe Grüße von Ameisen
 

Bitas

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Hallo,

Dein Nachbar muss sich mit seinem "Restleistungsvermögen" Vollzeit zur Verfügung stellen, dann muss auch volles ALG1 gezahlt werden.
Wenn er erzählt hat das er nicht Vollzeit arbeiten kann, versucht die AfA Geld einzusparen.
Wer hat denn den Antrag ausgefüllt?

Gruß
Bitas
 

Ameisen

Elo-User*in
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puhh das weiß ich nicht genau.....aber die Sachbearbeiterin meinte das sie ihn mal für 6 Stunden dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellt.
 

Bitas

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Da entscheidet der Antragsteller oder der ärztliche Dienst aber kein Sachbearbeiter.
 

Doppeloma

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Hallo Ameisen,

Mein Nachbar ist vom MDK als arbeitsfähig ernannt worden (Gutachten ohne laut Akteneinsicht bei den Ärzten) und bekommt jetzt kein Krankengeld mehr.
Hat er das schriftliche bekommen, er MUSS zunächst unbedingt (selbst) schriftlich (nachweislich bitte) Widerspruch einlegen bei seiner KK, gegen diese unberechtigte Einstellung des Krankengeldes.

Dazu MUSS weiterhin die AU von seinem Arzt (OHNE Lücken) ausgefüllt werden, damit der Nachweis für die AU durchgehend vorhanden ist, für eine spätere Nachzahlung des Krankengeldes.

Der behandelnde Arzt MUSS zusätzlich und DIREKT beim MDK der KK einen medizinischen Widerspruch einlegen gegen die Aufhebung der AU und unverzüglich eine ordentliche Begutachtung seines Patienten verlangen.

Dabei kann er gleich mal (mit Erlaubnis deines Nachbarn) das "Aktenlage-Gutachten" in Kopie verlangen, welches für die "Gesundmeldung" diente.

Eine Untersuchung durch den Arzt des MDK ist zwingend vorgeschrieben ehe Krankengeld überhaupt eingestellt werden darf, leider halten sich viele KK inzwischen da nicht mehr dran und lassen sich (mit wenigen kaum aussagefähigen Diagnosen aus dem PC) vom MDK bestätigen, dass der Betroffene jetzt gesund zu sein hat.

Dort weiß man es also oft nicht besser und in der Regel sollte auch der behandelnde Arzt dazu informiert werden und der MDK hat eine Stellungnahme abzuwarten, ob der Arzt das auch so sehen möchte.

Zur Bekräftigung und Beschleunigung des Vorganges kann man den Widerspruch (Kopien davon) und eine entsprechende Beschwerde zu dieser unzulässigen Vorgehensweise auch noch an die übergeordneten Stellen (Geschäftsführung / Landesdirektion usw.) der KK und das Bundesversicherungsamt "streuen".

Beschwerde uber einen Sozialversicherungstrager - www.bundesversicherungsamt.de

In der Regel verfehlt das seine Wirkung nicht, auch die UPD kann man zusätzlich um Hilfe bitten, die kennen dieses Theater inzwischen auch schon seit Jahren.

Unabhangige Patientenberatung Deutschland - UPD

Daraufhin ist er ins Arbeitsamt gegangen um sich zu melden und sie stuften ihn nur für 6 Stunden Arbeit am Tag ein.
Es wurde schon richtig festgestellt, dass nicht die SB zu entscheiden haben wie Leistungsfähig Jemand noch ist sondern im Zweifel muss der ÄD beauftragt werden.

Denn sonst kann es wirklich passieren, dass man das ALGI auf die reduzierte Stundenzahl berechnet und auszahlt, dafür müsste aber erst eine "Verfügbarkeits-Erklärung" unterschrieben werden, wo man "freiwillig" erklärt, für weniger als Vollzeit zur Verfügung zu stehen.

Die AfA übernimmt natürlich auch nur ungerne die "angeblich Gesunden" fast noch weniger gerne als die endgültig Ausgesteuerten aber sie wird wohl erst mal zahlen (müssen), bis der weitere Anspruch auf Krankengeld dann geklärt ist.

Das eigene Verhalten bei der AfA ähnelt tatsächlich dem nach der Aussteuerung und dazu kannst du ja hier schon sehr viel nachlesen.

Um das Krankengeld wieder durchzusetzen, müssen die oben beschriebenen Aktionen aber unbedingt und zügig eingeleitet werden, eine sehr wichtige Rolle spielt dabei der behandelnde Arzt.

MfG Doppeloma
 
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