6 Monate ???? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Barrayar

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Hallo

Seit einiger Zeit ist mir etwas aufgefallen. Um weiter SGB II bzw. Hartz IV beziehen müssen (egal welcher Grund) muss man alle 6 Monate einen Antrag bzw. Folgeantrag stellen. Und genau da habe ich nicht ganz verstanden.

Warum nur alle 6 Monate?

Macht es vielleicht mehr Sinn, wenn man das alle 12 Monate einreicht? Und Änderungen (welche das auch immer sein mag) teilt man das sowieso mit. Ist das nicht verwaltungstechnisch und finanziell viel sinnvoller, wenn man das 12 Monate macht anstelle von 6 Monate. In meinen Augen machen die 12 Monate mehr Sinn, als die 6 Monate. Wie seht Ihr das? Und kann man da was dran drehen?

So long
 

Couchhartzer

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Warum nur alle 6 Monate?
Weil der Zeitraum für den die Bewilligung erteilt wird immer nur 6 Monate lang ist.
Folglich bleibt dir selbstverständliche gar nichts anderes übrig, als dann rechtzeitig einen Weiterbewilligungsantrag stellen, wenn du nahtlos und ohne Zahlungsausfall weiterhin ALG II erhalten möchtest.



In meinen Augen machen die 12 Monate mehr Sinn, als die 6 Monate.
Die Regelungen des SGB II orientieren sich aber nunmal nicht nach den Sichtweisen einzelner Bürger, sondern werden vom Gesetzgeber formuliert und dann in den Gesetzestexten vorgegeben.
Mir ist auch nicht bekannt, dass es schonmal irgendwo eine abweichend längere Ausführung des gesetzlich verankerten Bewilligungszeitraumes gegeben hat.
 

Erolena

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Du sollst soviel Druck und Stress haben, dass das ALG2-Beziehen keine Spaß macht. Und ein Antrag aller 6 Monate macht Stress.

Außerdem behauptet der Gesetzgeber, dass ALG 2 eine Leistung für kurze Zeit ist, weil der ALG2-Bezieher (angeblich) alsbald in Arbeit verschwindet. Aller sechs Monate wird kontrolliert, ob du endlich eines der verlockenden Arbeitsplatzangebote angenommen hast. Oder ob du - ganz überraschend für alle Beteiligten - immer noch arm und arbeitslos bist.

Aus meiner Sicht ist dieses falsche Argument (Kurzzeitigkeit) ein Grund - von vielen - warum aus Sicht der Regierung beim ALG 2 bestimmte Bedarfe ignoriert oder zu knapp bemessen sein können. Denn schon bald steht ja dem Betreffenden wieder ein 'fettes Gehalt' aus dem neuen Arbeitsverhältnis zur Verfügung. Und bis dahin kann er sich ein wenig einschränken und kleinere Engpässe aus seinem Vermögen überbrücken.
 
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