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58 plus und Vorgehen der JC

Kleeblatt

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#1
Mich würde interessieren wie das derzeitige Vorgehen der JC aussieht bei Arbeitssuchenden oberhalb von 58 Jahren.

Eigentlich könnte ich ebenso gut auch 46 Jahre einsetzen (leider !), aber die 58ziger Anfrage deshalb weil ich läuten hörte das eben genau diese Bürger angeblich nicht mehr in den Listen der JC als arbeitssuchend "verbucht" = ausgewiesen sein sollen, vornehmlich dann wenn diesen seitens des JC mindestens 1 Jahr lang keine versicherungspflichtige Arbeit mehr angeboten werden konnte.

Unverständlich auch schon deswegen, weil die überwiegende Mehrzahl sicherlich bereits längere Zeit arbeitssuchend ist, gleichfalls mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit diese Gruppe abgeschlossene Ausbildung/en vorweisen kann und eigentlich eine leichte Nachschulung auf Kosten der JC bereits bei Eintritt der Arbeitslosigkeit hilfreich (gewesen) wäre.

Was also folgt für diese Menschen mit Eintritt des 58. Lebensjahres so unisono ?

Welche Erfahrungen habt ihr da so gemacht bzw. Menschen die ihr kennt ?
(Ich rede dabei nicht von denen die irgendwelche EU- o.ä. Renten erhalten und sich bereits auf diese Weise vor dem (teils perversen) Zugriff von ZA ect. pp. "retten" konnten.)
 

Seepferdchen

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#2
Hallo Kleeblatt,

§ 53a SGB II*Arbeitslose

(1) Arbeitslose im Sinne dieses Gesetzes sind erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die die Voraussetzungen des § 16 des Dritten Buches in sinngemäßer Anwendung erfüllen.
(2) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die nach Vollendung des 58. Lebensjahres mindestens für die Dauer von zwölf Monaten Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen haben, ohne dass ihnen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten worden ist, gelten nach Ablauf dieses Zeitraums für die Dauer des jeweiligen Leistungsbezugs nicht als arbeitslos.

Es melden sich noch user die damit Erfahrung haben.

Und dieser § ist für dich zur Info!


Gruss:icon_pause:
 

Hartzeola

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#3
Mich würde interessieren wie das derzeitige Vorgehen der JC aussieht bei Arbeitssuchenden oberhalb von 58 Jahren.
Die 58er Regelung gab es bei Einführung von Hartz IV und hat die Personen betrofen, die zu jener Zeit bereits 58 Jahre alt waren. Die sollten so früh wie möglich in die Rente gehen, als "Gegenleistung" wurden sie vom JC in Ruhe gelassen.

Danach galt die 58er Regelung nicht mehr. Ich kenne eine Familie, er war damals 58, seine Frau etwas junger. Sie ist derzeit 62 und soll immer noch Bewerbungen schreiben.

Sie fängt ihre Bewerbungen mit den Wörtern an" Ich bin 62 Jahre alt und suche mir eine neue Herausforderung..."
 

Hartzige

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#4
Ich bin 61 Jahre alt und die Arge will von mir seit 3 Jahren gar nix mehr, ausser - alle halbe Jahre den Fortzahlungsantrag.
Ansonsten bin ich auch ganz stille bezüglich der Arge.

Nehme an, nächstes Jahr kommen sie mit der Rente ab 63 daher. Mir nur recht.

Leider, denke ich mal, ich gehöre zu den ersten hier im Forum (werde im Jan. 62) und es wird noch keine Erfahrungen deshalb geben und mir graut davor, Fehler zu machen.
 

NSLINUS

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#5
Ich bin 59 Jahre alt (fast 60) muss meine 2 Bewerbungen monatlich nachweisen und das Jobcenter hat mich nun gerade für 12 Wochen in eine FTEC-Maßnahme (Feststellungs-, Trainings- und Erprobungs- Center) gesteckt. :icon_party:
 

Kleeblatt

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#6
Hallo Kleeblatt,

§ 53a SGB II*Arbeitslose

(1) Arbeitslose im Sinne dieses Gesetzes sind erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die die Voraussetzungen des § 16 des Dritten Buches in sinngemäßer Anwendung erfüllen.
(2) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die nach Vollendung des 58. Lebensjahres mindestens für die Dauer von zwölf Monaten Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen haben, ohne dass ihnen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten worden ist, gelten nach Ablauf dieses Zeitraums für die Dauer des jeweiligen Leistungsbezugs nicht als arbeitslos.

Es melden sich noch user die damit Erfahrung haben.

Und dieser § ist für dich zur Info!


Gruss:icon_pause:
Mit obigem Absatz 2 habe ich meine Probleme. Die Aussage ist völlig schwammig.

Insbesondere der unterstrichene Teil sürzt mich in völlige Verwirrung.
Gelten diese Menschen dann ab sofort für alle Zeiten bis zum Renteneintritt als nicht arbeitslos ?
Die logische Folge wäre dann jedoch das sie gegenüber dem JC auch keinerlei Verpflichtungen mehr hätten, - also keinerlei EGV, keine Pflicht-Tralala-Veranstaltungen mehr , keinerlei Bewerbungen ...
eben Null, Nix, Funkstille ?

Das würde sich auch mit der Aussage von "Hartzige" überschneiden, denn genau SO lese ich diesen Absatz eben auch.

NSLINUS dagegen wird noch "belagert", was ich nicht wirklich jetzt verstehe. Normalerweise müßte auch bei ihr bezüglich der JC-Ansprüche vollständiger "Totentanz" herrschen.

Abs. 2 scheint mir allerdings auch sehr eindeutig zu sein in seiner Aussage, jedenfalls nicht auslegungsfähig, -- von daher sollte sich NSLINUS vielleicht mal freundlich erkundigen weshalb dieses Passus auf sie nicht angewendet wird.

Danke bisher für eure Mitteilungen und mal sehen was für Erkenntnisse und auch Ungereimtheiten hier noch so eintrudeln. :biggrin:
 

NSLINUS

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#7
Danke für die Idee!! Gibt mir neue Munition! :icon_party:

Warum ich diese Maßnahme gefangen habe (die ich übermorgen allerdings begründet abbrechen werde) weiß ich schon ...!

Ursprünglich hatte meine Frau diese Maßnahme gefangen. Da hab ich ihr ein wenig zur Seite gestanden, Formulierungshilfe zu Fahrtkostenbedingungen etc. gegeben ..... und fluchs kam meine SB auf die Idee, dass ich auch dorthin gehöre!

Nun hab ich mir das ne Weile angeschaut, am letzten Freitag ein klärendes Beschwerdegespräch mit dem Leiter der Maßnahme geführt und wenn sich morgen nichts geändert hat, dann breche ich die Maßnahme ab und stampfe den ganzen Laden ein! :icon_party:

Aber das gibt ein anderes Thema hier .....
 

NSLINUS

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#8
Hmmm ... leider bezieht sich der § 53a nur auf Statistik und Forschung und ist daher wohl kaum zu verwenden
 

physicus

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#9
für mich ist dieser paragraph nichts weiter als legitime statistikfälschung...

warum sollten wir bis 69 arbeiten und somit auch arbeit suchen wenn wir keine mehr haben, wenn wir doch laut diesem paragraphen dann gar nicht mehr arbeitslos sind? :icon_twisted:

mfg physicus
 

Kleeblatt

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#10
Hmmm ... leider bezieht sich der § 53a nur auf Statistik und Forschung und ist daher wohl kaum zu verwenden
Hhhmmm..., woran machst du das fest ?
Ich sehe diesen § als Bestandteil des SGB II, damit eben ganz normal anwendbar.
Scheinbar sehen das bei Hartziger die SB wohl ebenfalls so sonst würden die den § so nicht anwenden. :icon_kinn:
 

Kleeblatt

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#11
für mich ist dieser paragraph nichts weiter als legitime statistikfälschung...

warum sollten wir bis 69 arbeiten und somit auch arbeit suchen wenn wir keine mehr haben, wenn wir doch laut diesem paragraphen dann gar nicht mehr arbeitslos sind? :icon_twisted:

mfg physicus
Genau das sagt dieser § eben aus, - man sei dann nicht mehr arbeitslos.

Logische Rechtsfolge, - wer nicht mehr als arbeitslos gilt kann auch keine rechtlichen Verpflichtungen aus einem solchen NICHT-Zustand haben.
Nicht arbeitslos, - keine entsprechenden Verpflichtungen.

Also was denn jetzt ?
Ein "bischen-schwanger" geht auch nicht, ebenso wie ein "bischen tot" und ähnlicher Mist.

Entweder man ist arbeitslos und hat Verpflichtungen oder man ist es eben nicht mehr, ganz offiziell laut § 53 a SGB II, - ?
 

Merkur

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#12
Wir sind 59/61 Jahre und müssen nicht mehr schreiben uns aber auf VV bewerben. Diese gibt es reichlich bisher nur Leihbuden.
Die EGV ist nicht mehr so krass.
 

Doppeloma

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#13
Hallo Kleeblatt,

Nicht arbeitslos, - keine entsprechenden Verpflichtungen.
deine Verpflichtungen ergeben sich aber NICHT NUR aus der Tatsache der Arbeitslosigkeit, sondern VOR ALLEM daraus, dass du deinen "Lebensunterhalt/Miete" vom Staat finanziert bekommst.

Auf JEDEM Antrag verpflichtetst du dich mit deiner Unterschrift DAS zu ändern. :icon_daumen:

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

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#14
Hallo physicus,

für mich ist dieser paragraph nichts weiter als legitime statistikfälschung...
völlig RICHTIG erkannt, irgendwo MÜSSEN die so begehrten älteren "Gewinner des Arbeitsmarktes" (Frau v.d.Leyer!) doch hinverschwinden, und der Rest wird mit der Zwangsrente ab 63 erledigt...:icon_klatsch:

ALLES gesetzlich gedeckter BETRUG am Wähler und Bürger, dem man damit das Arbeiten MÜSSEN bis 67...69 ...70...??? schmackhaft machen will/muss...:icon_dampf:

Die "humane" 58er-Regel geht da natürlich GAR NICHT MEHR, die "Frührente" ist TOT, es lebe die Arbeit bis zum TOT, wenn auch NUR rein theoretisch, per gesetzlich verankerter (also legaler) Statistik-Bereinigung, um die dadurch geförderte Altersarmut kümmern wir uns dann später mal...:icon_neutral:

Denn irgendwie KANN ja nach so gut 10 Jahren H4-Dasein (von ca. 56 /57 bis 67 oder länger ???) der Altersrentner auch nicht mehr von dem LEBEN was da noch an Rente gezahlt wird, der (vielleicht) davor liegende (jahrelange???) Minilohnbereich tut sein Übriges, ARMES Deutschland...:icon_dampf:

Dazu noch die "intensive Förderung der Jugend", die oft genug mit kostenlosen Praktika und 1-€-Jobs in die berufliche Zukunft startet, es KANN NUR noch VIEL schlimmer werden...:icon_kotz:

MfG Doppeloma
 
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#15
Insbesondere der unterstrichene Teil sürzt mich in völlige Verwirrung.
Gelten diese Menschen dann ab sofort für alle Zeiten bis zum Renteneintritt als nicht arbeitslos ?
Die logische Folge wäre dann jedoch das sie gegenüber dem JC auch keinerlei Verpflichtungen mehr hätten, - also keinerlei EGV, keine ...
Nö, das ist nicht zwangsläufig die logische Folge. Selbst wer nicht als "arbeitslos" gilt, bleibt dennoch ein "erwerbsfähiger Leistungeberechtigter" im Sinne des SGB II. Insofern steht dem argen Gesindel das volle Schikaneprogramm weiterhin zur Verfügung.

Man sollte nicht übersehen, dass der 53a in Kapitel 7 steht, dass die schöne Überschrift "Statistik und Forschung" trägt. Also in einem Teil, der auf den Leistungsempfänger keinerlei Wirkung hat.


NSLINUS dagegen wird noch "belagert", was ich nicht wirklich jetzt verstehe. Normalerweise müßte auch bei ihr bezüglich der JC-Ansprüche vollständiger "Totentanz" herrschen.
Es kann durchaus sein, dass NSLINUS nach wie vor als arbeitslos gilt, denn:
(2) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die nach Vollendung des 58. Lebensjahres mindestens für die Dauer von zwölf Monaten Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen haben, ohne dass ihnen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten worden ist, gelten nach Ablauf dieses Zeitraums für die Dauer des jeweiligen Leistungsbezugs nicht als arbeitslos.
Im Klartext heisst das, wer einmal im Jahr einen noch so sinnlosen Vermittlungsvorschlag von der Arge bekommt, kann auch bis 67 als "arbeitslos" gelten.
 

ethos07

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#16
Mir wurde dieser wunderliche 'Forschungs'-§ mal so erklärt: er soll die Abschaffung der alten - angenehmen - 58er REgelung auch für die Leistungsempfänger "abfedern"...

Manchmal, wenn ein/e 58+ sich darauf beruft und keine Vermittlung mehr wünscht, lassen sich SBs darauf ein und beenden die Schikanen. Aber es ist eine Ermessensfrage.

Denn wichtig für die (meisten) SBs und ihre Teams ist ja nicht das Wohl und Wehe der einzelne Leistungsempfänger sonder ihre Erfolgsquoten in der Statistik, da die JCs ja wie Wirtschaftsunternhemen miteinander konkurrieren sollen :icon_neutral:

Und da mensch, der ältere, dann nach 1 Jahr nicht erfolgter Vermittlung in x-beliebiben Quatsch für den SB eh nicht mehr als "erfolgreich vermittelt" in der Statistik verbucht werden kann, kümmert den SB dann dieser ausgewrungene "KuNnde" dann in der Regel auch keinen Deut mehr.


für mich ist dieser paragraph nichts weiter als legitime statistikfälschung...

warum sollten wir bis 69 arbeiten und somit auch arbeit suchen wenn wir keine mehr haben, wenn wir doch laut diesem paragraphen dann gar nicht mehr arbeitslos sind? :icon_twisted:

mfg physicus
 

Biestchen

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#17
Ich bin 59 Jahre alt (fast 60) muss meine 2 Bewerbungen monatlich nachweisen und das Jobcenter hat mich nun gerade für 12 Wochen in eine FTEC-Maßnahme (Feststellungs-, Trainings- und Erprobungs- Center) gesteckt. :icon_party:
Und genau deswegen wurde die 58er Regelung abgeschafft, dass die Ü 58 Opfer für Schmarotzermaßnahmeträger sind ! :icon_neutral: :icon_neutral: :icon_neutral:

Ein Glück, dass es nur 12 Wochen sind !
Die meisten 50+ Maßnahmen dauern 1 Jahr ! :icon_neutral:
 

NSLINUS

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#18
Sei gewiss, die dauert auch keine 12 Wochen!!! :icon_evil:
Die wird morgen beendet!

Hab nur fast 2 Wochen mal mitgespielt und Munition gesammelt ... und nun wird's heftig ....!:icon_party:

Den Laden greife ich bei seiner Zulassung, Zertifizierung, Berufsgenossenschaft, Datenschutzbeauftragten etc. an .... und die ARGE-Tussi gleich mit:biggrin:
 

Anna B.

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#20
NSlinus,

ich drück dir die Daumen...

schau mal dort auf den offiziellen Aushang...da muß ne ganze Menge Info hängen....ansonsten gibt es für die Bruchbude richtig viel Ärger...z.B.
Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
Arbeitszeitgesetz
Arbeitsschutzgesetz
Arbeitssicherheitsgesetz
Arbeitsstättenverordnung
BGB §§ 611, 612, 612a
Bildschirmarbeitsverordnung
Jugendarbeitsschutzgesetz
Jugendarbeitsschutz-
untersuchungsverordnung Kündigungsschutzgesetz
Ladenschlussgesetz
Mutterschutzgesetz
nur eine wilde Mischung von verschiedenen Gesetzen...
wappne dich..!!
also, Kopf hoch und durch...

Gruß
Anna
 

NSLINUS

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#21
@ Anna
Jau, vielen Dank! Soweit zutreffend, hatte ich das schon so in etwa drin.

Heut morgen platzte die Bombe dann! Der zuständige "Ausbilder" dort hat bald geweint .... und regelrecht gebettelt, wir (meine Frau und ich) mögen es und doch nochmal überlegen und bitte, bitte dableiben! Muss ziemlich Schiss vor den Folgen haben! :icon_party:

Nun sind wir wieder frei von dieser reinen Verwahranstalt! :icon_pause:
Jetzt noch ein paar Briefchen raus .... und dann werde ich hier ausführlicher über meine Erfahrungen berichten. Und natürlich auch über kommende, oder nicht kommende Reaktionen des Jobcenters. Da bin ich schon mal sehr gespannt ....!

VG
 

Anna B.

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#22
Huhu,

na bitte geht doch...

ich bin gespannt, wie es weitergeht...


Gruß
Anna

na? welche Aushänge hatten die denn nicht? :biggrin:
 

NSLINUS

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#23
Viel spannender sind eigentlich die Aushänge, die sie hatten! :biggrin:

So z.B. die Selbstverpflichtungen gem der ISO-Zertifizierung 9001, die sie als Bildungsträger nach § 84 SGB III brauchen, um überhaupt solche Maßnahmen von der BA/Jobcenter zu bekommen! Gemessen an den tatsächlichen Verhältnissen dort reine Lyrik!:biggrin:

Nu werd ich u.a. mal bei der Zertifizierungsstelle "schüchtern" anklopfen und gleichzeitig auch bei der BA (auf verschiedenen Ebenen, u.a. auch beim zuständigen RZA -Zentraleinkauf für solchen Quatsch- ). Das könnte an die Substanz gehen, zumal die vorhandene Zertifizierung nur noch bis 31.12.2011 gültig ist und verlängert werden muss ... :icon_party:

Daneben sind natürlich auch solche Dinge wie Betriebssicherheitsrichtlinie der EU, Bildschirmarbeitsverordnung, Nichtbeachtung der Unfallverhütungsvorschriften etc. durchaus ein ernstes Thema ...!

Nach meiner Tätigkeitsstatistik hab ich von den fast 2 Wochen etwa 70 % der Gesamtzeit ohne jegliche Tätigkeit, Arbeitsaufträge, Lehrinhalte etc. nur nutzlos rummgesessen (u.a. weil leider nicht genügend PC für alle Teilnehmer da waren), etwa 10 % sogar ohne Ausbilder/Dozenten im Raum (der musste in dieser Zeit einer anderen Gruppe Unterricht machen) und die restlichen ca. 30% der Zeit wollte man mir Grundlagenkenntnisse in WORD und EXEL beibringen (so zum Beispiel Buchstaben löschen mit verschiedenen Tasten :icon_neutral: ... etc.). Also maßlose Unterforderung eines Fachkaufmanns!

Letzte Woche hatte ich dann meine Beschwerden dem zuständigen Ausbildungsleiter vorgetragen und ihn gewarnt. Ergebnis ...... keine spürbare Veränderung! Er hats wohl nicht glauben wollen ....!:icon_party:

VG
 

ethos07

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#24
Sehrrrrr schön machst du das für uns alle - wären viele Teilnehmer_innen so beherzt wie du, wären viele dieser Verblödungs-Maßnahmenträger schnell am Ende...:icon_dampf:

:icon_klatsch::icon_daumen:
 

krautfreak

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#26
Und genau deswegen wurde die 58er Regelung abgeschafft, dass die Ü 58 Opfer für Schmarotzermaßnahmeträger sind ! :icon_neutral: :icon_neutral: :icon_neutral:

Ein Glück, dass es nur 12 Wochen sind !
Die meisten 50+ Maßnahmen dauern 1 Jahr ! :icon_neutral:
es gibt aber jetzt wohl eine neue Regelung.
Hab ich heute erfahren.
Nachdem ich (mit der ganzen Gruppe der Maßnaheme) denen voriges Jahr eine Projekt gekanzelt habe, haben die mich vom Jobcenter bis heute in ruhe gelassen, was Maßnahmen, Eingliederungsverträge etc. betrifft.
http://www.elo-forum.org/50/1euro-jobs-dazugehoert-53852/index2.html#post707130
Posting vom 28.10.2010, 18:18
Da sind weitere links, worum es da ging.
wir hatten es damals erfolgreich geschafft, das die Maßnahme ohne Sanktionen zum Jahresende für alle aufgelöst wurde und man uns seitdem mit solchen sinnlosen Mist in Ruhe gelassen hat.

Für heute hatte ich jetzt mal wieder eine Einladung.

Da hat man mir mitgeteilt es gäbe jetzt statt der 58er- eine 53a Regelung in der ich, wenn ich nach 12 monaten kein angebot von denen bekommen habe und selbst auch nicht gefunden habe, ab dem 58 Lebensjahre freigestellt werden kann - und die frist wäre jetzt abgelaufen.

D.h. - keine Jobsuche mehr vorweisen, keine Maßnahmen und Eingliederungsverträge mehr - und ich kriege meine Leistung normal bis zur Rente weiter. Ich hab die also vom Hals und die scheinen wohl auch froh zu sein mich endlich los zu sein.
Bin jetzt über 61

Ich warte jetzt mal ab, bis ich das schriftlich von denen habe mit allem was da im einzelnen zugehört.
 

Purzelina

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#27
Da wird nichts schriftliches kommen.
Die Bundesregierungen haben immer wieder ziemlich dreiste Versuche unternommen, möglichst viele Arbeitslose nicht als arbeitslos bezeichnen zu müssen. Nachdem lange Jahre Helmut Kohl und Norberg Blüm (beide CDU) die Könige der Sonderregelungen war, muss man dem aktuellen Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) attestieren, die wohl dümmste Regelung auf den Weg gebracht zu haben. Demnach sind Arbeitslose im SGB II ("Hartz IV") über 58 nicht mehr offiziell arbeitslos, wenn sie ein Jahr lang keine sozialversicherungspflichtige Stelle angeboten bekamen.
Scholz Vermächtnis (1) « statistiker-blog.de
 
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#28
O-Ton einer SB zu einem meiner Klienten:
"Ich werde nen Teufel tun, Sie einzuladen oder Ihnen einen Vermittlungsvorschlag zu unterbreiten. Meinen Sie echt, ich lass es zu, dass Sie mir meine Statistik versauen? Nein, Ihr Bewerberprofil bleibt unveröffentlicht!"

Noch Fragen?
 

krautfreak

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#29
Da wird nichts schriftliches kommen.
Das will ich aber haben - und dann krieg ich das auch.
Glaub mir das.

Schließlich hab ich die auch dazubekommen, das diese Maßnahme gekanzelt wurde - und ab jetzt hab ich meine Ruhe bis zur Rente.
Mehr will ich garnicht.
 

Cosima

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#30
Ich bin jetzt 58 und jahrelang hat man mich fast in Ruhe gelassen, außer einigen unakzeptalen Vorschlägen die Krankheitsbedingt nicht in Frage kamen.
Nun aber ist das JC erwacht und versucht mich zwanghaft in Jobs zu vermitteln für die ich nicht geeignet bin. Meine Umschulung zur Bürokauffrau ist seit 30 Jahren verjährt und meine Ahnung zu heutigen Bedingungen gleich Null. Bewerben darf ich mich aber als Verwaltungsfachangestellte mit dem Kommentar wenn nicht jetzt wann dann, schließlich muss ich alles mögliche tun um aus dem Schlamassel heraus zu kommen.
Mit 48 wollte man mich nicht fördern, da angeblich zu alt,jetzt bin ich wahrscheinlich dem Jungbrunnen entsprungen und nicht mehr zu alt um sinnlose Bewerbungen zu schreiben über die sich die Arbeitgeber totlachen.
Nicht zu vergessen, ich hatte 8 Jahre Arbeit im Sozialen, doch als ich um Gehaltserhöhung bat wurde ich abgespeist mit dem Argument " hätte ich gewusst das sie Geld verdienen wollen hätte ich sie nie eingestellt". Vergessen hatte der Chef meine Überstunden, mein Engagement wenn kein anderer die Aufgaben übernehmen wollte und meine Feiertagsarbeit ohne Zulage.
Herausgekommen bin ich durch Umzug und nun stecke ich in 50+.
Es scheint das JC will mir jetzt zeigen das ich mit 58 erst recht gescheucht werden muss um Arbeit zu bekommen, nichts mit Ruhe nach § 53a.
 

Doppeloma

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#31
Hallo krautfreak,

Da hat man mir mitgeteilt es gäbe jetzt statt der 58er- eine 53a Regelung in der ich, wenn ich nach 12 monaten kein angebot von denen bekommen habe und selbst auch nicht gefunden habe, ab dem 58 Lebensjahre freigestellt werden kann - und die frist wäre jetzt abgelaufen.
Das heißt NIX weiter als, dass du jetzt gesetzlich abgesichert aus der Statistik verschwindest.

§ 53a SGB II*Arbeitslose

Kannst du dir ausdrucken, MEHR wirst du auch von deiner SB dazu NICHT schriftlich bekommen. :icon_evil:

D.h. - keine Jobsuche mehr vorweisen, keine Maßnahmen und Eingliederungsverträge mehr - und ich kriege meine Leistung normal bis zur Rente weiter. Ich hab die also vom Hals und die scheinen wohl auch froh zu sein mich endlich los zu sein.
Bin jetzt über 61
Von ALL den "Nettigkeiten" steht da aber absolut NIX drin, ich würde es dir wirklich gönnen aber verlass dich lieber NICHT darauf.

Mit jedem Weiterbewilligungs-Antrag unterschreibst du auch in der Zukunft (immer wieder), dass du ALLES tun wirst deine "Bedürftigkeit" zu beenden, eine EGV ist dafür GAR NICHT nötig...:icon_dampf:

Habe heute auch gerade mein "freundliches Anschreiben" dazu erhalten, das was jetzt so "neunett" nochmal dringend darauf hinweist, dass man den Antrag nur ausfüllen braucht, "wenn es uns, trotz gemeinsamer Bemühungen :biggrin:, bis zum Ablauf des aktuellen Bewilligungs-Zeitraumes nicht gelingt die Bedürftigkeit zu beenden"...

Besonders der Hinweis auf die "gemeinsamen Bemühungen" ist SOOO rührend, bin knapp 59 und dauerkrank, warte auf meine Entscheidung am SG zu meiner EM-Rente und das JC, WARTET AUCH,...NEIN, das habe ich NICHT schriftlich, sie TUN es einfach seit fast 1 Jahr...:icon_twisted:

Soviel zum Thema "Bemühungen", auf die ich (wie du auch!) keinerlei Wert mehr lege, aber schriftlich geben die das (was du erwartest) NIEMALS, DAS wäre ja eine Bankrotterklärung, im Bezug auf die (angeblich) so "erfolgreiche Vermittlung" älterer Langzeitarbeitsloser.

Ich warte jetzt mal ab, bis ich das schriftlich von denen habe mit allem was da im einzelnen zugehört.
Na dann WARTE mal schön weiter, hoffendlich sieht deine (vielleicht) nächste SB das auch so HUMAN, denn ein Rechtsanspruch auf RUHE vor dem JC und vor irgendwelchen Maßnahmen ergibt sich aus § 53a SGB II in keinster Weise. :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

krautfreak

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#32
Na dann WARTE mal schön weiter, hoffendlich sieht deine (vielleicht) nächste SB das auch so HUMAN, denn ein Rechtsanspruch auf RUHE vor dem JC und vor irgendwelchen Maßnahmen ergibt sich aus § 53a SGB II in keinster Weise. :icon_evil:

MfG Doppeloma
Wenn ich das nächste woche nicht schriftlich habe, stehe ich bei der auf der Matte - und dann bekomme ich das schriftlich.
Verlaß dich drauf.
Was da in dem Paragraphen steht interessiert micht nicht.

sowas läßt sich jederzeit aushebeln.
wenn die das drehen und wenden können, kann ich das auch.
 

evahb

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#38
Besonders der Hinweis auf die "gemeinsamen Bemühungen" ist SOOO rührend, bin knapp 59 und dauerkrank, warte auf meine Entscheidung am SG zu meiner EM-Rente und das JC, WARTET AUCH,...NEIN, das habe ich NICHT schriftlich, sie TUN es einfach seit fast 1 Jahr...:icon_twisted:

Hallo Doppeloma,
habe deinen Text gelesen. Ich warte auf einen Untersuchungstermin, durch einen vom Gericht bestimmten Gutachter wegen der Erwerbsminderungsrente.
Meine Farge an dich: Meine SB verlangt monatlich ständig von mir die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen,ist das rechtens? Das läuft jetzt mittlerweile 2 Jahre. Auf den Begutachtungstermin warte ich seit Mai 2011. Bin zwar jetzt 60 Jahre alt und könnte mit Abzug in Rente gehen, aber warum Geld verschenken, die Rente würde auch nicht ausreichen und ich müsste Sozialhilfe oder Grundsicherung beantragen.Mein Arzt ist bereits genervt wegen der ständigen Krankschreibungen. Hast du einen Rat für mich?
Grüße
evahb
 

Doppeloma

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#39
Hallo evahb,

Meine Farge an dich: Meine SB verlangt monatlich ständig von mir die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen,ist das rechtens?
Im Prinzip schon, für SGB II-Leistungen MUSST du ja erwerbsfähig sein und üblicherweise dann auch deine "Bemühungen" betreiben um in Arbeit zu kommen, wir brauchen NICHT darüber zu diskutieren wie "Erfolgversprechend" das wäre.

Mit einer AU-Bescheinigung vom Arzt brauchst du das NICHT zu tun, klar kann SB die regelmäßigen Nachweise darüber verlangen, so ist das nun mal geregelt.

Auch für deinen EM-Renten-Antrag ist es sicher BESSER AU-Bescheinigt zu sein und regelmäßig zum Arzt zu gehen, was willst du beim Gutachter antworten, wenn er dich nach Krankschreibung fragt und wie lange schon...:confused:

"Brauch ich nicht, bekomme ja Hartz IV" ???, kann auch Ärzte NICHT verstehen, die der Meinung sind, dass man dann keine AU-Bescheinigung mehr braucht, "weil man ja sowieso zu Hause sei", dann steht man aber auch der Vermittlung VOLL zur Verfügung. :icon_neutral:

Das läuft jetzt mittlerweile 2 Jahre. Auf den Begutachtungstermin warte ich seit Mai 2011.
Machst du das alleine oder mit Anwalt ???

Bin zwar jetzt 60 Jahre alt und könnte mit Abzug in Rente gehen, aber warum Geld verschenken, die Rente würde auch nicht ausreichen und ich müsste Sozialhilfe oder Grundsicherung beantragen.
Und die EM-Rente würde ausreichen...:confused:, da hast du doch auch Abzüge lebenslang und Beiträge, die deinen Renten-Betrag erhöhen könnten, kommen ja in BEIDEN Fällen NICHT mehr dazu.

Mit Dauer-Rente wäre dann die Grundsicherung zuständig, bist du alleine oder lebst du mit einem (Ehe)- Partner zusammen ???

Außerdem kannst du mit deiner vorgezogenen Altersrente bis zu 400 € dazu verdienen OHNE die Rente zu gefährden.

Mein Arzt ist bereits genervt wegen der ständigen Krankschreibungen. Hast du einen Rat für mich?
Warum ist dein Arzt deswegen genervt, meiner schreibt mir seit inzwischen fast 4 Jahren meine AU-Bescheinigung aus und der wird das weiterhin tun, bis ich mal irgendeine Rente bekomme, das ist meine "Lebensversicherung" gegenüber dem JC und außerdem wichtig für mein Renten-Verfahren.

Aktuell will das Jobcenter meine AU-Bescheinigung nicht regelmäßig sehen, habe die zuletzt beim Erstantrag (Dez. 2010)vorgelegt.
Die haben aber schon ein Gutachten von der AfA im PC und wissen Bescheid wegen dem EM-Renten-Antrag, das macht wohl auch jedes JC wie es das will, MIR ist es recht so.

Falls da doch mal einer was von mir will, kann ich meine Bescheinigung aber jederzeit fortlaufend vorweisen, ob das immer so bleibt, solange ich (leider) auf dieses Geld angewiesen bin, das weiß ich auch nicht.
Ab Januar sollen die umliegenden JC zur Optionskommune werden, davon lese ich ja hier auch nicht gerade NUR GUTES, was die dann mit den "eventuell" EM-Rentnern so vor haben, da kann ich mich NUR überraschen lassen...:confused:

Aber vielleicht passiert ja noch ein Wunder und ich bekomme doch bald die EM-Rente, rechne eigentlich auch noch mit einem Gutachten vom Sozialgericht aus, mein Verfahren läuft aber erst seit November ...

MfG Doppeloma
 

evahb

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#41
Moin Doppeloma,
wenn die EM-Rente durchkommen sollte, bin ich auf Hilfe vom SA angewiesen. Habe einen GdB von 70 und könnte mit Abschlag in Rente gehen, aber SA sagt nein, sie müssen weiter bei dem Jobcenter bleiben, bis ich 63 Jahre alt werde.Ich werde durch den VdK vertretenDie EM-Rente hatte ich vor meinem 60. Geburtstag beantragt.Wenn ich angenommen die Klage zurückziehe und die Rente beantrage, dann sehe ich alt aus, bekomme dann kein Geld mehr vom JC oder SA dazu, oder wie siehst du das? SA wird sich stur stellen.

Grüße
evahb
 
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#42
Hallo evahb,



Im Prinzip schon, für SGB II-Leistungen MUSST du ja erwerbsfähig sein und üblicherweise dann auch deine "Bemühungen" betreiben um in Arbeit zu kommen, wir brauchen NICHT darüber zu diskutieren wie "Erfolgversprechend" das wäre.

Mit einer AU-Bescheinigung vom Arzt brauchst du das NICHT zu tun, klar kann SB die regelmäßigen Nachweise darüber verlangen, so ist das nun mal geregelt.

Auch für deinen EM-Renten-Antrag ist es sicher BESSER AU-Bescheinigt zu sein und regelmäßig zum Arzt zu gehen, was willst du beim Gutachter antworten, wenn er dich nach Krankschreibung fragt und wie lange schon...:confused:

"Brauch ich nicht, bekomme ja Hartz IV" ???, kann auch Ärzte NICHT verstehen, die der Meinung sind, dass man dann keine AU-Bescheinigung mehr braucht, "weil man ja sowieso zu Hause sei", dann steht man aber auch der Vermittlung VOLL zur Verfügung. :icon_neutral:



Machst du das alleine oder mit Anwalt ???



Und die EM-Rente würde ausreichen...:confused:, da hast du doch auch Abzüge lebenslang und Beiträge, die deinen Renten-Betrag erhöhen könnten, kommen ja in BEIDEN Fällen NICHT mehr dazu.

Mit Dauer-Rente wäre dann die Grundsicherung zuständig, bist du alleine oder lebst du mit einem (Ehe)- Partner zusammen ???

Außerdem kannst du mit deiner vorgezogenen Altersrente bis zu 400 € dazu verdienen OHNE die Rente zu gefährden.



Warum ist dein Arzt deswegen genervt, meiner schreibt mir seit inzwischen fast 4 Jahren meine AU-Bescheinigung aus und der wird das weiterhin tun, bis ich mal irgendeine Rente bekomme, das ist meine "Lebensversicherung" gegenüber dem JC und außerdem wichtig für mein Renten-Verfahren.

Aktuell will das Jobcenter meine AU-Bescheinigung nicht regelmäßig sehen, habe die zuletzt beim Erstantrag (Dez. 2010)vorgelegt.
Die haben aber schon ein Gutachten von der AfA im PC und wissen Bescheid wegen dem EM-Renten-Antrag, das macht wohl auch jedes JC wie es das will, MIR ist es recht so.

Falls da doch mal einer was von mir will, kann ich meine Bescheinigung aber jederzeit fortlaufend vorweisen, ob das immer so bleibt, solange ich (leider) auf dieses Geld angewiesen bin, das weiß ich auch nicht.
Ab Januar sollen die umliegenden JC zur Optionskommune werden, davon lese ich ja hier auch nicht gerade NUR GUTES, was die dann mit den "eventuell" EM-Rentnern so vor haben, da kann ich mich NUR überraschen lassen...:confused:

Aber vielleicht passiert ja noch ein Wunder und ich bekomme doch bald die EM-Rente, rechne eigentlich auch noch mit einem Gutachten vom Sozialgericht aus, mein Verfahren läuft aber erst seit November ...

MfG Doppeloma
Und: Bei Arbeitsunfähigkeit über 7 Tage hinaus, bist Du nicht mehr arbeitslos *fg*
 

Doppeloma

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#43
Bei Arbeitsunfähigkeit über 7 Tage hinaus, bist Du nicht mehr arbeitslos *fg*
Bin sowieso NICHT arbeitslos, bin "NUR" Dauerkrank und bekomme KEINE EM-Rente, meinen Job HABE ich immer noch, bin also aus vielen Gründen so GAR NICHT arbeitslos und trotzdem in HARTZ IV. :icon_neutral:

Bin Langzeitkrank, NICHT Langzeitarbeitslos WIE PERVERS. :icon_dampf:

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

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#44
Hallo evahb,

wenn die EM-Rente durchkommen sollte, bin ich auf Hilfe vom SA angewiesen.
Kommt drauf an ob die EM-Rente dann befristet oder unbefristet bewilligt wird.

Bei unbefristet hast du Anspruch auf Grundsicherung für Dauer-Rentner (SGB XII) und bei befristet bleibt dir NUR das SozialAMT (SGB XII).

Habe einen GdB von 70 und könnte mit Abschlag in Rente gehen, aber SA sagt nein, sie müssen weiter bei dem Jobcenter bleiben, bis ich 63 Jahre alt werde.
Leider korrekt, denn mit der vorzeitigen Rente (mit Abschlag) machst du dich "freiwillig" hilfebedürftig, du weißt ja schon VORHER, dass diese Rente nicht ohne Zuschuß reichen wird.

Bei der EM-Rente wäre das anders, denn die "KANNST" du dir NICHT (freiwillig) aussuchen und DARUM bekommst du dann zusätzlich Geld aus dem SGB XII. :icon_daumen:

Hört sich jetzt blöd an, ist aber so, eine vorzeitige Altersrente "wählt" man "freiwillig" selber und nimmt die Abzügen zusätzlich in Kauf, eine EM-Rente bekommt man (wenn überhaupt) weil man NICHT mehr arbeiten KANN, bis zur regulären Altersgrenze.

Ich werde durch den VdK vertretenDie EM-Rente hatte ich vor meinem 60. Geburtstag beantragt.Wenn ich angenommen die Klage zurückziehe und die Rente beantrage, dann sehe ich alt aus, bekomme dann kein Geld mehr vom JC oder SA dazu, oder wie siehst du das? SA wird sich stur stellen.
Solange die EM-Rentenklage läuft hast du Anspruch auf ALG II (JC MUSS zahlen), gibst du diese Richtung auf und willst in die vorgezogene Altersrente ist das JC NICHT mehr zuständig, erklärst dich ja selber zum Altersrentner.

Das Sozi "verübelt" dir aber die "freiwillige" vorzeitige Altersrente, weil du dadurch weniger Rente hast als (z.B.) mit 63 OHNE zusätzliche Abzüge.

Lass die EM-Rente weiterlaufen am SG, vielleicht bekommt der VDK die ja wirklich noch durch, leider bin ich da auch nicht sehr optimistisch aus eigener Erfahrung. :icon_neutral:

Wer glaubt, dass man die EM-Rente "leichter" bekommt, wenn man sowieso bald in Rente könnte, der irrt sich ganz gewaltig, da "mauert" die DRV erst richtig und hofft vielleicht noch aufs vorzeitige Ableben, damit man GAR KEINE Rente mehr braucht.

Den Eindruck gewinne ich jedenfalls immer MEHR, ist wohl billiger mir noch ein paar Jahre H4 zu zahlen, als meine EM-Rente zu bewilligen. :icon_dampf:

MfG Doppeloma
 

evahb

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#45
Moin,
vielen Dank auch für deine ausführliche Antwort. Ich erhalte die Klage aufrecht. Angenommen ich verliere die Klage, dann habe ich doch die Möglichkeit in die 2. Instanz zu gehen, oder? Das wird ja auch wieder dauern, vielleicht bis ich 63. Jahre alt werde.

Grüße
evahb
 

Biestchen

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#46
:eek::eek: 1 Jahr meines noch kostbaren Rest-Lebens sollte ich dann "in Obhut" genommen verbringen für ... NOTHING?
Da krieg ich ja schon pantomimischen Burnout! :icon_evil:
Obhut ist noch sanft ausgedrückt !

Zwansbetreuung wäre treffender !!! :eek:
 

Doppeloma

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#47
Hallo evahb,

Ich erhalte die Klage aufrecht. Angenommen ich verliere die Klage, dann habe ich doch die Möglichkeit in die 2. Instanz zu gehen, oder? Das wird ja auch wieder dauern, vielleicht bis ich 63. Jahre alt werde.
Ist EINE Möglichkeit, wenn der VDK "mitspielt" dann zieh das einfach durch, wie lange das dann dauert KANN dir eigentlich egal sein. :icon_daumen:

Sobald du (demnächst) 63 Jahre wirst, bekommst du vom JC die Aufforderung deine vorzeitige Rente ab 63 zu beantragen (damit die dich dann endlich los werden), auch DAS ist ja gesetzlich so geregelt worden.

Da "verschwinden" die SOOO begehrten älteren Arbeitslosen dann endgültig "halb-freiwillig" von der "Bildfläche", obwohl sie das "Wunsch-Renten-Alter" der Politik noch lange NICHT erreicht haben. :icon_neutral:

In diesem Falle machst du das ja auch NICHT mehr wirklich "freiwillig" und dann MUSS ab Renten-Beginn auch das SGB XII die zustehenden zusätzlichen Gelder zahlen.

Eine andere Möglichkeit wäre noch die Klage (auf Anraten des Gerichtes) zurückzunehmen, das gilt dann so, als hätte es diese Klage nie gegeben.

Anschließend KANNST du direkt einen neuen EM-Renten-Antrag stellen und die DRV ist wieder beschäftigt und DU hast weiter Anspruch nach dem SGB II, sollte auch reichen, bis du dann 63 wirst.

DIE "spielen mit UNS Katz und Maus", es wird Zeit, dass WIR nach UNSEREN Kräften und Regeln mitspielen...:biggrin:

MfG Doppeloma
 

krautfreak

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#48
Wir warten dann mal gespannt auf deinen Frontbericht.
Tja, das hat jetzt einige Zeit gedauert, mich wieder zu melden.....

.....aber ich hab das schriftlich bekommen und hab die seitdem vom Hals. Seit dieser Zeit keine Maßnahmen - nichts mehr.
Brauche nur noch alle halbe jahr meinen Folge-Antrag auf Kohle zu stellen und kann seitdem fröhlich meinen Hobbys frönen.
Nächtes Jahr gehe ich dann nahtlos in Rente und gehöre dann zu der Gruppe der Altersarmut.
 

Caso

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#49
Tja, das hat jetzt einige Zeit gedauert, mich wieder zu melden.....

.....aber ich hab das schriftlich bekommen und hab die seitdem vom Hals. Seit dieser Zeit keine Maßnahmen - nichts mehr.
Brauche nur noch alle halbe jahr meinen Folge-Antrag auf Kohle zu stellen und kann seitdem fröhlich meinen Hobbys frönen.
Nächtes Jahr gehe ich dann nahtlos in Rente und gehöre dann zu der Gruppe der Altersarmut.
Kannst du das mal hochladen? Anonymisiert natürlich! Falls du den Wisch noch findest...
Es gibt auch jetzt noch Ü58 jährige, die noch immer so unglaublich drangsaliert werden.
Denen würde so ein *Matten-Steh-Akt* mit daraus folgender Bescheinigung evtl. auch helfen, endlich Ruhe zu haben und nur noch Kohle/Stütze/Staatsknete zu kriegen...
Vielen Dank im Voraus.
 

Bambes

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#50
.....aber ich hab das schriftlich bekommen und hab die seitdem vom Hals. Seit dieser Zeit keine Maßnahmen - nichts mehr.
........was ich erst glaube, wenn ich es gelesen habe ! :biggrin:

Das wäre dann eine Art Freistellung gem. § 53a SGB II.

Viele Betroffene werden zwar in Ruhe gelassen. Alle erzählen aber, es ist reine Statistik ?
Das der § 53a SGB II eine Art Vorruhestandsregelung wie die 2008 abgeschaffte 58er-Regelung ist, das hat leider noch niemand bestätigt.

Oder bist Du noch ein Restbestand der abgeschafften 58er Regelung vor 2008 ???
 

Kleeblatt

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#51
Mein Bekannter war seinerzeit insgesamt 38 Monate lang durchgängig AU.
Danach der dann wieder 1. Termin bei einem SB, - mein Bekannter drängte dort auf Untersuchung durch ÄD. (ohne irgendeine EGV, - seine letzte EGV war knapp 3,5 Jahre her) Mein Bekannter war da 59 Jahre alt.

Nach dem ÄD einen Termin bei einer SB für "Behindertenfälle". Diese SB wußte infolge des Gutachtens nicht was sie mit ihm anfangen sollte, sie war völlig planlos, aber sehr freundlich und zugänglich.

Wir (ich als Begleitung und er) machten ihr dann so "nebenbei" den vorher miteinander ausgeheckten Plan schmackhaft, - Setzung meines Bekannten auf § 53 a. Damit sei ihr geholfen = mein Bekannter verschwindet weiterhin aus der Statistik, es ist ihm geholfen = erkann sich weiterhin in aller Ruhe auskurieren = es haben alle Seiten etwas davon.

Die SB nahm es dankbar auf und setzte ihn auf den §. Er solle sich nur mal aller 6 Monate mit einem Einzeiler und per Fax bei ihr melden. Hat er dann getan.

Danach kam ein SB-Wechsel, - mal wieder. Die Neue konnte / wollte wohl nicht lesen und sandte eine Einladung ab, allerdings 2 Wochen vor seinem bereits angekündigten (mittlerweile 6.) OP-Termin. Mit dieser Begründung lehnte er die Einladung wegen völliger Sinnlosigkeit ab. Dieser Ablehnung wurde dann schriftlich entsprochen durch die Neue.
Das war im Januar 2014.

Seitdem inzwischen 2 Weiterbewilligungsanträge gestellt und problemlos die positiven Bescheide nach wenigen Tagen erhalten.
Kein SB hat sich seitdem mehr mit irgendwelchen Wünschen bei meinem Bekannten gemeldet.
Nach über 4 Jahren noch immer keine EGV. :icon_mrgreen:

Er ist jetzt 60 Jahre alt und es herrscht ein für ihn himmlischer Frieden. Niemand im JC will auch nur ansatzweise etwas von ihm. Er fragt - natürlich nicht - nach und die scheinen dort andere Sorgen zu haben als ihn sehen zu wollen.

Was will er mehr. :icon_mrgreen:
 

Kleeblatt

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#52
........was ich erst glaube, wenn ich es gelesen habe ! :biggrin:
Die SB wenden diesen § 53 a an OHNE darüber etwas Schriftliches zu geben, schlichtweg weil sie den eigentlich so nicht wirklich anwenden sollten ... aber es trotzdem eben gelegentlich Sinn macht. Deshalb gibt es darüber - so weit ich das sehen kann - nichts Schriftliches. Es ist so im PC dort eingetragen und niemand rührt dran. Ist wie beim Mikado-Spiel, - wer sich zuerst bewegt hat verloren. Ganz simpel.

Das wäre dann eine Art Freistellung gem. § 53a SGB II.
IST es auch.

Viele Betroffene werden zwar in Ruhe gelassen. Alle erzählen aber, es ist reine Statistik ?
Na und ? Was immer es ist, - man wird in Ruhe gelassen und die Weiterbewilligungsanträge sind nach 5 Tagen positiv beschieden da.
Was will Betroffener denn mehr ?

Das der § 53a SGB II eine Art Vorruhestandsregelung wie die 2008 abgeschaffte 58er-Regelung ist, das hat leider noch niemand bestätigt.
Wie "bestätigt" ? Wenn Betroffene zwar keinen Bescheid in schriftlicher Form dazu haben, aber in deren Beisein das so in den PC dort eingetragen wird, sie weiterhin völlig in Ruhe gelassen werden und ihr Geld problemlos erhalten, - WAS genau könnte DAS dann wohl sein ?

Oder bist Du noch ein Restbestand der abgeschafften 58er Regelung vor 2008 ???
Nein, ist mein Bekannter nicht.
Der ÄD hat seinen Arbeitsfähigkeits-Status derartig eingeschränkt, daß er zwar 20 Wochenstunden arbeiten kann, aber die für ihn notwenigen ArbeitsBEDINGUNGEN KEIN Arbeitgeber erfüllen kann.

Mein Bekannter ist demnach arbeitsFÄHIG, arbeitsWILLIG, NICHT rentenberechtigt, aber eben auch NICHT VERMITTELBAR. Absolut NICHT vermittelbar aufgrund der Einschränkungen / Anforderungen an die Ausgestaltung des Arbeitsplatzes.

Damit kann man ihn nicht vermitteln, nicht in irgendwelche Maßnahmen stecken, nicht an ZAF senden, nicht zu 1 €-Jobs schicken, ihm keinerlei VV senden, --- ihn aber eben auch NICHT in Vorrente schicken, weil er DAFÜR eben nicht krank "genug" ist.
Man kann ihm auch keine EGV geben, - WAS sollte denn dort drin stehen ?

Daher ist der logische Schritt, - die Anwendung des § 53 a in diesem Fall. Allen ist damit gedient, niemand wird belastet und alle haben ihre Ruhe.

Da kann man froh sein das einige SB wenigstens noch denken können.

Laß es gut sein, - es gibt eben diese Fälle und das ist richtig so.
 

Bambes

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#53
Die SB wenden diesen § 53 a an OHNE darüber etwas Schriftliches zu geben, schlichtweg weil sie den eigentlich so nicht wirklich anwenden sollten ... aber es trotzdem eben gelegentlich Sinn macht. Deshalb gibt es darüber - so weit ich das sehen kann - nichts Schriftliches. Es ist so im PC dort eingetragen und niemand rührt dran. Ist wie beim Mikado-Spiel, - wer sich zuerst bewegt hat verloren. Ganz simpel.


Daher ist der logische Schritt, - die Anwendung des § 53 a in diesem Fall. Allen ist damit gedient, niemand wird belastet und alle haben ihre Ruhe.

Da kann man froh sein das einige SB wenigstens noch denken können.

Laß es gut sein, - es gibt eben diese Fälle und das ist richtig so.
Nicht alle SB denken logisch und wenden den 53a an. Das ist Glückssache wer so seine Ruhe hat.
Ich lasse es gut sein und gönne es jedem.

Ich will Dir nur kurz von meinem Fall erzählen.
2 Klagen laufen vom letzten Jahr wegen Sanktion aus EGV/VA trotz § 53a.
Jetzt wurde ein neuer EGV/VA erlassen, trotz AU und § 53a.
Auch solche SB gibt es !
 

Kleeblatt

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#54
Bambes
Nicht alle SB denken logisch und wenden den 53a an. Das ist Glückssache wer so seine Ruhe hat.
Ich denke das es jeweils und immer eine Einzelfallentscheidung ist und auch sein muß. Es gibt eben so verfahrene Fälle - wie bei meinem Bekannten z.B. - wo eigentlich nichts weiter übrig bleibt als den § 53 a anzuwenden. Was sollen SB sonst machen ?

Ich lasse es gut sein und gönne es jedem.
Nun ja, diese Einstufung auf den § 53 a ist schlußendlich das Ergebnis von 6 OP´s in 3 Jahren, davon 5 innerhalb von 1,5 Jahren, verbunden mit irren Schmerzen und starken körperlichen Einschränkungen, von den damit verbundenen seelischen Belastungen mal nicht zu reden.
Das hat dann mit "gönnen" am Ende schon nichts mehr zu tun, denke ich.

Ich will Dir nur kurz von meinem Fall erzählen.
2 Klagen laufen vom letzten Jahr wegen Sanktion aus EGV/VA trotz § 53a.
Ich verstehe allerdings nicht das man EGV bekommt wenn man auf dem § 53 a hockt. Der § wird eigentlich nur dann angewendet auf den JC wenn objektiv NICHTS mehr möglich ist, allerdings auch noch keine Rente. Das Ganze per Gutachten.
Und wenn nichts mehr möglich ist macht eine EGV / VA auch keinen Sinn, - also schließt das Eine das Andere völlig aus.
Ist man noch vermittelbar, dann EGV / VA ohne § 53 a.
Ist man allerdings keinesfalls mehr objektiv vermittelbar, dann § 53 ohne irgendwelche "Pflichten" aus EGV / VA.
Daher verstehe ich es nicht wenn du einerseits offiziell den § 53 a hast, andererseits aber zusätzlich Pflichten aus einem EGV / VA hast. Beides gleichzeitig geht nicht.

Jetzt wurde ein neuer EGV/VA erlassen, trotz AU und § 53a.
Auch solche SB gibt es !
Ist doch Schwachsinn seitens SB.
Wer AU ist kann keinerlei Pflichten nachkommen und eine EGV / VA darf per Gesetz ausschließlich mit LEISTUNGSFÄHIGEN / ARBEITSFÄHIGEN abgeschlossen werden.
Schon mal sehr grober Gesetzerverstoß seitens SB.

Wer allerdings AU ist sitzt nicht automatisch auf dem § 53 a.
Der § kommt erst NACH einer AU und erst dann zum Einsatz wenn selbst nach AU und trotz mehr als 3 Stunden Arbeitsfähigkeit KEINE Arbeitsstelle für den Betroffenen objektiv gefunden werden kann = die Wahrscheinlichkeit einer solchen Arbeitsstelle gegen Null geht.
 

Merkur

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#55
Ich verstehe allerdings nicht das man EGV bekommt wenn man auf dem § 53 a hockt. Der § wird eigentlich nur dann angewendet auf den JC wenn objektiv NICHTS mehr möglich ist, allerdings auch noch keine Rente. Das Ganze per Gutachten.
hast, andererseits aber zusätzlich Pflichten aus einem EGV / VA hast. Beides gleichzeitig geht nicht.
Bei §53 brauchst Du nur selber keine Bewerbungen mehr schreiben aber auf Bewerbungen welche der MC schickt musst Du Dich genauso bewerben.
Auch noch 14 Tage vor der Rente kamen da noch Bewerbungen vom MC zu Leihbuden. Und das ist kein Quatsch.
Was in Denen ihren Köpfen vor geht weiß Jesus.
 
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#56
Hallo Kleeblatt,

§ 53a SGB II*Arbeitslose

(1) Arbeitslose im Sinne dieses Gesetzes sind erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die die Voraussetzungen des § 16 des Dritten Buches in sinngemäßer Anwendung erfüllen.
(2) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die nach Vollendung des 58. Lebensjahres mindestens für die Dauer von zwölf Monaten Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen haben, ohne dass ihnen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten worden ist, gelten nach Ablauf dieses Zeitraums für die Dauer des jeweiligen Leistungsbezugs nicht als arbeitslos.

Es melden sich noch user die damit Erfahrung haben.

Und dieser § ist für dich zur Info!


Gruss:icon_pause:
Sehe ich auch so, so fallen die ach so dringend gesuchten Fachkräfte aus der Statistik raus, die soziale Komponente solcher Vorgehensweisen lasse ich mal hier weg, ich denke da sind sich hier viele drüber einig.

Da zu habe ich auch noch etwas bei zu tragen, neulich begleiteten wir einen arbeitslos gewordenen zum Termin, und ich bin da fast vom Stuhl gefallen.

Wir betraten das Büro des SB, Begrüßung, kritischer Blick und etwas Gelaber um den heißen Brei... und dann... die Aussage des SB, achtung, hinsetzen und festhalten!

Er sieht demn HE an, schaut kritisch auf den Monitor, murmelt so was wie "hm, na jam, hm, ähääm, ja, also in dem Bereich... und in ihrem Alter, also die Firmen suchen ja lieber jüngere Mitarbeiter.

Übrigens, die Person ist gerade 30!!! geworden, hat 2 abgeschlossene Ausbildungen!, ich dachte eigentlich das Fachkräfte gesucht werden, aber so was hätte ich, obwohl wir alle ja hier schon so einiges gewohnt sind, nicht gedacht.

Ich habe dann mal gefragt ob noch Hoffnung besteht oder wir uns lieber gleich an die Rentenversicherung wenden sollen.

Bei Tieren wäre das "Haltbarkeitsdatum" in diesen Greisenalter längst überschritten, da wäre so was mit einem Gnadenschuss erledigt oder ich hätte ihn ins Tierheim gebracht oder auf einen Gnadenhof ein stilles ruhiges Plätzchen für seinen Altersruhesitz besorgt.
 

krautfreak

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#57
........was ich erst glaube, wenn ich es gelesen habe ! :biggrin:

Das wäre dann eine Art Freistellung gem. § 53a SGB II.

Viele Betroffene werden zwar in Ruhe gelassen. Alle erzählen aber, es ist reine Statistik ?
Das der § 53a SGB II eine Art Vorruhestandsregelung wie die 2008 abgeschaffte 58er-Regelung ist, das hat leider noch niemand bestätigt.

Oder bist Du noch ein Restbestand der abgeschafften 58er Regelung vor 2008 ???
Was das jetzt im einzelnen ist, ist mir auch völlig egal.
Meine Lebenszeit gehört jetzt komplett mir und wird vom Staat bezahlt.
Ist zwar nicht soviel wie bei unserem Oberschmarotzer Wulff - aber es reicht.

Wenn du es gelesen hast, brauchst du es auch nicht mehr zu glauben. Dann gehörst du zu den Wissenden. Wie ich.

Selbst wenn der SB in der zwischenzeit 5mal gewechselt hat (was ich nicht weiß), läßt mich jeder in Ruhe, wohlwissend mit wem sie sich dann da anlegen. Steht wohl genauestens in meinen akten vermerkt, wodrin ich aber keine Einsicht habe.
Nur umziehen sollte ich bis zur Rente erstmal nicht mehr, weil sonst wieder mit der Dämlichkeit des nächstens SB's zu rechnen ist.
 
E

ExitUser

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#58
Man kann ihm auch keine EGV geben, ...
Wer sagt das? Jede EGV zählt für die Quote, ...

- WAS sollte denn dort drin stehen ?
... auch wenn da - wie bspw. bei dieser Wöchnerin - außer der Ortsabwesenheit und der RFB überhaupt gar nichts drinsteht. Aber die Frau hatte das unterschrieben und ist demzufolge zu greifen, wenn sie ohne Genehmigung des SB ihre Mutter besucht.
 
E

ExitUser

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#59
Klar ist das 58 plus Hartz 4 auf dem Arbeitsmarkt schwer gesucht werden. Das ist den SBs im JC auch klar:

Vielleicht von daher der Vorschlag des SB bei meiner letzten Vorladung ein 'freiwilliges soziales Jahr' in Erwägung zu ziehen...
 

Charlot

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#60
Klar ist das 58 plus Hartz 4 auf dem Arbeitsmarkt schwer gesucht werden. Das ist den SBs im JC auch klar:

Vielleicht von daher der Vorschlag des SB bei meiner letzten Vorladung ein 'freiwilliges soziales Jahr' in Erwägung zu ziehen...
Die will Dich nur vom Schreibtisch haben und ein Fleißbienchen kassieren.
Denn dann hat sie Dich offiziell vermittelt.
 
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