55-Jähriger sucht per Plakatwand neuen Job

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Gast1

Gast
Ein Wuppertaler hat die größte Stellenanzeige Deutschlands gestartet – die Resonanz ist enorm.
Ungewöhnliche Aktion un Wuppertal: 55-Jähriger sucht per Plakatwand neuen Job

Auf was die Leute für Ideen kommen ... 400 Euro für zwei Plakatwände, die eine Woche lang zu sehen sind. Wäre mir in meinem Fall irgendwie zu Schade ums Geld. Nun ja, vielleicht hat er ja Erfolg damit.

Hier seine Webseite:

www.55suchtjob.de
 

ZynHH

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Das Hat Steinmeier auch versucht......und Rösler doch auch...hat nicht geklappt....:popcorn:
 

Texter50

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Rounddancer

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Nun, wenn er da Erfolg haben sollte (und ich wünsche es ihm!),
dann nicht wegen der zwei Plakatwände,- denn Personalentscheider fahren selten Bahn und wenn, dann haben sie m.E.n. anderes im Kopf, als Plakatwände am Bahnhof anzugucken.

Nein, wenn er Erfolg haben sollte, dann, weil die Aktion ungewöhnlich war,- selten ist, und darum das Interesse der Medien und deren Leser eher erreicht, als irgendwas Normales.

Jeder, der sich mal auch nur ansatzweise mit Presse, bzw. Medien Beschäftigte, lernt, wie die Volontäre selbst:
"Hund beißt Mann" ist normal, keine Schlagzeile wert. Aber "Mann beißt Hund" ist es.

Auch die fünf ehemaligen Quelle-Chefseketärinnen, die per Sammel-Plakat neue Arbeitsplätze suchten, bekamen solche. Nicht über die Plakate selbst,- doch über das durch sie ausgelöste mediale Interesse. Jobsuche per Plakat - 15 Stellenangebote für frühere Quelle-Sekretärinnen - Wirtschaft - Hamburger Abendblatt
 

Mutter Beimer

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Tut mir leid, aber ich kann dieser Aktion nichts abgewinnen.
Ein gestandener Mann von 55 Jahren bietet sich an, wie sauer Bier und bezahlt noch 400€ Miete für die Plakatwand.
Meiner Meinung nach, sehr endwürdigend.
 

hope40

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Finde ich gut die Aktion .

hm....es is die kreativität der verzweiflung , wie ich finde .

es ändert nix an der tatsache , das ein mensch, der ein gewisses alter erreicht hat , de facto chancenlos ist , seinen lebensunterhalt jenseits von irgendwelchen sozialleistungen auskömmlich zu bestreiten , weil es schlicht zu viele vorurteile älteren menschen gegenüber gibt und weil die arbeitgeber meinen , auf langjährige (lebens)erfahrung verzichten zu können , weil angeblich ältere menschen gesundheitlich ein grösseres risiko haben /bilden und somit bei der einrichtung menschengerechter arbeitsplätze geld kosten .

auch würde der ältere arbeitnehmer gegenüber dem jüngeren mehr geld kosten und....er kennt sich in seinen rechten auf grund seiner lebenserfahrung besser aus..ist also unter umständen keine willfährige verschiebemasse .
 

wolfmuc

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ich hab mich aufgrund ner spaßigen Stellenanzeige KFZ
als Oldtimer beworben :) und siehe da - Einladung zum Jobgespräch:icon_cool:

bissl was geht immer....

lg
wolfmuc
 

gila

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So wat kann auch nur nem Rheinländer einfallen :icon_lol:

Hoffentlich kommen nicht irgendwann EGV-VA mit der Verpflichtung zum "plakativen Anbiedern".
Ich bevorzuge da eher eine "Sitzmeditation" vorm Rathaus und ein Schild um den Hals "WER WILL MICH"...
das bringt vielleicht noch ne Spende in den Hut?

:icon_cry:
 

Texter50

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So wat kann auch nur nem Rheinländer einfallen :icon_lol:

Hoffentlich kommen nicht irgendwann EGV-VA mit der Verpflichtung zum "plakativen Anbiedern".
Ich bevorzuge da eher eine "Sitzmeditation" vorm Rathaus und ein Schild um den Hals "WER WILL MICH"...
das bringt vielleicht noch ne Spende in den Hut?

:icon_cry:
Da mach ich dann mit! :icon_razz:

Man, bring die bloß nicht auf solche Ideen, das könnte zum Querschläger werden.
Und die Einnahmen aussem Hut gehen ans JC. :icon_mrgreen:
 

hope40

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nix gegen kreativität bei bewerbungen ...allerdings, sollte eben ne berwerbung reichen , um von den"qulitäten "eines bewerbers zu überzeugen , ohne das jemand de facto auf einen teil seines lebensunterhaltes verzichten muss, um für eine woche ein plakat auf zu hängen :icon_motz:

was kommt als nächstes , um seine arbeitskraft an den mann /die frau zu bringen ?

"sklavenmärkte "("messen "genannt )gibts ja schon ..




ändert alles nix an der tatsache , das weder ausreichend arbeitsplätze vorhanden sind um alle interessenten (auch frauen )in auskömmliche arbeit zu bringen ..noch änderts was an den vorurteilen gegenüber älteren /behinderten menschen ...noch änderts was an der politik , die die situation auf dem arbeitsmarkt eher für diese gruppen verschärfen wird.

sicher ...in manchen einzelfall wird dem betroffenen der "grosse wurf" gelingen , es sei ihm gegönnt ...allerdings, der mehrzahl derer, die jenseits der 40 sind , wird ein leben im leistungsbezug /minijobs...billiglöhnen ... eher nicht erspart bleiben .
 

SimdeB

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--> ich finde die Aktion gut. Da sieht man/frau doch wie schwierig es ist mit 50+ eine Arbeit zu finden. Das ist eine Verzweiflungsaktion, die gut durch dacht wurde. Das kann nicht jede/r starten.
Ich wünsche ihm viel Erfolg.

Ich bin 60+ und würde alles tun, um Hartz 4 aus dem Weg zu gehen. Habe einen Erstantrag gestellt für Ende Dezember und bin jetzt schon überfordert mit dem was ich alles vorlegen muss...
 

Neudenkender

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Superwort, und so treffend, ich liebe so etwas, muss ich sofort übernehmen, einfach endzückent, DANKE! :icon_hug:

(Inhaltlich sehe ich das auch so, eher peinlich, auch so nach dem Motto, seht her, man muss nur kreativ sein ... Der Bewerbungswahn ist und bleibt in summa eine riesige volkswirtschaftliche Blindleistung, das ist alles im Kern nur eine Förderung der Ellenbogengesellschaftsmentalität ...)
 

Roter Bock

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...und ich finde diese Aktion entwürdigend. Zu Beginn meiner Arbeitslosigkeit hatte ich auch so Ideen - aber anders. Das führte zu einem halbfertigen 100 Watt UKW Sender. (Stellensuche auf UKW...ja illegal RegTP und so)

Heute können die mich am...wo es am dunkelsten ist. Feine Möglichkeit auch für ZAF sich zu melden, echt lecker!

Erinnert mich irgendwie an Hermes Phettberg seine "Verfügungspermanenz" in Wien.

Roter Bock
 

hartaber4

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Nun, wenn er da Erfolg haben sollte (und ich wünsche es ihm!),
dann nicht wegen der zwei Plakatwände,- denn Personalentscheider fahren selten Bahn und wenn, dann haben sie m.E.n. anderes im Kopf, als Plakatwände am Bahnhof anzugucken.

Worauf stützt du denn diese Aussage? Für Großstädte würde ich das eher nicht so sehen... anstatt die Zeit im Großstadt-Stau zu verplempern nutzen auch Personal-Entscheider gern die verkürzte Zeit im ÖPNV.... z.B. zum Lesen....

Nein, wenn er Erfolg haben sollte, dann, weil die Aktion ungewöhnlich war,- selten ist, und darum das Interesse der Medien und deren Leser eher erreicht, als irgendwas Normales.


Jeder, der sich mal auch nur ansatzweise mit Presse, bzw. Medien Beschäftigte, lernt, wie die Volontäre selbst:
"Hund beißt Mann" ist normal, keine Schlagzeile wert. Aber "Mann beißt Hund" ist es.


Lieber einen "Treffer" landen.... sprich einmal etwas Geld investieren...als nach dem Gießkannen-Prinzip kleine Summen zu verdröpplen....

Auch die fünf ehemaligen Quelle-Chefseketärinnen, die per Sammel-Plakat neue Arbeitsplätze suchten, bekamen solche. Nicht über die Plakate selbst,- doch über das durch sie ausgelöste mediale Interesse. Jobsuche per Plakat - 15 Stellenangebote für frühere Quelle-Sekretärinnen - Wirtschaft - Hamburger Abendblatt

Wie dem auch sei: Bei Bewerbungen gibt es kein "Schema-F"....
 

Hotti

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Wenn er dadurch einen Job findet, der ihm finanziell zusagt, und die Arbeitsbedingungen auch seinen Wünschen entsprechen, hat er zu guter Letzt alles richtig gemacht.
 

Magie57

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Zitat:

"Ich habe das Gefühl, wieder in Lohn und Brot zu kommen."

Ja klaro, bei Leih-und Zeitarbeitsbuden.
Ja klaro 450€ Job.
:popcorn:

Zitat:

"Die Resonanz ist fast durchweg positiv", sagt er.

Von wem? Sagt er nicht...:icon_kinn:

(vermutlich Leih- und Zeitklitschen...)

Zitat:

"Ich bin jetzt so etwas wie das Gesicht der Arbeitslosen über 50", sagt Knapp, "aber damit habe ich kein Problem."

(och gottele...so einen hatte ich in meiner Reha auch...Ü-55 und vollkommen überzeugt einen hochbezahlten Job zu bekommen...Oh-Ton: Wer AL bleibt in unserem alter...selber Schuld...Na dem hab ich mal viel Glück gewünscht...Er kann's brauchen...War ihm aber nichtklaro...Der hat den "Schuss" noch nicht gehört, aber sei's drum...:icon_mrgreen:)

Zitat:

Er hofft,(na dann mal viiiiel Glück wünsch ) dass seine Aktion ein Nach- und Umdenken über die Situation derjenigen bewirkt, die jenseits der 50 nach einer neuen Stelle suchen.:icon_mrgreen: Er selbst gehört dank seiner mutigen Eigeninitiative vielleicht bald nicht mehr zu dieser Gruppe. :icon_rolleyes:Vielleicht sollte Knapp auch mal einen ganz anderen Job in Erwägung ziehen: Marketing. ( Als Klomann??? :icon_mrgreen:)

Diese Aktion ist mehr als peinlich, sie kostet zuviel (verschwendete Zeit und) Geld.
 
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Rounddancer

Gast
Ich bevorzuge da eher eine "Sitzmeditation" vorm Rathaus und ein Schild um den Hals "WER WILL MICH"...
das bringt vielleicht noch ne Spende in den Hut?
kaum. Vermutlich schneller den Besuch des Ordnungsamtes mit der Auflage, beim Gesundheitsamt den "Bockschein" und beim Gewerbeamt das horizontale Gewerbe anzumelden.
 
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