55-jährige Frau in ihrer Wohnung verhungert (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

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ExitUser

Gast
"Sie war eine unscheinbare Person, ist jeden Tag hier lang gejoggt, war freundlich und hilfsbereit", schildert eine Anwohnerin, die einige hundert Meter entfernt wohnt. Dass die 55-Jährige dennoch große Probleme hatte, wird schnell deutlich. Nachbarn berichten von Ärger mit dem Jobcenter, die Wohnungsgenossenschaft spricht von drei Monaten Mietrückstand. Auch muss sie in den vergangenen Wochen ihre Nachbarn mehrfach um Geld gebeten haben, weil das Einkommen fehlte. Und möglicherweise kamen zuletzt psychische Probleme hinzu.
Tragdie in Halle: 55-jhrige Frau in ihrer Wohnung verhungert - mz-web.de
 

HartzVerdient

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> Dem möchte man einfach was aufs Maul hauen...

Ich habe den Artikel jetzt nur überflogen, aber wenn Hilfe tatsächlich angeboten wurde ? Gerade Menschen mit psychischen Problemen kann man Irrationalität unterstellen. Also nicht abwertend oder böse gemeint, aber man tendiert dazu Dinge zu tun, die man nicht tun würde. Auch Hilfe ablehnen. Es ist sehr schwer sich selbst psychische Probleme einzugesetehen und noch schwerer, danach Hilfe anzunehmen. Gerade jemand der dann in dieser Situation Joggt, der hat einiges an Depressionen abzubauen. Jedoch ist es schon sehr erbärmlich, was "Bedürftigkeit" in der heutigen Zeit aus Menschen macht. "Bedürftigkeit" macht krank.

Anders Betrachtet wird das wohl in naher Zukunft kaum besser werden. Diese ganze ESM Geschichte, Spanien, Portugal, Griechenland usw. wirkt sich direkt auf Deutschland aus. Das wird sicherlich noch härter werden. Wenn die Kassen leer sind, wird man noch mehr Druck auf die Bedürftigen ausüben. Wir stehen hier nur am Anfang...
 

Der Ratlose

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hmm, ich möchte hier mal einfach nur meine eigene und höchstpersönliche Meinung und Phantasie abgeben.

Also, meiner Meinung nach gehört dem Leiter des JC das Haus bzw. die Wohnung komplett zerhackt und ihm selbst ein kleiner Aufenthalt in einem Krankenhaus spendiert.

Das ist aber lediglich meine ganz persönliche Meinung, und ich möchte selbstverständlich niemanden animieren so etwas zu tun.
Es wäre eine Straftat. Menschen verrecken zu lassen leider wohl nicht.
 
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ExitUser

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Zitat:
"Die Konsequenz war, dass sie dann nicht mehr bei uns Kundin war", sagt Sprecher Michael Rücker.


Dem möchte man einfach was aufs Maul hauen...

Ein wenig Sachlichkeit in einem so tragischen Fall wäre angebracht.

Oder erwartet ihr allen Ernstes bei fehlendem Folgeantrag Hausbesuch vom Jobcenter?
 
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ExitUser

Gast
Schon alleine dieser "Folgeantrag" ist eine Demütigung...wenn sich was ändert ist man doch eh verpflichtet es zu melden und wenn es einmal in der Woche wäre.
Früher wäre dies Frau beim Sozialamt gewesen und dort waren geschulte Sozialarbeiter hinterm Schreibtisch ...die auch in Notsituationen eingriffen hätten
 

ZynHH

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Du hast natürlich Recht, Patenbrigade.
Ich erwarte selbstverständlich keinen Hausbesuch.

Nur diese Kaltschnäuzigkeit dieses Menschen, regt mich einfach auf.
 

ZynHH

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Schon alleine dieser "Folgeantrag" ist eine Demütigung...wenn sich was ändert ist man doch eh verpflichtet es zu melden und wenn es einmal in der Woche wäre.
Früher wäre dies Frau beim Sozialamt gewesen und dort waren geschulte Sozialarbeiter hinterm Schreibtisch ...die auch in Notsituationen eingriffen hätten
Korrekt! Danke.
 
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xyz345

Gast
So wäre es mir beinahe auch gegangen. Hinzu kam noch eine schwere, dann lebensbedrohende Erkrankung. Gerade dann schmiss mich meine Krankenkasse raus wegen der säumigen Krankenkassenbeiträge. :eek:

Ich nahm all meine restlichen Kräfte zusammen und belohnte später die argen Schergen mit einer fetten Strafanzeige, mit Beschwerden an alle möglichen höheren Behörden und mit Klagen satt.

Die sind trotzdem nicht lernfähig und -willig. :icon_dampf:
Müssen aber nun zur Strafe viele Stellungnahme schreiben. :biggrin:

Ergänzung:
Zitat stellv. Mobcenter-Chef, Bettin, SPD, Landkreis Recht-LOS, Juni 2012:
"Wir zahlen nur, wenn wir per Gericht dazu gezwungen werden. *grins*"
 
E

ExitUser

Gast
Wenn ich keine Familie hätte (Mann und Kinder) ich hätte keine Kraft auf dauer mich mit dem JC auseinanderzusetzen ....grade dadurch das ich das Haus nicht verlassen kann .
Wenn sie mich auf 0 bringen würden würde ich nicht verhungern....wäre ich alleine ...wurde ich einfach aufhören .
 
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gast_

Gast
Ein wenig Sachlichkeit in einem so tragischen Fall wäre angebracht.

Da geb ich dir recht

Oder erwartet ihr allen Ernstes bei fehlendem Folgeantrag Hausbesuch vom Jobcenter?
Warum eigentlich nicht?

"Die Konsequenz war, dass sie dann nicht mehr bei uns Kundin war", sagt Sprecher Michael Rücker.
Das ist jedenfalls etwas viel zu einfach gemacht.

Ich werde jedenfalls auch wütend, wenn man so abgespeist wird.

Habs selbst erlebt...

ich hätte ja auch sagen können: getrennt ist getrennt... was gehts mich an?

Ich habe mal gelernt, daß es so etwas wie moralische Verpflichtungen gibt - und auch als SB sollte man nicht einfach denken: Wer nicht will, der hat schon...

jeder kann doch Ämter einschalten wenn er meint, daß das nötig ist...
 

Roter Bock

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Es ist schon interessant das keine Autopsie angeordnet wurde...

Man hätte zugeben müssen das in Deutschland Menschen verhungern.

Roter Bock
 
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Ferdinand456

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Das ist ein klassischer Fall von Magersucht und hat mit ALG-II wenig zu tun. Typisch hierbei: Nur vegetarisch und Bio-Lebensmittel, somit ziemlich auf das Essen fixiert, sehr mager, joggt täglich, somit sehr leistungsorientiert, freundlich, angepasst, hilfsbereit, wehrt sich nicht (ich würde solchen Frauen gerne empfehlen, frei nach Buchtitel: "Brave Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin"). Wir haben hier auch so einen Kandidaten im Haus. Ich ertrage es kaum, ihn anzusehen in seinem Jogginganzug, wie man ihn täglich sieht. Er ist so mager, dass ich mich manchmal frage, wie lange das noch gut geht. Eine Ess-Störung kann in allen Lebenslagen auftreten, in jedem Lebensalter und bei allen Geschlechtern, nicht nur bei jungen Mädchen in der Pubertät.

Die Problematik bei massiver Abmagerung im Zuge einer krankhaften Ess-Störung liegt darin begründet, dass eine Zwangsernährung erst bei akuter Lebensgefahr rechtlich durchsetzbar ist, zudem jede Form von Zwang (in diesem Fall Magensonde) das Vertrauen zum behandelnden Arzt sehr stören kann. Darauf berufen sich die Erkrankten, die meist ihr Recht kennen. Anders ausgedrückt: Geschätzt jeder Zehnte stirbt. Magersucht: Jeder zehnte Patient stirbt - News - FOCUS Online - Nachrichten

Es gibt Berichte aus Elternhäusern, die vor Geld nur so strotzen. Denen stirbt die Tochter vor prall gefülltem Kühlschrank, weil die Grenze zum lebensbedrohlichen Zustand nicht rechtzeitig erkannt wurde. Das nicht, weil die Eltern weggesehen hatten, sondern auch in Situationen, in denen sie eine jahrelange Odyssee aus Ärzte- und Kliniksuche, Rückfällen und Hoffnungen, Streitgesprächen, versuchten Zwangsmaßnahmen (Magensonde, Einweisung), etc. hinter sich haben.

Unser Kandidat hier im Haus wurde auch einmal eingewiesen. Er wurde nach zwei Tagen wieder aus der Klinik entlassen, weil er, geistig absolut bei klarstem Verstand, jede Behandlung verweigerte. Es geht hierbei um Menschenrechte, Menschenwürde und all diese Dinge, hochsensible Themen, die insbesondere bei Magersucht, Bulimie, etc. höchst problematisch sind, zumal das Herz-Kreislaufsystem inklusive aller Organfunktionen von jetzt auf gleich zusammenbrechen kann. Die Frage lautet, wann Zwang angebracht ist. Bei 39 Kilo? Bei 35 Kilo? Meist wird eine Magensonde erst gelegt, wenn derjenige oder diejenige welche zusammenbricht und in akutem Notzustand in eine Klinik eingewiesen wird.

In diesem Sinne gehe ich heute einkaufen und gönne mir mal wieder ein dickes Stück Schnitzel.
 

ZynHH

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Okay Ferdinand.

Meiner Meinung nach ist die Frau verhungert, weil sie kein Geld mehr hatte.... Seit Januar nicht mehr im Bezug und nur 3 Monatsmieten im Rückstand.. Und wenn kein Bezug mehr, dann auch keine Krankenversicherung...warum hat die nicht reagiert?

Überall spionieren sie rum, die xx von der Leistungsabteilung der JC, warum kann nicht mal bei der KK nachgefragt werden oder umgekehrt findet es ja bestimmt statt, warum keine Beiträge mehr die KK erreichen.....
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
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Vielleicht postet das noch jemand im Thread "Todesursache: Hartz IV" im Bürgerforum oder bei Chefduzen.
 

Der Ratlose

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Also ich kann aus dem Zeitungsartikel nicht entnehmen das ihr normaler Bewilligungszeitraum ausgelaufen war.

Ich nehme mal an das es eine sogenannte Infoveranstaltung gab und die Dame dann nicht mehr zu irgendeinem Blödsinn erschien ist.

Mich macht der Sprachgebrauch des JC eben so stutzig.
"Die Leistung ist dann ausgelaufen"
 
P

Pony und Kleid

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Und schon ist der große Schrei der Gutmenschen: "keine Gewalt" schon wieder passé
 
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