500 Euro Grundsicherung für jedes Kind verlangt

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Paolo_Pinkel

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Hi,

gute Idee. Aber woher nimmt dann die Regierung bloß das Geld um ein marodes Finansystem zu stützen? Wir haben doch schon bei der Abwräckprämie (für Kinder in Höhe von 100 Euro) gesehen wo der Staat die Prioritäten setzt.

100 Euro für einen Mensch.

2.500 Euro für eine ausgediente Maschine.

Dem Staat ist eine Maschine also 25 mal mehr Wert ein ein zukünftiger Mensch der sicherlich auch mal Stuern zahlen wird:icon_party:

Gruss

Paolo
 

Arania

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Wieso? Er spart ja alles andere, Kindergeld, Bafög etc.
 

Paolo_Pinkel

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Wieso? Er spart ja alles andere, Kindergeld, Bafög etc.

Hi,

müsste man ausrechnen wer am Ende wirklich Gewinner und Verlierer ist bei dieser "Innovation". Ich denke, dass die ein oder andere Mutter hier im Raum noch was dazu sagen wird.

Gruss

Paolo
 

Arania

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Im Endeffekt kommt es auf dasselbe hinaus wie heute was die finanzielle Seite betrifft, aber man hat den Hick-Hack mit den Anträgen nicht mehr und es ist von Seiten der Eltern einkommensunabhängig
 

Paolo_Pinkel

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Hi,

das würde bedeuten, dass dadurch massig Bürokratie abgebaut werden würde, weil ja durch die Vereinfachung andere Behörden überflüssig wären. Du glaubst doch nicht, dass man den überflüssigen Staatsbediensteten ihre Existenz entziehen möchte, oder?:icon_party:

Gruss

Paolo
 
E

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Das wurde mehr als Zeit und ich hoffe sehr dass es so durchkommt. War ja hier im Forum auch schon Thema - bzw. immer wieder darauf hingewiesen. :icon_smile:
[SIZE=-1]Arbeiterwohlfahrt, Kinderschutzbund, GEW, pro Familia und Familienexperten präsentierten in Berlin das neue Modell. [/SIZE]
Soweit ich weiss, war das schon sehr lange eine Forderung des VAMV
500 Euro für jedes Kind
VAMV-Konzept für eine Kindergrundsicherung
https://www.vamv.de/fileadmin/user_...n/Grundsicherung_500_Euro_fuer_jedes_Kind.pdf

Wenn andere sich das jetzt auf die Fahnen schreiben - auch schön, wenn es den Kindern dient. Hauptsache, die Menschen wissen Bescheid, und es dient nicht (wieder) anderen Zwecken.

Emily
 

Kaleika

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500 Euro als Grundsicherung für jedes Kind finde ich Super.

Aber ab einem gewissen ALter wären 500 Euro zu wenig, wenn das Kind zum Beispiel studieren möchte.
Dann muss es die ausreichende Grundsicherung für Erwachsene bekommen können und nicht etwa auch noch Studiengebühren zahlen müssen!

Kaleika
 

Arania

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Die Grundsicherung ist bis zum 27.Lebensjahr vorgesehen bei Ausbildung
 
E

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Gast
500 Euro als Grundsicherung für jedes Kind finde ich Super.

Aber ab einem gewissen ALter wären 500 Euro zu wenig, wenn das Kind zum Beispiel studieren möchte.
Dann muss es die "ausreichende" Grundsicherung für Erwachsene bekommen können und nicht etwa auch noch Studiengebühren zahlen müssen!

Kaleika

...welche ausreichende Grundsicherung für Erwachsene? Habe ich was verpasst?.....
 
E

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Gast

Was ist mit den Erwachsenen und Heranwachsenden?

Was ist mit den Erwachsenen die heute in HartzIV so knapp gehalten werden dass sie gezwungener Maßen früher oder später der schleichenden Verwahrlosung anheim fallen und ganz nebenbei ihre Kinder gleich mit ihnen!?

Auch hier im Forum ist nicht zu übersehen dass die User der Politik auf den Leim gehen.

Da schallt es munter aus Politikermündern man wolle die Arbeitslsosigkeit bekämpfen, während sie vom Dau ganz unbemerkt immer mehr Rentner, Jugendliche, Kurzarbeiter.. in den freien Arbeitsmarkt drängen, die dann wiederum denen in HartzIV die offenen Stellen streitig machen müssen.

Kein Wunder dass das "faule Pack" nicht in Lohn und Brot kommt. - und letztlich, von der Meute ganz unbemerkt. landen auch diese alle in HartzIV und all die "Verbesserungen" an anderer Stelle (ALG1) kommen (fast) niemand mehr zugute. So schafft man ein immer größeres Becken für Erwerbsbehinderte, nur um den AG-Verbänden eine immer grösser werdende Auswahl an Prekärlohnsklaven zu bieten.

Es ist daher Nonsens einem "ausreichenden" Regelsatz für Kinder zu fordern, der muss logische Folge einer menschenwürdigen Grundsicherung insgesamt sein.

Das Loch im Boden der Schüssel gehört gefllickt, nicht Streichhölzer an deren Rand geklebt!
https://www.mindestlohn-10-euro.de/
 

Arania

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Der Mensch wird nie zufrieden sein, er will immer mehr, aber manchmal muss man sich auch in kleinen Schritten fortbewegen und sich am machbaren orientieren, immer nur nach mehr zu schreien ist auch nicht hilfreich

https://www.dernewsticker.de/news.php?id=103657

Nochmal die Langfassung
 

Linchen0307

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500 Euro Grundsicherung für Kinder ist in jedem Fall auch ohne Kindergeld für HartzIV Kinder ein Mehr.
Heute bekommen unsere Kinder 207 und/oder 278 Euro, abzüglich Kindergeld Grundsicherung.
Also hätten wir mit 500 Euro ein wenig mehr.
 
E

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500 Euro Grundsicherung - bis zum 27. Lebensjahr? Ist mir zuwenig!
Solange es Hartz IV gibt, wird diese Grundsicherung nur bis zum 15. Lebensjahr das sein, was sie grundsätzlich sein sollte:
Eine Unterstützung die den Unterhalt eines Kindes/Jugendlichen abdeckt.
Und ab dem 15. Lebensjahr?
Da wird die Zahlung dann wie bisher abhängig gemacht von SBs Gnaden?
Wer nicht kuscht wird sanktioniert, drangsaliert und eingemacht?
Ich will nicht einfach 500,- im Monat pro Kind bekommen, solange Hartz IV mitsamt seinen Schikanen weiterbesteht. Erst wenn dieses Unrechtssystem abgeschafft wurde, und durch eine repressivfreie Grundsicherung vom Säugling bis zum Greis ersetzt wird, macht die Diskussion überhaupt einen Sinn.

LG :icon_smile:
 
E

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Gast
Was ist mit den Erwachsenen und Heranwachsenden?

Was ist mit den Erwachsenen die heute in HartzIV so knapp gehalten werden dass sie gezwungener Maßen früher oder später der schleichenden Verwahrlosung anheim fallen und ganz nebenbei ihre Kinder gleich mit ihnen!?

Auch hier im Forum ist nicht zu übersehen dass die User der Politik auf den Leim gehen.

Da schallt es munter aus Politikermündern man wolle die Arbeitslsosigkeit bekämpfen, während sie vom Dau ganz unbemerkt immer mehr Rentner, Jugendliche, Kurzarbeiter.. in den freien Arbeitsmarkt drängen, die dann wiederum denen in HartzIV die offenen Stellen streitig machen müssen.

Kein Wunder dass das "faule Pack" nicht in Lohn und Brot kommt. - und letztlich, von der Meute ganz unbemerkt. landen auch diese alle in HartzIV und all die "Verbesserungen" an anderer Stelle (ALG1) kommen (fast) niemand mehr zugute. So schafft man ein immer größeres Becken für Erwerbsbehinderte, nur um den AG-Verbänden eine immer grösser werdende Auswahl an Prekärlohnsklaven zu bieten.

Es ist daher Nonsens einem "ausreichenden" Regelsatz für Kinder zu fordern, der muss logische Folge einer menschenwürdigen Grundsicherung insgesamt sein.

Das Loch im Boden der Schüssel gehört gefllickt, nicht Streichhölzer an deren Rand geklebt!
Home-Mindestlohn 10 Euro - 500 Euro Regelsatz - 30 Stundenwoche
Sehe ich absolut nicht so. Zuerst muss in einer sozialen Gemeinschaft denen unter die Arme gegriffen werden, welche natürgemäß nicht selbst auf eigenen (finanziellen) Beinen stehen können - und das sind hier erst einmal die Kinder. Lieber sollte begrüsst werden dass endlich einmal (im Moment) nicht das Augenmerk darauf liegt, dass die pösen pösen Eltern selbstredend das Geld der Kinder versaufen, verkiffen oder sonst etwas.

Bei den gesamten Diskussionen zu dem erhöhten Regelsatz für Erwachsene, und dazu haben wir hier wahlrich viele geführt, wurde nämlich eines sehr offensichtlich: An die Kinder denkt auch hier kaum jemand, Hauptsache der RS für Erwachsene wird hochgesetzt. Alle Vorschläge was das Existenzminimum von Kindern angeht wurden auch hier stets überlesen.

Und so ist es nämlich: Sozial sind auch nicht die, die Soziales fordern. Sozial würde als Allererstes nämlich bedeuten, dass es denen gut geht die nicht selbst dafür sorgen können. Stattdessen schreien die Erwachsenen nur für sich. Bildlich vorgestellt bedeutet das exakt, dass, würden wir alle uns auf einem sin kenden Schiff befinden, diejenigen welche selbst noch am meisten Kraft haben denen, die dies nicht haben, keinen Millimeter auf die Planken helfen würden. Das ist wahrlich keine "Zivilisation". Aber ist mir natürlich schon häufiger bei einigen usern hier aufgefallen, wo eigentlich alle betroffen sind und "soziale" Gerechtigkeit einfordern. Seltsam bis befremdlich dieses zweierlei Maß, wie ich finde.


Hamburgeryn, deinen post check ich leider gar nicht. Was hat das mit SBs zu tun oder dem 15. Lebensjahr???

Gruss
Emily
 

Kaleika

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500 Euro Grundsicherung - bis zum 27. Lebensjahr? Ist mir zuwenig!
Solange es Hartz IV gibt, wird diese Grundsicherung nur bis zum 15. Lebensjahr das sein, was sie grundsätzlich sein sollte:
Eine Unterstützung die den Unterhalt eines Kindes/Jugendlichen abdeckt.
Und ab dem 15. Lebensjahr?
Da wird die Zahlung dann wie bisher abhängig gemacht von SBs Gnaden?
Wer nicht kuscht wird sanktioniert, drangsaliert und eingemacht?
Ich will nicht einfach 500,- im Monat pro Kind bekommen, solange Hartz IV mitsamt seinen Schikanen weiterbesteht. Erst wenn dieses Unrechtssystem abgeschafft wurde, und durch eine repressivfreie Grundsicherung vom Säugling bis zum Greis ersetzt wird, macht die Diskussion überhaupt einen Sinn.

LG :icon_smile:

So sehe ich das auch!
Mit diesen 500 Euro verhält es sich meiner Meinung nach ebenso prekär wie mit der Grundsicherung!
Es kommt auf den Rahmen und die Höhe des Geldes an!
Wenn wir da nicht aufpassen, dann gibt es mit den 500 Euro am Ende weniger Geld als jetzt bei der Verfolgungsbetreuung.
Das Gleiche gilt für eine Grundsicherung von Erwachsenen: wenn sie alle sanktionierten Transferleistungen ablöst,
(@ich nu wieder. einfach, weil ich das so möchte!)
dann darf nicht gleichzeitig 50 Prozent Steuern auf alles gezahlt werden müssen oder ähnliches! Sonst wären wir vom Regen in die Traufe gekommen!

Kaleika
 

ela1953

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Ist es denn wirklich mehr? Was ist mit Grundsicherung gemeint? Regelsatz + KdU? Gibt es KdU zusätzlich? Wenn nicht, sind die 500 Euro ja nur ein paar Euro mehr. Dafür entfallen dann die Übernahme von Klassenfahrten und Schulbüchern?

Und wie sieht es bei Studierenden aus? BAFÖG soll es ja dann auch nicht mehr geben. Ist Bafög nicht jetzt schon höher wie 500 Euro?
 
E

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Sehe ich absolut nicht so. Zuerst muss in einer sozialen Gemeinschaft denen unter die Arme gegriffen werden, welche natürgemäß nicht selbst auf eigenen (finanziellen) Beinen stehen können - und das sind hier erst einmal die Kinder.

Ja, so kurzsichtig gesehen sind es die Kinder alleine, ich füge hinzu: arm als direkte Folge der Elterlichen Armut.

Lieber sollte begrüsst werden dass endlich einmal (im Moment) nicht das Augenmerk darauf liegt, dass die pösen pösen Eltern selbstredend das Geld der Kinder versaufen, verkiffen oder sonst etwas.

Glaubst Du im Ernst dass diese Sprüche nicht wieder kommen?
Das bietet sich doch direkt an bei dieser Argumentation.

"Was werden denn wohl Eltern machen wenn der Kindersatz auf ~500€ angehoben wird, der elterliche Satz aber bleibt wie bisher und das Ende des Geldes wie immer eine Woche vor Ende des Monats erreicht ist?"

Die Debatte ist - so geführt - scheinheilig. Eltern müssen immer soviel Geld zur Verfügung haben, dass es für sie selbst, wie auch alle ihre Kinder bis zum Ende des Monats reicht.

Bei den gesamten Diskussionen zu dem erhöhten Regelsatz für Erwachsene, und dazu haben wir hier wahlrich viele geführt, wurde nämlich eines sehr offensichtlich: An die Kinder denkt auch hier kaum jemand, Hauptsache der RS für Erwachsene wird hochgesetzt.

Weil im aktuellen System die Erhöhung der Kinderregelsätz ein direkte Folge einer Erhöhung des elterlichen Regelsatzes ist. Das ist reine Logik und nicht als "vergessen" der Kinder zu sehen. So geführt jedoch ist die Debatte ehrlich und es kann niemals der Vorwurf ehoben werden, Eltern in HartzIV würden ihre Kinder als Totschlagargument zur Erhöhung der Regelsätze missbrauchen, jener erhöhten Regelsätze, die die Eltern dann "versaufen...".

Alle Vorschläge was das Existenzminimum von Kindern angeht wurden auch hier stets überlesen.

Deine Interpretation, entspricht sie auch der Realität!?

Und so ist es nämlich: Sozial sind auch nicht die, die Soziales fordern. Sozial würde als Allererstes nämlich bedeuten, dass es denen gut geht die nicht selbst dafür sorgen können. Stattdessen schreien die Erwachsenen nur für sich. Bildlich vorgestellt bedeutet das exakt, dass, würden wir alle uns auf einem sin kenden Schiff befinden, diejenigen welche selbst noch am meisten Kraft haben denen, die dies nicht haben, keinen Millimeter auf die Planken helfen würden. Das ist wahrlich keine "Zivilisation". Aber ist mir natürlich schon häufiger bei einigen usern hier aufgefallen, wo eigentlich alle betroffen sind und "soziale" Gerechtigkeit einfordern. Seltsam bis befremdlich dieses zweierlei Maß, wie ich finde.

Ich finde eher dass Du den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr siehst.
Deine ganze Argumentation krankt daran, dass die Erhöhung der Regelsätze allgemein, automatisch auch die Erhöhung der Regelsätze von Kindern impliziert.
Das Aufsplitten der Debatte kann sich hier sehr fatal auswirken und es besteht die akute Gefahr, dass Gegner mit der Elterlichen Scheinheiligkeit dahingehend argumentieren, dass - wie oben bereits erwähnt - Eltern ihre Kinder als Totschlagsargument zur Selbstbereicherung verwenden, "denn das Mehr der Kinder würde ja dann überwiegend von den Eltern versoffen und verkifft weil die ja offensichtlich nicht mehr wollen - ganz im Bewusstsein dass die Kinder mehr bekommen..." ich hoffe Du willst wirklich verstehen was ich sagen will.


Aber macht ruhig wie ihr meint...

Gruß, Anselm
 
E

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Gast
Soeben im Radio gehört:

Kindergeld und Ehegattensplitting sowie andere Vergünstigungen sollen dafür wegfallen (Ausgangspunkt war ein Regelsatz für Kinder in Höhe von ca. 322,00)
 
E

ExitUser

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Ja, so kurzsichtig gesehen sind es die Kinder alleine, ich füge hinzu: arm als direkte Folge der Elterlichen Armut.



Glaubst Du im Ernst dass diese Sprüche nicht wieder kommen?
Das bietet sich doch direkt an bei dieser Argumentation.

"Was werden denn wohl Eltern machen wenn der Kindersatz auf ~500€ angehoben wird, der elterliche Satz aber bleibt wie bisher und das Ende des Geldes wie immer eine Woche vor Ende des Monats erreicht ist?"

Die Debatte ist - so geführt - scheinheilig. Eltern müssen immer soviel Geld zur Verfügung haben, dass es für sie selbst, wie auch alle ihre Kinder bis zum Ende des Monats reicht.



Weil im aktuellen System die Erhöhung der Kinderregelsätz ein direkte Folge einer Erhöhung des elterlichen Regelsatzes ist. Das ist reine Logik und nicht als "vergessen" der Kinder zu sehen. So geführt jedoch ist die Debatte ehrlich und es kann niemals der Vorwurf ehoben werden, Eltern in HartzIV würden ihre Kinder als Totschlagargument zur Erhöhung der Regelsätze missbrauchen, jener erhöhten Regelsätze, die die Eltern dann "versaufen...".



Deine Interpretation, entspricht sie auch der Realität!?



Ich finde eher dass Du den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr siehst.
Deine ganze Argumentation krankt daran, dass die Erhöhung der Regelsätze allgemein, automatisch auch die Erhöhung der Regelsätze von Kindern impliziert.
Das Aufsplitten der Debatte kann sich hier sehr fatal auswirken und es besteht die akute Gefahr, dass Gegner mit der Elterlichen Scheinheiligkeit dahingehend argumentieren, dass - wie oben bereits erwähnt - Eltern ihre Kinder als Totschlagsargument zur Selbstbereicherung verwenden, "denn das Mehr der Kinder würde ja dann überwiegend von den Eltern versoffen und verkifft weil die ja offensichtlich nicht mehr wollen - ganz im Bewusstsein dass die Kinder mehr bekommen..." ich hoffe Du willst wirklich verstehen was ich sagen will.



Aber macht ruhig wie ihr meint...

Gruß, Anselm
Du vergisst tatsächlich die viel weitergehende Konsequenz, nämlich sowohl für Menschen die im Inso sind als auch die erwerbsarbeitend verdienenden, bei denen es wegen der in Deutschland bis dato praktizierten Kinder-Diskriminierung immer nicht reicht.
Ausserdem scheint an dir meilenweit vorbeigerauscht zu sein dass die Praxis, den Kinderregelsatz von E-RS-ähnlichen Konstrukten abzuleiten, als nicht verfassungskonform festgestellt worden ist.

Klar ist mir logisch, dass das Gebrüll mit dem Missbrauch der Kindergelder von irgendwem schon wieder kommen wird.

Aber wie von mir weiter oben aufgeführt, hier kämpfen immer welche welche soziale Ansprüche wünschen gegen die sozialen Ansprüche Schwächerer.

Wach mal auf aus deinem Tunnelblickzustand. Oder wird das eine Neid-Debatte, warum Kinder was haben sollen und es für die Erwachsenen erst einmal nichts gibt??? Warum eigentlich? Weil sie immer noch oder immer wieder die Zukunft eines Landes sind?


Weisst was, es gibt genügend SGB2- und äquivalente Mütter welche jahre bis jahrzehntelang, und das ebenfalls bei Erwerbsarbeit, hungern damit ihre Kinder haben was sie brauchen. Wem so eine Lebenssituation unvorstellbar ist, der wäre wohl auch nicht dazu bereit, Kindern etwas abzugeben einfach weil sie es brauchen.


Gruss
Emily
 
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Hamburgeryn, deinen post check ich leider gar nicht. Was hat das mit SBs zu tun oder dem 15. Lebensjahr???
Ich habe damit ausdrücken wollen, dass alle Kinder bis zum Beginn des 15. Lebensjahres repressionsfrei ihr Sozialgeld in Höhe von 211,- bzw. 281,- erhalten. Sie müssen weder Bewerbungen schreiben, noch sinnfreie Maßnahmen machen. Diese paradiesischen Zustände ändern sich schlagartig mit dem 15. Geburtstag. Jetzt untersteht der Jugendliche (ein halbes Kind noch) dem Kuratel des SBs. Muss Maßnahmen antreten, Qualis und andere Phantastereien der Erwerbslosenindustrie.
Versäumt der Teenie einen Termin, werden ihm 10% vom ohnehin viel zu schmalen RS abgezogen, bricht er eine Maßnahme ab, wird er mit 100% für drei Monate sanktioniert, usw.
Diese 500,- machen daher aus meiner Sicht nur dann einen Sinn, wenn sie sanktionsfrei gezahlt werden. Dann können sie ein Leben in einer Industrienation auch annähernd abdecken.
Doch solange dieses Hartzsystem besteht, ist es für mich unerheblich wieviel gezahlt wird, wenn es mir bei sog. "Pflichtversäumnissen" entzogen wird, und ich nach wie vor dem Hunger und ggf. der Obdachlosigkeit preisgegeben werde.

LG :icon_smile:
 
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Hamburgeryn, klar weiss ich dass das bei H4 (!) so ist, was lässt dich mutmassen dass ein Kindergrundfreibetrag wie H4 gehandhabt wird?
 
E

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Hamburgeryn, klar weiss ich dass das bei H4 (!) so ist, was lässt dich mutmassen dass ein Kindergrundfreibetrag wie H4 gehandhabt wird?
Weil das System Hartz IV noch immer besteht! Und solange es besteht, wird man es auch so handhaben.
Denn noch kann ich von keiner (politischen) Seite erkennen, dass man das Konstrukt Hartz ändert, bzw. abschafft.

LG :icon_smile:
 
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Der Mensch wird nie zufrieden sein, er will immer mehr, aber manchmal muss man sich auch in kleinen Schritten fortbewegen und sich am machbaren orientieren, immer nur nach mehr zu schreien ist auch nicht hilfreich

500 Euro pro Kind? +++ derNewsticker.de +++

Nochmal die Langfassung
[SIZE=-1]Die Kindergrundsicherung sollte bis zum 27. Lebensjahr gewährt werden und der Einkommensteuer unterliegen, damit Gutverdiener vergleichsweise weniger erhalten.[/SIZE]
Leider hängt hier schon wieder der Haken: In der EK-Steuer sind keine adäquaten Freibeträge für Kinder vorgesehen! Also müsste der Betrag netto sein, dafür jedoch ebenfalls die Kinderfreibeträge für Besserverdiener wegfallen. Kinder besserverdienender Eltern profitieren dann von dem besseren EK der Eltern - oder etwa geben besserverdienende Eltern keinen Cent von ihrem Geld ihren Kindern ab?

[SIZE=-1]Die Bruttokosten des vorgeschlagenen Systems lägen beim Dreifachen des heutigen Kindergeldes. Wenn aber sonstige Leistungen wie Bafög oder Steuerfreibeträge eingerechnet werden, müssten nur zehn Prozent, also 10 Milliarden Euro, gegenfinanziert werden. Hilgers bezeichnete diesen Systemwechsel bei Einsparung der Bürokratiekosten als «leistbar». [/SIZE]
[SIZE=-1]Das Bundesfamilienministerium reagierte skeptisch auf den Vorstoß: Im Prinzip sei es «sinnvoll, darüber nachzudenken, wie Leistungen für Kinder effektiv zusammengefasst werden können». Gemeinsam mit dem Finanzministerium sollten dafür in der nächsten Legislaturperiode bis zu Jahr 2011 Pläne erarbeitet werden. «Die bisher präsentierten Modelle allerdings sind nicht fundiert genug und werden deshalb von uns nicht unterstützt», betonte ein Ministeriumssprecher.[/SIZE]
Klar, ist ja nicht von ihnen, und wird bei der Leyen auch nie von denen sein. Wozu eigentlich dieses Pseudo-Ministerium existiert entzieht sich schon lange meinem Verständnis.

[SIZE=-1]Die Linkspartei findet die Pläne für eine bedarfsorientierte Kindergrundsicherung hingegen gut. «Es müssen endlich konkrete Schritte zur Überwindung der Kinderarmut gegangen werden», sagte deren Kinder- und Jugendexpertin Diana Golze in Berlin. Erste Schritte seien der Mindestlohn sowie Anhebungen des Kinderzuschlags, des Kindergelds und des Wohngelds.[/SIZE]
Ja Blödsinn, soll diese Stückel- und Bittstell-Antrags-Hin-und-Her-Schieberei-Schikane denn ewig so weiter gehen?

Ansonsten empfehle ich auch mal die Doku auf arte zum Thema epigenetischen Forschungen zu über Generationen stattfindende Auswirkungen von Mangelernährung bei Schwangeren und Kindern: Wenn Essen auf die Gene schlägt - ARTE+7
(vermutlich nur noch 2 Tage zu sehen)
 
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Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

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