500.000 Mal Widerspruch gegen Hartz IV - Fast jede zweite Klage hat Erfolg

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ZynHH

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500.000 Mal Widerspruch gegen Hartz IV - Fast jede zweite Klage hat Erfolg



Viele Hartz IV-Empfänger haben mit ihren Klagen und Widersprüchen Erfolg.Foto: dpa
Nürnberg. Jeder dritte Widerspruch und beinahe jede zweite Klage von Hartz-IV-Empfängern ist erfolgreich. Die Bundesagentur für Arbeit registrierte knapp eine halbe Million neue Widersprüche von Hartz-IV-Beziehern in den vergangenen acht Monaten. Am häufigsten wird wegen Miet- und Heizkosten geklagt.
500.000 Mal Widerspruch gegen Hartz IV - Fast jede zweite Klage hat Erfolg | WAZ.de
Hatte die Nachricht eben schon im Ticker auf N24 gelesen. :icon_daumen:
 
M

Minimina

Gast
:icon_lol: Und dann noch "Haltet den Dieb" schreien. Von wegen die armen JCs mit sovielen Bescheiden und dann noch die sage und schreibe sechzigzigzig Gesetzesänderungen.

Nö, aber wir sollen den ganzen exkrement nachvollziehen :icon_neutral:

LG MM
 

ZynHH

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Noch im Mai hat man Gegenteiliges behauptet... die widersprüche und Klagen würden abnehmen, weil die SB besser arbeiten würden.. und nun das... :popcorn:
 

hartaber4

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Mehr sind das gar nicht ?

Staun!

Ich denke man kann auch davon ausgehen, dass dort viele LB dabei sind die mehrere Widersprüche erhoben haben....

Vermutet werden kann also :

Die Masse wehrt sich gar nicht....
 

hartaber4

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Noch im Mai hat man Gegenteiliges behauptet... die widersprüche und Klagen würden abnehmen, weil die SB besser arbeiten würden.. und nun das... :popcorn:

Doch, doch.... ich bin ja seit Ende 2011 nicht mehr im SGB II..... das muss sich ja niederschlagen in der Statistik....:icon_rolleyes:
 

BibiBlocksberg2009

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jimmy

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Verstehe nicht, wieso so ein Thema in der Versenkung verschwindet. Das muss TOP NEWS sein! Nur so kann das von jedem Neuen gesehen und als Widerstandsmotivator verwendet werden.
 
N

Nuckel

Gast
Verstehe nicht, wieso so ein Thema in der Versenkung verschwindet. Das muss TOP NEWS sein! Nur so kann das von jedem Neuen gesehen und als Widerstandsmotivator verwendet werden.

Das stimmt !

Aber wer leistet Widerstand gegen diese Arbeitslosenindustrie ?

Seitens der Regierung hat keiner Interesse, diese Kette zu stoppen.
Das ist System und soll alles so laufen und der kleine Elo ist auf das SG angewiesen, die auch zunehmend mit den JC verfilzt sind.
Würde man öfter gegen das JC entscheiden, könnten die ja im JC Dampf bekommen und etwas gründlicher arbeiten, um Klagen zu verhindern.
Dann wären aber Richter ohne Beschäftigung. :icon_idea:
Deswegen wird auch niemals von den SG der Zeigefinger kommen, dass es so nicht weitergeht.
Im 9. Jahr nach Einführung von ALG II ist somit eine Zunahme der Klagen auch bei den SG herzlich willkommen.
Sonst hätten kluge Köpfe schon etwas an der ständig zunehmenden Klageflut geändert.

Aus ökonomischer Sicht, könnte man in den Jobcentern jemand einsetzten, der wirklich Experte im SGB II ist und z.B. alle Widersprüche auf den Prüfstand stellt, bevor gegen negative Bescheide geklagt wird.
Das wäre verwaltungstechnisch günstiger und würde die Steuerzahlergemeinschaft erheblich entlasten.

Es soll aber nicht sein, dass wirtschaftlich und verantwortlich mit Steuergeldern umgegangen wird.
Nur der kleine wehrlose Elo hat zu gehorchen und tut er das nicht, wird ihm das Existenzminimum gekürzt.

Wie hat kürzlich jemand im Forum geschrieben:
Die wahren Schmarotzer tragen Anzug und Krawatte !
 

Kobold1966

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Ich nehme mal an die Vielzahl der Klagen wegen Untätigkeit hat man vorsorglich verschwiegen, welche sicher alle gewonnen werden.
 

roterhusar

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Eine Erfolgsmeldung für die Initiativen gegen Sozialabbau. Unser Ziel war es, dass dadurch sich Leute kennenlernen, um den Protest aufzubauen. Nach über 30 Jahren könnte sich dann auch der Straßenprotest einstellen. Die Hirnmühlen von Unterschichtlern malen halt langsamer.
Die derzeitigen Berichte sind Wahlkampf. Bundesverwaltungsrichter Prof. Dr. Uwe Berlit behauptete, dass die Urteile zugunsten Antragstellerinnen nicht zugenommen haben.
 

jimmy

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[FONT=&quot]Widersprüche gegen Hartz IV steigen auf Rekordhoch [/FONT][FONT=&quot]DIE WELT[/FONT]
[FONT=&quot]Bei den Sozialgerichten sind derzeit fast 400.000 Klagen und Widersprüche von Hartz-IV-Beziehern anhängig. Allein im August kamen laut Bericht so viele ...[/FONT]

Ja, Wolli. und wäre dieses Forum nicht latent mit seinen eigenen Neurosen beschäftigt, wären es 1 Million Klagen.

Amüsant ist auch, dass in dem Video ganz unten die Rede von knapp 3 Mio Erwerbslosen ist. Wie lange möchte man das Volk eigentlich für Dumm verkaufen?
 

Kikaka

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Aus ökonomischer Sicht, könnte man in den Jobcentern jemand einsetzten, der wirklich Experte im SGB II ist und z.B. alle Widersprüche auf den Prüfstand stellt, bevor gegen negative Bescheide geklagt wird.
Das wäre verwaltungstechnisch günstiger und würde die Steuerzahlergemeinschaft erheblich entlasten.
-Solche Gremien mit SGB2 -erfahrenen ehrenamtlich tätigen Kameraden gibt es zuhauf in den JCs. Wie sagt Anwalt immer : Bleib da weg, die Gefahr,das dann der Schrieb kommt,Widerspruch zurückgenommen ,ist latent, dann kann ich die Akte schließen.

Nur ein Beispiel : Mein Sohn,seit 2,5 Jahren bei VW, mußte von 2006 bis 2010 4 Jahre lang 80 € Eigenanteil zur KdU leisten. Ich habe den Ü-Antrag in die Wege geleitet, mehrmals wurde gebettelt zum Schlichtungstermin zu kommen... Man wollte wohl erreichen,das der Ü-Antrag zurückgenommen wird,weil der nicht unterschrieben war... Der Anwalt klagt auf eigene Kosten das Ding seit 2009 durch,gegen ein abzutretendes Erfolgshonorar von 25 %...immerhin geht es um schlappe 3000 € ............

Fazit : Die Mehrzahl solcher Streitigkeiten werden spätestens durch Vergleiche glattgestellt, meine eigenen Klagen (4 Stück an der Zahl) wurden alle durch Vergleiche mit dem Anwalt geregelt, da ich aber immer vollumfänglich meine geltend gemachten Ansprüche ausgezahlt bekam, war es mir recht....Bis ich letztes Jahr meinem Anwalt sagte, zukünftig akzeptiere ich keine Vergleiche mehr.... Stellungnahme des Anwalts dazu steht noch aus.....
 

Curt The Cat

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Nachvollziehbar ist Dein Wunsch ja, aber da wird sich Dein Anwalt nicht drüber freuen, der verdient fürstlich an der Vergleichsgebühr ... na ja - und vor Gericht kann man mit dieser Einstellung auch anecken. Denn bei Ablehnung eines Vergleichs hat der Richter Mehrarbeit und muß ein Urteil schreiben. Je nach dem, verstimmt das den Richter ungemein ... ist also 'ne Gratwanderung, die man wohl besser von Fall zu Fall entscheidet - so meine Erfahrung.


:icon_wink:

[...] ....Bis ich letztes Jahr meinem Anwalt sagte, zukünftig akzeptiere ich keine Vergleiche mehr.... Stellungnahme des Anwalts dazu steht noch aus.....
 

Kikaka

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Nachvollziehbar ist Dein Wunsch ja, aber da wird sich Dein Anwalt nicht drüber freuen, der verdient fürstlich an der Vergleichsgebühr

-Kannst Du die fürstliche Vergleichsgebühr konkret benennen ?

Denn bei Ablehnung eines Vergleichs hat der Richter Mehrarbeit und muß ein Urteil schreiben. Je nach dem, verstimmt das den Richter ungemein ..
.

Och,die armen Kerle...:biggrin:.....
 
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