50 bis 60 Vermittlungsvorschläge pro Monat,wie kann ich die Anzahl der Vermittlungsvorschläge reduzieren?

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Snipes

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Hallo,
meine Sachbearbeiterin schickt mir ca. 50-60 Vermittlungsvorschläge pro Monat und das seit 4 Monaten.
Nur unpassendes Zeug, wie Zeitungsträger, Reinigungskraft und alles mit Rechtsfolgenbelehrung.
Inzwischen auch Vermittlungsvorschläge für eine Ausbildung bei einem Supermarkt.
Dabei habe ich Politik- und Verwaltungswissenschaften studiert. Suche eine Anstellung als Bürokraft, hatte bisher
halt Pech und noch keine Anstellung gefunden. Sie hat mich jetzt auch in eine Arbeitsmaßnahme als
Kantinenkraft (abwaschen und putzen) gesteckt, obwohl ich das niemals als Beruf machen will.
Ich fühle mich der Willkür der Frau ausgeliefert. Ich verliere langsam die Kontrolle über die ganzen Fristen und
diese ganzen Bewerbungen schreiben. Dreimal hatte ich schon Anhörungsbriefe wegen Leistungskürzung, obwohl
ich mich beworben hatte. Bitte Leute, wie kann ich die Anzahl der Vermittlungsvorschläge reduzieren?
Sie lässt nicht mit sich reden. Danke für hoffentlich hilfreiche Tipps.
Viele Grüße Snipes
 

Snipes

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Hallo, ich bekomme ALG II. EGV musste ich für die Arbeitsmaßnahme unterschreiben. Sie bezieht sich inhaltlich nur auf die Arbeitsmaßnahme. Ich habe keine EGV zur Anzahl der Eigenbemühungen und auch nicht zur Anzahl der Vermittlungsvorschläge. In den Vermittlungsvorschlägen ist der Weg der Bewerbung jedesmal festgeschrieben. Die Bewerbungskosten kann ich mir nur erstatten lassen, wenn der Postweg laut Vermittlungsbrief vorgegeben ist. Dann beantrage ich auch das Geld zurück. Sind so ca. 10-15 von den 60 Vermittlungsvorschlägen pro Monat Die Anderen sind alle per Mail und seltener über Telefon zu senden bzw. zu machen.
 
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gila

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Was hat dich gehindert als studierter Mensch, dich a) viel früher über deine Rechte zu informieren und b) dich dann mit dem Wissen an höherer Stelle über diese schon als schikanös zu bezeichnende Behandlung zu beschweren?

Wahllose und unzutreffende VVs sind keine hilfreiche und individuelle Vermittlungsstrategie. Hier ist auch ein Vermittler in der Pflicht und sog. "Sinnlosbewerbungen" sind nicht statthaft.

In übrigen gibt es neuerdings auch in div. JCs eigene Programme für Akademiker.
Was da bei dir passiert ist sinnfreies Gaga und Verschwendung von Steuergeldern.
 

Snipes

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Danke für Ihre Antwort. Ich weiß nicht, wo ich mich über meine Rechte informieren kann. Von der Seite des KJC (anderer Sachbearbeiter) und. der Fallmanagerin ist das alles in Ordnung. Im Internet habe ich nichts passendes gefunden und ein Anwalt kann ich mir nicht leisten. Bisher hatte ich auch zu viel Angst um Krach zu machen. Ich wollte keinen Staub aufwirbeln. Die machen mir ja jetzt schon Feuer, wenn die mich hops nehmen wollen, finden die einen Weg . Finanziell verkrafte ich eine Leistungskürzung nicht. Es ist eine Optionskommue. Es gibt eine Beschwerdestelle, die aber auch zum Landkreis gehört. Die sind örtlich gesehen sogar , praktisch unter einer Decke. Welchen Erfolg kann das haben, wenn die Kollegen sind? Ich glaube dann wird es nur noch schikanöser für mich. Wenn ich das falsch sehe, bitte sagen Sie mir was ich tun kann.

Danke an die anderen User, ich werde nachher antworten. Muss gleich zu einem Termin.
 

Claus.

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Ein weiterer Begriff hierfür wäre wohl [Verstoß gegen das] "Übermaßverbot". Eigentlich geht der Gesetzgeber davon aus daß so eine Dame überhaupt gar keine Zeit hat zum 50-60 Eimer voll Müll -monatlich- zusammenzusuchen.

Daneben könnte man evtl. überlegen ob man nicht auch mal ein wenig mit dem Begriff ´Qualifikationsschutz´ herumexperimentieren wollte; das BVerfG scheint ja in seiner Anhörung zum Sanktionsregime auch in der Hinsicht ein paar Bedenken gehabt zu haben /ggf. immer noch zu haben. So nach dem Motto^^: wenn das wenigstens 60 VV´s für Bürotätigkeiten wären, dann würde ich gar nicht mal was sagen ...

Und der VV-Wahnsinn hält dich ja auch davon ab, eigene Bemühungen zu unternehmen - das sieht das SGB II eigtl. auch ganz und gar nicht gern. Der Tante lässt sich schon das Fell über die Ohren ziehen ... musst halt dazu bereit sein, ggf. auch vor´s SG zu ziehen.

EGV musste ich für die Arbeitsmaßnahme unterschreiben.
Was heisst "musste ich unterschreiben"? Lade die doch auch gleich noch anonymisiert hoch; evtl. ließen sich dann gleich 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen ... vielleicht aber auch nicht (mehr).

´Will keinen Staub aufwirbeln´ :p wie wenn´s darauf noch ankommen würde nachdem bereits eine riesige Schlammlawine durchgerauscht ist.

Gleich noch ´ne blöde Frage^^: schon mal z.B. den § 10 SGB II "Zumutbarkeit" gelesen? Ich kann mir schwer vorstellen daß in einer riesigen VV-Flut nicht jeweils 5-10 unzumutbare "Stellenvorschläge" versteckt wären; z.B. wegen Arbeitsweg "etwas" zu lang im Verhältnis zur Arbeitszeit.

Und, ach du Schreck ... wie bekommst du diese monatlich 60 VV´s eigentlich? Kommt bei dir der Postbote mit der Schubkarre vorgefahren? Oder ...?
 

gila

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Das Internet ist VOLL von Infos - sorry - vielleicht liegt es ein wenig an einer gewissen "Findigkeit" bei der Stichwortsuche?
Und als Empfänger von ALG II kann man sich einen BERATUNGSSCHEIN beim AMTSGERICHT (Vorlage Kontoauszüge, SGB-Bescheid) besorgen und zu einem Anwalt gehen.
Der Rechtsweg über das Sozialgericht im Weiteren ist kostenfrei.

ANGST essen Seele auf ;-) - und führt nur dazu, dass man den passenden "Spiegel" bekommt, der dann "sowas" mit einem macht ... das muss man gleich mal in Angriff nehmen!

Optionskommunen glauben sich nach vielerlei Erfahrung eher in "rechtsfreien Räumen" - da muss man schon hartnäckig sein!

Ein weiterer Begriff hierfür wäre wohl [Verstoß gegen das] "Übermaßverbot". Eigentlich geht der Gesetzgeber davon aus daß so eine Dame überhaupt gar keine Zeit hat zum 50-60 Eimer voll Müll -monatlich- zusammenzusuchen.
Und der VV-Wahnsinn hält dich ja auch davon ab, eigene Bemühungen zu unternehmen - das sieht das SGB II eigtl. auch ganz und gar nicht gern. Der Tante lässt sich schon das Fell über die Ohren ziehen ... musst halt dazu bereit sein, ggf. auch vor´s SG zu ziehen.

ZUSTIMMUNG!

Es gibt eine Beschwerdestelle, die aber auch zum Landkreis gehört. Die sind örtlich gesehen sogar , praktisch unter einer Decke. Welchen Erfolg kann das haben, wenn die Kollegen sind? Ich glaube dann wird es nur noch schikanöser für mich.

Jou - damit habe ich in Sachen meiner Schwester auch schon so meine Erfahrungen gemacht - auch dass dadrüber immer noch ein Landrat oder so hockt!

Natürlich kann es sein, dass man dann Gegenwind bekommt - aber willst du deswegen dein Mensch-Sein und deine RECHTE und ZUKUNFT aufgeben?

Es gibt auch - Stichwort "Sinnlosbewerbungen" nachlesbar Urteile. Beispiel: Keine Sanktion wegen nicht erfolgter Bewerbungen wenn die Bewerbungen sinnlos wären | Rechtsanwalt in Kiel
 
G

Gelöschtes Mitglied 54224

Gast
Was hat dich gehindert als studierter Mensch, dich a) viel früher über deine Rechte zu informieren und b) dich dann mit dem Wissen an höherer Stelle über diese schon als schikanös zu bezeichnende Behandlung zu beschweren?

So was bringt nichts, da FS sich auf alles bewerben und annehmen muss, auch rechtlich wird da nichts zu machen sein. Allerdings sind das schon ziemlich viele Vermittlungsvorschläge. Könnten evt. minimiert werden, wenn man die Sachbearbeiterin darauf anspricht.
 

gila

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So was bringt nichts, da FS sich auf alles bewerben und annehmen muss, auch rechtlich wird da nichts zu machen sein. Allerdings sind das schon ziemlich viele Vermittlungsvorschläge. Könnten evt. minimiert werden.


Schön, dass du das so genau weißt. Dann können wir hier ja die Diskussion schließen und uns klaglos schikanieren lassen ...
Vom § 10 Und Zumutbarkeit schon was gelesen?

Interessant wäre DEINE Argumentation, DOCH zu versuchen, die Flut zu "minimieren"...
 

gila

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Du kannst auch aufhören zu fragen, wenn du nur auf Antworten so reagieren willst.

Verstehe deinen Satz nicht - wir sind hier in einem Forum für RECHTE bei Elos. Da schmeisst man nicht einfach mit bloßen Mutmaßungen die Flinten (anderer Leute) ins Korn.

Wenn du schon sowas äußerst:
Könnten evt. minimiert werden, wenn man die Sachbearbeiterin darauf anspricht.

dann gib doch auch mal die ARGUMENTE an, mit denen der Hilfesuchende DAS bewerkstelligen will bei offensichtlich "unnachgiebiger" und "hochmotivierter" Arbeitsvermittlerin?
 

Wholesaler

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@Snipes: Das Thema wurde in einem älteren Thread schon einmal erörtert:


In Beitrag 36 findes du einige Tipps zu deiner Problematik.
 

Snipes

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Danke an alle für die Kommentare. Lese grad alles durch. Danke auch an Wholesaler für den Link.
@Mods bitte ändert und/oder verfremdet das mit dem Studium.
 

Wholesaler

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Bevor ich so weit gehe, würde ich erst mit dem Teamleiter das Gespräch suchen. Immer gleich beim Anwalt aufzuschlagen finde ich unnötig.
 

apfelkuchen

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Bevor ich so weit gehe, würde ich erst mit dem Teamleiter das Gespräch suchen. Immer gleich beim Anwalt aufzuschlagen finde ich unnötig.
Das war nur ein Hinweis, dass diese Möglichkeit grundsätzlich besteht und nicht aus Kostengründen verwehrt ist. Viele ALG2-Empfänger wissen das nicht, deswegen zur Sicherheit die Info.
 

quinky1950

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Bei 60 VV x 5€ GRUNDSÄTZLICH 300€ als VORSCHUSS verlangen, bevor 1 VV eingereicht wird. Ob da per Telefon oder E-Mail steht, hat Dich NICHT zu interessieren. NUR schriftliches zählt, DENN
NIEMAND ist gesetzlich verpflichtet, ein Telefon zu haben
NIEMAND ist gesetzlich verpflichtet, einen Computer zu haben.
KEIN Jobcenter hat das Recht, Bewerbungen per Telefon/E-Mail zu verlangen, weil die gesetzliche Grundlage fehlt!
WEITERHIN würde ich dieses unverschämte Verlangen der SB in der örtlichen Zeitung anprangern (allerdings ohne Namensnennung (Datenschutz)), denn 50-60 Bewerbungen ZUSÄTZLICH (weil es VV's sind) ist eine völlig überzogene Forderung.
 
G

Gelöschtes Mitglied 65752

Gast
§ 15 Abs. 1 S.1 SGB2: Die Agentur für Arbeit soll unverzüglich zusammen mit jeder erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person die für die Eingliederung erforderlichen persönlichen Merkmale, berufliche Fähigkeiten und die Eignung feststellen (Potenzialanalyse).

Abs. 2 S.1 Die Agentur für Arbeit soll im Einvernehmen mit dem kommunalen Träger mit jeder erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person unter Berücksichtigung der Feststellungen nach Absatz 1 die für ihre Eingliederung erforderlichen Leistungen vereinbaren (Eingliederungsvereinbarung).

Im verwaltungsrechtlichen Sinn bedeutet eine Soll-Vorschrift in der Regel ein muss, von der nur in atypischen Fällen abgewichen werden kann.
 
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