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5 Gründe für ein Grundeinkommen

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Yorkfield

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#1
GRUNDEINKOMMEN FÜR ALLE

15.11.2009



Nicht nur der Neoliberalismus, im Prinzip alle klassische Volkswirtschaft begreift Ökonomie als Verwaltung des Mangels.
Dem setzt Attac einen prinzipiellen Widerspruch entgegen, eine völlig konträre Position:
Es ist genug für alle da!

Jeder Mensch hat, nur einfach so, weil es ihn gibt, ein Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und am gesellschaftlichen Reichtum.
Das muss sich niemand verdienen, nicht durch Arbeit, nicht durch Wohlverhalten, durch gar nichts.
Das ist Menschenrecht.
Dem steht nicht entgegen, dass die Menschheit mit begrenzten Gütern haushalten muss.

Aber das heißt für uns solidarisches Teilen und nicht Konkurrenz um das möglichst größte Stück für mich.
Teilhabe ist in den modernen Gesellschaften nur möglich, wenn man über ein Einkommen verfügt.
Bisher war das in den industrialisierten Ländern weitestgehend an eine Erwerbsarbeit gebunden.
Aus den skizzierten menschenrechtlichen und auch aus ökonomisch-pragmatischen Erwägungen ergibt sich der Vorschlag zukünftig jedem Menschen unabhängig von Erwerbsarbeit ein Grundeinkommen zu gewähren. Dafür gibt es (mindestens) fünf gute Gründe:


1. Wir können es: Der gesellschaftliche Reichtum ist vorhanden

Wir leben in einer Gesellschaft, die über einen nie gekannten Reichtum verfügt.
Ich rede hier nicht von Geld. Geld ist, wenn’s ernst wird, ja nichts als bunt bedrucktes Papier oder Zahlen in einer Bilanz.
Das kann man nicht essen oder zu irgendetwas Konkretem gebrauchen.
Ich rede vom materiellen Produkt, vom unmittelbaren stofflichen Reichtum.
Weltweit gibt es genügend Nahrung, Ressourcen zum Wohnungsbau, Gegenstände des täglichen und des langfristigen Bedarfs um allen Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen.
Es gibt auf der Ebene des vorhandenen Produkts keinen Mangel und damit keinen ökonomischen Grund für Elend und Hunger.
Eine ausreichende Versorgung aller ist eine Frage der Verteilung und des politischen Willens.
2. Wir können es dauerhaft: Die Reproduktion des Reichtums ist mit wenig Arbeit möglich

Wir leben erstmals historisch in einer Gesellschaft, die mehr produzieren kann, als alle für ein gutes Leben brauchen.
In früheren Zeiten führten Produktivitätsfortschritte lediglich dazu, dass mehr Menschen satt werden konnten oder dass für eine zunehmende Zahl das Elend abnahm.
Heute kann der immense gesellschaftliche Reichtum offenbar mit weniger unmittelbarer menschlicher Arbeit hergestellt werden, als uns zur Verfügung steht.
Ich will hier dem Gedanken nicht nachgehen, dass sich dies gerechterweise darin niederschlagen sollte, dass alle weniger arbeiten müssten und nicht darin, dass einige mehr und andere gar nicht mehr arbeiten, obwohl auch das ein wichtiger Aspekt dieser Sache ist.

Hier geht es mir darum, dass wir offenbar über die Technologie, das Wissen, die Erfahrung verfügen, die es uns ermöglichen, den gesellschaftlichen Reichtum zu reproduzieren, ohne die Einzelnen dauernd und kompromisslos zur Arbeit zu zwingen.
Ich bin überzeugt, dass so gut wie alle Menschen Lust haben, tätig zu sein, sich mit Natur und Umwelt auseinander zu setzen, kreativ und produktiv etwas zu machen.
Aber selbst wenn einige das erst mal verweigern würden, könnte diese Gesellschaft das verkraften ohne zu verarmen.

Bei vielen geht es ohnehin weniger darum, gar nicht zu arbeiten als darum, die konkreten Arbeiten abzulehnen, die gefährlich, schädlich, uninteressant sind.
Wäre erst mal niemand gezwungen, jede Arbeit um jeden Preis anzunehmen, weil jedeR über ein Einkommen verfügte, würde sich der Charakter der Arbeit ändern.
Die Angebote würden interessanter, berücksichtigten mehr eigene Bedürfnisse oder müssten zumindest besser bezahlt werden.
Langeweile und Neugier würden mit der Zeit das Ihre tun.
3. Wir können es bezahlen: Ein Grundeinkommen ist finanzierbar

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Modelle eines Grundeinkommens.
Es gibt Überlegungen, einen bestimmten Betrag an jede Person auszuzahlen, es gibt die Idee, das vorab mit der Steuer zu verrechnen, es gibt die Vorstellung, das Vorhandensein von Arbeitseinkommen zu prüfen und dann auf eine Mindesthöhe aufzustocken.
Es gibt unterschiedliche Vorstellungen über die notwendige Höhe eines Mindesteinkommens.

All das ist offen und muss diskutiert werden.
Aber gemeinsam ist all diesen Überlegungen, dass sie vielfältig durchgerechnet wurden und dass feststeht, dass sie bezahlbar sind.
Bisherige Sozialversicherungsbeiträge, die Beträge sozialer Umverteilung, die Abschaffung heutiger bürokratischer Kontroll- und Verwaltungsapparate und eine gerechtere Heranziehung hoher Einkommen und Vermögen reichen allemal zur Finanzierung.
4. Wir müssen es: Die Vollbeschäftigung kommt nicht wieder

Bisher sind in der BRD und in vielen anderen Ländern soziale Ansprüche und Leistungen an Erwerbsarbeit gekoppelt.
Das kann nur dann zu einer umfassenden Versorgung und Vorsorge führen, wenn weitestgehend jedeR eine solche Arbeit hat.
Dieser Zustand der Vollbeschäftigung war aber offensichtlich historische Ausnahme.
Es spricht nichts dafür, dass er wieder herstellbar wäre.
Die Zunahme der Produktivität lässt sogar eher erwarten, dass wir uns noch weiter davon entfernen als schon jetzt.
Aber selbst wo diese Einschätzung der Produktivitätsentwicklung nicht geteilt oder nicht gewünscht wird, behauptet kaum jemand ernsthaft, dass auf absehbare Zukunft Vollbeschäftigung wieder möglich sein werde.

Es wird uns nichts anderes übrig bleiben, als Einkommen und Erwerbsarbeit zunehmend zu entkoppeln.
Soziale Teilhabe oder Ausgrenzung hängen in Zukunft wesentlich davon ab, dass ganz real jedeR über ein Einkommen verfügt, auch wenn sie oder er keine Erwerbsarbeit hat.
Eine Arbeitsstelle mag ein Recht sein, ein Einkommen ist eine Notwendigkeit.
5. Wir müssen es wollen: Der alte Sozialstaat war ohnehin keine emanzipatorische Einrichtung

Ich finde diese Perspektive auf ein Ende der Vollbeschäftigung, auf eine Trennung von Arbeit und Einkommen höchst erfreulich.
Es ist gut, dass es all die Produktivitätsforschritte gibt, die es uns ermöglichen, immer weniger Zeit mit Erwerbsarbeit zu verbringen.
Es gibt so viele Tätigkeiten, die der Erwerbsarbeit vorzuziehen sind!
Rationalisierung ist etwas Gutes, wenn sie zu mehr Zeit führt, über die wir selbst bestimmen können.
Es fallen mir noch eine ganze Reihe von Arbeiten ein, die schwer, schädlich, schmutzig, stumpfsinnig sind und die doch bitte von Maschinen erledigt werden sollten.

Und es geht nicht nur um den Inhalt der konkreten Arbeit, es geht auch um den herkömmlichen Sozialstaat als gesellschaftliches Regulationsmodell:
Ich will nicht zurück zu einem Staat, der über Arbeit reguliert, sortiert, Rangordnungen des Ansehens festlegt.
Ich will nicht zurück zu einem (Fabrik) Arbeitssystem, das anpasst und zurichtet, damit die Beteiligten sich problemlos beherrschen lassen.
Ich will nicht zurück zu einem Sozialstaat, der Anspruch auf soziale Teilhabe an die Unterwerfung unter diese Arbeitsreglementierung bindet, der Frauen, Kranke, Unangepasste ausgrenzt oder an einen männlichen Hauptverdiener und „Ernährer“ bindet.

Nicht zufällig haben im Zuge des Aufbruchs Mitte der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts (nicht nur aber) vor allem Jugendliche massenweise freiwillig die Prekarität aufgesucht um dieser Reglementierung zu entkommen.
Die alte emanzipatorische Sozialstaatskritik ist immer noch richtig, auch wenn sie im Zuge der neoliberalen Offensive zum Teil verschüttet wurde.
Um nicht missverstanden zu werden: Was es an sozialen Errungenschaften und Reglungen gibt, muss verteidigt werden.
Niemals dürfen wir unvollkommenes Vorhandenes aufgeben ehe wir etwas besseres Neues wirklich haben.
Aber kämpfen sollten wir für ein solches Neues, nicht für das verlorene Alte.

Und da wäre ein Grundeinkommen ein wichtiger erster Schritt.
Es würde uns durch die Prekarität aller heutigen Lebensverhältnisse hindurch den Blick auf eine emanzipatorische Gesellschaft öffnen, in der Menschen nicht mehr vernutzt würden, sondern in Kenntnis ihrer eigenen Bedürfnisse und unter Nutzung ihrer eigenen Fähigkeiten ihre Lebenswelt selbstbewusst gestalten.
Zu dieser Gestaltung würde dann selbstverständlich auch die Reproduktion es gesellschaftlichen Reichtums gehören.

Werner Rätz
Quelle
 

tisinimo

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#2
:icon_daumen: Absolut deiner Meinung, es müssten mehr Menschen so denken dann würde es auch Funktionieren. :icon_klatsch:
 

zebulon

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#3
AW: 5 Gründe für ein Grundeinkommen ? es sind sogar 6, und Nr. 6 ist der Wichtigste

Wenn man das Grundeinkommen, ich selber bin ja auch ein Apostel des BGE, auf rein ideologischer Basis nach außen kommuniziert, dann hat man schnell ein Problem. Es stimmt, was in den 5 Punkten aufgelistet wird. Es sind aber humanistisch-weltchanschauliche Gründe und da wird es schnell schwierig, sich gegen politischen Gegner zu behaupten. Wir leben nämlich nicht mehr in einer offenen humanistischen Gesellschaft, sondern in einer elitär-diktatorischen Scheindemokratie, in der eine kleine Minderheit die Mechanismen des derzeitigen Finanzsystems, die Rolle der Währungen und der Banken dazu nutzt, um ihre Previlegien auf Kosten der übrigen Gesellschaft immer weiter auszubauen, auch auf die Gefahr hin, dass es das ganze System zerreißt. Da wird man mit einer rein sozial-humanistischen Argumentationsbasis selbst in eigenen Reihen, wo immer mehr mit dem nackten Existenzkampf vollauf beschäftigt sind, schwer Gehör finden.

Ich hab' aber noch einen 6. elementaren Grund für das BGE gefunden, den man aus der Funktionsweise des Finanzsystems selber ableiten kann und den findet man hier im Bankenkrisenthread:

Nochmal Grundsätzliches zum Finanzsystem
 

Yorkfield

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#5
Hinweis
Dokumentation am Mittwoch, 20.01.2010 um 23.30 - 00.15

Geld Für alle !
Gibt es eine bessere Welt ?

Ist unser Finanzsystem im Kern überhaupt "gut und funktional" ? Gehen wir mit unserem Geld richtig um ?
Und taugen Begriffe wie "Wachstum" und "Arbeit" noch als praktische Symbole für den Weg in eine bessere Welt ?

Tobias Schlegl und York Pijahn machen sich auf die Suche nach Alternativen.
Gibt es realistische Möglichkeiten, den Zyklus der Krisen zu mildern, gar zu sprengen?

Quelle
 

Federloser

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#6
Die Tatsache, dass ein Millliardär (?) Götz Werner dafür eintritt bedingungsloses Einkommen für alle aussschliesslich über eine erhöhte Mehrwertsteuer zu finanzieren, sollte jeden denkenden Menschen äusserst skeptisch machen.
Denn jedes Mal wenn Menschen von ihrem Grundeinkommen Waren kaufen würden, würden NUR die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer an den Staat und damit wieder zurück an die Allgemeinheit fliessen. Der Rest dieses Geldes würde auf den Konten der Unternehmen landen. Somit würde die ursprüngliche Gesamtgeldmenge, die für das Grundeinkommen aller zur Verfügung stand, mit jedem weiteren Kreislauf schwinden.
Fazit: Nach einer gewissen Zeit würde niemand von seinem Grundeinkommen mehr leben können, und alle sonstigen Sozialsysteme wären abgeschafft (das ist ja die Bedingung für das GE!). Ein perfekter "Trick" aus der Sicht der Elite um den Sozialstaat endgültig zu beerdigen. Und am Ende würde es heissen: "Es tut uns leid, wir wussten nicht, dass.. Niemand konnte das vorhersehen .. etc."
Nun mag man natürlich einwenden, dass die Einnahmen der Unternehmen in Form von Investitionen und der Schaffung von Arbeitsplätzen wieder zurück an die Allgemeinheit fliessen würden.. Diese Hoffnung ist unbegründet. In Zeiten der Globalisierung ist eher zu erwarten, dass dieses Geld irgendwo auf Isle of Man oder in Singapur landen würde.
 

Yorkfield

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#7
... Fazit: Nach einer gewissen Zeit würde niemand von seinem Grundeinkommen mehr leben können, und alle sonstigen Sozialsysteme wären abgeschafft ...
Definition Grundeinkommen:

Ein Grundeinkommen ist ein

  • allen Menschen individuell zustehendes und garantiertes,
  • in existenzsichernder Höhe (Armut verhindernd, gesellschaftliche Teilnahme ermöglichend),
  • ohne Bedürftigkeitsprüfung (Einkommens-/Vermögensprüfung),
  • ohne Arbeitszwang und -verpflichtung bzw. Tätigkeitszwang und -verpflichtung
vom Staat ausgezahltes Grund-Einkommen.
Weitere Einkommen sind anrechnungsfrei möglich.



Das Kriterium Existenzsichernd bezieht sich nicht auf die wirtschaftliche Lage an dem Tage des ersten Bezugs, sondern ist eine kontinuierliche Kondition.


Warum ist das Lesen für manche Leute nur so schwer ?
 

Arania

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#8
Was wann existenzsichernd ist bestimmt immer die jeweilige Politik, glaubst Du daran das ein Grundeinkommen zementiert wäre auf Ewigkeit? Also weder nach oben oder unten angepasst werden würde? Sorry, sehr naiv
 

Federloser

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#9
Warum ist das Lesen für manche Leute nur so schwer ?
Daran liegt es nicht. Ich kenne das Thema schon lange.
Der Punkt ist:
Ideologische Zielsetzungen können die Gesetze der Logik nicht ersetzen. Und genau daran sind viele Systeme bereits gescheitert. Ich kann nur empfehlen, dieses Szenario im Detail für mehrere Jahre anhand simpelster Rechnungen durchzugehen..
 

Yorkfield

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#10
Ja Arania.

Ich habe bereits gemerkt, daß wir Beide keine gemeinsame Wellenlänge haben.
Es macht in meinen Augen keinen Sinn sich mit Dir auseinanderzusetzen, auch wenn Du es immer wieder versuchst.


Ich kann nur empfehlen, dieses Szenario im Detail für mehrere Jahre anhand simpelster Rechnungen durchzugehen.
Ich kann nur empfehlen lesen zu lernen.
 

Federloser

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#11
Ja Arania.

Ich kann nur empfehlen lesen zu lernen.
Da hast Du recht.
Allerdings ist es damit allein noch nicht getan. Erst wenn der kritische Denkprozess über das soeben Gelesene abgeschlossen ist, kann man sich dem eigentlichen "nackten" Kern dieser Aussagen nähern..
Ideologisch "schönformulieren" und durch positiv klingende Begriffe aufwerten lässt sich ja so vieles ..

Zu berücksichtigen ist: Nach sämtlichen BGE-Modellen würde die Mehrwertsteuer mindestens 50 % betragen. Die Unternehmen würden diese Kosten an den Verbraucher weitergeben. Die Waren würden unglaublich teuer. Die Unternehmen würden kaum oder nicht mehr vom Staat direkt besteuert werden, und einen Grossteil des von ihnen erwirtschafteten Geldes horten oder ausser Landes schaffen oder für die Bedienung der eigenen Kredite aufwenden, und es auf diese Weise dem Geldkreislauf kontinuierlich entziehen. Dieser Prozess würde sich so über die Jahre hinziehen, bis es irgendwann heisst:
Entweder wir erhöhen (wieder) die Mehrwertsteuer oder das System kollabiert. Beides wäre untragbar, denn auch im ersten Fall wären viele Menschen wegen der überteuerten Waren nicht mehr in der Lage sich ihr Leben zu finanzieren.
 

Martin Behrsing

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#12
vielleicht erstmal hier lesen und dann noch mal Werner Rätz

http://www.elo-forum.org/grundeinko...ngungsloses-grundeinkommen-menschenrecht.html

GRUNDEINKOMMEN FÜR ALLE

15.11.2009



Nicht nur der Neoliberalismus, im Prinzip alle klassische Volkswirtschaft begreift Ökonomie als Verwaltung des Mangels.
Dem setzt Attac einen prinzipiellen Widerspruch entgegen, eine völlig konträre Position:
Es ist genug für alle da!

Jeder Mensch hat, nur einfach so, weil es ihn gibt, ein Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und am gesellschaftlichen Reichtum.
Das muss sich niemand verdienen, nicht durch Arbeit, nicht durch Wohlverhalten, durch gar nichts.
Das ist Menschenrecht.
Dem steht nicht entgegen, dass die Menschheit mit begrenzten Gütern haushalten muss.

Aber das heißt für uns solidarisches Teilen und nicht Konkurrenz um das möglichst größte Stück für mich.
Teilhabe ist in den modernen Gesellschaften nur möglich, wenn man über ein Einkommen verfügt.
Bisher war das in den industrialisierten Ländern weitestgehend an eine Erwerbsarbeit gebunden.
Aus den skizzierten menschenrechtlichen und auch aus ökonomisch-pragmatischen Erwägungen ergibt sich der Vorschlag zukünftig jedem Menschen unabhängig von Erwerbsarbeit ein Grundeinkommen zu gewähren. Dafür gibt es (mindestens) fünf gute Gründe:












Quelle
 

Arania

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#13
Ja Arania.

Ich habe bereits gemerkt, daß wir Beide keine gemeinsame Wellenlänge haben.
Es macht in meinen Augen keinen Sinn sich mit Dir auseinanderzusetzen, auch wenn Du es immer wieder versuchst.




Ich kann nur empfehlen lesen zu lernen.
Mich interessiert keine gemeinsame Wellenlänge und ich versuche auch keine Auseinandersetzung, ich schreibe meine Meinung dazu, ob sie Dir passt oder nicht
 
E

ExitUser

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#15
Ja Arania.

Ich kann nur empfehlen lesen zu lernen.
was nützt lesen ohne denken?

Ein BGE ist nicht finanzierbar.

Wenn das BGE nur für einige da sein soll, ist es nicht mehr Bedingungslos.

Woher soll das Geld kommen?
Nur zu schreiben, das es da ist, bringt nichts.

Die Finanzierung muss neben den anderen Staatsaufgaben gesichert sein.

Finanzieren könnte man es nur durch höhere Steuern. Bei eine MwSt von 50% würden die Menschen am Ende genauso wenig haben wie jetzt.

Statistisch geht zur Zeit von 100€ ca. 13€ (eher mehr) als MwSt an den Staat, bei 50% wären es 50€.

Wo wäre da dann eine Verbesserung?

Ein BGE ist nicht finanzierbar.
 

Arania

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#16
Damit hast Du die Sinnlosigkeit Deines Beitrags zugegeben.


Tja, das merkt man an der Anzahl Deiner Beiträge.
dadurch das Du meine Beiträge zerpflückst und nur zitierst was Dir in den Kram passt, werden Deine Beiträge auch nicht besser
Ich schreibe meine Meinung dazu wie jeder andere
 

Yorkfield

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#17
Ich schreibe meine Meinung dazu wie jeder andere.
Das ist nicht ganz richtig, denn ich hätte wenigstens soviel Anstand in einem von Dir eröffneten Thread nicht teilnehmen zu wollen, aus einem Grund den ich weiter oben bereits genannt habe.

Aber das interessiert Dich ja alles nicht.
 

Heliane

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#18
Es müsste eine radikale Werteänderung stattfinden in den Hirnen der Leute.

Erwerbsarbeit dürfte nicht mehr den Wert haben, der ihr jetzt gegeben wird.

Wenn u.a. auch andere Dinge - wie Reproduktionsarbeiten (Hausarbeit, Kinder und Pflege von alten Menschen) so hoch bewertet würden, dann würden mehr Leute ein bedingungsloses Grundeinkommen als erstrebenswert befinden.

Leider wird das wohl noch dauern - wenn es überhaupt in Deutschland je dazu kommen sollte...

Weiss eigentlich jemand ob und wie die Möglichkeit eines bedingungslosen Grundeinkommens in anderen Ländern diskutiert wird?
 

Federloser

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#19
Es müsste eine radikale Werteänderung stattfinden in den Hirnen der Leute.

Erwerbsarbeit dürfte nicht mehr den Wert haben, der ihr jetzt gegeben wird.
Da sind wir einer Meinung.
Früher konnte eine durchschnittliche Familie von dem Lohn nur eines Familienmitglieds leben, und die Arbeitslosigkeit war sehr gering. Seit dieser Zeit hat sich das BIP mehr als verdreifacht, und damit der gesamte Wohlstand.
Wo ist er aber nun hin?
Die Waren, die wir produzieren, werden grösstenteils exportiert und damit in Giralgeld verwandelt, welches sich grösstenteils auf den Konten der Wirtschaftselite akkumuliert.
Das Geld fliesst nicht und fehlt folglich anderen an allen Ecken und Enden. Folglich ist die Kaufkraft und damit die Binnennachfrage schwach, wovon in erster Linie kleinere mittelständische Unternehmen betroffen sind, die ihre Waren kaum exportieren können. Diese waren und sind aber die grössten Arbeitgeber unseres Landes.
Da das Geld sonst nicht fliesst, sind Kredite die einzige Möglichkeit für die kleineren Unternehmen an Geld zu kommen. (und zunehmend für den Staat). Um diese zu bedienen und mit der schwachen Binnennachfrage fertig zu werden, müssen sie ihrerseits immer weiter rationalisieren und Lohndumping betreiben.
Gleichzeitig sind diese Kredite aber Renditen von anderen, die dafür selbst kaum etwas tun müssen, während der Rest hingegen in Schulden versinkt oder sogar vor sich hin vegetiert.
Lässt man dieses Spiel über Jahrzehnte laufen, so verstärken sich diese Trends und man wird plötzlich feststellen, dass der grösste Teil der BRD nur noch einer winzigen Minderheit gehört.
Aus meiner Sicht ist dieses fehlerhafte Geldsystem (das Geld fliesst nicht ohne den Zinseszins) das eigentliche Problem, und hier würde ich ansetzen. Das BGE lenkt hiervon nur ab.

Was mich sehr unglücklich macht:
Ich sehe da keine Abhilfe. Die Wirtschaft hat die Politik über Lobbies fest im Griff, und unsere grösstenteils neoliberale und "freie" Presse und Fernsehen sind die Freiheit der 200 reichsten Menschen der BRD ihre privaten Meinungen zu veröffentlichen und das Weltbild der Menschen entscheidend zu ihrem Eigenvorteil zu beeinflussen.
 

Yorkfield

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#20
... Die Waren, die wir produzieren, werden grösstenteils exportiert und damit in Giralgeld verwandelt, welches sich grösstenteils auf den Konten der Wirtschaftselite akkumuliert.
Das Geld fliesst nicht und fehlt folglich anderen an allen Ecken und Enden.
[...] Lässt man dieses Spiel über Jahrzehnte laufen, so verstärken sich dieser Trend und man wird plötzlich feststellen, dass der grösste Teil der BRD nur noch einer winzigen Minderheit gehört.
[...] Die Wirtschaft hat die Politik über Lobbies fest im Griff, ...
___ :icon_daumen: :icon_daumen: :icon_daumen: ___


Ich gebe Dir 100% Recht !!


Seltsam, wohin wir uns als Gesellschaft entwickelt haben.
Früher bewegte sich noch etwas, wenn ein Skandal aufgedeckt wurde.

Heute kann man Ungerechtigkeiten sogar in der Öffentlichkeit ansprechen, es ändert nichts.
Die Verantwortlichen empfinden keinen Scham mehr, sie können sich in ihrem Elfenbeinturm sicher fühlen und so weitermachen wie bisher.

Den Finger auf die Wunde legen ist kein hilfreicher Schritt mehr auf dem Weg zur Problemlösung hin, denn den Opfern wird auch noch vorgeworfen Täter zu sein, und die Schuld zu tragen.

Nach dem Motto, wenn jemand auf der Straße überfallen wird, wird dem Opfer vorgeworfen, daß es nicht weggelaufen ist, und der Täter wird kompensiert dafür, daß er beschuldigt wurde.

Perverser geht es nicht mehr.

Wir werden gezwungen mit der Ungerechtigkeit zu leben, daß eine kleine Minderheit (!) die große Mehrheit bodenlos ausnutzt.
Anders herum wäre es schon schlimm genug, aber der aktuelle Zustand ist an Ungerechtigkeiten kaum mehr zu übertreffen.
Nicht nur das, sondern auch die Tatsache, daß viele Menschen aus der Mehrheit die über's Ohr gehauen werden, auch noch auf der Seite der rücksichtslosen Minderheit zu sein scheinen, indem sie willenlose Befehlsausführer sind.
Sie scheuen sich nicht ihren Mitmenschen ein Messer in den Rücken zu hauen, obwohl sie mit uns an einem Strang ziehen sollten.

Ich finde, es sieht nicht so aus als ob wir das große Schiff noch rechtzeitig gewendet bekommen.
Hoffentlich habe ich unrecht damit.
 

Martin Behrsing

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#21
@ Michael Dolby

Ich hatte dir Lesestoff in Form eines Links gegeben. Mir fällt auf, dass Du jede menge Nebenkriegsschauplätze eröffnet, dich aber mit einer fundierten Kritik am BGE nicht auseinandersetzen willst bzw. kannst.

Von daher betrachte ich deine 5 Gründe, zwar die von Werner Rätz an, aber nicht als deine Gründe. Sonst wäre ja was von dir gekommen. Mit Werner Rätz bin ich freundschaftlich eigentlich ganz gut verbunden. Im Gegensatz zu dir, setzt er sich aber mit den Sachen auseinander und gibt auch schon mal zu, dass man nicht wissen kann, welche Gesellschaft wirklich beim BGE herauskommt, er aber dennoch eine positive Vision hat.

Ich will jetzt nicht helmut Schmidt Linke-Mäßig sagen: Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen. Aber bestimmte Visionen können auch völlig daneben sein.

Ich warte also auf eine Antwort von dir.
 

spin

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#22
Rund 7,8 Billionen Euro betragen die Geldvermögen in der BRD. Geld ist genug da.

Gar nicht davon zu reden, daß Geldvermögen auf der anderen Seite Zahlungsverpflichtungen, also Schulden bedeuten. Die Höhe der Schuldenberge der Wirtschaft mit annähernd 4 Billionen Euro macht diese zunehmend platt.

Ein Abbauen der Vermögens- und Schuldenberge wäre letztlich synchron. Es spricht nichts dagegen, ein BGE mit den vorhandenen Vermögen zu finanzieren. Das würde den Binnenmarkt beflügeln, denn das Geld wird zum größten Teil wieder ausgegeben, finanziell ausgetrocknet, wie die deutschen Haushalte mittlerweile sind.

Es ist aber nicht anzunehmen, daß die regierende Politikerkaste überhaupt mit Verstand an die Sache heran geht. Momentan wird alles getan, um die Geldvermögen zu vergrößern. Das vs. damit die Schuldenberge spiegelbildlich steigen (und wie gesagt die Wirtschaft erdrosseln), erschließt sich den Regierenden nicht.
 
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#23
Rund 7,8 Billionen Euro betragen die Geldvermögen in der BRD. Geld ist genug da.

Gar nicht davon zu reden, daß Geldvermögen auf der anderen Seite Zahlungsverpflichtungen, also Schulden bedeuten. Die Höhe der Schuldenberge der Wirtschaft mit annähernd 4 Billionen Euro macht diese zunehmend platt.

Ein Abbauen der Vermögens- und Schuldenberge wäre letztlich synchron. Es spricht nichts dagegen, ein BGE mit den vorhandenen Vermögen zu finanzieren. Das würde den Binnenmarkt beflügeln, denn das Geld wird zum größten Teil wieder ausgegeben, finanziell ausgetrocknet, wie die deutschen Haushalte mittlerweile sind.

Es ist aber nicht anzunehmen, daß die regierende Politikerkaste überhaupt mit Verstand an die Sache heran geht. Momentan wird alles getan, um die Geldvermögen zu vergrößern. Das vs. damit die Schuldenberge spiegelbildlich steigen (und wie gesagt die Wirtschaft erdrosseln), erschließt sich den Regierenden nicht.
Die 7,8 Billionen sind Privatvermögen, gehören also nicht dem Staat.

Wer dann auch noch nach Enteignung schreit, so wie Du, sollte sich lieber raus halten, erst recht mit so wenig Ahnung, die Du wiedermal gezeigt hast.
 

spin

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#24
Na klar, es ist allemal besser, die Wirtschaft geht kaputt. Also laßt die Vermögen vs. Schulden größer werden. Schon seltsam die Auffassungen einiger hier.

Die Vermögen werden ohnehin den Bach runter gehen, wenn die Schuldner insolvent werden. Da mit Vernunft lenkend einzugreifen, das Geld beispielsweise für ein BGE und eine gesunde Volkswirtschaft einzusetzen, wäre angesagt. Aber Vernunft ist nicht gerade das, was die Regierenden heutzutage besitzen.

Wir haben nur die Wahl, den Wirtschaftskreislauf wieder aufzubauen oder unter zu gehen. Das Geld muß wieder in den Kreislauf. Damit läßt sich ein BGE finanzieren.

Das ist auch deshalb notwendig, weil die Arbeit weniger wird. Zur Erinnerung: Das Ende der Arbeit | Sein Verlag
 
E

ExitUser

Gast
#25
Na klar, es ist allemal besser, die Wirtschaft geht kaputt. Also laßt die Vermögen vs. Schulden größer werden. Schon seltsam die Auffassungen einiger hier.

Die Vermögen werden ohnehin den Bach runter gehen, wenn die Schuldner insolvent werden. Da mit Vernunft lenkend einzugreifen, das Geld beispielsweise für ein BGE und eine gesunde Volkswirtschaft einzusetzen, wäre angesagt. Aber Vernunft ist nicht gerade das, was die Regierenden heutzutage besitzen.

Wir haben nur die Wahl, den Wirtschaftskreislauf wieder aufzubauen oder unter zu gehen. Das Geld muß wieder in den Kreislauf. Damit läßt sich ein BGE finanzieren.

Das ist auch deshalb notwendig, weil die Arbeit weniger wird. Zur Erinnerung: Das Ende der Arbeit | Sein Verlag
mit Phantastereien kommt man aber auch nicht weiter.

Enteignen und das Geld für ein BGE verwenden? Mit welchem rechtlich einwandfreien Argument soll das gemacht werden, ohne das das BVerfG oder der EUGH da keinen Riegel vorschiebt?

Es herrscht weder ein absoluter Notstand, noch gibt es andere Gründe, die sowas rechtfertigen.

Einfach mal schreiben, "das es 7,8 Billionen gibt, die man für ein BGE verwenden kann", ist Unsinn.
 

spin

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#26
Ist eine Steuer eine Enteignung? Ist die Einkommensteuer eine Enteignung? Wäre eine Vermögenssteuer eine Enteignung? Wären höhere Steuersätze für Großverdiener eine Enteignung? Wäre ein paritätische Sozialversicherung eine Enteignung? Bla, bla. Geld ist genug da. (Das reimt sich sogar)

Es geht hier um das Überleben. Das die Unvernunft regiert und die Verhältnisse nicht ändern will, ist klar.

Klar ist auch, daß die unmäßge und zielgerichtete Enteignung des Vokes von den Einkommen, die Umverteilung von unten nach oben, das System in eine gefährliche Lage gebracht hat.

Wer dies nicht sehen will, trägt zum Untergang bei.

Nur mit einem BGE können wir dafür sorgen, daß die Menschen ohne Armut versorgt werden.

Das Paradox ist doch: die Waren sind produziert, gelangen wegen Geldmangels jedoch nicht zu den Menschen.

Das ist die Umkehrung der DDR-Verhältnisse. Hier kann man vor gefüllten Warenhäusern verhungern. Was für ein Irrsinn!
 
E

ExitUser

Gast
#27
Ist eine Steuer eine Enteignung? Ist die Einkommensteuer eine Enteignung? Bla, bla.

Es geht hier um das Überleben. Das die Unvernunft regiert und die Verhältnisse nicht ändern will, ist klar.

Klar ist auch, daß die unmäßge und zielgerichtete Enteignung des Vokes von den Einkommen, die Umverteilung von unten nach oben, das System in eine gefährliche Lage gebracht hat.

Wer dies nicht sehen will, trägt zum Untergang bei.

Nur mit einem BGE können wir dafür sorgen, daß die Menschen ohne Armut versorgt werden.

Das Paradox ist doch: die Waren sind produziert, gelangen wegen Geldmangels jedoch nicht zu den Menschen.

Das ist die Umkehrung der DDR-Verhältnisse. Hier kann man vor gefüllten Warenhäusern verhungern. Was für ein Irrsinn!
Keine Ahnung, aber große Sprüche. :icon_neutral:
 

spin

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#28
Keine Ahnung, aber große Sprüche. :icon_neutral:
Mit Logik ist es wohl bei Dir nicht weit her. Du diskutierst doch gar nicht. Du machst Sprüche (und nichts anderes). Letztlich vertrittst Du hier das Kapital. Mit den üblichen Sprüchen.
 
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#29
Mit Logik ist es wohl bei Dir nicht weit her. Du diskutierst doch gar nicht. Du machst Sprüche (und nichts anderes). Letztlich vertrittst Du hier das Kapital. Mit den üblichen Sprüchen.
Bei Dir fehlt es vor allem an Logik und Denkvermögen. Gleichzeitig willst Du hier auch noch die Leute für Dumm verkaufen.

Deine wirren Vorstellungen passen eher zu dieser "spirituellen" HP, die Du als "Nachweis" reingestellt hast.

Wie lange willst Du eigentlich noch Deine Kinderstunde hier abhalten?
 
E

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#30
hallole ihr lieben,

hallo spin,
das problem von vollen warenhäusern und die tatsache diese waren nicht erwerben zu können ist eine frage des binnenmarktes und keine der BGE. es ist auch keine frage der enteignung von sparguthaben und vermögen sondern eine frage der "entwertung" sprich hyperinflation.

du wirfst hier einige begrifflichkeiten des marktes und des "wertes" durcheinander. mit deiner vorsellung durch enteignung ein BGE zu finanzieren bleibt dieses problem immer noch bestehen volle warenhäuser und kein mittel zum konsumieren. bzw. viele leere häuser und wohnungen aber keine knete um miete zu zahlen oder die "erbpacht" bei einem enteigneten haus.

denk mal darüber nach.

liebe grüße von barbara
 

spin

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#31
Wie lange willst Du eigentlich Dein neoliberales Credo hier loslassen?

Was oder wen vertrittst Du eigentlich? Keinesfalls die Erwerblosen, das ist sicher.
 

spin

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#32
hallole ihr lieben,

hallo spin,
das problem von vollen warenhäusern und die tatsache diese waren nicht erwerben zu können ist eine frage des binnenmarktes und keine der BGE. es ist auch keine frage der enteignung von sparguthaben und vermögen sondern eine frage der "entwertung" sprich hyperinflation.

du wirfst hier einige begrifflichkeiten des marktes und des "wertes" durcheinander. mit deiner vorsellung durch enteignung ein BGE zu finanzieren bleibt dieses problem immer noch bestehen volle warenhäuser und kein mittel zum konsumieren. bzw. viele leere häuser und wohnungen aber keine knete um miete zu zahlen oder die "erbpacht" bei einem enteigneten haus.

denk mal darüber nach.

liebe grüße von barbara
Ich nenne es Steuerpolitk und nicht Enteignung. Der Staat hat zunehmend auf Steuereinkünfte von Reichen verzichtet. Eine Umkehrung würde dem Staat das Geld zuführen, das für ein BGE gebraucht wird. Da schließt sich der Kreis.

Der Kapitalismus braucht Konsumenten mit Geld. Wie soll denn der Schwachsinn weiter funktionieren, wenn das Volk zunehmend verarmt?

Ein Tip: mal etwas weiter und umfassender denken.

Zur Wiederholung:
Ist eine Steuer eine Enteignung? Ist die Einkommensteuer eine Enteignung? Wäre eine Vermögenssteuer eine Enteignung? Wären höhere Steuersätze für Großverdiener eine Enteignung? Wäre ein paritätische Sozialversicherung eine Enteignung?
 
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#33
hallole ihr lieben,

hallo spin,
das problem von vollen warenhäusern und die tatsache diese waren nicht erwerben zu können ist eine frage des binnenmarktes und keine der BGE. es ist auch keine frage der enteignung von sparguthaben und vermögen sondern eine frage der "entwertung" sprich hyperinflation.

du wirfst hier einige begrifflichkeiten des marktes und des "wertes" durcheinander. mit deiner vorsellung durch enteignung ein BGE zu finanzieren bleibt dieses problem immer noch bestehen volle warenhäuser und kein mittel zum konsumieren. bzw. viele leere häuser und wohnungen aber keine knete um miete zu zahlen oder die "erbpacht" bei einem enteigneten haus.

denk mal darüber nach.

liebe grüße von barbara
lass mal, es nützt nichts und wenn Du hier mal reinschaust, dann merkst Du auch, wer hier Werbung machen will.

Die Violetten für spirituelle Politik

:biggrin:
 
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#34
hallo spin,

hier wirfst ud wieder begrifflichkeiten durcheinander. sozialabgaben sind gott sei dank noch einigermaßen solidarisch. mit der einkommensteuer wird immerhin die notwendige infrastruktur aufrechterhalten. eine erhöhung der vermögenssteuer wäre keine enteignung aber endlich ein ansatz den handel mit schulden sprich zinseszins deutlich einzudämmen.

nach deiner interpretation zur finanzierung des BGE durch enteignung wären letztlich alle schuldner, weil nichts mehr generiert werden kann, und dann?

lies doch bitte bei rainer roth nach. diese diskussion ist im grunde überflüssig. wenn du die suchfunktion nutzen würdest, es gibt noch mehr threads zum BGE.

oh danke sancho, hab den link erst gesehen als ich abgeschickt habe......:cool:

liebe grüße von barbara
 

pinguin

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#35
Keine Ahnung, aber große Sprüche. :icon_neutral:
Entschuldigung, aber hat er nicht irgendwo Recht? Was nützen uns gut gefüllte Warenhäuser, wenn wir uns das "Zeug" nicht kaufen können? Er hat doch völlig Recht damit, daß ein funktionierender Wirtschaftskreislauf das A und O einer jeden funktionierenden Gesellschaft ist? Bei Lebensmitteln, die man alltäglich benötigt, sieht das ganze ja noch anders aus; aber alles, was eigentlich nicht wirklich lebensnotwendig ist, geht bei einem nicht funktionierenden Wirtschaftskreislauf den Bach hinunter. Wetten?
 

spin

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#36
Es gibt nur Schuldner, wenn es Vermögen gibt. Die Summe der Geldvermögen und Schulden ist Null.

Daß dann alle Schuldner wären ist Unfug, denn Schulden = (Geld-) Vermögen.

D. h., weder Vermögen noch Schulden können für sich allein existieren, sie exitieren immer paarweise, als 2 Seiten einer Münze.

Die Vermögen der Reichen existieren nur deshalb, weil auf der anderen Seite der Staat mit 24%, die Wirtschaft mit 55% und die Privaten mit 21% verpflichtet bzw. Schuldner sind.

Das ist eine äußers gefährliche Lage. Der Kapitalismus massakriert sich gerade selbst. Die Wirtschaft kollabiert bereits sichtbar durch die Vermögens-/Schuldenlasten. Es wäre besser, die Vermögen und damit die Schulden durch ein sinnvolle Steuerpolitik abzubauen. Damit läßt ein auch ein BGE finanzieren.

Irgendwie muß das Problem gelöst werden, denn Arbeit gibt es immer weniger.
 

Federloser

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#37
Es gibt nur Schuldner, wenn es Vermögen gibt. Die Summe der Geldvermögen und Schulden ist Null.

Daß dann alle Schuldner wären ist Unfug, denn Schulden = (Geld-) Vermögen.

D. h., weder Vermögen noch Schulden können für sich allein existieren, sie exitieren immer paarweise, als 2 Seiten einer Münze.

Die Vermögen der Reichen existieren nur deshalb, weil auf der anderen Seite der Staat mit 24%, die Wirtschaft mit 55% und die Privaten mit 21% verpflichtet bzw. Schuldner sind.

Das ist eine äußers gefährliche Lage. Der Kapitalismus massakriert sich gerade selbst. Die Wirtschaft kollabiert bereits sichtbar durch die Vermögens-/Schuldenlasten.
Wenn Prof. Senf recht hat, an dem Du Dich hier offenbar orientierst, träfe das so in etwa auch zu.
Ein über die Mehrwertsteuer finanziertes BGE wird das Problem aber nicht lösen. (warum? -> Siehe oben)
Auch vertritt bspw. der Anwalt Dr. Harald Woznewski einen ähnlichen Ansatz wie Du (siehe google: Meudalismus), indem er dafür plädiert Geldvermögen zu begrenzen.
Es wird aber wohl pure Theorie bleiben. Das Grundgesetz sieht willkürliche Enteignungen nicht vor. Und genau dafür waren demokratische Verfassungen auch gedacht:
Um Bürger vor der staatlichen Willkür zu schützen.
Folglich würde ich mich nach anderen Lösungen umsehen.
Die Voraussetzung dafür: Das Geld muss in der Gesellschaft fliessen ohne dabei Schluldner zu produzieren.
Es gab und gibt dafür immer wieder etliche Ansätze. Bspw. Bürgerinitiativen, die ihre eigene Währung herstellen.
(Ohne Leitzinsen, Zinsen, Zinsenzinsen etc. )
 

spin

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#38
Was soll der Quatsch mit Enteignung? Es geht um eine vernünftige Steuerpolitik und um eine gesunde Volkswirtschaft. Da ist auch locker ein BGE drin.

Nochmals:
Ist eine Steuer eine Enteignung? Ist die Einkommensteuer eine Enteignung? Wäre eine Vermögenssteuer eine Enteignung? Wären höhere Steuersätze für Großverdiener eine Enteignung? Wäre eine paritätische Sozialversicherung eine Enteignung?
Im übrigen beziehe ich mich nicht auf Prof. Senf, auch wenn ich ihn (mittlerweile) sehr schätze (und direkten Kontakt hatte). Ich bin durch Nachdenken auf diese Zusammenhänge gestoßen, als ich mich fragte, was Geld denn eigentlich sei. Selbst denken genügt da völlig.

Die Logik ist doch trivial.
 

Atlantis

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#39
Wie lange willst Du eigentlich Dein neoliberales Credo hier loslassen?

Was oder wen vertrittst Du eigentlich? Keinesfalls die Erwerblosen, das ist sicher.
das kommt mir auch so vor als ob er selbständiger unternehmer ist und
angst um sein besitz haben muss.
 

Atlantis

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#40
Entschuldigung, aber hat er nicht irgendwo Recht? Was nützen uns gut gefüllte Warenhäuser, wenn wir uns das "Zeug" nicht kaufen können? Er hat doch völlig Recht damit, daß ein funktionierender Wirtschaftskreislauf das A und O einer jeden funktionierenden Gesellschaft ist? Bei Lebensmitteln, die man alltäglich benötigt, sieht das ganze ja noch anders aus; aber alles, was eigentlich nicht wirklich lebensnotwendig ist, geht bei einem nicht funktionierenden Wirtschaftskreislauf den Bach hinunter. Wetten?
pinguin er hat auch vollkommen recht nur einige wenige hier können es nicht ab wenn er ihnen parolie bietet, und wenn er sie wiederlegen kann dann werden sie immer ganz anders und tun noch so als würden sie persöhnlich angreifen dann geht es nicht mehr um die sache.
das fällt mir an sancho auf was hat er den als gegenbeweis zu spin geschrieben nichts als wertloses gelaber.
mir kommt es vor das sich nun wieder ein bestimmter filz von usern hier über ihn hermachen will,.
 

Arania

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#41
Sancho ist genausowenig Unternehmer wie wahrscheinlich die meisten die ihn hier so bezeichnen, da auch Martin Kritik an Spins Version geäussert hat, ist er dann ja auch Unternehmer:cool:

Es geht hier rein um Mathematik und Logik, und da hat Sancho recht
 

Atlantis

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#42
Bei Dir fehlt es vor allem an Logik und Denkvermögen. Gleichzeitig willst Du hier auch noch die Leute für Dumm verkaufen.

Deine wirren Vorstellungen passen eher zu dieser "spirituellen" HP, die Du als "Nachweis" reingestellt hast.

Wie lange willst Du eigentlich noch Deine Kinderstunde hier abhalten?
Arania
Es geht hier rein um Mathematik und Logik, und da hat Sancho recht
arania das hier kommt mir vor wie ein getroffener hund der sich wehren muss.
mit solchen sprüchen disqualfiziert sich sancho schon mal selber.
 

Arania

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#43
Nun ich kenne ihn, und stimme dem auch zu, es geht dabei wirklich nur um Logik, und das was zum Vermögen von Spin geschrieben wurde trifft nun mal nicht zu, es ist nicht das Vermögen des Staates, sondern seiner Einwohner und eine Enteignung verbietet das Grundgesetz, wie ich finde- zu Recht
 

pinguin

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#44
Es geht hier rein um Mathematik und Logik, und da hat Sancho recht
Es gibt eine kleine Logik für den einzelnen, als auch eine große für das ganze System. Eine Steuer ist per Gesetz ja wohl keine Enteignung, sondern zumindest in der Theorie eine dem Allgemeinwohl = Staat dienende Abgabe, mit der dem Allgemeinwohl dienende Aufgaben erfüllt werden können, für die der Staat sonst keine Möglichkeit hätte, obschon er dazu verpflichtet ist. Steht nicht im Grundgesetz, daß Eigentum verpflichtet?
 

Atlantis

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#45
Nun ich kenne ihn, und stimme dem auch zu, es geht dabei wirklich nur um Logik, und das was zum Vermögen von Spin geschrieben wurde trifft nun mal nicht zu, es ist nicht das Vermögen des Staates, sondern seiner Einwohner und eine Enteignung verbietet das Grundgesetz, wie ich finde- zu Recht
wo hat er den von enteignung gesprochen.
hab ich da was übersehen.

wenn der reich oder unternehmer nur ein kleinen teil von seinem vermögen abgeben soll schreit er sofort los das ist enteignung.
mit hartz 4 haben sie uns doch auch enteignet da schreit keiner von den
herren.
 

Yorkfield

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#46
Arania und Sanchez kommen mir wie kleine Kinder vor, welche sich auf den Boden werfen, heftig mit den Beinen in die Luft strampeln und schreien:
"Ich habe aber Recht !!!!!!!! und Du nicht !!!!!!!!"


Mit manchen Leuten sollte man nicht seine Zeit verschwenden und diskutieren, weil es zu nichts führt außer zu Beleidigungen.
Sie haben sich zu einer bestimmten Position entschlossen und bleiben dabei bis an ihr Lebensende.
Das Einzige was man Gebetsmühlenartig von ihnen immer wieder hört, ist daß sie Recht haben und du Unrecht hast.

Irrationale Argumentationen und Nebelbomben sind ihre Strategien.
Das Aufmerksamkeitsdefizit zu befriedigen und unbedingt das letzte Wort zu haben hat Priorität über alles andere für sie.
Damit wären wir wieder beim ersten Satz dieses Kommentars.

Die zwischenmenschliche Kommunikation ist ein Schlüsselproblem in unserer Gesellschaft.
In einem gewissen Sinne ist es überhaupt kein Wunder, daß wir so viele Probleme haben.
 
E

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#47
Arania und Sanchez kommen mir wie kleine Kinder vor, welche sich auf den Boden werfen, heftig mit den Beinen in die Luft strampeln und schreien:
"Ich habe aber Recht !!!!!!!! und Du nicht !!!!!!!!"


Mit manchen Leuten sollte man nicht seine Zeit verschwenden und diskutieren, weil es zu nichts führt außer zu Beleidigungen.
Sie haben sich zu einer bestimmten Position entschlossen und bleiben dabei bis an ihr Lebensende.
Das Einzige was man Gebetsmühlenartig von ihnen immer wieder hört, ist daß sie Recht haben und du Unrecht hast.

Irrationale Argumentationen und Nebelbomben sind ihre Strategien.
Das Aufmerksamkeitsdefizit zu befriedigen und unbedingt das letzte Wort zu haben hat Priorität über alles andere für sie.
Damit wären wir wieder beim ersten Satz dieses Kommentars.

Die zwischenmenschliche Kommunikation ist ein Schlüsselproblem in unserer Gesellschaft.
In einem gewissen Sinne ist es überhaupt kein Wunder, daß wir so viele Probleme haben.
Nach diesem Posting fragt man sich eher, wer das "Kind" ist und wer nicht.
 

Heliane

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#48
Geld ist ein Konstrukt.

Es ist ebenso ein Konstrukt um das System zu erhalten, dass angeblich "zu wenig" für alle da ist.

Es geht nicht um Umverteilungen, sondern darum den Wert des Geldes aufzulösen.

Was natürlich wahrscheinlich niemals geschehen wird.

Trotzdem - für mich ist das alles Verarsche, was uns erzählt wird.
Es ist ein Spiel.

Grundsätzlich könnte m.E. daraus ausgestiegen werden.

Und das bedingungslose Grundeinkommen wäre ein erster kleiner Schritt in die Richtung.
 

spin

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#49
Zitat Yorkfield
Die zwischenmenschliche Kommunikation ist ein Schlüsselproblem in unserer Gesellschaft.
In einem gewissen Sinne ist es überhaupt kein Wunder, daß wir so viele Probleme haben.
Vor allen Dingen denken Menschen auch selektiv. Prinzipiell ist das in Ordnung, man muß ja nicht über alles nachdenken, da wird die Zeit knapp. Angewandt um Wahrheiten zu verdrängen, ist es eines der größten Übel unserer Gesellschaft. Politiker wie unser Bundesversicherungsminister machen es vor. Und alle glauben, da wäre Intelligenz dabei. :icon_evil:
 

zebulon

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#50
Es geht nicht um Umverteilungen, sondern darum den Wert des Geldes aufzulösen.
Und was bitte soll DAS bedeuten ? Das wäre also Inflation. Da löst sich dann der Wert des Geldes auf. Ich bezweifle nur, dass das jemand wirklich will.
 

Heliane

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#51
Und was bitte soll DAS bedeuten ? Das wäre also Inflation. Da löst sich dann der Wert des Geldes auf. Ich bezweifle nur, dass das jemand wirklich will.
Ich schrieb ja, dass das wahrscheinlich nie passieren wird.
 

Yorkfield

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#55
Ich bitte euch alle, das folgende Projekt zu unterstützen:


Chance nutzen - Urtei BVG-Hartz IV-Regelsätze vom 9. Februar 2010.

Urteil BVG-HartzIV-Regelsätze v. 10.Feb 2010


Sehr geehrte Bundeskanzlerin Angela Merkel,

ich möchte von Ihnen wissen, ob Sie aufgrund des heutigen Urteils des Bundesverfassungsgerichtes, diese sehr große Chance nutzen werden um unser Land wirklich voran zu bringen und auch wieder sozialer zu gestalten.
Nicht nur die HartzIV Regelungen, sondern Direkt den ganzen Arbeitsmarkt zu reformieren.
Damit unser Schönes Land wieder voran Kommt.

Wie das gehen soll fragen sich mich jetzt vielleicht.
Ich finde dies ganz einfach, mittels eines Bedingungslosen Grundeinkommens für Alle rechtmäßigen Bürger unseres Landes.
Sie wurden dazu hier schon öfters gefragt, ich erinnere nur an die gute Frage von Herrn Gunter Stern v. 14. April 2009.

direktzu.de/Bundeskanzlerin

Ihre Antworten dazu kenne ich, bin daher der Meinung das Sie einem BGE nicht abgeneigt werden und genügend kompetente Berater zur Einführung sind in Deutschland vorhanden.
Ich möchte Sie bitten in einer Etwaigen Antwort, nicht wieder auf folgendes hin zu weisen:

"Wäre es gerecht, wenn alle Menschen - auch die, die überhaupt keine finanzielle Hilfe benötigen - einen gleichen Grundbetrag bekämen?"

Denn dann müsste ich Sie direkt fragen, warum Menschen die nun wirklich genug haben, das Kindergeld erhalten sowie zusätzlich noch den Steuerlichen Kinderfreibetrag. Hier wird ja auch gesagt jedem steht dies zu, nur HartzIV-Empfänger sind davon ausgeschlossen, was ich als nicht richtig ansehe.

Das BGE ist ein Menschenrecht und steht daher jedem zu!
Weiter finde ich, wenn Sie Fr.Merkel zusammen mit Herrn Westerwelle sowie Herrn Seehofer, dies angehen und für unser Land das BGE einführen.
Gehen Sie als die größte Kanzlerin Deutschlands in die Geschichte ein!
Ich bin der festen Überzeugung das ein BGE in der richtigen Höhe (Nicht FDP-Bürgergeld) ich denke mindestens 1000,- € eher mehr, unserem Land ein Zukunftsfestes Wirtschaftsleben schenken würde.

Gleichzeitig sende ein You-Tube-Video mit, das Sie sich hoffentlich anschauen.
Die Goodbye Liste zum BGE, von was wir uns mit einem BGE verabschieden könnten.

Über eine baldige Antwort würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Gawron

Quelle

Bitte auf die Quelle klicken und durch Mitzeichnung unterstützen.

Vielen Dank auch.
 

physicus

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#56
sorry, aber wenn man so etwas schreibt und dann von anderen verlangt das man es mitzeichnen soll, dann sollte man sich vorher mal fragen, ob das rechtschreibmäßig und grammatikalisch überhaupt gut ankommt.
hier wäre dringend ein korrekturleser erforderlich gewesen.

das ding hat fehler ohne ende, so etwas sollte man besser vorbereiten/schreiben.


mfg physicus
 

Heliane

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#57
Ich bin absolut für ein bedingungsloses Grundeinkommen für jeden Menschen, aber es so einfach mit einem Brief an Frau Merkel und als Begründung dieses besagte Urteil zu nehmen, überzeugt mich nicht und Frau Merkel bestimmt auch nicht.

Um das so hinzubekommen, wie es als optimal angedacht wird - müssten alle Ämter, die jetzt z.B. Sozialleistungen verteilen, abgeschafft werden.

Es müsste alles neu bewertet werden und das macht - so wie ich das sehe - sieht das keine der verfügbaren politischen Parteien vor.

Ob politisch rechts oder links, der Mensch soll erwerbsarbeiten. Erwerbsarbeit ist allen wichtig. Keine Partei sieht das anders. Zwang und Druck die Menschen dorthin zu bekommen, sehen alle vor.

Von daher - solange die Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens sich nicht politisch organisieren und klare Vorgaben machen, wie es finanziert wird und was geändert werden muss, wird es das so nicht geben.
 

Yorkfield

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#58
das ding hat fehler ohne ende, so etwas sollte man besser vorbereiten/schreiben.
Wieso fähler ? Daß verstehe ich nicht so gans.
Was were denn besser ? Jemand der keine fähler macht aber einen schlächten Charakter hat, oder jemand der vielleicht ein paar rechdschreibfähler macht, aber ein wirklich guter Mänch ist.

Ahlso ich wüste was ich wehlen würde.
 

Cairol

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#59
Ich will hier einige Dinge ganz klar und kurz benennen zu diesen Thema.
Es wird nie wieder eine Vollbeschäftigung geben, auch nicht in Europa und eine künstliche zählt nicht.
Ich selber war von Berufswegen damals mit an dem Prozeß des Stellenabbaus beteiligt im Zuge der Automatisierung.

Es war zu meiner Zeit nie ein Thema, ob Menschen ohne Arbeit sind oder nicht, es war selbstverständlich zu helfen. Wenn man auf die Gehaltsabrechnung geschaut hat, da hab ich mich nicht beschwert über die Steuern und Versicherungen, es war selbstverständlich, weil es eben zur Zivilisation gehört, denn ohne Steuern hätten wir keinen funktionierenden Staat und es würde das Gesetz des stärkeren zählen, sprich Faustrecht.
Das was jetzt hier abläuft, empfinde ich als so kraß destruktiv, daß ich sagen muß, wir sind bald wieder im Mittelalter, trotz all unserer geisten und wissentschaftlichen Errungenschaften.
Jeder hat das verdammte Recht seit seiner Geburt, daß er ein menschenwürdiges Leben leben kann und mein persönlicher Wunsch geht noch weiter, es soll auf der ganzen Welt ein menschenwürdiges Leben möglich sein. Wo ich noch jung war und gut bezahlt in den Arbeitsmarkt Fuß gefaßt habe, habe ich mir Sorgen um die Robben gemacht, die von Jägern erschlagen werden, oder um die Wale und andere Tierarten, aber anstatt dessen ist es noch schlimmer geworden, weil jetzt wird die Existenz vieler Menschen selber in Frage gestellt von einen unmenschlichen, abartigen und diabolischen System, daß ganze ist aus den Ruder gelaufen und wird nur noch von Zahlen bestimmt.

Also ist das bedingungslose Grundeinkommen der letzte Ausweg zur Wahrung der Zivilisation, denn die Art mit den Mitmenschen umzugehen, die Frage über das Lebensrecht anderer zu stellen, ist letztendlich die Frage, die sich die Entscheider, die über unsere Köpfe hinweg Gesetze erlaßen ( SGB ) - selber stellen sollten - Es kann wirklich jeden Treffen nicht mehr gebraucht zu werden.

Und wenn man nichtmehr gebraucht wird, geht das Leben trotzdem weiter.
 

Feind=Bild

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#61
@ alle

Bezügl. Anne Will Grundeinkommen - Flashmob heute, am Freitag, den 26.02.10


Liebe BGE-Freunde,

es geht jetzt schon los:

Das Erste - Anne Will Blog Blog Archiv Provozieren statt Regieren?


Bitte fürs BGE kommentieren !!

Keine Registrierung notwendig.
Hat sich erledigt, dort steht inzwischen

Bitte sehen Sie davon ab, aufgrund der Flashmob-Initiative unseren Blog mit Kommentaren zum Grundeinkommen zu überfluten. Die Beiträge werden nicht freigeschaltet.
 

Gaby

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#64
Ein Grund, warum man den Gedanken eines Grundeinkommens nicht gleich abschmettern sollte? Welches Modell nun das richtige ist, ist erst mal zweitrangig denke ich ... erst einmal sollte man sich darüber klar werden, dass es so wie es jetzt ist nicht weitergehen kann ... offen sein für etwas neues, darum geht es m.E. erst einmal ...

Unruhige Zeiten ? Europa bereitet sich auf wachsende innere Spannungen vor!

Unruhige Zeiten ...

von Udo Ulfkotte
 

Yorkfield

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#68
Interview zum Flashmob
Sehr interessant ...


Bei Facebook ist gerade der Bär los.
Das Thema Grundeinkommen und Anne Will lässt die Wogen hochgehen.
Worum geht es? Grundeinkommensaktivisten hatten einen so genannten "Flashmob" auf der Internetseite von Anne Will zu eben dem Grundeinkommen geplant.
In der Anne Will-Sendung von Sonntag ging es um HartzIV.
Kommentare zu diesem Thema aber, so hieß es auf der Kommentarseite der Sendung von Anne Will, würden nicht mehr zugelassen.

Wir sprachen mit Susanne Wiest. Sie ist Initiatorin der Petition für Bedingungsloses Grundeinkommen und Betreiberin der Internetseite:

Grundeinkommen im Bundestag


Mehr Infos unter:

Anne Will und das Grundeinkommen


Radiointerview:

YouTube - Flashmob _ bGE und Anne Will 1/2
 

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#71
Hi, die Pressestelle von Angelika Merkel hat soeben die o.a. Anfrage beantwortet:


Sehr geehrter Herr Gawron,

vielen Dank für Ihren Brief, den wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Ihre Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen ist in diesem Forum vielfach thematisiert worden. Darauf weisen Sie selber hin.
An unserer Position zu dieser Frage hat sich dabei nichts geändert.


Mit freundlichen Grüßen


Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Ich empfinde diese Frechheit als eine Kriegserklärung.
 

Erolena

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#73
Ein paar Leute wollen nicht arbeiten. Das stimmt. Ich bin auch der Meinung, dass die heutige Gesellschaft das sehr wohl verkraften kann. Für diese Frage wäre meine Antwort, ein sanktionsloses bedarfsabhängiges Einkommen.

5 Gründe für ein BGE
2. ....
Heute kann der immense gesellschaftliche Reichtum offenbar mit weniger unmittelbarer menschlicher Arbeit hergestellt werden, als uns zur Verfügung steht.
Ich will hier dem Gedanken nicht nachgehen, dass sich dies gerechterweise darin niederschlagen sollte, dass alle weniger arbeiten müssten und nicht darin, dass einige mehr und andere gar nicht mehr arbeiten, obwohl auch das ein wichtiger Aspekt dieser Sache ist.
1. Ich frage mich, warum soll ich denn auf eine Arbeitszeitverkürzung verzichten?
2. Warum wird genau diese Frage ausgeklammert?

Meine Probelme mit dem bedingungslosen Grundeinkommen sind:
1) Warum sollen die im Arbeitsprozess stehenden Personen, immer weiter schuften wie bisher, ohne Abminderung der Arbeitszeit?

Meine Antwort ist: weil den Initiatoren des BGE die Arbeitswelt völlig fremd ist. Es ist ihnen völlig egal, wie der Beschäftigte arbeitet. Sie haben vermutlich keinerlei Erfahrungen in der Organisation der betrieblichen Arbeit haben (egal ob in der Fabrik oder im Altenpflegeheim). Sie leben auf einem Erfahrungshorizont eines Politikstudenten oder Politikwissenschaftlers in (prekärer?) Professur.

2) Wieso geht der Gesellschaft die Arbeit aus? Eine Gesellschaft, die ihr Alten mit Dekubitus und Unterernährung im Pflegeheim liegen lässt, die kann nicht ohne Arbeit sein. In den Schulen, in der Jugendhilfe überall fehlen Arbeitskräfte. Das alles wird unter den Tisch gekehrt. Bei der Eisenbahn arbeiten die Leute in 12 Stunden-Schichten, machen drei Arbeitsaufgaben auf einmal. Frage, was wird sich daran ändern durch ein BGE? Nichts. Die Lage der Beschäftigten ist den Initiatoren völlig egal. Dazu wird eingewendet, ja, ein Bewerber, der schon 1000 Euro BGe hat, braucht sich darauf nicht einzulassen. Total lebensfremd. Ein Einzelner wird an der Oganisation der Arbeit gar nichts ändern. Er kann nicht sagen, ich arbeite aber als Arzt oder Lokführer nicht in eurem Schichtsystem. Nein, er kann höchstens mehr Geld verlangen. Aber nichsts kann er an den Zuständen im Krankenhaus usw. ändern.

2) Warum sollen denn alle Reichen, die schon heute ohne Erwerbsarbeit nur von ihrer Dividende leben könnten, ein Grundeinkommen erhalten? Alle einigermaßen sozial denkenden Menschen setzen sich für eine höhere Steuerlast bei den Unternehmen oder bei den Besserverdienende ein. Aber das BGE würden auch ein Herr Westerwelle, auch die Aldi-Brüder bekommen.
Das ist genauso, als träte ich für eine Steuerentlastung für Reiche ein. In heutiger Zeit. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
Steuerentlastung reicht nicht. Es muss sogar die direkte Auszahlung eines BGE sein.

Nun gibt es das Argument, dass das konkrete Konzept noch nicht klar sei. Ja, dann soll man solchen unüberlegten Konzepte auch nicht auf die Menschheit loslassen.
Bald werden sich die BGE-Anhänger mit dem Bürgergeld des Westerwelle treffen. Gute Nacht. Übrigens dürften die eifrigsten Theoreitker des BGE alle eine Festanstellung in Sv-pflichtiger Tätigkeit haben. (Ich sprach hier von den Theoretikern, nicht von den Anhängern des BGE. )

Für mich ist die Phantasie vom BGE eine Total-Kapitulation vorm Kapitalismus. Wer keine Gewerkschaften, keine Auseinandersetzungen in der Arbeitswelt braucht, der weicht eben aus auf eine Umorganisation der Gesellschaft durch das Parlament.
Die Unternehmen lassen derzeit nicht durch Streiks oder ähnliche Instrumente bewegen, ihre Gewinne zugunsten der Beschäftigten zu mindern. Aber angeblich lassen sich sich durch Parlamentsentscheid dazu bestimmen.

4) Es heißt immer wieder, das BGe soll "alle Sozialleistungen" ersetzen. Also schon mal 184 Euro Kindergeld fallen weg, die Krankenkasse fällt weg - ich ahne was folgt: die Zuzahlungen steigen.
Die Rente fällt weg. Wieso um Gottes willen, sollen denn alle Rentner von 1000 Euro leben müssen, auch die, die heute vielleicht 1500 Euro bekommen würden. Also ist die Zustimmung zum BGe auch eine Zustimmung zu den Rentenkürzungen für zig tausend Bürger. Aber vielleicht soll mich trösten, dass dafür jeder Millionär im Rentenalter 1000 Euro zusätzlich bekommt.

Ich wüsste nicht, warum ich für das bedingungslose Grundeinkommen sein sollte. Und ich halte die Protagonisten des BGE für verantwortungslos gegenüber den Betroffenen.
 

Yorkfield

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#74
Hi Erolena,

Ich persönlich würde mich nicht trauen meine Meinung über ein Thema abzugeben, von dem ich keinen blassen Schimmer habe.


Ein paar Leute wollen nicht arbeiten. Das stimmt.
Es gibt einen Unterschied zwischen arbeiten und arbeiten.
Viele Beschäftigungsverältnisse sind weder produktiv noch sinnvoll, häufig sogar zerstörerisch.
In diesem Video wird erklärt, daß manche ach so sehr angesehenen Berufe, zu den schädlichsten unserer Gesellschaft gehören.

Darüber hinaus möchte ich daß Du zur Kenntnis nimmst, daß wir alle Schuld daran tragen, soziale Ungerechtigkeiten zuzulassen, in dem wir alle das kranke Spiel auch noch mitspielen.
Dadurch, daß jeder sagt er könne ja doch nichts ändern, ändert sich natürlich auch nichts.
Aber dann darf man sich nicht hinstellen und an die Einhaltung der Spielregeln unseres kranken Systems erinnern.


Ich bin auch der Meinung, dass die heutige Gesellschaft das sehr wohl verkraften kann. Für diese Frage wäre meine Antwort, ein sanktionsloses bedarfsabhängiges Einkommen.
Eine Bedarfsabhängigkeit benötig Kontrollorgane, welche unter großem Aufwand den Bedarf ausnahmslos und regelmäßig prüft und festsetzt.
Genau das wollen wir nicht ! Der Verwaltungswasserkopf soll dadurch erheblich reduziert werden.

1. Ich frage mich, warum soll ich denn auf eine Arbeitszeitverkürzung verzichten?
2. Warum wird genau diese Frage ausgeklammert ?
Das ist eine Nebelbombe.

Meine Probelme mit dem bedingungslosen Grundeinkommen sind:
1) Warum sollen die im Arbeitsprozess stehenden Personen, immer weiter schuften wie bisher, ohne Abminderung der Arbeitszeit ?

Meine Antwort ist: weil den Initiatoren des BGE die Arbeitswelt völlig fremd ist. Es ist ihnen völlig egal, wie der Beschäftigte arbeitet. Sie haben vermutlich keinerlei Erfahrungen in der Organisation der betrieblichen Arbeit haben (egal ob in der Fabrik oder im Altenpflegeheim). Sie leben auf einem Erfahrungshorizont eines Politikstudenten oder Politikwissenschaftlers in (prekärer?) Professur.
Eine weitere Nebelbombe und eine Unterstellung.
Ich spar' mir hier aus o.g. Grund eine Antwort zu geben.

2) Wieso geht der Gesellschaft die Arbeit aus ? Eine Gesellschaft, die ihr Alten mit Dekubitus und Unterernährung im Pflegeheim liegen lässt, die kann nicht ohne Arbeit sein. In den Schulen, in der Jugendhilfe überall fehlen Arbeitskräfte. Das alles wird unter den Tisch gekehrt. Bei der Eisenbahn arbeiten die Leute in 12 Stunden-Schichten, machen drei Arbeitsaufgaben auf einmal. Frage, was wird sich daran ändern durch ein BGE ? Nichts. Die Lage der Beschäftigten ist den Initiatoren völlig egal. Dazu wird eingewendet, ja, ein Bewerber, der schon 1000 Euro bGE hat, braucht sich darauf nicht einzulassen. Total lebensfremd.
Der Gesellschaft geht die sozialversicherungspflichtige Arbeit, von der man unabhängig leben kann, aus.
Das steht im Gegensatz zu den Ehrenamtlichen (sinnvollen) Tätigkeiten, welche händeringend an allen Ecken und Enden benötigt werden, sich aber nicht jeder leisten kann zu verfolgen, aus selbsterklärenden Gründen.
Darüber hinaus werden sozial hochwertige Arbeiten in einem Raubkapitalistischem System wie unserem, eine weitaus geringere Priorität zugestanden.

Der Finanzhaushalt 2010 sieht ein noch geringeren Betrag für Bildung vor, als in den vorherigen Legislaturperioden.
Durch zielstrebige Ausgrenzung wird konsequent die Umschichtung von unten nach oben weiterhin vorangetrieben.

Berufe, in denen heute Menschen Burnout wegen Überarbeitung droht (und davon gibt es viele), hat weniger mit den Arbeitssuchenden zu tun, wohl aber mit der Strategie der Arbeitgeber kosten zu sparen.
Das bGE hat das potential diesem ein Ende zu bereiten, denn dadurch erst würden Arbeitnehmer und Arbeitgeber, zum ersten mal in der Geschichte, auf gleicher Augenhöhe verhandeln können.

2. Ein Einzelner wird an der Oganisation der Arbeit gar nichts ändern. Er kann nicht sagen, ich arbeite aber als Arzt oder Lokführer nicht in eurem Schichtsystem. Nein, er kann höchstens mehr Geld verlangen. Aber nichsts kann er an den Zuständen im Krankenhaus usw. ändern.
Natürlich kann der Arbeitnehmer Wünsche äußern, die sich nicht nur auf den Verdienst beziehen.
Die Verhandlungen vor dem Abschluß eines Arbeitsvertrages zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind diesen beiden Vertragspartnern überlassen.
Durch das bGE ist der Arbeitnehmer nicht mehr darauf angewiesen, sich unter allen Umständen aus existentiellen Gründen zu Arbeitsbedingungen prostituieren zu müssen, mit denen er nicht einverstanden ist.


2) Warum sollen denn alle Reichen, die schon heute ohne Erwerbsarbeit nur von ihrer Dividende leben könnten, ein Grundeinkommen erhalten ? Alle einigermaßen sozial denkenden Menschen setzen sich für eine höhere Steuerlast bei den Unternehmen oder bei den Besserverdienende ein. Aber das BGE würden auch ein Herr Westerwelle, auch die Aldi-Brüder bekommen.
Das ist genauso, als träte ich für eine Steuerentlastung für Reiche ein. In heutiger Zeit. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
Dieser Videoclip wiederlegt Deine Befürchtung in 46 Sekunden.
Darüber hinaus gilt, was ich oben über die Einsparung des Verwaltungswasserkopfes geschrieben habe.


Nun gibt es das Argument, dass das konkrete Konzept noch nicht klar sei. Ja, dann soll man solchen unüberlegten Konzepte auch nicht auf die Menschheit loslassen.
Das Argument hört man immer von denjenigen, welche sich garnicht erst die Mühe gemacht haben das bGE zu verstehen.


Bald werden sich die BGE-Anhänger mit dem Bürgergeld des Westerwelle treffen. Gute Nacht. Übrigens dürften die eifrigsten Theoreitker des BGE alle eine Festanstellung in Sv-pflichtiger Tätigkeit haben. (Ich sprach hier von den Theoretikern, nicht von den Anhängern des BGE. )
Das bGE steht in keinem Zusammenhang mit dem Bürgergeld der FDP.

Für mich ist die Phantasie vom BGE eine Total-Kapitulation vorm Kapitalismus. Wer keine Gewerkschaften, keine Auseinandersetzungen in der Arbeitswelt braucht, der weicht eben aus auf eine Umorganisation der Gesellschaft durch das Parlament.
Die Unternehmen lassen sich derzeit nicht durch Streiks oder ähnliche Instrumente bewegen, ihre Gewinne zugunsten der Beschäftigten zu mindern. Aber angeblich lassen sie sich durch Parlamentsentscheid dazu bestimmen.
Das bGE hat das Potential, den Kapitalismus von innen heraus zu zerstören.


4) Es heißt immer wieder, das BGe soll "alle Sozialleistungen" ersetzen. Also schon mal 184 Euro Kindergeld fallen weg, die Krankenkasse fällt weg - ich ahne was folgt: die Zuzahlungen steigen.
Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist ein Einkommen, das bedingungslos jedem Mitglied einer politischen Gemeinschaft gewährt wird. Es soll ...

  • die Existenz sichern und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen,
  • einen individuellen Rechtsanspruch darstellen,
  • ohne Bedürftigkeitsprüfung ausgezahlt werden,
  • keinen Zwang zur Arbeit bedeuten.
Man beachte bitte den hervorgehobenen Text.
Das bGE soll automatisch den allgemeinen Lebenshaltungskosten entsprechend angepasst werden, und ist keine unabhängig vom Markt festgelegt Summe
Sonst wäre ja die Definition des bGE witzlos.


Die Rente fällt weg. Wieso um Gottes willen, sollen denn alle Rentner von 1000 Euro leben müssen, auch die, die heute vielleicht 1500 Euro bekommen würden. Also ist die Zustimmung zum BGe auch eine Zustimmung zu den Rentenkürzungen für zig tausend Bürger. Aber vielleicht soll mich trösten, dass dafür jeder Millionär im Rentenalter 1000 Euro zusätzlich bekommt.
Das bGE ist das Minimum um ein meschenwürdiges Leben bestreiten zu können.
Es bedeuted nicht, daß eine höhere Rente gekappt werden soll.

Ich wüsste nicht, warum ich für das bedingungslose Grundeinkommen sein sollte. Und ich halte die Protagonisten des bGE für verantwortungslos gegenüber den Betroffenen.
Dazu kann ich nur diesen kleinen Videoclip empfehlen.
 

Yorkfield

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#76
Frage

Frage zum Thema Soziales
22.04.2010

Sehr geehrter Herr Neškovi?,

wie ist Ihre Meinung zum bedingungslosen Grundeinkommen?

Mit freundlichen Grüßen

R. Locke


Antwort

haben Sie Dank für Ihre Frage zu einem weiten Feld.

Jeder Mensch hat seine eigene Argumentationsheimat, wenn es um die Stellungnahme zu komplexen Fragestellungen geht.
Meine Argumentationsheimat ist das Grundgesetz. Es garantiert jedem Menschen ein bedingungsfreies, menschenwürdiges Dasein.
Das bedeutet, dass nach der Intention der Verfassung keine Gegenleistungspflicht vom Empfänger sozialer Sicherung verlangt werden kann.

Folgerichtig hat das Bundesverfassungsgericht in seinem Hartz IV - Urteil diesen Anspruch als "unverfügbar" dargestellt.
Rechtlich bedeutet dies, dass dieser Anspruch höchstpersönlicher Natur ist, so dass weder der Staat (durch Kürzungen), noch der Anspruchsinhaber selbst (im Wege der Abtretung) darüber verfügen können.
Außerdem hat das Bundesverfassungsgericht geurteilt, dass dieser Anspruch "stets" gewährleistet sein muss.
"Stets" duldet nach allgemeinem Sprachgebrauch keine Ausnahme.
Damit hat das Bundesverfassungsgericht - zumindest für Bedürftige - eine Art bedingungsloses Grundeinkommen festgelegt.

Unabhängig hiervon habe ich mir zu der Frage des bedingungslosen Grundeinkommen - wie sie es sicherlich verstehen - keine abschließende Meinung gebildet.
Zurzeit jedenfalls glaube ich sind die gesellschaftlichen und ökonomischen Verhältnisse und die damit verbundenen Einsichten noch nicht reif für solche grundsätzlichen Veränderungen.

Wolfgang Neškovic MdB (Die Linke)
Richter am Bundesgerichtshof a.D.
Quelle
 
E

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#77
Danke für diesen Thread, Yorkfield, das ist sehr informativ. Schön zu sehen, dass es wache Geister wie Dich gibt, die sich um Aufklärung bemühen. :icon_daumen:
 

Yorkfield

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#79
Sehr schöne kleine Lektionen über das bGE auf YouTube:


YouTube - 1?Grundeinkommen

YouTube - 2?Grundeinkommen

YouTube - 3?Grundeinkommen

YouTube - 4?Grundeinkommen

YouTube - 5?Grundeinkommen



1. Basic Income Earth Network, BIEN

2. Historische Befürworter

3. Das bGE in Deutschland

4. Psychologische Aspekte

5. Zusammenhang zw. Arbeit und bGE

6. Geld und Freiheit

7. Allgemeine Finanzierung des bGE

8. Finanzierung durch Steuern

9. -

10. Kommunismus ?

11. Pro und Contra

12. Zusammenfassung


Ich kenne den Produzenten des selbstfinanzierten Videos (Jörg Drescher).
Er lebt in Kiev / Ukraine und setzt sich für das bGE bereits seit vielen Jahren ein.
 

Yorkfield

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#80
Plädoyer für ein Grundeinkommen (1) Auszug aus Jeremy Rifkins «Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft»

Im November 2003 veröffentlichte Alliance Capital Management eine aufrüttelnde Untersuchung über Jobs im produktiven Sektor der weltweit 20 grössten Volkswirtschaften, die einen Zusammenhang zwischen dem Produktivitätszuwachs und dem dramatischen Verschwinden von Fabrikarbeitsplätzen aufzeigt. Der Untersuchung zufolge wurden zwischen 1995 und 2002 31 Millionen Stellen in der Produktion gestrichen. Die Beschäftigung ging diesem Sektor Jahr für Jahr und überall auf der Erde zurück. Dieser Verlust von Arbeit ereignete sich im selben Zeitraum, in dem die Produktivität um 4,3 Prozent stieg und die weltweite Industrieproduktion um mehr als 30 Prozent zunahm. Der unglaubliche Produktivitätszuwachs hat es den Herstellern ermöglicht, mit viel weniger Arbeitskräften viel mehr Waren zu produzieren. Weltweit nahmen die Produktionsjobs um fast 16 Prozent ab. Allein die USA verloren 11 Prozent ihrer Stellen in diesem Sektor.

Die meisten Amerikaner und viele Europäer klagen, dass einheimische Stellen in die Produktionen an die aufblühende Wirtschaft Chinas verloren gingen. Zwar produzierte und exportierte China wirklich einen viel grösseren Prozentsatz an Gütern, der Untersuchung zufolge wurden aber auch in China massenhaft Produktionsjobs gestrichen. Zwischen 1995 uns 2002 verlor China über 15 Millionen Fabrikarbeitsplätze, das sind 15 Prozent des gesamten produktiven Arbeitsmarkts. Wie in jedem Land steigern auch die chinesischen Hersteller ihre Produktivität und benötigen daher viel weniger Arbeiter, um ihre Waren zu produzieren. Setzt sich der Rückgang im gegenwärtigen Tempo fort — wahrscheinlicher ist, dass er sich noch beschleunigt —, wird die Beschäftigung im produzierenden Sektor weltweit von heute 163 Millionen Stellen auf wenige Millionen Jahr 2040 abstürzen, was in einer globalen industriellen Massenarbeitslosigkeit enden wird.

(Seite 20)
ISBN 3-593-37411-0
 

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#81
Plädoyer für ein Grundeinkommen (2) Auszug aus Jeremy Rifkins «Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft»

Im Weisse-Kragen- und Dienstleistungssektor gehen in vergleichbarer Weise Stellen verloren, weil intelligente Technologien die Produktivität erhöhen und immer mehr menschliche Arbeitskraft ersetzen. Banken, Versicherungen, Gross- und Einzelhandel führen noch in den kleinsten Teilbereichen ihrer Geschäftstätigkeit clevere Techniken ein und kürzen im Verlauf dieses Prozesses das entsprechende Personal.

Die Internet-Bank NetBank ist ein gutes Beispiel: Sie verfügt über 2,4 Milliarden Dollar Einlagen; eine konventionelle Bank dieser Grössenordnung hätte annähernd 2000 Angestellte: NetBank benötigt für die gesamte Geschäftstätigkeit nur 180 Mitarbeiter. Industriebeobachter erwarten, dass im Verlauf der nächsten vier Jahrzehnte mit den Weisse-Kragen-Stellen dasselbe passiert wie mit den Produktionsjobs, da Untenehmen, ganze Industriezweige und die Weltwirtschaft zu einem globalen neutralen Netwerk verknüpfen werden. Billige Sensoren – kleine Prozessoren – werden von Lebensmitteln bis zu menschlichen Organen an allem angebracht und verbinden die ganze Welt zu einem nahtlosen Netz kontinuierlicher Konversation und Information in ständigem Austausch.

Paul Staffo, Direktor des Institute for the Future in Menlo Park, California, stellt fest, dass sich «in den achtziger Jahren das Geschäft um Menschen drehte, die mit Menschen reden. Jetzt geht es um Maschinen, die mit Maschinen reden».
 

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#82
Plädoyer für ein Grundeinkommen (3) Auszug aus Jeremy Rifkins «Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft»

Lange verliessen sich Gewerkschaften auf die eine ihnen zur Verfügung stehende Waffe, um Lohnerhöhungen durchzusetzen: ihre Macht mittels Streik die Arbeitskraft zu verweigern. Streiks werden jedoch weniger wirkungsvoll, wenn das Management einfach die Produktion in ausländische Fabriken verlagern oder an anonyme Subunternehmer hinausgeben kann. Darüber hinaus kann das Management mit der zunehmenden Automatisierung von Fabriken und Büros oft die Produktion und die Dienstleistungen – zumindest für kurze Zeit – mit Rumpfbesatzungen aufrechterhalten.

Die Folge ist, dass der Produktivitätszuwachs nicht mehr mit den Beschäftigten in Form höherer Löhne und Leistungen geteilt wird, sondern stattdessen grösstenteils den Anteilseignern in Form höherer Dividenden zugute kommt und auch den Spitzenmanagern in Form aufgeblähter Gehälter. Natürlich leidet letzten Endes das ganze System darunter, wenn die Lohntüten der Beschäftigten immer leerer werden oder es überhaupt eine gibt.

Einige Wirtschaftsexperten argumentieren, dass selbst angesichts sinkender Löhne und Leistungen Produktivitätssteigerungen die Waren und Dienstleistungen billiger machen und es daher den Lohnabhängigen ermöglichen würden, mit weniger Geld mehr einzukaufen. Wäre das der Fall, würden sich die Lohnabhängigen nicht immer mehr verschulden, um überleben zu können.

Es liegt auf der Hand, dass Produktionssteigerungen an und für sich nicht automatisch das Los der Lohnabhängigen verbessern. Die Ankurbelung der Konsumnachfrage erfordert, etwas vom Produktivitätszuwachs mit den Beschäftigten zu teilen. Da das Management dies nicht freiwillig von sich aus tun wird, lautet die einzige mögliche Antwort auf das Problem, die Nachfrage zu steuern, die Gewerkschaftsbewegung zu verjüngen und ihre geografische Reichweite so weit auszudehnen, dass sie der des Finanzkapitals entspricht.

Verbraucherorganisationen und lokale Gemeinschaften sowie politische Parteien müssen Mensch-zu-Mensch Netzwerke (so genannte P2Ps, von people to people) auf dem globalen Spielfeld einrichten, um der Politik des «geht beim Nachbarn betteln» die Solidarität der Lohnabhängigen und der Öffentlichkeit gegenüber zu stellen.
 

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#83
Plädoyer für ein Grundeinkommen (4) Auszug aus Jeremy Rifkins «Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft»

Beschäftigung und Sozialkapital im Dritten Sektor schaffen

Selbst wenn mit dem Übergang zu einer neuen Energiewirtschaft, mit der Reduzierung der Wochenstunden und mit flexibleren Arbeitszeitorganisation sich neue Beschäftigungsmöglichkeiten eröffnen, wird es wahrscheinlich doch nicht genügend Jobs geben, um alle zufrieden zu stellen, die neu auf den Arbeitsmarkt drängen. Was ist mit Stellen im öffentlichen Dienst? Ziemlich sicher kann man davon ausgehen, dass die Regierungen die öffentlichen Gehaltslisten nicht signifikant erweitern, sondern vielmehr ihre historische Rolle als Arbeitgeber der letzten Zuflucht weiter zurücknehmen werden. Natürlich ist der Vierte Sektor – zu dem informelle Geschäfte, Schwarzarbeit und –märkte sowie organisiertes Verbrechen zählen – ein aussichtsreiches Betätigungsfeld.

In vielen Ländern ist er der am schnellsten wachsende Beschäftigungssektor. Die informelle Wirtschaft erlaubt im Allgemeinen nur ein Auskommen am Existenzminimum. Die kriminelle Wirtschaft hingegen bietet sehr oft lukrative Jobs, aber wenn man ihr zu wachsen und zu prosperieren erlaubte, würde das die Sozialbeziehungen im betreffenden Land weiter erodieren und zu einer gefährlichen und destabilisierenden Welt führen.

Es gibt jedoch einen Bereich, wo die Fähigkeiten, Begabungen und das Fachwissen von Menschen tatkräftig zur Anwendung kommen können – der Dritte Sektor, die nichtkommerzielle Gesellschaft. Dieser Sektor umfasst alle formellen und informellen, nicht auf Profit abzielenden Aktivitäten, die zusammen das kulturelle Leben der Gesellschaft ausmachen. Er ist der Sektor, in dem Menschen sowohl die Gemeinschaftsbande als auch Sozialordnung kreieren.

Zu den gemeinschaftlichen Aufgaben zählen vielerlei Aktivitäten von der Sozialarbeit bis zum Gesundheitswesen, Bildung und Wissenschaft, Kunst Sport, Erholung, Religion und Rechtshilfe. In der ersten Ausgabe von (Das Ende der Arbeit) kam ich zum Schluss, dass im Dritten Sektor die Schaffung Millionen neuer Arbeitsplätze möglich sein müsste.
 

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#84
Plädoyer für ein Grundeinkommen (5) Auszug aus Jeremy Rifkins «Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft»

Folgende Abschrift beschäftigt sich mit dem «Zeitdollar». Vielleicht eine andere Möglichkeit anstelle des Grundeinkommens? (Anmerkung J. S.)

Die Idee ist einfach und basiert auf dem Konzept, dass man einem Nachbarn in der Erwartungshaltung hilft, dass wiederum ein Nachbar – der nicht notwendigerweise derselbe ist – irgendwann einmal auch einem selber helfen wird. Der Gedankengang ist also in etwa von dem Prinzip geleitet, das hinter dem Blutspenden steht.

Mittlerweile sind in den Vereinigten Staaten über 250 «Zeitdollar»- Projekte ins Leben gerufen worden, an denen Tausende von Menschen teilnehmen, und vergleichbare Projekte gibt es in Grossbritanien, Japan und eine Menge anderer Länder, wo sie manchmal unter verschiedenen Namen wie «faire Anteile» oder «Service Kreditposten» laufen. So funktioniert die Sache:

Eine Person gibt eine Stunde ihrer Freizeit her und wird dafür mit einem Zeitdollar (Zeiteuro u. dgl.) belohnt. Im Gegensatz zur Marktwirtschaft, wo die geleiteten Arbeitsstunden nach der fachlichen Qualifikation gestaffelt vergütet werden, sind Sozialwährungen gleich gewichtet. Jeder bekommt, ob Arzt oder Taxifahrer, für jede geleistete Stunde unabhängig von seinem fachlichen Können eine Stunde Zeitguthaben, was die Vorstellung widerspiegelt, dass der von jedem einzelnen zum Aufbau des gemeinschaftlichen Sozialkapitals geleistete Beitrag gleich wertvoll ist.

Die angesammelten Zeitdollar können dafür verwendet werden, sich Dinge oder Dienstleistungen von anderen Zeitbank Teilnehmenden zu beschaffen, beispielsweise Essen, Kleidung, Computer, Rechtsberatung, Gesundheitsvorsorge, Unterkunft, Transport und sogar Teilnahme an Bildungsprogrammen. Einige Kritiker halten es für falsch, dass man für die Zeit, die man für Nonprofit-Aktivitäten im Dritten Sektor aufgewendet hat, belohnt werden soll. Die Befürworter betonen jedoch, dass das Konzept, reziproke Verpflichtungen zwischen Gleichgestellten zu schaffen, eine Art von Engagement darstellt, die dem bloss freiwilligen Einsatz für Bedürftige weit überlegen ist.

Letzteres führt oft zu einer Beziehung zwischen Ungleichen, zu Abhängigkeit und dem Gefühl, dass man Almosen bekommt, weil die Person, die Hilfe braucht, keine Möglichkeit hat, sich zu revanchieren. Zeitdollar unterstützen die Vorstellung von gegenseitiger Hilfe: das heisst, viel mehr Menschen in kooperativen Beziehungen zueinander zu bringen.
 
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#85
AW: Oder auch nicht..........

Hallo,


sorry.....aber ich halte das ganze für TRÄUMEREI........

1.
Bräuchte man ein gesichertes Monats-Netto-Einkommen.......

2.
Um Punkt 1 zu erreichen,wären für Singles und Verheiratete schon mal Probleme bei der Arbeitszeit vorprogrammiert....
Um zum B. einen Netto-Monatslohn von 1.500,-€ zu erhalten,
müsste ein Single 180 Stunden arbeiten,während ein Verheirateter
mit einem Kind dafür nur 150 Stunden arbeiten müsste.....


3.
Die "Wiedereinführung" des Kommunismus ist höchst unwahrscheinlich..........
obwohl viele Dinge dort im Grundsatz gar nicht so verkehrt waren....und ironischerweise auch heutzutage von großen Firmen so gehandthabt werden.....z.B. die gemeinsame Produktion von Fahrzeugen.....
 

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#86
09.12.2008

Von der Finanzkrise in die 20:80 Gesellschaft


Die Weltwirtschaft befindet sich im freien Fall – wie wird die Gesellschaft mit der zu erwartenden Massenarbeitslosigkeit umgehen?
Als die Digitale Revolution und die Globalisierung in den 1990er Jahren ihren Siegeszug antraten, sagten Zukunftsforscher den Weg in eine 20:80 Gesellschaft voraus. Nur 20 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung würden im 21. Jahrhundert ausreichen, um die Weltwirtschaft in Schwung zu halten. 80 Prozent der Bevölkerung wären demnach arbeitslos und müssten mit „Tittytainment“ bei Laune gehalten werden. Da die Ursachen für diese Entwicklung weniger im globalen Handel, als vielmehr im technischen Fortschritt liegen, wird die kommende Weltwirtschaftskrise ein Beschleuniger für diese Entwicklung sein. Konzepte, wie unsere Gesellschaft mit der kommenden Massenarbeitslosigkeit umgehen soll, gibt es allerdings wenige und weder Politik noch Wirtschaft scheinen ein Interesse daran zu haben, sich den Fragen der Zukunft bereits jetzt zu stellen.


Werden wir in einer Gesellschaft mit Massenarmut und Chaos leben oder aber in einer Gesellschaft, in der sich die von der Arbeit befreiten Menschen individuell entfalten können? Die Weichen dafür müssen in den nächsten Jahren gestellt werden.



Die 20:80 Gesellschaft

Im September 1995 traf sich die globale Elite im noblen Fairmont Hotel in San Franzisco. Auf Einladung der Gorbatschow-Stiftung kamen 500 führende Politiker, Wirtschaftsführer und Wissenschaftler aller Kontinente zusammen, um über den „Weg ins 21. Jahrhundert“ zu diskutieren. Hauptdiskussionsthema der Veranstaltung war die These, nach der im 21. Jahrhundert nur noch 20 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung ausreichen würden, um die Weltwirtschaft in Schwung zu halten.

Als geistiger Vater der 20:80 Gesellschaft gilt der amerikanische Ökonom Jeremy Rifkin, der in seinem Buch "Das Ende der Arbeit" die Folgen des technischen Fortschritts analysierte und dabei zu dem Schluss kam, dass die Arbeit sich selbst abschafft. Die fortschreitende Rationalisierung der Prozesse im Produktions- und Dienstleistungsbereich und der weltweite Einsatz der Informationstechnologien führen laut Rifkin zu einem Produktivitätsschub, der viele Millionen Arbeitsplätze überflüssig macht. Die kapitalistische Logik, nach der technologischer Fortschritt und gesteigerte Produktivität zwar alte Jobs vernichten, dafür aber mindestens genauso viele neue schaffen würden, hält Rifkin für einen Trugschluss. Es sei keine Frage, ob die 20:80 Gesellschaft kommt, sondern wie wir damit umgehen, denn die Entwicklung sei unumkehrbar - langfristig wird die Arbeit verschwinden.



Arbeitsplatzkiller Fortschritt

In der vorindustriellen Zeit arbeiteten über 80% der Bevölkerung in der Landwirtschaft. Die Bruttowertschöpfung lag damals bei wenigen hundert Euro pro Kopf und Jahr. Mit dem technischen Fortschritt hat sich dies umgekehrt – heute sind rund 2,5% der Bevölkerung im Agrarsektor tätig, erzeugen dabei aber eine vergleichbare Menge an Produkten und erwirtschaften rund 15.000 Euro pro Kopf und Jahr.


Die gleiche Entwicklung findet seit längerem im industriellen Sektor statt. Vom Ende der industriellen Revolution bis in die 1970er Jahre waren zwischen 40 und 50% der Bevölkerung Deutschlands in der Güterproduktion tätig. Der Siegeszug der Produktivitätssteigerung durch moderne Technik ließ den Anteil der Beschäftigten seitdem stetig auf den heutigen Wert von rund 30% sinken. Dennoch steigerte sich von Jahr zu Jahr sowohl der Produktausstoß als auch die Wertschöpfung. Im produzierenden Sektor findet laut Rifkin momentan ein Wandel hin zu einem Markt statt, der zum allergrößten Teil ohne menschliche Arbeitskraft funktioniert. Er prognostiziert für die kommenden Jahrzehnte einen massiven Arbeitsplatzabbau in der Industrie, analog zu dem in der Landwirtschaft zu Beginn des letzten Jahrhunderts.

Über zwei Drittel aller deutschen Arbeitnehmer sind heute im Dienstleistungssektor beschäftigt, der mit über 72% auch den höchsten Anteil am Bruttoinlandsprodukt hat. Die „dritte industrielle Revolution“, als die der Siegeszug der Informationstechnologie der letzten zwei Jahrzehnte auch bezeichnet wird, stellt jedoch auch hier die Weichen zu einem Wachstum des Umsatzes bei gleichzeitigem Rückgang des Faktors menschliche Arbeit.



Jobless Growth

Paul Saffo vom IFTF in Palo Alto meinte einmal, dass sich das Geschäft der Informationstechnologie in den 1980ern darum drehte, dass Menschen mit Menschen reden. Heute ginge es darum, Maschinen mit Maschinen reden zu lassen, der Faktor Mensch wird dabei überflüssig. Jahrzehnte der boomenden Weltwirtschaft haben weltweit eines demonstriert: Die Produktion steigt, die Produktivität steigt, aber die Arbeitsplätze nehmen ab - Jobless Growth ist zum Normalzustand geworden.


Sogar in den boomenden Schwellenländern Asiens ist mit dem exorbitanten Wirtschaftswachstum die Zahl der Arbeitslosen nicht etwa gesunken, sondern sogar gestiegen. Wenn die Löhne in diesen Ländern mit der Zeit steigen werden, wird auch dort die Produktivität weitere Arbeitsplätze vernichten. Fabrikhallen, die mit tausenden Arbeitern gefüllt sind, die Tätigkeiten ausführen, die auch eine moderne robotergesteuerte Produktionsstrasse erfüllen könnte, wird es nur so lange geben, wie die menschliche Arbeitskraft billiger als die Maschine ist. Das Endstadium dieser Entwicklung ist auch dort die 20:80 Gesellschaft – der Fortschritt lässt sich weder zurückdrehen, noch kennt er Grenzen.



Autos kaufen keine Autos

Während jedes einzelne Unternehmen diese Entwicklung begrüßt, da sie die eigene Konkurrenzfähigkeit steigert und die Rendite erhöht, steht die Volkswirtschaft vor einem Dilemma. Produkte und Dienstleistungen müssen schließlich auch von Kunden gekauft werden und wenn immer weniger Menschen zu immer niedrigeren Löhnen Produkte und Dienstleistungen erwirtschaften, gibt es auch immer weniger Kunden für diese Produkte.

Im Zeichen der 20:80 Gesellschaft muss das marktwirtschaftliche System daher einen Weg finden, um die Zahl der Konsumenten möglichst groß zu halten. Gelingt dies nicht, kollabiert das System.



Auf dem Weg in die Weltwirtschaftskrise

Die USA galten über Jahrzehnte hinweg als Motor der Weltwirtschaft. Doch das schmutzige Geheimnis hinter dem US-Wirtschaftsboom ist – so Rifkin – die wahnsinnige Verschuldung der privaten Haushalte. Laut der US-Notenbank Federal Reserve beträgt das Volumen der US-Verbraucherkredite stolze 2,56 Billionen Dollar – rund 9.000 Dollar pro Kopf, vom Baby bis zum Greis. Die Zahl der Privatinsolvenzen wird in diesem Jahr die Millionengrenze erreichen, dies entspricht fast der Zahl der Universitätsabsolventen. Die Finanzkrise und ihre Folgen sind daher eine verheerende Lawine für das Schneeballsystem des amerikanischen Wachstums auf Pump. Die Arbeitslosenzahlen werden über kurz oder lang steigen, der drohende Bankrott der US-Automobilindustrie ist dabei nur eines von vielen Menetekeln.

Damit befinden sich die USA auf dem besten Wege in die 20:80 Gesellschaft – wenn der irrationale Faktor Verschuldung sich aufgelöst hat, wird sich die amerikanische Volkswirtschaft auf einem bereinigten Niveau wieder finden. Wie sie damit umgehen wird, ist eine andere Frage, denn kaum ein anderes Land ist durch mangelhafte Sozialsysteme derart schlecht vorbereitet auf die 20:80 Gesellschaft wie die USA.



Exportweltmeister am Scheideweg

Der weltweite Nachfragerückgang wird neben den Importeuren allerdings auch die Exporteure bis ins Mark treffen. Kein anderes Industrieland hat sich in den letzten Jahrzehnten so sehr auf den Export konzentriert wie Deutschland und daher wird auch kein anderes Industrieland derart hart vom Exporteinbruch, der einer Weltwirtschaftskrise zwangsläufig folgt, getroffen werden. Während in den USA die private Verschuldung Jobs im Dienstleistungssektor geschaffen hat, hat die amerikanische Nachfrage in Deutschland vor allem im Industriesektor auf die Arbeitsmarktzahlen gewirkt. Ohne die weltweit auf Pump verkauften Güter wäre der Arbeitsplatzrückgang im produzierenden Sektor wesentlich signifikanter gewesen. Der Rationalisierungsfortschritt in der Produktion konnte in Deutschland so über Jahre hinweg durch einen gesteigerten Produktausstoß kompensiert werden.


Jahrelang schien es so, als sei der Welthandel ein Perpetuum Mobile, bei dem die eine Seite das konsumiert, was die andere Seite produziert. Die täglich eintreffenden Hiobsbotschaften aus der produzierenden Industrie zeigen nun auf, dass Deutschland keine Insel der Glückseligen in einem weltwirtschaftlichen Orkan ist. Auch in Deutschland wird sich die Weltwirtschaftskrise massiv auf die Arbeitslosigkeit auswirken – um dies vorherzusagen, muss man wahrlich kein Prophet sein.

Die Finanzkrise hat letztendlich nur eine Phase des irrationalen Aufschwungs auf Pump beendet. Für die Weltwirtschaft ist sie ein Korrektiv – technischer Fortschritt und eine gestiegene Produktivität lassen sich allerdings bei zurückgehenden Produktionszahlen nicht zurückdrehen. Der Fortschritt bleibt, die Arbeit geht. Was zurückbleibt ist ein Heer von Arbeitslosen.


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Das Industriezeitalter mit seinem Massenwohlstand ist nicht mehr als ein Wimpernzucken in der Geschichte der Ökonomie
John Naisbitt – amerikanischer Zukunftsforscher



Mythos Vollbeschäftigung

Schon heute stehen 22 Mio. sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeitskräften nicht nur 25 Mio. Rentner, sondern auch 1 Mio. Empfänger von Arbeitslosengeld I und 8,3 Mio. Empfänger von staatlichen Transferleistungen zur Sicherung ihres grundlegenden Lebensunterhalts gegenüber. Die Zahl derjenigen, die ihren Lebensunterhalt mit klassischer Vollzeiterwerbstätigkeit verdienen, ist in allen OECD-Staaten rückläufig und eine Rückkehr zur Vollbeschäftigung ist nicht zu erwarten.

Der Siegeszug der Globalisierung hat nicht nur zu einem weltweiten Wirtschaftsaufschwung beigetragen, sondern auch zu Renditeerwartungen, die in vielen Bereichen der Wirtschaft bei der gegebenen Marktsituation nicht mehr erreichbar sind. Wer mit der hoch produktiven Wirtschaftsleistung nicht mithalten kann, wird sein Produkt oder seine Dienstleistung nicht mehr verkaufen können. Diese Entwicklung ist nicht eben neu – ganze Berufszweige sind von der Bildfläche verschwunden, weil sie von der Produktivität in anderen Bereichen verdrängt wurden.

So ist das Berufsbild des Schuhmachers in Deutschland weitgehend von der Bildfläche verschwunden, da handgefertigte Produkte mit der Konkurrenz aus der Massenproduktion in modernen Fabriken nicht mehr mithalten können. Das Verhältnis von menschlicher Arbeitszeit pro Produkteinheit ist durch diese Produktionsumstellung massiv gesunken. Dieser Prozess ist unumkehrbar. Lange hat man auf ein Wachstum der Absatzmärkte gehofft. Sind diese allerdings ebenfalls gesättigt, geht das Angebot an Arbeitsplätzen durch vorhandene und zukünftige Produktivitätsverbesserungen nur noch in eine Richtung – abwärts.



Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen

Da der Mythos der Vollbeschäftigung in einem gesättigten Markt bei steigender Produktivität nicht aufrecht erhalten werden kann, ist es auch an der Zeit, sich vom Golden Kalb „Arbeit“ zu verabschieden. Wenn „Arbeit“ nicht mehr die dominierende Erwerbsform in der Gesellschaft ist, wird man sich auch von der gesellschaftlichen Norm der Erwerbstätigkeit verabschieden müssen. Arbeit als zentraler Lebensinhalt ist sowohl ein puritanisches, als auch ein sozialistisches Dogma. In einer Gesellschaft, in der ein kleiner Teil des vorhanden Arbeitspotentials ausreicht, um die Güter und Dienstleistungen hervorzubringen, mit denen eine hohe Lebensqualität aufrecht erhalten werden kann, wirkt der Ruf nach „Arbeit für alle“ anachronistisch.

Es kann nicht die Erfüllung des Menschen sein, jeden Tag dieselbe stupide Tätigkeit auszuführen. Warum sollten Menschen tagaus tagein dieselben Handgriffe in einer Produktionsstrasse ausführen oder dieselben Fragen am Telefon beantworten, wenn dies auch Maschinen tun können? Die gewonnene Freizeit könnte endlich sinnvoll genutzt werden. Das eigentliche Problem der Arbeitslosigkeit ist nicht sie selbst, sondern ihre Finanzierbarkeit.


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Wenn genügend Leute glauben, dass die krasse ökonomische Vernunft sie ihrer Lebenschancen beraubt, werden sie sich erheben. Jedenfalls kann selbst in unserem Teil der Welt niemand die Hand dafür ins Feuer legen, dass es künftig keine Revolution mehr geben wird. Man sollte die Geschichte nicht durch einen Mangel an Fantasie beleidigen.
Theo Sommer – ehemaliger Herausgeber der ZEIT



Brot und Spiele

Im alten Rom wurde versucht, die ökonomische Schieflage zwischen reichen und armen Bürgern der Stadt, die durch eine stetig wachsende Zahl von Sklaven forciert wurde, durch Brot und Spiele zu entschärfen. Was im alten Rom die Sklaven waren, sind heute die Maschinen, und was Brot und Spiele waren, sind heute Hartz-IV und RTL. Der alte Haudegen Zbigniew Brzezinski brachte dafür den Begriff „Tittytainment“ ins Spiel – dabei geht es nicht um den sexuellen Inhalt der Unterhaltung für die Massen, sondern um die Milch, die aus der Brust einer stillenden Mutter strömt. Die Bevölkerung soll mit einer Mischung aus betäubender Unterhaltung und einem Mindestmaß an Lebensqualität bei Laune gehalten werden. Je besser eine Gesellschaft den Zusammenhalt durch eine Wahrung an Lebensqualität für breite Schichten erhalten kann, desto zukunftsträchtiger wird diese Gesellschaft sein. Große Teile der Bevölkerung vom allgemeinen Wohlstand fernzuhalten, würde nicht nur Chaos und Revolution hervorrufen, sondern den ökonomischen Kern der modernen Marktwirtschaft zerstören – wenn die Massen die hochproduktiv erzeugten Produkte und Dienstleistungen nicht mehr nachfragen können, kollabiert das System. Die Wahrung eines komfortablen Lebensstandards für die nicht werktätige Bevölkerung ist somit kein altruistisches Ideal, sondern vielmehr ein gesamtwirtschaftlicher ökonomischer Zwang.



Die drei Pseudotheorien

Die Arbeit verschwindet – das will kein Politiker seinen Wählern erzählen. Stattdessen – so Jeremy Rifkin – hat sich die Politik drei Pseudotheorien ausgedacht, um diese Entwicklung zu erklären. Wir verlieren in unserem Land Jobs, weil die bösen Unternehmer Stellen ins Ausland verlagern. Wir haben genug Jobs, die Leute sind nur nicht richtig ausgebildet. Wir haben zu wenig Jobs, weil die Sozialabgaben zu teuer sind. Alle drei Argumente sind für Jeremy Rifkin absurd.



Ideen für die Zukunft

Die 20:80 Gesellschaft kann nur dann bestehen, wenn die 80%, die keinen Vollzeitarbeitsplatz haben, durch eine breite Verteilung des Wohlstandes an der Gesellschaft teilhaben können, ohne sich ausgestoßen zu fühlen und ihrer Chancen zu beraubt sehen. Die potentiell zu verteilende Masse ist in einer hochproduktiven Volkswirtschaft vorhanden – 2006 hatte Deutschland ein Bruttonationaleinkommen von über 2,3 Billionen Euro – rund 28.000 Euro pro Kopf.

An einer Form des bedingungslosen Grundeinkommens (siehe Bedingungsloses Grundeinkommen) wird man also kaum vorbeikommen – es ist nicht die Frage, ob ein solches Grundeinkommen kommen wird, sondern in welcher Form und in welcher Höhe. Auf dem Weg dorthin werden auch noch viele Detailfragen zu klären sein. Auf EU-Ebene harmonisierte Grundeinkommen und Steuersysteme könnten beispielsweise negative Konkurrenzeffekte minimieren. So lange nationale Politik sich zuförderst aus Konkurrenzdenken speist, ist dies allerdings noch ein langer Weg.



Utopien sind gefragt

Wenn die Verteilungsfrage auf diese Art und Weise gelöst würde, gäbe es mannigfaltige Wege, wie sich die von der Arbeit befreiten Menschen individuell entfalten und damit der Gesellschaft einen Dienst erweisen können. Das Ehrenamt könnte dann beispielsweise seinen Status als Hobby für Besserverdienende ablegen und breiten Kreisen eine sinnvolle Tätigkeit im sozialen, kulturellen oder pädagogischen Bereich ermöglichen. Auch Bildung und der Zugang zum Wissen, den Jeremy Rifkin in seinem Buch „Access“ als den Schlüsselfaktor für die Zukunft der Arbeit ansieht, könnten dann abseits jeglicher Marktlogik abseits von Rentabilitätszwängen vermittelt werden.

Dem Menschen der Zukunft würde so etwas wiedergegeben, dass ihm in den Zeiten der industriellen Revolution genommen wurde – die Zeit. Überstunden und die 40-Stunden Woche könnten in einer 20:80 Gesellschaft der Vergangenheit angehören, da Arbeit besser organisiert wäre. „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“ – Marx hätte sich wahrscheinlich nicht träumen lassen, dass sein Ideal ausgerechnet durch die Abschaffung der Arbeit umsetzbar sein könnte. Generationen von Ökonomen haben sich damit beschäftigt, die Marktwirtschaft zu analysieren und die Produktivität zu steigern – heute ist die Marktwirtschaft so produktiv, dass ein Festhalten am eingeschlagenen Weg die Marktwirtschaft selbst bedroht. Ohne einen tief greifenden Paradigmenwechsel und ohne Utopien wird die Gesellschaft am Fortschritt scheitern.
...
 

Solidar

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#87
Mojn,

ICH BIN GEGEN DAS GRUNDEINKOMMEN FÜR ALLE BÜRGER!

Macht euch mal schlau,...denn wenn es mehr als das jetzige ALG2 und die KDU/Heizung werden soll,müssten sie,um auch die Preissteigerungen und die Mehrwertsteuererhöhung aufzufangen,das Grundeinkommen auf mindestens 1300.-Euro anheben.

Das werden sie niemals machen.
Bei den Vermögenden verpufft das Geld irgentwo an den Börsen,etc.
Die haben auch nichts gegen eine Mehrwertsteuererhöhung,weil sie das locker tragen können.

Aber all die Bürger,die keinen Job finden,und oder Krank und Behindert sind,brauchen alles für den KONSUM.
Mit diesen 1300.-Euro würden sie dann so leben,wie heute mit HARTZ4.

Deshalb ist das Grundeinkommen ein Irrglaube.

ICH BIN FÜR EIN GRUNDEINKOMMEN,DAS NUR AN BEDÜRFTIGE AUSGEZAHLT WIRD!

Im Grunde das jetzige HARTZ4 beibehalten,um 150.-Euro anheben,und alle SANKTIONEN ABSCHAFFEN.

Jeder Vermittelte Minijob,also 400.-EURO-JOB soll anrechnungsfrei werden.
DAS,.....würde die KAUFKRAFT enorm steigern.

Alles andere ist bullshit.

Natürlich will man uns das Bürgergeld schmackhaft machen,am ende der rechnung hätten wir drastisch weniger als heute,in der Geldbörse!

Wacht auf,und plappert nicht alles nach,es reicht,wenn die ABGEORDNETEN es im PLENARSAAL tun,und Gesetze abstimmen,die sie nicht mal kennen.

Macht nicht den gleichen FEHLER!

Das Grundeinkommen würde,zumal die Wirtschaft involviert ist,maximal 400.-Euro betragen.
Selbst bei 600.-Euro wären wir die Verlierer.

Bei Wohngruppen,also wenn sich 6-12 Leute zusammen schliessen und in einer billigen Bleibe hausen,würde sich es dann doch lohnen?!
Wer will so leben?
ICH NICHT!
 

Feind=Bild

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#88
...
Alles andere ist bullshit.
...
Da Du ja scheinbar in die Zukunft sehen kannst, wie sind denn die Lottozahlen vom übernächsten Wochenende?
Dein Beitrag ist Bullshit, weil Du wohl meinst, die Weisheit mit dem ganz großen Löffel gefressen zu haben?!
Das BGE ist auf jeden Fall diskussionswürdig. Wer aber wie Du jegliche Diskussion von vornerein abwürgen will, dem scheint es ja mit dem derzeitigen System gut genug zu gehen?!
 

Ananda

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#89
Solidar, vergisst, dass das BGE die Gesellschaft verändert. Die ausschließlichliche Finanzierung durch eine Konsumsteuert ist noch lange nicht das letzte Wort, sondern nur eine Idee zur Finanzierung. Das BGE ist ein neues Modell und du vergisst, dass das überall Veränderungen hervorruft. Was weisst du, ob es überhaupt danach noch eine Börse geben wird? Schon allein der Existenzdruck, der verschwinden wird, verändert die Menschen.

Ein Grundeinkommen nur an Bedürftige bedeutet: Kontrolle (wer ist bedürftig?), Bürokratie (alles muss berechnet und ausgezahlt werden), Diskriminierung (jeder weiss, wer bedürftig ist), uvm
 

ThisIsTheEnd

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#90
Die ausschließlichliche Finanzierung durch eine Konsumsteuert ist noch lange nicht das letzte Wort, sondern nur eine Idee zur Finanzierung.
Eben, es gibt verschiedene "Versionen" des BGE und es grundsätzlich abzulehnen halte ich für falsch.
 

hemmi

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#91
5 Gründe dagegen!
Westerwelle, Brüderle, Rössler, Niebel und Homburger.
Mit einem solchen Kapitalistenhaufen wirste sowas nie erreichen.
Bei Wikipedia gibts ihre Lebensläufe, und du weisst wen du vor dir hast.:icon_kotz2:
 

MalEben

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#92
Interessante Diskussion. Sympathisiere grundsätzlich mit der Idee des Grundeinkommens, insbesondere weil sie mir eine progressivere Idee des "Menschen" und seiner "Natur" zu versprechen scheint.

Zum Thema Kommunismus: Alle haben das gleiche? Schonmal bei irgendeinem x-beliebigen Ikea auf der Welt gewesen? Auf irgendeinen x-beliebigen Computer geschaut (auf fast ALLEN läuft das gleiche Betriebssystem, ALLE nutzen Google! Das ist Monopolismus) Kapitalismus wird durch die Hintertür Kommunismus? Nur ein paar wirre Betrachtungen... :icon_smile:
 

Martin Behrsing

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#93
M.E,. gibt es überhaupt kein Grund für BGE. Siehe Heute Anne Will und den Kapitalvertreter Michael Rogowski

wer will den so ein kapitalistisches Modell? Ich bestimmt nicht. Das bekämpfe ich genauso, wie die neoliberalen Modelle des kapitalismus
 

Pony und Kleid

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#94
M.E,. gibt es überhaupt kein Grund für BGE. Siehe Heute Anne Will und den Kapitalvertreter Michael Rogowski

wer will den so ein kapitalistisches Modell? Ich bestimmt nicht. Das bekämpfe ich genauso, wie die neoliberalen Modelle des kapitalismus
Daß du dich mit dem BGE nicht identifizieren kannst bleibt dir selbst unbenommen. Jeder hat halt seinen Standpunkt. Nur, daß du das BGE bekämpfen willst, nur weil es dir nicht zusagt, das finde ich gelinde gesagt undemokratisch. Wenn die Mehrheit der Menschen das will, dann ist es so.

Im Grunde aber wirst auch du es nicht verhindern können, zumal das Engagement in dieser Sache weitaus größer ist, als der Kampf gegen Hartz IV.

Siehe hier Unternimm das Jetzt!
 

götzb

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#96
M.E,. Kapitalvertreter Michael Rogowski

Einer von der schlimmeren Sorte.
Forderte pauschal 30 Prozent Kürzung ALg2 in der Vergangenheit und auch in der AW Sendung forderte der die härtere Durchsetzung von Sanktionen. Auch sollte man mal google bemühen was der teilweise noch für Sprüche von sich gegeben hat,da zieht es einen die Schuhe aus.

Aber der gute Herr wird ja auch nie von staatlichen Leistungen abhängig sein.
 
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#97
:icon_klatsch: Das Grundeinkommen ist ein logischer Schritt als Folge der fortschreitenden technischen Entwicklung!
 

Sokratiker

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#98
Der wichtigste Grund für ein Grundeinkommen ist unser Grundgesetz.

Mit einem Grundeinkommen, das meine Grundbedürfnisse befriedigt und ein Leben ohne Erwerbsarbeit ermöglicht erlangt der Bürger endlich die Freiheiten die ihm laut Verfassung zustehen.

Der Mensch ist der Souverän nicht das Kapital.

Der Mensch erschuf das Geld, nicht aber die umgekehrte Version.

Wieso 5 Gründe? Reicht nicht der Grund als ein Menschliches Individuum aus das Grundeinkommen für den einzelnen zu garantieren oder zu ermöglichen?
 

Paolo_Pinkel

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#99
Drogeriekettenchef Götz Werner und das bedingungslose Grundeinkommen

Gero Jenner 25.09.2011
Wie die schöne neue Welt von einem deutschen Realträumer herbeigelacht wird

Sich selbst bezeichnet Götz Werner als einen "realträumenden" Menschen. Sicher ist er ein moderner Romantiker und als einer der erfolgreichsten Unternehmer Deutschlands zugleich auch ein Mann der Tat. Die ihm zujubelnden Menschen dürften allerdings mehrheitlich linke Überzeugungen vertreten und sind daher eher durch marxistische Einflüsse als durch die Lehren einer Business-School geprägt. Unternehmer zählen gewöhnlich nicht gerade zu ihren Stars. Doch wenn einer aus dem Klischee herausbricht, von ganz unten nach ganz oben gelangt; wenn einer die Seite wechselt und sich als Milliardär zu ihnen herablässt, ja, den Hartz-IV-Empfänger ganz besonders damit umschmeichelt, dass dieser die Zukunft repräsentiere, weil die Arbeit ja ohnehin am Aussterben sei, dann kommt es zu einer Schubumkehr: Das Feindbild wird zur Ikone.
Drogeriekettenchef Götz Werner und das bedingungslose Grundeinkommen | Telepolis
 

maroosha

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na super!
wie wärs mit 100:0?
12 h die woche und es paßt
aba nein der arbeits"markt" "bereinigt"die unproduktiven und der rest macht ne 50-60 h-woche.
da "freuen" wir uns doch alle...
 
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