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47-Jähriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

FrankyBoy

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#1
Hallo liebe Mitstreiter,

ein ehemaliger Schulkollege von mir, sitzt gerade neben mir und berichtet mir, dass er jetzt seit 6 Monaten in einer Notunterkunft lebt.

Mir ist klar, dass ich ihm eine angemessene Wohnung suche und eine Erstausstattung beantragen werde - aufgrund seiner Erwerbsunfähigkeit bezieht er seit etwa 2001 Leistungen der Grundsicherung und ich frage mich gerade, welche Möglichkeiten es sonst noch gibt, diesem armen Menschen (der hatte bis vorhin seit mehreren tagen nichts gegessen) helfen zu können?

Sollte man ggfs. einen gesetzlichen Betreuer einschalten? Welche Hilfen gibt es hier sonst noch?
 
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#2
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Von einem gesetzlichen Betreuer würde ich abraten, da die in der Regel dutzende von Fällen zu betreuen hat und hier dein Bekannter zu kurz kommen wird.
Zumal würde ihm der letzte Rest an Selbstständigkeit und Stolz genommen werden.
Ich denke, die üblichen Anlaufstellen wie Diakonie und/oder Caritas sind im geschützten Wohnungssegment erst mal richtig.
Natürlich hat auch ein Absturz Narben hinterlassen. Hier sollte man, sofern KV sichergestellt ist, an eine Psychotherapie denken.
Ganz wichtig für ihn wird sein, dass er weiss, dass er einen Freund hat und er nicht alleine steht. Mal sehen, wer hier noch was zum Thema beitragen kann...
 

Hamburgeryn1

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#3
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Hallo liebe Mitstreiter,

ein ehemaliger Schulkollege von mir, sitzt gerade neben mir und berichtet mir, dass er jetzt seit 6 Monaten in einer Notunterkunft lebt.

Mir ist klar, dass ich ihm eine angemessene Wohnung suche und eine Erstausstattung beantragen werde - aufgrund seiner Erwerbsunfähigkeit bezieht er seit etwa 2001 Leistungen der Grundsicherung und ich frage mich gerade, welche Möglichkeiten es sonst noch gibt, diesem armen Menschen (der hatte bis vorhin seit mehreren tagen nichts gegessen) helfen zu können?

Sollte man ggfs. einen gesetzlichen Betreuer einschalten? Welche Hilfen gibt es hier sonst noch?
Meines Wissens nach lebst du in Gelsenkirchen, von daher weiß ich nicht sicher ob dir dieses hier weiterhilft:
Diakonie Ruhr Bochum ? Beratungsstelle für wohnungslose Männer
Stadt Gelsenkirchen: Zentrale Fachstelle für Wohnungsnotfälle (ZFW)

Zum Thema Betreuer hatte sich der User @hartzaber4 hier sehr kritisch geäußert.
http://www.elo-forum.org/allgemeine...sychiatrischer-dienst-jc-holt-keule-raus.html
Ich selbst beobachte in einem anderen Zusammenhang just sehr kritisch die "Betreuung" eines jungen Mannes. Stehe dem offengestanden sehr skeptisch gegenüber.
 

Konstabler

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#4
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

(der hatte bis vorhin seit mehreren tagen nichts gegessen)
Ist er durch alle Maschen des sozialen Netzes gefallen oder war er mental/gesundheitlich nicht mehr in der Lage sich zu versorgen?

Notunterkunft: wie muss man sich die vorstellen: Bettplatz oder eigenes Zimmer?
 

FrankyBoy

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#5
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Vielen Dank tex65 und Hamburgeryn1 - mir ist gerade eine Idee gekommen die ich wohl umsetzen werde.

Mein Vater hat noch ein Einfamilienhaus zu vermieten - steht seit etwa 6 Wochen leer und da ist auch eine Einliegerwohnung im Dachgeschoss, die meines Wissens in etwa 45m² haben dürfte.

Ich denke, wenn ich morgen wach werde, dann rufe ich meinen Vater an und sage ihm, dass ich in das Haus einziehen werde (es gefällt mir gut, ist Bj 1962, liegt in einer bevorzugten Wohngegend und wurde 2006 komplett saniert, Wärmegedämmt und ist auch sonst in einem sehr gutem Zustand).

Ich bin auf die über 2.000m² Garten scharf, in dem sich auch ein Blockhaus für Feiern und ein weiteres, kleines Gebäude befindet (ein größerer Schuppen in Massivbauweise) den ich ideal für meine Motorräder einsetzen kann.

Also eine Wohnung haben wir schon einmal.

Thomas hat keine großartigen Dinge am laufen - eigentlich gar nichts außer einem Mundraub wo er die Strafe aber mit 10,-- € im Monat abstottert - darum kann ich mich ja kümmern.

Ich denke, das was er an Betreuung braucht, kann ich auch leisten.
 

FrankyBoy

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#6
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Ist er durch alle Maschen des sozialen Netzes gefallen oder war er mental/gesundheitlich nicht mehr in der Lage sich zu versorgen?

Notunterkunft: wie muss man sich die vorstellen: Bettplatz oder eigenes Zimmer?
Thomas ist psychisch angegriffen und seit über 20 Jahren chronisch krank - nervlich hat er stark abgebaut und er ist auch sonst in keiner guten Verfassung (Zähne etc.).

Er ist auch auf Medikamente (Beruhigungsmittel) angewiesen und hat ab 2004, ganze 20 Monate abgesessen, weil er sich die Medikamente gewaltsam in einer Apotheke aneignen wollte und dabei ein Klappmesser benutzte.

In der Notunterkunft belegt er ein Zimmer für sich alleine, in dem aber den ganzen Winter über die Heizung nicht funktionierte - dem muss ich einfach unter die Arme greifen weil er eigentlich ein herzensguter Mensch ist - zwar einfach gestrickt und zu keinen geistigen Höhenflügen in der Lage aber nett.

Er berichtet mir gerade, dass er absolut motivationslos und depressiv geworden ist, heute schläft er erst mal auf meiner Klappcouch - die auf der ich bis vor 2 Wochen geschlafen hatte :biggrin:.
 

hartaber4

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#7
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Also von einer gesetzlichen Betreuung würde ich abraten... kann gut gehen....kann aber auch (was die Regel ist...erklärend dazu auch das Vergütungssystem nach VBVG...da bleibt für Individualität nicht viel Zeit...was zu Spannungen führen kann... die können dann schnell in einer Unterbringung enden).... daneben gehen (Entmündigung de facto)

Was sich anbieten würde wären Hilfen nach dem SGB XII (auch parallel zu SGB II Leistungsbezug) und zwar:

-Eingliederungshilfe für behinderte Menschen (teils in Verbindung mit dem SGB IX) nach dem Sechsten Kapitel §§ 53..siehe Handbuch

http://www.elo-forum.org/infos-abwe...eingliederungshilfe-sgb-12-a.html#post1060259

- Achtes Kapitel Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten §§ 67

Vorsicht bei Leistungserbringern ... hier bestehen oft Schnittstellen zu Betreuern; Betreuungsbehörden und den Amtsgerichten.

Hier was "passendes" zu finden ist nicht einfach, aber nicht unmöglich.

Die Leistungen des SGB XII wie o.a. sind grundsätzlich auch in einem / als ein Trägerübergreifenden Persönlichen Budget denkbar.
(Rechtsanspruch durch § 17 SGB IX seit 2008, siehe dazu auch § 57 SGB XII)
 

FrankyBoy

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#8
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Vielen Dank hartaber4, werde mir das in aller Ruhe einmal durchlesen und ggfs. handeln.

Thomas lebt total vereinsamt und ich war seine einzige Anlaufstelle.

Wir hatten uns vor einigen Wochen in der Stadt getroffen als ich relativ wenig zeit hatte - heute, wo seine Grundsicherung seit Tagen aufgebraucht ist, kam er zu Besuch und hat mir sein Leid geschildert.

Ich habe auch erfahren, dass man ihm, als er die Kaution für eine Wohnung haben wollt, einfach wieder weggeschickt haben usw. - die lernen mich kennen.
 

hartaber4

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#9
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Na da hat er aber Glück gehabt....

Reinlesen muss man sich da sicher in Ruhe.... falls Kniffelfragen....ggf. PN für einen "Blick" in den Kommentar (SGB XII Münder sowie Grube/Wahrendorf als auch SGB IX Dau/Düwell/Joussen).

TPB muss laut BSG Präsident Peter Masuch noch weiter "wachgeküsst" werden.....

OT: Sind die U-Boote samt Schrankwand havariert?
 

FrankyBoy

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#10
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Vielen dank für deine Tips - was die Uboote angeht, so müssen wir diese doch erst ersteigern und ob meine Barschaft da alleine rericht, wage ich zu bezweifeln - allerdings können 450 Tonnen Schrott dann doch nicht ganz so teuer sein :biggrin:.

OT: Sind die U-Boote samt Schrankwand havariert?
Nein, wir müssen diese mobilen Notunterkünfte mit Schrankwand erst ersteigern - hast du doch selber gepostet wann die Termine sind :icon_lol:.

Thomas hat noch nie im Leben einen Internetcomputer bei der Arbeit gesehen - diese Wundertütentechnologie (Youtube usw.) fasziniert ihn gerade sehr - wir gucken gerade eine Reportage über Dr. Jürgen Schneider, den Baulöwen :biggrin:.
 

hartaber4

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#11
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

IT: Besser jetzt als nie.....

Wunder.... höchstens wieviele kleine An- und Ausschalter eben so Platz haben auf einem fingernagelgroßen Chip..... wie im Analogen:

IMMER auf die Inhalte achten!

Ich finde den Schrankwandimubootthread nicht mehr....schnüff...

450 t.... aber doch im Wasser..... und beim Abbiegen in die Ostsee..... wird der NOK kostengünstig in Tauchfahrt (nach Gehör in die Schleusen) genommen...
 

gast_

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#12
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Von einem gesetzlichen Betreuer würde ich abraten, da die in der Regel dutzende von Fällen zu betreuen hat und hier dein Bekannter zu kurz kommen wird.
Zumal würde ihm der letzte Rest an Selbstständigkeit und Stolz genommen werden.
Ich denke, die üblichen Anlaufstellen wie Diakonie und/oder Caritas sind im geschützten Wohnungssegment erst mal richtig.
Natürlich hat auch ein Absturz Narben hinterlassen. Hier sollte man, sofern KV sichergestellt ist, an eine Psychotherapie denken.
Ganz wichtig für ihn wird sein, dass er weiss, dass er einen Freund hat und er nicht alleine steht. Mal sehen, wer hier noch was zum Thema beitragen kann...
Stimme ich soweit zu. was ich anraten kann, ist betreutes Wohnen - aber nicht jeder kommt in so einer WG klar...und es ist auch nicht so einfach, einen Platz zu finden. Aber da hätte er einen Ansprechpartner, wenn gewünscht.
 

gast_

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#13
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Ist er durch alle Maschen des sozialen Netzes gefallen oder war er mental/gesundheitlich nicht mehr in der Lage sich zu versorgen?

Sicher beides... wer psychische Probleme hat kann seine Rechte oft nicht einfordern.


Notunterkunft: wie muss man sich die vorstellen: Bettplatz oder eigenes Zimmer?
Das ist von Ort zu Ort verschieden.
Jedenfalls keine Lösung... würde ich jedem versuchen zu ersparen

Sehe gerade: Es ist ja schon eine Lösung gefunden...

zu der Frage, welche Hilfen gibt es, wäre noch zu sagen: Erstausstattung... Wohnung und Bekleidung.
 

Hilfeopfer

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#14
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Einen freien Träger suchen, der betreutes Wohnen gem. § 67 f. SGB XII anbietet.
Im gemeinsamen Hilfeplan die Ziele vereinbaren, die erreicht werden sollen.
 

FrankyBoy

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#15
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Ich habe heute wegen dem Haus mit den 2.000m² Garten telefoniert und mir wurde leider mitgeteilt, dass der Vormieter noch einige Gegenstände dort hat und dass das Haus in Kürze noch Granitfußböden und Marmorbäder erhalten soll - da können wir leider nicht so schnell einziehen wie ich es erhofft habe.

Bei Immobilienscout habe ich allerdings eine sehr interessante Offerte entdeckt, die mir auch sehr gelegen kommt (160m² Südterrain) mit Gartenanteil in dem Ortsteil, in dem auch Gerald Assamoa wohnt - ich habe schon als Kind dort gerne gespielt und war auch im Fußballverein dieses Stadtteils aktiv.

Zu dem Thema hier:
Einen freien Träger suchen, der betreutes Wohnen gem. § 67 f. SGB XII anbietet.
Im gemeinsamen Hilfeplan die Ziele vereinbaren, die erreicht werden sollen.
kann ich nur schreiben, dass das so gar nicht in Thomas sein Konzept passt - er will gerne selbstbestimmt leben und genießt seine Freiheiten ungemein.

Thomas hatte bereits Erfahrungen mit betreutem Wohnen gesammelt und war davon alles andere als begeistert - dass wird es wohl nicht aber vielen Dank Hilfeopfer.

Na ja, wir werden uns morgen also die 160m² Wohnung ansehen - diese hat den Vorteil, dass 2 Badezimmer vorhanden sind und in einer besonders schönen Wohngegend liegt, die ich sehr gut kenne.

So lange hat Thomas erst mal bei mir Asyl gefunden - in seine Notunterkunft muss er erst mal nicht wieder zurück.
 
E

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#16
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Ich drück euch die Daumen! :icon_daumen:
 

Roter Bock

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#17
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Es kann natürlich immer wieder passieren, das von Amts wegen eine Betreuung initiert wird.

Im äussersten Notfall wäre meine Frage ob ihr euch gut genug versteht um den Platz "Betreuer" mit Dir zu besetzen.

Ich hab es mal gemacht - aber der Schützling und ich waren die "gleiche Baustelle"

Roter Bock
 

FrankyBoy

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#18
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Es kann natürlich immer wieder passieren, das von Amts wegen eine Betreuung initiert wird.

Im äussersten Notfall wäre meine Frage ob ihr euch gut genug versteht um den Platz "Betreuer" mit Dir zu besetzen.

Ich hab es mal gemacht - aber der Schützling und ich waren die "gleiche Baustelle"

Roter Bock
Ich werde der ehrenamtliche Betreuer von Thomas bzw. ich kümmere mich um seine Interessen etc.

Wir kennen uns jetzt seit 32 Jahren und er ist nicht gerade pflegeleicht - hat schon einmal Sozialarbeiter verhauen usw.

Mir gegenüber hat er aber mehr als genügend Respekt, schließlich war er dabei als ich Kampfsporttourniere gewonnen habe und auch zu unserer Schulzeit gab es einige Auseinandersetzungen, die einen bleibenden Eindruck bei ihm hinterlassen haben :biggrin:.
 

gast_

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#19
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Ja, ich weiß, Kampfsport - da sind viele vorsichtig :biggrin:

Und wenn nicht, reicht nach einigen Warnungen meist ne winzige Kostprobe, um sich Respekt zu verschaffen.

Habt ihr denn schon Antrag auf Bekleidungsgeld gestellt - er hat doch sicher kaum was?
 

FrankyBoy

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#20
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Habt ihr denn schon Antrag auf Bekleidungsgeld gestellt - er hat doch sicher kaum was?
Thomas hat die gleiche Konfektionsgröße wie ich und ich habe ihn gut ausgestattet aber du hast recht, dass muss ja das Sozialamt nicht wissen :biggrin:.

Komisch, gestern wollte er auch unbedingt eine "einzigartige" Jeans von mir haben, die ich ihm aber nicht geschenkt habe, weil es ein Geburtstagsgeschenk war und ich ziemlich viele Erinnerungen damit verbinde.

Meine Exfreundin, wurde von Datteln nach Hamburg versetzt und konnte sich nicht dagegen wehren und dieses "Andenken" von ihr, verschenke ich einfach nicht.

Eigentlich wäre die Beziehung was für den Gefühlstread von rslg - Äußerungen dazu zu veröffentlichen tue ich aber nicht.
 

gast_

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#21
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Andenken hütet man - würd ich auch nicht abgeben :)
 

rslg

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#22
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Ich werde der ehrenamtliche Betreuer von Thomas bzw. ich kümmere mich um seine Interessen etc.

Wir kennen uns jetzt seit 32 Jahren und er ist nicht gerade pflegeleicht - hat schon einmal Sozialarbeiter verhauen usw.

Mir gegenüber hat er aber mehr als genügend Respekt, schließlich war er dabei als ich Kampfsporttourniere gewonnen habe und auch zu unserer Schulzeit gab es einige Auseinandersetzungen, die einen bleibenden Eindruck bei ihm hinterlassen haben :biggrin:.
Ich wünsche dir für diese Aufgabe alles Gute und vor allem auch die Kraft dafür.:icon_daumen::icon_klatsch:
 

FrankyBoy

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#23
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Danke rslg, gerade muss ich schon einmal mit dem ersten-, nicht gewollten Nachteil meiner Hilfsbereitschaft leben - Thomas ist seit heute Morgen unterwegs und hat die einzigen Schlüssel mitgenommen, die ich in der Wohnung habe (einen Ersatzschlüsselsatz haben nur meine Eltern) und ich kann gerade nicht rausgehen um Zigaretten zu kaufen und ärgere mich gerade ein wenig :biggrin:.

Als "die Kurze" bei mir wohnte ist so etwas nie vorgekommen, die hat sich immer mit mir abgesprochen aber als Thomas heute weg war, war ich noch am schlafen :icon_lol:.

Na ja, der denkt wenigstens an meine Gesundheit - lach.
 

rslg

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#24
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

.......und ich kann gerade nicht rausgehen um Zigaretten zu kaufen und ärgere mich gerade ein wenig :biggrin:.
Nicht ärgern, sparst doch sogar Geld.:icon_daumen:

Hauptsache - die Chemie stimmt!!!
 
E

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Gast
#25
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

I
ch denke, das was er an Betreuung braucht, kann ich auch leisten.

:icon_kinn:Dann lass DU Dich doch ;-
als Betreuer übers Amtsgericht eintragen,-
dann bekommste noch Geld für Deine Leistungen!
Ist alles möglich,-musste mal beim Amtsgericht nachfragen!!!!!!!!!!!
:biggrin:Wenn er Probleme damit hat;-
:biggrin:seine eigene Rechte richtig durchzusetzen!!!!!!!


Hier steht alles ganz genau erklährt drinn,-
wie man Betreuer werden kann!



www. juristische-betreuung.de

:icon_pause::icon_pause:
 

FrankyBoy

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#26
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Jetzt gab es gerade, ein etwa einstündiges Krisengespräch zwischen uns - Hintergrund ist der, dass sich Thomas bereits in den 70iger und 80iger Jahren stark für den 2. Weltkrieg interessiert hat, und ich habe ihm bis gerade (bin auch schon seit gestern Morgen wach), entsprechende Youtube Dokumentationen gezeigt.

Ich habe ihm stundenlang zugehört und nur selten gesprochen - zum Schluss allerdings, als wir uns ein Film über die Horten-Nurflüglerprojekte angesehen haben und ich aufgrund meiner Kenntnisse der Elektrotechnik und Physik mehr zu reden begann, hat er mir gegenüber geäußert, dass er mich heute verlassen wird um alleine im Wald zu leben - ohne Geld usw.

Thomas ist nervlich total angeschlagen - dass war auch der Grund, warum er es nicht mehr in seiner Notunterkunft ausgehalten hat und hat mir gegenüber gesagt, dass auch ein Aufenthalt in der Psychiatrie nicht in Frage kommt, weil anschließend noch fertiger sein würde als zuvor.

Ich habe jetzt über eine Stunde sachlich mit ihm diskutiert und ihm gesagt, dass er mir mehr wert ist, als die 300,-- € die er mir noch schuldet und das ich die gerne abschreibe - er kann sie behalten, die Freundschaft ist mir mehr Wert.

Thomas vermisst seine absolute Ruhe vor anderen Menschen und in meiner jetzigen Wohnung (3,5 Zimmer, 73m²) kann ich ihm diese Ruhe nicht vollständig bieten, denn ich habe z. B. nur, ein einziges Badezimmer und eine einzige Toilette - der ist echt fertig!

Wir haben uns vor 5 Minuten darauf geeinigt, dass er erst mal bei mir bleibt, bis wir wieder aufstehen, um dann noch einmal in Ruhe miteinander zu reden.

Thomas ist, obwohl ich ihn seit über 30 Jahren kenne, für mich oft unlogisch und seltsam - all meine Ratschläge (feste Wohnung, Zukunftsperspektive ohne Hunger, Benutzung eines meiner Motorräder usw.) hat er gerade ausgeschlagen, und möchte bis zum Geldtag (30.03.12) lieber ungeschützt im Wald leben.

Ich musste all meine Überredungskünste einsetzen, um ihn zum Bleiben zu bewegen, damit wir uns nach dem Schlafen einmal aussprechen können aber ich habe in ihm auch die Entschlossenheit bemerkt, gegenüber die Vernunft kaum ankommen kann - wie soll ich mich nun verhalten? Ich meine, derzeit könnte ich ihm mein eigenes Bett in meinem Schlafzimmer anbieten aber das ist ja nicht das Thema - er fühlt sich auch gestört, wenn ich ihm weitestgehend aus dem weg gehe.

Er möchte mir nicht weiter auf der Tasche liegen und ich habe ihm gesagt, dass das absolut kein Problem ist - bis zum 30. ziehe ich ihn, ohne selber Not zu leiden durch aber das möchte er offensichtlich nicht obwohl ich ihm das angeboten habe - jetzt, zur Nachtruhe hat er 2 volle Aschenbecher gewollt, um sich Tabak aus den Zigarettenstummeln nehmen zu können, um sich daraus Zigaretten zu drehen - der ist Hilfe einfach nicht gewöhnt.

Jetzt gerade bin ich mehr oder weniger Ratlos - er weiß z. B. dass ein Motorrad gerade nicht fahrbereit ist, weil ich erst einen neuen Kettensatz ordern muss und das ich auch Investitionsprobleme habe - Essen, Rauchen und Trinken können wir aber ohne Probleme bis zum 30.03.12 - mir reichen auch 2 fahrbereite Maschinen.

Ich möchte Thomas unter die Arme greifen aber das er so drauf ist, habe ich auch nicht geahnt.
 

gast_

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#27
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

wie soll ich mich nun verhalten?
Da kann ich dir leider nicht raten.

Gegen seinen Willen wirst ihn nicht halten können. Kannst ihm nur gut zureden.

für mich oft unlogisch und seltsam
Ja - weil du nicht wie ein psychisch Kranker denkst.

Ich möchte Thomas unter die Arme greifen aber das er so drauf ist, habe ich auch nicht geahnt.
Das ging mir mal genauso... ich habs einige Jahre durchgestanden - dann hab ich aufgeben müssen. Denn irgendwann konnte ich nicht mehr... auch Therapie/Psychiatrie hatte nichts gebracht.

Aber wenigstens hab ich ihn aus ALG II holen und zur Einsicht bringen können, daß er ins betreute Wohnen zieht - hat mein Gewissen etwas beruhigt.
 
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#28
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Zum Thema Betreuung kann ich sehr zwiespältige Erfahrungen beitragen.

Zwei Menschen, die ich lange ehrenamtlich unterstützte haben sich später für eine Betreuung entschieden.

Der eine, der sehr klar darin ist auch mitzuteilen wenn er etwas nicht will, kommt mit seinem Betreuer gut klar. Entscheidungen werden gemeinsam abgestimmt, nichts über seinen Kopf hinweg entschieden. Der Betreuer ist auch fachlich wirklich gut bzw. fragt nach wenn er etwas einmal nicht weiß.

Im anderen Fall hingegen hätte die Betreuerin ohne mein Eingreifen den Verlust der Wohnung verursacht. Desweiteren wird sie pampig, wenn man sie mal intensiver in Anspruch nimmt. So schimmelt es in der Wohnung der Betreuten in der Küche ziemlich heftig. Da sei die Betreuerin nicht zuständig. Als wurde ich gebeten etwas zu schreiben. Das paßte der Dame auch nicht. Selbst kann es aber die Betreute nicht, sonst bräuchte sie ja keine Betreuung. Sie spricht nichts ab, sondern entscheidet immer selbst. Sie hat immer mehr Bereiche an sich gerissen, obwohl sie eigentlich nur im Umgang mit Behörden unterstützen sollte. Leider traut sich die Dame nicht einen anderen Betreuer zu beantragen und verteidigt dann sogar die völlig ungeeignete Betreuerin. Ich konnte letztlich nur schulterzuckend den Rückzug antreten. Komme was da wolle, ich kann es nicht ändern. Sie ist definitiv nicht mehr arbeitsfähig, wurde aber trotz EM-Rente 100% von ihrer Betreuerin in eine Tätigkeit mit rund 3h am Tag gezwungen. Einer Dame die zugibt, dass sie vom SGB II und SGB XII eigentlich wenig Ahnung hat und sich jedes Märchen vom JC oder jetzt vom SozA erzählen läßt und glaubt. Ach ja...sie hat sich die gesamte Post umleiten lassen. Wäre für mich absolut inakzeptabel.

Man kann Glück haben, man muß aber nicht. Eines ist wichtig wenn man sich dafür entscheidet: Man kann einen Betreuer jederzeit austauschen, wenn man nicht miteinander kann. Und es müssen klare Aufgaben für den Betreuer definiert sein und diese und nur diese hat er zu erfüllen. Jeden Versuch die Tätigkeit auf andere Lebensbereiche auszuweiten sollte man sofort notfalls per zuständigem Gericht unterbinden.




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Zum Thema Betreuer hatte sich der User @hartzaber4 hier sehr kritisch geäußert.
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Ich selbst beobachte in einem anderen Zusammenhang just sehr kritisch die "Betreuung" eines jungen Mannes. Stehe dem offengestanden sehr skeptisch gegenüber.
 
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#29
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Ich möchte Thomas unter die Arme greifen aber das er so drauf ist, habe ich auch nicht geahnt.
Ich habe derzeit selbst einen ähnlichen Fall im Freundeskreis und fühle mich ähnlich hilflos. Hier begann der Teufelskreis durch Mobbing des Arbeitsgebers gegen ihn, als er MS bekam und damit zum Schwerbehinderten wurde. Diese Anfeindungen und Behauptungen haben ihn so tief getroffen, dass er kein Vertrauen mehr in Menschen hat. Nun hat sein Anwalt auch noch seltsames Verhalten gezeigt und läßt ihn im Stich. Reagiert nicht auf Anrufe, Mails, Briefe. Ich habe eine Vollmacht und habe da nachgebohrt. Eine pampige Mitarbeitern, die mir nicht sagen konnte was denn los ist und ein Anwalt, der sich bei mir auch nicht meldet. Ich habe einen anderen Anwalt für ihn gefunden. Ein Wechsel wäre kein Problem, denn jetzt ginge es in die Klage und der Teil für Beratungshilfe ist abgeschlossen. Problem nur: Er zieht sich lieber in ein Schneckenhaus zurück und nimmt keine Hilfe mehr an. Er trinkt jetzt fast täglich 2-3 Bier und das trotz Psychopharmaka. Und auch hier höre ich Dinge wie: Wenn ich kein Geld mehr kriege, dann lebe ich halt auf der Straße. Wenn die das so wollen... Mit seiner Krankheit würder er das nicht lange überleben. Inzwischen hat er z.B. seine nächtliche Überdruckbeatmung eingestellt (nervt ihn) obwohl krankheitsbedingt sein Zwerchfell geschwächt ist und die Atmung eh schwer fällt. Außerdem wird er jetzt auch ständig beleidigend und das in heftigster Variante.

Ich habe selbst mit chronischen Depressionen zu tun, medikamenten- und therapieresistent, aber in so einem Zustand war ich nie und ich kann ihn auch nicht mehr nachvollziehen. Hier kommen wirklich nur Profis klar.

Schaue mal ob es bei Euch im Klinikum eine psychosomatische Ambulanz gibt, die ein paar Gesprächssitzungen anbietet. Oft sind die in der Lage die Wurzeln des Problems zumindest schon einmal zu erkennen und dann Ratschläge für weitere Schritte zu geben.

Das Problem "Rückzug" kenne ich hingegen selbst sehr gut und muß mich mit aller Kraft dagegen wehren mich nicht selbst im Schneckenhaus Wohnung zu begraben. Irgendwann werden einem alle Menschen zur Last. Man will niemanden mehr sehen, mit niemandem mehr Sprechen. Man wurde zu oft enttäuscht. Und man will noch weniger anderen erklären was denn los ist. Nicht schon wieder, weil man doch schon so oft.... Auch wünscht man sich, dass andere dieses Schneckenhaus einreißen, aber das passiert so gut wie nie. Man vereinsamt und die Probleme werden noch schlimmer. Gleichzeitig ist die Angst man könne aus der Sicherheit des Schneckenhauses gerissen zu werden auch sehr groß und kann zu einer Angst- und Panikstörung führen.

Ein Ansatzpunkt könnte eine psychosomatische Tagesklinik sein, sofern sichergestellt ist, dass er da hingeht und auch jeweils dort bleibt. Hier ist der Druck deutlich geringer als im psychiatrischen Bereich und der Hang einen mit Medikamenten abzufüllen auch so nicht vorhanden. Wenn nötig und so wenig wie möglich heißt hier die Devise. Dort wird auch auf die Besonderheiten des Einzelfalls eingegangen.
 

FrankyBoy

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#30
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Danke Regelsatzkämpfer, aber so wie ich das sehe, kommt eine Betreuung für Thomas nicht in Frage - der ist stellenweise so aggressiv, dass er die verprügeln würde, was bei Caritas-Sozialarbeitern und anderen auch schon vorgekommen ist.

Thomas ist ein ganz spezieller Fall - ich war gerade sehr entsetzt über seine (Un)Logik und weil wir uns ca. 60 Minuten unterhalten hatten und ich alle Reaktionen gut beobachtet habe komme ich zu dem Schluss, dass einfach seine Gefühle mit ihm durchgehen.

Mir gegenüber ist er nicht aggressiv - ich bin ein alter Haudegen und weil er mich in meiner Schulzeit und im Kampfsport erlebt hat, wagt er es nicht, sich gegen mich aufzulehnen denn er weis, dass ich ihm haushoch überlegen bin.

Seit heute weis ich, dass er bereits viele Wohnungen verloren hat, und ich habe das Gefühl (aus Unterhaltungen), dass er Stimmen hört, die nicht existent sind - aus einer zeit vor etwa 3 bis 4 Jahren weis ich auch, dass er Geräusche falsch deutet (Knacken in Altbauten) so dass es noch einmal komplizierter ist.

Eine "neue Notunterkunft" wird ihm bei seiner jetzigen Gefühlslage nicht helfen - sein Einzelzimmer in der Notunterkunft steht ihm ja bis heute zur Verfügung.

Ich denke, Thomas braucht dringend professionelle Hilfe von Fachärzten und Psychologen, die ich ihm nur sehr beschränkt bieten kann - mir hört er wenigstens zu, ich habe persönlich erlebt wie er anderen Profis in Beratungsstellen, einfach den Rücken gezeigt hat und aus seinen Erzählungen weis ich, dass er bereits mehrfach Gewalt gegenüber Psychologen und Sozialarbeitern (das war ein besonders heftiger Fall) ausgeübt hat.
 
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#31
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Es klingt hart, aber in dem Fall wäre eine stationäre Behandlung wohl schon Pflicht, vorausgesetzt man hat hier wirklich gute Ärzte, die nicht einfach auf der "mal ruhige stellen, dann sehen wir weiter"-Schiene arbeiten.

Ein Teil der Reaktionen würde zur klassischen Posttraumatischen Belastungsstörung passen. Ein Teil zur verwandten Verbitterungsstörung.

Stimmen zu hören kann Teil eines akustischen Flashbacks sein, wie er bei PTBS oft vorkommt. Anders ist es, wenn er sich mit den Stimmen unterhalten kann bzw. das gehörte nicht Teil einer traumatischen Rückerinnerung ist. Dann sind wir eher im Bereich der Schizophrenie und verwandten Erkrankungen.

PTBS Erkrankte haben oft eine stark reduzierte Belastbarkeit und neigen dann zur aggressiven Reaktionen, wenn man ihn auf den Pelz rückt.

Heftige Reaktionen auf Geräusche können ebenfalls in die Richtung deuten, besonders wenn Geräusche dieser Art Bestandteil des Szenarios waren, das die PTBS verursacht hat.

Danke Regelsatzkämpfer, aber so wie ich das sehe, kommt eine Betreuung für Thomas nicht in Frage - der ist stellenweise so aggressiv, dass er die verprügeln würde, was bei Caritas-Sozialarbeitern und anderen auch schon vorgekommen ist.

Thomas ist ein ganz spezieller Fall - ich war gerade sehr entsetzt über seine (Un)Logik und weil wir uns ca. 60 Minuten unterhalten hatten und ich alle Reaktionen gut beobachtet habe komme ich zu dem Schluss, dass einfach seine Gefühle mit ihm durchgehen.

Mir gegenüber ist er nicht aggressiv - ich bin ein alter Haudegen und weil er mich in meiner Schulzeit und im Kampfsport erlebt hat, wagt er es nicht, sich gegen mich aufzulehnen denn er weis, dass ich ihm haushoch überlegen bin.

Seit heute weis ich, dass er bereits viele Wohnungen verloren hat, und ich habe das Gefühl (aus Unterhaltungen), dass er Stimmen hört, die nicht existent sind - aus einer zeit vor etwa 3 bis 4 Jahren weis ich auch, dass er Geräusche falsch deutet (Knacken in Altbauten) so dass es noch einmal komplizierter ist.

Eine "neue Notunterkunft" wird ihm bei seiner jetzigen Gefühlslage nicht helfen - sein Einzelzimmer in der Notunterkunft steht ihm ja bis heute zur Verfügung.

Ich denke, Thomas braucht dringend professionelle Hilfe von Fachärzten und Psychologen, die ich ihm nur sehr beschränkt bieten kann - mir hört er wenigstens zu, ich habe persönlich erlebt wie er anderen Profis in Beratungsstellen, einfach den Rücken gezeigt hat und aus seinen Erzählungen weis ich, dass er bereits mehrfach Gewalt gegenüber Psychologen und Sozialarbeitern (das war ein besonders heftiger Fall) ausgeübt hat.
 

FrankyBoy

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#32
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Thomas kennt die hiesige Psychiatrie in und auswendig - seit über 20 Jahren - da wollte ich ihn ja auch hin bringen aber er stellt sich 110%ig quer - da geht er zum verrecken nicht hin.
 
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#33
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Thomas kennt die hiesige Psychiatrie in und auswendig - seit über 20 Jahren - da wollte ich ihn ja auch hin bringen aber er stellt sich 110%ig quer - da geht er zum verrecken nicht hin.
Muß ja nicht die hiesige sein. Bekommst Du ihn wenigstens mal zu einem Facharzt? Könntest ja mit ihm gemeinsam hingehen.

Es ist leider auch typisch sich gegen die Behandlungen zu sperren. Aber hier gilt " Um eine Wunde zur säubern muß der Eiter raus". Also man muß die Ursachen des Problems finden und die seelischen Wunden reinigen. Das tut weh, unvermeidbar. Aber danach wird es zumeist sehr viel besser werden.
 

rslg

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#34
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Jetzt gab es gerade, ein etwa einstündiges Krisengespräch zwischen uns - ......(bin auch schon seit gestern Morgen wach)
Auf jeden Fall musst erst mal selbst eine kleine Pause einlegen und zur Ruhe kommen.
Wenn du zusammenklappst ist weder dir noch ihm geholfen.

Wir haben uns vor 5 Minuten darauf geeinigt, dass er erst mal bei mir bleibt, bis wir wieder aufstehen, um dann noch einmal in Ruhe miteinander zu reden.
Reden ist wahrscheinlich im Moment das einzige, was du tun kannst.
Reisende kann man leider nicht aufhalten, wenn sie weg wollen.

Ich möchte Thomas unter die Arme greifen aber das er so drauf ist, habe ich auch nicht geahnt.
Das konntest du auch nicht, da ihr euch ja wohl lange nicht gesehen habt.
So was kriegen ja oft nicht mal die Menschen des engsten Umfeldes mit.

Mach dir bitte keinen Vorwurf oder etwas in der Art.
Was du tun kannst hast du bis jetzt getan.
 

FrankyBoy

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#35
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Von anderen Fällen und auch mir selber weis ich, dass man hier etwa 6 Monate auf einen Ersttermin bei den diesbezüglichen Fachärzten warten muss.

Ich kann zwar die Karte "Ärztekammer" ziehen und da Druck machen aber ob Thomas da mitgeht wage ich auch zu bezweifeln - er hat ja seine Tabletten (gestern Morgen erst neu besorgt).

In der Stunde die wir uns gerade unterhalten hatten habe ich ihm so viele Lösungswege aufgezeigt aber er will nicht.
 

FrankyBoy

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#36
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Auf jeden Fall musst erst mal selbst eine kleine Pause einlegen und zur Ruhe kommen.
Wenn du zusammenklappst ist weder dir noch ihm geholfen.

Reden ist wahrscheinlich im Moment das einzige, was du tun kannst.
Reisende kann man leider nicht aufhalten, wenn sie weg wollen.

Das konntest du auch nicht, da ihr euch ja wohl lange nicht gesehen habt.
So was kriegen ja oft nicht mal die Menschen des engsten Umfeldes mit.

Mach dir bitte keinen Vorwurf oder etwas in der Art.
Was du tun kannst hast du bis jetzt getan.
Ich höre gerade den Wecker aus seinem Zimmer der auf 9 Uhr gestellt war und gerade das 2. Mal klingelt - bevor er mich verlassen wollte, haben wir noch Pläne geschmiedet - er holt Brötchen und dann frühstücken wir gemeinsam - so wie es sich jetzt anhört, hat er sich wieder hingelegt - ich gehe mal auf Toilette, da muss ich zwangsläufig an ihm vorbei.

Er hat sich wieder beruhigt - wir haben gerade 3 Minuten gesprochen und alles scheint wieder easy - puh bin ich müde - ich rufe jetzt die Stellen an, die ich heute noch erreichen wollte und lege mich hin, Danke rslg, Regelsatzkämpfer und Kiwi - ihr seit klasse.
 
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#37
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Ich höre gerade den Wecker aus seinem Zimmer der auf 9 Uhr gestellt war und gerade das 2. Mal klingelt - bevor er mich verlassen wollte, haben wir noch Pläne geschmiedet - er holt Brötchen und dann frühstücken wir gemeinsam - so wie es sich jetzt anhört, hat er sich wieder hingelegt - ich gehe mal auf Toilette, da muss ich zwangsläufig an ihm vorbei.

Er hat sich wieder beruhigt - wir haben gerade 3 Minuten gesprochen und alles scheint wieder easy - puh bin ich müde - ich rufe jetzt die Stellen an, die ich heute noch erreichen wollte und lege mich hin, Danke rslg, Regelsatzkämpfer und Kiwi - ihr seit klasse.
:icon_mued: bin aber a weng müd heute. Vor Schmerzen fast nicht geschlafen. Mein rechter Arm nervt gerade wieder heftigst und das trotz Schmerzmitteln. Werde mal ein wenig mein Tensgerät bemühen.

Ich tippe hier übrigens nicht....sondern benutze zur Armschonung Spracherkennung.

Ich bin dann später wieder im Lande Wach.
 

FrankyBoy

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#38
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

:icon_mued: bin aber a weng müd heute. Vor Schmerzen fast nicht geschlafen. Mein rechter Arm nervt gerade wieder heftigst und das trotz Schmerzmitteln. Werde mal ein wenig mein Tensgerät bemühen.

Ich tippe hier übrigens nicht....sondern benutze zur Armschonung Spracherkennung.

Ich bin dann später wieder im Lande Wach.
Mir geht es ähnlich wie dir, bei mir ist es nur so, dass ich mir Bier während unseres Videoabends genehmigt habe und das wirkt jetzt auch narkosehammermäßig :biggrin: gute Nacht Regelsatzkämpfer - bis später.
 

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#39
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Ich denke, Thomas braucht dringend professionelle Hilfe von Fachärzten und Psychologen
Das denke ich nach deiner Schilderung auch.

Aber wenn er das nicht einsieht... es wird niemand etwas tun.

Da hast du keine Chance, solange du nicht nachweisen kannst, daß er eine Gefahr für sich oder andere ist.

Dein Dilemma: Eer soll dir weiter vertrauen... dadurch sind dir auch die Hände gebunden.
 

Berenike1810

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#40
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Moin Franky,

zu Deinem Post #25 ist mir spontan eingefallen, dass ich vor vielen Jahren in einer ähnlichen Situation war.

Die Person bedeutete mir sehr viel und ich wollte unbedingt helfen.

- Endlose Gespräche.

- Ich hätte auch an eine Wand reden können !

- Ich habe für mich einen Termin bei seinem Hausarzt gemacht, der hatte natürlich Schweigepflicht und konnte mir nicht weiterhelfen.

Dann bin ich zum "Blauen Kreuz" oder so ähnlich und habe ein langes Gespräch mit einem Sozialarbeiter geführt.

- Auch ich hatte ihm Obdach gegeben.

*- Nach drei Wochen ist er abgetaucht, hat später einer Oma die Handtasche entrissen und wurde überwältigt.

- 1 Jahr in der Stadtgärtnerei Sozialstunden.

3 Jahre nach seinem Abtauchen hat er sich wieder gemeldet, war Kunde bei Arbeitsamt.

Wieder haben wir uns lange unterhalten. Was ich gelernt habe ist: dass man "einen Reisenden" nicht aufhalten kann.

Vielleicht solltest Du in seines Weges ziehen lassen, denn Du engst ihn gerade ein.
- Dein "Wohlstand" kann ihn sehr deprimieren, da ihm dadurch zu jedem Zeitpunkt vorgeführt wird, dass "sein Leben nichts ist, er nichts erreicht hat" und das Schlimmste: er muß auf Almosen (= so kommt es ihm vor.) hoffen.

Laß ihm die Freiheit zu gehen und halte Deine Tür für ihn jederzeit offen. Vielleicht kommt er zurück und hat neue Ideen.

Suche doch einfach mal ein Gespräch mit einem Sozialarbeiter, am besten Streetworker.

Alles Gute für Euch beide !

Berenike
.
 

isabel

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#41
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Hmm...
ich denke, der Thomas ist einfach shisophren. Er hört Stimmen, die gar nicht vorhanden sind. Das hat mit PTBS gar nichts zu tun. Es ist eine psychiatrische und nicht psychologische Krankheit.
Ich habe einen Shisophrenie Kranken in meiner Kindheit erlebt - es war mein Großonkel. Er konnte nichts dafür, er war einfach krank.
Einmal ist er mit einer Axt auf uns gegangen (meine Tante und ich). Die Axt wurde auch für Hüner Kopfabschneiden benutzt. Ich war damals ca 10 oder noch jünger. Ich habe meine Tante an Hand genommen und weggezehrt.
Ich denke, mit psychiatrischen Krankheiten ist nicht zu spassen.
So, wie schon geschrieben, Reisende soll man nicht aufhalten.
Franky, lass Dich nicht irrenmachen. Du kannst eigentlich nicht helfen.
LG
 
E

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#42
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

@ Franky

Ich habe einen shizophrenie-kranken Bruder. Es ist sehr schwer, oder manchmal auch unmöglich, sich in diese Gedankenwelt zu versetzen, noch schwerer für jemanden, der von ausserhalb kommt.

Mein Bruder hat sich über 10 Jahre nicht behandeln lassen. Es war unmöglich ihn davon zu überzeugen, dass das nötig ist. Er ist in dieser Zeit tief in seine Gedankenwelt versunken und hatte sich von seiner Umwelt abgeschottet.

Ich mußte ihn abermals zwangseinweisen lassen.

Im Moment geht es ihm relativ gut, d.h. er nimmt an seiner Umwelt teil, ist wieder zugänglich und manchmal einsichtig. Dies kann sich aber wieder ändern, denn diese Krankheit erfolgt in Schüben.

Was diese Menschen brauchen ist, eine sichere Umgebung, einen geregelten Tagesablauf und vertraute Personen.

Grüße
espps
 
E

ExitUser

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#43
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Die ansätze der Gesprächsführung, die Du gemacht hast, waren instinktiv richtig. Man muß mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl agieren.

Die Kranken dürfen sich nicht bedroht und gegen die Wand gedrückt fühlen.

Es braucht viiiiiiiiieeeeeel Zeit und wirkliches Engagement um hier einen Erfolg zu erzielen.

Viel Glück und viel Geduld!

espps
 

FrankyBoy

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#44
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Thomas ist gerade spazieren, wir hatten uns vorhin eine sehr große Wohnung angesehen, in der er sein eigenes, 80m² Reich haben kann, mit eigenem Bad etc.

Heute Nachmittag, war er ganz ruhig und sachlich und ich denke, dass ich diesen "Emotionalschub" von heute morgen, ganz gut beruhigen konnte.

Thomas ist mittlerweile gezeichnet vom Leben auf der Straße, kennt in dieser Stadt jede Kirche und sonstige Einrichtungen, die kostenloses Essen anbieten und gestern morgen, ist er etwa 12 Km hin und 12 Km zurück zu einer Kirche gelaufen (genau am gegenüberliegendem Ende der Stadt), um sich beim Pastor 2, 3 oder 4 € (unterschiedlich) abzuholen - der lebt schließlich seit vielen Jahren so.

Ich gehe davon aus, dass unser gestriger Filmabend Thomas emotional ergriffen hat, und Gefühle in im wachgerüttelt hat, die er nur ganz schwer kommunizieren kann - das werde ich in Zukunft verhindern.
 
E

ExitUser

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#45
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Stelle dich ihm als Betreuer zur Verfügung, lass ihm aber die Freiheit zu kommen und zu gehen wie er möchte.

Halte deine Türe als Freund für ihm offen bis er selbst bereit ist an seiner Situation etwas ändern zu wollen - die beste Therapie wird unter Zwang nichts bringen.

Die Initiative zu einer Änderung muss von IHM kommen!
 

rslg

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#46
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Heute Nachmittag, war er ganz ruhig und sachlich und ich denke, dass ich diesen "Emotionalschub" von heute morgen, ganz gut beruhigen konnte.
Er kann dankbar sein, einen solchen Freund zu haben!

Du kannst ihm sicher gut helfen, aber reib dich nicht selber auf, teil dir deine eigene Kraft gut ein!
 

FrankyBoy

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#47
AW: 47-Jahriger in Notunterkunft - welche Hilfen gibt es alles

Vielen Dank für eure Ratschläge - ja ich werde mich schon nicht überfordern und heute geht es mir sehr gut - ich bin Gott sei Dank, fit wie Turnschuh.
 
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