45 Stunden Woche

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Taugenix

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Hall liebe Forengemeinde,



ich habe heute einen VV bekommen und weiß nicht, ob ich mich darauf bewerben muss! Zum einen ist keine RFB angehängt, was mich aber viel mehr stört, ist die wöchentliche Arbeitszeit von Montag bis Freitag - diese beträgt 45 Stunden. Ich bin der Meinung, dass pro Tag nur max. 8 Stunden zulässig sind - dies ergibt von Montag bis Freitag eben nur 40 Stunden.

Bewerben oder nicht - das ist hier die Frage!!??



Wie immer freue ich mich über Eure zahlreichen Antworten

und schließe mit einem dreifachen HELAU



Euer Taugenix:biggrin:
 

Makale

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Hallo,

ich lege dir nahe dich durchs Arbeitszeitgesetz zu lesen.


§ 3 Arbeitszeit der Arbeitnehmer

Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden.


§ 4 Ruhepausen

Die Arbeit ist durch im voraus feststehende Ruhepausen von mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs bis zu neun Stunden und 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden insgesamt zu unterbrechen. Die Ruhepausen nach Satz 1 können in Zeitabschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden. Länger als sechs Stunden hintereinander dürfen Arbeitnehmer nicht ohne Ruhepause beschäftigt werden.


§ 5 Ruhezeit

(1) Die Arbeitnehmer müssen nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens elf Stunden haben.

(2) Die Dauer der Ruhezeit des Absatzes 1 kann in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen zur Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen, in Gaststätten und anderen Einrichtungen zur Bewirtung und Beherbergung, in Verkehrsbetrieben, beim Rundfunk sowie in der Landwirtschaft und in der Tierhaltung um bis zu eine Stunde verkürzt werden, wenn jede Verkürzung der Ruhezeit innerhalb eines Kalendermonats oder innerhalb von vier Wochen durch Verlängerung einer anderen Ruhezeit auf mindestens zwölf Stunden ausgeglichen wird.

(3) Abweichend von Absatz 1 können in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen zur Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen Kürzungen der Ruhezeit durch Inanspruchnahmen während der Rufbereitschaft, die nicht mehr als die Hälfte der Ruhezeit betragen, zu anderen Zeiten ausgeglichen werden.



Naja das Gesetz hat nur 25 Paragraphen, solltest also recht schnell all deine Antworten finden. Liebe Grüße
 
E

ExitUser

Gast
§ 3 Arbeitszeit der Arbeitnehmer

Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden.

Da haben Landesbeamte in NRW wohl Pech. Meine Freundin "darf" jede Woche 41 Stunden arbeiten. Da wird sie den Durchschnitt von 8 Stunden werktäglich immer überschreiten müssen.
 

Lecarior

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ich habe heute einen VV bekommen und weiß nicht, ob ich mich darauf bewerben muss! Zum einen ist keine RFB angehängt, was mich aber viel mehr stört, ist die wöchentliche Arbeitszeit von Montag bis Freitag - diese beträgt 45 Stunden. Ich bin der Meinung, dass pro Tag nur max. 8 Stunden zulässig sind - dies ergibt von Montag bis Freitag eben nur 40 Stunden.
Wobei zu beachten ist, dass im Arbeitsrecht auch Samstage Werktage sind (vgl. § 3 Abs. 2 BUrlG). Bei sechs Werktagen zu acht Stunden liegt das regelmäßig zulässige Wochenpensum bei 48 Stunden.
 

pinguin

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Bei sechs Werktagen zu acht Stunden liegt das regelmäßig zulässige Wochenpensum bei 48 Stunden.
Nö; die höchstzulässige, regelmäßige Wochenarbeitszeit beträgt doch 40 Stunden? 8 Stunden bei einer 5-Tage-Woche; 6,66 Stunden bei einer 6-Tage-Woche. :icon_kinn: Und 'ne einmalige 7-Tage-Arbeitswoche ist nur erlaubt, wenn es in der Folgewoche zwingend einen freien Arbeitstag gibt.
 

Lecarior

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Nö; die höchstzulässige, regelmäßige Wochenarbeitszeit beträgt doch 40 Stunden? 8 Stunden bei einer 5-Tage-Woche; 6,66 Stunden bei einer 6-Tage-Woche. :icon_kinn: Und 'ne einmalige 7-Tage-Arbeitswoche ist nur erlaubt, wenn es in der Folgewoche zwingend einen freien Arbeitstag gibt.
Wie kommst du denn auf das schmale Brett? Pro Werktag darf die Arbeitszeit nicht mehr als acht Stunden betragen (§ 3 Satz 1 ArbZG). Werktage sind dabei alle Tage, die keine Sonn- oder gesetzliche Feiertage sind (§ 3 Abs. 2 BUrlG). Sofern keine gesetzlichen Feiertage auf die Woche entfallen, gibt es damit sechs Werktage in der Woche (Mo. - Sa.). Pro Werktag ist eine Arbeitszeit von acht Stunden zulässig (s. o.). 6 x 8 = 48.
 

Oldmen

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Der Themensteller macht hier ein Gedankenfehler.

Allso: Arbeitsbeginn z.B 7:00 Arbeitsende 16:00

Sind in der Woche 45 Std. ABER!
Pro Tag ist man 9Std. beim AG anwesend, davon 1Std. insgesamt Pause!
Macht also wieder 8Std. reine Arbeitszeit = 40Std.

Und nur um diese reine Arbeitszeit gehts.!
 

pinguin

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Wie kommst du denn auf das schmale Brett?
Ganz so schmal ist das Brett nicht; (immerhin schreibt auch Wiki von der 40h-Arbeitswoche), das mit der maximal zulässigen 40h-Woche las ich mal wo, jep, richtig, ist eine Sache der Tarifparteien und gilt in nahezu allen Betrieben, die tarifgebunden sind. Es kommt hier also darauf an, ob es für die Branche des TE einen gültigen Tarifvertrag gibt und was da drin enthalten ist. Denn freilich dürfen für Arbeitnehmer günstigere Konditionen ausgehandelt werden, als es die rechtlichen Bestimmungen vorsehen.

Zudem gilt: Artikel 6 - Wöchentliche Höchstarbeitszeit - EU-Recht
2. die durchschnittliche Arbeitszeit pro Siebentageszeitraum 48 Stunden einschließlich der Überstunden nicht überschreitet.
celex-txt - 31993L0104 -

Arbeitszeitgestaltung (grundlegende Richtlinie) (Die hier genannte andere EU-Verordnung betrifft Hochseetätigkeit).
 

Lecarior

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Ganz so schmal ist das Brett nicht; (immerhin schreibt auch Wiki von der 40h-Arbeitswoche),
Wo beziffert Wikipedia die zulässige Arbeitszeit auf 40 Stunden pro Woche?

das mit der maximal zulässigen 40h-Woche las ich mal wo, jep, richtig, ist eine Sache der Tarifparteien und gilt in nahezu allen Betrieben, die tarifgebunden sind. Es kommt hier also darauf an, ob es für die Branche des TE einen gültigen Tarifvertrag gibt und was da drin enthalten ist. Denn freilich dürfen für Arbeitnehmer günstigere Konditionen ausgehandelt werden, als es die rechtlichen Bestimmungen vorsehen.
Fast richtig. Es kommt zusätzlich darauf an, ob der TE Mitglied einer Gewerkschaften ist, die den Tarifvertrag unterzeichnet haben. Nur dann gilt die Tarifgebundenheit (§ 3 Abs. 1 TVG). Andernfalls sind ungünstigere Vertragsinhalte zulässig (sofern nicht gegen Gesetze verstoßend).

Zudem gilt: Artikel 6 - Wöchentliche Höchstarbeitszeit - EU-Recht
celex-txt - 31993L0104 -
Und jetzt rate mal, mit welcher Norm die Richtlinie im nationalen Recht umgesetzt wird. Richtig: § 3 ArbZG.
 
E

ExitUser

Gast
2. die durchschnittliche Arbeitszeit pro Siebentageszeitraum 48 Stunden einschließlich der Überstunden nicht überschreitet.

Schlechtes Gewissen hab', weil ich durchaus schon mal 50 Stunden in der Woche arbeite... War auch mal mehr, aber das klappt nur noch in Wochen, in denen ich auch am Sonntag arbeite, weil mein AG sehr auf die Einhaltung der 10-Stunden-Regel achtet.
 

pinguin

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Wo beziffert Wikipedia die zulässige Arbeitszeit auf 40 Stunden pro Woche?
https://de.wikipedia.org/wiki/40-Stunden-Woche

Und jetzt rate mal, mit welcher Norm die Richtlinie im nationalen Recht umgesetzt wird. Richtig: § 3 ArbZG.
Hast Du denn den Artikel 6 des EU-Rechtes gelesen? Nein, hast Du nicht.

Es steht eindeutig geschrieben, daß die durchschnittliche Arbeitszeit pro Siebentageszeitraum 48 Stunden einschließlich der Überstunden nicht überschreiten darf.

Und was fällt Dir dabei auf? :icon_kinn: Inklusive aller Überstunden!

D.h., daß die regelmäßig zulässige Arbeitszeit, (und in diese fallen keine Überstunden), erheblich niedriger als diese genannten 48 Arbeitsstunden sind.

Eine Überstunde heißt ja extra deswegen so, weil es sich dabei um keine regelmäßig zu erbringende Arbeitsstunde handelt. Nicht ohne Grund müssen die regelmäßig zu leistenden Arbeitsstunden je Arbeitswoche im Arbeitsvertrag festgeschrieben sein.

Mit wem also defaktisch eine regelmäßige, (und für meine Auffassung gemäß EU-Recht unzulässige), 48h Arbeitswoche vereinbart ist, braucht keinerlei Überstunden abzuleisten, weil eben lt. EU-Recht in diesen 48h sämtliche Überstunden bereits enthalten sind.

Und übrigens, im Extremfall sind sogar die Pausen inklusive. Nämlich bei den 13 Stunden, die im Ausnahmefall mal möglich sind, denn an den zusammenhängenden 11 Stunden zur freien Verfügung des AN darf nicht gerüttelt werden.

Und lt. deutschem Arbeitszeitrecht ist die Arbeit nach 6 Stunden mit einer Pause zu unterbrechen; bei diesen obigen 13 Stunden im Extremfall wären das also 2 Pausen mindestens, inklusive, nicht zusätzliche Zeit.

Aus Gründen des Gleichheitsgrundsatzes könnte man dann allerdings auch auf die Idee kommen, das bei allen Arbeitsverhältnissen so zu betrachten, nämlich daß die 48h inklusive aller Pausen zu betrachten sind, nur daß Pausenzeiten vom AG nicht bezahlt werden. :icon_kinn:

Wer sieht das anders?
 
E

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Gast
Es steht eindeutig geschrieben, daß die durchschnittliche Arbeitszeit pro Siebentageszeitraum 48 Stunden einschließlich der Überstunden nicht überschreiten darf.

Und was fällt Dir dabei auf? :icon_kinn: Inklusive aller Überstunden!

D.h., daß die regelmäßig zulässige Arbeitszeit, (und in diese fallen keine Überstunden), erheblich niedriger als diese genannten 48 Arbeitsstunden sind.

Wieso das denn? Überstunden sind ja keine Pflicht, wer 48 Stunden in der Woche arbeitet, macht halt keine Überstunden. Wieso sollte man in einem Arbeitsvertrag bei der Arbeitszeit "Platz" für mögliche Überstunden lassen?


Und lt. deutschem Arbeitszeitrecht ist die Arbeit nach 6 Stunden mit einer Pause zu unterbrechen; bei diesen obigen 13 Stunden im Extremfall wären das also 2 Pausen mindestens, inklusive, nicht zusätzliche Zeit.

Aus Gründen des Gleichheitsgrundsatzes könnte man dann allerdings auch auf die Idee kommen, das bei allen Arbeitsverhältnissen so zu betrachten, nämlich daß die 48h inklusive aller Pausen zu betrachten sind, nur daß Pausenzeiten vom AG nicht bezahlt werden. :icon_kinn:

Wer sieht das anders?

Ich! Wie kommst Du auf die Idee, daß Pausen zur Arbeitszeit gehören? :icon_eek: Nur weil Pausen gemacht werden müssen, heißt das nicht, daß sie bezahlt werden müssen.

Richtig ist, daß bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden eine Pause gemacht werden muß. Deshalb wird mir von meiner Anwesenheitszeit eine halbe Stunde Pause abgezogen, sobald ich länger als 6:30 h anwesend bin. Bin ich z. B. 6:15 h anwesend, wird mir nur eine Viertelstunde als Pause abgezogen.

Anwesenheitszeit - Pausenzeit = Arbeitszeit.

Lt. Tarifvertrag muß ich aber 39 Stunden arbeiten, nicht nur anwesend sein. Also muß ich 8:18 h anwesend sein und 7:48 h arbeiten, um mein Tagessoll zu erfüllen.
 

Lecarior

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https://de.wikipedia.org/wiki/40-Stunden-Woche

Hast Du denn den Artikel 6 des EU-Rechtes gelesen? Nein, hast Du nicht.

Es steht eindeutig geschrieben, daß die durchschnittliche Arbeitszeit pro Siebentageszeitraum 48 Stunden einschließlich der Überstunden nicht überschreiten darf.

Und was fällt Dir dabei auf? :icon_kinn: Inklusive aller Überstunden!
Doch, habe ich. Und Sinuhe auch. Denn er hat die richtige Antwort bereits gegeben und ich kann dir die entsprechende juristische Argumentation liefern. Denn was ist Mehrarbeit (im Volksmund "Überstunden" genannt) anderes als Arbeitszeit? Dafür spricht bereits die Gesetzessystematik, denn das ArbZG trifft zu Mehrarbeit keinerlei Aussagen. Das hingegen führt uns zur teleologischen Auslegung, denn § 3 Satz 1 ArbZG so zu verstehen wäre, dass darunter nur die reguläre Arbeitszeit fällt, dann könnten die Bestimmungen des ArbZG einfach dadurch umgangen werden, dass jegliche Arbeit über den 48 Wochenstunden als Mehrarbeit deklariert wird. Das kann angesichts der in § 1 Nr. 1 ArbZG zum Ausdruck gebrachten Zielsetzung des Gesetzes nicht der Wille des Gesetzgebers sein. Insofern hast du mit der Aussage

Mit wem also defaktisch eine regelmäßige, (und für meine Auffassung gemäß EU-Recht unzulässige), 48h Arbeitswoche vereinbart ist, braucht keinerlei Überstunden abzuleisten, weil eben lt. EU-Recht in diesen 48h sämtliche Überstunden bereits enthalten sind.
sogar Recht.
 
E

ExitUser

Gast
Der wiki-Link von Pinguin sagt:

Die 40-Stunden-Woche ist eine staatliche oder arbeitsvertragliche Regulierung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden.

Sie gilt in Österreich seit 1975 als maximale Normalarbeitszeit des Kollektivvertrags für alle Arbeitnehmer (wenn auch mit Ausnahmen), in Deutschland (West) galt sie 1965–1984 und gilt für die meisten Beamten, in der Schweiz gilt sie für Staatsangestellte.

Auch wenn in den meisten Branchen nach wie vor die 40-Stunden-Woche gilt (oder wieder gilt) bzw. niedriger ist, steht da nix davon, daß es nicht mehr als 40 Stunden in der Woche sein dürfen.

Von Landesbeamten in NRW weiß ich, daß sie 41 Stunden in 5 Tagen arbeiten müssen.
 

pinguin

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Denn was ist Mehrarbeit (im Volksmund "Überstunden" genannt) anderes als Arbeitszeit?
Sicher, freilich ist Mehrarbeit auch Arbeitszeit, aber keine regelmäßig, d.h. täglich übliche? Mehrarbeit ist, auch wenn ich mich hier wiederhole, deswegen Mehrarbeit, weil sie den vertraglich vereinbarten Rahmen der Regelarbeitszeit übersteigt.

Evtl. gibt es ja hierzu seitens des BAG schon Entscheidungen, wie oft man zu Mehrarbeit, also Arbeitszeit, die über die vertraglich vereinbarte Regelarbeitszeit hinausgeht, herangezogen werden darf. Ich bezweifle sehr, daß dieses täglich legitim ist. :icon_kinn:

Und ich bleibe auch bei meiner Auffassung, daß es sich bei den genannten 48h nicht um regelmäßig(!) zu leistende Arbeitszeit handelt, gerade weil in diesen 48h sämtliche Mehrarbeitszeit enthalten ist. Es gebietet doch schon die Logik, daß die regelmäßig zu leistende Arbeitszeit weniger sein muß, um mit evtl. anfallender Mehrarbeitszeit auf maximal 48h zu kommen?

Ist doch eine einfache Gleichung? 48h = Mehrarbeit + Regelarbeitszeit.

Dafür spricht bereits die Gesetzessystematik, denn das ArbZG trifft zu Mehrarbeit keinerlei Aussagen.
dass jegliche Arbeit über den 48 Wochenstunden als Mehrarbeit deklariert wird.
Siehe Artikel 6 der EU-Verordnung; hier wird "Mehrarbeit" bzw. "Überstunden" immerhin erwähnt.

Die 48h je Siebentageszeitraum sind als Maximum für Arbeitnehmer fixiert.

EUR-Lex - 62009J0429C(01) - DE

Und hier noch eine Ergänzung zur schon genannten EU-Verordnung: EUR-Lex - 52008AP0615 - DE
 
E

ExitUser

Gast
Wie kommst Du darauf, daß Mehrarbeit immer anfallen muß und daher bei der Regelarbeitszeit darauf geachtet werden muß, Raum für Mehrarbeitszeiten innerhalb der magischen 48 Stunden zu lassen?
 

Taugenix

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Erstmal herzlichen Dank für die Antworten und die rege Beteiligung am Thema!

Im VV steht unter Arbeitszeit (hier muss § 2 des ArbZG gelten, also ohne Pausen): Vollzeit; 45 Stunden pro Woche / Arbeitsbeginn Mo-Fr. 09.00 Uhr, 45 WStd.

Ich gehe nun davon aus, dass dies die Zeit ohne Pausen ist, bei einer 5 Tage Woche wäre dies somit unzulässig, da die Arbeitszeit mehr als 8 Stunden regelmäßig pro Tag beträgt?!

Gruß

Taugenix
 
E

ExitUser

Gast
Nein, noch immer nicht. Innerhalb eines 7-Tage-Zeitraums würdest Du trotzdem nur 45 Stunden arbeiten.

Maximale tägliche Arbeitszeit liegt bei 10 Stunden, nicht bei 8 Stunden.
 
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