45 Jahre gearbeitet - trotzdem droht jedem Zweiten Rente auf Hartz-IV-Niveau (1 Betrachter)

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franzi

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https://www.merkur.de/politik/45-ja...weiten-rente-auf-hartz-iv-niveau-8409918.html

"Das Beispiel Österreich zeige, dass ein Kurswechsel möglich sei. Statt die Bevölkerung „zum Riestern“ aufzufordern, habe man dort die gesetzliche Rente ausgebaut. Heute sei die Rente in Österreich im Schnitt 500 Euro höher als in Deutschland."

Rentensystem in Österreich: 40 Prozent mehr Rente als in Deutschland - FOCUS Online

"Der Österreicher (Jahresbrutto 49.000 Euro) kann dagegen laut seinem Rentenbescheid mit 2956 Euro Rente rechnen - und das sogar 14 mal im Jahr, weil Rentner in der Alpenrepublik auch Weihnachts- und Urlaubsgeld bekommen. Auf den Monat gerechnet sind das rund 3500 Euro brutto.
Damit kommt der Österreicher auf eine Jahresrente von 41.384 Euro, der Deutsche aber nur auf 26.539 Euro. Ein Unterschied von fast 40 Prozent."
 

Albertt

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AW: 45 Jahre berufstätig, danach Rente auf Hartz IV-Niveau

Das ist BULL§HIT! Auch in AT sind die Durchschnittgehälter nicht so hoch, wie in den üblichen Medien angepriesen. Auch in AT gibt es den Kapitalismuss und das Throat-STOPFING funktioniert auch in AT nur dann, wenn der AG seinen Rachen bis oben hin, also RANDVOLL stopfen kann. Wieso wird der Mist hier verlinkt? Wir wissen doch, wie das bei uns ist. Wieso wird Auslandsnachrichten nicht die selbe Misstrauigkeit entgegen gebracht wie bei uns? Die einzigen die gut verdienen, sind die Mittel und die Oberschicht. Der Rest kommt auch in AT gerade so über die Runden.
 
P

Professor Bondi

Gast
AW: 45 Jahre berufstätig, danach Rente auf Hartz IV-Niveau

"Der Österreicher (Jahresbrutto 49.000 Euro) kann dagegen laut seinem Rentenbescheid mit 2956 Euro Rente rechnen - und das sogar 14 mal im Jahr, weil Rentner in der Alpenrepublik auch Weihnachts- und Urlaubsgeld bekommen. Auf den Monat gerechnet sind das rund 3500 Euro brutto.
Damit kommt der Österreicher auf eine Jahresrente von 41.384 Euro, der Deutsche aber nur auf 26.539 Euro. Ein Unterschied von fast 40 Prozent."
So ein Jahresbrutto von 49.000 € muß man auch erstmal haben.

Allerdings ist die Jahresrente nach dieser Berechnung schon erstaunlich hoch. Die Frage ist, wie hoch AN- und AG-Anteile in Österreich sind. Da muß unsereins schon ganz schön reinbuttern, um auf eine ähnlich hohe Rente zu kommen.

Sicher freue auch ich mich auf meine Altersbezüge, aber ich bin der Meinung, daß Manche vollkommen vergessen, daß es auch ein Leben vor dem Rentenbezug gibt. Vorsorge ist wichtig, aber man lebt jetzt und hier.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
AW: 45 Jahre berufstätig, danach Rente auf Hartz IV-Niveau

Es gibt die Fälle nicht.

In jeder Talkshow, die zu diesem Thema kam, wurden Personen gezeigt, die angeblich ihr Leben lang gearbeitet haben.
Bei näherer Betrachtung handelte es sich eben nicht um durchgehend 45 Jahre Vollzeitjob.

Das macht keiner, 45 Jahre für schmalen Lohn.
Dieser Personenkreis landet so oder so in Grundsicherung.
Man kann das sehr gut hier im Forum sehen:

"Für das Geld arbeite ich nicht" "Nur 220€ mehr als Alg2" etc.
Ich bewerte das nicht, verstehe das sogar ein wenig!

Ich stelle eben fest, dass es diese Fälle in signifikanter Anzahl nicht gibt und auch nicht geben wird!

Der AN mit noch normalem Gehalt und 45 Jahre Beschäftigung wird allerdings vom Niveau dann nur knapp drüber liegen.

Das ist der wahre Skandal!
 

AsbachUralt

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"Das Beispiel Österreich zeige,
Ähm.....
Hinzu kommt, dass trotz der hohen Rentenversicherungsbeiträge von 22,8 Prozent - in Deutschland sind es 18,7 Prozent - die Ruhegelder im Vergleich zum allgemeinen Wohlstand in Österreich gering sind. Wer sich allein auf das AGSV verlässt, erhält heute eine Bruttorente von 1100 bis 1200 Euro im Monat.
„Das österreichische Modell eignet sich nicht als Vorbild für Deutschland“, urteilt denn auch Michael Christl, der Rentenfachmann der Denkfabrik Agenda Austria in Wien. „Das System ist hoch subventioniert und nicht zukunftsfest.“ So gebe es keine automatische Anpassung an die demographische Entwicklung. Das tatsächliche Renteneintrittsalter betrage 60,2 Jahre, die durchschnittliche Rentenbezugsdauer belaufe sich auf 22 Jahre - beides ungünstiger als in Deutschland.
Altersvorsorge: Gefährliches Rentenvorbild Österreich


Auch in Österreich wird die Finanzierung der Pensionen ( in Österreich gibt es den Begriff Renten nicht) immer schwieriger.

Finanzierung: Das ewige Pensionsdilemma « DiePresse.com

Und die Idee, dass alle in die Rentenversicherung einzahlen hat einen kleinen Haken, damit erwerben sie sich ja dann die gleichen Ansprüche, wodurch das zu einem Null-Summen Spiel wird.

Die Rentenversicherung, bei der immer weniger Beitragszahler immer mehr Rentner unterhalten müssen ist schon länger am Ende der Fahnenstange angelangt.
Inzwischen zahlt der Staat ein Viertel seines Bundeshaushaltes an die DRV als Zuschuss, jährlich über 80 Milliarden.
Leider gibt es bei der Altersvorsorge auch kein Perpetuum Mobile.
 
P

Professor Bondi

Gast
Und die Idee, dass alle in die Rentenversicherung einzahlen hat einen kleinen Haken, damit erwerben sie sich ja dann die gleichen Ansprüche, wodurch das zu einem Null-Summen Spiel wird.
Es ist noch schlechter, denn Studien haben bewiesen, daß Gutverdiener einige Jahre länger leben als Geringverdiener. Die Rentenkasse müsste also für die - sollte es jemals dazu kommen - Ruheständler mit einer hohen Rente deutlich länger zahlen als für alle anderen.

https://www.welt.de/politik/deutsch...-etwa-fuenf-Jahre-laenger-leben-als-Arme.html
Drei Jahre mehr: Gutverdienerinnen leben länger - Recht und Gehalt - FAZ
Ruheständler im Vergleich: Besserverdiener leben länger - SPIEGEL ONLINE
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Und die Idee, dass alle in die Rentenversicherung einzahlen hat einen kleinen Haken, damit erwerben sie sich ja dann die gleichen Ansprüche, wodurch das zu einem Null-Summen Spiel wird.
Nein.
Denn diese Gruppe zahlt im Moment ja gar nix ein.
Und bekommt am Ende trotzdem die Grundsicherungsrente.

Nichtsdestotrotz wird man nicht umhin kommen Rente und Pension zusammenzulegen. Alle zahlen in einem Pott. Wer mehr will muss mehr verdienen und privat rentnern.
Ansonsten sollte sich jeder Arbeitnehmer selbstständig machen und weiterarbeiten und keinerlei Sozialabgaben mehr zahlen.
 
E

ExitUser

Gast
Rente ist eben eine Kostenfaktor + schmälert die Profitmargen . Also wird sie so organsiert, das sie möglichst wenig kostet ohne die Menschen gleich zu töten (aktuell eher langsam).Für Sozialpolitik die Menschen zugute kommt gibt es -eben seit 1989- keinen zwingenden Grund mehr für die herrrschende Ausbeuterklasse.
 

AsbachUralt

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Nein.
Denn diese Gruppe zahlt im Moment ja gar nix ein.
Und bekommt am Ende trotzdem die Grundsicherungsrente.
Welche Grundsicherungsrente?
Wer keine Beiträge an die DRV abgeführt hat, hat auch keine Ansprüche.
Der bekommt höchstens die Grundsicherung nach SGB XII.
Und das sind zwei ganz unterschiedliche Leistungen.
 

Vizekanzler

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Ist ja toll, wenn die die SV-Beitragszahler in Österreich oder der Schweiz eine Altersversorgung erwarten dürfen von der sie dann auch leben können, aber eigentlich geht mir das eine Astronomische Einheit am Gluteus maximus vorbei.

Ich lebe in DE und zahle hier meine SV-Beiträge. Und da ist es mir ein dringendes Anliegen, wenn die Parteien, die auch eine reelle Chance haben irgendwann mal die Regierung zu stellen oder an ihr beteiligt zu sein, Konzepte entwickeln und auch umsetzen, welche eine auskömmliche Alterversorgung ermöglichen.

Leider sieht es da ja momentan ziemlich mau aus. Selbst Sankt Martin ist bei dem Thema eher auf Schleichpfad unterwegs, der eher in die Irre führt. :icon_rolleyes:


_
 

Wholesaler

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Jahrzehntelange Arbeit und trotzdem nur eine Rente auf Niveau der Grundsicherung.

Jahrzehntelange Einzahlung in die gesetzliche Arbeitslosenversicherung und nach einem Jahr Erwerbslosigkeit wird man behandelt wie jemand, der noch nie in seinem Leben gearbeitet hat. Man erhält dieselben Almosen, sofern man denn überhaupt bedürftig ist. Ansonsten geht es erst an die mühsam erarbeiteten Ersparnisse.

Ein Armutszeugnis für den deutschen Sozialstaat.
 

Solanus

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....
Ein Armutszeugnis für den deutschen Sozialstaat.
Nicht der Staat ist daran schuld! Einzig die Wähler, die dies zulassen...

...und wart's ab, 2017 wird wieder CDU oder SPD stärkste Kraft, wahrscheinlich CDU. Die zwei Parteien, die seit 30 Jahren die Bevölkerung belügen und betrügen. Gewählt und legitimiert vom mündigen Bürger!
 

Wholesaler

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Womit wir wieder bei der Diskussion sind, was man wählen soll, damit sich diesbezüglich etwas zum Positiven verändert.
 

AsbachUralt

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Da kannst Du wählen was Du willst, Politiker regieren nicht für das Volk, sondern für die Lobbyisten. Da würde sich auch bei den LINKEN nichts ändern, wie die DDR gezeigt hat. Dort waren auch alle gleich, aber die an der Macht waren noch gleicher.
 

annar

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Da kannst Du wählen was Du willst, Politiker regieren nicht für das Volk, sondern für die Lobbyisten. Da würde sich auch bei den LINKEN nichts ändern, wie die DDR gezeigt hat. Dort waren auch alle gleich, aber die an der Macht waren noch gleicher.
Das tut richtig weh zu lesen!

Die Linke ist die einzig einflussreiche Partei mit sozialem Schwerpunkt und selbst wenn sie mal in 20 Jahren 50 % erreicht (haha), meinst du nicht, Mitglieder aus der ehem. DDR haben aus grundlegenden Fehlern gelernt?


Was kann man als Normalo denn tun, dass sich was ändert? Ich bin auch recht verzweifelt über alles, was falsch läuft. Aber was erhoffst du dir vom Nichtwählen?

Oder falls du wählst - Die PARTEI oder Piraten zu wählen - das ändert noch weniger.

Ich hab auch Kritik an Die Linke, aber soll ich deshalb meine eigene erfolglose Kleinstpartei gründen?
 

AsbachUralt

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meinst du nicht, Mitglieder aus der ehem. DDR haben aus grundlegenden Fehlern gelernt?

Nein, denn es sind Menschen und Menschen lassen sich immer, bis auf ganz wenige Ausnahmen, korrumpieren, egal durch was.
Und gegen das Kapital der Wirtschaft kommen Politiker sowieso nicht an, selbst wenn sie noch so edle Ziele verfolgen. Ganz egal wo sie politisch stehen.
Was ist denn aus den Kommunisten der ehemaligen UDSSR, China, Vietnam und Kambodscha geworden? Knallharte Kapitalisten, teils noch härter als die westlichen.

Der Spruch heißt nicht umsonst: Geld regiert die Welt.
 

annar

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Ok, du sagst also, alle Menschen sind Opportunisten und man kann nichts ändern. Also ergeben wir uns unserem Schicksal, regungslos.

Ich dachte immer, ich sei Misanthropin, Nihilistin und/oder wenigstens leicht depressiv, aber schlimmer geht immer. Traurig!
 
P

Professor Bondi

Gast
Ok, du sagst also, alle Menschen sind Opportunisten und man kann nichts ändern. Also ergeben wir uns unserem Schicksal, regungslos.
Wer Gesellschaften verändern will - auf demokratische Weise! - muß den Menschen schon sagen, welche Vorteile sie aufgrund einer Veränderung haben.

Das ist so schwierig nun auch wieder nicht.

Einer Gesellschaft zu erklären, daß sie abgeben sollte, daß sie einen Angleich an niedrigere Einkommensschichten erreichen sollte, ist grundfalsch und erzeugt eine Abwehrreaktion.

Nur die Wenigsten geben freiwillig mehr, als sie müssen. Und das ist nachvollziehbar.
 

Solanus

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M. M. n. läßt sich das "Problem" relativ einfach lösen.

Exakt gerade alles das machen, wovor die Medien eindringlich warnen.

Warum das? Nun eigentlich ganz einfach: Wenn ich möchte, dass jemand etwas nicht tut, weil es MIR gefährlich wird, dann warne ich denjenigen ganz eindringlich davor dies zu tun, weil es IHM schlecht ergehen würde.

Wovor warnen bei jeder Wahl die Medien ganz besonders? Vor dem "Nichtwählen", weil jede Stimme wichtig ist, weil jede Stimme zählt, wenn man etwas ändern möchte.

Genau, deswegen wählen jedesmal wieder genügend freie Bürger ihren Henker selbst.

Wenn mir etwas oder jemand gefährlich werden könnte, dann mache ich den- oder dasjenige lächerlich und bringe die Leute dazu zu glauben, dass genau dieses(r) ihnen schaden würde, und dass es lächerlich ist auf solche Scharlatane zu hören, wenn man ein intelligenter und mündiger Bürger ist.
 
P

Professor Bondi

Gast
Wovor warnen bei jeder Wahl die Medien ganz besonders? Vor dem "Nichtwählen", weil jede Stimme wichtig ist, weil jede Stimme zählt, wenn man etwas ändern möchte.
Wo, bitte, wird in den Medien vor der Partei Die.Linke gewarnt?

Die.Linke liegt kaum über der Wahrnehmungsschwelle. Aber das hat andere Gründe. Da ergeht es ihnen exakt so wie Die.Grünen, die kein Fettnäpfchen auslassen. Zuletzt die Äusserungen der EU-Abgeordneten Ska Keller zur zwangsweisen Unterbringung von Flüchtlingen in Osteuropa.

Gängelung von Menschen lassen sich diese nur sehr selten gefallen.
 

annar

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Langsam wird mir das hier mir zu verworren.

Also 'die Medien' warnen vorm Nichtwählen, weil es eigentlich ihnen statt uns schlecht erginge, würden wir nicht wählen gehen?

What?

Was erreichen wir, wenn wir nicht wählen? Was passiert dann?

Revolucion?
Räteparlament?
Philosophenherrschaft?
Anarchie?
 
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