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400€ nicht angegeben? Rat und Folgen?

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Queenie

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Hallo Ihr,

Ich bräuchte dringend euren Rat zu meiner Situation!

Was ist passiert?

Bis zum 15. August hatte ich einen normalen Job und einen Nebenjob auf 400€ Euro Basis. Ab dem 15. habe ich mich arbeitslos gemeldet. Hierbei habe ich den Nebenjob nicht angegeben, da ich weder eine Lohnabrechnung noch sonst irgendwas bekommen habe und mir das Geld immer in Bar ausgezahlt worden ist. Da sich mein Chef nicht mal meine Stunden aufgeschrieben hat, bin ich ehrlich gesagt davon ausgegangen, dass er mich gar nicht angemeldet hatte und außerdem war der Verdienst so gering, dass es bei der Berechnung kaum ins Gewicht gefallen wäre. Wir haben uns nicht besonders gut verstanden und das Arbeitsverhältnis bestand sowieso nur bis Anfang August. Hinzukommt, dass ich nicht oft dort gearbeitet habe da es nicht funktioniert hat. Noch im August habe ich mir dann einen anderen Nebenjob gesucht den ich beim Amt auch ordnungsgemäß angegeben habe. Nun bekam ich einen Anhörungsbescheid wegen dieses Jobs und von meiner stinkwütenden Sachbearbeiterin die Drohung einer Anzeige wegen Betruges und eines Bußgeldes wegen Schwarzarbeit. Offensichtlich hat mein lieber Exchef mich dann im nachhinein doch noch angemeldet.
Es handelt sich um maximal 200€ die in den Zeitraum der Berechnung fallen. Es war nicht meine Absicht, das Amt zu hintergehen, da ich mir wegen 200€ keinen Ärger einhandeln möchte. Es war einfach nur der Punkt, dass ich keine Nachweise über den Verdienst hatte und es deshalb nicht angegeben hatte, da ich es einfach nicht auf dem Schirm hatte. War nicht besonders intelligent noch wirft es ein gutes Licht auf mich, trotzdem weis ich unser Sozialsystem sehr wohl zu schätzen und habe kein Interesse daran es auszunutzen.

Meine Frage ist jetzt einfach:


    • Was empfehlt ihr mir? Wie soll ich reagieren bzw. was sage ich denen?
    • Womit muss ich rechnen, was kommt auf mich zu? Kann ich wegen 200€ mit einer Strafanzeige bzw. mit einem Bußgeld und einer Sperrung rechnen?
    • Habt ihr sonst noch Tipps wie man intelligent auf die Situation reagieren kann?
    • Was verstehen die überhaupt unter Schwarzarbeit, wenn mein Chef das dann doch angemeldet hatte war es doch gar keine Schwarzarbeit im eigentlichen Sinne sondern nur ein nichtangezeigter Nebenverdienst oder ist das für die das Gleiche?
Ich danke euch. Das Thema liegt mir wirklich schwer im Magen.

Liebe Grüße Queenie!
 

stummelbeinchen

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Hallo,

ich muss nochmal nachfragen. Du bist am 15.8. nicht ins Arbeitslosengeld 1 gegangen sondern hast Dich gleich beim Arbeitslosengeld 2 gemeldet?

LG
 

Queenie

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Ja das ist schon richtig, ich hatte vorher nicht lange genug gearbeitet um ALG1 zu bekommen :( !
 
E

ExitUser

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AW: 400€ nicht angegeben? Rat und Folgen?

Minijobs müssen vom Arbeitgeber angemeldet werden. Alleine schon wegen der pauschalen Abgaben. Wenn er dich nicht angemeldet hat, dann wäre es Schwarzarbeit. Ich glaube aber kaum, daß er das quasi als Selbstanzeige macht.

Versuch dich aber mal zu erinnern, ob du bei dem AG etwas unterschrieben hast ... Nämlich die Anmeldung eines Minijobs


Zum Verhalten gegenüber dem Amt kann ich nur empfehlen: Flucht nach vorne. Karten auf den Tisch legen und da eben auch schildern, daß du gedanklich mit dem Job schon abgeschlossen hattest und es keine böswillige Absicht war, das Einkommen zu verheimlichen.

Vor allem war dir wegen der unregelmäßigen Arbeitszeit, der gespannten Lage dort und der unregelmäßigen Stundenzahl gar nicht bekannt, was du zum Zeitpunkt der Antragstellung überhaupt in dem Monat (wenn überhaupt) bekommst - Oder???? :icon_psst:
 
E

ExitUser

Gast
AW: 400€ nicht angegeben? Rat und Folgen?

Stimmt nicht ganz, denn auch ALG II-Empfänger/innen müssen einen Nebenverdienst angeben.

Aber dem stimme ich zu:
Klar muss jeder Verdienst angemeldet werden.
Hatte ich mich missverständlich ausgedrückt? Der obere Abschnitt bezog sich auf die Arbeitgeberanmeldung an die BA in Saarbrücken.
 

farger4711

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Hallo Queenie,

Demolier hat Recht. Flucht nach vorne. Vll. solltest Du tatsächlich Reue zeigen.
Einer ehem. Kollegin ist so ein Fehler auch mal passiert. Sie hatte die Anhörung bei ihrer SB. Die hat dann Strafanzeige gemacht wegen Betruges. Das ging dann zur Polizei, wo sie dann einen Termin bekam, um sich nochmals zu äußern. Die haben es dann an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Letztendlich mußte sie dann eine Strafe von 200€ berappen. Zum Glück wurde nichts ins Führungszeugniss eingetragen.

Da ging es nicht um Schwarzarbeit, sondern lediglich um nicht angegeben Vedienst.
Eine Sperre hat sie übrigens nicht bekommen.
 

Queenie

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Hallo Ihr

Vielen Dank für die Tips.

Ich fühl mich schon ein bischen besser. Hab heute eine Stellungnahme geschrieben und versucht das zu erklären.

Morgen werde ich nocheinmal persönlich bei Ihr vorsprechen und Ihr die Unterlagen geben. Mal sehen was Sie sagt.

@ Demolier: Nee ich hab da gar nichts unterschrieben. Ich hatte ihm aber wohl kopien von meinem Sozialversicherungsausweis, der Lohnsteuerkarte usw. gegeben.
Ich nehme mal an das reicht. Nen Vertrag gab es ja auch nie!

Liebe Grüße Queenie
 

farger4711

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Dann drück' ich Dir für Morgen tüchtig die Daumen und hoffe, dass Du mit "heiler" Haut aus der Sache kommst!

Sei in Zukunft halt einfach mißtrauischer.
Und immer schön an Deine Mitwirkungspflicht denken.:biggrin:

Daumen drück
 

Queenie

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Hallo Ihr,

Also noch einmal zum Thema, wie Ihr mir empfohlen habt, bin ich zu meiner Sachbearbeiterin habe die Stellungnahme abgegeben und mit Ihr geredet. Sie war auf einmal ganz locker und nett und meinte jaja, wenn es nur der August war ist es nicht ganz so dramatisch und Sie meinte mit Ihrer Drohung eigentlich ehr die Leute, die sich erwischen lasse und straight wieder "schwarz" arbeiten gehen. Die bekommen sowieso alles mit.

Nun aber die nächste Runde. In diesem Fall ist es mein Exarbeitgeber. Der Himmelhund hat mich doch tatsächlich angemeldet und abgerechnet.

1. in einer Zeit, in der ich zu 100% gar nicht mehr bei ihm gearbeitet habe!!!
2. mit den vollen 400€ die ich erstens nie verdient habe und natürlich auch nicht bekommen habe.

Meine Vermutung ist das der Lümmel über mich seine ausländischen vermutlich nicht angemeldeten Mitarbeiter abrechnet. Ich bin darüber wirklich wütend da er mir damit eine Menge Probleme macht. Bis auf weiteres wird das Gehalt natürlich angerechnet in welchem Punkt ich die Arge natürlich auch völlig verstehen kann.

ABER: Was unternehme ich gegen meinen Exarbeitgeber. Wo kommen wir denn hin wenn jeder jeden anmelden und abrechnen kann wie er lustig ist und ich muss es ausbaden weil mir das natürlich die nächsten Monate abgerechnet wird und ich kein Geld mehr bekomme?

Wen kann ich darauf ansetzen?

Finanzamt?
Steuerbehörde?
Ausländerbehörde?

Was könnte ein Anwalt tun?

Welche Möglichkeiten habe ich überhaupt als Harz4 Empfänger eine Anwalt zu bekommen der sich für mich einsetzt?

Kann mir jemand einen Anwalt in Hamburg empfehlen???

Vielen vielen Dank!

Dieses Forum ist super!

LG Queenie
 

physicus

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ABER: Was unternehme ich gegen meinen Exarbeitgeber. Wo kommen wir denn hin wenn jeder jeden anmelden und abrechnen kann wie er lustig ist und ich muss es ausbaden weil mir das natürlich die nächsten Monate abgerechnet wird und ich kein Geld mehr bekomme?
klag doch das geld was er abrechnet ein ;)
du kannst ja nachweisen das es bei dir nie auf dem konto einging und unterschrieben hast du auch keinen barerhalt des geldes...

viell. wäre hier mal eine anzeige angebracht.

Wen kann ich darauf ansetzen?

Finanzamt?
Steuerbehörde?
Ausländerbehörde?
finanzamt mit sicherheit und die zollbehörde, die sollen sich den laden mal angucken.

einen anwalt brauchst du dafür nicht.

mfg physicus
 

Queenie

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Hallo,

@ Physicus, du hast Recht. Ich war heute bei der Öffentlichen Rechtsberatung. Super Sache. Ich bin völlig begeistert, dass es sowas gibt. Jedenfalls haben die jetzt ein offizielles Schreiben an meinen Exarbeitgeber aufgestzt mit der Foderung, die unrechtmäßige Abrechnung zu korrigieren. Außerdem haben die gesagt ich soll ihn beim Finanzamt und bei Zoll melden und gegebenenfalls bei der Polizei anzeigen. Was ich wohl auch tun werde. Ob es mir was bringt ist nicht sicher, da ja Aussage gegen Aussage steht. Aber zumindest so meinten die, sieht die Arge, dann dass ich was unternehme.

Schauen wir mal. Ein bischen mulmig ist mir schon jetzt so eine Miene loszutreten, vor allem weil ich nicht weiß, was auf mich zukommt. Aber es lässt sich wohl nicht ändern. Schade das es in manchen Sachen immer erst soweit kommen muss.

LG Queenie
 
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