400€ Job - Erstattungsbescheid (1 Betrachter)

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hartzerlino

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Hallo,

ich bin in einem 400€ Job. Leider muss ich Geld zurückzahlen.

Jetzt habe ich eine Frage. Wie sieht es aus, wenn man am Anfang des Monats das Geld vom vorherigen Monat erst erhalten hat und am Ende des Monats für für den ablaufenden Monat.

Also 2 x 400€ in einem Monat. Laut Erstattungsbescheid ist der Zahlmonat relevant.

Vielen Dank für Eure Hilfe!
 
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Sollte kein Problem sein,wenn auf dem Kontoauszug vermerkt ist für welchen Monat das Geld ist.

Denn bei mir ist es so,da steht Gehalt für Monat so und so.
 

gila

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SB will anscheinend auf den "Zufluss" abstellen.
Aber bei einer regelmäßigen Einnahme muss er das "verteilen".

Und er KANN durchaus auch halbjährlich verrechnen und muss dich nicht jeden Monat ärgern.

Bei meiner Schwester war dieser Hinweis erfolgreich und nach anfänglichem "das geht nicht" und monatlichem Durcheinander und Tonnenweise Bescheiden klappt es nun.

§ 2 Berechnung des Einkommens aus nichtselbständiger Arbeit
(1) Bei der Berechnung des Einkommens aus nichtselbständiger Arbeit (§ 14 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch) ist von den Bruttoeinnahmen auszugehen.
(2) (weggefallen)
[FONT=&quot](3) Ist bei laufenden Einnahmen im Bewilligungszeitraum zu erwarten, dass diese in unterschiedlicher Höhe zufließen, kann als Einkommen ein monatliches Durchschnittseinkommen zu Grunde gelegt werden[/FONT]


In den Weisungen der BA zum SGB II (kein Gesetz) steht:
Zitat:
Durchschnittsberechnung bei unterschiedlicher Höhe (Randziffer 11.7)

(3) Laufende Einnahmen liegen auch vor, wenn Einnahmen auf Grund der Eigenart der Entlohnung monatlich in unterschiedlicher Höhe zufließen (z.B. Stunden- oder Akkordlöhner).
Laufende Einnahmen in monatlich unterschiedlicher Höhe können daher für jeden Monat separat berechnet werden. Nach § 2 Abs. 3 Alg II-V ist es auch zulässig, für den Bewillligungszeitraum ein Durchschnittseinkommen zu berücksichtigen, wenn bei der Entscheidung bekannt ist, dass das Einkommen in monatlich unterschiedlicher Höhe zufließen wird. Dabei ist als monatliches Durchschnittseinkommen für jeden Monat der Teil des Einkommens zu berücksichtigen, der sich bei Teilung des Gesamteinkommens durch die Anzahl der Monate im Bewilligungszeitraum ergibt.

Lass dich nicht veräppeln - du hast einen monatlich bezahlten Minijob - hier von "Zufluss" zu sprechen bewegt sich auf äußerst dünnem Eis!
Bestehe darauf, sollte dein Einkommen schwanken, einen vernünftigen Mittelwert zu finden und vereinbare, dass alle 6 Monate neu abgerechnet wird, ob etwas zu bekommen oder zu erstatten ist.
 

verona

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Hallo,

Jetzt habe ich eine Frage. Wie sieht es aus, wenn man am Anfang des Monats das Geld vom vorherigen Monat erst erhalten hat und am Ende des Monats für für den ablaufenden Monat.
Es handelt sich um zwei Einkommen und das einmalig, die in einem Monat zufließen. Also Einkommen 800,- Euro, dementsprechend die Verrechnung.
Rechtlich ist das m.W. ok, wenn der SB es so, leider für dich ungünstig, abrechnet. Von daher bezweifel ich, ob du anderes durchsetzen kannst, wobei ich das auf jeden Fall versuchen würde.
Somit erst mal Widerspruch einlegen, kann nicht schaden. die Begründung kann ja folgen.

Ich hatte das im letzten Jahr auch. Hier bekam ich einmalig 600,-Euro Nachzahlung. Bis heute stehe ich mit dem Amt in Verhandlung, inzwischen über Rechtsanwalt. Allerdings war mein Bescheid nicht eindeutig, sodass ich auf Grund dessen was machen konnte und hoffentlich gewinne.
Ansonsten hätte ich lt. Rechtsanwalt ohne Frage zurückzahlen müssen.
 

prinz edmund

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Da vorher auch falsche Darstellungen im Thread zu lesen sind, möchte ich einfach die richtige von verona unterstreichen: Es gilt das Zuflussprinzip.
 
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