400€ als Schwarzarbeit und Hinzuverdienstgrenze

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PAPMobber

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hallo zusammen,
muss der 400€ job vor dessen antritt oder dem ersten arbeiten darin dem arbeitsamt gemeldet werden, damit es sich nicht um schwarzarbeit handelt, oder wird das nachträglich automatisch von der minijobzentrale gemacht? meldet der arbeitgeben automatisch bei der zentrale an?
wieviel darf man denn eigentlich davon behalten? sind die ersten 100 euro frei? und vom ganzen rest nur 30 euro?
 
E

ExitUser

Gast
Guten Morgen PAPMobber,

Du musst vor Antritt des Minijobs das Arbeitsamt/ARGE/JobCenter informieren.

Der Arbeitgeber hingegen muss Dich bei der Minijob-Zentrale der Knappschaft Bahn See anmelden.

Beziehst Du ALG 1, dann schaue bitte hier:
Sofern Sie eine Nebenbeschäftigung mit weniger als 15 Wochenstunden ausüben, wird Ihr Nebeneinkommen angerechnet. Dabei bleiben jedoch 165 Euro monatlich anrechnungsfrei.
Quelle
Wichtig: Bei ALG 1 darfst Du nicht mehr als 14,9 Std. wöchentlich arbeiten, da sonst kein Anspruch mehr auf ALG 1 besteht.


Beziehst Du ALG 2, dann schaue bitte hier:
Die ersten 100 € sind anrechnungsfrei. Von jedem weiteren Euro werden bei einem Minijob zusätzlich 20% nicht angerechnet. Bei einem Einkommen von 400 € bleiben so 160 € anrechnungsfrei, 240 € werden vom Arbeitslosengeld II abgezogen.
Quelle
 

redfly

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Das Problem wird aber sein, dass die ARGE den Aushilflohn recht schnell in die Berechnung aufnehmen wird. Das bedeutet, du bekommst erstmal weniger Leistungen, obwohl der der Aushilfslohn noch gar nicht zugeflossen ist. Für welchen Monat das Geld war spielt dabei keine Rolle, nur der Zufluss zählt.
 

PAPMobber

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@canigou:
danke für deine schnelle antwort!

@redfly:
ich verstehe leider nicht was du meinst. werden die arbeitsstunden für den monat abgezogen, in dem sie geleistet wurden oder wenn das geld im nächsten ausgezahlt wird?
wie muß der schwankende lohn je nach arbeitsstunden mitgeteilt bwerden? kontoauszüge dürfen die ja nicht übersandt bekommen, nur einsichtnahme, ohne berühren der belege. müssen dann für die einsichtnahme / vorlage auch die fahrtkosten zur arge erstattet werden?
 

delasoul

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Mein Mann hat auch einen 400 Euro Job. Bei uns ist es so, das ihm jeden Monat ein fiktiv Lohn von 400 E angerechnet wird.
Wir müssen dann jeden Monat die Lohnabrechnung bringen. Liegt er unter dem Satz,( also wenn er weniger wie 400 verdient hat) wird der rest nach bezahlt. Hat bei uns bis zu 2 Wochen gedauert, bis das Geld dann da war.
 
E

ExitUser

Gast
Das Problem wird aber sein, dass die ARGE den Aushilflohn recht schnell in die Berechnung aufnehmen wird. Das bedeutet, du bekommst erstmal weniger Leistungen, obwohl der der Aushilfslohn noch gar nicht zugeflossen ist. Für welchen Monat das Geld war spielt dabei keine Rolle, nur der Zufluss zählt.

Habe seit 1.7. einen Aushilfsarbeitsvertrag. Für Juli kam die volle ALG-II-Leistung, erster Lohn am 15.8. Für August auch noch mal voll ALG-II. Jetzt existiert eine Rückzahlungsvereinbarung mit dem JC: monatlich 30 € wegen Überzahlung (240 €) werden einbehalten.
 

physicus

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AW: 400€ als Schwarzarbeit und Hinzuverdienstgrenze

Das Problem wird aber sein, dass die ARGE den Aushilflohn recht schnell in die Berechnung aufnehmen wird. Das bedeutet, du bekommst erstmal weniger Leistungen, obwohl der der Aushilfslohn noch gar nicht zugeflossen ist. Für welchen Monat das Geld war spielt dabei keine Rolle, nur der Zufluss zählt.

dann soll er es halt erst melden wenn es ZUGELFOSSEN ist ;)

nämlich nach dem ersten zugang der kohle, die ARGE muss schliesslich auch bei antritt einer arbeit (vollzeit) bis zum ersten gehalt aufkommen, sprich bis zum ersten zufluss am 15. des folgemonates ;)

mfg physicus
 

physicus

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AW: 400€ als Schwarzarbeit und Hinzuverdienstgrenze

richtig, nur wer ernährt mich dann in der zwischenzeit?

dann würde ich das doch lieber drauf ankommen lassen...^^
es tritt ja nicht einmal eine überzahlung durch die ARGE ein.
 

PAPMobber

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ich denke, das problem verschlimmert sich noch, wenn schwankender lohn da ist, wegen arbeitsstunden gegen ca. 150 euro. dann zieht die arge doch zuviel ab und es liegt unter hartz 4! das wäre doch ungerecht und nicht verfassungsgemäß?
 

Wanted

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Zitat:

Zitat von physicus





dann soll er es halt erst melden wenn es ZUGELFOSSEN ist ;)

Kein wirklich gute Idee, denn die Tätigkeit durch den Minijob muss unverzüglich mitgeteilt werden.



Mag schon sein. Aus meiner eigenen Erfahrung vor nicht all zu langer zeit ist es sinnvoller diese Arbeit bzw. erste Lohnzahlung erst anzugeben, wenn das Geld da ist. Vor allem bei schwankenden Arbeitsstunden und monatl. schwankende Geld eingänge.

@PAPMobber
Zeig der arge NICHT(!!!) den Arbeitsvertrag sondern schreib ihnen nur (per Einschreiben?) das du ab dem XXX eine arbeit aufgenommen (Lohnsteuer/oder nicht) hast mit XXX Std. durchschnittlich.
und das du jeden Monat die Lohneingänge per Kontoauszug/Quittungen in Kopie einreichst.

(ich pers. würde niemals mehr im Vorraus genaue angaben über den Lohn machen. Auch wenn es evtl. bedeutet etwas ärger zu bekommen.:icon_evil: )

*edit:
Das mit dem zitieren ist wohl nicht mehr so wie sonst?:icon_kinn:
 

biddy

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Wanted meinte:
(ich pers. würde niemals mehr im Vorraus genaue angaben über den Lohn machen.
Ich auch nicht. Außerdem lässt sich wunderbar "spielen" mit

- dem Wissen, dass das Datum der Anweisung der Alg-II-Leistungen um den 20.-25. eines jeden Monats liegt
und dem
- daher nicht zu frühen Ausfüllen und Abschicken der Veränderungsmitteilung (ankreuzen "Anlage EK mir bitte zuschicken" anstatt "Anlage ist beigefügt") = Mitteilungspflicht nachgekommen

Ich habe es bisher immer so gemacht, dass ich erst nach Arbeitsaufnahme, aber vor Einkommenszufluss meiner "Mitteilungspflicht" nachgekommen bin. Somit hatte ich dann mein volles Alg II und es gab deswegen nie Probleme, zumal es m.E. nicht ungesetzlich ist.
Rückforderung kam dann natürlich, aber war ja ok.
 

PAPMobber

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hallo zusammen,
aber wenn für den nächsten monat von der arge einfach fiktiv 400€ angenommen werden, also fiktiver zufluss von 160 euro, bekomme ich weniger als den regelsatz, wenn ich nicht mal 160 euro verdiene.

wie gesagt, die arge weiß davon , am 20/25.10. kann die zahlung dann für november um 160 euro gekürzt werden, obwohl ich bis dahin nicht einmal weiß, wieviel ich bis dahin gearbeitet habe.
toll, dass ihr sogar wisst, wann die monatlichen anweisungen rausgehen. deshalb interessant, weil einladungen meistens kurz vor diesem termin sind, um noch rechtzeitig sanktionieren zu können!

bitte habt verständnis dafür, dass ich hier nicht schreiben kann, um welche arbeit es sich handelt, denn die arge-mitarbeiter können hier ja auch lesen und dies evtl. nachvollziehen, wer da was macht.wie groß ist die gefahr und die folgen eigentlich der ausspähung? sollte man dann seinen forumsnamen ändern?

was kann ich da machen? der arge mitteilen, dass der fiktive abzug noch nicht im nächsten monat erfolgen darf? darf die arge trotz fiktivem abzug dann weniger als den eckregelsatz überweisen? das wäre ja faktisch eine sanktion ohne rechtlich eine zu sein.wie könnte denn so ein schreiben an die arge aussehen?

danke für den hiunweis mit dem arbeitsvertrag! den gibt es zum glück nicht. man braucht auch keinen vertrag, oder? gibt es beim 400€ job denn eine art lohnfortzahlung im krankheitsfall? wie wird die lohnfortzahlung bei unterschiedlichen anfallenden stunden denn geregelt: durchschnitt des letzten monats?

viele grüße an alle!
 
E

ExitUser

Gast
Mein SB hat nach dem ersten Lohneingang am 15.8. erst verrechnet. Im August hatte ich noch volles ALG-II zusätzlich zu den 400 € Lohn.

Dadurch ist eine Überzahlung von 240 € entstanden. Die zahle ich seit September in 30-€-Raten ab.
 

PAPMobber

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@PAPMobber
Zeig der arge NICHT(!!!) den Arbeitsvertrag sondern schreib ihnen nur (per Einschreiben?) das du ab dem XXX eine arbeit aufgenommen (Lohnsteuer/oder nicht) hast mit XXX Std. durchschnittlich.
und das du jeden Monat die Lohneingänge per Kontoauszug/Quittungen in Kopie einreichst.

@wanted: guterb tipp von dir! wie kommst du darauf? was könnte sonst schieflaufen? aber den firmennamen muss man doch nennen, oder? reicht für den nachweis des arbeitsentgeltes auch eine bestätigung des arbeitgebers oder ist der kontoauszug notwendig wegen des zuflusszeitpunktes?
 

Wanted

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@wanted: guterb tipp von dir! wie kommst du darauf? was könnte sonst schieflaufen?

Lies meine letzten Beiträge. :icon_twisted: Dann weißt du warum ich diese einstellung habe bzw. was noch schiefgehen könnte
Ich habe bis heute noch probleme mit der Arge wegen meiner damaligen "Arbeitsaufnahme" (inkl. Ex Arbeitgeber)
Aber das gehört jetzt nicht hierher.


aber den firmennamen muss man doch nennen, oder?

Das mußt du selbst entscheiden. ICH würds nicht machen wenn es nicht wirklich nötig ist. Es geht der Arge nur um deine Einnahmen.

reicht für den nachweis des arbeitsentgeltes auch eine bestätigung des arbeitgebers oder ist der kontoauszug notwendig wegen des zuflusszeitpunktes?

Es gibt von der Arge einen Einkommensnachweis zu holen. Darin muß dein Arbeitgeber einiges eintragen was für deine arbeit relewant ist (Arbeitsstunden, Tage, Gehalt etc.) Das reicht.
Sorg nur dafür, das dein Chef einen festen, regelm. Lohn einträgt den du auch wirklich bekommst. Auf keinen fall reinschreiben lassen, das es von den geleisteten Arbeitsstunden abhängt und der Verdienst unregelmäßig ist!

letzteres hat mich eine menge ärger gebracht
 

PAPMobber

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@wanted:
danke, aber ich verstehe das nicht: warum denn nicht die unregelmäßigkeit hineinschreiben lassen, die ja besteht? welche nachteile hat das denn? und welche nachteile entstehen, wenn die arge einen arbeitsvertrag sieht? hat sie denn anspruch darauf, ihn zu sehen? übrigens reicht nach höchstrichterl rechtsprechung das telefaxsendeprotokoll

@delasoul
aber deine fahrtkosten zur abgabe der verlangten bescheinigung machst du doch geltend, oder?
 
E

ExitUser

Gast
danke, aber ich verstehe das nicht: warum denn nicht die unregelmäßigkeit hineinschreiben lassen, die ja besteht? Bei unregelmäßigem, schwankendem monatlichen Einkommen könntest Du in den H...... gekniffen sein. Kommt auf die "Rechenkünste" Deiner ARGE an. Viele haben da schon Pleiten erlebt u. mußten ständig bei Falschberechnungen ihren paar Kröten hinterherrennen. :eek: (Denn meist verrechnet man sich natürlich zugunsten der ARGE.) welche nachteile hat das denn? und welche nachteile entstehen, wenn die arge einen arbeitsvertrag sieht? hat sie denn anspruch darauf, ihn zu sehen?
.
 

PAPMobber

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bisher habe ich folgendes durch euch erfahren:

wenn der beginn des minijobs also erst nach der ersten arbeitsaufnahme gemeldet wird, handelt es sich also um schwarzarbeit? oder erst dann, wenn der ZUFLUSS des entgelts nicht unverzüglich gemeldet wird?

man kann sich doch auch in einem monat, wenn geringe einnahmen da sind, das entgelt bar auszahlen lassen und die quittung davon dem amt im nächsten monat vorlegen - dann ist das geld bereits im arbeitsstundenarmen vormonat ZUGEFLOSSEN. und kann ein arbeitgeben auch beispielsweise den teil des entgelts, das 100 euro übersteigt, einbehalten (gutschreinben) und im nächsten oder später mit auszahlen, damit man nicht in die hartz4-progression kommt?

@canigou: danke für den tipp mit dem minijobzentralelink
 
E

ExitUser

Gast
wenn der beginn des minijobs also erst nach der ersten arbeitsaufnahme gemeldet wird, handelt es sich also um schwarzarbeit? oder erst dann, wenn der ZUFLUSS des entgelts nicht unverzüglich gemeldet wird? Normalerweise muß man den Job vor Arbeitsaufnahme bzw. bei Zustandekommen des Arbeitsvertrages melden. Ich hab´s damals getan. Keinesfalls hatte ich weniger Geld pro Monat als vor dem Job. Allerdings soll es ja auch schwierige SB geben...

man kann sich doch auch in einem monat, wenn geringe einnahmen da sind, das entgelt bar auszahlen lassen und die quittung davon dem amt im nächsten monat vorlegen - dann ist das geld bereits im arbeitsstundenarmen vormonat ZUGEFLOSSEN. und kann ein arbeitgeben auch beispielsweise den teil des entgelts, das 100 euro übersteigt, einbehalten (gutschreinben) und im nächsten oder später mit auszahlen, damit man nicht in die hartz4-progression kommt?
.
 

PAPMobber

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sorry allen, aber ich verstehe es noch immer nicht, worin der nachteil besteht, wenn man angibt, dass die monatseinnahmen stark schwanken. bin ich da blind oder kann mir jemand erklären, worum es in diesem punkt geht?
 
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