400 Euro Job - Krankenversicherung?

calorde

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Hallo zusammen,

ich habe in der letzten Woche zumindest wieder einmal die Möglichkeit bekommen bei einem 400 Euro Job anzufangen. Jetzt mache ich mir aber große Sorgen wegen der Krankenversicherung, die ich ja unbedingt brauche. Ist die bei einem 400 Euro Job auch abgedeckt?
 

verona

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Sozialversicherungspflicht beginnt bei 451,-€.
Bekommst du kein ALGII?
 

calorde

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verona

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Hallo,

nein, momentan bekomme ich leider kein ALGII. Ich habe mich ja dazu auch im Internet schlau gemacht. Wenn ich dem Artikel etwa auf www.krankenkassen.net/gesetzliche-krankenversicherung/400-e-job-wer-zahlt-die-krankenkasse.html vertrauen kann, dann bleibt sonst nur noch die Möglichkeit einer Selbstversicherung oder sehe ich das falsch?
Dazu müsste man näheres über deine Lebensumstände wissen.
Normalerweise, bei kein eigenes Einkommen und/oder unverheiratet, muss man ja zwangsläufig ALGII beantragen.

Von einem 450,-Job, davon noch Versicherungen bezahlen, kann man schwerlich leben.
Deswegen verstehe ich das jetzt nicht so ganz bei dir.
 

Fritz Fleißig

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@calorde

Die Grenze liegt inzwischen bei 450 Euro monatlich.

Wenn dein monatliches Gehalt in der Nähe dieser Grenze liegt, dann versuche doch einfach, mit dem Arbeitgeber einen Vertrag über 451 Euro monatlich zu vereinbaren. Das lohnt sich für einen gewerblichen Arbeitgeber sogar finanziell, weil er dann statt der vollen pauschalen Sozialabgaben nur rund die Hälfte der normalen SV-Beiträge zu zahlen hat.

Für dich lohnt es sich, weil du dann voll sozialversichert und wegen der Gleitzonenregelung sogar noch vergünstigt versichert bist.
 

calorde

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Sozialversicherungspflicht beginnt bei 451,-€.
Bekommst du kein ALGII?
@calorde

Die Grenze liegt inzwischen bei 450 Euro monatlich.

Wenn dein monatliches Gehalt in der Nähe dieser Grenze liegt, dann versuche doch einfach, mit dem Arbeitgeber einen Vertrag über 451 Euro monatlich zu vereinbaren. Das lohnt sich für einen gewerblichen Arbeitgeber sogar finanziell, weil er dann statt der vollen pauschalen Sozialabgaben nur rund die Hälfte der normalen SV-Beiträge zu zahlen hat.

Für dich lohnt es sich, weil du dann voll sozialversichert und wegen der Gleitzonenregelung sogar noch vergünstigt versichert bist.
Die Sache ist ganz einfach die, dass ich vor einem Jahr eine größere Summe Geld von einer Großmutter geerbt habe und zurzeit von diesem Geld sowie dem 400 Euro Job lebe. Wollte mir einfach eine zwei- dreijährige Auszeit nehmen. Nur wenn das mit der Versicherung so ein Problem ist, wird das schwierig.
 

verona

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Die Sache ist ganz einfach die, dass ich vor einem Jahr eine größere Summe Geld von einer Großmutter geerbt habe und zurzeit von diesem Geld sowie dem 400 Euro Job lebe.
Wie hast du denn das Jahr überbrückt?
Aber wie eben geschrieben wurde, optimal ist es, wenn der zukünftige AG dich auf mindestens 451,-Euro einstellt. Für den AG ergeben sich da keine sonderlichen, höheren Kosten.
Rein rechtlich hat man bei einem Miniob auch Anspruch auf die gleichen Leistungen, Urlaub, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, wie bei einer Vollzeitbeschäftigung. Nur viele AG denken leider, dass sie bei einem Minijob den Mitarbeitern diese Rechte verwehren können.
 

NoEGV

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Moin,

@calorde
Du bist in einem gewissen Rahmen Versichert und zwar bei der Berufsgenossenschaft.
Ich habe Dir mal was runtergeladen, vllt kannst du was damit Anfangen.
 

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Wasnun

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Wie hast du denn das Jahr überbrückt?
Aber wie eben geschrieben wurde, optimal ist es, wenn der zukünftige AG dich auf mindestens 451,-Euro einstellt. Für den AG ergeben sich da keine sonderlichen, höheren Kosten.
Rein rechtlich hat man bei einem Miniob auch Anspruch auf die gleichen Leistungen, Urlaub, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, wie bei einer Vollzeitbeschäftigung. Nur viele AG denken leider, dass sie bei einem Minijob den Mitarbeitern diese Rechte verwehren können.
Wobei es im Umkehrschluss bedeutet, das auf den AG zusätzliche Kosten entstehen, wie schon erwähnt: gleiche Leistungen wie bei einer Vollzeitbeschäftigung. Welcher AG ist also so dämlich, sich Mehrkosten aufzubürden. Das tut ja noch nicht mal der CARITAS! Wenn dem AN die Anstellung auf 4oo,- Euro nicht passt, darf er gehen, der Nächste steht schon vor der Tür.
Das Ganze nennt man soziale Marktwirtschaft.
 

Fritz Fleißig

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@calorde

Die gesetzliche Unfallversicherung, welche du auch als geringfügig Beschäftigte unterliegst, schützt dich nur bei Arbeitsunfällen einschließlich Wegeunfällen auf der Strecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Aber nicht mehr. Alle anderen Krankheitsfälle oder nicht mit der Arbeit zusammenhängenden Unfallfolgen sind dabei nicht einbezogen.

Ich möchte nochmal den Ratschlag wiederholen: wenn es möglich ist, dann vereinbare mit deinem Arbeitgeber eine Ausweitung auf eine Beschäftigung mit 451 Euro brutto im Monat oder darüber. Das sollte möglich sein, wenn du ohnehin schon nahe dieser Grenze bist, beispielsweise über eine entsprechende leichte Ausweitung der Arbeitszeit. Der gewerbliche Arbeitgeber hat in so einem Fall sogar finanzielle Vorteile davon, weil er nicht die kompletten Sozialabgaben zahlen muß.
 

verona

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Stimmt was Fritz Fleißig schreibt. Die Berufsgenossenschaft greift nur bei direktem Wegeunfall. Bei einem Minijob können noch Rentenbeiträge eingezahlt werden. Das war es dann aber.

Wenn du das letzte Jahr nicht versichert warst in der KK, kann es auch schwierig bzw. teuer werden mit der (Wieder-) Aufnahme.
Ansonsten sollte man sich freiwillig versichern. Teilweise geht das unter bestimmten Voraussetzungen schon ab ca. 140,-Euro.
Wir haben inzwischen Pflichtmitgliedschaft in einer Krankenkasse.
 
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