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40 Jahre - Wie läuft es in den 40ern?

Linuxfan

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#1
Hallo zusammen,

ich werde dieses Jahr im November 40 Jahre alt und wollte mal die älteren Mitglieder des Forums befragen, wie das Leben mit 40 verläuft.

Ich habe, als ich 30 wurde, schon ziemlich stark gemerkt, dass sich einige Türen (Traineeprogramme, Volontariate etc.) geschlossen haben und dass meine Bewerbungen keine Berücksichtigung wegen "zu alt" fanden. Auch BaföG bekommt man so nicht mehr.

Stehen mir mit 40 noch weitere Einschnitte bevor? Habt ihr Tipps, was ihr wieder machen würdet, was man vermeiden sollte etc.?
 

Texter50

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#2
Du hast mit den Einschränkungen zu kämpfen, die Du Dir gefallen lässt oder die Du Dir selber auferlegst. :icon_mrgreen:

Ich habe mit ü50 noch 3 Festanstellungen bekommen, davon eine sogar über ein einzige Bewerbung. Bedeutet: das mit dem "einen Job finden" ist sehr indivduell... :icon_stop:

Ich kenn wen, der hat mit 48 Lenzen noch ne Umschulung in Angriff genomme und nach zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen.

Wichtig wird es sein, dass Du zeigst, Du kannst es mit den jungen Leuts (für mich zählste halt dazu) immer noch aufnehmen und Dich nicht in eine Alters-Schublade stecken lässt.
Ich persönlich gehe zum Beispiel bewusst in Kurse, in denen auch junge Leute sind und komm da prächtich klar - mit dem Unterricht und mit den jungen Männchen... :icon_mrgreen:

Lass Dich bei Deinen Vorhaben un Deinen Entscheidungen nicht von Deinem Jahrgang beeinflussen oder einschränken. Da gibt es bessere Kriterien... :wink:
 
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#3
@Linuxfan

du scheinst ein ziemlicher Pessimist zu sein , du bist noch nicht einmal 40 und schreibst schon bei Ü50 ?:biggrin:

Ich persönlich ( 48 Jahre ) bin ein klein wenig optimistisch was dieses Altersding anbelangt.
Ich arbeite auf dem Bau und bin mir sicher das ich das nicht bis 67 machen kann
die Zeiten wo die AG schon mit 30 Jahren sagten man wäre für den Job zu alt sind jedoch aufgrund des demographischen Wandels vorbei.
 
E

ExitUser

Gast
#4
Bei mir war ~ 40 Lenzen die deadline, was erfolgreiche Bewerbungen als gelernter SysAdmin anging.

Habe mit 52 eine Umschulung als Trucker[*] gemacht.
- Als Ältester und relativ anstrengungslos als Klassenbester (auch der Streber hatte keine Schnitte...) -

Leider wurden dabei Rückwärtsrangieren nicht vermittelt, was dann erfolgreichere Praktika kontakarierte.

Ich leiere gerade dem JC dazu einen Kurs aus dem Kreuz bzw. war dabei auch schon erfolgreich, leider wollte die Fahrschule inoffiziell ihr Preise erhöhen, wodurch dieser Kurs nach einer Woche v. Anbietergeschäftsführer gekündigt wurde.

Neuer Antrag geht morgen ans JC.
Wird aber, nach Ansage am 13.04. vom (meinem geliebten) SB abgelehnt !


[*]
ist zwar ein low level Job,weit unter meiner Quali, aber der hat f. mich verschiedene Vorteile(Reihenfolge wahllos):
- raus aus dem JC-Brainfxxk
- meine Rechnungen überhaupt und mit NUR EINEM Job alleine bezahlen können
- eine Arbeitszeit/Tätigkeiten möglichst frei vom neurotischem Volk
- eine Arbeitszeit/Tätigkeiten, die zeitlich gedeckelt ist
- warm ist's auch


@Linuxfan keep on going !!!
 

ThisIsTheEnd

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#5
@TE: Bereite dich schon mal auf deine Midlife-Crisis vor. :icon_twisted:

Ich persönlich gehe zum Beispiel bewusst in Kurse, in denen auch junge Leute sind und komm da prächtich klar - mit dem Unterricht und mit den jungen Männchen...
Die haben bestimmt Angst vor dir. :icon_razz:
 

Texter50

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#6
@TE: Bereite dich schon mal auf deine Midlife-Crisis vor. :icon_twisted:
Die haben bestimmt Angst vor dir. :icon_razz:
Furcht sei mit Dir! :icon_party:

Ist doch alles nur eine Frage des gegenseitigen Respekts.
Du lerns das noch...

40 is doch ein Alter, in dem man nochmal so richtich durchstarten kann.
Und Midlife-Crisis kann auch positiv antreiben...
Muss ja nicht nur um Mädels gehen.
 

swavolt

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#7
Die Zeit verrinnt immer schneller.

Genieße wo und wann du kannst.
 

Doppeloma

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#8
Hallo Texter50,

Ist doch alles nur eine Frage des gegenseitigen Respekts.
Du lerns das noch...
Das sehe ich ganz genau so, wir "können" noch immer viel besser mit den "Jungschen" Leuten umgehen als mit denen in unserem Alter (ab Mitte 50 bis um die 60) da fragt man sich manchmal, ob die überhaupt noch "am Leben sind" ... :icon_hihi:

Reden nur noch den ganzen Tag von ihren diversen Gebrechen und wie viele Stunden sie heute schon wieder im Wartezimmer beim Arzt gesessen haben ... naja, wenn ihnen keine bessere "Freizeitbeschäftigung" einfällt ... :icon_kratz:

40 is doch ein Alter, in dem man nochmal so richtich durchstarten kann.
Auch da stimme ich dir zu, mit 40 hatte ich meine Umschulung auch noch vor mir und das war schon irgendwie "verrückt" und faszinierend zugleich als "gestandene Frau und Mutter erwachsener Kinder" im Internat zu wohnen und wieder die Schulbank zu drücken.

Mit den Klassenkameraden aller Altersklassen bin ich bestens zurechtgekommen und hatte damals tatsächlich noch die Illusion, damit dann auch beruflich neu durchstarten zu können (beim Abschluss war ich auch 48) ... das hat dann leider nicht so gut funktioniert aber zum "alten Eisen" habe ich mich trotzdem nicht packen lassen ...

Habe mich in einem der (damals) neuesten (aber angelernten) Berufsbereiche beworben und wurde fest eingestellt, auch dort viele sehr junge Kolleginnen, mit denen ich immer sehr gut ausgekommen bin ...

Und Midlife-Crisis kann auch positiv antreiben...
Was ist das bitte ??? :biggrin:

Bremsen konnte mich letztlich mit 55 erst eine wirklich schwere Krankheit ... bis dahin war ich auch noch überzeugt bis zur Rente weiter arbeiten zu können ...
An irgendwelche "Krisen" wegen runder Geburtstage kann ich mich nicht erinnern ... inzwischen bin ich 60 + ... NA UND fühlt sich auch nicht anders an als mit 59 Jahren ... :wink:

Bin froh überhaupt noch zu leben und versuche jeden Tag zu genießen an dem es mir gut geht und am Liebsten immer noch im Kreise von Leuten die so 20 - 30 Jahre jünger sind und keine unbegründeten Sorgen haben mal älter zu werden ... denn auch das stimmt, die Zeit vergeht immer schneller je älter man wird ...

MfG Doppeloma
 

Linuxfan

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#9
Bei mir war ~ 40 Lenzen die deadline, was erfolgreiche Bewerbungen als gelernter SysAdmin anging.
Wurdert mich, in den Stellenanzeigen für Admins sind so viele Fertigkeiten (Skriptsprachen, Betriebssysteme etc.) aufgelistet, dass man sowas (wenn überhaupt) nur im Alter mit viel Erfahrung erfüllen kann.

Danke für die Rückmeldungen. Ich habe halt die Erfahrung gemacht, dass man mit 30 automatisch durch ein gewisses Raster (z.B. Konzernnachwuchsgruppen, Trainee etc.) heraus fällt. Ich sehe das aber so, dass ich mittlerweile doch etwas an Lebenserfahrung dazu gewonnen habe. Viele Sachen, dass ich mich beispielsweise durch Handyverträge verschulden würde, würden nicht mehr zutreffen.

Pessimistisch? Einer meiner englischen Dozenten hat mal gesagt: "A pessimist is an optimist with experience." Das fand ich schon ein ziemlich gutes Motto.

Midlife-Crisis kann ich mir garnicht so richtig vorstellen. Ich habe keine Kinder, die ausziehen würden und ich ganz alleine wäre und ich glaube auch nicht, dass ich nur für meine Arbeit/Arbeitgeber leben würde und mein Leben ganz auf der Strecke geblieben wäre.
 
E

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#11
Wurdert mich, in den Stellenanzeigen für Admins sind so viele Fertigkeiten (Skriptsprachen, Betriebssysteme etc.) aufgelistet, dass man sowas (wenn überhaupt) nur im Alter mit viel Erfahrung erfüllen kann. ...
Korrekt !

Oder auch mit Weitblick ?
Wollte mich schon Mitte der 90-er Linux-zertifizieren, als es noch gar keine Stellenanforderungen dafür gab. Mir war klar, dass Linux brummen wird. Und heute ?
2003 (Ende der dotcom-bubble) war ich (damals 42) mit 93,33 % über 3 Prüfungen (davon 2 praktische) RHCE.

Response auf Bewerbungen: NULL !

Kann natürlich auch an meinem etwas "unrunden" Lebenslauf liegen: ich war 97 bei einem grossen Elektrokonzern (mit angeschlossener Bank) von heute auf morgen gegangen ...
Dennoch: Jede 2. Bewerbung war ein Vorstellungsgespräch und ich konnte mein Einkommen bis 2001 verdoppeln.

Danach war feddisch ...und der RHCE rettete auch nix mehr !

Ich kann noch zu viel IT, als dass ich hier ruhig sitzen kann bzw. konnte.
Habe ich dem JC jahrelang erzählt. peanuts...

Mir ist mittlerweile die Freude an IT vergangen ...

....
Das sehe ich ganz genau so, wir "können" noch immer viel besser mit den "Jungschen" Leuten umgehen ...
Das erwarten wir auch von Doppeloma's :icon_mrgreen:

Die tendenziöse Diskriminierung von "Jungschen" habe ich bewusst überlesen, aus Respekt vor dem Alter ! :icon_hihi:
 

Neudenkender

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#12
40 ist das neue 20.
Wenn die dich nicht wollen, prima. Hast du mehr Zeit für dich.

Mit Wissen und Ideen bist du auch viel zu schade für diese Firmen, allen voran für die Konzerne.
Nö, lass sich mal schön die Anderen, die Jungen, die Ahnungslosen da in ihrem albernen Karrieregeilspiel-Hamsterrad verschleißen. Manche von denen wachen irgendwann auf. Mit spätestens 40 sollte das passiert sein ... Der Rest versucht, ausgelutscht und desillusioniert ein irgendwie geartetes rettendes Ufer zu erreichen.

Gewinner in dem Idiotenspiel sind nur ganz, ganz wenige.

Don't worry, be happy.
 

Doppeloma

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#13
Hallo Linuxfan,

Midlife-Crisis kann ich mir garnicht so richtig vorstellen. Ich habe keine Kinder, die ausziehen würden und ich ganz alleine wäre
das sehe ich auch nicht unbedingt als Kriterium dafür an ... ich hatte wenig bis gar keine "Bauchschmerzen" damit, dass die Kinder irgendwann aus dem Hause gingen und ihr eigenes Leben führen wollten (dazu hatte ich sie ja erzogen :biggrin:) ... das betrifft wohl eher die "Berufs-Hausfrauen" und - Mütter aus angeblicher Passion, die dann plötzlich erkennen, wie leer ihr Leben ohne diese Aufgaben ist ...

Ich gebe zu, dass ich diese Momente eher "genossen" habe (obwohl ich meine KInder sehr liebe und auch heute noch ALLES für sie tun würde, wenn es erforderlich wäre), weil ich nun einfach mal mein eigenes Leben leben konnte, ohne ständig Rücksichten nehmen zu müssen auf die Bedürfnisse der sonstigen Mitbewohner ... :icon_hihi:

Der heutige "Jugendwahn" trägt wohl eher dazu bei, dass Viele glauben (eingeredet bekommen / sich einreden lassen) das Leben wäre jenseits der 30 / 40 eigentlich schon zu Ende, wenn dann noch berufliche Einbrüche in diesem Alter stattfinden, lässt sich wohl Mancher schnell davon "herunterziehen" ... :icon_kinn:

Alle sind doch "so schön und jung und machen im gleichen Alter erfolgreich Karriere" ... ich bin nur noch "UND" ... :wink:

und ich glaube auch nicht, dass ich nur für meine Arbeit/Arbeitgeber leben würde und mein Leben ganz auf der Strecke geblieben wäre.
Das ist doch schon mal ein guter Ansatz, denn "Karriere" hat mich im ganzen Leben nie wirklich interessiert, ich habe immer (nur) gearbeitet um zu LEBEN und nicht umgekehrt, darum fehlt mir jetzt auch nicht wirklich was als EM-Rentner ... (na gut etwas mehr Kohle wäre schon schön ...) es ist herrlich endlich ohne berufliche Zwänge einfach Leben zu können, wie man es selber möchte ...

Hätte ich mir in jungen (und gesunden) Jahren auch noch nicht vorstellen können, aber Langeweile hatten wir noch nie seit wir in Rente sind ... :icon_evil:

Jetzt haben wir genug Zeit für die Enkel und wenn es zu anstrengend wird haben sie ja Eltern die dafür verantwortlich sind, es ist nicht mehr unsere Aufgabe, dass sie vernünftige Menschen werden ... wir haben einfach nur viel Spass mit ihnen ...

Aber wir sind uns auch selbst genug, denn die Kinder und Enkel sind ja nur selten bei uns zu Gast (wir haben letztes Jahr den Schritt gewagt an die Ostsee umzuziehen, nun sind es rund 400 Km Entfernung geworden, aber das war es uns trotzdem wert ...)
Ganz alleine werden wir hoffentlich vorerst noch nicht sein, wir haben noch viel vor, sparen auf Reisen und haben auch sonst noch viele (ruhige) Interessen, können nun jederzeit einen schönen Spaziergang machen und "Ostsee gucken" ...

An "ganz alleine sein" wollen wir aktuell noch gar nicht denken (müssen) ... das hat Zeit bis es mal soweit ist und ist aus meiner Sicht eigentlich völlig Altersunabhängig wie man dann damit zurecht kommen wird ...

MfG Doppeloma
 

Linuxfan

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#14
Wollte mich schon Mitte der 90-er Linux-zertifizieren, als es noch gar keine Stellenanforderungen dafür gab. Mir war klar, dass Linux brummen wird. Und heute ?
2003 (Ende der dotcom-bubble) war ich (damals 42) mit 93,33 % über 3 Prüfungen (davon 2 praktische) RHCE.
Wer die Prüfung und die Inhalte kennt, weiss dass die RHCE-Leute es drauf haben. Ich selbst habe LPIC-1 letztes Jahr abgeschlossen. Resonanz auf Bewerbungen ist an sich okay: Ich habe zwei Bewerbungen abgeschickt und wurde auch zweimal eingeladen. Die eine Firma hat viel mit Red Hat Enterprise Linux gemacht (Simulationsentwicklung für Automobile).

Während der New Economyzeit habe ich noch studiert aber auch viel mit S.u.S.E.-Linux gemacht. Ich erinnere mich noch daran, wie USB-Support in den Kernel kam, DVD-Entschlüsselung geknackt wurde und ich habe einige Zeit mit Neukompilierung des Kernels verbracht. Den Quelltext habe ich mir damals auf einer ZIP-Diskette im Rechenzentrum geholt. Die SuSE 6.2 hatte ich sehr lange im Einsatz.

War schon eine tolle Zeit: Ich habe in Paderborn studiert. Paderborn ist für seine Startup-Kultur bekannt und irgendwo hat immer irgendwer was IT-mäßiges gegründet. Ich habe es sehr als eine Zeit des Aufbruchs gesehen. Der Verkauf der Nokiaaktie während der Zeit ist immer noch bemerkenswert (umgedrehte Parabel). Allerdings habe ich garnichts mit T-Online-, EMTV-Aktien etc. gemacht aber alle haben sie damals auf dem Campus irgendwie spekuliert.

Während meines Auslandsstudiums war ich in Nottingham und saß dann einmal vor dem PC. Neben mir haben sich ein paar deutsche Austauschstudenten dann eingeloggt um die Aktienkurse zu checken. Die waren über die Entwicklung am Neuen Markt garnicht begeistert.
 

martinpluto

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#15
Aus interner sicherer Quelle weiß ich von einer nahmhaften Firma (beginnt mit B, hört mit sch auf in süddeutschland) dass bei Einstellungen in bestimmten Bereichen (etwa Staplerfahrer) mit 39 Jahren bereits Schluss ist. Älter als 40 hat man in stark nachgefragten Berufen kaum noch Möglichkeiten Arbeit zu bekommen, es sei denn mit besonderen Kenntnissen oder viel Erfahrung und tollem Lebenslauf.
Ich selbst hab die 40 schon ne Weile durch, aber je mehr Lücken im Lebenslauf oder wenn die Berufserfahrung (Umschulung aus gesundheitlichen Gründen vor über 10 jahren gemacht) fehlt, dann ist es natürlich ziemlich Essig mit den Bewerbungen. Vorstellungsgespräche gab es schon seit mehr als 10 jahren bei mir nicht mehr.... Nur mit den Sachen vom Jobcenter wird man noch vollgemüllt (mein ein euro job liegt weil ich unterschriften verweigerte auf Eis; da bin ich aber traurig dass ich ohne unterschrift nichts tun darf... das mein ich jetzt nicht ernst). Außerdem schnauzt einen das jobcenter an warum aus den Bewerbungen nichts wird; ich glaube da muss ich noch deutlicher werden... Die Kunst ist es eben mit zunehmenden Alter dass man sich nicht von allen Seiten zerquetschen lässt (nervige Jobcenter, Vermieter oder privates gibt es auch oft genug nerviges); bei der massiven Aggressivität von jobcenter und vermietern den richtigen Weg zu finden ist mehr als schwierig (steigert man sich in alles zuviel rein, dreht man irgendwann am Rad; macht man zuwenig wird das heute hemmungslos ausgenutzt). Der Rücken ist nicht mehr ganz so breit wie 20 jahre früher, man steckt nicht mehr alles vor allem mental weg. Während früher nach dem Motto frisch drauf los verfahren wurde, sollte nun das meiste aus der, auch mehrfachen Überlegung kommen (um die Kräfte auf alles wesentliche zu lenken); aber oft ist nicht mehr genug Energie da. Beklagen will ich mich aber keinesfalls, man hat schon so einige Kollegen gesehen die schon längst gänzlich weg "vom Fenster" sind oder in einem bedauernswerten Zustand.... Auch ohne Arbeit lässt sich doch so einiges noch am Leben genießen; so wie Arbeit heute verstanden wird (Machtausübung, Billig-Aufstocker Löhne, Zeitarbeit etc.) muss ich da nicht wirklich dabei sein (ich dachte eher das hat was mit Kollegialität, Broterwerb, Solidarität usw. zu tun, aber die Zeiten sind durch)...
 
E

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#16
Wer die Prüfung und die Inhalte kennt, weiss dass die RHCE-Leute es drauf haben. ...
Naja, wenn man den Schädel in die Bücher steckt und das alles mit 2 PC's durcharbeitet und dann noch die Ruhe in der Prüfung hat, kann man schon ein gutes Ergebnis erzielen. Jeder !

Aufpassen muss man aber schon:
Webserver aufsetzen und vergessen, dass die Webseite auf dem Webserver über loopback-device abgerufen wird, könnte dazu führen, dass man den Port 80 f. externe Website-Abrufe eben NICHT in der Firewall aufmacht. (Der Prüfer kann deine Webseite dann nicht von extern aufrufen)
Klink-Klong :icon_hihi:: Null Points in dieser Prüfung und dann war's das...(keine Einzel-Prüfung unter 60 %)

Ich selbst habe LPIC-1 letztes Jahr abgeschlossen. ...auch zweimal eingeladen. Die eine Firma hat viel mit Red Hat Enterprise Linux gemacht ....
LPIC-Buch steht seit ~ 2007 bei mir im Regal, Prüfungen waren mal in der queue..., aber ich hatte das Interesse bereits verloren.

Redhat kann man dank CentOS oder Fedora ja gut lernen ...
Ich arbeite hier auf Fedora 21 (in an free open world without fences, who needs Gates)

Wünsche Glück f. d. Bewerbungen !

P.S.
Kennst du jemanden der einen Server kaufen will ?
Verkaufe einen N36L
[Sammelthread] HP ProLiant N36L/N40L/N54L Microserver

@martinpluto
Du spricht mir aus der Seele...

Aus interner sicherer Quelle weiß ich von einer nahmhaften Firma (beginnt mit B, hört mit sch auf in süddeutschland) ...
Du meinst die Firma, die zu einer Firma gehört, die vorn und hinten "s" hat ?
Verkaufen die B-Firma nicht chinesische Waschmaschinen zu deutschen Preisen ? und die "s"- Firma hat ein 70-ger-Jahre-Klo-kachel-Grün als Logofarbe ?

Die ?
Die "s"-Firma kenne ich sehr sehr "gut" und bin ihr auch noch heute, ~20 Jahre danach, "innerlich verbunden" !

- S-uche in einem monat eine neue stelle sagen die MA's - :biggrin:
 
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#17
Auch ohne Arbeit lässt sich doch so einiges noch am Leben genießen; so wie Arbeit heute verstanden wird (Machtausübung, Billig-Aufstocker Löhne, Zeitarbeit etc.) muss ich da nicht wirklich dabei sein (ich dachte eher das hat was mit Kollegialität, Broterwerb, Solidarität usw. zu tun, aber die Zeiten sind durch)...
Volllllllllste Zustimmung, @martinpluto.
Für mich unbegreiflich, wie man sich mit Ende 50 noch nach Arbeit in diesem grausigen Umfeld sehnen kann, ich hab mehr als 30 jahre gewerkelt und das reicht auch dicke für dieses Leben (sehe ich mal von meinem netten guten Minijob ab)
 
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#19
brainfxxk f. wenig cash versus brainfxxk f. mehr cash ... ? :icon_cool:
Die Folgen für brainXXXk für mehr Cash bei Präkariatsjobs sind schlimmer als jene bei ETWAS weniger Geld, wenn man daheim bleibt.

Ich habe mir im laufe meines lebens, gerade auch in der Zeit, als ich noch eine anständige Stelle hatte, selber antrainiert, mit extrem wenig Geld auskommen zu können (mein selbstgewähltes Budget habe ich mir UNTER H4 gesetzt, um zu üben) und dabei zufrieden zu sein.

Mir konnte dann wirklich kein Ausbeuter mehr was.
Und heute, mit EM Rente und vollem 450ger Job habe ich netto mehr als ein 173h-Zeitarbeiter. Hätte ich es anders gemacht, wäre es nur zu meinem Nachteil gewesen.

Also -- lernt mit wenig auszukommen, dann stellt sich die Frage gar nicht mehr, ob man mit Ende 50 noch so einen Schice machen will, sich dem deutschen Unternehmervolk mit seinen grottigen und subhumanen Arbeitsbedingungen unterwerfen zu wollen.
 
E

ExitUser

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#20
...
Und heute, mit EM Rente und vollem 450ger Job habe ich netto mehr als ein 173h-Zeitarbeiter. ...
Lucky you !
Bis meine EM-Rente dauert's noch ein paar Jahre, leider !

Also -- lernt mit wenig auszukommen, dann stellt sich die Frage gar nicht mehr, ob man mit Ende 50 noch so einen Schice machen will, sich dem deutschen Unternehmervolk mit seinen grottigen und subhumanen Arbeitsbedingungen unterwerfen zu wollen.
Einspruch euer Ehren ! :icon_hihi:
ICH muss weder was lernen, noch hatte ich jemals "unterwerfen" im Angebot.
Zeugnisse mit m(!)einen "unrunden" Abgangsterminen sprechen eine andere Sprache.
"Unterwerfen" wurde bzw. wird auch bei mir nicht "installiert", obwohl dass das Ziel von H4 ist. Wäre ich sonst hier ?

anyway, es bleibt brainfxxk this way or that way !!!

aber vlt. treffe ich ja noch die "durchgebrannte Prinzessin"[*] mit Kreditkarte sponsored by Papa ...:wink:

Supertramp, Dreamer - comes to mind -
https://www.youtube.com/watch?v=EPSxTDJeQ9I


[*]
Spliff - Jet Set Star von The Spliff Radio Show
https://www.youtube.com/watch?v=1FZoFiOg4gk

Spliff - Stoned Airlines (Text beachten)
https://www.youtube.com/watch?v=KSdeIEj6QIc
 
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#21
Das hast du richtig erfasst -- Ziel von H4 ist es allein, Teilnehmer am H4 dazu zu bringen, sich dem Unternehmerpack zu unterwerfen und "stolz" auf jede noch so beknackte sogenannte "Arbeitsstelle" zu sein.

Die können das aber nur erreichen, wenn man das zulässt. Sonst sind die vollkommen hilflos."Täuschen, tarnen und ver****en" ist der Weg.
 

nowork

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#27
@ron54 + Heiliger Geistl

Beschränkt Euch doch bitte mit Euren Mucke-Links auf die entsprechenden Trööts!

Im "Hilfe-Bereich" schreddert ihr damit nur die entsprechenden Fäden!

Da ich kein Mod bin, ist das natürlich nur eine Bitte und ein Appell an Eure Einsicht!

:dank:
 
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#28
Dann zurück zum Thema.
In den 40gern, als ich vor fast 20 Jahren also 40 war, gab es noch kein grösseres Problem, eine neue Arbeitsstelle(!!) zu finden.

Das ganze ging eigentlich erst los mit der Euro-Einführung und Hartz4.

Die echte Ausbeutung ging dann auch erst sprunghaft los, obwohl vorher latent vorhanden.
 
E

ExitUser

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#30
...
In den 40gern, als ich vor fast 20 Jahren also 40 war, ...
na, du hättest auch deutlich geschickter verbergen können wollen, dass du erst XX bist un' denne jungen Leuten (XX-6) Ratschläge geben wollen. hö'ma :icon_hihi:
- Räschspäckt v.d. Alter habe ich leider auch nicht im Angebot ... -

...
Die echte Ausbeutung ging dann auch erst sprunghaft los, obwohl vorher latent vorhanden.

Schmiergeld-Otto Graf.v.Lummersdorf von Frieden mit Dieser Partei hatte schon in den 80-er ein vorauseilendes Dokument verfasst, die BertelsmännerInnen hams nur abgemalt ...
 

Linuxfan

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#31
Ich wollte mal kurz (nach langer Zeit) Rückmeldung geben:

Erst einmal bedanke ich mich für die zahlreichen Kommentare und unterschiedlichen Erfahrungen.

Ich habe mich momentan entschlossen, ein Aufbaustudium zu machen. Studiengebühren fallen nicht an und ich schließe momentan das 2. Semester ab.

Durch das Studium habe ich viele neue Eindrücke gewinnen können. Insbesondere wurden im meinem Studiengang (Business Consulting) viel über "Agilität" und "Disruptiven Wandel" gelehrt wobei ich jetzt glaube, viele Vorgehensweisen in der heutigen Arbeitswelt besser zu verstehen. Auch die Vorlesungen im Projektmanagement haben mich sehr weiter gebracht…

Dennoch werde ich das Studium voraussichtlich doch nicht abschließen, glaube aber dass man als Student auch gewisse Vorteile hat: Semesterticket zum Busfahren und teils zum Reisen, Software bekommt man günstiger etc.

Insgesamt habe ich aber auch wieder gelernt, einen eigenen Haushalt zu führen und achte auch sehr auf Finanzen (z.B. Haushaltsbuch). Persönlich konnte ich mit dem Tipps: Wenn sie dich nicht wollen hast Du halt mehr Zeit für dich. Und: "Ich habe gelernt, mit wenig zu leben - mir kann da keiner was." sehr viel anfangen.

War insgesamt sehr interessant, den Thread mal wieder zu lesen.

Danke für eure Beteiligung!
 

Linuxfan

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#33
Und nun,Du hast immer noch ca. 20-25 Jahre vor dir?:wink:
Ich stelle mich persönlich auf Grundsicherung ein. Meine Erwerbsbiographie ist durch eine Krankheit stark in Mitleidenschaft gezogen worden.

Sicherlich passiert in den kommenden Jahrzehnten politisch noch einiges aber ich glaube ich habe mich mit der Situation abgefunden und möchte eigentlich auch gar nicht, dass an der Grundsicherung groß "rumgedoktert" wird.

Eine meiner Dozentinnen sagt, dass wir in Zeiten des "disruptiven Wandels" leben. Es wird mit Automatisierung, EU etc. sicherlich noch einiges passieren.
 
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