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3Wochen Urlaub im Jahr! Kind bei ARGE abgeben?

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delean

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#1
Wie ist das eigentlich mit den 3Wochen Urlaub die einem als ALGII - Empfänger zustehen?
Ich empfinde meine Mutterschaft gerade als meine Berufung.
Wenn ich nun Urlaub beantrage, und mein Kind eigentlich gerade mein Job ist, kann ich es bei der ARGE abgeben?

Also ich meine das natürlich nicht wörtlich, würde mein Kind nie einfach irgendwo abgeben.

Mir stellt sich nur die Frage, denn wenn ich z. B. meine kranke Mutter besuche (wohnt mehr als 2 1/2 Stunden von meinem Wohnort weg) und zusätzlich zu meinem 1/2 jährigen Kind pflege, warum muss ich dies als Urlaub beantragen, obwohl ich doppelt belastet bin, und der Grund meiner Bedürftichkeit sich nicht ändert.

Also ganz ehrlich gibt es Urlaub :kinn: für mich gerade nicht.

deLean
 

Arwen

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#2
Also ganz ehrlich gibt es Urlaub für mich gerade nicht.
...dachte der Berufstätige, der während seines Urlaubs seine Wohnung renovierte und andere längst fällig gewordene private Arbeit erledigte...

Delean??

Gruß, Arwen

PS: Kann es sein, dass du deine Mutterschaft im Gegenteil im Moment nicht als deine Berufung siehst? Das ist kein Vorwurf, das kenne ich ebenfalls und bestimmt noch viele andere Mütter. Wenn ich daneben liege... sorry
 

delean

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#3
???

Versteh nicht was du meinst.

Bin rund um die Uhr Mutter und das auch gerne.

Da das Kind der Grund meiner Erwerbslosigkeit ist, stellt sich mir nur die Frage warum ich ÜBRERHAUPT Urlaub beantragen muss.
 

Arania

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#4
Ausserdem gibt es in dem Sinne Urlaub für ALG II Empfänger nicht, es gibt Ortsabwesenheit und die KANN bis zu 3 Wochen gewährt werden, muß es aber nicht
 

delean

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#5
Und genau das verstehe ich nicht.
Ich bin Mutter eines 1/2 Jahr alten Kindes, steh dem Arbeitsmarkt für die nächsten 2 1/2 Jahre deFacto NICHT zur Verfügung. Verstehe aus diesem Grund nicht wieso ich meine Wohnung nicht länger ohne Genehmigung verlasen darf, und wenn ja dann für 3 Wochen, danke.
Ich verstehs nicht. :x
 

Arwen

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#6
Ich verstehe auch so vieles nicht an HartzIV und dessen Umsetzung :dampf: :motz:

Aber Fakt ist nun einmal:

Erwerbsfähig ist, wer zu den üblichen Bedingungen mindestens 3 Stunden am Tag arbeiten kann. Die Entscheidung über die Erwerbsfähigkeit liegt bei der Bundesagentur für Arbeit. ...
Mütter, die ein Kind erziehen, geltend als erwerbsfähig!
Gender Mainstreaming - durch Hartz IV?

Seit dem 01.01. 2005 ist die letzte Stufe der Arbeitsmarktreform, die neue Grundsicherung für Arbeitsuchende, kurz: Hartz IV, in Kraft getreten. Die Bundesregierung betont, dass sich insbesondere für Frauen zahlreiche Verbesserungen durch Hartz IV ergeben haben. Die besonderen Belange von Frauen als Mütter, Alleinerziehende, Pflegende oder Berufsrückkehrerinnen seien im Rahmen von Gender Mainstreaming besonders berücksichtigt worden. Beispiele:
Frauen, die Arbeitslosengeld II (ALG II) erhalten, sind eigenständig sozialversichert, d.h. renten-, kranken- und pflegeversichert. Frauen, die wegen der Erziehung von Kindern oder der Pflege von Angehörigen in der Vergangenheit Sozialhilfe ohne Absicherung in der Sozialversicherung erhielten, sind jetzt besser abgesichert.
Auch Frauen, die erwerbstätig sind, können ALG II erhalten, wenn ihr Einkommen nicht ausreichend ist. Sie können Freibeträge vom monatlichen Einkommen geltend machen. Das ist eine Verbesserung, die insbesondere für Beschäftigte in Mini- oder Midi-Jobs interessant ist oder für Teilzeit-Beschäftigte. Dies sind überwiegend Frauen.
Mütter, die ein Kind unter drei Jahren erziehen und erwerbstätig sein möchten, werden bei der Suche nach einem geeigneten Betreuungsplatz für ihr Kind staatlich unterstützt. Nach den Hartz IV Gesetzten gehört die Vermittlung eines Betreuungsplatzes für minderjährige Kinder zu den Aufgaben der Arbeitsvermittlung. In der Vergangenheit haben besonders allein erziehende Mütter oftmals nur deshalb von Sozialhilfe gelebt, weil ein Betreuungsplatz für ihr Kind nicht zur Verfügung stand.
Der Ausbau von Krippen und Ganztagsschulen soll entsprechend der Hartz IV Intention staatlich gefördert und vorangetrieben werden, damit möglichst viele Frauen die Chance zur Beschäftigung nutzen können.
http://www.sozialhilfe24.de/hartz-iv.html

Gruß, Arwen
 

Arania

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#7
Mütter, die ein Kind unter drei Jahren erziehen und erwerbstätig sein möchten, werden bei der Suche nach einem geeigneten Betreuungsplatz für ihr Kind staatlich unterstützt.
Nun verstehe ich das so das auch Mütter die ein Kind unter 3 Jahren haben sich einen Job suchen müssen, und eine Betreuung für das Kind und das Arbeitsamt hilft ihnen dabei beides zu finden, richtig?
 

klaus

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#8
Du mußt nicht eine Ortsabwesenheit beantragen, Du kannst eigentlich machen was Du willt da Du bis zum Alter von 3 Jahren deines Kindes nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen mußt.

Du wirst ja auch warscheinlich keine Eingliederungsvereinbarung (EGV) haben ! !

Wenn allerdings Du einen Partner/Ehemann oder sowas hast ( :) ) und der bekommt auch Alg2 in der BG - dann muß ER allerdings bei einem gemeinsamen "Urlaub" die Ortsabwesenheit beantragen.

OK ?
 

Arania

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#9
Das widerspricht dem was ich eben gelesen habe? :kinn:
 

klaus

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#10
Arania sagte :
Das widerspricht dem was ich eben gelesen habe? :kinn:
Macht nix - ist aber so

§ 10 1 Zumutbarkeit
(1) 1 Dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ist jede Arbeit zumutbar, es sei denn, dass
1. er zu der bestimmten Arbeit körperlich, geistig oder seelisch nicht in der Lage ist,
2. die Ausübung der Arbeit ihm die künftige Ausübung seiner bisherigen überwiegenden Arbeit wesentlich erschweren würde, weil die bisherige Tätigkeit be-sondere körperliche Anforderungen stellt,
3. die Ausübung der Arbeit die Erziehung seines Kin-des oder des Kindes seines Partners gefährden würde; die Erziehung eines Kindes, das das dritte Lebensjahr vollendet hat, ist in der Regel nicht ge-fährdet, soweit seine Betreuung in einer Tagesein-richtung oder in Tagespflege im Sinne der Vor-schriften des Achten Buches oder auf sonstige Weise sichergestellt ist; die zuständigen kommuna-len Träger sollen darauf hinwirken, dass erwerbs-fähigen Erziehenden vorrangig ein Platz zur Ta-gesbetreuung des Kindes angeboten wird.
4. die Ausübung der Arbeit mit der Pflege eines An-gehörigen nicht vereinbar wäre und die Pflege nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann,
5. der Ausübung der Arbeit ein sonstiger wichtiger......

und dann steht dort in dem von Dir gemeinten Zitat;
[/quote]Mütter, die ein Kind unter drei Jahren erziehen und erwerbstätig sein möchten, werden bei der Suche nach einem geeigneten Betreuungsplatz für ihr Kind staatlich unterstützt
.... sein möchten ! ! ! OK ?
 

egjowe

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#12
das ist eben irgendwie der widerspruch, oder gewollt.

....erziehende mütter gelten als erwerbsfähig ....

.... bei erziehung eines kindes unter 3 jahren ist ihr aber keine arbeitsaufnahme zuzumuten.....

eigentlich (logischerweise) steht sie dem arbeitsmarkt dadurch nicht zur verfügung.

steht da aber nicht.
ein wohlwollender sb könnte es aber so interpretieren.

ein bürokrat allerdings nicht.
kontrollieren, schikanieren, sanktionieren !!??
 

delean

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#13
@egjowe:

sprichst mir aus der Seele.

Da ich glücklicherweise einen Menschen als FM habe, mein SB aber leider auch ein Bürokrat ist, hab ich auf der einen Seite Glück, auf der anderen Seite kommt doch immer wieder die Bürokratie durch, die meiner Meinung viele Dinge erst möglich oder besser unmöglich Kompliziert machen.
Wie Mann/Frau an meinem Beispiel gut sehen kann.
 

klaus

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#14
egjowe sagte :
das ist eben irgendwie der widerspruch, oder gewollt.

....erziehende mütter gelten als erwerbsfähig ....

sind SIE ja AUCH :!: :!: ODER ?

.... bei erziehung eines kindes unter 3 jahren ist ihr aber keine arbeitsaufnahme zuzumuten..... ! freigestellt !

so steht es im SGB II und den DVO und Hinweisen :)


eigentlich (logischerweise) steht sie dem arbeitsmarkt dadurch nicht zur verfügung.

steht da aber nicht.
ein wohlwollender sb könnte es aber so interpretieren.

ein bürokrat allerdings nicht.

neeeeeee, die müssen nur ihre eigenen Bestimmungen kennen :hihi:

und dann nix mit; kontrollieren, schikanieren, sanktionieren !!??
 

egjowe

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#15
klaus

so steht es im SGB II und den DVO und Hinweisen
von da habe ich es ja auch her und in meine worte gefasst.

allerdings findet man es in unterschiedlichen abschnitten.
"erwerbsfähig" unter punkt 4 - anspruchsberechtigte
insofern unterstelle ich dem gestzgeber einfach einmal die positive absicht, eine erziehende mutter mit einem kind bis zu 3 jahre in den kreis der anspruchsberechtigten einzuschließen.

den widerspruch findest man dann allerdings unter punkt 13 - pflichten.

und solche handwerklichen fehler finden sich überall!!
jetzt wieder in der gesundheitsreform.
die rabattklausel wurde im dezember von den unternehmen ausgehebelt bzw. unterlaufen.
die haben den text nämlich genau gelesen.
was sagt das gesundheitsministerium dazu:
das ist nun mal so !!!!

ach, ich hör' auf, sonst werde ich niedrigblutdrucker noch zum hochblutdrucker.
 
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