350 Euro Stromkosten u. Arge zahlt nur 40,-

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qwechsk

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Monatlich soll ich 175 € an Heizkosten als Abschlagszahlung für meine Nachtspeicherheizung aufbringen. Daran beteiligt sich die Arge mit ca. 20 Euro. Nun hab ich dagegen Widerspruch eingelegt, der bei der Arge und Sozialgericht nicht berücksichtigt wurde. Mein Energieversorger will jetzt die Abschlagzahlungen für die letzten beiden Monate bis zum spätestens 05.05, da er mir sonst den Strom abstellt. Ich kann aber nichtmal die Abschlagszahlung für einen Monat, geschweigedenn 2 Monate aufbringen. Bedeutet das jetzt für mich, dass mir nix anderes übrigbleibt, als wirklich ohne Strom zu leben?

Danke für alle Antworten.
 
A

Arco

Gast
qwechsk meinte:
Monatlich soll ich 175 € an Heizkosten als Abschlagszahlung für meine Nachtspeicherheizung aufbringen. Daran beteiligt sich die Arge mit ca. 20 Euro. Nun hab ich dagegen Widerspruch eingelegt, der bei der Arge und Sozialgericht nicht berücksichtigt wurde. Mein Energieversorger will jetzt die Abschlagzahlungen für die letzten beiden Monate bis zum spätestens 05.05, da er mir sonst den Strom abstellt. Ich kann aber nichtmal die Abschlagszahlung für einen Monat, geschweigedenn 2 Monate aufbringen. Bedeutet das jetzt für mich, dass mir nix anderes übrigbleibt, als wirklich ohne Strom zu leben?

Danke für alle Antworten.
Also was machen ??

Du heizt definitiv mit Strom (Nachtspeicherofen) und da muß doch ein extra Stromzähler da sein und in der Rechnung und Pauschalerhöhung expliziet getrennt aufgeführt sein was Haushaltsstrom und was Heizungsstrom ist....

Und das muß doch mehr als die 20 Euro sein...

Nun hast du Bescheid das dein Widerspruch abgelehnt worden ist, dann gibt es nur jetzt den Weg zum SG und Klage gegen den Widerspruch einzulegen.

Da du auch noch in Druck bist, gleichzeitig beim SG einen Antrag auf Einstweilige Anordnung zur Übernahme der Kosten stellen da ja auch Gefahr besteht das der Strom abgestellt wird...

Also zum SG, aller Unterlagen 2x in Kopie (den letzten Kontoauszug nicht vergessen wegen der Hilfebedürftigkeit) und mit dem Rechtspfleger einen Antrag auf EA stellen .....

Noch ne Anmerkung: ?? du schreibst das SG hätte schon abgelehnt - ist das so und gibt es da einen Beschluß ? ? Hast du einen Anwalt ? ?
 
E

ExitUser

Gast
Bei der Nachspeicherheizung handelt es sich um Heizkosten wie der Name schon sagt.

Du schreibst, dass du Widerspruch eingelegt hast, "der bei der Arge und beim Sozialgericht nicht berücksichtigt wurde".

Diesen Satz müßtest du noch einmal erläutern. Was hat ein Widerspruch mit dem Sozialgericht zu tun.

Wenn du Widerspruch bei der Arge eingelegt hast und die nicht oder falsch reagieren und du so in Bedrängnis bist, wie hier geschildert, solltest du mit all deinen Unterlagen schleunigst zum Sozialgericht gehen und eine EA beantragen. Die Rechtspfleger dort helfen dir bei der Formulierung und der Einhaltung der Regeln. Rechtsberatung machen sie nicht.

Heizkosten in angemessener Höhe stehen dir zu und das ist ganz gewiß mehr als 20,- €. Allerdings sind die Kosten für das Betreiben von elektrischen Geräten, die Kochenergie und die Warmwasserbereitung herauszurechnen.

Zunächst muß dein Leistungsträger die tatsächlichen Heizkosten übernehmen, auch wenn er sie für unangemessen zu hoch hält. (§ 22 SGB II).

Erst dann wird in einer Einzelfallprüfung (Anhörung § 24 SGB X) die Besonderheit des Einzelfalles geprüft. Dazu gehören auch die örtlichen Verhältnisse (zugige Fenster, schlechte Dämmung, freistehendes Haus u.ä.).

Erst dann darf dir das Amt nach einer angemessenen Frist (meist 6 Monate) und Aufzeigen eines Handlungsleitfadens - ergibt sich aus § 4 Abs. 1 SGB II und nach § 14 SGB 1 - die Heizkosten auf deinen Einzelfall angepaßt reduzieren.
 
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