31.1.'13: Hartz-IV-Murks - Studie zeigt massive Mängel der Jobcenter

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theota

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Hartz-IV-Murks

Studie zeigt massive Mängel der Jobcenter

Jobcenter unterstützen Langzeitarbeitslose schlecht: Mitarbeiter kennen Ziele nicht, Ämter arbeiten nicht zusammen.


Miete, Ausbildungsplätze, Job-Coaching: Jedes Jahr gibt Berlin rund 1,5 Milliarden Euro für die Unterstützung und Vermittlung der 163.000 Berliner Hartz-IV-Empfänger aus. Doch wie gut arbeiten die zwölf Jobcenter, die Bezirke und die Senatsverwaltung für Arbeit zusammen? Die Antwort ist: katastrophal! Das geht aus einer unter Verschluss gehaltenen Studie der Verwaltung von Arbeitssenatorin Dilek Kolat (45, SPD) hervor, die der B.Z. vorliegt.
Quelle: Hartz-IV-Murks: Studie zeigt massive Mängel der Jobcenter - B.Z. Berlin
31.1.'13, 11:54 Uhr
 

Trixi2011

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Um Arbeitslose in Arbeit zu bringen, werkeln Jobcenter, Bezirksämter und Senat offenbar blind vor sich hin.

Das stimmt und selbst JobCenter und Agentur für Arbeit kooperieren nicht miteinander und kochen ihre eigenen Suppen, wenn sie beide einen Arbeitslosen in Betreuung haben.

Als schwerbehinderte Person in Hartz IV Bezug, sah sich sowohl die reguläre Vermittlung im JC für mich zuständig, als halt auch die Rehabilitationsabteilung in der AfA.

Das JC wollte ständig für ihre Almosen Gegenleistung von mir haben und hat mir in die EGV`s mögliche Teilnahmen an Eingliederungsmaßnahmen reingedonnert.

Zudem erfolgten Vermittlungsvorschläge, die mit meinen Behinderungen überhaupt nicht vereinbar waren z.B. Call Center Arbeit bei Schwerhörigkeit oder Arbeit im Pflegebereich bei geschädigter Wirbelsäule und Kleinwuchs :icon_neutral:

Die Rehabilitationsabteilung bei der AfA wiederum wollte mit mir vollkommen andere Geschichten abziehen. Feststellungsmaßnahme der Leistungsfähigkeit, Arbeitserprobungen in unterschiedlichen Betrieben, Coaching, Beschäftigungsmaßnahmen für Behinderte.

Das ist ein Wahnsinn und ich bin froh, dass ich davon jetzt sehr bald damit nichts mehr zutun haben werde, wenn ich in der Grundsicherung wegen Erwerbsunfähigkeit bin :icon_klatsch:
 

Anna B.

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rechnet das mal aus..

1,5 Milliarden jährlich für 163.000 Arbeitslose?

wenn mich nicht alles täuscht, könnte jeder Arbeitlose ganz prima von seinem Anteil leben...

wo bleibt das Geld?
 
M

Mamato

Gast
Studie zeigt massive Mängel der Jobcenter

Tja, die Misswirtschaft der BA/JC ist uns ja längst bekannt.
Um so wichtiger, dass dies mehr und mehr öffentlich gemacht wird!

Hartz-IV-Murks: Studie zeigt massive Mängel der Jobcenter - B.Z. Berlin
Jobcenter unterstützen Langzeitarbeitslose schlecht: Mitarbeiter kennen Ziele nicht, Ämter arbeiten nicht zusammen.

Jedes Jahr gibt Berlin rund 1,5 Milliarden Euro für die Unterstützung und Vermittlung der 163.000 Berliner Hartz-IV-Empfänger aus. Doch wie gut arbeiten die zwölf Jobcenter, die Bezirke und die Senatsverwaltung für Arbeit zusammen?

Die Antwort ist: katastrophal! Das geht aus einer unter Verschluss gehaltenen Studie der Verwaltung von Arbeitssenatorin Dilek Kolat (45, SPD) hervor, die der B.Z. vorliegt.

Die wichtigsten Ergebnisse: ......
...ntransparente Finanzierung: Niemand weiß offenbar, wohin die 1,5 Milliarden Euro für die Unterstützung und Vermittlung von Hartz-IV-Empfängern fließen – Missbrauchsgefahr! „Es gibt allenfalls in Ansätzen Informationen über die Finanzströme, auf verschiedene Behörden verteilt. Diese sind in der Regel nicht eindeutig und nicht aktuell.“
 

Anna B.

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in dem Thread spricht man von Berliner ALG II-Bezieher...
 
E

ExitUser0090

Gast
in dem Thread spricht man von Berliner ALG II-Bezieher...
Ja, und das sind über 16% der gesamten Berliner Bevölkerung. Do the math.
Selbst wenn man Kinder oder nicht erwerbsfähige Personen mit berücksichtigt, sind 163k bei einer Arbeitslosenquote von 12,4% viel zu wenig.
 
E

ExitUser

Gast
1,5 Milliarden (1.500.000.000) durch 163.000 macht rd. 9.203. Wären monatlich rd. 767 €.

1,5 Milliarden durch 500.000 macht rd. 3.000, also 250 € monatlich.

Der zweite Betrag reicht nicht mal für's Leben, der erste vielleicht gerade so, aber für ein "ganz gutes" Leben?
 

hartaber4

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AW: Studie zeigt massive Mängel der Jobcenter

Vor allem haben die eine Kernkompetenz:

Ganz tolle Gutachten nach § 44a SGB II!!!
 

Kleeblatt

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Meiner Erfahrung als Beistand nach sind die Berliner JC in puncto "Vermittlung" ein jämmerlicher Laden.
Überwiegend arrogante und "unbedarfte" Mitarbeiter arbeiten sich durch irgendwelche Namen, kennen nicht die jeweiligen Akten BEVOR der Betroffene dort bereits sitzt, wissen nur das mal wieder eine neue EGV per Datum "notwendig" sei und damit hat es sich auch schon.

Im Prinzip sieht es so aus:
- es flattert ein Termin zur "Besprechung ihrer beruflichen Situation" ein
- am Termin heißt es erst einma "legen sie mal ihre Bewerbungsbemühungen vor
- dumm nur wenn diese entweder bereits seit Tagen dort liegen und sogar bereits "bezahlt" worden sind
- "aha", - "aber ich will die jetzt noch einmal sehen"
- oder Arbeitssuchender war längere Zeit (Monate) AU durchgängig geschrieben und Mitarbeiter will Bewerbungen für diesen Zeitraum sehen, kapiert beim allerbesten Willen nicht das diesgezüglich nichts ging
- hockt sich dann halbinteressiert erst mal vor dem Monitor, scrollt sich irgendwie da durch die Akte, brummelt unverständliches Zeug vor sich hin
....
"nun müssen wir sie doch endlich mal von den Steuergeldern wegbringen" und druckt in Affengeschwindigkeit irgendwelche "tollen" Angebote aus die weder zum Berufsbild des Betroffenen auch nur ansatzweise passen, überwiegend Helfertätigkeiten und windige ungelernte Angebote zu einem Jammerlohn bei Wochenstunden (offiziell) 15 und inoffiziell = unbezahlt 50.

Oder auch nette Maßnahmen (von denen die sichtlich ganze Säcke voll haben) damit Leute über 40 mit 2-3 Berufsabschlüssen "nun endlich mal das regelmäßige Aufstehen und anständige Arbeiten erlernen".

Also mal ehrlich, - dort fühle ich mich als Beistand immer wie in einer Irrenanstalt, - frei nach dem Motto " Niemand weiß was er tun soll, aber Alle machen dabei mit".

Im besten Fall dauert solch eine Gesamtsituation 5-10 Minuten. Ist man dort aber gerade extrem neugierig auf diese Person vor einem oder aber zu einem "Schwätzchen" aufgelegt, dann kann das schon bis zu einer Stunde laufen.
In der Zeit wird einem dann von dem Mitarbeiter erklärt wie schwer er es hat, wie schlimm die anderen Elos doch sind, wie toll doch gerade jetzt (also eigentlich ständig) die Wirtschaft in D boomt (sagen doch Alle, - muß also stimmen) und wie unwillig und böse ...

Da wird sich seitens der Mitarbeiter ausgeheult als säßen sie bei einer Therapie und nicht im Gespräch mit einem hilfesuchenden Arbeitslosen, der selbst einen eigenen Sack voller Probleme hat.

Man kann es gar nicht voll beschreiben was man hier so alles erlebt während eines solchen Termins. Das geht sogar bis hin zu direkten und indirekten Unterstellungen und Beleidigungen.
Schön doch immer die beliebte Nummer, - einen "Job" irgendwo in Brandenburg anbieten mit großem körperlichen Einsatz für z.B. einen studierten Bibliothekar über 50.
Wissend das derjenige keine schweren Tätigkleiten machen darf (festgestellt vom ÄD und aktenkundig). Auf die entsprechende Antwort des Elos dann "ach so, - sie WOLLEN NICHT arbeiten ?"
(sehr beliebtes Spiel hier mithilfe solcher "Angebote" diese "Aussage zu begründen), - und schwupp druckt der Typ schon mal locker eine Sanktion mit allem Drum und Dran aus. Klar doch, - einen "zumutbaren" Job abgelehnt. Geht schon mal gar nicht.

Oder man bietet z.B. einem Chemiker mal eben so eine "Arbeit" für wenige Stunden auf 1,50 € -Basis als "Diätkoch" an, - nach Aussage des dortigen Mitarbeiters doch ein und Dasselbe.
Nach dem Versuch der Erläuterung des gravierenden Unterschiedes, - "o.k. dann eben nicht."
Allerdings 4 Wochen !!!! später wegen Ablehnung eines "zumutbaren" Angebots eine Sanktionsandrohung 30 %.

DAS ist Berlin und seine JC-Mitarbeiter.
Was immer die da so herumtrödeln und treiben, - man weiß nie ob die wirklich soooo doof sind oder sich nur so dämlich anstellen.
Vielleicht auch Beides.
Könnte man endlos erzählen, - eigentlich ein dikces Buch schreiben.
Ich glaube ich denke mal darüber nach.:biggrin:
 
E

ExitUser

Gast
Leidlich seit langem bekannt: etwa 40 % verschwinden in Bürokratie + Maßnahmen. Der 'Rest' kommt den 'Hartz 4lern' als 'passive Leistung' zugute.

Es geht nur darum ein Schikane-Regime für die Arbeitslosen aufrecht zu erhalten...koste es was es wolle...die Rechnung bekommen die Lohnabhängigen Steuerzahler - auch in Form von Lohndruck - Profiteure sind die Unternehmer...
 
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