30 Std sind genug,Flugblatt

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wolliohne

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Weniger Stress, weniger gesundheitliche und psychische Belastungen, mehr Zeit für PartnerIn, Kinder und Freundschaften, für gesellschaftliche, politische, kulturelle und sportliche Betätigung sind ohne Arbeitszeitverkürzung unmöglich. In einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW, Juni 2008) wünscht sich die Mehrheit der befragten 30.000 Personen eine deutliche Arbeitszeitverkürzung auf 34,5 Stunden. 2003 hatte eine Befragung ergeben, dass Eltern sich im Schnitt 31,4 Stunden wünschen. Kürzere Arbeitszeiten sind Voraussetzung für menschliche Selbstentfaltung und emanzipative Partnerschaftsverhältnisse. ... herunterladen



Verein KLARtext e.V.
 

Mario Nette

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Und wenn 30 Stunden genug sind, dann sind bei Arbeitsgelegenheiten 20 Stunden mehr als ausreichend - wenn man denn überhaupt der Ansicht ist, es bedarf dieses sinn-, nutz-, ziel- und erfolglosen arbeitsmarktpolitischen Instruments.

Mario Nette
 

ethos07

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Von der Stossrichtung her ganz prima! :icon_daumen:

Super wäre natürlich, man hätte die Forderung einer radikalen Arbeitszeitverkürzung als unabwendbare Anwort auf die uns alle voraussichtlich nun bald schwer durch die Luft wirbelnde globale Finanz- und Wirtschaftskrise getrimmt.

Trotzdem: Tackert das Flugblatt doch oben als WICHTIG fest.
Oder ist's vielleicht zu akademisch gehalten?

Jedenfalls überlege ich grad, für welche konkreten Zielgruppen das eigentlich nun erstellt wurde .
:confused:

Denn für's Verteilen vor den JobCenter dürfte es - wie Mario Nette schon andeutete - zu weit weg von den dort jeweils ganz akut drückenden Problemen sein.
 

Kaulquappe

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Und wenn 30 Stunden genug sind, dann sind bei Arbeitsgelegenheiten 20 Stunden mehr als ausreichend - wenn man denn überhaupt der Ansicht ist, es bedarf dieses sinn-, nutz-, ziel- und erfolglosen arbeitsmarktpolitischen Instruments.

Mario Nette

Nein, "ausreichend" ist es nur, wenn man dafür einigermaßen essen kann, da es mit den 351 € eben NICHT reicht.
Ausreichend wäre es also, wenn die Stunden normal bezahlt würden. Da das aber nicht geschieht :icon_kotz: reicht es nicht. Zwanzig Stunden, also Euro pro Woche, also 80 € pro Monat sind arg wenig, deshalb arbeitet der/die Ein-Euro-Joberin, also diejenige, die wirklich das Geld braucht (manche haben ja Schonvermögen etc. und brauchen es nicht) "freiwillig" :icon_kotz: länger ...
 

ladydi12

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Hi ihr drei,

das mit der 30 Stundenwoche ist eine alte Gewerkschaftsforderung von etwa Anfang der 90er Jahre. Also wäre gg. eine Verteilung der Blätter in dieser Richtung angesagt. Auf dieser zitierten Seite gibt es auch weitere interessante Flugis zum Lesen, ihr müßt nur einmal scrollen.

meint ladydi12
 

Eierbecher

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Mittlerweile werden doch überall die Stunden wieder hochgesetzt.
In meinem "Noch-Betrieb" wieder auf 39,5 Std. die Woche.

Teilzeitarbeit wird immer wieder verweigert.
Damit kann man den Betrieb nicht aufrecht erhalten.
Daran scheitert im Moment auch meine Tätigkeit.

Die andere Frage lautet:
Wie soll ein Mann mit 30 Std. seine Familie ernähren?
Der Stundenlohn gibt sowas doch garnicht her.

Das gleiche gilt natürlich auch für berufstätige Frauen.

Um sowas durchführen zu können müßte sich die Einstellung der Arbeitgeber grundlegend ändern.

Wer glaubt daran?

Gruß
Eierbecher
 
E

ExitUser

Gast
naja ist schon noch zu lange. Aber:

Wie nahe unser Verein mit der Forderung nach einer 5-Stunden-Woche am Puls der Zeit liegt, erfuhr ich kürzlich in einer Mail von Rolf Kuhl. Er informierte mich davon, daß selbst in den höchsten Managerkreisen, bei den führenden Wirtschaftswissenschaftlern und Politikern davon ausgegangen wird, daß bis etwa 2030 die Menge an Arbeit soweit absinkt, daß weltweit eine 8-Stunden-Woche eingeführt werden könnte.


5-Stunden-Woche
ironie:
mh,
wir sollten die Stundenwoche sanktionieren. Im ersten Schritt auf 30 und in weiteren dann auf 6 bis naja. Ohne Arbeiter kann die Wirtschaft ja nicht existieren.

Gruesse
Zid
 
R

Rounddancer

Gast
Prof. Frithjof Bergmann, der sich dem Thema Zukunft der Arbeit verschrieb, geht davon aus, daß wir in Zukunft gerademal eineneinhalb Tage der Woche mit herkömmlicher, bezahlter Erwerbsarbeit verbringen werden, dazu kommen eineinhalb bis zwei Tage ehrenamtliche Arbeit für die Gemeinde, Stadt, Nachbarschaft, in der wir leben. Den Rest der Zeit arbeiten wir daheim für unsere Familie und uns.

Frithjof Bergmann – Wikipedia
 

ethos07

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Es dürfte auch von unserem Eintreten abhängen, ob nun "dank" der voraussichtlich uns noch kräftig durchschüttelnden Wirtschaftskrise die Karten dahingehend neu gemischt werden, dass hinterher eine vernünftigere Arbeitsteilung mit wenig Wochearbeitszeit für ALLE durchgesetzt werden kann.
Oder ob wir einem neuen Zwangsarbeits-Zeitalter entgegenschliddern, wo die Masse (teilweise sinnlose) Arbeit verrichtet und einige wenige Neofeudale es sich sagenhaft gutgehen lassen.

Denn statt toys putzen, könnten die (wir?) Neosklaven ja dann auch die Orchideenblätter in der Orchidensammlung eines Neofeudalen auf Hochglanz polieren usw. Irgendwelche Slkavenbeschäftigungen finden sich garantiert immer.

Ich sehe da zur Zeit nicht, ob das Pendel (insbesondere auch global) eher in die eine oder die andere Richtung tendiert.
 
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