30% Sanktion, wegen fehlender Nachweise von Eigenbemühungen, erhalten. Bitte um Ratschläge. (Optionskommune) (1 Betrachter)

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Falk

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Hallo,

am 12.11. habe ich per Einwurfeinschreiben einen Sanktionsbescheid erhalten. Das Datum der Erstellung ist der 08.11.2019.
Es ist meine erste Sanktion überhaupt.

Der bisherige Verlauf seit Antragsstellung Anfang des Jahres:
Im März habe ich Alg2 beantragt und vor der Abgabe des Antrags habe ich ein Erstgespräch mit einem FM geführt.
Das war nur kurzes Blabla und ich erwähnte, dass ich Interesse an einer Umschulung bzw. einer neuen Ausbildung habe.

Den Alg2 Bescheid hatte ich schnell erhalten. Den ersten Termin bei einem FM hatte ich im Mai.
Bei dem Termin bekam ich eine fertige EGV vorgesetzt, mit einer Potenzialanalyse aus dem Erstgespräch.
Zu dem Zeitpunkt hatte ich mich hier im Forum angemeldet und über die EGV mal drüberschauen lassen.
Ich hatte die EGV nicht Unterschrieben, einen Gegenvorschlag gemacht und einen Antrag auf einen Bildungsgutschein gestellt, was im Grunde ignoriert wurde.

Danach erhielt ich den EGV-VA. Im Vergleich zur EGV wurden einige Schikanierungen weggelassen. Was bliebt war, dass ich 10 Bewerbungen im Monat schreiben und diese Nachweisen soll.
Widerspruch dagegen habe ich nicht eingereicht, sondern probiert, doch schnell wieder vom JC wegzukommen.

Beworben hatte ich mich dann auch sofort, unter anderem als Zeitungszusteller. Paar Tage später hatte ich auch schon ein Vorstellungsgespräch und das Angebot erhalten, vorerst einen Bezirk als Krankheitsvertretung zu übernehmen. Damit geschaut werden kann, ob ich überhaupt klar komme, weil die meisten nach kurzer Zeit hinschmeißen.

Mir wurde ein Vertrag angeboten mit einer Mindeststundenzahl von 13,1, 6 Tage Woche und Mindestlohn. Nicht ausreichend um aus dem Bezug rauszukommen, aber immerhin sozialversicherungspflichtig.
Mein Chef meinte ich würde ca. 18-21 h für Tour brauchen, wobei es dann doch nur 16-17 h waren. Er sagte aber auch, dass eine Stundenerhöhung im späteren Verlauf möglich ist.

Kurz danach war ich im JC, um zu fragen, wie ich die Arbeitsaufnahme nachweisen soll. Die wollten natürlich den Arbeitsvertrag kopieren. Meinen FM hatte ich noch gefragt, ob nicht eine Reduzierung der Bewerbungsanzahl möglich wäre, aber da bekam auch nur zu hören, dass ich den Vertrag vorbei bringen soll.
Dem JC habe ich recht bald darauf eine Veränderungsmitteilung geschickt. Den Arbeitsvertrag aber nicht. Die Leistungsabteilung hatte sich darüber schon mal nicht beschwert und mir bald einen angepassten Alg2 Bescheid geschickt.

Also, zwei Wochen nachdem der VA in Kraft getreten ist, hatte ich zumindest eine Teilzeitstelle und dem Jobcenter auch alles mitgeteilt. Dass mein Chef erstmal die Eignung für die Stelle feststellen möchte, stand ebenfalls in dem Schreiben. Das war Ende Juni.
Ich hatte gehofft, dass sich mein FM bei mir meldet, um den weiteren Verlauf zu besprechen. Genug Zeit dafür, wäre ja gewesen... Die ersten 10 Bewerbungen hätte ich Mitte Juli nachweisen sollen, was ich nicht getan habe.
Ich habe mich lieber auf die Arbeit konzentriert. Vor allem hatte ich die Belastung, trotz der wenigen Stunden, doch ziemlich unterschätzt...

Statt einem Gespräch erhielt ich Ende Juli die Androhung einer Sanktion. Eine Stellungnahme dazu habe ich geschrieben, nur das Schreiben kann ich gerade nicht finden. Im Prinzip habe ich darin nur nochmal wiederholt. Das mein Chef erstmal schauen will, wie ich mich so anstelle und ich mit der Arbeitsaufnahme zumindest dazu beigetragen habe, meine Hilfebedürftigkeit zu reduzieren und eventuell weiter reduziert werden kann bei einer Stundenerhöhung. Geschrieben hatte in der Stellungnahme noch, dass mein FM genug Zeit hatte, um Unklarheiten abzuklären und neue Ziele zu vereinbaren.

Mitte August bekam ich ein erneutes Schreiben. Darin wurde ich aufgefordert den Arbeitsvertrag abzugeben und einen Nachweis zu erbringen, dass bei Eignung für die Tätigkeit eine Erhöhung der Stundenzahl möglich ist.
Den Arbeitsvertrag habe ich nicht nachgereicht. So wie ich im Forum gelesen hatte, bin ich dazu ja nicht verpflichtet und für die Leistungsabteilung war die Veränderungsmitteilung ausreichend. Verdienstnachweise habe ich jeden Monat pünktlich abgegeben.

Mein Chef befand sich zu dem Zeitpunkt für zwei Wochen im Urlaub. Das hatte ich dem JC mitgeteilt. Als er wieder da war, habe ich ihm per Mail gefragt, ob er mir eine Bestätigung für das JC geben kann. Er meinte es sollte kein Problem sein.
An der Stelle hätte ich nochmal nachfragen sollen. Ich hatte kein Schreiben von ihm erhalten, dachte aber, dass er es vielleicht direkt an das JC geschickt hat.
Vom JC hatte ich zumindest seit August nichts mehr gehört, bis zum Dienstag, als die Sanktion im Briefkasten steckte.

Nachdem mir direkt im Juli, trotz der Aufnahme einer Teilzeitbeschäftigung, mit einer Sanktion gedroht wurde. War es mir natürlich zu blöd, die Anzahl an Eigenbemühungen zu erbingen. Wenn es rein danach geht, habe ich meine Pflicht nicht erfüllt.
Das man mir aber sofort mit einer Sanktion droht, ohne das Gespräch zu suchen, denn durch Arbeitsaufnahme hatte sich ja meine Situation geändert, empfinde ich ebenso als :poop:. Allgemein habe ich in dem ganzen Zeitraum bisher noch keine sinnvolle Beratung erhalten.

Da das Urteil des BVerfG mittlerweile raus ist und Chaos herrscht, macht es das Ganze wohl etwas Interessanter. Der Bescheid enthält ja auch noch keine angepassten Textbausteine. Das wiederholte Pflichtverletzungs- und 60% Sanktionsgedöngs ist noch enthalten.
Zum Glück komme ich durch die Sanktion in keine Notsituation, auch wenn es zum Jahresende schon scheiße ist. Einfach hinnehmen will ich die natürlich auch nicht.

Für Ratschläge von euch wäre ich sehr dankbar. :)
 

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Babbel1

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Im VA sehe ich die Kostenregelung als unzureichend an, die ist weder konkret noch verbindlich zugesichert sondern findet sich nur unter Hinweise.

Dem Sanktionsbescheid fehlt die Aufhebung nach § 48 SGB X. Das kann das JC aber noch bis Ende des Monats nachholen.

Mir wurde ein Vertrag angeboten mit einer Mindeststundenzahl von 13,1, 6 Tage Woche und Mindestlohn. Nicht ausreichend um aus dem Bezug rauszukommen, aber immerhin sozialversicherungspflichtig.
Mein Chef meinte ich würde ca. 18-21 h für Tour brauchen, wobei es dann doch nur 16-17 h waren. Er sagte aber auch, dass eine Stundenerhöhung im späteren Verlauf möglich ist.
Seh ich das richtig: 16-17h gearbeitet, aber nur 13,1h bezahlt?
Das wäre dann ein klarer Mindestlohnverstoss.

Meinen FM hatte ich noch gefragt, ob nicht eine Reduzierung der Bewerbungsanzahl möglich wäre, aber da bekam auch nur zu hören, dass ich den Vertrag vorbei bringen soll.
Da sich mit der Arbeitsaufnahme die Verhältnisse geändert haben, hätte er hier eigentlich eine andere Antwort geben müssen.
 
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Zeitkind

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Im VA sehe ich die Kostenregelung als unzureichend an, die ist weder konkret noch verbindlich zugesichert sondern findet sich nur unter Hinweise.
Unter der einleitenden Überschrift "Die Unterstützung findet insbesondere statt" sind die Kostenregelungen doch ziemlich eindeutig aufgeführt.
Das bedeutet natürlich, daß sich der Verpflichtete für die Erfüllung an das JC wenden- und jede einzelne Bewerbung von dort aus versenden lassen muß.
Hier wäre interessant zu wissen, wie weit entfernt von der Behörde der Verpflichtete wohnt, denn diese Bestimmungen binden Bewerbungen an Jobcenterbesuche.
Also, zwei Wochen nachdem der VA in Kraft getreten ist, hatte ich zumindest eine Teilzeitstelle und dem Jobcenter auch alles mitgeteilt.
Das ist eine wesentliche Änderung in den Verhältnissen, welche zur gemeinsamen Überprüfung der Strategie
und entsprechenden Änderungen in den Pflichten führen sollte. M.M.n. liegt mit der Sanktion ein schwerer Ermessensfehler vor.
Zudem hätte der bestehende EGV-ersetzende VA aufgehoben- und entsprechend der veränderten Situation eine neue EGV vorgeschlagen werden müssen.
§ 48 SGB X Aufhebung eines Verwaltungsaktes mit Dauerwirkung bei Änderung der Verhältnisse
(1) Soweit in den tatsächlichen oder rechtlichen Verhältnissen, die beim Erlass eines Verwaltungsaktes mit Dauerwirkung vorgelegen haben, eine wesentliche Änderung eintritt,
ist der Verwaltungsakt mit Wirkung für die Zukunft aufzuheben.
Der Verwaltungsakt soll mit Wirkung vom Zeitpunkt der Änderung der Verhältnisse aufgehoben werden, soweit
...
3. nach Antragstellung oder Erlass des Verwaltungsaktes Einkommen oder Vermögen erzielt worden ist, das zum Wegfall oder zur Minderung des Anspruchs geführt haben würde, oder
4. der Betroffene wusste oder nicht wusste, weil er die erforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt hat,
dass der sich aus dem Verwaltungsakt ergebende Anspruch kraft Gesetzes zum Ruhen gekommen oder ganz oder teilweise weggefallen ist.
Zum Glück komme ich durch die Sanktion in keine Notsituation, auch wenn es zum Jahresende schon scheiße ist.
Wichtig ist, daß Du die geschilderte Korrespondenz mit der Behörde nachweisen kannst.
Dem Sanktionsbescheid würde ich in jedem Fall widersprechen. Mal abwarten, was weitere Mitleser denken. :icon_wink:
 

Falk

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Seh ich das richtig: 16-17h gearbeitet, aber nur 13,1h bezahlt?
Das wäre dann ein klarer Mindestlohnverstoss.
Also ich bekomme schon alle geleisteten Stunden ausbezahlt. Die 13,1 h kommen daher Zustande, weil die Zahl der Abonomenten schwankt. Die 13,1 Stunden werden mir zugesichert, selbst wenn ich an einem Tag nur eine Zeitung austragen müsste. Meine Arbeitszeit schreibe ich jeden Tag auf und danach wird mein Lohn auch berechnet.

Danke euch beiden. Leider muss ich bald ins Bett, deshalb werde ich mir erst morgen weitere Gedanken dazu machen.

Wegen der Kostenregelung, als ich vor 6 Jahren beim JC gemeldet war, hatte ich einen ähnlichen VA. Gegen den hatte ich, durch die Hilfe in einem anderen Forum, Widerspruch eingelegt und einen Antrag auf aufschiebende Wirkung gestellt. Den alten Beschluss dazu, leider etwas unleserlich, füge ich auch nochmal diesen Thread hinzu. An der Entfernung hat sich schon mal nichts geändert.
 

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G

Gelöschtes Mitglied 30227

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Die Sanktionen sind seit dem 5.11 ausgesetzt laut BMAS.
Kannste also erstmal ignorieren.
Alle Sanktionen auch die 30%igen.
Deine Optionskommune sollte sich eigentlich auch dadran halten. Sie muss aber nicht - dann würde ich klagen wegen Gleichbehandlungsgesetz usw.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

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Er wird bei Optionskommune sanktioniert und alle anderen bei den JC nicht - komisch nicht.
 

Zeitkind

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Die Sanktionen sind seit dem 5.11 ausgesetzt laut BMAS. Kannste also erstmal ignorieren.
Die Aussetzung hebt nicht automatisch das gesamte SGB aus.
Solange der Bescheid nicht zurückgenommen wurde, ist er gültig und solange gilt auch die Widerspruchsfrist.
Ggf. kann der TE die Frist ausreizen, um Überschneidungen zu meiden.
Wird der Bescheid vor Ablauf der Frist nicht zurückgenommen, rechtzeitig Widerspruch einlegen.
Er wird bei Optionskommune sanktioniert und alle anderen bei den JC nicht - komisch nicht.
Die von Dir verlinkte Bekanntmachung ist vom 14.11.2019. Der TE wurde bereits am 12.11.2019 sanktioniert.
am 12.11. habe ich per Einwurfeinschreiben einen Sanktionsbescheid erhalten. Das Datum der Erstellung ist der 08.11.2019.
 

charly0915

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@Zeitkind also konnte er, da ordnungsgemäß der Job gemeldet, davon ausgehen einen korrekten geänderten Bescheid bzw. EGV vom JC zu erhalten. Und hat sozusagen
darauf gewartet.
wenn die Leistungsabteilung den Bescheid ändert und damit das anerkannt ist, warum fordert dann ein SB den Vertrag noch? zumal der gesamte Vertrag ist doch eh nicht zu verlangen...
 

Zeitkind

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Wegen der Kostenregelung, als ich vor 6 Jahren beim JC gemeldet war, hatte ich einen ähnlichen VA.
Gut, das wäre aber auch nicht der Angriffspunkt, da die Begründung des Gerichtes (so wie im nachgereichten Beschluß) vorauszusehen war.
Wichtiger ist m.M.n. die fehlende Reaktion der Behörde auf die wesentlich geänderten Verhältnisse.
wenn die Leistungsabteilung den Bescheid ändert und damit das anerkannt ist, warum fordert dann ein SB den Vertrag noch?
Keine Ahnung. Aus Neugierde? Ich gehe mal davon aus, daß der Behörde Veränderungsmitteilung und Einkommensbescheinigung vorliegen.
Dafür braucht es nicht die Vorlage des Arbeitsvertrages. Dieser unterliegt dem Vertrauensschutz von Rechtsverhältnissen mit Dritten.
 

Ghansafan

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Hallo,

dem JC muss man den Arbeitsvertrag nicht vorlegen.

Es kann zwar ein Nachweis über den Beginn bzw. das Bestehen eines Arbeitsverhältnisses gefordert werden.

Diesen Nachweis hat aber laut. § 57 SGB II der Arbeitgeber zu erbringen.
Der Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit äußert sich hierzu wie folgt: ... dass, so alle für die Entscheidung über die weitere Leistungsgewährung erforderlichen Informationen dem Jobcenter mit der Veränderungsmitteilung und der noch vorzulegerıden Einkommensbescheinigung vorliegen, die Vorlage einer Kopie des gesamten Arbeitsvertrages nicht erforderlich sei.

(vgl Anhang Schreiben Bundesdatenschutzbeauftragter).
 

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Falk

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Keine Ahnung. Aus Neugierde? Ich gehe mal davon aus, daß der Behörde Veränderungsmitteilung und Einkommensbescheinigung vorliegen.
Dafür braucht es nicht die Vorlage des Arbeitsvertrages. Dieser unterliegt dem Vertrauensschutz von Rechtsverhältnissen mit Dritten.
Das Jobcenter ist schon vor Jahren ziemlich datensammelwütig geworden und wie man an der Kostenregelung sehen kann, auch recht Erfindungsreich, wenn es darum geht die Leute zu gängeln.
Der Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit äußert sich hierzu wie folgt: ...
Genau das Schreiben hatte ich gefunden und deswegen gar nicht erst auf die Forderung des Arbeitsvertrages reagiert.

Ich habe absolut keine Ahnung wie das mit den Weisungen der BA bei Optionskommunen ist. Die biegen sich ja so oder so alles zurecht.
Vom JC Hamm habe ich zwar das gefunden:
Die Stadt Hamm ist mit dem Kommunalen Jobcenter zugelassene Optionskommune und somit Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende in Hamm.

Da es sich um eine Pflichtaufgabe zur Erfüllung nach Weisung handelt, sind vorrangig die fachlichen Hinweise der Bundesagentur für Arbeit und die aktuellen Entscheidungen der Sozialgerichtsbarkeit maßgebliche Arbeitsgrundlage.
Da ich in Bayern wohne, könnte ich interessehalber mal beim StMAS anfragen.
Die Aufsicht über die Kommunalen Jobcenter führt ausschließlich das Land (Regierungen bzw. als obere Aufsichtsbehörde das StMAS).

Den an die Sanktion angepassten Leistungsbescheid habe ich übrigens schon erhalten. So wie ich die kenne, werden die garantiert nicht vor Ablauf der Widerspruchsfrist den Bescheid zurücknehmen. Den Widerspruch werden die wahrscheinlich auch ablehnen. Dann bleibst dann wohl nur noch der Weg übers Gericht.
 

charly0915

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die Optionskommune braucht sich nicht an die FW der BA halten. Habe ich in NRW bei meiner Optionskommune zu hören bekommen... und ist auch hier im Forum die Auskunft...
deswegen finde ich so manche Auskunft mit... laut FW der BA usw. …nicht immer passend... und da haben wir wieder die "Gleichstellung"...

hatte mal mit dem JC Hamm telefoniert, ob die vielleicht irgendeine Rechtsgrundlage für die Anlehnung an die BA haben... waren total nett und hilfsbereit... haben nur leider nichts und halten sich daran um einen Leitfaden zu haben...

der eine so... der andere so... und kannst dir nicht einmal aussuchen zu wem du gehen kannst...

kommst mit einem Urteil zählt das nicht, kommen die mit einem zählt das... es wird auch stumpf abgelehnt weil es nicht im SGB steht, da kann jedes Gericht entschieden haben...
 

gila

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Das ist eine wesentliche Änderung in den Verhältnissen, welche zur gemeinsamen Überprüfung der Strategie
und entsprechenden Änderungen in den Pflichten führen sollte. M.M.n. liegt mit der Sanktion ein schwerer Ermessensfehler vor.
Zudem hätte der bestehende EGV-ersetzende VA aufgehoben- und entsprechend der veränderten Situation eine neue EGV vorgeschlagen werden müssen.
Das würde ich auch so sehen!
Widerspruch einreichen und auch darauf hinweisen, dass angesichts deiner aktenkundigen und unzweifelhaften Bemühungen die Sanktion rein "mutwillig" erscheint.
Auch habe das JC die rechtlichen Vorgaben (wesentliche Änderung in den Verhältnissen, GEMEINSAME Überprüfung der Strategie) nicht erfüllt - das Bestehen auf eine pauschale Bewerbungszahl von 10/Monat erscheint aufgrund der neuen Verhältnisse nicht mehr gegeben.
Im Übrigen: hat das JC denn auch nur EINEN EINZIGEN passenden VV geschickt?
 

Falk

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Im Übrigen: hat das JC denn auch nur EINEN EINZIGEN passenden VV geschickt?
Nö, es kamen nur Aufforderungen den Arbeitsvertrag zu schicken und die Bestätigung, dass eine Stundenerhöhung bei Eignung für die Tätigkeit möglich ist. Kein einziges Gespräch seit Juni, keine VV, nix...

Edit:
Also mein Chef hatte mir eine Bestätigung geschrieben, die kam aber nicht an. Muss wohl der Kollege verschlampt haben. :ROFLMAO:
Darin bestätigt er mir sogar, dass ich aktuell den größten und schwierigsten Bezirk habe. (y)
 
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Ghansafan

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Hallo @Falk ,

hab Dir mal einen Vorschlag für einen Widerspruch fürs JC und einen Antrag fürs SG angehängt, kannst ja mal schauen, ob das so in Ordnung ist für Dich. Vielleicht schauen andere Foristen auch nochmal drüber betreffs eventueller Ergänzungenn/ Änderungen.

Falls Du die Schreiben verwenden möchtest, bitte ergänzen, Abschrift, etc.

Erst den Widerspruch nachweislich beim JC einreichen ( am besten auf einer Kopie des Widerspruches Empfang quittieren lassen). Kopie von dem Schreiben Post 13 würde ich beifügen.

Danach sofort den Antrag bei Deinem zuständigen Sozialgericht einreichen.

Beim SG einreichen 1x Kopie Sanktionsbescheid, 1x Kopie Widerspruch, 1x Kopie Schreiben, Post 13 2x Antrag

Alle Belege ( Versandkosten, Fahrtkosten) betreffs Widerspruch JC, Antrag SG aufheben.
 

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Falk

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@Ghansafan ,

wow vielen vielen Dank :)
Soll ich das am besten nächste Woche gleich abgeben oder ist es besser so wie Zeitkind es geschrieben hat, die Frist auszureizen und erst kurz vor Ablauf alles einreichen?

Dem Widerspruch kann ich ja jetzt noch den Brief meines Chefs hinzufügen und dazu schreiben, dass der nicht ankam, ich aber davon ausging, dass er das Schreiben direkt ans JC geschickt hatte.
Es ist vor allem auch eine schwere Tätigkeit. An dauerhafte Nachtarbeit und zig km mit dem Fahrrad täglich zurücklegen, daran muss man sich ja auch erstmal gewöhnen. Das wurde alles nicht berücksichtigt, hätte man aber klären können...
 

pinguin

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Danke euch beiden. Leider muss ich bald ins Bett, deshalb werde ich mir erst morgen weitere Gedanken dazu machen.
Gewöhne Dir bei Zeiten an, erst danach schlafen zu gehen, weil Du dann eh platt bist; bei 1 Tour geht das noch, stehst Du das aber durch, bist Du später beim Teilzeitjob, bzw., sogar fast an der Vollzeitarbeitswoche, wenn zu den dann vorhandenen Stammtouren weitere Vertretungstouren dazukommen, da ja auch Zeitungszusteller mal Urlaub haben oder krank werden können.

Auch wenn es nicht gefragt wurde, lerne die Listen, auf denen die von Dir zu beliefernden Kunden vermerkt sind, zügig und zeitnah auswendig.

An dauerhafte Nachtarbeit und zig km mit dem Fahrrad täglich zurücklegen, daran muss man sich ja auch erstmal gewöhnen.
Du mußt nicht mit dem Fahrrad zustellen, sondern kannst durchaus auch auf einen eigenen Pkw oder einen eigenen 50ccm-Roller zurückgreifen; üblicherweise bekommst Du dann die mit diesem motorisierten Fahrzeug für den Arbeitgeber zurückgelegten Kilometer mit 30 Eurocent je KM vom AG als Aufwandsentschädigung vergütet; damit sind einfache Reparaturen und Wartungsarbeiten am Fahrzeug allerdings auch alle abgegolten. Für ernste Reparaturen, wie bspw. Kurbelwellentausch, könnte es dann trotzdem bspw. ein Arbeitgeberdarlehen geben.

Nur das motorisierte Fahrzeug ermöglicht einen größeren Einsatzradius; beim Fahrrad ist meist bei ca. 30 bis 35 km schluß mit lustig; zu Fuß, (wir haben hier 2, die zu Fuß zustellen), sind 15 km das Maximum des täglich Leistbaren.

Meine längste Nachtstrecke betrug ca. 160 km, per 50ccm, weil alles andere, trotz geringerem Wetterschutz des 50ccm, keinen Sinn macht.
 
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Falk

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@Ghansafan
Geht klar, dann mache ich das so.

@pinguin
Die Tour mache ich schon größtenteils aus dem Kopf. Schlafen kann ich danach nur selten, weil ich zu aufgedreht bin. Mir bleibt da nur die Option beizeiten ins Bett zu gehen. Ohne ausreichend Schlaf am Abend, würde ich das nicht lang aushalten. Wobei es im Sommer schwierig für mich ist, so früh ins Bett zu gehen. Jetzt muss ich mich erstmal an die kalten Temperaturen gewöhnen und mit Klamotten experimentieren. Wind und Regen sind halt scheiße. Mal schauen wie es weitergeht. Aufstocken, wenn ich mit den Temperaturen zu kämpfen habe, wäre derzeit schon mal nicht sinnvoll. Ich mach mich damit jetzt aber auch nicht verrückt und nach anderen Stellen schaue ich trotzdem noch.
 

gila

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Es ist vor allem auch eine schwere Tätigkeit. An dauerhafte Nachtarbeit und zig km mit dem Fahrrad täglich zurücklegen, daran muss man sich ja auch erstmal gewöhnen.
Tja... Da könnte ja irgendwann mal die Frage an den FM auftauchen, ob du aus gesundheitlichen Gründen diese Nachtarbeit nicht besser aufgibst und im Warmen und trockenen zu Hause hockst und nicht lieber sinnfreie Bewerbungen schreibst... Nur um diese Menge jeden Monat raus zu hauen :unsure: und nicht deine Gesundheit aufs Spiel zu setzen ;)
 

pinguin

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Jetzt muss ich mich erstmal an die kalten Temperaturen gewöhnen und mit Klamotten experimentieren. Wind und Regen sind halt scheiße.
Da hilft langfristig nur "Gore-Tex" und Wärmendes für drunter. Such Dir in Deiner Region einen Outdoorausrüster wie "Globetrotter", bei denen wirst Du fündig.
 

charly0915

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@Ghansafan du hast im alten Beschluss auf S. 3 gesehen, dass das SG das Thema Stichtage nicht ganz so ernst nimmt...

es ist ja nicht mal geklärt wie neutral das JC verschickt...
 
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