30 % Sanktion - angeblich angerufen worden (1 Betrachter)

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wolf77

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Hallo, jetzt hat es mich erwischt.

Ich habe eine 30% Sanktion erhalten.
Das Jobcenter behauptet, der Maßnahmeträger mit dem ich für ein Bewerbungsgespräch Kontakt aufnehmen sollte hätte mich angerufen und ich hätte mitten im Gespräch einfach aufgelegt.

Ich habe in der Anhörung geschrieben, das ich dem Maßnahmeträger keine Telefonnummer mitgeteilt habe, nicht im Telefonbuch stehe und mein Telefon aktuell sowieso defekt sei. Und gebeten, man möge mir doch die Nummer mitteilen, unte rder man versucht habe, mich zu erreichen!!!


Jetzt bekomme ich die 30% Sanktion.


An dieser Stelle schaut ihr euch am besten meinen Sanktionsbescheid an.

Das lustige:
Ich habe zwar einen Telekom anschluss (der steht in meinen Kontoauszügen!!! die das Amt von mir hat), allerdings nutze ich den nur fürs Internet, da hängt garkein Telefon dran! Und im Telefonbuch steht der auch nicht!

Das was im Sanktionsbescheid steht ist eine dreiste Lüge!!!!





Ich will jetzt vor dem Sozialgericht klagen.
Wer Erfahrung damit hat, bitte ein paar Tipps zum Ablauf!


Darüberhinaus würde mich interessieren, welche Rechtliche Mittel ich gegen diese behauptungen einlegen kann!
Mit einer Rücknahme allein ist es hier für mich nicht getan!


Schonmal vielen Dank für eure Hilfe!


PS: Kann mir jemand einen guten Anwalt in Berlin empfehlen?
 

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warpcorebreach

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wenn du wirklich absolut sicher bist das niemand, wirklich niemand die nummer hatt würde ich die harte schiene fahren. man müsste jetz wissen wer dich genau angeblich angerufen hatt auch müsste man wissen inwiefern entsprechend deiner vorgeschichte dein amt berechtigt war deine daten weiterzugeben. du hast ja scheinbar deinen letzten va abgewehrt ?
 
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Es ist immer wieder Wahnsinn was die sich ausdenken um Geld einzusparen.

Beauftrage schnellstmöglich einen Anwalt für Sozialrecht. Mehr kann ich dir leider nicht raten. Alleine kommt man leider sehr selten gegen diese Machenschaften an.Ich spreche da aus Erfahrung.:icon_kotz:

Letztendlich kann ich mir nicht vorstellen das die Arge bei Gericht damit durchkommen wird, denn DIE sind in der Beweislast das du am Telefon erreichbar warst und das du aufgelegt hast. Sowas müssten die beweisen können wenn das Telefonat stattgefunden hat.
Solche Dinge werden aber normalerweise nicht telefonisch geklärt, sondern auf dem Schriftweg.:icon_eek: Du bist ja nichtmal verpflichtet ein Telefon zu besitzen.

Es wäre schön wenn du uns mal auf dem Laufenden halten könntest.
 

ela1953

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in dem Bescheid steht aber, dass du im Telefonbuch stehst und durch die Telekom bewiesen wäre, dass du angerufen worden bist

wenn du dir sicher bist, dass du nicht drin stehst, sollen die dir doch mal das Buch zeigen und den Beleg des Anrufes

Oder hast du einen Namen, der öfter vorkommt?
 

warpcorebreach

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Es ist immer wieder Wahnsinn was die sich ausdenken um Geld einzusparen.

Beauftrage schnellstmöglich einen Anwalt für Sozialrecht. Mehr kann ich dir leider nicht raten. Alleine kommt man leider sehr selten gegen diese Machenschaften an.Ich spreche da aus Erfahrung.:icon_kotz:

Letztendlich kann ich mir nicht vorstellen das die Arge bei Gericht damit durchkommen wird, denn DIE sind in der Beweislast das du am Telefon erreichbar warst und das du aufgelegt hast. Sowas müssten die beweisen können wenn das Telefonat stattgefunden hat.
Solche Dinge werden aber normalerweise nicht telefonisch geklärt, sondern auf dem Schriftweg.:icon_eek: Du bist ja nichtmal verpflichtet ein Telefon zu besitzen.

Es wäre schön wenn du uns mal auf dem Laufenden halten könntest.
genau das hatte ich vergessen. nummer hin oder her. ein telefonanruf wäre beweisbar oder ebend nicht.
 

wolf77

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in dem Bescheid steht aber, dass du im Telefonbuch stehst und durch die Telekom bewiesen wäre, dass du angerufen worden bist

wenn du dir sicher bist, dass du nicht drin stehst, sollen die dir doch mal das Buch zeigen und den Beleg des Anrufes

Oder hast du einen Namen, der öfter vorkommt?
Hab schon im telefonbuch.de, das örtliche, usw nachgeschaut ob da möglicherweise ein alter Eintrag drinstehen würde - aber nicht mal das!
Nicht einmal bei der Auskunft der Telekom war meine Nummer in Erfahrung zu bringen!!!

Ich hatte ja schon gebeten um Mitteilung der Nummer, die man angeblich angerufen hat!
Darauf ging man garnicht ein!


Nee, ich habe einen eher seltenen Namen!
Den gibts selbst in Berlin nur 4 mal oder so......
 

Rechtsverdreher

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Ich habe in der Anhörung geschrieben, das ich dem Maßnahmeträger keine Telefonnummer mitgeteilt habe, nicht im Telefonbuch stehe und mein Telefon aktuell sowieso defekt sei. Und gebeten, man möge mir doch die Nummer mitteilen, unte rder man versucht habe, mich zu erreichen!!!
Hätte ich nicht geschrieben.

Widerspruch, Klagen und dann eine Strafanzeige, wegen Prozessbetrug.

Naja, hab mir den Müll eben nochmal durchgelesen, läuft dann eher auf eine Falschaussage hinaus.

Wie auch immer letztlich können sie sowieso nicht beweisen mit wem sie gesprochen haben, oder ob sie überhaupt was gesagt haben oder was sie gesagt haben.
 

gelibeh

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Das Jobcenter behauptet, der Maßnahmeträger mit dem ich für ein Bewerbungsgespräch Kontakt aufnehmen sollte hätte mich angerufen und ich hätte mitten im Gespräch einfach aufgelegt.
Wer weiß, wen(wenn überhaupt) die da am Rohr hatten.
 

wolf77

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Wer weiß, wen(wenn überhaupt) die da am Rohr hatten.
JA EBEN!



Aber anstatt mal mit der Nummer rauszurücken, schreiben die ganz nebulös zurück man habe vomn Träger DIE NUMMER die im TELEFONBUCH stehtund einen Einzelnachweis der Telekom das man mich 2x angerufen hat............


Ich geh die Tage zum Anwalt, und ausserdem beantrage ich Akteneinsicht und das schnell....
 

Bubbles

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Die Telekom kann nicht nachweisen, dass jemand angerufen wurde wenn keine "Fangschaltung" beauftragt wurde.

Jeder hat seine T-ID..selbst dann bekommt derjenige eine T-ID, der sich nur ne Freemail dort einrichtet.

Die Telekom kann nachweisen, was du genau für nen Anschluss hast, und wann du das letzte Mal damit online warst.Da reicht ein Blick ins CRM-T,FE 2000 oder Clarify.Das sind die Anwendungssoftwares, mit der die Telekom arbeitet.(War selbst lang genug dort beschäftigt)

Mach dir keinen Kopf und leg Wiederspruch ein.
 

münchnerkindl

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Das Jobcenter behauptet, der Maßnahmeträger mit dem ich für ein Bewerbungsgespräch Kontakt aufnehmen sollte hätte mich angerufen und ich hätte mitten im Gespräch einfach aufgelegt.
Selbst wenn du drangegangen wärst. Wenn das vors Sozialgericht geht, können sie dir nicht nachweisen, daß du aufgelegt hast, wie sie behaupten. Da steht dann Aussage gegen Aussage. Und wie es so heisst, im Zweifel für den Angeklagten, da sie das Gespräch wohl nicht mitgeschnitten haben können sie die Behauptung überhaupt nicht beweisen.
 

wolf77

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Die Telekom kann nicht nachweisen, dass jemand angerufen wurde wenn keine "Fangschaltung" beauftragt wurde.

Ich vermute eher, die wollen damit sagen, dass der Träger eine Einzelverbindungsübersicht (Telekom Rechnung) an das JobCenter geschickt hat.
Als Nachweis, wo die angerufen haben.

Auf die Nummer bin ich schon sehr gespannt.
 

wolf77

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Selbst wenn du drangegangen wärst. Wenn das vors Sozialgericht geht, können sie dir nicht nachweisen, daß du aufgelegt hast, wie sie behaupten. Da steht dann Aussage gegen Aussage. Und wie es so heisst, im Zweifel für den Angeklagten, da sie das Gespräch wohl nicht mitgeschnitten haben können sie die Behauptung überhaupt nicht beweisen.
Ach, das knarzt und knackt doch an allen Ecken und Enden!

Ich habe da ein paar Vermutungen.
Die haben irgendwo eine uralte Nummer von vor x Jahren ausgegraben von einem anderen Träger vielleicht.......
oder
haben sich geirrt und eine Nummer fälschlicherweise zu meinen Daten geschrieben obwohl es jemand anderem gehört.

Dann rufen die dort an, derjenige wird sich mit "Hallo" oä. melden und die bieten ihm einen Vorstellungstermin an....oder fragen ihn vorher ob er Herr xyz ist.. der sagt ja, vielleicht denkt der Typ es wär ein Callcenter und will das die erstmal ne Minute ins Leere quassselt......


Und dafür bekomm ich am Ende dann eine Sanktion.
Wirklich toll.


Ich werde auf jeden Fall klären

-wie die Nummer lautet
-woher die die Nummer haben
-wie die sicher sein wollen, mit mir gesprochen zu haben (es wird sich 100%ig niemand mit meinem Namen gemeldet haben, das wär wie ein 6er im Lotto)


Aber eines bin ich mir sicher:

Meine Frage nach dem angeblichen Telefonbucheintrag wird spassig werden :icon_twisted:
 

wolf77

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Eines wundert mich noch:

Auf der Rückseite steht


RECHTSBEHELFSBELEHRUNG:

"Gegen diesen Bescheid kann der Betroffene .........innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch erheben"


Ich dachte, mit meinen Widerspruch gegen die Sanktionsandrohung sei die Widerspruchsmöglichkeit nun durch.

Auf eine möglichkeit, vor dem Sozialgericht zu klagen, wird hingegen nicht hingewiesen.



Wie gehe ich am besten vor?

Nur klage direkt vor dem Sozialgericht?

Oder soll/ MUSS ich beim JobCenter nochmal Widerspruch einlegen (um klagen zu können?)


Danke!
 

Eagle

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Angaben ohne Gewähr!

Die Anhörung ist kein "Widerspruch" sondern nur eine Möglichkeit Dich dazu zu befragen. Wenn Du keinen guten Grund angeben kannst wirst Du sanktioniert. Das hast Du ja nun.
Gegen die Sanktion kannst Du nun in Widerspruch gehen und wenn Du nun Finanzielle Notlage durch die Sanktion bekommst zeitgleich vor dem SG eine EA beantragen, dass die Sanktion erstmal aufgeschoben wird bis die Entscheidung da ist.
 

münchnerkindl

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Ich vermute eher, die wollen damit sagen, dass der Träger eine Einzelverbindungsübersicht (Telekom Rechnung) an das JobCenter geschickt hat.
Als Nachweis, wo die angerufen haben.

Auf die Nummer bin ich schon sehr gespannt.
Hm, selbst dann könnte es der Anrufbeantworter gewesen sein der drangegangen ist.
 

wolf77

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Hm, selbst dann könnte es der Anrufbeantworter gewesen sein der drangegangen ist.

EBEN!
Das denke ich mir ja auch!
Von der Argumentation her richtig.


Nur kann ich mir das nicht vorstellen das es so war, weil man dann ja nicht behaupten würde, mich gesprochen zu haben. Daran glaube ich weniger.

Ich vermute schon, das die irgendjemanden an einer Telefonnummer erreicht haben.

Nur lässt sich wohl kaum beweisen, das ICH das war.

Und wenn die mir irgendeine Handynummer vorlegen, kann ich mir das eh schon denken was da passiert sein könnte.....
Die gibts Gratis mit 5 Euro Guthaben, habe ich desöfteren leertelefoniert.

Kann durchaus sein, das auch irgendwo noch ne Karte in Benutzung ist die mal meine war..........und mit der ich irgendwann mal bei der Hotline des JobCenters angerufen hatte.. wer weis.

Aber klug bin ich frühestens sobald mir das JobCenter endlich die Nummer mitteilt, was ist daran denn so schwer wenns meine sein soll werden die die mir doch wohl nennen dürfen ;-)
 

hergau

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Selbst wenn bei Dir angerufen worden wäre, kann es nicht nur der AB gewesen sein, sondern auch ein anderes Familienmitglied, ein Freund etc.

Beweisen, das man mit Dir gesprochen hat, kann man nur, wenn das Gespräch aufgezeichnet wurde.
Und das ist ohne Deine Zustimmung verboten.

Ich würde der Arge die Frage stellen, weshalb die Aussage höher bewertet wird als Deine eigene Aussage.
Vor jedem Gericht wird es heißen, das hier Aussage gegen Aussage besteht, also zu Gunsten des Angeklagten.
Weiterhin würde ich bitten, den Namen zu nennen von der Person, die behauptet, mit Dir gesprochen zu haben.
Diese würde ich anzeigen wegen Verleumdung, da Du dadurch in existenzielle Schwierigkeiten gekommen bist. Möglicherweise wird diese Anzeige ins Leere laufen, aber ich bin sicher, diese Person wird nie mehr sagen, das sie mit einer Person am Tel. gesprochen hat.
 

CyLord

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Dieser Anruf ist nicht verwertbar. Das muss schon was von der ARGE gekommen sein, wo man eine Maßnahme aufgedrückt bekommt und sich dort zu melden hat. Aber ein Selbstständiger Anruf von einem Maßnahmeträger ist erst einmal völlig bedeutungslos. Einladungen und Aufforderungen haben postalisch zu erfolgen. Wo keine Rechtsfolgebelehrung ist, ist alles egal.
 

wolf77

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Ich habe zur Fristwarung erstmal WIDERSPRUCH eingelegt und die Begründung liefere ich nach.

Dann habe ich AKTENEINSICHT beantragt.

Ich nehme Notebook und Scanner mit, wenn ich da Sauereien finde, können die maulen wie die wollen, dann kopiere ich mir die halbe Akte zusammen....
 
E

ExitUser

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Ich habe zur Fristwarung erstmal WIDERSPRUCH eingelegt und die Begründung liefere ich nach.

Dann habe ich AKTENEINSICHT beantragt.

Ich nehme Notebook und Scanner mit, wenn ich da Sauereien finde, können die maulen wie die wollen, dann kopiere ich mir die halbe Akte zusammen....
Du brauchst Notebook und Scanner nicht mitnehmen. Du kannst Kopien bei der Arge selbst fertigen, gegen Kopierkosten.
Ich hab meine Akte auch schon in Kopie. Ist sehr interessant was man da alles für Notizen findet.
 
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