30% Minderung aufhalten?

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Nostalu

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Hallo liebe Leute, lese jetzt schon einige Tage mit da auch ich zurzeit einige Probleme mit dem JC habe, würde ich gerne eure Hilfe beanspruchen :frown:


Ich habe einige Fehler gemacht jedoch bin ich nun mit dem Schreiben welches gekommen ist doch etwas verwirrt aber gut dazu später alles...

Es fing eigentlich schon 2011 an, ich war in meiner Ausbildung und hatte bei der Praktischen Abschlussprüfung einen Nervenzusammenbruch der so weit ging das ich die Prüfung absolut vergeigt habe. Ich hatte daraufhin ein Gespräch mit meinem Chef und hätte fast alles hingeworfen aber sowohl er als auch meine Eltern haben mich ermutigt weiterzumachen und die Prüfung ein halbes Jahr später nachzuholen, ich hatte in der Zeit mit Depressionen und Schlafstörungen zu kämpfen, dies ging soweit das ich eigentlich permanent Krankgeschrieben war aber ich hatte mich die ganze Zeit durch diese Ausbildung gequält obwohl sie mir eigentlich garnicht gefiel aber aufgeben wollte ich dann doch nicht.


Ich habe die Prüfung dann Nachgeholt und durch die Hilfe meiner mitmenschen auch erfolgreich abgeschlossen, jedoch fing ab da dann die Probleme mit meinem JC an.

Ich konnte nicht übernommen werden und so musste ich mich beim Arbeitsamt dann Arbeitssuchend melden, jedoch wollte ich diesen Job nicht ausüben wegen bereits genannter Probleme, dem JC ist das allerdings vollkommen egal und versucht mich mit ach und krach da irgendwie reinzukriegen, dies habe ich bislang mehr oder minder erfolgreich abwehren können.

Da ich nach der Ausbildung keinen Schimmer hatte was ich machen könnte wurde ich nach einiger Zeit von meiner SA in eine 6 Monatige Maßnahme geschickt, ich wusste nicht was ich machen wollte und die Maßnahme an sich klang auch nicht schlecht da sie mir helfen sollte einen geeigneten Beruf für mich zu finden. Dem habe ich zugestimmt und auch eine EGV unterschrieben. während dieser Zeit habe ich dann einen passenden Beruf für mich entdeckt und suche auch in diesem Bereich nun eine Ausbildungsstelle um eine Umschulung machen zu können.

Die Maßnahme ging bis zum Mai dieses Jahres und dort endete auch die EGV.

Noch vor ende der Maßnahme hatte ich eine weitere EGV unterschrieben welche bis zum 01.11.2013 gültig war. Den Tag darauf sollte ich direkt zur nächsten Maßnahme geschickt werden für 4 Monate welche genau das selbe Ziel hatte wie die vorherige. Das habe ich nicht auf mir sitzen lassen und habe dementsprechend widerspruch eingelegt.

In der darauffolgenden Zeit bin ich nicht zu der Maßnahme gegangen ich hatte noch 2 mal Gespräche mit 2 SAs der Pro Arbeit, beide wollten von mir das ich eine weitere EGV unterschreibe, das habe ich nicht getan ich hab sie mir mitgeben lassen und nie unterschrieben abgegeben. Ich habe auch keinen Verwaltungsakt in der Zeit bekommen was mich irgendwie wundern da ich hier schon so einiges gelesen habe was das betrifft.



Jetzt zum Punkt wo ich Hilfe brauche...

Am Anfang letzten Monats habe ich von meinem JC ein schreiben bekommen ich solle mich bei einer Zeitarbeitsfirma bewerben. Zu der Zeit hatte ich Praktikum in Aussicht welches mir evtl. auch eine Ausbildung gebracht hätte.

Ich habe dieses schreiben blöderweise nicht kopiert (ärgere mich immernoch schwarz drüber) und direkt auf dem Schreiben geantwortet das ich ein Praktikum in Aussicht habe und mich erst bei einer ZA Firma bewerbe wenn das Praktikum nicht klappt.


Das gefiel der der Tante von der Agentur Pro Arbeit aber scheinbar garnicht und so habe ich jetzt am Wochenende ein schreiben von der Stadt bekommen bei dem mir nun eine 30% kürzung angedroht wird.

Laut dem Schreiben soll ich mich bis zum 12. Dezember 2014 ja genau ihr lest richtig 2014 rechtfertigen warum ich mich nicht bei der ZA beworben habe. Der im schreiben genannte Typ bei der Stadt würde dann darüber entscheiden ob ich ab dem 01.01.14 bis zum 01.03.14 eine 30% Kürzung bekomme.



Jetzt stellen sich mir da natürlich einige unbeantwortete Fragen und da brauche ich echt Hilfe.

1. War das Schreiben vom Jobcenter überhaupt gültig, da meine letzte EGV welche ich Unterschrieben habe am 01.11.13 abgelaufen ist. Das Schreiben kam am 04.11.13

2. Kann ich das falsche Datum für die Rechtfertigung irgendwie Ausnutzen?

3. Ist es irgendwie möglich diese 30% kürzung überhaupt noch aufzuhalten?

Natürlich werde ich Widerspruch einlegen und mit einer Menge Text das ganze Problem darlegen aber wird mir das auch irgendetwas bringen?


Das Schreiben der 30% Kürzung werde ich morgen nochmal hier reinposten, schaff ich heute leider nicht mehr aber ich hoffe Ihr könnt mir bei dieser Situation irgendwie weiterhelfen.


Auch nochmal Entschuldigung für diesen ellenlangen Text aber ich nehme es lieber genau als das ich zu wenig schreib^^


Hoffe Ihr könnt mir Tipps geben

Mfg Nostalu
 

Fritz Fleißig

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Ich versuche mich kurz zu fassen.

Am Anfang letzten Monats habe ich von meinem JC ein schreiben bekommen ich solle mich bei einer Zeitarbeitsfirma bewerben. Zu der Zeit hatte ich Praktikum in Aussicht welches mir evtl. auch eine Ausbildung gebracht hätte.
Was für ein "Schreiben vom JC" war das? Vermutlich wird es sich um einen Vermittlungsvorschlag (VV) gehandelt haben, der mit einer entsprechenden Rechtsfolgenbelehrung (RFB) verbunden war. Ist das nach deiner Erinnerung so richtig?

Ich habe dieses schreiben blöderweise nicht kopiert (ärgere mich immernoch schwarz drüber) und direkt auf dem Schreiben geantwortet das ich ein Praktikum in Aussicht habe und mich erst bei einer ZA Firma bewerbe wenn das Praktikum nicht klappt.
Das Kopieren und/oder Aufbewahren aller Schreiben, die du vom JC oder sonst einer Behörde bekommst, solltest du dir aber dringend angewöhnen. Auf einen VV mit RFB mußt du dich auch bewerben. Die Absicht, woanders in der Zeit ein "Praktikum" zu machen, ist kein Entschuldigungsgrund. Hättest du dich beworben und wärst du nicht genommen worden (vielleicht aufgrund des dezenten Hinweises, daß du woanders eine bessere Stelle in Aussicht hast), wäre gar kein Problem entstanden.

Zu deinen Fragen:

1.) Die Verpflichtung, sich in angemessenem Umfang nach Stellen umzusehen und sich insbesondere auf erhaltene VV zu bewerben, ist unabhängig von einer EGV.

2.) Das falsche Datum ist ein offensichtlicher Schreibfehler, der jederzeit korrigiert werden kann.

3.) Du müßtest aus meiner Sicht hierzu schon nachweisen, daß die angebotene Stelle für dich in irgendeiner Hinsicht unzumutbar gewesen wäre (beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen oder wegen überlanger Pendelzeiten).

Hättest du auf den VV gar nicht geantwortet, wäre es dem JC höchstwahrscheinlich unmöglich gewesen, dessen Zugang bei dir nachzuweisen, und es wäre nichts geschehen, weil das JC für den tatsächlichen Zugang beweispflichtig ist. Das Schreiben wird wohl kaum per Boten oder als Postzustellungsauftrag gekommen sein. Wie heißt es so schön: "Reden ist Silber, aber Schweigen ist Gold...".
 

Chosyma

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Moin und willkommen hier im Forum,

1. War das Schreiben vom Jobcenter überhaupt gültig, da meine letzte EGV welche ich Unterschrieben habe am 01.11.13 abgelaufen ist. Das Schreiben kam am 04.11.13

2. Kann ich das falsche Datum für die Rechtfertigung irgendwie Ausnutzen?

3. Ist es irgendwie möglich diese 30% kürzung überhaupt noch aufzuhalten?

Natürlich werde ich Widerspruch einlegen und mit einer Menge Text das ganze Problem darlegen aber wird mir das auch irgendetwas bringen?

zu 1. Vermittlungsvorschläge mit Rechtsfolgebelehrung sind eigenständige Verwaltungsakte unabhängig von einer EGV. Also das du keine EGV hattest hilft dir hier nicht weiter-leider.

zu 2. Das falsche Datum wird meiner Ansicht nach ein Gericht als offensichlichen Rechtschreibfehler werten, damit wird das ignoriert und hilft dir auch nicht weiter.

zu 3. Ohne das Sanktionschreiben und alles was du in der Sache geschrieben/dem SB gesagt hast gesehen zu haben, schwer zu sagen. Aber ganz allgemein du solltest schon einen besseren Grund als ein Praktikum anführen können. Oder hast du durch das Praktikum einen Ausbildungsplatz bekommen?

Beim Widerspruch führt "eine Menge Text" eher nicht zum Erfolg, sondern Gründe die ein SB einfach nicht ignorieren kann- so meine Erfahrung.

Aber stell mal die Schreiben ein, vielleicht findet sich ja was, um die Sanktion zu kippen...

LG Antje

Edit Fritz war schneller, aber wir sehen das ja ähnlich
 

Nostalu

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Tut mir leid das ich mich erst jetzt wieder melde, gab leider einen privaten Zwischenfall tut mir leid für die Verzögerung.

Ich habe das Schreiben per Anhang angefügt vielleicht findet Ihr ja was :(


Mir persönlich missfällt sehr das in dem Schreiben steht ich wäre der Aufforderung nicht nachgekommen, was an sich zwar stimmen mag aber auch nur die halbe Wahrheit ist.

In dem Vermittlungsangebot habe ich angekreuzt das ich mich bisher nicht Beworben habe, dazu aber auch einen ergänzenden Satz dazu geschrieben bei dem ich klar und deutlich gemacht habe das ich mich auf die Stelle bewerbe falls es mit dem Praktikum nicht klappen sollte, aber dann kam auch schon der Wisch von der Stadt.

Es ist wirklich nervig mich ständig mit diesem dämlich Amt für Pro Arbeit rumschlagen zu müssen, hoffe ihr habt noch ein paar tipps für mich.


MfG
Nostalu
 

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Wasnun

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Tja, die 3o Prozent werden Dir wohl sicher sein. Es sei denn, die Stelle, bei der Du das Praktikum machen wolltest, bestätigt, dass Dir das Praktikum FEST zugesichert war und dann jedoch aus handfesten Gründen von Seiten des Praktikum"gebers" abgepfiffen wurde. Der Fall wird aber wohl nicht eintreten.
Du hättest Dich ja bewerben können. Eine Bewerbung zieht noch lange nicht eine Einstellung nach sich. Ausserdem war die Firma, bei der Du Dich bewerben solltest, daran interessiert, Dich jetzt einzustellen und nicht erst, wenn es mit Deinem Praktikum nicht klappt. Welcher Arbeitgeber sieht sich gern als 2. Wahl. Zumal Du ja bei einer Einstellung aus dem Bezug von AlG2 heraus gewesen wärst, bzw zumindest die Summe Deiner Bezüge gemindert hättest, was bei einem Praktikum kaum der Fall ist. Ist doch klar, dass Dein JC daran interessiert ist, an Dir Geld zu sparen.
Nun holen sie sich die Kohle durch die 3o Prozent -
Pech gehabt......
 

Surfing

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Hallo, wie ich gelesen habe solltest du dich bei einer privaten Arbeitsvermittlung bewerben.

Um das genauer beurteilen zu können bräuchte man den Vermittlungsvorschlag samt Rechtsfolgenbelehrung (RFB). Kannst du dieses Schreiben hier reinstellen?

Das hättest du nicht schreiben sollen an das JC. Die sehen das als Ablehnung dieses Stellenangebotes.
 

Roter Bock

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Den VV hat er ja wohl nicht mehr - aber die Frage ist, ob er den AVGS hat, denn die private Arbeitsvermittlung will Geld sehen. Wenn er dafür keine Kostenzusage vom Amt hat, halte ich die Bewerbungspflicht für obsolet. Niemand kann einen zwingen beim privaten Arbeitsvermittler einen Vermittlungsvertrag zu unterschreiben, bei dem es um 2.000 Euro zu Lasten des TE geht, wenn er dieses Geld nicht hat. (Schulden)

Wie sieht es denn damit aus?

Wenn ich einen VV für eine private Arbeitsvermitlung erhalte, das Amt aber keinen AVGS dazulegt, oder eine geeignete Kostenübernahme, können die mich grade mal besuchen wo es am dunkelsten ist. Dann antworte ich aber auch anders.

Roter Bock
 

Surfing

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Ich würde das JC anschreiben und um eine Kopie des VV bitten. Dieser wird benötigt um sachgerecht die Anhörung schreiben zu können.
 
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