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30 % Kuerzung wegen Nichtannahme einer Arbeit rechtens!!!

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ChristianO

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  Th.Starter/in  
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#1
Hallo,

Ich habe einen Bekannten den hat seine Sachbearbeiterin 30 % gekuerzt,
weil er eine Arbeit bei einer Zeitarbeitsfirma nicht angenommen hat.
Er ist Maler hat Gesellenbrief und 15 Jahre Berufserfahrung. Er sollte 8 Euro bzw. 5,50 als Malerhelfer die Stunde bekommen. 10,73 Euro ist der Tariflohn eines Malers und daran muessen sich die ZA Firmen auch halten.
Meine Frage nun sollen wir Widerspruch einlegen und uns auf sittenwidrigkeit berufen und Rechtsanwalt einschalten.

Danke
 

Martin Behrsing

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#2
Ja er soll Widerspruch einlegen und die Hilfe eines Anwalts in Anspruch nehmen.

Allerdings gelten für Zeitarbeitsfirmen andere Tarifverträge. Ein Tarifvertrag für Maler gilt bei Zeitarbeitsfirmen nicht.
 

Azze

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#3
Tja das ist normal bei den Zeitarbeitsfirmen , die meisten wollen einen einfach ausbeuten. Wollen nen Facharbeiter der auch diese Arbeit leistet aber bezahlen nur Helferlohn und man wird auch nur eingestellt als Helfer, somit ist das sogar rechtens. Aber ne riesen Sauerrei.

Aber das die sowas sogar bei Facharbeitern mit 15 Jahren Erfahrung abziehen find ich echt schon ein starkes Stück.
 

hartzhasser

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#4
typisch Sklavenbuden Arbeiten wie ein Pferd und bezahlt werden wie ein Pony :|

lg hartzhasser
 

Cha

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#5
Personen, die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts beziehen, müssen alle Möglichkeiten nutzen, um die Hilfebedürftigkeit zu beenden oder zu vermindern. Dazu gehört auch die Aufnahme einer geringer bezahlten Tätigkeit.

Welche Tätigkeiten zumutbar sind, ist in § 10 SGB II geregelt.

Hier ein Auszug:

"Eine Arbeit ist nicht allein deshalb unzumutbar, weil
1.) sie nicht einer früheren beruflichen Tätigkeit des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen entspricht, für die er ausgebildet ist oder die er ausgeübt hat,
2.) sie im Hinblick auf die Ausbildung des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen als geringerwertig anzusehen ist,
3.) der Beschäftigungsort vom Wohnort des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen weiter entfernt ist als ein früherer Beschäftigungs- oder Ausbildungsort,
4.) die Arbeitsbedingungen ungünstiger sind als bei den bisherigen Beschäftigungen des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen."

Der Mindestlohn bei Zeitarbeit wurde gerade aktuell auf 7,00 Euro (West) bzw. 6,10 Euro (Ost) vereinbart.
Ein Angebot von 5,50 Euro (soweit diese Angaben tatsächlich zutreffen) ist möglicherweise noch in geltenden Tarifwerken für Zeitarbeit enthalten.

Als sittenwidrig wird ein Lohn erachtet, der 2/3 unter Tarif liegt.

Ein versierter Anwalt für Arbeits- und Sozialrecht kann die Sache im konkreten Einzelfall genau erklären und auch eine Auskunft zu den Chancen für einen Erfolg im Widerspruchs- und Klageverfahren geben.

Viele Grüsse

Cha
 
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