3 Termine zur ABGABE eines Antrags?

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Catsy

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Hallo,

mein Sohn (19) hat jetzt eine Ausbildung begonnen und bewohnt eine eigene Wohnung. Er hat noch nie zu meiner BG gehört und meine SB hat mir den Rat gegeben, dass er für sich selbst einen Antrag stellen soll bevor die Ausbildung beginnt.
Haben wir am 7.9. gemacht (Ausbildungsbeginn mit Vollzeitschule am 14.9.).
Anträge alle im Internet heruntergeladen, ausgefüllt, Kopien Mietvertrag, Schulbescheinigung usw.usw. alles dabei.
Am 7.9. dann Termin bekommen um Antrag abzugeben - Termin war gestern. Wurde wahrgenommen von mir selbst mit Vollmacht meines Sohnes (da er ja schon in der Schule ist).
Dabei wurde mir ein weiterer Vordruck ausgehändigt (Mietbescheinigung) und ein "Antragsabgabetermin bei der zuständigen SB" gegeben - am 28.9.!!!
Mein Hinweis, dass er ja am 1.10. seine nächste Miete zu zahlen hätte - wovon??? - und der Antrag nun eigentlich schon seit 7.9. nicht abzugeben sei, wurde mit der Antwort "tja, vorher geht es bei uns nicht" abgetan.

Ist das zwischenzeitlich üblich und zulässig, dass man 3!!! Termine wahrnehmen muss, um den eigentlichen Antrag überhaupt mal abgeben zu können?
Muss dann am 28.9. (bei der Antrags-Abgabe) die Möglichkeit zur Vorschußzahlung für die Miete eingeräumt werden? Die Bearbeitungsdauer geht ja üblicherweise mind. 4 Wochen, d.h. er würde frühestens Ende Oktober das erste Mal Geld sehen ....... welche Erfahrungen habt ihr mit solchen Antragsabgaben?
 

Berenike1810

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Moin Catsy,

- also: auch wenn es "abgeklatscht" klingt, aber da würde ich umgehend schriftliche Beschwerde mitsamt Fragestellung an die GF der Arge, per einfachem Einschreiben, loslassen! Mit Fristsetzung, 10 Werktage. Mit der Sabe würde ich mich vorerst gar nicht mehr auseinandersetzen, da die Zeit eilt!

Sonst "dümpelt" das noch eine ganze Weile so vor sich hin.
 

wolliohne

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Termin zur Antragsabgabe ist Unsinn und reine Verhinderungs-Verzögerungstaktik!

entweder per Fax schicken oder bei KK oder Rathaus abgeben,auch diese sind verpflichtet weiterzuleiten.

Mietvertrag sollte Mietbescheinigung überflüssig machen.
 

Mario Nette

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Wenn abzusehen ist, dass die Leistungen nicht pünktlich ankommen werden, einen Antrag auf Auszahlung eines Vorschusses auf die zu erwartenden Leistungen stellen a) einer kurzen Frist oder b) persönlicher Vorsprache und solange Warten, bis direkt vor Ort bar ausgezahlt wird. Wenn b, dann nicht abwimmeln lassen und darauf achten, dass der Vorschuss hinsichtlich seiner Höhe auch wirklich dienlich ist.

Mario Nette
 

blinky

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Auf keinen Fall die Mietbescheinigung der ARGE dem Vermiter vorlegen, den da steht ganz oben drauf. Mietbescheinigung nach SGB II. Dann weiß der Vermieter gleich bescheid. Nimmt die Mietbescheinigung der Wohngeldstelle.

Blinky
 

Catsy

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Termin zur Antragsabgabe ist Unsinn und reine Verhinderungs-Verzögerungstaktik!

entweder per Fax schicken oder bei KK oder Rathaus abgeben,auch diese sind verpflichtet weiterzuleiten.

Mietvertrag sollte Mietbescheinigung überflüssig machen.


Genau diese hat mich auch irritiert! ist auch als Formular auf der HP nirgends zu finden und wie ich jetzt sehe auch ein "eigenes".
Titel: "Job-Center Landkreis XXX". Es geht ja den Vermieter erst einmal auch nichts an, dass er ALGII erhält und mit diesem Vordruck wäre er ja darüber informiert.
Da wir den Mietvertrag kopiert beigefügt haben, ist dieses Formular also nicht zwingend erforderlich, oder?:icon_evil:
 

Catsy

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Wenn abzusehen ist, dass die Leistungen nicht pünktlich ankommen werden, einen Antrag auf Auszahlung eines Vorschusses auf die zu erwartenden Leistungen stellen a) einer kurzen Frist oder b) persönlicher Vorsprache und solange Warten, bis direkt vor Ort bar ausgezahlt wird. Wenn b, dann nicht abwimmeln lassen und darauf achten, dass der Vorschuss hinsichtlich seiner Höhe auch wirklich dienlich ist.

Mario Nette


Da der Antrag ja erst am 28.9. "angenommen" wird und erst dann die Berechnung etc. erfolgt, kann er unmöglich am 1.10. das Geld auf dem Konto haben.
Also muss ich am 28.9. auf Auszahlung eines Vorschusses bestehen?!
 

blinky

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Schau Dir mal den § 42 SGB I an

§ 42 Vorschüsse

(1) Besteht ein Anspruch auf Geldleistungen dem Grunde nach und ist zur Feststellung seiner Höhe voraussichtlich längere Zeit erforderlich, kann der zuständige Leistungsträger Vorschüsse zahlen, deren Höhe er nach pflichtgemäßen Ermessen bestimmt. Er hat Vorschüsse nach Satz 1 zu zahlen, wenn der Berechtigte es beantragt; die Vorschußzahlung beginnt spätestens nach Ablauf eines Kalendermonats nach Eingang des Antrags.
(2) Die Vorschüsse sind auf die zustehende Leistung anzurechnen. Soweit sie diese übersteigen, sind sie vom Empfänger zu erstatten. § 50 Abs. 4 des Zehnten Buches gilt entsprechend.
(3) Für die Stundung, Niederschlagung und den Erlaß des Erstattungsanspruchs gilt § 76 Abs. 2 des Vierten Buches entsprechend.

Musterantrag findest Du auch hier im Downloadbereich als Word-Dokument.

https://www.erwerbslosenforum.de/antrag/antrag42.doc

Einfach an seine Bedürfnisse anpassen und auf Auszahlung bestehen.

Blinky
 
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