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3 Personen - 48qm - neue Wohnung wird abgelehnt

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Problemkind

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#1
Hallo,

ich bräuchte dringend mal wieder euren Rat.

Meine Tochter alleinerziehend mit 2 Kinder wohnt in einer 48qm 2-Zi.Wohnung.

Bei der jetzigen Wohnungsbaugesellschaft hätte sie eine 3-Zi.Wohnung, die laut dieser Tabelle genau im Limit liegt, haben können.

Heute morgen war der Außendienst bei ihr, hat mit einem elektronischen Meßgerät die Zimmer vermessen (hätten sie auch einfach in den Mietvertrag schauen können). Vorhin hat meine Tochter bei der MainArbeit angerufen und die Antwort lautete: ABGELEHNT!!!

Begründung: Ihre Wohnung wäre ausreichend, die in dem pdf angegebenen Werte seien Höchst- und keine Mindestwerte. Solange die Wohnung (mit 3 Personen!) nicht weniger als 42 qm hätte, bestünde kein Handlungsbedarf. Unser Anwalt, war sich auch nicht so ganz sicher, meinte aber es gäbe darüber wohl sogar ein Urteil.

Leute bitte sagt mir, daß das nicht war sein kann. Was können wir tun? :confused:

LG Das Problemkind
 

Hopefull

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#2
Ich finde es sehr traurig, wenn ein Anwalt sich in diesem Fall nicht auskennt und ihr deshalb um Rat hier im Forum bitten müsst.
Sorry, aber dann hat euer Anwalt entweder den Beruf verfehlt, oder ihr habt nicht den richtigen gefunden.
Zu eurem Problem:
Es ist immer einfacher für die Argen euch von einer zu großen Wohnung in eine kleinere(zwangsweise) Wohnung zu packen, als umgekehrt. Das habe ich hier schon so häufig lesen müssen......so nach dem Motte....wenn ihr bisdato, warum denn jetzt anders.

Der Gedanke, der dahinter steckt, .....KÜRZEN STATT MEHRAUSGABEN!!!!!

Und wenn es du dann doch erwirken konntest, werden dir TROTZ ANGEMESSENEM WOHNRAUM irgendwelche Kosten wieder nicht zubewilligt, sei es bei den KdU oder bei der Heizung, damit der Plan für die Arge wieder aufgeht.

Mein Tipp=====> Anwaltswechsel
Für 3 Personen gelten 75 qm als angemessen und das kann ein "guter" Anwalt für euch sicherlich durchboxen

Hopefull
 

haef

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#3
Hallo,

ich bräuchte dringend mal wieder euren Rat.

Meine Tochter alleinerziehend mit 2 Kinder wohnt in einer 48qm 2-Zi.Wohnung.

Bei der jetzigen Wohnungsbaugesellschaft hätte sie eine 3-Zi.Wohnung, die laut dieser Tabelle genau im Limit liegt, haben können.

Heute morgen war der Außendienst bei ihr, hat mit einem elektronischen Meßgerät die Zimmer vermessen (hätten sie auch einfach in den Mietvertrag schauen können). Vorhin hat meine Tochter bei der MainArbeit angerufen und die Antwort lautete: ABGELEHNT!!!

Begründung: Ihre Wohnung wäre ausreichend, die in dem pdf angegebenen Werte seien Höchst- und keine Mindestwerte. Solange die Wohnung (mit 3 Personen!) nicht weniger als 42 qm hätte, bestünde kein Handlungsbedarf. Unser Anwalt, war sich auch nicht so ganz sicher, meinte aber es gäbe darüber wohl sogar ein Urteil.

Leute bitte sagt mir, daß das nicht war sein kann. Was können wir tun? :confused:

klagen, klagen und nochmals klagen...und bereits jetzt den Sozialausschuss, Beirat der ARGE, Fraktionen und Parteien sowie Medien informieren.
Vor allem nicht abschrecken lassen von "...das steht da oder dort", im Gesetz steht davon NICHTS.
Tatsächlich gibt es eine Tabelle, die Mindeststandards setzt, z.B. 3 Personen - 2 Wohnräume und dabei auch Qm benennt. Diese Tabelle
(finde ich grad nicht) ist aber kein Gesetzesersatz und von Ort zu Ort unterschiedlich.

LG Das Problemkind
fG
Horst
 

KK aus C

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#4
Es gibt ein Urteil und es bezieht sich auf München.

Hartz-IV-Empfänger haben in Ballungsräumen trotz der höheren Mieten Anspruch auf die gleiche Wohnungsgröße wie Arbeitslose außerhalb. Sie dürfen nicht auf besonders kleine Wohnungen verwiesen werden, entschied das Bundessozialgericht (BSG) in einem Grundsatzurteil. Die Arbeitsgemeinschaften (Arge) müssten sich bei der angemessenen Wohnungsgröße an die Vorschriften des sozialen Wohnungsbaus halten.

In dem zu verhandelnden Fall bewohnt der 1945 geborene Arbeitslose eine 56 Quadratmeter große Zweizimmerwohnung in München. Die Arge hatte den Empfänger von Arbeitslosengeld II (ALG II) aufgefordert, eine neue Wohnung zu beziehen, da die bisherige mit ihrer Größe und der Miethöhe von 521,52 Euro für eine alleinstehende Person unangemessen sei. Angebracht sei eine Miete von 429,50 Euro. Da der Mann seine Bemühungen, eine entsprechende Wohnung zu finden, nicht nachwies, kürzte die Arge sein ALG II um 92 Euro.

Sozialgericht: Arge darf Wohnungsgröße nicht einfach bestimmen

Wegen der schwierigen Wohnungssituation in München sei eine Wohnungsgröße von 45 Quadratmetern angemessen. Die Kasseler Richter urteilten jedoch, dass die Arge nicht einfach eine kleinere Wohnungsgröße bestimmen könne, als in den bayerischen Vorschriften zur Förderung des Wohnungsbaus aufgeführt sei. Danach sei für einen Alleinstehenden eine Zweizimmerwohnung mit bis zu 50 Quadratmetern angebracht.


Umzug in eine andere Stadt nicht zumutbar

Der Senat räumte ein, dass diese Vorschriften problematisch seien, da es an bundeseinheitlichen Maßstäben für Wohnraumgrößen fehle. Hier habe der Gesetzgeber es bislang versäumt, nachzubessern. Ein Umzug in eine andere Stadt könne nicht verlangt werden, allerdings sei ein Umzug innerhalb einer Stadt grundsätzlich zumutbar. Den vorliegenden Fall verwies das BSG jedoch an das Bayerische Landessozialgericht zurück. Dieses hatte versäumt, festzustellen, welche Vorgaben die Arge dem Arbeitslosen bei der Wohnungssuche genau gemacht hat.

Bundessozialgericht, Entscheidung vom 10.02.2009, B 4 AS 30/08 R

Quelle: taz
 

haef

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#5
Mein Tipp=====> Anwaltswechsel
Für 3 Personen gelten 75 qm als angemessen und das kann ein "guter" Anwalt für euch sicherlich durchboxen
Hopefull
leider nein, die 75, manchmal auch 80 qm, für 3 Personen sind die Obergrenze der Berechnung für die Höchstkaltmiete, darauf besteht kein Anspruch und der ist mit absoluter Sicherheit auch nicht durchsetzbar. (sehr, sehr selten, das ich so etwas sage :icon_smile:)
Allerdings könnte nach der Produkttheorie eine durchaus höhere qmGröße akzeptiert werden, wenn im Gegenzug der qmPreis sinkt.
Die Frage von Problemkind ist nur über Mindeststandards zu beantworten.

fG
Horst
 

Hopefull

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#6
Allerdings könnte nach der Produkttheorie eine durchaus höhere qmGröße akzeptiert werden, wenn im Gegenzug der qmPreis sinkt.
Die Frage von Problemkind ist nur über Mindeststandards zu beantworten.

fG
Horst[/QUOTE]

Wie soll das denn heute funktionieren? Für mehr qm, weniger bezahlen?
Das ist doch unrealistisch. Man muss sich doch an den Fakten orientieren und desweiteren festhalten, dass obwohl ich immer noch die gleiche Wohnung bewohne, die NK auch um ein Vielfaches steigen, bei dennoch gleichem Wohnraum.
Allein diese Tatsache müsste bei jedem n e u e n Bewilligungsbescheid mit bedacht werden.
Diese Berücksichtigungen werden aber nicht gemacht, ergo wird sich an dem bestehenden Systhem auch nichts ändern.

Hopefull
 

Kikaka

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#7
leider nein, die 75, manchmal auch 80 qm, für 3 Personen sind die Obergrenze der Berechnung für die Höchstkaltmiete, darauf besteht kein Anspruch und der ist mit absoluter Sicherheit auch nicht durchsetzbar.
-? Sind die Richter des BSG denn nur Narren ?
...Angerufen... :
Solange die Wohnung (mit 3 Personen!) nicht weniger als 42 qm hätte, bestünde kein Handlungsbedarf
- Also das sollen die schriftlich mitteilen, Telefonmärchenstunde gilt nicht.
 

Problemkind

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#8
Das Problem ist, daß die MainArbeit das ganze schon seit über 2 Monaten verschleppt hat. Klagen und Eilverfahren wird nix mehr bringen, weil die Wohnung zum 1.12 vermietet werden soll. Das ist alles viel zu knapp. Aber wenn es so ist, wie du sagst, das eine Tabelle mit Mindestanforderung gibt, dann ist das wohl von der Arge gemeint. Die bestehen darauf, daß nur wenn bei 3 Personen 42 qm unterschritten werden "Handlungsbedarf" besteht.

Meine Tochter und die beiden Kinder schlafen in einem Raum, das Wohnzimmer ist Wohnzimmer, Esszimmer, Spielecke, Fernsehraum alles in einem für 3 Personen.
Die Anzahl der Räume ist einfach zu wenig, die Kleine kann sich zum Spielen nicht mal in Ruhe zurück ziehen.
Ich verstehe das einfach nicht.

Ob da eine Klage überhaupt Aussicht auf Erfolg hat?

Erst verschleppen die das Ganze, dann muß das angeblich ein AD prüfen, obwohl die qm im Mietvertrag stehen + der SB daran sowieso sehen könnte das das mit seinen 42 qm nicht hinkommt.

Ich bin soooo wütend
 

haef

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#9
@ hopefull und kikaka
ihr habt ja recht und ich könnte auch :icon_kotz: wenn ich hier manchmal so nüchtern schreibe, nur helfen würde es niemandem, lediglich meine Tastatur wäre vorübergehend versaut und unbrauchbar...

fG
horst
 

haef

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#10
Das Problem ist, daß die MainArbeit das ganze schon seit über 2 Monaten verschleppt hat.
das übliche, sorry

Klagen und Eilverfahren wird nix mehr bringen, weil die Wohnung zum 1.12 vermietet werden soll. Das ist alles viel zu knapp.
ja, mit ziemlicher Sicherheit, zumal für EA kein Anlass besteht oder droht Obdachlosigkeit?

Aber wenn es so ist, wie du sagst, das eine Tabelle mit Mindestanforderung gibt, dann ist das wohl von der Arge gemeint. Die bestehen darauf, daß nur wenn bei 3 Personen 42 qm unterschritten werden "Handlungsbedarf" besteht.
vermutlich

Meine Tochter und die beiden Kinder schlafen in einem Raum, das Wohnzimmer ist Wohnzimmer, Esszimmer, Spielecke, Fernsehraum alles in einem für 3 Personen.
Die Anzahl der Räume ist einfach zu wenig, die Kleine kann sich zum Spielen nicht mal in Ruhe zurück ziehen.
und genau da ist der Hebel - die Kinder!, zumal in der Vorweihnachtszeit. Entschuldige den Zynismus, aber das ist die Realität.

Ich verstehe das einfach nicht.
Ob da eine Klage überhaupt Aussicht auf Erfolg hat?

Erst verschleppen die das Ganze, dann muß das angeblich ein AD prüfen, obwohl die qm im Mietvertrag stehen + der SB daran sowieso sehen könnte das das mit seinen 42 qm nicht hinkommt.
die "Hausdurchsuchung" hätte natürlich abgelehnt werden können (müssen :icon_smile:)
Jetzt braucht ihr zunächst den Ablehnungsbescheid --> Widerspruch und --> Klage, anders geht es leider nicht, es sei denn, mein Vorschlag mit der politischen Schiene hätte sofort Erfolg, einen Versuch ist es allemal Wert.

Ich bin soooo wütend
wer nicht!
fG
Horst
 

haef

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#11
@ problemkind
Nachfrage sicherheitshalber, wie sind denn die genauen Daten der jetzigen und "künftigen" Wohnung?

Quadratmeter
Kaltmiete
Nebenkosten
Heizkosten

fG
Horst
 

HajoDF

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#13
Entscheidend ist, dass jedem BG-Mitglied ein separates Zimmer zusteht".
Nicht die Größe allein ist entscheidend.
Von daher klagen mit dem Argument der Raumnot.
 

hans wurst

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#14
Hallo
Landessozialgericht Berlin-Brandenburg L 10 B 854/07 AS ER

Entgegen der von der Ageg auf Nr. 9.4 der Ausführungsvorschriften zur Ermittlung angemessener Kosten der Wohnung gemäß § 22 SGB II der Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz des Landes Berlin vom 07. Juni 2005 (Amtsblatt (ABl) 3743), zuletzt geändert mit Verwaltungsvorschriften vom 30. Mai 2006 (ABl 2062; im Folgenden: AV Wohnen) gestützten Auffassung ist die von den Ast derzeit bewohnte 52,52 qm große 1,5-Zimmer Wohnung für zwei Erwachsene und ein Kleinkind im Hinblick auf den nahenden Beginn des Krabbelalters zu klein. Das Defizit ist ein ausreichender Grund, in eine 2,5 bis 3 Zimmer große Wohnung umzuziehen. Darin liegt eine entscheidende Verbesserung, die höhere Kosten rechtfertigen würde. Da vorliegend die einzelfallbezogene Würdigung der gegebenen Verhältnisse die Erforderlichkeit begründet, kann offen bleiben,
ob immer dann, wenn die Zahl der Zimmer hinter der Zahl der Bewohner zurückbleibt, ein Umzugswunsch gerechtfertigt ist und ob \226 wie unter Nr. 9.4 AV Wohnen geschehen - allgemeingültige Mindestwerte für die Wohnfläche angegeben werden können, deren Unterschreitung zum Umzug "berechtigen". Die Angabe allgemeingültiger Mindestwerte für die Wohnfläche, deren Unterschreitung zum Umzug "berechtigen", dürfte jedoch schwerlich möglich sein, auch wenn die Wohnoberflächengrenzen im Rahmen der Angemessenheitsprüfung des § 22 Abs. 1 SGB II abstrakt auf Grundlage der im sozialen Mietwohnungsbau anerkannten Wohnraumgrößen zu bestimmen sind.
Dies schon deshalb, weil die Zimmeraufteilung und verschiedenste den "Wohnwert" bestimmende Umstände höchst unterschiedlich sein können (vgl. auch LSG Berlin-Brandenburg Beschluss vom 06. Juni 2007\226 L 26 B 660/07 AS PKH -, www.sozialgerichtsbarkeit.de). Im Übrigen bezieht sich die Angabe von einer Mindestwohnfläche für 2 Personen von 30 qm ohne Nebenräume zur Bestimmung einer unzumutbaren Enge in den AV-Wohnen offensichtlich auf die Richtlinien für den öffentlich geförderten sozialen Wohnungsbau
(Wohnungsbauförderungsbestimmungen 1990 - WFB 1990 -) vom 16. Juli 1990 (Amtsblatt für Berlin 1990, 1379 ff) in der Fassung der Verwaltungsvorschriften zur Änderung der WFB 1990 vom 13. Dezember 1992 (VVÄndWFB 1990; Amtsblatt für Berlin 1993, 98 f), wonach die Wohnfläche für den vorgeschriebenen Raum zur Erfüllung
allgemeiner Wohnzwecke (Wohnzimmer) 18 qm nicht unterschreiten soll und jedes weitere Zimmer nicht kleiner als 12 qm sein soll, eine 2-Zimmer-Wohnung mithin eine Mindestwohnfläche ohne Nebenräume von 30 qm haben soll (vgl. Abschnitt II Zif. 1 Buchst b) der Anlage 1 zur WFB 1990). Demzufolge dürfte der Zuschnitt der von den Ast bewohnten 1,5-Zimmer-Wohnung gerade noch den Anforderungen für einen 2-Personen-Haushalt entsprechen, da das Wohnzimmer ca. 22,7 qm und das weitere Zimmer 8,8 qm groß ist.
Für einen 3-Personen-Haushalt stellen sich die geschilderten Verhältnisse jedoch als auf Dauer nicht tragbar dar, denn in dem eigentlich zu Erfüllung allgemeiner Wohnzwecke gedachten Zimmer müssen die Eltern bzw. ein Elternteil schlafen und zusätzlich noch die Kleidung beider Eltern aufbewahrt werden, da das sehr kleine weitere Zimmer nur Platz für das Kinderbett, eine Liege (als Schlafmöglichkeit für ein Elternteil) und die Ausstattung des Ast zu 3 bietet. Im Hinblick auf den zunehmenden Bewegungsdrang des Ast zu 3, der naturgemäß in der elterlichen Wohnung ausgelebt wird, kann eine fortdauernde räumliche Begrenzung der Ast auf eine gerade noch für 2 Personen akzeptable Wohnungsgröße nicht als zumutbar angesehen werden. Demnach ist der Umzug in eine 2,5 bis 3 Zimmer große Wohnung erforderlich i.S.v. § 22 Abs. 2 Satz 2 SGB II als auch notwendig i.S.v. § 22 Abs. 3 Satz 2 SGB II.
 

mickaela

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#15
Also zustehen würden ihr rein rechtlich
45 selbst
10 als Alleinerziehende und
20 - 30 die Kinder also 75 m² sicher...

Ist es denn nicht möglich, mal eine Strafanzeige durchzusetzen, mit dem Gedanken, dass man von Arge-MitarbeiterInnen wissentlich verblödet wird - wider bessern Wissens?
 

Problemkind

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#16
Kurze Zwischeninfo:

Nachdem der Anwalt Wiederspruch gegen die Entscheidung eingelegt hatte, hat meine Tochter Post bekommen:

Legen Sie bis 7.12. vor:
Meldebescheinigung
Ausweis
Nachweis über Krankenversicherung
Gehaltsnachweise

ihres Lebensgefährten, ansonsten stelle ich die gesamte Leistung ein. Schreiben datiert vom 20.11. bekommen am 30.11. Heute kein Geld auf dem Konto.

:icon_dampf:

Was soll das?? Meine Tochter lebt seit 3 Jahren alleine (1 Hauseingang neben mir) und hat nicht mal einen Freund!!

Was sind das für Menschen, einer alleinerziehenden Mutter mit 2 Kindern, die einfach nur ne größere Wohnung wollte, kurz vor Weihnachten einfach so abzuservieren?

Wenn ich ein Mann wäre, würde ich ..... und das mit Wonne. Man ist so scheixxe hilflos.

Diese verdammte MainArbeit. *wo ist ein Heul-Smilie?*

Aber danke, daß ihr so rege anteil nehmt, das hilft schon viel, ansonsten wären wir hier schon total am Boden.

Liebe Grüße Problemkind
 

haef

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#17
Kurze Zwischeninfo:
Nachdem der Anwalt Widerspruch gegen die Entscheidung eingelegt hatte, hat meine Tochter Post bekommen:

Legen Sie bis 7.12. vor:
Meldebescheinigung
Ausweis
Nachweis über Krankenversicherung
Gehaltsnachweise

ihres Lebensgefährten, ansonsten stelle ich die gesamte Leistung ein. Schreiben datiert vom 20.11. bekommen am 30.11. Heute kein Geld auf dem Konto.

:icon_dampf:

Was soll das?? Meine Tochter lebt seit 3 Jahren alleine (1 Hauseingang neben mir) und hat nicht mal einen Freund!!

Was sind das für Menschen, einer alleinerziehenden Mutter mit 2 Kindern, die einfach nur ne größere Wohnung wollte, kurz vor Weihnachten einfach so abzuservieren?

Wenn ich ein Mann wäre, würde ich ..... und das mit Wonne. Man ist so scheixxe hilflos.

Diese verdammte MainArbeit. *wo ist ein Heul-Smilie?*

Aber danke, daß ihr so rege anteil nehmt, das hilft schon viel, ansonsten wären wir hier schon total am Boden.

Liebe Grüße Problemkind
sofort, pronto, d.h morgen früh über den Anwalt EA wegen Leistungsversagung. Da die SB ja jetzt konkret wird, Verdacht auf Mitbewohner!, entweder anonyme Anzeige oder ist bei der Haus"durchsuchung" irgendetwas "männliches" :icon_sleep:gefunden worden? entschuldige die Nachfrage :confused:,
kann es sogar sehr unangenehm für die SB werden.
Macht dem Anwalt dezent Dampf, dann bleibt es nicht an euch hängen.

fG
Horst
 

tunga

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#18
Ich finde das geht entschieden zu weit, was die verlangen und machen.
Ich würde jetzt sofort massivst dagegen angehen.

Angefangen von Beschwerde an das Kundenreaktionsmanagement und die Regionaldirektion.
Service-Haus.Kundenreaktionsmanagement@arbeitsagentur.de

Kontakt:
Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit
Saonestr. 2 - 4
60528 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0) 69 / 6670 - 0
Fax: +49 (0) 69 / 6670 - 459
E-Mail: hessen@arbeitsagentur.de

Denen alles schildern, die Schreiben in Kopie dazu und um Abhilfe bitten.
(habe ich selbst schon gemacht, feedback kam innerhalb von 2 Tagen!)

Dann würde ich auch noch unbedingt RA einschalten.

Und auch gleich morgen zum Amt gehen und sich da Geld bar auszahlen lassen.
Die Miete muss ja bezahlt werden, sonst gibt ja wieder neue andere Probleme.
Die Kinder haben Hunger und gerade wenn es um Kinder geht muss sofort was gemacht werden, also Geldauszahlung.
Nicht alleine hingehen und auf keinen Fall abschieben lassen.
Notfalls mit Polizei drohen, wenn kein Geld bezahlt wird.

Ich hoffe es klappt alles und drücke die Daumen.
 

Kikaka

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#19
I
ch finde das geht entschieden zu weit, was die verlangen und machen.
Ich würde jetzt sofort massivst dagegen angehen.Angefangen von Beschwerde an das Kundenreaktionsmanagement und die Regionaldirektion.
tunga

- Ja, es ist einfach ungeheuerlich.
Notfalls mit Polizei drohen, wenn kein Geld bezahlt wird.
- Wie kann so etwas ablaufen ? Wer hat Erfahrung mit solcher Notwehr und wer kann hier seine Hilfe beisteuern ?
- Könnte es u. U.hilfreich sein mit den Unterlagen direkt zum SG zur Rechtspflegestelle zugehen um weitere Eskalation zu verhindern ?
 

Mario Nette

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#20
Die Drohung mit der Polizei ist nicht angebracht - das wird die ARGE schon übernehmen, wenn man einfach standhaft bleibt und sich nicht abwimmeln lässt. Es wird dann unheimlich peinlich für die ARGE, wenn die ARGE die Polizei ruft, obwohl die ARGE im Unrecht ist :icon_party:

Bitte nicht ohne Beistand hingehen. Nimm am besten mehrere Leute mit. Macht euch Notizen zu allen Dingen, die euch auffallen. Alles, was die ARGE nicht in deinem Interesse tut, schriftlich geben lassen. Wenn sie schriftlich nichts mitteilen will, eben schriftlich geben lassen, dass sie schriftlich nichts mitteilen will. Wenn auch das nicht geht, dann hast du die Beistände immer noch, die später zu Zeugen werden können.

Vielleicht auch einen Wink an die lokalen Medien:
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich gehe heute zur ARGE, weil ... [hier ganz kurz schildern]

Womöglich ist dies für Ihre Leser interessant, sodass ein Bericht darüber denkbar ist. Schicken Sie doch einfach mal einen Reporter vorbei.

Mit freundlichen Grüße,
Mario Nette
 

Problemkind

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  Th.Starter/in  
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#21
@haef: Der Schrieb war vom 20.11, an dem Tag war sie bei der MainArbeit und hat Aufstand geschoben, wo ihr Bescheid von der Wohnung bleibt, der AD war erst am Mittwoch darauf da, damit kanns also nichts zu tun haben.

Der Anwalt hat schon so eine Eilverfügung beantragt, aber wir gehen nachher selbst nochmal dorthin - und werden versuchen uns nicht abwimmeln zu lassen. Drückt die Daumen, melde mich dann nochmal :icon_daumen:

Liebe Grüsse
Problemkind
 

Kikaka

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#22
....Gehaltsnachweise

ihres Lebensgefährten....

haef hat es erwähnt :
sofort, pronto, d.h morgen früh über den Anwalt EA wegen Leistungsversagung. Da die SB ja jetzt konkret wird, Verdacht auf Mitbewohner!, entweder anonyme Anzeige oder ist bei der Haus"durchsuchung" irgendetwas "männliches" :icon_sleep:gefunden worden? entschuldige die Nachfrage :confused:,
- Anders kann es eigentlich nicht sein, die Außendienstschnuffis müssen der Arge was gesteckt haben...
 

haef

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#23
@haef: Der Schrieb war vom 20.11, an dem Tag war sie bei der MainArbeit und hat Aufstand geschoben, wo ihr Bescheid von der Wohnung bleibt, der AD war erst am Mittwoch darauf da, damit kanns also nichts zu tun haben.

dann eben anonyme Anzeige oder was auch immer

Der Anwalt hat schon so eine Eilverfügung beantragt, aber wir gehen nachher selbst nochmal dorthin - und werden versuchen uns nicht abwimmeln zu lassen. Drückt die Daumen, melde mich dann nochmal :icon_daumen:

das ist kontraproduktiv, entweder EA oder Auszahlung, beides geht nicht.
Es wäre besser, wenn der ganze Vorgang beim Soz.-Gericht aktenkundig würde, z.B. totale Leistungsversagung (auch für Kinder?) - rechtswidrig, Anforderung Beweise Dritter (Grund?) - rechtswidrig,
Druck aufgrund gewünschten Umzuges - rechtswidrig

Liebe Grüsse
Problemkind
lG
Horst
 

Catsy

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#24
Was ist heute bei eurem Besuch herausgekommen?

Ich finde es menschenverachtend, ungeheuerlich und kriminell, was sich dieses Amt da herausnimmt!:icon_eek:

Und ja, die Presse sollte sich auch mal solcher Fälle annehmen und nicht immer nur von "schmarotzenden, betrügenden, saufenden und rauchenden H4-lern" palavern, sondern auch mal das Gegenteil zeigen bzw. die Art und Weise, wie Menschen in unserem Land behandelt werden und wo da der "Betrug" sitzt! :icon_neutral:
 

Problemkind

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#25
Wollte nur kurz Rückmeldung geben:

Wir haben vor verschlossener Tür gestanden, die hatten zu heute mittag.

Also morgen früh nochmal hin *grrrrr*

Problemkind
 

Hopefull

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#26
Wollte nur kurz Rückmeldung geben:

Wir haben vor verschlossener Tür gestanden, die hatten zu heute mittag.

Also morgen früh nochmal hin *grrrrr*

Problemkind

Daumen und dicke Zehen sind dann für morgen gedrückt.
Übrigens bei uns sind die Pforten mittwochs auch geschlossen. ( kleiner trost am Rande)
Außerhalb der "Sprechzeiten" geht keiner ans Telefon,
während der "Sprechzeiten" hat man keinen Anspruch auf telefonische Beratung.
Dadurch wiederum kann man auch keinen persönlichen Termin erhalten.
Ergo ist es wieder einmal mehr bewiesen, dass man es drehen und wenden kann wie man will.
Wenn die nicht wollen, dass man etwas von denen will, wird einfach dichtgemacht.
Wir hingegen haben denen rund um die Uhr zur Verfügung zu stehen.
....und wehe, wenn nicht, dann folgen die ersten Androhungen.
Würde man ihnen noch eine Uniform verpassen,..... ich mag nicht darüber nachdenken, wo wir dann enden.
Die Unvermessenheit dieser ungebildeten Beamten, die einen Richterspruch schon aussprechen dürfen, bevor ein Urteil gefällt worden ist, damit wir in Beweiskraft treten müssen, ist so unwirklich, dass es unser aller Aufgaben wäre, diese Menschen auf den Prüfstand zu schicken.

JEDER JURIST, JEDER RICHTER hat im Vorfeld ein Studium absolvieren müssen, um ein Diplom oder eine Doktorarbeit zu erwirken.

Diese Abkömmlinge der Argen, die sich anmaßen, die Aufgaben eines Richters übernehmen zu können, sind jedoch nachweislich in dieser Hinsicht nicht "geschult".

In wieweit der Druck von oben ansteht, entzieht sich meiner Kenntnis.

Aber es kann nicht angehen, dass ungebildete Arge Mitarbeiter andere Menschen gängeln können und sich noch zusätzlich das Recht dazu herausnehmen, nach ihren eigenen Ermessungsgrundlagen zu entscheiden.

Die Würde des Menschen ist unantastbar!!!!!


anscheinend haben die Arge-Mitarbeiter an dem Tag dieser Einführung auf ihrem Schulungsseminar einen Krankenschein vorgelegt und ganz einfach mal gefehlt.

Verabscheuungswürdig, wie sich diese Menschen , nicht nur in eurem Fall, verhalten haben.


Hoffentlich kommt ihr morgen zu eurem Recht.

lg
Hopefull
 
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