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3 monatige Sperrzeit wegen fristloser Kündigung

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damonhill

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Hallo
bin neu hier im Forum und habe eine Frage.
Mein Freund hat eine fristlose Kündigung bekommen. Er hatte vorher schon eine Abmahnung einmal bekommen und hatte jetzt Urlaub schriftlich eingereicht. Dieser wurde ihm zwar von seinem Schichtführer bewilligt, aber der Urlaubszettel wurde nicht von ihm unterschrieben. Als er jetzt vom Urlaub zurückkam lag in seiner Post die fristlose Kündigung da der Urlaubszettel nicht unterschrieben war. Er hatt sich daraufhin sofort arbeitslos gemeldet. Das Arbeitsamt will ihm jetzt eine 3 monatige Sperre geben. Er hat aber auch laufende Zahlungen wie Miete etc. Was kann man dagegen tun das die Sperre aufgehoben wird ?
 

belzebub

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Hallo
bin neu hier im Forum und habe eine Frage.
Mein Freund hat eine fristlose Kündigung bekommen. Er hatte vorher schon eine Abmahnung einmal bekommen und hatte jetzt Urlaub schriftlich eingereicht. Dieser wurde ihm zwar von seinem Schichtführer bewilligt, aber der Urlaubszettel wurde nicht von ihm unterschrieben. Als er jetzt vom Urlaub zurückkam lag in seiner Post die fristlose Kündigung da der Urlaubszettel nicht unterschrieben war. Er hatt sich daraufhin sofort arbeitslos gemeldet. Das Arbeitsamt will ihm jetzt eine 3 monatige Sperre geben. Er hat aber auch laufende Zahlungen wie Miete etc. Was kann man dagegen tun das die Sperre aufgehoben wird ?
Wie wurde die fristlose Kündigung begründet?

Wenn ein Vergehen des Arbeitnehmers vorliegt und die fristlose Kündigung gerechtfertigt ist - dann gibt es vom Arbeitsamt eine 3 monatige Sperre.
Kann man gar nichts machen.

mfg
belzebub
 

RobertKS

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Hallo zusammen,

@belzebub: Eine fristlose Kündigung braucht der Arbeitgeber nicht zu begründen.

Übrigens den Grund kann man dem Beitrag von "damonhill" oben entnehmen:

Mein Freund hat eine fristlose Kündigung bekommen. Er hatte vorher schon eine Abmahnung einmal bekommen und hatte jetzt Urlaub schriftlich eingereicht. Dieser wurde ihm zwar von seinem Schichtführer bewilligt, aber der Urlaubszettel wurde nicht von ihm unterschrieben.
Das ist ein ausreichender Grund, der eine fristlose Kündigung rechtfertigt, sprich die Sperrzeit erfolgte zurecht, da hier der Arbeitnehmer, durch sein Verhalten, seine Arbeitslosigkeit und damit seine Bedürftigkeit selbst herbeigeführt hat.Siehe §144 Abs.1 Nr.: 1 SGB III

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__144.html

Die Sperrzeit kann nur verkürzt werden (auf 6 Wochen), wenn die reguläre Sperrzeit für den Arbeitslosen eine besondere Härte bedeuten würde. Siehe §144 Abs. 3 Nr: 2b SGB III (Link siehe oben)

Gruß Robert ;)
 

belzebub

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Hallo!

Fristlose Kündigung

http://de.wikipedia.org/wiki/Fristlose_Kündigung

Eine fristlose Kündigung kann nicht unbegründet ausgesprochen werden.

Zitat
Fristlose Kündigung [Bearbeiten]Von einer fristlosen Kündigung, auch "außerordentlichen Kündigung" genannt spricht man im deutschen Arbeitsrecht bei einer sofortigen Aufhebung eines Arbeitsvertrags nach § 626 BGB. Der Unterschied zu einer normalen Kündigung (außer die Nichteinhaltung der normalen Kündigungsfristen gemäß § 622 BGB) liegt darin, dass bei einer fristlosen Kündigung kein Recht auf eine Abfindung entsteht. Weiteres kann im Falle einer arbeitgeberseitigen Kündigung für eine bestimmte Zeit nach der Kündigung Arbeitslosengeld nicht eingefordert werden. Eine fristlose Kündigung kann ausgesprochen werden, wenn Umstände existieren, die ein weiteres Bestehen des Arbeitsverhältnisses für den Kündigenden unzumutbar erscheinen lassen. Eine fristlose Kündigung kann nicht unbegründet ausgesprochen werden. Ein solcher Grund für eine fristlose Kündigung wäre z. B. nach einer Straftat im Betrieb, bei Arbeitsverweigerung, grober Beleidigung, gravierender Vertrauensbruch, Verletzung der Arbeitsschutzbestimmungen oder Nichtzahlung erheblicher Lohnrückstände, nicht jedoch bei Alkoholabhängigkeit (hier käme jedoch eine personenbedingte ordentliche Kündigung in Betracht).

mfg
belzebub
 

RobertKS

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Hallo Belzebub,

gut, das ändert aber nichts an der Tatsache, das die fristlose Kündigung rechtens war.Grund siehe oben.

Gruß Robert ;)
 
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Hallo
bin neu hier im Forum und habe eine Frage.
Mein Freund hat eine fristlose Kündigung bekommen. Er hatte vorher schon eine Abmahnung einmal bekommen und hatte jetzt Urlaub schriftlich eingereicht. Dieser wurde ihm zwar von seinem Schichtführer bewilligt, aber der Urlaubszettel wurde nicht von ihm unterschrieben. Als er jetzt vom Urlaub zurückkam lag in seiner Post die fristlose Kündigung da der Urlaubszettel nicht unterschrieben war. Er hatt sich daraufhin sofort arbeitslos gemeldet. Das Arbeitsamt will ihm jetzt eine 3 monatige Sperre geben. Er hat aber auch laufende Zahlungen wie Miete etc. Was kann man dagegen tun das die Sperre aufgehoben wird ?
Innerhalb 3 Wochen nach der Kündigung kann er vorm Arbeitsgericht klagen... ich würd sagen, das sollte er tun, wenn ihm der Urlaub mündlich zugesichert wurde.

Ist zwar dumm, nicht drauf zu achten, ob der Urlaubszettel unterschrieben war, aber mit etwas Glück wirds zugegeben, daß der Urlaub mündlich genehmigt war... ist die einzige Chnace, eine Sperre zu vermeiden.

Dazu braucht man keinen Anwalt... man kann sich selbst vertreten.
 

belzebub

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Hallo Belzebub,

gut, das ändert aber nichts an der Tatsache, das die fristlose Kündigung rechtens war.Grund siehe oben.

Gruß Robert ;)
Man müsste jetzt genau wissen, wie die fristlose Kündigung vom Arbeitgeber schriftlich formuliert wurde - aber ich sehe das auch so wie du.

Da könnte vielleicht nur noch ein Anwalt irgend was noch hin biegen.

mfg
belzebub
 

münchnerkindl

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Vors Arbeitsgericht gehen udn gegen die fristlose Kündigung klagen!

Dann entscheidet das Gericht ob die fristlose überhaupt rechtmässig war.
 

waldau

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Rechtschutzversicherung ?

sonst kann es bei dieser Sachlage teuer werden!!!
 

Arania

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Arbeitsgericht ist in der ersten Instanz kostenlos, wenn die Klage angenommen wird
 

Arania

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okay, ich ziehe zurück, meine Klage ist wohl schon länger her, da ist etwas geändert worden

Gerichtskosten [Bearbeiten]

Die Gerichtskosten beim Arbeitsgericht waren bislang nahezu vernachlässigbar. Es galt eine Obergrenze von 500 € und diese Obergrenze wurde meist bei weitem unterschritten.
Mit dem Kostenrechtsmodernisierungsgesetz vom 5. Mai 2004 hat der Gesetzgeber diese Kosten verdoppelt und die Höchstgrenze gestrichen. Das führt bei einem Kündigungsschutzverfahren eines Arbeitnehmers mit einem Bruttomonatsgehalt von 3.000 € zu einem Gegenstandswert von 9.000 € (drei Monatsgehälter) und damit zu Gerichtskosten bei streitiger Entscheidung von 362 €. Klagt der Arbeitnehmer noch vier nach der Kündigung inzwischen ausstehende Gehälter (also 12.000 €) ein, so erhöhen sich der Gegenstandswert auf 21.000 € und damit die Gerichtskosten für diese Instanz auf 576 €.
Im Berufungsverfahren entstehen erneut Kosten, allerdings sind diese um ca. 60 % erhöht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kosten_eines_Arbeitsgerichtsverfahrens

Rest ist auch da nachzulesen, sorry Waldau:icon_hug:
 
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Kleine Warnung zum Arbeitsgericht:

Die wirken gerne, gefällig verpackt, auf einen Vergleich hin. Dann kriegen sie den Krempl nämlich vom Tisch.
Was dabei nicht so klar rauskommt, ist, daß man Monate oder Jahre später horrende Rechnungen des Gerichts und des eigenen Anwaltes kriegen kann.
Das ist meinem erwachsenen Sohn passiert. Am Ende hatte er fast genauso hohe Gebühren zu bezahlen als er Geld durch den Vergleich erhalten hatte.

Nie auf einen Vergleich einlassen!

Viele Grüße,
angel
 

Arania

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sorry, aber in einem Vergleichsurteil stehen alle Kosten drin, die auf einen zukommen, da kann nichts überraschen, ich hatte auch eins, deshalb weiss ich wovon ich rede, ich habe mich freiwliig verglichen weil ich in die Firma eh nicht zurückwollte
 
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Kleine Warnung zum Arbeitsgericht:

Die wirken gerne, gefällig verpackt, auf einen Vergleich hin. Dann kriegen sie den Krempl nämlich vom Tisch.
Was dabei nicht so klar rauskommt, ist, daß man Monate oder Jahre später horrende Rechnungen des Gerichts und des eigenen Anwaltes kriegen kann.
Das ist meinem erwachsenen Sohn passiert. Am Ende hatte er fast genauso hohe Gebühren zu bezahlen als er Geld durch den Vergleich erhalten hatte.

Nie auf einen Vergleich einlassen!

Viele Grüße,
angel
Auf einen Vergleich kann man sich schon einlassen... nur sollte man bevor man ok sagt wegen der Kosten fragen und so sicher gehen.
 

damonhill

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Also ich glaub das mit dem Arbeitsgericht lassen wir dann mal, weil können wir uns dann eh nicht leisten. Ich habe aber was gelesen das man für Miete und so beim Sozialamt was beantragen kann. Stimmt das ? Weil ich weiss echt nicht wie er seine Miete bezahlen soll wenn er 3 Monate kein Geld bekommt.
 
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Also ich glaub das mit dem Arbeitsgericht lassen wir dann mal, weil können wir uns dann eh nicht leisten. Ich habe aber was gelesen das man für Miete und so beim Sozialamt was beantragen kann. Stimmt das ? Weil ich weiss echt nicht wie er seine Miete bezahlen soll wenn er 3 Monate kein Geld bekommt.
Nein, es hilft euch kein Amt... zumindest nicht was Geld angeht. Freßpakete vielleicht...
 

a f a

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Also ich glaub das mit dem Arbeitsgericht lassen wir dann mal, weil können wir uns dann eh nicht leisten. Ich habe aber was gelesen das man für Miete und so beim Sozialamt was beantragen kann. Stimmt das ? Weil ich weiss echt nicht wie er seine Miete bezahlen soll wenn er 3 Monate kein Geld bekommt.
Beim Arbeitsgericht sitzt ein Rechtpfleger, der wenn Du ohne Anwalt klagst, die Klage für Dich aufnimmt und formuliert.

Mein Rat, dort mal unverbindlich hingehen und wegen den Kosten fragen,
der sogenannte Gütetermin, sollte eigentlich immer noch, kostenlos sein.

http://www.finanztip.de/recht/arbeitsrecht/kuendigung0103.htm

Gruss
Norbert
 

RobertKS

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Hallo zusammen,

eine Klage dürfte ohne Aussicht auf Erfolg sein.Warum?

Mein Freund hat eine fristlose Kündigung bekommen. Er hatte vorher schon eine Abmahnung einmal bekommen und hatte jetzt Urlaub schriftlich eingereicht. Dieser wurde ihm zwar von seinem Schichtführer bewilligt, aber der Urlaubszettel wurde nicht von ihm unterschrieben.
Der Freund hatte bereits, wie im Zitat zu lesen, eine Abmahnung wegen eines Fehlverhaltens, nun will er Urlaub machen, beantragt den auch, aber anstatt abzuwarten, bis der Urlaubsantrag unterschrieben ist, verlässt er sich auf eine mündliche Zusage, und rauscht ab.Und das heißt im Klartext folgendes: Der Urlaubsantrag war nicht unterschrieben, und der Arbeitnehmer macht dennoch Urlaub, was man im Amtsdeutsch als unerlaubtes Fernbleiben vom Arbeitsplatz bezeichnet.Dies wiederum - unter Berücksichtigung das der betroffene Arbeitnehmer bereits eine Abmahnung hatte - führt unweigerlich zur fristlosen Kündigung, und das zurecht, denn ein nicht unterschriebener Urlaubsantrag gilt - unabhängig von der mündlichen Zusage, die unbedeutend ist - als nicht genehmigt, d.h. der Arbeitnehmer kann nicht einfach fernbleiben und in Urlaub fahren, nur weil er eine mündliche Zusage des Schichtführers hatte, sondern er kann dies erst tun, wenn der Antrag unterschrieben ist, und als genehmigt gilt.

Gruß Robert ;)
 

damonhill

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Aber wenn er z.B auf das Sozialamt geht und denen vorlegt das er keine Schulden auf seinem Girokonto machen darf und auch nichts drauf ist, kann er dann dort nicht einen Vorschuss (Darlehensbasis) beantragen auf das Arbeitslosengeld. Damit man wenigstens die Miete bezahlen kann ?
 
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Aber wenn er z.B auf das Sozialamt geht und denen vorlegt das er keine Schulden auf seinem Girokonto machen darf und auch nichts drauf ist, kann er dann dort nicht einen Vorschuss (Darlehensbasis) beantragen auf das Arbeitslosengeld. Damit man wenigstens die Miete bezahlen kann ?
Das Sozialamt ist nicht zuständig... er ist mindestens 3 Stunden arbeitsfähig und damit ist dann die ARGE zuständig...und die hat gesperrt

Deshalb wäre eine Klage die einzige Möglichkeit...

warum gabs denn die (erste?) Abmahnung?
 

damonhill

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Die gab es wegen einem Tag unentschuldigtem Fehlen. Kann man den nach einem Monat noch auf das Arbeitsgericht gehen? Das hat so lange gedauert bis jetzt, wo das Arbeitsamt ihm geschrieben hat das er eine Sperre bekommt.
 
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Die gab es wegen einem Tag unentschuldigtem Fehlen. Kann man den nach einem Monat noch auf das Arbeitsgericht gehen? Das hat so lange gedauert bis jetzt, wo das Arbeitsamt ihm geschrieben hat das er eine Sperre bekommt.
soviel ich weiß hat man nur 3 Wochen Zeit... anrufen und nachfragen
 

Arania

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Ich habe ja nicht von den Links gesprochen, sondern nur von den einzelnen Antworten hier im Thread, und dabei auch mehr den Fragesteller gemeint, dann würden sich manche Nachfragen nämlich erledigen, ausserdem habe ich hier eh den Eindruck als wenn die meisten nur den letzten Beitrag eines Threads lesen, dann etwas schreiben was schon tausendfach geschrieben wurde und so wird alles sehr unübersichtlich
 

damonhill

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Na sorry. Ich kenn mich eben in dem Thema überhaupt nicht aus weil ich war ín meinem ganzen Leben noch nie arbeitslos und das ganze ist für mich neu. Will ja auch nur meinem Freund helfen weil wir echt nicht mehr weiterwissen
 

claridge

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Hallo zusammen,

eine Klage dürfte ohne Aussicht auf Erfolg sein.Warum?



Der Freund hatte bereits, wie im Zitat zu lesen, eine Abmahnung wegen eines Fehlverhaltens, nun will er Urlaub machen, beantragt den auch, aber anstatt abzuwarten, bis der Urlaubsantrag unterschrieben ist, verlässt er sich auf eine mündliche Zusage, und rauscht ab.Und das heißt im Klartext folgendes: Der Urlaubsantrag war nicht unterschrieben, und der Arbeitnehmer macht dennoch Urlaub, was man im Amtsdeutsch als unerlaubtes Fernbleiben vom Arbeitsplatz bezeichnet.Dies wiederum - unter Berücksichtigung das der betroffene Arbeitnehmer bereits eine Abmahnung hatte - führt unweigerlich zur fristlosen Kündigung, und das zurecht, denn ein nicht unterschriebener Urlaubsantrag gilt - unabhängig von der mündlichen Zusage, die unbedeutend ist - als nicht genehmigt, d.h. der Arbeitnehmer kann nicht einfach fernbleiben und in Urlaub fahren, nur weil er eine mündliche Zusage des Schichtführers hatte, sondern er kann dies erst tun, wenn der Antrag unterschrieben ist, und als genehmigt gilt.

Gruß Robert ;)
Ich wäre mit solchen wagemutigen Diagnosen und Aussagen sehr vorsichtig!
Es weiß hier niemand weshalb die Abmahnung vorher ausgesprochen wurde. Die gesamte Situation kann niemand beurteilen da zu viele Fakten einfach unbekannt sind.
Auf jeden Fall sollte beim Arbeitsgericht Kündigungsschutzklage eingereicht werden. Und zwar so wie es a f a vorgeschlagen hatte:
Beim Arbeitsgericht sitzt ein Rechtpfleger, der wenn Du ohne Anwalt klagst, die Klage für Dich aufnimmt und formuliert.

Mein Rat, dort mal unverbindlich hingehen und wegen den Kosten fragen,
der sogenannte Gütetermin, sollte eigentlich immer noch, kostenlos sein.

http://www.finanztip.de/recht/arbeitsrecht/kuendigung0103.htm
Das sollte die einzige Chance sein aus dieser Sache halbwegs unbeschadet herauszukommen.
 

RobertKS

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Hallo Claridige,

Es weiß hier niemand weshalb die Abmahnung vorher ausgesprochen wurde.
Das ist nicht ganz richtig, denn "damonhil" schrieb warum sein Freund die Abmahnung bekam, nämlich deshalb:

Die gab es wegen einem Tag unentschuldigtem Fehlen.
Tja, und damit das er sich - obwohl sein Urlaubsantrag nicht genehmigt war - unerlaubterweise vom Arbeitsplatz entfernte, kamen noch ein paar Tage mehr dazu, daher die fristlose Kündigung, und wie ich schon sagte, leider, zu recht.Mehr kann man dazu eigentlich nicht mehr sagen.

Gruß Robert ;)
 

münchnerkindl

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Tja, der Freund wird sich in Zukunft vieleicht genauer überlegen ob er wenn er ncith arbeiten kann evtl nach pünktlichem Anruf morgens einen gelben Schein vom Arzt abgibt, oder wenn die Oma gestorben ist im Geschäft anruft und um einen Tag sonderurlaub bittet...

Und daß man den Urlaub wasserdicht macht indem man das direkt schriftlich in der Personalabteilung macht.

Vieleicht lernt er das ja für seinen nächsten Job, es wird auf jeden Fall helfen diesen auch zu behalten...

Das ist eigentlich keine Zumutung sondern zivilisiertes Verhalten...
 

sun2007

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Hallo
bin neu hier im Forum und habe eine Frage.
Mein Freund hat eine fristlose Kündigung bekommen. Er hatte vorher schon eine Abmahnung einmal bekommen und hatte jetzt Urlaub schriftlich eingereicht. Dieser wurde ihm zwar von seinem Schichtführer bewilligt, aber der Urlaubszettel wurde nicht von ihm unterschrieben. Als er jetzt vom Urlaub zurückkam lag in seiner Post die fristlose Kündigung da der Urlaubszettel nicht unterschrieben war. Er hatt sich daraufhin sofort arbeitslos gemeldet. Das Arbeitsamt will ihm jetzt eine 3 monatige Sperre geben. Er hat aber auch laufende Zahlungen wie Miete etc. Was kann man dagegen tun das die Sperre aufgehoben wird ?
Hallo damonhill,
Dein Freund sollte sofort Klage gegen die fristlose Kündigung einreichen. Mit diesem Beleg geht er dann zur Arge, das müsste ihm schon mal helfen. Er hätte auch sofort Widerspruch gegen die Abmahnung einlegen müssen und darauf bestehen, dass diese vom Tisch genommen wird, vielleicht kann er das ja auch jetzt noch. So ohne weiteres kann man jemanden jedenfalls nicht fristlos kündigen. Das geht nur bei Diebstahl oder wenn er so krank ist, dass er voraussichtlich nicht mehr in absehbarer Zeit (soweit ich weiß in den nächsten zwei Jahren) gesund sein wird, hat beides mit dem Betriebsfrieden zu tun. Gegen die Sperrzeit von der Arge muss er auch sofort Widerspruch einlegen, am Besten mit Verweis auf die Klage (weil nicht erwiesen ist, dass die Kündigung rechtmäßig war und somit auch nicht erwiesen ist, ob sein Verhalten schuldhaft war). Such' mal im Internet unter dem Stichwort fristlose Kündigung und zulässig/Zulässigkeit. Ich habe da mal recherchiert und eine Menge gefunden. Ich glaube nicht, dass die Arge ihn einfach sperren kann, solange nicht erwiesen ist, ob die fristlose Kündigung rechtens war. So leicht, wie RobertKS behauptet, dass eine fristlose Kündigung möglich ist, geht das meines Erachtens nicht. Es ist schließlich in vielen deutschen Betrieben durchaus üblich, eine Urlaubsgenehmigung mündlich zu erteilen - da kommt es auch blöd, als Arbeitnehmer unbedingt auf schriftliche Genehmigung zu pochen, wenn das nun mal anders gehandhabt wird. Daher kann eine solche Geschichte meines Erachtens auch nicht zu einer fristlosen Kündigung führen, sondern schlimmstenfalls zu einer Abmahnung, Dein Freund hat allerdings durchaus einen entscheidenden Fehler gemacht, als er nicht gegen die erste Abmahnung sofort Widerspruch eingelegt hat - wehret den Anfängen, heißt es immer. Wo er schon eine am Hals hatte, war es vielleicht auch unklug, ohne schriftliche Zusage Urlaub zu nehmen - aber meines Erachtens noch kein Grund zur fristlosen Kündigung.
Kopf hoch und viel Glück.
 
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