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3,9 Cent für Anruf an Sachbearbeiter

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Nicht offen für weitere Antworten.

marty

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#1
Hallo,

auf meinen Bescheiden steht bei Kontaktsdaten meines Sachbearbeiters
eine 01801 Nummer und in der rechten Ecke des Bescheides als
Hinweis:falls in diesem Schreiben Telefonnummern beginnend mit 0180
sind, so ist zu beachten, dass aus dem Festnetz der Deutschen Telekom
Kosten von 3,9 ct/min anfallen.

Deutsche Telekom hat schon bessere Abzocke getrieben, aber diese ist die
fieseste.

Darf das überhaupt wahr sein?

wie ist das bei euch gehandhabt ?

ich rufe zwar schon lange nicht mehr an, weil ich alles schriftlich haben will,aber so etwas muss doch ins Auge stechen, dass die oben
genannte Firma an den Armen Umsätze macht ( mit Zustimmung der
ARGE = des Staates)

ach je :icon_frown:
 
E

ExitUser

Gast
#2
Ich habe heute von einer Familie gehört, die ungetrübt jeglicher Hartz IV-Sachkenntnis im letzten Abrechnungsmonat der Telekom einen Betrag von über 14 Euro alleine für diese Nummer bezahlt hat.
Sie wollten ein (!) Problem klären, vergebens.

Was mich dazu interessiert: gibt es Verträge zwischen der Telekom und den Argen, diesen Abzockerprofit betreffend?

Viele Grüße,
angel
 

ela1953

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#3
im meinem alten Örtlichen steht noch die alte Nummer, hab ich auch ins neue übertragen und im Adressbuch gespeichert

Mit der alten Nummer kommt man ins gleiche Callcenter wie mit der 01801

die alte Nummer ist in meiner Flatrate drin, die 0180 ja nicht Es ist erwähnt, dass nur Kosten für ein Ortsgespräch entstehen (sind das die 3,9 cents pro Minute?)
 

dummwiebrot

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#4
Da ich eine Telefonflat habe, hab ich mich über diese Abzocke auch lange geärgert, bis ich mal außerhalb der ARGE-Geschäftszeiten bei dieser Nummer angerufen habe. Auf der Bandansage "Sie sind verbunden mit..." wurde die richtige Telefonnummer genannt, und die hab ich mir natürlich sofort notiert.
Seitdem telefoniere ich auch mir der ARGE zum Nulltarif, und hab die Nummer auch bei 0180-Telefonbuch - Suche eingetragen. Dort findet man viele Nummern, die hinter den 0180er-Nummern stecken.
 

dr.byrd

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#5
Vorsitzende Dr. Stefanie Schulz: Es taucht noch die Frage auf, wer die 0180-Nummer ändern könne, wenn Sie das nicht könnten. Vielleicht können Sie das dem Ausschuss noch mitteilen.
Dr. Jens Regg (RD BB): Das ist zentral vereinbart in Absprache zwischen der BA und dem BMAS. Das ist eine Frage, die wir vor Ort nicht selbst steuern können. Wir können kein eigenes Servicecenter mit einer eigenen Nummer einrichten.

Diese ganze geniale Ausschussitzung im Berliner Abgeordnetenhaus könnt ihr in dem Thread "Neulich im Abgeordnetenhaus von Berlin" nachlesen. - Wirklich großes Theater.
 

gerda52

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#6
marty sagte :
ich rufe zwar schon lange nicht mehr an, weil ich alles schriftlich haben will,aber so etwas muss doch ins Auge stechen, dass die oben
genannte Firma an den Armen Umsätze macht ( mit Zustimmung der
ARGE = des Staates)

ach je :icon_frown:
Die Service-Nr. werden im Auftrag der Argen, Landkreise oder was auch immer gezielt eingesetzt. Ohne nun bestreiten zu wollen, dass der jeweilige Telefonanbieter auch an den Anrufen verdient, ist es aber die BA bzw. die jeweilige Arge, die sich auf diese Weise einen Teil ihrer eigenen Telekommunikationskosten vom Anrufer bezahlen lässt.
 

Richardsch

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#7
Geht doch mal auf die Seite www.teleauskunft.de und guckt in eurer Stadt nach ARGE/GAL usw., was eben für euch zuständig ist. In den meisten Städten kann man diese Servicenummer über die Teleauskunft kostenlos anrufen. Vom Festnetz ebenso wie vom Handy. Das geht ganz einfach, steht im FAQ.

Gruß Richard
 
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#8
Ein Arbeitsloser ist nicht verpflichtet ein Telefon vorzuhalten. Wenn ich was von Amt oder ARGE will dann gehe ich dahin und fordere gleich Fahrtkostenerstattung.
Kostenpflichtige Telefonnummern rufe ich aus Prinzip nicht an.
Ein Möchtegernamt mit kostenpflichtiger Telefonnummer? Bin ich Bürger, bin ich Kunde? Wenn Telefon, dann eine 0800 Nummer.
Wenn ARGE / BA sparen will, dann nicht zu meinen Lasten. Und dann noch aus dem üppigen Regelsatz?
 

dr.byrd

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#10
Es ist natürlich prima, dass es Möglichkeiten gibt, diese 0180-Nummern zu umgehen. Allen die hier entsprechend Links gesetzt haben, sei deswegen erstmal Dank gesagt.
Aber in erster Linie geht es hier doch um die Frechheit der AA und BMAS, den Erwerbslosen solche Nummern überhaupt zuzumuten. Viele haben nicht die Möglichkeit oder die Kenntnisse, sich im Internet über weiterführende Möglichkeiten der Umgehung zu informieren.

Es ist schon ein Skandal, dass das alle Parteien eine Umstellung auf 0800 fordern, aber niemand die zuständigen Stellen zwingt, eine Veränderung auch durchzusetzen.
 

marty

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#11
man könnte den SB allen ernstes (schriftlich)Fragen, ob er bereit ist, diese Kosten als Werbungskosten abzusetzen sind, wenn nicht, dass die Bereitschaft
dies so zu verlangen sehr hoch ist und demnächst auch eintreten wird.

:icon_pfeiff:
 

Dora

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#12
Was am Telefon gesagt, gesprochen wird ist nicht beweisbar und Aufzeichnungen von Telefongesprächen meines Wissens auch nicht verwertbar, jedenfalls dann nicht, wenn der andere der Aufzeichnung nicht zugestimmt oder davon nicht gewusst hat.

Grundsätzlich mache ich alles schriftlich. Dass ich teure 0180-Nummern nicht benutze, habe ich ohnehin klar gesagt und als Abzocke kritisiert. Meine Telefonnummer habe ich auch nicht rausgerückt. Daraufhin habe ich die Festnetznummern erhalten. Und die habe ich in der Tat schon zweimal genutzt um plötzliche Terminverschiebungen direkt mit den zuständigen pAp abzusprechen. Das hat einwandfrei geklappt. Für mehr ist es aber nicht sinnvoll und auch nicht erforderlich.
 

Richardsch

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#13
Es ist natürlich prima, dass es Möglichkeiten gibt, diese 0180-Nummern zu umgehen. Allen die hier entsprechend Links gesetzt haben, sei deswegen erstmal Dank gesagt.
Aber in erster Linie geht es hier doch um die Frechheit der AA und BMAS, den Erwerbslosen solche Nummern überhaupt zuzumuten. Viele haben nicht die Möglichkeit oder die Kenntnisse, sich im Internet über weiterführende Möglichkeiten der Umgehung zu informieren.

Es ist schon ein Skandal, dass das alle Parteien eine Umstellung auf 0800 fordern, aber niemand die zuständigen Stellen zwingt, eine Veränderung auch durchzusetzen.
Was willst du. Darauf warten, dass eine 0800er Nummer kommt oder kostenlos telefonieren? Manchmal lässt es sich nicht umgehen mal bei der ARGE anzurufen. Ich hatte jedenfalls keine Lust jedes Mal um einen Termin zu machen, entweder 45 Minuten zur ARGE zu laufen oder 4,40 für Fahrgeld auszugeben.

Ist ja alles schön was ihr euch wünscht -ist aber nun einmal nicht.

Gruß Richard
 

dr.byrd

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#14
Was willst du. Darauf warten, dass eine 0800er Nummer kommt oder kostenlos telefonieren? Manchmal lässt es sich nicht umgehen mal bei der ARGE anzurufen. Ich hatte jedenfalls keine Lust jedes Mal um einen Termin zu machen, entweder 45 Minuten zur ARGE zu laufen oder 4,40 für Fahrgeld auszugeben.

Ist ja alles schön was ihr euch wünscht -ist aber nun einmal nicht.

Gruß Richard
Was ich will, ist klar:

1.) Forderung nach 0800 aufrecht erhalten. Die Abgeordneten z.B. in Berlin auffordern sich nicht weiter von der AA verarschen zu lassen.
2.) Erstattung auch von 4,40 € Fahrgeld.

Das ist kein Wunschkonzert, sondern tägliche Forderung und Arbeit.
 

Richardsch

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#15
Was ich will, ist klar:

1.) Forderung nach 0800 aufrecht erhalten. Die Abgeordneten z.B. in Berlin auffordern sich nicht weiter von der AA verarschen zu lassen.
2.) Erstattung auch von 4,40 € Fahrgeld.

Das ist kein Wunschkonzert, sondern tägliche Forderung und Arbeit.
Sorry, mir kommt das wie ein Wunschkonzert vor :) Ich habe mich auch über die 0180er geärgert, zumal ich zu diesem Zeitpunkt nur ein Handy hatte. Das ist nun 3 Jahre her und diese Nummer besteht immer noch. Also setze ich doch die Prioritäten so, dass sie sich den Gegebenheiten zu meinen Gunsten anpassen.
 

dr.byrd

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#16
Das ist nun 3 Jahre her und diese Nummer besteht immer noch. Also setze ich doch die Prioritäten so, dass sie sich den Gegebenheiten zu meinen Gunsten anpassen.
Das ist ja richtig. Jeder, der es weiß, würde es so machen. Das ändert aber nichts daran, dass es Abzocke Unwissender ist und das man das immer wieder sagen muss. Nur weil Unrecht schon 3 Jahre läuft, wird noch nicht Recht daraus. Deswegen muss auch die Forderung nach 0800-Nummer aufrecht erhalten werden. Das muss man den Damen und Herren immer wieder auf`s Brot schmieren
 

Georgia

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#17
Sitzen an den 0180 er Nummer nicht eh nur Callcenter Leute, die im Grunde genommen über kein Wissen verfügen und es sogar schon vorgekommen sein soll, daß wichtige Angelegenheiten verschlampt wurden ?

Wenn ich mal in die Situation komme anrufen zu müßen, dann nur über die normale Durchwahl und da habe ich Flat.
Danach aber noch mal schriftliche Nachreichung.

Die Leistungsabteilung war mal sehr überrascht, wie ich an die Nummer gekommen wäre ...... die Nummern wären "geheim". Nun, die haben mich mal angerufen und als die Nummer auf dem Display erschien, habe ich sie mir notiert.
 

gerda52

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#18
Bei uns ist man wieder dazu übergegangen, die normale Tel.Nr. im Schriftverkehr anzugeben, die 0180er Nr. steht nur noch in der Fußzeile.
 

Mario Nette

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#19
Sitzen an den 0180 er Nummer nicht eh nur Callcenter Leute, die im Grunde genommen über kein Wissen verfügen und es sogar schon vorgekommen sein soll, daß wichtige Angelegenheiten verschlampt wurden ?
Sicher kommt sowas vor. Der RD-Mann in der von dr.byrd weiter oben verlinkten Ausschussitzung hat zu den Servicecentern sinngemäß gesagt, dass sie etwa 50 % der Anliegen des Kunden direkt beantworten können. Die restlichen Anfragen sollen über ein internes Benachrichtigungssystem (E-Mail) an die Sachbearbeiter weitergeleitet werden, die dann a) zurückrufen oder b) einen Termin zur Klärung festlegen.
Warum ist im Jobcenter niemand erreichbar? – Das möchte ich durchaus vermeiden. Dann ist es mir lieber, dass der Hilfebedürftige seine Frage an einem zentralen Punkt, dem Servicecenter, abladen kann.
sagt der Herr der Regionaldirektion, siehe Link von dr.byrd. Das Servicecenter ist also für wirklich einfach Fragen zuständig, die Mitarbeiter haben auch Zugriff auf die elektronische Akte - allerdings nicht auf alle Teile.

Mario Nette
 

ethos07

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#20
Interessant an dem - bühnenreifen! - Wortprotokoll finde ich ja, dass offensichtlich alle lokalen politischen Ebenen unendlich kuschen vor diesen als allmächtig betrachteten BMAS-AfA-Entscheidungszentrum. Und jede - doch eigentlich ziemliche - Popelfrage, wie welche Service-Nummer für ALG-II-Bezieher vor Ort Gültigkeit haben soll, nicht mehr lokal zügig entschieden werden kann, sondern über tausenderlei Durchgänge an diese scheinbar unnahbare Machtzentrale über viele Jahre währenden Bittstellereien von den lokalen Politvertretern "errungen" werden muss...

...so ein kaputtes politisches System - es macht wirklich Angst.
 

dr.byrd

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#21
Interessant an dem - bühnenreifen! - Wortprotokoll finde ich ja, dass offensichtlich alle lokalen politischen Ebenen unendlich kuschen vor diesen als allmächtig betrachteten BMAS-AfA-Entscheidungszentrum. Und jede - doch eigentlich ziemliche - Popelfrage, wie welche Service-Nummer für ALG-II-Bezieher vor Ort Gültigkeit haben soll, nicht mehr lokal zügig entschieden werden kann, sondern über tausenderlei Durchgänge an diese scheinbar unnahbare Machtzentrale über viele Jahre währenden Bittstellereien von den lokalen Politvertretern "errungen" werden muss...

...so ein kaputtes politisches System - es macht wirklich Angst.
Im Thread zu den neuen Formularen ab 01.04.08 schrieb ich bereits:

Ich bekomme immer mehr den Eindruck, nicht nur bei den Anträgen, daß sich die AA außerhalb unserer rechtlichen Ordnung bewegt, und daß ihr das sch...egal ist. - Einwände von Parlamenten, Datenschutzbeauftragten und Gerichtsurteile werden einfach permanent und in steigendem Maße ignoriert.
P.S. Ja ethos07, das Protokoll ist bühnenreif! War hier nicht mal jemand im Forum, der Anregungen für ein Straßentheater zu HartzIV suchte?
In diesem Protokoll könnte er aus dem Vollen schöpfen.
 
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