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2tes Kind im Anmarsch, Umzug in größere Wohnung, Kosten für Umzug & Kaution?

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Wachert

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Hi,
mein Frauchen ist Schwanger und wir werden somit, wenn nichts schief geht, im August zu viert sein.

Nun ist es so das die 3 Zimmerwohnung derzeit gerade so für uns 3 reicht.

Ein ~halbes Jahr würden wir zu viert hier auch noch hausen können, aber dann wirds langsam eng.

Nun weiss ich das wir Anspruch auf eine 4 Zimmerwohnung mit maximal 95m² haben.

a) Was ist wenn wir keine "angemessene" 4 Zimmerwohnung finden? (Mietkosten zu hoch, oder etwas über 95m²)
b) Was muss ich beachten damit die Umzugskosten übernommen werden, und wie beantrage ich das wenn wir den Umzug "Privat" mit der Familie, also ohne Unternehmen machen (so wurden die letzten 12 Umzüge vollzogen)
c) Wie sieht es mit der Kaution aus? Habe irgendwo mal mitbekommen das es ein Urteil gibt das besagt die AfA bzw. die ABf die Kaution zahlen muss, und zwar nicht mehr als Darlehen, sondern als Sondervergütung, wobei klar ist, das die AfA bzw. die ABf das Geld, wenn es zu einem Auszug kommt, zurückerstattet haben will.
d) Ab "wann" genau darf man sich eine neue/größere/angemessene Wohnung suchen? sobald das Kind das Licht der Welt erblickt, nach einem Jahr oder wann?
e) Was ist wenn man keine "angemessen" Wohnung findet, aber aufgrund des Platzmangels dringend eine größere Wohnung braucht? (Bei nichtangemessener Wohngung fallen Umzugskostenerstattung usw. weg)
 

Mario Nette

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Ich kenne das so: Wenn sie zwar zu groß ist, aber die Miethöhe dem entspricht, was übernommen werden müsste, wenn also die Wohnung im Prinzip finanziell unter dem Durchschnitt liegt, dann gibt es wenig bis keine Probleme mit der Miethöhe oder der Wohnungsgröße. Dazu muss die ARGE natürlich den aktuellen Mietspiegel heranziehen - ihr solltet das auch tun.

Wenn die Miete ein klein wenig (vielleicht 10, 20 Euro) zu hoch ist, kann man dem Amt zumindest noch glaubhaft versichern, dass diese "Euros über der Grenze" aus dem Einkommen (also vornehmlich den Leistungen) finanzierbar ist. Ob es an dieser Stelle irgend eine Regelung für "geringfügig mehr wird übernommen" gibt, weiß ich nicht.

Sollte Aussicht auf einen Job bestehen, der Umzug aber vor dem Leistungsende anstehen (das würde die ARGE sehr ärgern), dann kann man zumindest aber versuchen, die ARGE zu überzeugen, die gewählte Wohnung zu erlauben. Ob das klappt, steht in den Sternen.

Mario Nette
 
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a) nicht schlimm. Zuerst einmal sind die tatsächlichen Zustände vor Ort zu berücksichtigen. Wenn die nicht mit den Ideen der SBs harmonieren hat die ARGE Pech. Gibt es nur eine Unterkunft, die die Mindestvoraussetzungen erfüllt, dann ist die angemessen. Und wenn das die Villa Hügel ist.
b) alles beantragen. Die Hilfe im Freundeskreis ist mit zusätzlichen Risiken verbunden und deshalb lehne ich sowas grundsätzlich ab. Wer für mich arbeitet, erhält auch einen gerechten Lohn. Und wenn ich ihn bescheisse, dann zu meinem Vorteil.
c) nur als Darlehen. Rückzahlung wenn nicht mehr benötigt oder Reichtum einkehrt. Zumindest jedoch Einkommen jenseits der Pfändungsfreigrenzen nach ZPO.
d) genau ab dem ersten Atemzug des Neubürgers. Nicht früher und auch nicht später.
e) siehe unter a)
 

Wachert

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Danke für die Tips.
kleindieter, was b angeht, kann das ja jeder selbst entscheiden denke ich ;)
Wir haben da mehr als gute Erfahrungen gemacht, sei es Familiär oder durch Freunde.

Mir wären haltbare Aussagen lieber gewesen, sprich, irgendwas nachvollziehbares (SGB Verweise, Urteilsverweise usw.)

Aber trotzdem danke, ich schau dann mal noch etwas...
 
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ExitUser

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Alles das, was Du wissen musst, erfährst Du im Folienvortrag von Harald Thomè TACHELES.
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Aktualisierte Version [PDF 2,70MB] vom 25. November 2007
Folien zum SGB II
Ein Folien-Vortrag von Harald Thomé – Referent für Arbeitslosen- und Sozialrecht – führt in das ab 2005 geltende Leistungssystem für Langzeiterwerbslose und Niedriglöhner ein. Aktualisierte Version [PDF 2,70MB] vom 25. November 2007

www.tacheles-sozialhilfe.de

Zur Mietkaution:
www.carmilo.de

Umzug:
www.hartz4-umzug.de
 
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Zeitpunkt?

Ab wann ist ein Kind kein Säugling mehr? Liegt diese Entscheidung im freien Ermessen des Kindes? Oder brauchtst dafür drei Gutachten?
Meine Hebamme findet eine Wiege im Elternschlafzimmer für die Kindersentwicklung eher abträglich.

Ich denke dr Richter hat noch nie ein Zimmer mit einem Kleinstkind geteilt. Das Urteil erinnert mich an Stoiber und seinen Erfahrungen als Mutter von drei Kindern.
 
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