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28.07.18 Kundgebung in Freudenstadt gegen das Ertrinken im Mittelmeer

Dagegen72

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#1
http://linke-bw.de/kv-kreis-fds/eve...telmeer-gegen-die-verrohung-der-gesellschaft/
Die Linke Freudenstadt/Horb ruft unter dem „#seebrücke“-Text zu einer Kundgebung am Samstag nach Freudenstadt auf. Wir finden es unerträglich, dass Menschen im Mittelmeer ertrinken müssen, weil europäische, aber auch deutsche Politik versagt.
Michel Brandt MdB von Die Linke im Bundestag wird der Hauptredner dieser Veranstaltung sein.
Wir können keine Kriege aufhalten, keine Massaker stoppen, keine Katastrophen abwenden; wir können die Hungersnot nicht beenden, und die Armut wird auch nicht über Nacht verschwinden. Aber wir können Menschenleben retten und ihnen Schutz gewähren – wenn die Politik es zulässt. Um das zu erreichen heißt es aktiv werden, aufklären, Zusammenhalt demonstrieren und Solidarität mit den Menschen und den Rettern zeigen! #seebrücke in Freudenstadt und an vielen anderen Orten!
Freudenstadt ist in Baden-Württemberg, im Schwarzwald (check youtube oder wikipedia).

hier #seebrücke: https://twitter.com/_seebruecke_?lang=de
#seebrücke ist "eine interantionale Bewegung der Zivilgesellschaft"
 

Dagegen72

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#2
Die Kundgebung hatte inzwischen stattgefunden:
In hunderten Städten in Deutschland demonstrieren Menschen unter dem Kennwort „#seebrücke“ für uneingeschränkte Hilfe für Geflüchtete im Mittelmeer. Auch Freudenstadt hat sich nun mit Anstand eingereiht.
...Gut 70 Freudenstädter, zusätzlich zum veranstaltenden Kreisverband der Linken haben sich am vergangenen Samstag auf dem Marktplatz eingefunden, ein respektabler Erfolg der Veranstaltung, trotzdem ist erschütternd, wie viele Menschen das mutwillige Ertrinkenlassen nicht zu erschüttern scheint.
...Hauptredner war der Karlsruher Bundestagsabgeordnete der Linken Michel Brandt, der selbst noch an Bord der „Lifeline“ war, bevor diese in Malta festgelegt wurde. Der Juni 2018 war mit offiziell 629 Ertrunkenen der schwärzeste Monat seit Beginn der Flüchtlingsbewegung über das Mittelmeer.
http://linke-bw.de/kv-kreis-fds/

apropos "Lifeline"-Kapitän - er war heute zum Interview im MoMa:
Claus-Peter Reisch, Kapitän der "Lifeline", weist die Vorwürfe der fehlerhaften Registrierung des Schiffes zurück. "Man will die Seenotrettung der privaten NGOs im Mittelmeer abschaffen", sagt er.
https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/seenotrettung-104.html
 

erwerbsuchend

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#3
apropos "Lifeline"-Kapitän - er war heute zum Interview im MoMa:
https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/seenotrettung-104.html
Vielleicht kann er auch dazu Stellung nehmen, warum seine Organisation dieses Schiff nicht unter deutscher Flagge fahren lässt. Achja, das liegt daran, dass die Anforderungen für die niederländische Flagge deutlich niedriger sind, als für die deutsche Flagge. Wenn es sich dabei wirlich nur um einen bürokratischen Fehler handelt, dann kann man diesen doch eigentlich auch relativ schnell beheben, oder wo liegt das Problem für diese Organisation dabei?
 

Dagegen72

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#4
Alle niederländischen Boote seien so registriert wie das Schiff mit dem er fuhr! Der einzige Grund was Malta von ihm will ist, dass er und am besten alle anderen auch, keine Flüchtlinge mehr retten und nach Malta an Land bringen. Das ist der einzige Grund. Aber in dem Interview das ich gestern im Moma hörte hieß es, dass er zwar ein konservativer Bayer sei sagte er, dass ihm das Retten von Menschen aber wichtig ist.
Es gibt eine internationale Verpflichtung Schiffbrüchige zu retten . Das aber wird nun von vielen Ländern in Frage gestellt und das ist das Problem.

außerdem gibt es sea-eye.org https://sea-eye.org/

sos mediteranee und viele mehr https://sosmediterranee.de/
 
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erwerbsuchend

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#5
Der einzige Grund was Malta von ihm will ist
Es gibt dabei auch die Meldung, dass jener Kapitän die Aufforderung der Seenotrettungsstelle in Italien erhalten hat, jene Flüchtlinge wieder in Libyen an Land zu bringen. Dieser Aufforderung hat er sich widersetzt. Dies wird in dem laufenden Verfahren zu klären sein.

Außerdem ist damit immernoch nicht die Frage beantwortet, warum ein deutsches Rettungsschiff einer deutschen Organisation unter niederländischer Flagge fahren muss. Könnte es sein, dass die Auflagen unter deutscher Flagge zu fahren einfach höher als in NL sind?

Es gibt eine internationale Verpflichtung Schiffbrüchige zu retten .
Das ist richtig und sie sind an das nächstgelegene Ufer zu bringen. Was suchte dieses Schiff direkt an der Grenze zu den libyschen Gewässern? Teilweise wurde auch berichtet, dass jenes Schiff auch schon direkt in libyschen Gewässern gewesen sei. Ist der Schutz der Küstengewässer nicht Aufgabe des jeweiligen Landes? Gleiches gilt auch für die Rettung von Schiffbrüchigen, die sich in den jeweiligen Hoheitsgewässern befinden. Auch dieser Punkt wird in dem Verfahren zu klären sein.

Auch wenn die Lage in Libyen für viele Flüchtlinge dort bescheiden ist, wäre mal zu fragen, warum sie dann immer noch weiterhin nach Libyen fliehen oder sie nicht wieder in die Heimat oder in ein anderes sicheres Land in Afrika gehen. Besteht Afrika nur aus Diktaturen und ärmsten Ländern?
 

Tricia

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#6
Eat that question

Mal ein paar Fakten gegen Halbwissen und Propaganda:

https://www.zeit.de/politik/ausland...mittelmeer-libysche-kuestenwache-ngos/seite-2
Nach dem Seevölkerrecht sind die Geretteten, wie der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags in einem Rechtsgutachten vom 31. Juli 2017 schreibt, nicht in den nächsten Hafen, sondern "innerhalb einer angemessenen Zeit an einen 'sicheren Ort' zu bringen". "Sicher" ist nach dem Recht nur ein Ort, "an dem das Leben der Überlebenden nicht mehr weiter in Gefahr ist und an dem ihre menschlichen Grundbedürfnisse (wie zum Beispiel Nahrung, Unterkunft und medizinische Bedürfnisse) gedeckt werden". In Libyen ist das nicht gewährleistet.
https://www.zeit.de/wirtschaft/2017-03/afrika-migration-europa-eu-fluechtlinge-hunger
Das Bild von der Völkerwanderung in Richtung Europa verzerrt auch die Gegenwart, kritisiert Jochen Oltmer, Migrationsforscher von der Universität Osnabrück. Denn die allermeisten Flüchtlinge und Migranten wandern gar nicht übers Meer nach Norden und Westen. Vielmehr bewegen sie sich innerhalb des eigenen Kontinents. Für diesen Teil der Wirklichkeit fehle Europa in seiner "realitätsverweigernden" Konzentration auf die Abwehr neuer Ankömmlinge allerdings die politische Aufmerksamkeit.
Zur lächerlichen Flaggenfrage werd ich mal etwas OT:

https://www.zeit.de/2016/35/kreuzfahrtschiffe-flaggen-ausland-steuern-loehne-mitarbeiter
Bahamas, Malta, Italien: Alle 27 deutschen Kreuzfahrtschiffe laufen unter fremder Flagge.
Warumska???
 
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erwerbsuchend

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#7
AW: Eat that question

Vielleicht liegt dieses verzerrte Bild auch daran, dass gleichzeitig auch die Anzahl der geretteten Personen auf das Jahr hochgerechnet wird und gleichzeitig immer wieder von überfüllten Aufnahmelägern in den Hauptankunftsländern gesprochen wird. Dazu kommt dann noch der Hinweis auf die entsprechenden Anerkennungsquoten der jeweiligen Herkunftsländer. Zudem wäre dabei auch die Frage zu stellen, warum immernoch Afrikaner aus den Ländern südlich der Sahara sich auf den Weg nach Norden machen. Warum fliehen sie dann nicht in Richtung Süden?

Diese Frage stelle ich mir grundsätzlich schon seit längerem, warum deutsche Schiffe, egal welcher Klasse und Art, nicht unter deutscher Flagge fahren. Ach ja, es ist halt eine Kostenfrage und eine Frage der Auflagen. Dieses Ausflaggen passiert leider nicht nur auf Schiffen, sondern auch vermehrt bei vielen größeren Speditionen, die ihre LKWs nicht mehr in Deutschland anmelden, obwohl hier der Firmensitz ist, sondern in günstigeren EU-Ländern anmelden. Aber da das deutsche Volk keinen Nationalstolz besitzen darf, zumindest nach Meinung einiger Gruppen, wundert das dann halt auch nicht. Nur zum Verständnis, Nationalstolz heißt nicht Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit, sondern Stolz auf die eigene Herkunft. Seltsamerweise wird dies bei anderen Nationen einfacher und entspannter gesehen.
 

erwerbsuchend

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#10
AW: Eat that question

Seltsamerweise,nein traurigerweise hat Deutschland eine entsprechende Geschichte.
Und deshalb darf man als Deutscher niemals mehr stolz auf sein Land sein, und muss sich bis in alle Ewigkeit in Demut gegenüber allen anderen verhalten, nur wegen dieser 12 Jahre? Es gab und gibt also keine deutsche Geschichte davor und danach? Naja nur gut, dass wir dennoch zu anderen Ländern aufschauen "dürfen", die weit größere Verbrechen begangen haben, aber in WK 2 auf der richtigen Seite standen. Seltsam ist, dass gerade jene Länder, dennoch ein ausgeprägtes Nationalbewusstsein und Stolz haben. Kleiner Tipp, damit sind u.a. jene Länder gemeint, die mal größere Kolonialreiche hatten oder die Urbevölkerung des eigenen Landes mittlerweile weitgehend auf Reservate zusammengepfercht haben.

Nachtrag:

Wenn man die Geschichte als Rechtfertigungsgrundlage nimmt, dann sollte man sich als NGO für Flüchtlingsrettung und Menschenrechte mal fragen, ob die Flagge der Niederlande da wirklich die bessere Alternative ist. Schließlich haben die Niederländer ebenfalls eine Vergangenheit als Kolonialmacht.
 
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#11
AW: Eat that question

Und deshalb darf man als Deutscher niemals mehr stolz auf sein Land sein, und muss sich bis in alle Ewigkeit in Demut gegenüber allen anderen verhalten, nur wegen dieser 12 Jahre?
Falls Du es noch nicht mitbekommen hast, diese Jahre beginnen sich zu wiederholen.

Nachtrag,
vorgestern ist hier in unserer Kleinstadt meine Frau übels von einer älteren Frau beleidigt worden.
Meine Frau ist in Deutschland geboren, hat hier schon über dreissig Jahre gearbeitet, aber sie ist eben keiner Deutschen Abstammung.

Leider war sie nur mit ihrer Mutter unterwegs im Rossman.

Wäre ich dabei gewesen, ich hätte mich nicht mehr unter Jontrolle halten können.

Und jetzt gib ruhig wieder Deinen unqualifizierten Senf dazu.
 

erwerbsuchend

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#12
AW: Eat that question

Falls Du es noch nicht mitbekommen hast, diese Jahre beginnen sich zu wiederholen.
Das habe ich mitbekommen. Jedoch wird von entsprechender Seite doch immer wieder gesagt, dass jene, die der AfD und Co folgen doch nur eine Minderheit in Deutschland seien. Man soll sich also als Deutscher allgemein deswegen nicht zu seinem Land bekennen, weil eine Minderheit sich daneben benimmt? Wenn man das als Maßstab nimmt, dann dürfte man sich global gesehen auch nicht als Mensch bekennen, weil es eine Minderheit an Menschen gibt, die sich komplett daneben benehmen.
 
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#13
"metwoo" :cheer2:
Sagt dir das was, erwerbsuchend?
Hast du dich schon einmal in Menschen meiner Abstamung hinein versetzt?
Schon mal wegen deines etwas dunkleren Teint oder deiner Ölaugen dumm angemacht worden?
Wenn nicht, dann bleib still!
Es ist erniedrigend als Gastarbeitertochter in 2. Generation wieder wie Dreck behandelt zu werden!
 
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#14
@Mutter Beimer, es tut mir echt leid, dass Du aufgrund Deines Migrationshintergrunds übelst beleidigt worden bist.

Professorin sieht Entwicklung in Richtung „Präfaschismus“

Veröffentlicht am 22.07.2018

Die Professorin Naika Foroutan aus Berlin sieht Anzeichen dafür, dass sich Deutschland in eine „präfaschistische Phase“ entwickelt. Die Migrationsforscherin sagte, sie habe schon überlegt, in ein anderes Land auszuwandern.
https://www.welt.de/politik/deutsch...t-Entwicklung-in-Richtung-Praefaschismus.html

Und deswegen, @erwerbssuchend, sollte man sich von jeglicher Form von Deutschtümelei fernhalten.
 
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#15
@ schlaraffenland,
wäre ich dabei gewesen, ich hätte mich vergessen.

Eine ganz gefährliche Entwicklung in diesem Land, wenn ohne Sinn und Verstand eine Frau von einer älteren Frau ohne Grund dumm angemacht wird, die wahrscheinlich nur hohle AfD-Phrasen im Kopf hat.

Und von dieser Sorte werden es immer mehr.
Wenn wir könnten, dann würden wird dieses Land auch verlassen.
 

erwerbsuchend

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#16
"metwoo" :cheer2:
Sagt dir das was, erwerbsuchend?
Muss man jeden Hashtag kennen, der gerade groß in Mode ist? Nein, ich kenne diesen Hashtag und die dahinter befindliche Diskussion nicht. Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit und Lust, mir alle möglichen Medien reinzuziehen. Mein Leben besteht nicht nur online. Wenn ich mal Zeit habe, werde ich mal diesen Hashtag recherchieren, wer oder was das sein soll.

Hast du dich schon einmal in Menschen meiner Abstamung hinein versetzt?
Bis zu diesem Satz frage ich dich mal ernsthaft, woher ich wissen soll, wer sich hinter welchem Nickname hier im Forum und sonstwo im Internet verbirgt? :sorry:, aber meine Glaskugel ist seit Äonen in Reparatur und wird wahrscheinlich nicht vor dem Big Crunch zurück sein :wink:

Schon mal wegen deines etwas dunkleren Teint oder deiner Ölaugen dumm angemacht worden?
Nun, wer sich selbst so bezeichnet.... Ich dachte dieser Begriff ist ein böses Schimpfwort?

Schon auf dem Schulhof wurde uns beigebracht, dass man als Empfänger von Hänseleien, heute würde man es Mobbing nennen, am besten nicht reagieren sollte. Diejenigen, die einen ärgern, wollen doch genau diese Reaktion ihres Opfers sehen, dass es wütend wird usw.

:sorry:, auch wenn es dir schwerfallen sollte, solltest du dir angewöhnen, solche Äußerungen einfach zu überhören und einfach nicht darauf zu reagieren.

Davon mal abgesehen, ist das keine Einbahnstraße. Als ich das letzte Mal mir einen Döner holen wollte, das liegt schon paar Jahre zurück, hatte ich auch nicht gerade das Gefühl, dass jenem Imbissinhaber es Recht war, dass ich dort gerade etwas bestellen wollte und dabei verhalte ich mich ganz normal, wie man es als Gast oder Kunde tun sollte. Angefangen vom Ignorieren nichttürkischer Kundschaft, über Bevorzugen der türkischen Kunden, bis hin, dass scheinbar kein Deutsch verstanden werden wollte, hatte ich nicht das Gefühl, dass jener Imbissinhaber etwas von der Gastfreundschaft versteht oder verstehen will.

Was ich dir damit sagen will, es gibt nicht nur Rassismus gegen Ausländer, sondern auch Rassismus von Ausländern gegenüber Inländern. Ach ja, versuche dich mal bei einem AG mit türkischen Wurzeln als Deutscher zu bewerben, VV sei Dank, was meinst du, welche Reaktionen es darauf gab?

Achso, nur zum Verständnis, ich sage nicht, ob ich nur Deutscher bin oder vielleicht nicht auch einen Migrationshintergrund in der Familie habe. Vielleicht solltest du in dem Sinne besser überlegen, wen du wie was vorwirfst :wink:
 
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Gast1

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#17
erwerbsuchend, Du findest offensichtlich für Alles immer irgendeine Entschuldigung oder Relativierung, nur um Deinen mindestens nationalen Kurs zu rechtfertigen.
 
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#18
Schlaraffenland, Danke für deine lieben Worte.
Normalerweise ist mir so etwas das letzte Mal in der Schule passiert. Sonst nie!
Überall, wo ich hin komme sind die Leute freundlich, da ich selbst ein sehr offener Mensch bin und Anstand bei uns zuhause kein Fremdwort war.
Egal wo, ob beim Dönerladen um die Ecke oder bei der deutsch geführten Frittenbude.
Wie es in den Wald rein schallt, so schallt es bekanntlich raus!
Und wie ich mich selbst bezeichne, sollte nur eine Darstellung sein, damit erwerbsuchend kapiert um was es überhaupt geht.
 

erwerbsuchend

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#19
erwerbsuchend, Du findest offensichtlich für Alles immer irgendeine Entschuldigung oder Relativierung, nur um Deinen mindestens nationalen Kurs zu rechtfertigen.
Nun, wie darf man als Einheimischer zu seinem Land stehen? In anderen Ländern, egal mit welcher Vergangenheit, ist das kein Problem, bis auf Deutschland. Ist man für dich gleich rechts, nur weil man sagt, dass man stolz ist, Deutscher zu sein und zu Deutschland steht? Besteht für dich Deutschland nur und ausschließlich aus schlechten Sachen und Menschen?

Egal wo, ob beim Dönerladen um die Ecke oder bei der deutsch geführten Frittenbude.
Was hast du für eine Vorstellung, wie ich mich bei einer Bestellung in einer Imbissbude oder sonstigen Gastro-Läden verhalte? Vielleicht mal so als Hinweis, das beginnt mit einer zur Tageszeit passenden Begrüßung, über die in einem höflichen Tonfall gestellte Bestellung, bis hin zur Bezahlung und Verlassen des Lokals mit einer tageszeitpassenden Verabschiedung.

Wie es in den Wald rein schallt, so schallt es bekanntlich raus!
Richtig, das gilt allerdings auch für die Gegenseite.

:sorry:, dir das so zu sagen müssen, aber es gibt Leute mit dem gleichen Herkunftshintergrund wie du, die eben scheinbar keinen Bock haben, ordentlich mit anderen umzugehen. Ich weiß, es fällt schwer sich einzugestehen, dass auch die eigenen Leute sich fehlverhalten und nicht immer nur die anderen.
 
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Tricia

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#24
AW: Eat that question

Naja nur gut, dass wir dennoch zu anderen Ländern aufschauen "dürfen", die weit größere Verbrechen begangen haben [...]
Fakten und Wissen sind ja nicht so dein Ding:

Die indigene Bevölkerung des Landes, welches 1492 "entdeckt" wurde, wurde von Europäern ausgerottet (auch des Landes, auf das Du so stolz bist). Bis zum Jahr 1600 überlebten dieses ca. 10% von ihnen. Die USA wurden 1776 gegründet.

Was Du da versuchst, nennt man Geschichtsrevisionismus.

Von 1942 bis 1945 wurden bei uns Millionen Menschen fabrikmäßig vergast, verwertet und anschließend verbrannt. Dieses geschah, als mein Vater ein Jugendlicher und meine Mutter ein Kleinkind war. 15 Jahre vor meiner Geburt wurde dieses beendet, da "unser" Land zum Glück den Krieg verloren hat. Und die Menschen, die dieses zu verantworten hatten, waren in meiner Jugend noch immer in verantwortlichen Positionen - damit meine ich jetzt nicht nur die im Bundestag, sondern in "meinem" Dorf und den umliegenden Kleinstädten die Bürgermeister und Kreisräte, die von derselben Mehrheit gewählt wurde, die vorher den "Führer" verehrt hatte.

Allerdings frage ich mich, wie man bei einem Thema, bei dem es darum geht, dass jährlich tausende Menschen im Mittelmeer ersaufen, auf rumgejammere über fehlenden deutschen Nationalstolz kommen kann und wegen eines unfreundlichen Dönerverkäufer, den man mal vor Jahren erlebt hat, anfängt über "die" zu lästern...

Aus "die" und "uns" ist schon längst ein "Wir" geworden - auch wenn deutsch-national gesinnte Menschen wie Du es nicht wahrhaben wollen und weiterhin versuchen, Fronten aufzubauen. Unter diesem "Wir" gibt es natürlich auch viele "Vollidioten"...


Und ja, was Du da von dir gibst, ist nicht nur rechts, es ist sogar rechtsradikales Gedankengut von feinsten. Aber das ist ja heutzutage wieder "modern" in unserer Gesellschaft.

Und tschüss.
 

erwerbsuchend

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#25
AW: Eat that question

Die USA wurden 1776 gegründet.
Nach ihrer Staatsgründung haben also die USA keine Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen? Sie haben also nicht weiter die ursprünglich vorhandene Bevölkerung weiter dezimiert und weitgehend in Reservate gepfercht? Was war nochmal gleich einer der Gründe für den Bürgerkrieg dort? Wer hat nochmal als einzige Partei jemals Nuklearwaffen tatsächlich gegen Menschen eingesetzt?

Von 1942 bis 1945 wurden bei uns Millionen Menschen fabrikmäßig vergast, verwertet und anschließend verbrannt.
Habe ich dies in irgendeinem Post geleugnet? Nein, ich habe nur gefragt, ob es kein davor oder danach gab oder gibt. Wenn man zu seinem Land steht, dann steht man auch zu dessen Vergangenheit. Mir ist kein anderes Land auf der Welt bekannt, dass so sehr in einigen Jahren seiner Existenz feststeckt. Warum kann man nicht einfach sagen, ja, es gab diese Vergangenheit und wir haben daraus gelernt. Wenn man das Thema Nationalstolz und Zugehörigkeitsgefühl zu seinem Land nur bestimmten Randgruppen überlässt, dann passiert genau das, was keiner von der Mehrheit will.

Allerdings frage ich mich, wie man bei einem Thema, bei dem es darum geht, dass jährlich tausende Menschen im Mittelmeer ersaufen, auf rumgejammere über fehlenden deutschen Nationalstolz kommen kann
Das Thema kam auf, als ich fragte, warum jenes deutsche Rettungsschiff einer deutschen NGO nicht unter deutscher Flagge fahren will oder kann. Dies wäre eigentlich das einfachste, allerdings auch mit höheren Auflagen verbunden. Aber stattdessen hat sich jene NGO für die Flagge der NL entschieden, die ebenfalls eine nicht ganz blütenreine Vergangenheit als Kolonialmacht haben.

Und ja, was Du da von dir gibst, ist nicht nur rechts, es ist sogar rechtsradikales Gedankengut von feinsten.
Das kannst du sicherlich auch belegen? In welchem meiner Posts bin ich deiner Meinung nach rechtsextrem in diesem Thread?
 
T

totenkopf

Gast
#28
Dies ist eine wohltuende Gegenveranstaltung zu der AFD-Versammlung, auf der offen gerufen wurde, das die Flüchtlinge absaufen sollen. Als ob dies keine Menschen wären, sondern nur Unrat.

Man kann national eingestellt sein, aber man darf seine Menschlichkeit dabei nie aus dem Auge lassen und vor allem die Geschichte niemals vergessen.

Denken wir zum Beispiel an den Soldatenkönig, der den verfolgten Protestanten aus Salzburg eine neue Heimat bot.

Es ist ein Zeichen von Stärke, wenn man den Schwachen und Notleidenden die helfende Hand reicht, unabhängig wo jene herkommen oder welche Hautfarbe sie haben.
 

Dagegen72

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#29
vielen Dank für die vielen Ansichten! :peace::cheer2: und ja, es macht keinen Sinn Leute in ein Land zurückzubirngen, von dem sie zwingend weg wollen, wei sie da um ihr Leib und Leben fürchten.

@erwerbsuchend: #10:wieso stolz ? Willst du ein Denkmal in Walhalla? Wo deutsche Helden drin sind?

Ich hoffe, Robert Blum ist auch drin! Er ist ein Held. Er wollte demokratische Verhältnisse und Grundrechte in Deutschland! Leider ist er seinerzeit dafür als Unruhestifter hingerichtet worden :(
Einer der maßgebenden Wortführer der Frankfurter Paulskirchenversammlung war Robert Blum. Geradezu prototypisch stehen sein Werdegang und sein Wirken für das revolutionäre Ringen um mehr Demokratie.
"Es gilt nur siegen oder sterben und wer das Erstere will, muss zeigen, dass er zum Letzteren bereit ist." Das schreibt Robert Blum drei Monate vor seiner Hinrichtung an seine Ehefrau Jenny. Der Revolutionär stirbt wie ein Märtyrer für seine Überzeugung: Freiheit und Einheit auf deutschem Boden. Aus heutiger Sicht wirkt der Freiheitsfreund wie ein Vorkämpfer der parlamentarischen Demokratie. Was für uns in Deutschland heute selbstverständlich ist, dafür hat Robert Blum mit seinem Leben bezahlt.
https://www.zdf.de/dokumentation/di...fel-i-robert-blum-und-die-revolution-100.html
ich glaube nicht, dass Blum geboren 1807 "Stolz" wichtig war, von dem es du oft hast, ich glaube, Blum war das Wohlsein für den Menschen wichtig.
Man muss auch nicht stolz auf ein Land sein, denn es sind die Menschen, die aus einem Land etwas machen. Und es sind Menschen, die die Zustände in einem Land schaffen.

Ich glaube auch nicht, das für den Arzt Albert Schweitzer, der in Lambarene eine Krankenstation eröffnet hat "Stolz" der Antrieb war !!
Schaffe etwas, worauf du auf dich stolz sein kannst, dann brauchst du nicht mehr auf ein Land stolz sein müssen :peace::peace::cheer2: ich mein, dankbar kann man meine ich schon sein. Ich bin auch froh und dankbar dafür ein Dach über den Kopf zu haben. Aber das ist doch auch ein menschliches Grundrecht-bedürfnis.

Noch was: 70 % der geretteten bekämen Asyl heißt es hier im Artikel:
http://www.faz.net/aktuell/politik/...wir-gerettet-haben-kriegen-asyl-15720044.html
Axel Steier ist Vorsitzender und Mitbegründer des privaten Seenotrettungsvereins „Misson Lifeline“. Im Gespräch spricht er über seine Erfahrungen auf See, den politischen Gegenwind – und lädt Horst Seehofer auf einen Besuch an Bord ein.
würde ich alleridngs drauf verzichten den Seehopser einzuladen
 
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dagobert1

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#30
Axel Steier ist Vorsitzender und Mitbegründer des privaten Seenotrettungsvereins „Misson Lifeline“. Im Gespräch spricht er über seine Erfahrungen auf See, den politischen Gegenwind – und lädt Horst Seehofer auf einen Besuch an Bord ein.
würde ich alleridngs drauf verzichten den Seehopser einzuladen
Nicht unbedingt.
Man nimmt ihn mit auf See, rettet Leute aus der Seenot, und wenn dann der Platz auf dem Schiff knapp wird ... :icon_hihi:
 

Dagegen72

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#31
@dagobert1: :icon_lol:

Der Bundestagsabgeordnete Michel Brandt war zeitweise mit an Bord der "Lifeline"
Der Bundestagsabgeordnete Michel Brandt von der Fraktion Die Linke, der in der vergangenen Nacht ebenfalls selbst an Bord der "Lifeline" war, bestätigte die zunehmend prekäre Lage. "Die Situation ist tatsächlich eine einfache Katastrophe. Hier sind über 230 Menschen auf engstem Raum an Bord und werden von der Crew versorgt", sagte Brandt. "Und Europa ist nicht bereit, diese Menschen, die 25 Meilen vor einem sicheren Hafen liegen, endlich dorthin zu lassen und aufzunehmen. Aber genau dass muss jetzt passieren, wenn man nicht will, dass die Situation eskaliert."
https://www.tagesschau.de/ausland/lifeline-mit-mdb-an-bord-101.html
 

hansklein

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#32
Bei der ganzen Diskussion stellt sich mir die Frage, wo die Menschen eigentlich "gerettet" werden müssten.

Damit meine ich - muss es soweit kommen, das die Menschen erst dann gerettet werden müssen, wenn sie bewußt das Risiko eingehen, sich bewußt in Lebensgefahr begeben und wissen, das sie ertrinken können - dabei sogar teils Kinder mitnehmen.

In dieser Situation, kann es, nach meiner Ansicht, durchaus dazu kommen, das "zurückgebliebene", auf Fluchtmöglichkeit wartende, das Riskio zu ertrinken, eher eingehen, wenn sie hören und sehen, das viele gerettet werden und noch mehr versuchen zu fliehen.

Um das Risiko zu vermeiden, gibt es nicht viele Möglichkeiten. Es könnten die Menschen, die Flüchten wollen in geeignete Flugzeuge und Schiffe gepackt und nach Europa gebracht werden. Dann gibt es die Dramatik nicht mehr - nur fürchte ich, das dabei schnell festgestellt werden wird, das es nicht möglich ist, alle zu Retten, indem man sie nach Europa holt. Oder haben wir tatsächlich den Platz und die Nahrung etc. dazu:

Zwei Drittel der Befragten zu Hause in Ghana (75 Prozent) und Nigeria (74 Prozent) sowie etwa die Hälfte von ihnen in Kenia, Tansania, dem Senegal und Südafrika wollen am liebsten auch auswandern. Bevorzugt in die USA oder nach Europa.

Aber in den subsaharischen Ländern leben insgesamt 1,1 Milliarden Menschen. Nimmt man an, dass sich nur zehn Prozent zur Migration nach Europa entschließen, dann wären das immer noch 110 Millionen Menschen. Und die Bevölkerung wächst dort, bei Geburtsraten von bis zu sieben Kindern, rasend schnell. Bis 2050 soll sich die Rate in Afrika verdoppelt haben.
Quelle

Die andere Sache wäre, die Situation im Land zu verändern, Alternativen zu schaffen, damit die Menschen nicht flüchten müssen.

Alles andere führt eben dazu, das die Menschen, die flüchten, sich genötigt sehen, durch Lebensgefährliche Situationen durch müssen, das ist meine Ansicht. Und das wird durch die jetzige Situation nach meiner Meinung gefördert, denn "Rettung" erfahren nur diejenigen, die auch bereit sind, ihr Leben und das ihrer Begleitung auf das Spiel zu setzen. Die anderen, auch schwache und kranke oder solche, die Schlepper nicht finanzieren können oder nicht das Risiko eingehen möchten, zu ertrinken, bleiben außen vor.

Ob es da jemals eine vernünftige Lösung gibt?
 

Dagegen72

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#33
Hallo hansklein,
deine Überlegungen sind nachvollziehbar.
Dazu fällt mir ein heiß diskutierter Artikel - heiß diskutiert wegen der Überschrift - in der zeit ein:
https://www.zeit.de/2018/29/seenotrettung-fluechtlinge-privat-mittelmeer-pro-contra
Die Überschrift wird von allen (Presseclub vorletzten Samstag am 05.08.18 ) schlecht befunden, der Artikel soll ok sein.
Hier ist die interessante Presseclub - Sendung auf youtube. eine Journalistin von der Taz war mit dabei.
Elektronischer Fortschritt: Es konnten zwei Leute über Video hinzugeschaltet werden, darunter eine Journalistin von der SZ aus MÜnchen:
https://www.youtube.com/watch?v=qqpI4WnFV_c

btw: die Aquarius ist zur Zeit mit 141 Migranten wieder auf Irrfahrt. http://www.ln-online.de/Nachrichten...-erneut-auf-Irrfahrt-142-Fluechtlinge-an-Bord
Niemand will sie anlegen lassen. Rom fragt London, dass die die Flüchtlinge aufnehmen sollen.
http://www.ln-online.de/Nachrichten...-erneut-auf-Irrfahrt-142-Fluechtlinge-an-Bord
Die Organisation Ärzte ohne Grenzen ist an der Rettungsaktion u.a. mit daran beteiligt.
Florian Westphal ist dazu aktuell oft interviewt dazu: Florian Westphal, Ärzte ohne Grenzen, zur Situation auf der "Aquarius"
https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-413537.html
Wenn ich mir vorstelle, ich müsste flüchten .. ich wäre dankbar für jede Hilfe und für jede ehrliche Mitmenschlichkeit !
 

erwerbsuchend

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#34
die Aquarius ist zur Zeit mit 141 Migranten wieder auf Irrfahrt.
Seltsam, warum nimmt Spanien nicht auch diese auf? Die letzte gerettete Mannschaft dieses Schiffes wurde doch von Spanien mit offenen Armen aufgenommen. Was hindert Spanien daran, nun auch diese erneute Mannschaft aufzunehmen?
 
T

totenkopf

Gast
#35
Malta nimmt jetzt auf. Die Flüchtlinge sollen dann in Europa verteilt werden. Sagt die Tagesschau.
 

erwerbsuchend

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#36
Malta nimmt jetzt auf. Die Flüchtlinge sollen dann in Europa verteilt werden. Sagt die Tagesschau.
Diese Nachricht habe ich gestern erst nach meinem Post gelesen. Allerdings klärt dies nicht, warum Spanien diesmal nicht direkt zugesagt hat, alle Flüchtlinge von der Aquarius direkt zu übernehmen? Spanien nimmt zwar mit 60 Flüchtlingen den Großteil dieser Flüchtlinge auf, aber erst nachdem auch andere EU-Staaten zusagten, Flüchtlinge aufzunehmen. Woher kommt dieses Zögern Spaniens auf einmal? Man bedenke dabei, dass Spanien derzeit einen sozialistischen Ministerpräsidenten hat.
 

Dagegen72

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#37
@erwerbsuchend: gute Frage. Und btw. gut, dass Rajoy weg ist. (und Spanien auf die Auslieferung Puigdemonts verzichtet, yeah)

könnte man erreichen, dass andere europäische Länder hilfs - und aufnahmefreudiger werden?

Es gab schon immer Flüchtlinge! Denken wir an die Rohingia u.a.
 

Dagegen72

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#41
@erwerbsuchend: in Deutschland gibt es eine Demokratie! Wir haben hier KEINE Diktatur, um es dir ganz speziell jetzt nochmal klar zu machen. Und bis auf ein paar Gruppierungen die das vermutlich gerne hätten, gegen die es regelmäßig auch Gegendemonstrationen gibt wenn diese auf die Straße gehen, ist in der BRD meines Wissens weder eine Diktuatur geplant noch gewünscht!!! Was heißt das? Das heißt, dass in der BRD nicht eine einzige Person bestimmen kann und darf, was für das ganze Land gelten soll! Und das ist auch GUT so!
Unsere Politik ist eine Mehrheiten-Politik! Und falls es dir entgangen ist: gegenwärtig wird ein Einwanderungsgesetz diskutiert. Das finde ich zwar nicht nötig, aber wenn es hilft, Menschen hier ankommen zu lassen, warum nicht?

Und warum sollte "reden" ein schlechter Vorschlag sein? Mach du dich doch erst mal an die Arbeit! Was ist denn dein Vorschlag?
 
Zuletzt bearbeitet:

Realo

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#42
Rettungsschiffe von deutschen NGOs fahren deswegen nicht unter deutscher Flagge, weil sie nach deutschen Vorschriften nicht zur Rettung Schiffbrüchiger ausgelegt sind. Wenn die Deutschen NGOs ihre Schiffe unter deutscher Flagge registrieren wollen.... Müssten sie andere Schiffe benutzen dafür. Das hat nichts mit der Regierung zu tun und Frau Dr Merkel ist auch nicht daran schuld....
 

erwerbsuchend

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#43
in Deutschland gibt es eine Demokratie! Wir haben hier KEINE Diktatur, um es dir ganz speziell jetzt nochmal klar zu machen.
Wieso greifst du mich persönlich an? Wo habe ich geschrieben, dass ich eine Diktatur in Deutschland oder in der EU gutheiße oder wünsche?

Und warum sollte "reden" ein schlechter Vorschlag sein? Mach du dich doch erst mal an die Arbeit! Was ist denn dein Vorschlag?
Du hast den Vorschlag mit dem "reden" zu erst gemacht. Wer soll mit wem über was reden?

Um es mal konkret zu schreiben, was wären deine Vorschläge, um, z.B. die Visegrad-Staaten und andere nicht aufnahmewillige EU-Staaten dazu zu bringen, mehr oder überhaupt Flüchtlinge u.a. aus Afrika aufzunehmen? Ich sehe da bislang keine legalen Möglichkeiten, die die EU dafür nutzen könnte, da Strafmaßnahmen einstimmig beschlossen werden müssen. Man könnte zwar die Subventionsverteilung ändern, aber da dürfte es auf lange Sicht keine Einigung geben.
 

Dagegen72

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#44
ich greife dich deshalb persönlich an, weil ich bei mehreren Threadthemen in denen du antwortest den Eindruck habe, dass du immer die gleiche Schiene einer eher nicht sozialen Richtung folgst. Außerdem hast du von mir übernommen, dass ich oft schreibe, dass die Leser,innen meiner Antworten ja auch mal andere Leute fragen können. Ich weiß das also selbst, du musst es mir nicht ständig vorschlagen und ich spreche auch mit Leuten um Antworten zu erhalten! Mir Faulheit zu unterstellen ist daneben und fehl am Platz! Nicht andere tun was für mich, ich tue es schon selbst und möchte dich deshalb bitten, damit aufzuhören!
Außerdem: Wer von Stolz spricht und damit erklärt, dass der zweite Weltkrieg mit aus diesem Grund unumgänglich machte, drängt bei mir mit diesen Positionen eine bestimmte Vermutung aus, die ich eher rechts verorte, sollte ich mich täuschen, täte ich dies gerne und entschuldige ich mich auch dafür.

zweitens: was ich in punkto Visegrad-Staaten tun würde. Als erstes würde ich mal ein Europa-Bewusstsein schaffen. Wir sind nicht nur Deutschland. Niemand in der EU ist nur noch Italien, oder Frankreich usw. Wir alle sind auch Europa! Und ich würde mal anfangen, dass wir anfangen, wählen zu gehen, und zwar zur Europawahl, das machen viel zu viele Leute noch zu wenig. Weil viele Leute sich dafür zu wenig interessieren, noch weniger wie die Wahlen im eigenen Land. Die nächste Europawahl ist im Jahr 2019. https://www.bundeswahlleiter.de/europawahlen/2019.html
schließlich geht es um doch um das Reden und darum, eine Sensibilisierung zum Thema herzustellen. Warum wollen die eigentlich nicht? Sind diese Länder sehr arm? In der Tat, da müsste ich mal selbst recherchieren. Und villeicht finde ich auch jemanden, der mir was sagen, kann, was Die Linke zum Thema Visegrad-Staaten und ihre Haltung zur Aufnahme von Flüchtlingen betrifft und weil ich im Internet dazu nichts finden kann gerade. So ich was weiß, werde ich es hier posten.
Ich denke, Sensibilisierung in punkto Mitmenschlichkeit hat Vorrang, als Zukommenlassen von Geld. Geld ist vielleicht nötig, aber der Hilfegedanken sollte Vorrang haben, meine ich.

Btw: die Diciotti, das Flüchtlingsschiff in Catania, durfte zum Glück jetzt anlegen. Der rechtspopulistische Salvini droht damit, sie in das menschenverachtende (Folter, Missbrauch, Sklavenhandel) Lybien zurückzuschicken. Er will, dass die Eu mithilft. Kann ich irgendwo verstehen, da Lampedusa lange von der EU im Stich gelassen wurde glaube ich. Die EU sagte aber, dass es Völkerrechtsbruch ist, die Menschen auf der Diciotti wieder zurückzuschicken nach Lybien insofern sie Asylanspruch haben.
 

hansklein

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#45
. Wir sind nicht nur Deutschland. Niemand in der EU ist nur noch Italien, oder Frankreich usw. Wir alle sind auch Europa!
Du siehst das so für dich, andere sehen das anders. "Ich" ist nicht wir. Europa sind manche Länder nur, solange es um Wirtschaftliche Vorteile geht.

Viele - auch in Deutschland - wissen, das wir A - nicht alle retten können und B - keine falschen Anreize schaffen sollten, damit noch mehr versuchen, über das Meer zu flüchten um teilweise zu ertrinken. Niemand traut sich auszusprechen, das andere Lösungen her müssen. Aber fast alle Länder sind bei der Aufnahme von Flüchtlingen zurück gerudert.

Seit Jahren wird in der Europäischen Union darüber diskutiert, die Flüchtlinge mithilfe eines Quotensystems auf die Mitgliedsstaaten zu verteilen. Dieser soll sich an der Bevölkerungszahl, der Wirtschaftskraft und der Arbeitslosenquote orientieren. Bislang kam es zu keiner Einigung, bis auf wenige Länder wie Deutschland, Österreich und Schweden verhält sich Europa unsolidarisch. Inzwischen haben beide Länder die Aufnahme von Flüchtlingen reduziert.
quelle

Das zum "Wir"...
 

erwerbsuchend

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#46
Und ich würde mal anfangen, dass wir anfangen, wählen zu gehen, und zwar zur Europawahl
Demokratie heißt aber auch, dass man das Wahlergebnis so anerkennt, wie es ausfällt, das gilt für alle Seiten.

Warum wollen die eigentlich nicht? Sind diese Länder sehr arm?
Die Antwort wird dir sicherlich nicht gefallen. Diese Länder möchten einfach keine Flüchtlinge mit islamischen Glauben aufnehmen. Sie möchten einfach keine andere Kultur in ihren Ländern etablieren. Sie möchten keine interkulturellen Konflikte in ihren Ländern haben. Dies ist nicht nur die Meinung und Einstellung der jeweiligen Regierungen, sondern auch eines Großteils der jeweiligen Bevölkerung.
 

Dagegen72

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#47
@erwerbsuchend: unsere Demokratie heißt, dass für vier Jahre (= Legislaturperiode) ein Bundestag gewählt wird, in dem sich die Mehrheitsparteien koalieren in einer Minder- und Großenkoalition. Innerhalb dieser Zeit habe sie Zeit, das Land menschenfreundlich und lebensfreundlich zu gestalten. Während dieser Zeit haben andere Parteien aber sehr wohl die Möglichkeit und das Recht, Meinungen zugunsten ihrer Partei zu bilden, Interesse zu wecken ..:doh: Viele Menschen kauern nicht demütig unter bestehenden Umständen und denken, jetzt wird gemacht, was gerade angesagt ist. :icon_evil: Du wirst es nicht glauben, manche die erkennen, das etwas falsch oder schief läuft melden eine Kundgebung an, nachdem sich mehrere Interessierte für das Thema dazu eingefunden haben, oder sie stellen sich mit einem Plakat auf dem Bauch in die Straße (was dann unter Meinungsäußerung fällt und nicht angemeldet werden muss, meine ich).
Nein, nein, es gibt Menschen, du glaubst es nicht - die tun ihre Meinung kund ohne sich einer einzigen Meinung zu unterwerfen. Und das haben uns Walter Klingenbeck, Sophie Scholl und ihr Bruder und andere gezeigt ..!

@hansklein: nun ja - in Großbritannien wird schon von vielen Meschen GEGEN den Brexit demonstriert und die Menschen wollen eine zweite Volksabstimmung. https://www.welt.de/newsticker/news...de-Brexit-Gegner-demonstrieren-in-London.html
Zehntausende Brexit-Gegner demonstrieren in London
und das schon die ganze Zeit.
 

erwerbsuchend

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#48
@Dagegen72, mir ist bekannt und bewusst, wie eine Demokratie und der Politikbetrieb funktioniert.

Aber kommen wir mal zu der Frage der Visegrad-Staaten und anderer nicht aufnahmewilliger EU-Staaten zurück. Wie würdest du diese davon überzeugen wollen, dass sie Flüchtlinge mit einem anderen Glaubens- und Weltbild, oder überhaupt Flüchtlinge, aufnehmen sollen?
 

hansklein

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#49
??? Was hat der Brexit damit zu tun, das andere Europäische Länder keine Flüchtlinge aufnehmen wollen???
Das tuen sie mit oder ohne nicht. "Europa" kann ja jetzt zum Test mal 100.000 Flüchtlinge nach Großbritanien verteilen. Mal schaun, ob die Meinung dann dort so bleibt, wie sie ist.

Großbritanien hat eigene Strategien
Die Teilstrategien ?Integrationsangelegenheiten? des Innenministeriums und ?Arbeiten zum Aufbau eines neuen Lebens? des Arbeitsministeriums zielen darauf ab, Flüchtlingen mehr Rechte und Verantwortung zu übertragen. Dies betrifft jedoch nur Personen, die bereits als Flüchtlinge anerkannt sind. Für Asylbewerber hingegen, von deren Asylanträgen in Groß Britannien etwa zwei Drittel abgelehnt werden, besteht ein Arbeitsverbot, sie sind auch nicht Zielgruppe der Integrationsförderung.
Nach der neuen Strategie soll das bisherige System, nach dem Unterhaltsunterstützungen von Flüchtlingen automatisch zurückgezahlt werden mussten, auf ein integrationsförderndes Darlehensystem umgestellt werden.


Es fehlt noch eine Antwort auf die Frage von Erwerbsuchend:
Aber kommen wir mal zu der Frage der Visegrad-Staaten und anderer nicht aufnahmewilliger EU-Staaten zurück. Wie würdest du diese davon überzeugen wollen, dass sie Flüchtlinge mit einem anderen Glaubens- und Weltbild, oder überhaupt Flüchtlinge, aufnehmen sollen?
 

Dagegen72

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#50
gute Frage - Zwang kann ja auch nicht die Lösung sein, unter dem die Flüchtlinge vermutlich leiden würden. Was sie bspw. in Ungarn auch schon taten. Gegen Polen und Tschechien klagte die EU auch.https://www.sueddeutsche.de/politik/eu-eu-verklagt-ungarn-polen-und-tschechien-1.3782131
Der EuGh zwingt Ungarn und Slowakei gegen Geldstrafe Flüchtlinge aufzunehmen. Ungarn weigert sich trotzdem, Slowakei akzeptiert es.
vielleicht funktioniert es mit der Androhung Orban aus der EVP im Europaparlament rauszuwerfen?
"Beispielsweise als er vor einigen Jahren formuliert hat, dass er die Todesstrafe wieder einführen will. Da haben wir gesagt, wenn das weiter verfolgt wird, fliegst Du aus der EVP raus. Und er hat’s dann nicht weiter verfolgt."
... Auf die Idee, die EU zu verlassen, dürfte Orbán so schnell nicht kommen. Dafür ist er wirtschaftlich und finanziell zu sehr von ihr abhängig.
https://www.deutschlandfunk.de/heik...mit-orban.1766.de.html?dram:article_id=415034
vielleicht doch Gespräche? Die BRD oder Brüssel könnten sich dazu bereiterklären, Ungarn und andere zur Seite zu stehen, wenn es Probleme geben sollte.
Warum will Orban keine Flüchtlinge? Dem auf dem Grund gehen und dann Hilfe mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Fakt ist aber, dass Regierungen sich weigern, Flüchtlinge aufzunehmen, viele Menschen im Land selbst das aber gerne befürworten und helfen würden!
„Beihilfe zur illegalen Migration“ ist nun in Ungarn ein Verbrechen. Was genau sich hinter dem Begriff verbirgt, ist nicht so klar. Wohl aber, was Orban erreichen will.
http://www.taz.de/!5514963/
BUDAPEST dpa | In Ungarn steigt der Druck auf Zivilorganisationen, die Flüchtlingen helfen. Mit den Stimmen der rechtsnationalen Regierungsmehrheit und der rechtsradikalen Jobbik-Partei verabschiedete das Budapester Parlament am Mittwoch ein Gesetz, das strafrechtliche Konsequenzen für „Beihilfe zur illegalen Migration“ vorsieht. Die im Gesetz enthaltene Änderung des Strafgesetzbuchs sieht für Zuwiderhandelnde Arreststrafen sowie im Wiederholungsfall Freiheitsstrafen von bis zu einem Jahr vor.
Bei allen Gegebenheiten und Rechtslagen anderer Länder dürfen wir nicht vergessen, dass die Regierungen Gesetze erlassen. Was die Leute eines Landes denken, muss man herausfinden.
außerdem ist Ungarn arm:
http://www.pesterlloyd.net/html/1649armutksh.html
Die zunehmende Einschränkung der Menschenrechte und die Nichteinhaltung des EU-Rechts führten in Ungarn zu Protesten gegen die Regierung sowie zu verstärkter internationaler Kontrolle
https://www.amnesty.de/jahresbericht/2018/ungarn
also, da müsste die EU schon darauf achten, dass EU-Recht eingehalten wird.
was steht denn im Maastricht-Vertrag drin? Dem Vertrag der die Gründung Europas zugrunde liegt?
Mit dieser Positionsbestimmung beziehen die unterzeichnenden Verbände zu der derzeitigen Krise
des europäischen Asylsystems Stellung und empfehlen zu deren Lösung die Einführung des Prinzips
der freien Wahl des Zufluchtsstaates für die Aufnahme der Flüchtlinge, die Gewährung von
Freizügigkeit für Flüchtlinge in der Union nach der Statusgewährung sowie die gegenseitige
Anerkennung von Statusentscheidungen innerhalb der Europäischen Union. Eine Aufteilung der
Asylsuchenden in der Europäischen Union nach Maßgabe eines Quotensystems ist nicht geeignet,
die Krise zu lösen und wird deshalb abgelehnt.
https://www.proasyl.de/wp-content/u...tionspapier_Freie_Wahl_des_Zufluchtlandes.pdf

bisher habe ich noch keine feste Lösung, aber zur Stunde verschiedene Überlegungen:

1. niemand (kein Land) zwingen, wenn es nicht will, aber Gespräche führen, verhandeln, sensibilisieren
2. Darauf achten, dass EU-Recht und andere Rechte, wie Völkerrecht, Menschenrechte, Genver Konvention, Grundrechte, Asylrechte .. eingehalten werden.
3. den Ländern die Angst nehmen undGeld zur Verfügung stellen, Hilfen bspw. Flüchtlingshelfer im Freiwilligendienst oder als Job in die anderen Länder schicken. Die Länder sollen keine Angst haben dass sie sich verändern könnten, sondern Religionsfreiheit akzeptieren. Gewalt durch Religion ist aber auch eine Straftat.

manche gehen von einem Rechtsruck in den angesprochenen Ländern auf. http://www.linke-sds.org/rechtsruck-tschechien-2017-linke-kraefte-mit-dem-ruecken-zur-wand/
Rechtsruck geschieht oft, wenn es der Bevölkerung nicht gut geht, sie in irgendeiner Form leidet und unzufrieden ist, oder es den Leuten aus irgendeinem Grund sich im Stich gelassen fühlen .. was auch in Deutschland der Fall ist, siehe Afder.

ja, dann muss man es als Rechtsruck aufgrund von Unzufriedenheit betrachten ,denn die Leute wählen ja manche Parteien. Wie kann man also der Unzufriedenheit der Leute begegen, damit die wieder gastfreundlicher und liberaler werden?
Wie kann man jenen Ländern helfen?

angesichts von Kriegsflüchtlingen die halt irgendwohin müssen, muss es eine Grundlösung geben. Und die muss dann auch vertraglich festgehalten werden.

Was sind denn eure Vorschläge? Ich selbst würde dafür noch plädieren, Laizismus weltweit anzuregen, also die Trennung von Kirche und Staat. Und dass man anderen menschen nicht schadet, aufgrund seines glaubens. (mir persönlich geht Religions-Gedöhns auf die Eggs, aber das hatte ich woanders schon mal geschrieben.)
 

erwerbsuchend

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#51
vielleicht funktioniert es mit der Androhung Orban aus der EVP im Europaparlament rauszuwerfen?
Als ob dies Orban etwas ausmachen würde. Er würde dies eher als Argument gegen die EU und deren Institutionen sehen. Du weißt aber schon, wer alles eigentlich sonst noch in der EVP vertreten ist? Richtig, Merkels CDU.

Warum will Orban keine Flüchtlinge? Dem auf dem Grund gehen und dann Hilfe mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Das habe ich bereits weiter oben geschrieben. Ungarn möchte eben keine Flüchtlinge und erst recht keine Flüchtlinge mit einer anderen Religion oder Kultur aufnehmen.

1. niemand (kein Land) zwingen, wenn es nicht will
Würde dies auch Deutschland einschließen, wenn es keine oder nicht mehr so viel Flüchtlinge aufnehmen wollen würde?

aber Gespräche führen, verhandeln, sensibilisieren
Was wären deiner Meinung nach, Argumente, die ein Land, das keine Flüchtlinge aufnehmen will, dazu bringen würde, nun doch Flüchtlinge aufzunehmen? Das Argument Geld lasse ich mal außen vor, weil dann auch noch geklärt werden müsste, wer dieses Geld auszahlen soll.

3. den Ländern die Angst nehmen
Die Länder sollen keine Angst haben dass sie sich verändern könnten
Wie willst du das erreichen? Wie willst du jemanden überzeugen, von seinen bisherigen Überzeugungen abzurücken, um gleich direkt das Gegenteil der bisherigen Überzeugungen anzunehmen?

sondern Religionsfreiheit akzeptieren.
Das gilt aber auch für die Asylbewerber, die einen anderen Glauben haben als im Zielland vorherrscht. Auch sie müssen bedingungslos akzeptieren, dass in Europa nicht nur Glaubensfreiheit sondern auch Freiheit vom Glauben herrscht.
 

hansklein

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#52
Ich selbst würde dafür noch plädieren, Laizismus weltweit anzuregen, also die Trennung von Kirche und Staat. Und dass man anderen menschen nicht schadet, aufgrund seines glaubens. (mir persönlich geht Religions-Gedöhns auf die Eggs
Das wäre zwar auf der einen Seite gut, kann aber auch in die Hose gehen und ich halte die Zeit dafür auch nicht für Reif. Die Werte, die Regierungen vermitteln und Arbeitsstätten vermitteln sind nicht unbedingt "lebenswerte und Gute Werte" und "erfüllend".

Je nach Religion ist es auch nicht durchsetzbar. Desweiteren könnte es Menschen dazu bringen, ihre Religion heimlich auszuüben, sich weiter abzukapseln, wie es eh der Fall ist.

Was sind denn eure Vorschläge?
Zu schauen, das die Menschen ihren Kontinent bzw. ihr Land das nach dem Krieg auch wieder aufgebaut werden muss, erst gar nicht verlassen müssen - schon gar nicht dauerhaft ( das würde langfristig, vor allem wenn dort die Fachleute und gut betuchten abwandern den Ländern eher schaden nach meiner Meinung) sondern lernen, wie man im eigenen Land etwas erreichen und aufbauen kann, Werte vermitteln und auch beibringen Konflikte nicht mit der Keule beizulegen z.b.

Das wird heutzutage allerdings nicht möglich sein, denke ich. Milliarden in die Länder zu schicken bringt da auch nichts, da müssen schon Leute vor Ort etwas bewirken. Diesen Grundstein könnte man allerdings schon in Europa legen, in dem hier Fachleute für den Aufbau im Flüchtlingsland ausgebildet werden, darunter auch Ärzte und Sozialarbeiter.

Eine wesentlich wichtigere Frage ist, warum die Regierungen, vor allem die Europäischen, in der Vergangenheit nicht viel daran getan haben etwas in den Krisenregionen zu ändern und ob dies überhaupt möglich ist, wenn die Barrieren beachtet werden ( Sprache, Bildung, Religion).
 

Dagegen72

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#53
@erwerbsuchend: ich numeriere mal deine Zitate und beginne mit eins mit dem ersten und dann runterzus aufwärts gezählt.

1. dann lies mein Zitat aus meinem Post auf das du antwortest nochmal genauer.

2. dann ist Ungarn vielleicht noch nicht reif dafür. Genauso vermutlich wie Laizismus für Religionsländer. Außerdem habe ich Gründe in meinem Post aufgellstet warum das in Ungarn so sein könnte und mit dem Rechtsruck in Ungarn ist es sowieso schwer. Es ist allerhand, dass Ungarn Hilfsorganisationen verbietet.

3. Deutschland ist ein reiches Land und kann sich gut organisieren innerhalb des vorherrschenden Kapitalismus. Es finden auch viele Flüchtlinge Arbeit, damit ist der Nutzenprinzip erfüllt ( :/)

4. habe ich in meinem Post auch schon geschrieben. Vielleicht bräuchte es Psychologen, die die Angst nehmen und wieder Lebensmut und Lebensfreude sprießen lassen. Argumente könnten aber sein, fällt mir gerade ein, dass man gute Beispiele veranschaulichen könnte. Was klappte in der BRD schon gut, was könnte bspw. in Ungarn auch gut klappen. Na, vielleicht hilft Ungarn ja der Gedanke des Nutzenprinzip .. :/

5. schnell geht so ein Bewusstseinsprozess sicherlich nicht. Aber es heißt doch "steter Tropfen hölt den Stein", oder?

6. sehe ich auch so. Aber man kann ja selbst auch mal den ein oder anderen Religonsbefreienden Gedanken einwerfen wenn man mit einer Person intensiven Glaubens oder aus einem Intensivglaubensland stammende Person spricht. Man könnte darauf hinweisen, dass man auch den eigenen Kopf benutzt. Dass man sich trauen darf, seine eigenen Gedanken zu nutzen. Und irgendwann, ja irgendwann ist dann vielleicht der Punkt erreicht, dass es vielleicht lächerlich empfunden wird, wenn ma naus Glaubensgründen schunkeln, im Kreis laufen, uns hinknien, uns anmalen ... was es auch alles gibt ..

wenn einem was gefällt ist doch gut. Meditation usw. - es gibt auch gute Sachen. Ich war gestern in einer katholischen Kirche und hatte bei all den aktivitätten der Kirche (Prospektstand) auch mal ein gutes Gefühl. Alles ist sicherlich nicht schlecht - aber und darauf kommt es an: es muss und darf FREIWILLIG sein! Freiwilligkeit, Eigenständigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Selbstwirksamkeit in all diesen Bereichen schnuppern lassen -- probieren könnte es man ja mal.

@hansklein, Zitat 1: ja, die Zeit muss reif sein, aber damit sie reif wird, kann man ja nach und nach das Gespräch suchen. Es muss nicht lange sein. Ein Wort, eine eigene Überlegung ... so vielleicht?

heimlich ist natürlich nicht gut. Und das sieht Religionsfreiheit auch nicht vor. Also, von verbieten habe ich ja nichts geschrieben. Wie gesagt, manches ist ja gut .. Meditation oder sowas .. Bestimmte lebensinhalte die erfüllend sein sollen darf man auch mal woanders suchen, als in vorgegebenen Konzepten wie Religion. Schöne und Sinn gebende Gedanken kann man sich auch selbst geben oder finden. Egal wo und mit wem.

Zitat 2: Hilfe zur Selbsthilfe ist natürlich immer gut denke ich.
@Fachleute: ja, dann braucht die BRD auch kein Einwanderergestz. Das würde nämlich Fachkräfte aus anderen Ländern abziehen.

letzter Absatz, warum die Regierungen wie EU nicht viel getan haben. Hm .. gemäß dem kapitalistischen Prinzips des Nutzens vielleicht?
In einer repräsentativen Befragung im Dezember 2009 bezweifelte eine große Mehrheit der Bundesbürger, dass die Bundesregierung umfassend und ehrlich über den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan informiert. 69 % der Befragten befürworteten einen möglichst schnellen Abzug der deutschen Streitkräfte; 27 % sprachen sich für eine Fortsetzung des militärischen Engagements aus.[5]
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Beteiligung_am_Krieg_in_Afghanistan
man könnte mal die Begriffe Kapitalismus und Imperialsmus nachschlagen oder sich mal quer lesen. An guten Antworten bin ich selbst auch dran interessiert :icon_wink:
 

hansklein

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#54
@Fachleute: ja, dann braucht die BRD auch kein Einwanderergestz. Das würde nämlich Fachkräfte aus anderen Ländern abziehen.
Das brauchen wir nach meiner Ansicht auch nicht auf längere Sicht. Das ist allerdings ein sehr komplexes und weitreichendes Thema, wo weit über den berüchtigten Tellerrand geschaut werden müsste und auch der Bürger einbezogen werden müsste. Qualifizierte Einwanderer müssen auch nicht aus Flüchtlingsländern angeworben werden, wenn der Lohn stimmt und die Lebens Bedingungen in einem Land kommen diese.

Fachkräfte müssten hier, im eigenen Land, wesentlich mehr und Bedarfsorientiert ausgebildet werden. Der extreme Fachkräftemangel im Pflegebereich wird sich zum Größten Teil selbst erledigen, weil dieser zeitlich begrenzt ist. Das hängt damit zusammen, das ab den 1970èrn mehr Leute sterben, wie geboren wurden. Innerhalb weniger Jahre wurden statt ca. 1.350Million nur noch ca. 800.000 Kinder geboren.

Siehe hier.. Da gibt es demnächst diese enorme Menge an Pflegebedarf nicht mehr, nach meiner Einschätzung - es gibt dann nicht mehr so viele Alte zum Pflegen, weniger nötige Pflegeplätze. Ein anderes Thema ist dann, wie gelöst wird, das für die weniger geborenen eine ausreichende Anzahl an Pflegekräften später zur Verfügung steht.

Das Problem das sich ergibt ist, das die Wirtschaft für die Masse Deutscher die nicht geboren wird, weiter Arbeitskräftebedarf decken will, um günstig produzieren zu können. Da die Menschen nicht hier geboren werden, bekommt man sie woher und was passiert mit den Einheimischen, die evtl. eines Tages in der Minderheit sind?

Die andere Frage ist, ob man das so behandeln muss oder nicht eher froh darüber sein sollte, wenn in einem Land weniger Kinder geboren werden, da dadurch die positiven Aspekte kommen können - weniger Nahrungsbedarf, weniger Nutzviehbedarf, weniger Umweltbelastung, geringe Arbeitslosigkeit etc. aber Wirtschaftlich Betrachtet ein Dilemma, weil nicht mehr so viel Geld gemacht werden kann, wenn es dafür nicht mehr so viele Menschen gibt, die konsumieren müssen. Ein Riesenkomplexes Thema.
 

Dagegen72

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#55
@hansklein: hört sich gut an, was du schreibst. In der Tat: wenn Essen, Arbeit usw. da ist, dann müssen viele auch nicht fliehen.

und ich habe jetzt mal versucht Informationen von Die Linke zu erhalten. Es gibt folgende Broschüren:

- Für ein Verbot aller Rüstungsexporte
- Sie reden vom Frieden, aber sie führen Krieg
- Gezielte Tötungen - Lizenz zum Mord? - Killerdrohnen https://www.linksfraktion.de/filead...ionen/Broschueren/broschuere-drohnen-2016.pdf
- wie Flucht gemacht wird - Fluchtursachen und die Verantwortung Deutschlands.

im Netz abrufbar

aus der letztgenannten Broschüre zitiert:
Statt die Fluchtursachen an ihrer Wurzel bekämpfen zu wollen, setzt die herrschende politische Klasse in Deutschland und Europa auf einen ungeheuerlichen Etikettenschwindel. Nicht Fluchtursachen werden bekämpft, sondern Fluchtmöglichkeiten und die Flüchtenden selbst. In atemberaubender Geschwindigkeit werden die europäischen Grenzen vorverlagert und abgeriegelt, Diktatoren und Herkunftsländer, die gestern noch ween ihrer katastrophalen menschenrechtlichen Bilanz am Pranger standen, werden über Nacht zu engen Partner in der Fluchtverhinderung. Die eigene Mitveantwortung wird ausgeblendet und für die fluchtursachende Politik gilt: business as usual.
...
Infolge der Deregulierung staatlicher Ordnugns- und Lenkungskompetenzen, sogenanntem Freihandel und Landraub in großem Stil, kam es weltweit zu einer wachsenden Konzentration von wirtschaftlicher und politischer Macht ohne demokratische Legitimation und Kontrolle. Dies schafft Armut, Hunger, Perspektivlosigkeit und schürt Konflikte, Kriee und Terror. Jean Ziegler, der ehemailge UN-Sonderberichterstatter für das Rcht auf Narung, brachte es mit drastischen Worten aufden Punkt: Wenn jährlich weiterhin Millionen von Menschen an Hunger sterben, obwohl genug nahrung für alle zur Verfügung steht, ist das Mord. Wer noch ausreichend bei Kräften ist, flieht.
(habe ich selbst schnell abgetippt)

Kann man sich ja mal Gedanken zu machen. Wenn ihr in den Besitz der Broschüren kommt (bestellen) (gegen ne kleine Spende wird Die Linke auch nichts haben hihi) können wir die Themen der Broschüren zusammen hier diskutieren - bzw. man kann sie ja im Netz downloaden.

Die Linke fordert:
Abrüsten! Waffenexporte stoppen. Waffen schaffen keinen Frieden!
jetzt ist auch klar, warum Die Linke so gedisst wird: Die Linke will Raub- und Raffgier stoppen - während alle anderen aber davon profitieren und deshalb so gut wie nichts dagegen tun - falls es Gegenbeispiele dafür gibt, her damit. Das ist das Problem!

Das sind die Lösungansätze von Die Linke, auch aus der letztgenannten Broschüre:
Nachhaltig können wir die armutsbedingte Massenflucht nur stoppen, wenn wir die Entwicklungszusammenarbeit (EZ) und die wirtschaftlichen Beziehungen mit dem Süden im Sinne einer solidarischen Zusammenarbeit neu aufstellen. Die Fraktion Die linke will die EZ auf die Bekämpfung von Armut und sozialer Ungleichheit, die Stärkung staatlicher Funktionen, auf Infrastrukturausbau, Beschäftigung und den Aufbau sozialer Sicherungssysteme ausrichten. Die Wirtschafspartnerschaftsabkommen der EU mit den afrikanischen Staaten dürfen nicht umgesetzt, die Verhandlungen weiterer Freihandelsabkommen müssen beendet werden. Stattdessen brauchen wir entwicklungsorientere Abkommen, die lokale Wirtschaftskreisläufe stärken.
Zitat Jean Ziegler, ehem. UN_Sonderberichtserstattung für ein Recht auf Nahrung
"Es kommt nicht darauf an, den Menschen der Dritten Welt mehr zu geben, sondern ihnen weniger zu stehlen."
 
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