25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarmut"

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humble

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25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarmut"

Gleich im Ersten. Bin gespannt, was da mal zum Thema EMR gebracht wird. Hier der Link zur Sendung
 

humble

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AW: 25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarm

Hier der link direkt zum Beitrag.

Neues, was wir hier nicht gewusst hätten, kam da nicht. Trotzdem die Politik gut vorgeführt.
 

Doppeloma

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AW: 25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarm

Hallo humble,

Neues, was wir hier nicht gewusst hätten, kam da nicht. Trotzdem die Politik gut vorgeführt.

Davon können sich die 1,8 Millionen Bestandsrentner (wegen Erwerbsminderung) aber immer noch NIX kaufen, das Problem ist doch schon seit mindestens 2014 bekannt als es die ersten "Verbesserungen" gab.
Da gibt es nun einige wenige die (von 2014 - 2017) davon "profitieren" konnten und vom nächsten "größeren Kuchen" (ab 2019) bekommen die auch NIX mehr ab ... :icon_evil:

Abgesehen davon wurden fast noch "überdurchschnittliche" EM-Rentner ausgewählt, die meisten EM-Renten liegen noch weit unter 800 €, wer keinen Partner hat, der ihn "mit durchfüttern" kann (eher dann MUSS mit oft genau so kleiner EM-Rente), der geht doch noch arbeiten (solange es noch ein paar Stunden geht) oder zum Sozial-AMT ...

Wenn ich mich dann hier umlese, wie es bei der Grundsicherung im SGB XII lang geht, was ja eigentlich den äußerst bescheidenen Lebens-Abend dann wenigstens irgendwie sichern soll ... sehe ich da auch nicht viel was wirklich "sicher" ist. :icon_evil:

Außer Ämterstress bis an das Lebens-Ende ... :doh:

MfG Doppeloma
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
AW: 25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarm

Hier mal eine Statistik aus 2016 für den Zugang.
https://www.sozialpolitik-aktuell.d...Rente/Datensammlung/PDF-Dateien/abbVIII41.pdf

Da kann man sehen, wie die Verteilung der Renten bei dem Zugang in 2016 war.
( Auch Teil-Erwerbsminderungsrente dabei )

Interessant wäre also, wer tatsächlich davon profitieren würde in Form von „mehr Rente“, abseits von Verschiebebahnhof im Sozialsystem.
Weil selbst in dem Beispiel, ob 800€ oder 870€ ist das je nach Wohnort dann wieder gar nichts an Zusatzrente.

Aber wie @Doppeloma schon anmerkte, gibt es auch viele, wo das Partnereinkommem das dann über die Schwelle der Bedürfigkeit hebt.

Meine Meinung: Statt dem harten Stichtagsschnitt zum Januar 2019, hätten die besser die Abschläge für alle entfallen lassen können und dann langsam wie schon gesetzlich geregelt steigen lassen können für Neuzugänge.

Aber das wäre natürlich wieder teurer.
Die entsprechende Lobby konnte sich nicht durchsetzen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
AW: 25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarm

Es ist immer dieselbe Leier. Etwas Makulatur, um die Debatte zu beruhigen. Wirksame Reformen will keine Partei angehen.

Grundrente für alle ohne wenn und aber. Aber wie will man dann die unterschiedlichen Gruppen von "Armen" weiter gegeneinander ausspielen?

Dann sollte man auch mal darüber nachdenken, warum in bestimmten Berufen die Menschen schon mit 30 - 40 kaputt sind.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
AW: 25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarm

Grundrente für alle ohne wenn und aber...

Leute die nie gearbeitet haben oder nur kurz, haben eben entsprechend niedrige Renten.

Es ist gut, dass die Rente immer noch beitragsbezogen ist.
Eine Grundrente ist nicht im Sinne der Rentenversicherung.

Gar keine oder zu wenig Einzahlung muss über Steuermittel ausgeglichen werden.

Ich stimme aber auch dafür, dass das Rentenniveau an sich zu niedrig ist.
Da muss man dringend nachbessern, statt immer weiter versicherungsfremde Leistungen zu verschenken, die nicht durch Zuschüsse gedeckt sind.

Grundrente haben wir doch faktisch mit der Grundsicherung.
Wer gar nichts eingezahlt hat bekommt Sozialhilfe.

Was sich manche vorstellen ala 1.050€ für jeden ohne jegliche Einzahlung ist weder politisch durchsetzbar, noch von breiten Teilen der Bevölkerung gewollt.

Die Berufsunfähigkeitsrente nach alter Prägung würde Sinn machen, da die meisten sich eh nicht privat absichern, aus den unterschiedlichsten Gründen. (Keine finanziellen Mittel, schon gesundheitlich vorbelastet, jung und sorglos, lieber Geld in Konsum etc. )
 

HermineL

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AW: 25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarm

Was sich manche vorstellen ala 1.050€ für jeden ohne jegliche Einzahlung ist weder politisch durchsetzbar, noch von breiten Teilen der Bevölkerung gewollt.
Ohne Einzahlung sollte das sicher nicht sein aber eine Grundrente in Höhe von z.B. 1050 Euro für diejenigen
die auch eingezahlt haben macht schon Sinn. Voraussetzung dafür ist aber das endlich auch alle in die
Rentenkasse einzahlen. Egal ob Beamter, Selbstständiger, Grundbesitzer etc. Damit wäre auch erheblich
mehr Geld im Rentensystem um das abzudecken.

Wenn jemand gar nicht eingezahlt hat bleibt die Grundsicherung. Alles andere wäre ein
Grundeinkommen aber das ist ein ganz anderes Thema.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
AW: 25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarm

Ohne Einzahlung sollte das sicher nicht sein aber eine Grundrente in Höhe von z.B. 1050 Euro für diejenigen
die auch eingezahlt haben macht schon Sinn.

Das wäre ja ok, man müsste aber definieren wer Anspruch hat.

Es ist halt ein Unterschied, ob Teilzeit, nur 3 Jahre oder z.B. 35Jahre Vollzeit.

Wer wirklich 35 Jahre und mehr Vollzeit gearbeitet hat, sollte auch meiner Meinung nach eine auskömmliche Rente haben.
Das sehe ich auch so, auch von der Höhe her.

Obwohl auskömmlich immer relativ ist, ich persönlich würde da gar nicht mit klar kommen und Mieter in München schon gar nicht.

Aber wenige Jahre oder mit „nur Teilzeit“ (es kann gute Gründe geben), kann man halt keine auskömmliche Rente erwarten.
Das fordern aber manche bei der Grundsatzdiskussion.

Die richtigen Problemfälle mit Vollzeit und Niedriglohn werden also erst in Zukunft geballt kommen.
Wenn es die denn gibt, denn die meisten wollen das gar nicht.

Kann man sich gut hier im Forum ansehen, das ist ein theoretische Diskussion.
Verstehe ich auch, denn warum wollte man 45 Jahre zu Mindestlohn arbeiten, wenn man während und auch nach der Erwerbstätigkeit das gleiche Einkommen hat!
 
E

ExUser 1309

Gast
AW: 25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarm

Was sich manche vorstellen ala 1.050€ für jeden ohne jegliche Einzahlung ist weder politisch durchsetzbar, noch von breiten Teilen der Bevölkerung gewollt.

Es sollte statt Grundsicherung eine Mindestrente geben, die Grundsätzlich jeder erhält und zum Leben reicht. Das würde die Grundsicherung für den Personenkreis abschaffen. spart Verwaltungskosten und würde nat. auch die berücksichtigen, die nicht arbeiten konnten, z.b. aus Gesundheitlichen Gründen.

Darüber hinaus sollte es mehr geben, für diejenigen, die gearbeitet und eingezahlt haben, gestaffelt nach Einzahlungen/Einzahlungsdauer. So würde ich mir das vorstellen können. Dazu keine Besteuerung der Renten. Die Rentenbezieher haben i.d.R. schon mehr als genug ihr Einkommen versteuert.

Voraussetzung dafür ist aber das endlich auch alle in die Rentenkasse einzahlen.
Auch das sollte durchsetzt werden.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
AW: 25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarm

Das ist aber einfach in der Form nicht finanzierbar, auch nicht mit Reichensteuer.

Nur mal so als Hinweis, da man ja auch immer wieder Österreich liest.
Wer dort keine 15 Jahre hat, bekommt aus der Rente nichts.
Bei uns reichen 5 Jahre.

Meiner Meinung nach wird zuviel versicherungsfremd ohne Steuerausgleich ausgegeben. Und der Zuschuss erreicht bald schon 100 Milliarden €/a!
 

Fabiola

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AW: 25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarm

Was sich manche vorstellen ala 1.050€ für jeden ohne jegliche Einzahlung ist weder politisch durchsetzbar, noch von breiten Teilen der Bevölkerung gewollt.
Es geht hier im Thema um Erwerbsminderungsrente und nicht um Altersrente.
Wenn jemand aufgrund von meist unverschuldeter Krankheit in die EM-Rente 'gezwungen' wird, dann hat er nicht die Wahl, RV-Beiträge bis zur Altersgrenze zu zahlen. Es ist also ein Akt der Solidarität, dass diese Menschen eine auskömmliche EM-Rente erhalten, ohne Ansehen des Alters und der Beitragsjahre. Weshalb wäre das politisch nicht durchsetzbar, noch von breiten Teilen der Bevölkerung einer Solidargemeinschaft gewollt?

Das gleiche gilt übrigens auch für die Menge der Arbeitslosen der keine ausreichenden Jobs gegenüber stehen. Für AlgII-Empfänger werden auch keine RV-Beiträge abgeführt obwohl sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und u.a. für ihre Rente arbeiten wollen. Nur gibt es dummerweise nicht für alle eine (auskömmliche) Arbeit und sind mangels Arbeitsangeboten unverschuldet in die Arbeitslosigkeit 'gezwungen' und verharren dort z.T. bis zur Altersrente.

In beiden Fällen ist die Solidarität der Gemeinschaft von Nöten, die das "Pech" in deren Leben menschenwürdig mit einer auskömmlichen Em-Rente/Altersrente ausgleicht.

Und wie ich von der Politik immer wieder höre: "Wir leben in einer Solidargemeinschaft."
Hier könnte sie sich doch mal zeigen - die viel zitierte Solidargemeinschaft!
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

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AW: 25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarm

Es geht hier im Thema um Erwerbsminderungsrente und nicht um Altersrente.
Wenn jemand aufgrund von meist unverschuldeter Krankheit in die EM-Rente 'gezwungen' wird, dann hat er nicht die Wahl, RV-Beiträge bis zur Altersgrenze zu zahlen. Es ist also ein Akt der Solidarität, dass diese Menschen eine auskömmliche EM-Rente erhalten, ohne Ansehen des Alters und der Beitragsjahre. Weshalb wäre das politisch nicht durchsetzbar, noch von breiten Teilen der Bevölkerung einer Solidargemeinschaft gewollt?
Nein, das ist so nicht richtig.

Das Problem der Erwerbsminderungsrente sind die Abschläge und die Länge der Zurechnungszeit.
Da muss man mehr tun, auch für Bestandsrentner. Keine Frage.

Wäre es so wie von Dir gefordert, würde ein Erwerbsminderungsrentner, der immer nur Teilzeit 3h/Tag arbeitet dann eine höhere Rente bekommen, wie der vergleichbare Rentner bei der regulären Altersrente.

Auch eine Erwerbsminderungsrente sollte im Kern immer die Beitragshöhe im Schnitt der Jahre berücksichtigen.

Bin selber Erwerbsminderungsrentner und habe Zurechnungszeit „nur bis 62“ und 10,8% Abschläge, aber eben eine Rente, die meine bisherige Beitragsleistung würdigt.

Auch das Thema Eigenvorsorge darf man nicht vergessen.
Ich kann mich sehr gut erinnern, als bei uns im Konzern vor 20 Jahren diverse Kollegen trotz gutem Einkommen abgewunken haben.
Denen war trotz Rahmenvertrag die Prämie für BU zu hoch, das wird dann lieber anderweitig ausgegeben.

Ich habe das eben damals gemacht. Werde aber trotzdem bestraft mit Krankenkasse AG-Anteil und Steuern.

Bin genug solidarisch seit Jahren mit Höchstbeträgen in der gesetzlichen KK, obwohl ich privat hätte versichern können.
 

Fabiola

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AW: 25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarm

Auch eine Erwerbsminderungsrente sollte im Kern immer die Beitragshöhe im Schnitt der Jahre berücksichtigen.
Und genau da scheiden sich unsere 'Geister'.
Ich mach es mal konkret:
Ein junger Mensch von etwa 30 Jahren ereilt unverschuldet, noch bevor er die Karriereleiter/Gehaltsleiter hochgekrabbeln konnte, eine schwerwiegenden Krankheit, die ihn bis zur Altersrente erwerbsgemindert sein läßt.

Dieser sollte durch die Solidargemeinschaft ausreichend versorgt sein und nicht mit einer Kleinstrente oder wie meist in einem solchen Fall mit aufstockender Grundsicherung (SGB XII) abgespeist werden, die ehemals der Höhe nach zur kurzfristigen Überbrückung von Arbeitslosigkeit gedacht war. So ein Mensch kann nie mehr arbeiten - also nix mit Kurzfristigkeit sondern lebenslang! Auf Dauer reicht diese Höhe eben nicht aus. Gerade wenn man bedenkt, dass Krankheit auch kostspielige Kosten erzeugen kann, die von keinem Amt getragen werden.

Hier bedarf es dringen einer EM-Grundrente in auskömmlicher Höhe, die sich eben nicht an der Beitragsleistung misst, da er nie die Chance hatte, eine entsprechende Beitragsleistung zu erbringen.
Bin selber Erwerbsminderungsrentner und habe Zurechnungszeit „nur bis 62“ und 10,8% Abschläge, aber eben eine Rente, die meine bisherige Beitragsleistung würdigt.
Allein der 10,8%ige Abschlag läßt sich nicht erklären. Soll das eine Strafe für eine (unfreiwillige )Inanspruchnahme einer frühzeitigen Rente sein?

Zynismus an: Sei froh, dass Du erst in späterem Alter erwerbsminderungsfähig erkrankt bist - Glück gehabt! Zynismus aus.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
AW: 25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarm

Zynismus an: Sei froh, dass Du erst in späterem Alter erwerbsminderungsfähig erkrankt bist - Glück gehabt! Zynismus aus.

Warum? Ich habe immer gut verdient oder sehr viel gearbeitet, also war und ist meine EMR immer schon relativ hoch, konnte man ja gut in den Bescheiden sehen.
Ab 2014 dann nochmal gestiegen, wegen der Änderungen.

Außerdem war mein Leistungsfall mit 50, also gab es 12 Jahre Zurechnungszeit.

So wenig ist das auch nicht, beklage mich auch nicht.
Finde halt nur die Abschläge unfair und die unterschiedliche Behandlung ab 2014/2019.

Am Grundsatz der Zurechnungszeit kann ich nichts negatives sehen, im Gegenteil.

Dein Beispiel mit dem 30-jährigen stimmt nur dann, wenn die Karriereleiter entsprechend steil sein würde.
Zuviel Konjunktiv, das kann man gar nicht gerecht erfassen.

Ein Handwerker der Ecklohn hat, wird evtl. mal Vorarbeiter.
Entscheidend bleibt, ob es sich um eine normal bzw. gut bezahlte Vollzeittätigkeit handelt, oder ob es eben eine Teilzeitarbeit, womöglich noch im Helferbereich handelt.

Mit den Abschlägen und Zurechnungszeiten sind wir doch einer Meinung, da muss angesetzt werden.
 

erwerbsuchend

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AW: 25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarm

Ein junger Mensch von etwa 30 Jahren ereilt unverschuldet, noch bevor er die Karriereleiter/Gehaltsleiter hochgekrabbeln konnte, eine schwerwiegenden Krankheit, die ihn bis zur Altersrente erwerbsgemindert sein läßt.

Woher nimmt man das Wissen, dass jener AN ohne einen Unfall oder eine Krankheit tatsächlich die Karriereleiter und Gehaltsstufen nach oben aufgestiegen wäre? Macht wirklich jeder Karriere?
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
AW: 25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarm

So ist es.

Gerade das wäre doch ungerecht.

Ich denke hier wird einiges vermischt und die grundsätzliche Systematik unseres Rentensystems nicht verstanden.

Das alles ist zu trennen von der Fragestellung, wie wir mit dem Rentenniveau umgehen.
Das gesamte Rentenniveau ist schlichtweg zu niedrig für den Vollzeitnormalverdiener basierend auf den theoretischen 45 Jahren Beitragszahlung.

Bei den Erwerbsminderungsrenten kommt dann noch der Abschlag und die quasi bisher gekürzten Zurechnungszeiten hinzu.

Ich will es auch mal anders versuchen darzulegen:

Die Erwerbsminderungsrentnerin in dem Beitrag mit 35 Jahren Beitragszahlung hätte auch ohne Krankheit keine „hohe“ Rente zu erwarten gehabt.

Mir ist klar, dass es entscheidend sein kann, ob jemand 800€ oder 950€ Rente hat.
Ich hoffe trotzdem man versteht den grundsätzlichen Erklärungsansatz.

Gerade Personen, die eine wirklich auskömmliche Rente haben, nehmen die Abschläge hin und gehen bei der frühestmöglichen Zugangsmöglichkeit.

Habe ich mehrfach erlebt bei vielen Kollegen, die mit 62/63 einfach nicht mehr konnten und/oder wollten.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
AW: 25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarm

Leute die nie gearbeitet haben oder nur kurz, haben eben entsprechend niedrige Renten.

Und genau das ist falsch, weil die meisten nichts dafür können, dass sie nicht oder wenig gearbeitet haben.

Natürlich ist es finanzierbar, s. Niederlande.

Wer immer noch nicht begriffen hat, dass das Solidarsystem der gesetzlichen Rente mit voller Absicht und langem Atem zu Gunsten privater Anbieter schlecht geredet, gerechnet und regelrecht geschleift wurde und wird, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.
 
E

ExUser 1309

Gast
AW: 25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarm

In den Niederlanden sieht es so aus
Wer in den Niederlanden lebt, hat mit dem 65. Lebensjahr Anspruch auf eine Grundrente, die das Existenzminimum abdeckt. Unabhängig davon, ob er jemals Beiträge gezahlt hat, bekommt er 45 Prozent seines Durchschnittslohns und mindestens 70 Prozent des Nettolohns für einen Alleinstehenden. Die AOW-Pension wird mit jedem Berufsjahr um zwei Prozent aufgebaut. Wer zwischen 15 und 65 Jahren nicht durchgängig in den Niederlanden versichert gewesen ist, dem werden für jedes fehlende Versicherungsjahr zwei Prozent der Pension abgezogen.
Dazu kommt die Betriebsrente
Bei der betrieblichen Altersversorgung hat der Staat in den vergangenen Jahren regulierend eingegriffen. So kam der Staat mit den Tarifparteien überein, die Arbeitnehmer auch mit über 60 Jahren im Arbeitsprozess zu halten. Sie können dann eine Rente von 100 Prozent des letzten Verdienstes aufbauen.
Warum wäre das bei uns nicht machbar? Die Niederlande haben dabei ein kleines BIP
Allerdings wird dort auch darüber nachgedacht, das Renteneintrittsalter anzuheben, weil
Auch das reale Renteneintrittsalter liegt eher bei 60 Jahren als bei 65.

Das heißt praktisch, dass wir 40 Jahre arbeiten müssen, um 80 Jahre leben zu können. Die AOW ist zudem in den vergangenen 50 Jahren viel höher geworden. Vor 50 Jahren gab es eine Basispension – ein Ehepaar erhielt 650 Euro. Heute ist unser Sozialminimum schon das höchste der Welt. Es gibt immer mehr Rentner und immer weniger Arbeitnehmer, die in die AOW einzahlen. In den 50er Jahren gab es etwa 800.000 Rentner, die zusammen weniger als eine halbe Milliarde kosteten. Heute hat sich die Zahl der Rentner verdreifacht und die Ausgaben sind um das 40-Fache gestiegen.

Definitiv klar für mich ist, das unser Rentensystem komplett überarbeitet werden müsste. Das war mir allerdings schon vor mindestens 25 Jahren klar.
 

Doppeloma

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AW: 25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarm

Hallo RobbiRob,

Wer wirklich 35 Jahre und mehr Vollzeit gearbeitet hat, sollte auch meiner Meinung nach eine auskömmliche Rente haben.
Das sehe ich auch so, auch von der Höhe her.

Dem sollte das sicher auch genau so als EM-Rente zustehen, wenn er dann gesundheitlich nicht mehr KANN ... da sind wir uns sicher einig ...

Männe hat sich in jungen Jahren die Knochen im Autobahnbau kaputt gearbeitet, damals hatte er ein überdurchschnittliches Einkommen bis dann seine Bandscheiben in die Brüche gingen, da wurde er entlassen und irgendwann fürs Büro umgeschult.

Da wollte ihn aber schon kein AG mehr mit Mitte 40 und ohne Berufserfahrung also war er "dumm" genug bei einem Sicherheits-Unternehmen anzufangen.
Er wollte arbeiten und nicht bis zur Rente arbeitslos bleiben, so hat er auch noch gute 35 Jahre voll bekommen ...

Immer in Vollzeit und zuletzt für 4,20 € die Stunde sogar mehr als "Vollzeit", denn unter 200 Stunden im Monat lohnte sich das Einkommen gar nicht erst.
Hartz 4 zum "Aufstocken" gab es damals noch nicht und Sozial-HILFE hätte er schon gar nicht bekommen (nein, da wohnten wir noch nicht zusammen) was "Besseres" hat er nicht mehr gefunden, bis er 2006 dauerhaft krank wurde.

Mehrstunden / Überstunden gehen aber nicht in das reguläre Einkommen (lt. Arbeitsvertrag = 40-Stunden-Woche), was dann schon bei Krankengeld und ALGI sehr hart auf die Füße des Geringverdieners fällt.

Den Mindestlohn gab es erst als er schon nicht mehr arbeiten KONNTE , so hatte er fast 10 Jahre wenigstens den Stolz nicht arbeitslos zu sein ... :peace:
Für seine mickrige EM-Rente musste er dann noch 2 Mal den Antrag stellen und sich von den DRV-Gutachtern "dumm" kommen lassen ... als wäre er nur zu faul zum Arbeiten.

Bei der Bewilligung ab 2010 bekam er deutlich weniger als 600 € für seine "Lebens-Arbeitsleistung" (da lagen die Zurechnungszeiten noch bei 60 Jahren), bei den jährlichen Anpassungen gibt es ja auch entsprechend weniger, je geringer die Rente ohnehin schon ist.

Die richtigen Problemfälle mit Vollzeit und Niedriglohn werden also erst in Zukunft geballt kommen.

Die sind also schon längst da, er war ja nicht der Einzige der für solchen "Lohn" 12-Stunden-Schichten geleistet hat, in dieser Branche übrigens als 1. "Tariflohn" beschlossen von der Gewerkschaft mit dem musikalischen Namen für das Sicherheitsgewerbe ....

Inzwischen liegt seine EM-Rente knapp über 600 € im Jahr 2018, das interessiert aber Niemanden weiter, denn er nimmt ja (trotzdem) keine Sozial-Leistungen in Anspruch, er hat ja eine Ehefrau, die sogar ein wenig mehr EM-Rente bekommt nach fast 40 Arbeitsjahren und der Erziehung von 2 Kindern. :idea:

Kennengelernt haben wir uns erst vor 20 Jahren, an meiner Rente und der Erziehung war er also (eigentlich) nicht beteiligt (dafür kann er ja NIX :bigsmile:) trotzdem habe ich jetzt dafür zu sorgen, dass es ihn finanziell auch gut geht, denn von KEINEM Amt bekommen wir irgendwas dazu ...

Wenn ich dann irgendwo lese, dass man solche "Niedriglohn-Renten" (ganz allgemein) etwas "aufbessern" möchte, weil die Leute ja nichts dafür können, dass sie so schlecht bezahlt wurden viele Jahre, dann keimt eine winzige Hoffnung auf, dass sich für ihn mal was zum finanziellen Vorteil ändern könnte.

Wenn es die denn gibt, denn die meisten wollen das gar nicht.

Die Arbeit will vielleicht keiner unbedingt machen aber es gibt ja genug Menschen, die es trotzdem tun (und die müssen auch nicht unbedingt ungelernt und unintelligent sein, mein Männe hat 3 Berufe) mancher fühlt sich eben damit "wohler", als mit dem Geld vom Amt ...

Bei solchen (eigentlich guten Ideen) kommt dann gleich der Gedanke hinterher, dass es wieder eine "Bedürftigkeits-Prüfung" geben soll, z.B. ob der Partner nicht genug Geld hat ... :doh:

Warum hat ein Mensch der viel (für wenig Geld) gearbeitet hat keinen Partner-Unabhängigen (ganz persönlichen) Anspruch auf ein menschenwürdiges Leben und eine ausreichende eigene (EM)-Rente ??? :confused:

MfG Doppeloma
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
AW: 25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarm

Aufstockung der Renten für Rentner, die mindestens 35 Jahre Vollzeit gearbeitet haben, bin ich ein absoluter Befürworter.
Und das ohne Anträge etc. Man müsste das durch Mehrbewertung regeln können.

Aber Aufstockung für jeden, nur weil er oder sie mal ein paar Jahre oder ein paar Stunden gearbeitet hat?

Das wäre gerade auch gegenüber dem Vollzeit arbeitenden Niedrigverdiener unfair.
Gerade deren Lebensleistung und Beitragszahlung würde durch so eine „Grundrente für Jedermann“ geschmälert.

Die Erwerbsminderungsrente würde ja mit der höheren Bewertung entsprechend auch steigen und natürlich die schon angesprochene verlängerte Zurechnungszeit und Wegfall der Abschläge.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
AW: 25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarm

Das wäre gerade auch gegenüber dem Vollzeit arbeitenden Niedrigverdiener unfair.

Dass es Niedrigverdiener gibt ist unfair. Abgesehen davon kann es sich niemand aussuchen, wann er krank wird und Unterstützung benötigt oder für den Arbeitsmarkt verbrannt ist.

Krankheit soll also zusätzlich bestraft werden, durch die Nachteile der Grundsicherung?
 
T

totenkopf

Gast
AW: 25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarm

Ein gravierendes Problem ist es auch, wenn die DRV den Zeitpunkt des Eintrittes der Erwerbsminderung so festlegt, das die notwendigen 36 Monate in den letzten 5 Jahren davor nicht erreicht werden. Bei mir waren es ja 35 Monate.

Als Laie hat man da keine Chance, gegen die DRV und ihre Ärzte was zu unternehmen und die Sozialgerichtsbarkeit steht eben auch auf der Seite der DRV, weil eben Laie gegen Mediziner/Jurist immer der Laie unrecht hat, egal wie es zustande kam.

Auch wenn man aus dem ALG 1- Bezug nach 2 Monaten in die Dauerhafte Erwerbsminderung gestoßen wird, mit den dementsprechenden Folgen.

Da müsste besser kontrolliert werden und vor allem sollte der Grundsatz " Reha vor Rente" mehr/besser beachtet werden.

Es ist absolut nicht notwendig, das Menschen zum Sozialamt müssen, wenn die Vorschriften und die Einstellung so einiger Sachbearbeiter so wären, das sie für den Menschen und nicht nur dem Gelde da wären und dienlich sind.

Auch die Höhe der EM-Renten sollten so angepasst werden, das ein Gang zum Sozialamt unnötig ist, besonders vor dem Hintergrund, das viele Betroffene ein Leben lang gearbeitet haben.

Zuguter letzt wäre die Beachtung des Grundsatzes sinnvoll, das Menschen zuweilen wieder gesund werden können, auch wenn dies in der überwiegenden Mehrheit der dauerhaft voll Erwerbsgeminderten nie dazu kommen wird. Aber Ausnahmen gibt es immer.

Meine Meinung.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
AW: 25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarm

Sorry, aber Du behauptest andauernd unterschwellig, dass ich Krankheit bestrafen will.
Interpretiere das bitte nicht falsch, danke.

Dafür gibt es die Erwerbsminderungsrente und die muss verbessert werden, wie ich oben mehrfach schrieb.
Das sollte dann die meisten Vollzeitarbeitnehmer mit EMR überflüssig machen für die Grundsicherung.

Die Einschränkung sind klar, da ich wenn ich vorher Teilzeit gearbeitet habe oder gar nicht, kaum eine auskömmliche Erwerbsminderungsrente bekommen kann.

Dafür gibt es dann die Sozialhilfe bei keinen Ansprüchen und Grundsicherung bei wenig Ansprüchen.

Grundsätzlich hast Du die Auffassung einer Grundrente unabhängig von der Beitragszahlung.
Und hier auch nochmal der Hinweis, dass auch ein 30- jähriger Vollzeitarbeiter mit Normallohn entsprechend abgesichert ist.

Die Abschläge und Zurechnungszeit muss geändert werden, damit es eine angemessene Höhe erreicht.

Niedrigverdiener habe ich oben auch ausgeführt, dass die Punkte angehoben werden sollten.
Es macht aber eben einen Unterschied, ob ich Vollzeit für Mindestlohn arbeite oder eine Viertelstelle für wenig Geld.

Ich kenne genügend Niedrigverdiener, die aus freien Stücken nur wenig arbeiten.
Es wäre höchst unsolidarisch, wenn die von einer leistungslosen und beitragslosen Grundrente profitieren.

Deine Vorschläge wären das Ende unserer Rentenversicherung.
Die Akzeptanz würde zunichte gemacht.

Ein gravierendes Problem ist es auch, wenn die DRV den Zeitpunkt des Eintrittes der Erwerbsminderung so festlegt, das die notwendigen 36 Monate in den letzten 5 Jahren davor nicht erreicht werden. Bei mir waren es ja 35 Monate.

Ich finde es vor allem schlimm, wenn man nach jahrzehntelanger Beitragszahlung überhaupt den Anspruch verliert.
Das gehört geändert und durch eine einmalig erreichte Anwartschaft ersetzt, die dann bestehen bleibt.

Ansonsten sind natürlich Stichtagsregelungen immer gefährlich, aber wie will man es anders regeln.

Die rückwirkende EMR ist natürlich immer ein vom Gutachter teilweise willkürlich festgelegtes Datum, wenn nicht gerade durch Unfallereignis etc.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
AW: 25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarm

Dafür gibt es dann die Sozialhilfe bei keinen Ansprüchen und Grundsicherung bei wenig Ansprüchen.

Diesen Unterschied gibt es nicht. Grundsicherung nach 4. Kapitel bekommen alle im Alter oder wegen dauerhafter Erwerbsminderung. Darauf werden dann die Renten angerechnet.

Ich kann mich nicht entsinnen, dass in den Niederlanden oder Österreich die RV am Ende ist. Ganz im Gegenteil vermeidet sie dort effizient Altersarmut. Perfekt ist es dort auch nicht, weil diejenigen, die sich den Luxus privater Vorsorge leisten können, bessergestellt sind.

Es ist bei der derzeitigen Arbeitsmarktsituation wohl äußerst naiv (oder doch eher manipulatorisch?), Teilzeitbeschäftigung als freiwillig abtun zu wollen.

Neidhammeltum und Fahrradfahrermentalität (nach oben buckeln, nach unten treten) ist den Deutschen wohl in die Gene geschrieben. Die Konsequenzen sehen wir ja seit nun fast 30 Jahren: Feindseligkeit, Gewalt und Hetze gegen Minderheiten.

Allein der Wortlaut, - Leute, die nie gearbeitet haben - lässt bei mir die Alarmglocken schrillen.

Als Laie hat man da keine Chance,


Ohne guten Anwalt hast du oft schon verloren in der Rentenlotterie.
 

saurbier

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AW: 25.09.2018 21:45 ARD: Report Mainz "Arm durch Krankheit. Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarm

Hallo RobbiRob,

alles schön und gut, nur wird sich doch daran wenig ändern, solange wir keine Politiker haben, die sich um die Belange des Volkes kümmern, sondern eher an ihr eigenes weiter kommen denken und daher auf die vielen Lobbyisten mit ihren winkenden Zukunftsaussichten schielen.

Als Schwesig und auch Nahles vor der Bundestagswahl 2013 in Fernsehauftritten dafür plädierten das man die EMR verbessern müßte - eben weil die eigenen Väter mit ihrer EMR ja so schlecht dastehen würden und sie das durchaus praxisnah miterleben würden - dachte ich auch noch an den Weihnachtsmann.

Was hat sich geändert, man hob die Zurechnungszeit an, aber nur für die Zukunft.

Die damaligen Wahlversprechen der CSU trafen da ihre Klientel viel besser, denn die forderten eine verbesserte Mütterente welche alleine aus der Rentenkasse der Arbeiter zu zahlen sei (ca. 3,7 Milliarden) für alle ungeachtet ob je in die Rentenkasse eingezahlt wurde.

Alleine hier sieht man was die Politik durchaus kann, wenn sie will.

Aber das Volk hat eben seine Stimme abgegeben und somit Mutti Merkel auserkoren.

Übrigens um das ewig leitliche Thema der Rentenabzüge (10,8%) zu klären, diese Abzüge erfolgen weil man lt. BVerG den Personenkreis der freiwillig früher in Rente gehenden mit denen der EMR gleichgestellt hat, was eigentlich ein Unding sein sollte, aber für diese Parteibuchträger eben nicht. Der Gag für die Politik, damit spart man kräftig in der Rentenkasse womit der Bund seine Zuschüsse verringern kann.

Unsere Politiker interessieren sich nicht mehr fürs Volk und noch viel weniger für uns Frührentner, denn Narzisten (wohl die meisten Politiker) denken nur an ihr eigenes Wohl.

Und ja, man könnte die hiesigen Renten verbessern, Geld ist genug dafür vorhanden, nur man will es nicht weil ansonsten ein erhebliches Druckmittel für das Volk fehlt bis zum Umfallen zu arbeiten.

In den nächsten Jahren wird uns das ganze System eh auf die Füsse fallen, nämlich dann wenn die damalige Schröderpolitik (Hartz IV, Minijobs, Zeitarbeit etc.) die Masse der Sozialfälle in die Höhe schwellen lassen wird. Da nützt dann auch die Augenwischerei mit 10% über Grundsicherung nichts mehr, denn wenn der Arbeitsmarkt 4.0 zu massenhaften Arbeitssuchenden führt, die dann auch noch mit Altersrentnern konkurieren müssen welche ihre Minirenten zwangsweise aufbessern müssen um überleben zu können, ja dann haben wir den Zündstoff für .... .

Mutti Merkel sitzt doch eh nur alles aus, für eigene Zukunftsträchtige Entscheidungen fehlt ihr offensichtlich die Weitsicht oder aber der Mut. Und Leute wie Jens Spahn, na ja die sind überwiegend fremd gesteuert möchte ich mal behaupten.

Ach so, noch der häufige Einwand alle in die Rentenkasse einzahlen zu lassen. Nun das hört sich sehr schön an, aber 1. eine Beamtenrente ins Arbeitersystem einzugliedern erfordert einen sehr sehr langen Zeitraum, eben weil es da ja den Bestandsschutz (ja auf sowas berufen sich Politiker ja immer gerne wenn sie eben nichts unternehmen wollen, komisch nur das bei uns Arbeitnehmern regelmäßig einfach passende Gesetze alles ermöglichen) gibt und 2. würden dann ja wieder viel mehr aus dem Topf Geld erhalten müssen.

Ja, man könnte so eine gerechtere Rentensituation zwischen diesen Gruppen schaffen, nur das könnte die Politik auch wenn sie das Pensionsniveau dem der Arbeitnehmerrente anpassen würde, was Schröder ja schon damals mal geplant hatte. Offensichtlich aber ist der Beamtenbund doch so stark - wohl weil viele Politiker selbst davon profitieren -, das es immer wieder in der versenkung verschwindet.

Übrigens vor langer zeit wurde mal ein Bericht im Fernsehen zum Österreichischen Rentensystem gezeigt und da sagte ein zuständiger Politiker genau das Richtige - wärend die Deutschen 30 Jahre über die Renten debatieren, haben wir in den achtzigern mit der Umstellung angefangen und ja die Staatszuschüsse ins Rentensystem sind enorm, aber das Volk hat so abgestimmt. Das ist wohl die beste Beschreibung dazu.

Eine gute Altersversorung hierzulande wäre gleichwohl möglich, wenn das VOLK es denn wirklich wollte. dazu reichte es bereits, wenn man der Linkspartei damals soviel Wahlstimmen gegeben hätte das diese an eine Regierung beteiligt wäre, denn die sind die einzigen welche im Bundestag seit Jahrzenten für eine bessere Rente stehen. Aber wie man hier leider auch immer lesen kann, gibt es immer noch Menschen die selbst nach fast 30 Jahren in alten Vorurteilen gefangen sind.


Grüße saurbier
 
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