22 Jahre im Betrieb aber Pause erforderlich wegen Kind, aber bitte ohne Sperrzeit ?!

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Ac27

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Hallo zusammen,

mal wieder stell sich mir eine Frage die meiner Schwiegermutter weiter helfen soll.

Folgende Situation :

Schwiegermutter arbeitet seit 22 Jahren im selben Betrieb, möchte dort aber für ca 1,5 Jahre pausieren (bis es einen Kita Platz gibt) um das Enkelkind zu versorgen damit die Mutter wieder arbeiten gehen kann.
(Die Mutter muss wieder ans arbeiten kommen, da sie sonst ihre Position, Abteilungsleiterin verliert).
Schwiegermutter kann danach auch wieder weiter im Betrieb arbeiten.
Kündigen lassen kann sie sich nicht auf Grund der dann anstehenden Abfindung etc, der Weg wurde schon versucht zu gehen.
Kündigt sie aber selber, bekommt sie eine Sperre für 3 Monate und bekommt ständig Termine , Stellenangebote etc.
Ziel ist es einfach sich um das Kind zu kümmern und solange Arbeitslosengeld zu erhalten (darauf hat sie nach Ihrer Aussage hin sogar 2 Jahre Anspruch auf Grund der länge im Betrieb)

Was also tun?
Gibt es da eine Lösung ?
 

Doppeloma

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Hallo AC27,

Schwiegermutter arbeitet seit 22 Jahren im selben Betrieb, möchte dort aber für ca 1,5 Jahre pausieren (bis es einen Kita Platz gibt) um das Enkelkind zu versorgen damit die Mutter wieder arbeiten gehen kann.
(Die Mutter muss wieder ans arbeiten kommen, da sie sonst ihre Position, Abteilungsleiterin
verliert).

Schwierig unter den Bedingungen, denn es gibt durchaus inzwischen auch eine "Elternzeit" die von Großeltern in Anspruch genommen werden kann... aber nicht in diesem Falle ...

Elternzeit - Soziales & Recht - betanet

Es ist aber auch die Frage zu stellen, ob der AG der Mutter berechtigt ist die Mutter daran zu hindern den gesetzlichen Zeitraum auszuschöpfen, der ihr als Erziehungszeit zusteht.

Schwiegermutter kann danach auch wieder weiter im Betrieb arbeiten.

Dann hat sie nur eine Möglichkeit das als "unbezahlte Auszeit" (vom /bis) mit dem AG schriftlich zu vereinbaren, sie wird allerdings in der Zeit kein Einkommen haben und auch keine Krankenversicherung, die ist eventuell beim Ehepartner (Opa) möglich wenn er gesetzlich versichert ist.

Kündigen lassen kann sie sich nicht auf Grund der dann anstehenden Abfindung
etc, der Weg wurde schon versucht zu gehen.
Kündigt sie aber selber, bekommt
sie eine Sperre für 3 Monate und bekommt ständig Termine , Stellenangebote etc.

Sie wäre schön "dumm" wenn sie nach so langer Betriebszugehörigkeit kündigt, egal ob mit oder ohne Abfindung, nach der Weiterbeschäftigung würde sie dann bei "NULL" beginnen damit ...

Ziel ist es einfach sich um das Kind zu kümmern und solange Arbeitslosengeld zu
erhalten (darauf hat sie nach Ihrer Aussage hin sogar 2 Jahre Anspruch auf Grund der länge im Betrieb)

Sie hat Anspruch auf 2 Jahre (24 Monate) ALGI, wenn sie mindestens 58 Jahre alt ist (und entsprechend lange Beitragszeiten vorliegen), das hat mit der Betriebszugehörigkeit nichts zu tun und sie hat KEINEN Anspruch darauf vor Vermittlung verschont zu werden.

Wenn sie wegen Betreuung des Enkelkindes gar nicht arbeiten KANN dann steht sie der Vermittlung nicht zur Verfügung und bekommt auch kein Arbeitslosengeld, zudem ist sie ja mit einem "ruhenden" Arbeitsvertrag (aus dem gleichen Grunde) gar nicht arbeitslos. :icon_evil:

So funktioniert das nicht ...

MfG Doppeloma
 

Ac27

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Doppeloma

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Hallo Ac27,

Das ist auch nicht der Fall, sie verliert aber ihre Position!! als Abteilungsleiterin und ist wieder eine "normale" Mitarbeiterin.

genau das meine ich ja, sie konnte ja bis zum Tag X auch "ersetzt" werden und meines Wissens hat sie auch Anspruch auf eine gleichwertige / gleich bezahlte Position wenn sie die Elternzeit bis zum 3. Lebensjahr in Anspruch nimmt.

Warum bitte soll die Oma dafür ihre Erwerbstätigkeit aufgeben ???

Doch, der arbeitet.

Ja, die Oma auch ...

Der Vater hat allerdings auch einen gesetzlichen Anspruch auf Elternzeit, meine Tochter und ihr Mann haben sich da auch abgewechselt ... warum nimmt ER denn seine Rechte nicht wahr ... wenn der Job seiner Frau so wichtig ist. :icon_kinn:

Soviel zur "Vereinbarkeit" von "Karriere und Familie", besonders für die Frauen ...

Schon mal darüber nachgedacht welches "Opfer" die Oma da bringen soll ... ich habe auch 2 Enkelkinder und die wurden bisher in der Regel von ihren Eltern betreut, im absoluten Notfall sind wir natürlich zur Stelle und die Enkel sind auch gerne mal bei uns, auch mal für einige Tage und über Nacht aber es sind NICHT unsere Kinder für die wir noch unser eigenes Leben "umkrempeln" würden. :icon_evil:

Die Pause der Oma ist nicht wirklich "erforderlich", darum gibt es auch keine gesetzliche Basis dafür, zuerst sind die Eltern zuständig sich um den Nachwuchs zu kümmern ... mag ja eine altmodische Einstellung sein, aber ich musste mich auch selbst um meine Kinder kümmern ...

Die AfA wird der Oma "was husten" wenn sie deswegen den Job hinwerfen sollte, das bewirkt keinen Anspruch auf ALGI ... weil sie der Arbeitsvermittlung gar nicht zur Verfügung stehen kann, das gehört aber dazu ... :icon_evil:

Ist auch besser so, denn den Anspruch könnte sie noch dringend benötigen wenn es doch mal Probleme in der Firma gibt ... wessen Idee ist denn das gewesen ... :icon_kinn:

Deine Frau sollte sich mal arbeitsrechtlich beraten lassen, es ist traurig, dass ein Kind noch immer der Grund dafür ist, dass Frauen beruflich ausgebremst werden ... die Lösung kann aber nicht sein dann die Großmutter aus der Arbeit zu reißen ...

MfG Doppeloma
 

Helga40

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Wie alt ist denn das Kind? Was ist denn mit den ganz normalen Betreuungsmöglichkeiten über Kita oder Tagesmutter?
 

Ac27

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Wie alt ist denn das Kind? Was ist denn mit den ganz normalen Betreuungsmöglichkeiten über Kita oder Tagesmutter?

Erst ein paar Monate alt.
Daher die Betreuung durch die Schwiegermutter bis es alt genug ist und einen Kita Platz hat.

Aber so wie ich das hier lese, gibt es da keine Möglichkeit ohne große Finanzielle einbußen zu haben.
 
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