20 Jahre Tafel-Mythos

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Paolo_Pinkel

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Vor 20 Jahren eröffnete in Berlin die erste Tafel nach dem Vorbild der US-amerikanischen Foodbanks. Seither hat sich die Tafel-Bewegung, die Lebensmittelüberschüsse an Bedürftige verteilt, zu einem parallelen Versorgungssystem für Menschen entwickelt, die durch prekäre Arbeitsverhältnisse, Jobverlust, niedrige Grundsicherung oder Hartz IV in Armut geraten sind.
Doch diese Form des zivilgesellschaftlichen Engagements ist nicht unumstritten. Es habe weniger zur Überwindung der Armut als vielmehr zu ihrer Verfestigung beigetragen, meinen Kritiker wie Stefan Selke. Er spricht von einer “Almosenökonomie”, in der Arme zu Objekten der privat organisierten Fürsorge wohlhabender Bürger in der Überflussgesellschaft geworden sind. Für den renommierten Soziologen sind Tafeln “Verharmlosungsagenturen”, die den Staat entlasten, den Markt der Barmherzigkeit und das Bedürfnis nach Verdrängung des Armutsproblems bedienen.
daserste
 

roterhusar

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So wie sich die Italiener von einer Gesellschaft der gerechten Wahlen verabschiedet hat, so haben sich große Teile der Bevölkerung längst von einer gerechten Wirtschaft verabschiedet.
 

Kleeblatt

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Einerseits hilft es den edlen "Spendern" sich öffentlichkeitswirksam in Szene zu setzen.
Andererseits müssen sie für die Entsorgung eben nicht mehr bezahlen.
Na, DAS hat doch was.

Das die Wenigsten überhaupt zur Tafel gehen, - aus sehr unterschiedlichen Gründen - und zudem davon dann noch Wenige überhaupt Zugang erhalten, wird sehr gerne verschwiegen.

Von der "Qualität" der Waren und der "Art" der Waren will ich mal ganz schweigen.

Aber wer will DAS alles schon hören.
 

Paolo_Pinkel

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Nicht nur, dass sich die sog. "Spender" profilieren können und die Entsorgung kostenlos durch zahllose bedürftige Därme erledigen lassen. Sie bekommen für diese Spende eine Spendenquittung, die sie beim Finanzamt einreichen können, was wiederum ihre Steuerschuld mindert. Das wäre so, als wenn der pAp für seinen HE den Müll leert und der HE von der BA dafür einen Mehrbedarf bekommt.
 

papier

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Hast du das erlebt? Oh nee, schlimm.

Ich hatte zu meiner Tafelzeit auch alte Sachen, Fertiggerichte, die schon abgelaufen waren, aber 20 Jahre....

Nun stell sich einer vor, die Tafeln werden überflüssig?
Geht das überhaupt noch? Ich glaube nicht. Die haben sich mittlerweile derart unentbehrlich gemacht, die können auf ihre Jobs bei der Tafel und die ganze Organisation drumrum gar nicht darauf verzichten. Die Helfer,die nicht mehr gebraucht werden. De Läden, die ihre Sachen nicht mehr so entsorgen können. Ja sogar die fröhlichen Bundestafeltreffen mit all den Feierlichkeiten, wie bitte soll bei der Aufgabe der Tafeln diesen Hohlraum dann füllen?

Das geht nicht, das geht gar nicht! Die Tafeln werden sich weiter entwickeln. Werden sich zu ihren üblichen Tätigkeiten neue Bereiche suchen, damit es noch zu einer Befriedigung der Bedürfnisse kommt. Wie war es noch im Winter diesen Jahres? Stricken für die Tafeln? Ach, ist das alles nett!

Vielleicht sollten wir mal auflisten, um welche Tätigkeiten sich die Tafeln zu ihren eigentlichen Aufgaben erweitert haben. Die Liste wird sicher lang.
 

HartzVerdient

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Die Tafeln als solches finde ich ganz in Ordnung. Nur hat bei uns die Tafel ganz schön abgebaut. Die ehemalige Initiatorin ist vor kurzem verstorben. Der gegenwärtige Betreiber ist leider etwas inkonsequent. Mir sind da so einige Fakten bekannt, wo man sich echt drüber ärgern kann.

a) Umgang mit den Lebensmitteln ist recht zweifelhaft. Teilweise werden Saucen in kleine Plastikschalen umgefüllt. Mit der Kelle ist der Umfüller vorher nochmal zum Mund gegangen, um mal zu kosten. Auch nach mehrmaligem Ansprechen, dass dies hygienische Gründe hat, wurde dies konsequent so weiter gehandhabt. Immer schön mit der Umfüllkelle erst mal überall probieren.

b) Sich im Lager bedienen. Es ist uns hier immer wieder aufgefallen, dass nach Feierabend immer wieder Tafel Mitarbeiter (Buchführer, Arbeiter usw.) also die die einen Schlüssel haben. Einfach mit einem Einkaufskorb in die Tafel gehen und sich dort nach herzenslust bedienen. Natürlich werden so die 1A Produkte eingesackt. Auch bedienen sich dort immer wieder Leute, die es eigentlich nicht nötig haben (weil selbst Unternehmer mit guten Einkünften und Rente). Die kommen mal ebend mit dem Benz vorgefahren, Einkaufskorb, schliessen auf und nehmen mit. Kaffee, Schokolade usw. alles schon mit eigenen Augen gesehen.

c) Sich mal weiter im Lager bedienen. Fressen bis zum Platzen und dann noch hinterher Tüten mit nach Hause nehmen. Es gab da so paar Personen (eine war diese Umfüllkelle Person), die sich neben der Arbeit noch gut dort den Wanzt vollkepackt haben. Da wurden dann Joghurts, Salami, Brote, Brötchen, Käse, Müsli usw. einfach so aus dem Lager genommen und sich in den Hals getan. Die alte Initiatoren hat solche Leute umgehend wegen Diebstahl die Tür gezeigt. Die neuen Betreiber dulden diese Sache einfach so.

d) Allgemeine hygienische Zustände sind eher mangelhaft. Verfall, Ablaufsdatum usw. wird einfach so gehandhabt "Hat keiner gesehen" und voila werden Dinge umgepackt und an Bedürftige verteilt. Mich wundert, dass da noch keine krank von geworden ist. Das große Problem ist halt, dass dort sehr viele 1 € Leute zwangsrekrutiert werden. Teilweise kaum deutsch sprechen (Russlanddeutsche) und diese einen exkrement auf Hygiene usw. geben.

e) Messer, Gabeln, Besteck werden nicht wirklich gereinigt und einfach so wieder für andere Dinge benutzt. Werden so in die Schubladen zurückgepackt. Händedesinfikation findet nicht statt. Handschuhe werden nicht getragen usw.

Ich kann nur jedem Bedürftigen empfehlen, alle offenen Lebensmittel (Umverteilte Saucen, Nudeln, offene Kartons usw.) mit Bedacht zu konsumieren. Besser ist es, die offenen Sachen einfach wegzuwerfen. Lieber die eingepackten Sachen konsumieren. Genau drauf achten, ob Dosen geöffnet wurden, Flaschen geöffnet wurden, Joghurts angepiekste Deckel haben usw.

Im Zweifel lieber bei Aldi oder Lidl einkaufen.
 

Detmo2009

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Alles so gewollt. So wird Müll als Spenden verkauft was ein Win-Win Geschäft ist. Darüber hinaus scheint die Politik das durchaus zu begrüßen. Muss man so nicht selber scheinheilige Suppenküchen aufmachen.

Ich bin bestimmt nicht der einzige der mal vom SB gesagt bekommen hat das man doch halt zur Tafel gehen soll...
 

druide65

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Die Tafeln als solches finde ich ganz in Ordnung. Nur hat bei uns die Tafel ganz schön abgebaut. Die ehemalige Initiatorin ist vor kurzem verstorben. Der gegenwärtige Betreiber ist leider etwas inkonsequent. Mir sind da so einige Fakten bekannt, wo man sich echt drüber ärgern kann.

a) Umgang mit den Lebensmitteln ist recht zweifelhaft. Teilweise werden Saucen in kleine Plastikschalen umgefüllt. Mit der Kelle ist der Umfüller vorher nochmal zum Mund gegangen, um mal zu kosten. Auch nach mehrmaligem Ansprechen, dass dies hygienische Gründe hat, wurde dies konsequent so weiter gehandhabt. Immer schön mit der Umfüllkelle erst mal überall probieren.

b) Sich im Lager bedienen. Es ist uns hier immer wieder aufgefallen, dass nach Feierabend immer wieder Tafel Mitarbeiter (Buchführer, Arbeiter usw.) also die die einen Schlüssel haben. Einfach mit einem Einkaufskorb in die Tafel gehen und sich dort nach herzenslust bedienen. Natürlich werden so die 1A Produkte eingesackt. Auch bedienen sich dort immer wieder Leute, die es eigentlich nicht nötig haben (weil selbst Unternehmer mit guten Einkünften und Rente). Die kommen mal ebend mit dem Benz vorgefahren, Einkaufskorb, schliessen auf und nehmen mit. Kaffee, Schokolade usw. alles schon mit eigenen Augen gesehen.

c) Sich mal weiter im Lager bedienen. Fressen bis zum Platzen und dann noch hinterher Tüten mit nach Hause nehmen. Es gab da so paar Personen (eine war diese Umfüllkelle Person), die sich neben der Arbeit noch gut dort den Wanzt vollkepackt haben. Da wurden dann Joghurts, Salami, Brote, Brötchen, Käse, Müsli usw. einfach so aus dem Lager genommen und sich in den Hals getan. Die alte Initiatoren hat solche Leute umgehend wegen Diebstahl die Tür gezeigt. Die neuen Betreiber dulden diese Sache einfach so.

d) Allgemeine hygienische Zustände sind eher mangelhaft. Verfall, Ablaufsdatum usw. wird einfach so gehandhabt "Hat keiner gesehen" und voila werden Dinge umgepackt und an Bedürftige verteilt. Mich wundert, dass da noch keine krank von geworden ist. Das große Problem ist halt, dass dort sehr viele 1 € Leute zwangsrekrutiert werden. Teilweise kaum deutsch sprechen (Russlanddeutsche) und diese einen exkrement auf Hygiene usw. geben.

e) Messer, Gabeln, Besteck werden nicht wirklich gereinigt und einfach so wieder für andere Dinge benutzt. Werden so in die Schubladen zurückgepackt. Händedesinfikation findet nicht statt. Handschuhe werden nicht getragen usw.

Ich kann nur jedem Bedürftigen empfehlen, alle offenen Lebensmittel (Umverteilte Saucen, Nudeln, offene Kartons usw.) mit Bedacht zu konsumieren. Besser ist es, die offenen Sachen einfach wegzuwerfen. Lieber die eingepackten Sachen konsumieren. Genau drauf achten, ob Dosen geöffnet wurden, Flaschen geöffnet wurden, Joghurts angepiekste Deckel haben usw.

Im Zweifel lieber bei Aldi oder Lidl einkaufen.


Würde ich so bei der Lebensmittelaufsicht angeben.Bevor da noch jemand krank wird oder gar jemand stirbt.Da gehen ja auch Ältere Menschen und Kinder hin.
 

druide65

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Nächstes Jahr gibt es einen neuen Ausbildungsberuf.
Tafelkaufmann.....
 

MacWombel1957

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Die Grundidee der Tafeln mag nicht schlecht gewesen sein, nur wenn McKinsey die Hände im Spiel hat, sollten alle Alarmglocken läuten.

Am Anfang der Tafeln war der "soziale" Hintergrund wichtig, danach kam die Profelierung der "Spender", (schaut mal was ich Gutes tu) ... Die kostenlose Entsorgung von Lebensmitteln trieb manchen Geschäftsführer in der Lebensmittelbranche, die $-Zeichen in die Augen ...

Heute vermelden vielerorts die Tafeln, Probleme bei der Beschaffung von Verteilungsgütern.

Ketzerische Stimmen sagen, Disponenten in der Lebensmittelbrancche, bestellen heute weniger als früher, so dass es weniger zu verteilen gibt.

Merkwürdig ...

Wo doch immer mehr Menschen die Tafeln nutzen wollen, um mit dem wenigen
Einkommen, auskommen zu können.

Es ist schlimm genug dass es die Tafeln geben "muss" ...

:icon_kotz2:
 
E

ExitUser

Gast
Nächstes Jahr gibt es einen neuen Ausbildungsberuf. Tafelkaufmann.....

Das steht vielleicht schon so in der Agenda 2020: Ausbildung für schwer Vermittelbare auf dem 3. Arbeitsmarkt, wer weiß.
Hartz IV - geschlossene Gesellschaft. Bitte nicht stören.
 

hemmi

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Die Hartzer werden dann noch in Tafelaner und Nichttafelaner aufgespalten und gehen dann selbstverständlich mit Schuhen und Strümpfen übereinander her.:icon_pfeiff:
 

Paolo_Pinkel

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Gestern lief dazu in West.Art (WDR) ein Bericht im TV. Leider ist er wegen der Wiederholung am Wochenende noch nicht abrufbar.
20 Jahre Tafel-Mythos

Stefan Selkes "Schamland"

Vor 20 Jahren eröffnete in Berlin die erste Tafel nach dem Vorbild der US-amerikanischen Foodbanks. Seither hat sich die Tafel-Bewegung, die Lebensmittelüberschüsse an Bedürftige verteilt, zu einem parallelen Versorgungssystem für Menschen entwickelt, die durch prekäre Arbeitsverhältnisse, Jobverlust oder Hartz IV in Armut geraten sind.
==> 20 Jahre Tafel-Mythos - Sendung vom 16. April 2013 - West ART - Magazin - WDR Fernsehen
 

jimmy

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Den Video-Beitrag? Kannst du direkt auf den Download verlinken? Ich finde es nicht. Danke.
"Ja, auf den Videobeitrag". Datei muss aber decodiert werden, da Sie sonst nicht abgespielt werden kann. Ist aber nur eine sehr kurze Reportage. Viel mehr ein Bericht. Kaum länger als eine Schlagzeile.

West.Art
 

Bielsteinbräu

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"Zwanzig Jahre 'Tafel' - Zwanzig Jahre lindern, helfen, entsorgen"


Bielefeld, 11.04.2013. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Bundesverbands Tafel e.V. waren Bielefelderinnen und Bielefelder am Donnerstag in der Innenstadt eingeladen, sich zu informieren und das Jubiläum mit einem Glas Sekt zu feiern.

Mit Slogans wie "Heute schon getafelt?", "Essen wo es hingehört", "Ruft nicht nach dem Staat, die Tafel hat Salat" fand die Veranstaltung bei den Bürger/innen große Zustimmung.

Angeregt durch die Idee einer bundesweit tätigen Gruppe "Tafelfreunde a.D." waren in der ver.di-Bildungsstätte Lage-Hörste besorgte und kritische Aktivist/innen zusammengekommen, um die Tafel-Idee satirisch angemessen zu würdigen, öffentlichkeitswirksam zu unterstützen und noch bekannter zu machen.

Zu diesem Zweck warben sie bei den Bürger/innen um Akzeptanz für die Tafel-Idee und für die Aufstellung der Rosa Tafeltonne in jedem Privathaushalt. "Wir brauchen mehr Tafelsponsoren für immer mehr Bedürftige, und damit Wohlstand und Überfluss einiger Begüterter gesichert bleiben", informierte das eigens entwickelte Tafel-Flugblatt (=>) und ein Plakat (=>).

Auf der Abschlusskundgebung stellte ein Redner klar: "Wir richten uns nicht gegen das bürgerschaftliche Engagement in der Tafelbewegung." Er forderte eine auf Menschenwürde und Existenzsicherung gerichtete Sozialpolitik, die Tafeln als Almoseneinrichtung für Bedürftige überflüssig mache. (=>)









Bildnachweis: Die Fotos auf dieser Seite der ver.di-Erwerbslosen wurden, soweit am Bild nicht anders vermerkt, aufgenommen von Erich Guttenberger.
Eine Aktion der Tafelfreunde a. D. die den Beteiligten viel Spaß gemacht hat und auch gut ankam.
Auch unser Beitrag zur Rettung der notleidenden Banken und des Euros !
 

roterhusar

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Die ehemalige Initiatorin ist vor kurzem verstorben.
Die alte Initiatoren hat solche Leute umgehend wegen Diebstahl die Tür gezeigt.
Ich kann nur jedem Bedürftigen empfehlen, alle offenen Lebensmittel mit Bedacht zu konsumieren.
Im Zweifel lieber bei Aldi oder Lidl einkaufen.
:icon_mrgreen::icon_neutral::icon_lol:
 

HajoDF

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Vor einigen Jahren schrieb ich zum Thema Tafel einen Artikel unter dem Titel: Die Tafel bittet zu Tisch (wer will. kann ihn googlen).
Heute ist deutlicher denn je, dass die ursprünglich caritative Aufgabe der Tafeln nur noch als Feigenblatt für eine gigantischen "Almosen-AG Deutschland" dient.
Wer die "Unterstützerliste" mal anschaut, liest das "who is who" des deutschen Kapitals und Großunternehmertums.
Nicht alle können hier genannt werden, aber es wird hoffentlich deutlich, dass hier eine gigantische „Almosenfabrik Deutschland AG“ am Werke ist. Selbst die allgemeine Wohlfahrt wird privatisiert.
„Die Reichen sind unersättlich, sie wollen alles besitzen, sogar die Armut“ (Michel Tournier)
Sie bitten zu Tisch, die Reichen, aber erst, nachdem sie selbst die Tafel schon abgefressen haben und sie geben heute auch nur das, was morgen bereits verschimmeln würde auf der Abfallhalde ihrer gigantischen Überproduktion.
Social marketing ist das Zauberwort von Mc Kinsey und Co und gehört nebst Tafel e.V. in die ideologische Abfalltonne.
 
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