2 Wochen Sperre wegen Meldeversäumnis, Ortsabwesenheit vorher beantragt (1 Betrachter)

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flappy

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Hallo zusammen, toll dass es so ein Forum gibt.

Nun zu meinem Problem. Ich beziehe ALG 1 und hätte am 10. Oktober einen Termin bei meinem Berater gehabt. Am 4. Oktober habe ich über die eServices eine Ortsabwesenheit vom 10. bis 25. Oktober angegeben, weil ich mit meiner Familie in Urlaub geflogen bin. Zur Ortsabwesenheit habe ich keine Bestätigung bekommen.

Am 25. Oktober war ich wieder zuhause und hatte 2 gelbe Briefe vom Arbeitsamt im Briefkasten. Mir wurde im ersten mitgeteilt, dass ich den Termin nicht wahrgenommen habe und deshalb die Zahlung vorläufig eingestellt wurde. Dort drin stand auch ein Termin für den 17. Oktober.
Der zweite Brief hatte den gleichen Inhalt wie der erste, nur dass ein neuer Termin für den 24. Oktober drin stand.
Nach meiner Rückkehr am 25. habe ich gleich beim Arbeitsamt angerufen und gesagt, dass ich ortsabwesend war. 2 Tage später hatte ich wieder einen gelben Brief drinnen mit Termin für den 2. November.

Diesen Termin habe ich dann wahrgenommen und meinem Berater alles geschildert. Dieser fand es auch komisch, dass ich nichts bekommen habe bezüglich meiner Ortsabwesenheit. Dann hat er im PC nachgeschaut und gesagt sie wurde abgelehnt, da ich nicht mehr so viele Tage zur Verfügung hatte.
Er sagte mir dann dass er versuchen will es irgendwie ohne Sperre hinzubekommen.

Am letzten Samstag hatte ich dann einen Änderungsbescheid im Briefkasten in dem mir mitgeteilt wurde dass ich 2 Wochen Sperre habe.


Nun möchte ich gerne wissen, ob ich da irgendetwas noch drehen kann? Ich habe auch keinen Sperrzeitbescheid bekommen sondern gleich den Änderungsbescheid.

Danke im Voraus.
 

Zeitkind

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Willkommen im Forum. :welcome:
Am 4. Oktober habe ich über die eServices eine Ortsabwesenheit vom 10. bis 25. Oktober angegeben, ...
Gibt es darüber einen Nachweis?
Am 25. Oktober war ich wieder zuhause und hatte 2 gelbe Briefe vom Arbeitsamt im Briefkasten.
Hier wären Erstell- und Zustelldatum interessant.
Waren außer den gelben Briefen noch normale Briefe mit Vorladungen drin?
Er sagte mir dann dass er versuchen will es irgendwie ohne Sperre hinzubekommen.
Das hättest Du Dir gleich schriftlich geben lassen sollen,
denn über die Ablehnung hätte Dich das AfA rechtzeitig informieren müssen.
Das AfA ist in der Pflicht, den Zugang des Bescheid nachzuweisen.
Das hat der SB offensichtlich versäumt, deswegen auch sein Erklärungsversuch.
Am letzten Samstag hatte ich dann einen Änderungsbescheid im Briefkasten in dem mir mitgeteilt wurde
dass ich 2 Wochen Sperre habe. Nun möchte ich gerne wissen, ob ich da irgendetwas noch drehen kann?
Ja. gegen den Änderungsbescheid schriftlich nachweisbar Widerspruch einlegen.
 

flappy

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@Zeitkind
Ja es gibt einen Nachweis, ich habe die "Zweitschrift" der Ortsabwesenheitsmeldung als pdf gespeichert und auch dem Berater beim Termin am 2.11. vorgelegt.

Hab mich ein bisschen vertan mit den gelben Briefen.

Für den Termin am 17.10.17 bekam ich einen normalen Brief, erstellt am 10.10.17

Für den Termin am 24.10.17 bekam ich einen gelben Brief am 19.10.17, erstellt am 17.10.17

Für den Termin am 2.11.17 bekam ich einen gelben Brief am 26.10.17, erstellt am 25.10.17


Was soll ich denn in so einen Widerspruch schreiben? Dass ich mich ortsabwesend gemeldet habe und keine Antwort bekommen habe und daher davon ausging, dass es genehmigt wurde?


@ZynHH
bin seit April 2017 arbeitslos
-
 

ZynHH

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keine Antwort bekommen habe und daher davon ausging, dass es genehmigt wurde?
Und das war der Fehler....es sei denn du hast im oaw-antrag bereits darauf hingewiesen das du , wenn keine Ablehnung kommt von der Genehmigung ausgehst...

Den Zugang der Ablehnung muss dir vom Absender nachgewiesen werden....dummerweise haben sie erst mit den Einladungen mit gelben Briefen begonnen...dein Berater scheint ein ziemlich dummes Exemplar seiner Gattung zu sein, denn er ist der Verursacher deiner Probleme jetzt, er ist nicht vertrauenswürdig.
 

flappy

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Hört sich ja alles nicht so gut an für mich, da wird ein Widerspruch wohl kaum eine Chance haben!?

Kann ich dem Arbeitsamt irgendwie einen Strick drehen, weil ich keinen Sperrzeitbescheid bekommen habe sondern nur einen neuen Bewilligungsbescheid. Ich weiß ja sozusagen dann gar nicht warum ich eine Sperre bekommen habe.


Edit:
Könnte ich evtl. auch in einem Widerspruch schreiben, dass der Brief mit dem Termin am 17.10. nie ankam? War ja kein gelber! Sodass ich nur 1 Woche Sperre bekomme falls nix anderes klappt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Doppeloma

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Hallo flappy,

Hört sich ja alles nicht so gut an für mich, da wird ein Widerspruch wohl kaum eine Chance haben!?
Nicht unbedingt, denn das "Versehen" der AfA dir die Ablehnung der OAW mitzuteilen ist ja auch nicht ganz ohne Bedeutung.

Ich nehme mal an, das Gespräch am 02.11. erfolgte OHNE Beistand der die Bemerkung des SB zur Sperre hätte beweisen / bezeugen können.

Du solltest also in deinem Widerspruch auch direkt die Gesprächsnotiz zu diesem Meldetermin verlangen, darauf hast du einen Rechtsanspruch nach § 25 SGB X, das musst du ansonsten nicht extra begründen.

Mich würde z.B. interessieren, ob er dazu auch was vermerkt hat und ob er den Termin als "Anhörung" sehen möchte.

Die muss üblicherweise VOR einer Sperre erfolgen, damit du deine Gründe erläutern kannst, die zum Sperrzeit-Tatbestand geführt haben sollen.

Wenn er das im Terminprotokoll behauptet hätte er dich darauf hinweisen müssen, dass es sich um eine "Anhörung" wegen der versäumten Termine handeln soll.

Kann ich dem Arbeitsamt irgendwie einen Strick drehen, weil ich keinen Sperrzeitbescheid bekommen habe sondern nur einen neuen Bewilligungsbescheid.
Ich weiß ja sozusagen dann gar nicht warum ich eine Sperre bekommen habe.
Im Moment dreht man (eventuell) eher dir einen Strick, obwohl man an diesem "Missverständnis" nicht ganz unbeteiligt war, darum halte ich es IMMER für besser OAW direkt beim SB und auf dem normalen Schriftwege zu erledigen.

Ob du einen Teil der OAW bereits verbraucht hattest, solltest du natürlich wissen und hättest du auch selbst mit bedenken müssen.

Es wurden mal wieder Fehler auf beiden Seiten gemacht und die AfA versucht nun (vielleicht) dir das alleine anzulasten.

Was konkret steht denn in dem Änderungs-Bescheid, als Grund (was konkret wurde denn geändert ???) das wäre ja nun nicht ganz unwichtig für uns hier zu wissen.

Es könnte ja auch sein, dass man dir nur die "überzogene OAW" abziehen will und dazu wäre die AfA durchaus berechtigt.

Du hast nun mal gesetzlich keinen Anspruch auf "bezahlte" OAW für mehr als 21 Kalendertage im Jahr.

In diesem Falle wäre es ja keine Sperre nach § 159 SGB III, sondern nur der Abzug des Geldes für die Tage über den 21, weil du dafür nun mal KEIN ALGI bekommen kannst.

Bitte lies den Bescheid noch mal genau nach oder stelle den anonymisiert hier ein, auch in einem Änderungsbescheid MUSS ja drin stehen, was der konkrete Grund für diese Änderung ist.

Könnte ich evtl. auch in einem Widerspruch schreiben, dass der Brief mit dem Termin am 17.10. nie ankam? War ja kein gelber! Sodass ich nur 1 Woche Sperre bekomme falls nix anderes klappt.
Solchen Schwindel kannst du dir wohl sparen, wenn du nachweislich OAW bis zum 25.10. beantragt hattest glaubt dir das doch kein Mensch ... :icon_evil:

Du warst doch gar nicht anwesend, also hättest du den Termin doch in keinem Falle wahrnehmen können, egal ob du diesen Brief zu Hause im Kasten hattest oder nicht ... :doh:

Wenn mein Gedanke richtig ist, dann hat er die Sperre tatsächlich "abgewendet" und dann gibt es natürlich auch keine "Anhörung" und keinen Sperrbescheid.

Ein Widerspruch ist dann auch überflüssig ... denn er hätte ja sein Wort gehalten. :idea:

Das überzahlte Geld für die zusätzlichen OAW-Tage MUSS er zurück fordern, den Anspruchszeitraum ändern, davon gibt es KEINE Ausnahmen ... wie viele Tage das waren kannst du nur selber wissen.

MfG Doppeloma
 

flappy

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Wollte nur Bescheid geben dass mein Berater die Ortsabwesenheit nachträglich noch genehmigt hat und ich nur für 4 Tage kein Geld bekomme.
 
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