2 -Sanktionen - Noch weiter nach unten geht nicht.

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Taniya

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Hallo!

Im Beitrag "Leistungseinstellung nach Erhalt Schadenersatz?? - Noch weiter nach unten geht nicht"
merkte ich an, dass es wohl nicht weiter nach unten geht... Doch weit gefehlt.

Wie vor schon erwähnt, wohnen wir nun seit 4.10.09 in einer Ersatzwohnung. Die Arge hat vom ganzen Sachstand Kenntnis.

Seit Mitte Oktober 2009 "flattern" uns nun laufend Briefe mit der Ankündigung von Sanktionen ins Haus.
Grund: Mein Sohn, der aufgrund seines Gesundheitszustandes zu kaum noch etwas imstande ist, der Weg zum Arzt für ihn ein unüberwindbares Hindernis darstellt. Auch besitzt er aus o.a. Gründen keinerlei Kleidung, um überhaupt zur Arge gehen zu können.

Die Sanktionen - erst 10, dann sehr schnell 20, 30, 40 % (im 60wöchigen Turnus) - wurden auferlegt wegen Nichterscheinens bzw. fehlendem Nachweis der Erkrankung meines Sohnes.

Dadurch, dass wir über keinerlei Möbel oder Haushaltsgeräte verfügen, war es uns nur möglich, Fertiggerichte in einer zwischenzeitlich leihweise zur Verfügung gestellten Mikrowelle zuzubereiten. Das wiederum ist bedeutend kostenaufwendiger, als frisch zu kochen.
Dadurch wiederum blieb und bleibt mir keine Möglichkeit, Geld für eine komplette Ausstattung (Winterjacke, Pullover, Hose, Schuhe) abzuzweigen (In den Kleiderkammern habe ich bisher keine Kleidung in Größe XXXL finden können...)
Auf mein Ersuchen um Hilfe bzw. die Bewilligung von "Kleidergeld" o.ä. kam die Antwort: "Hartz IV ist so ausreichend bemessen, dass man Rücklagen schaffen kann".

Etwas gutes gibt es - noch: Das Wetter ist kalt und so kann ich die Lebensmittel auf der Fensterbank kaltstellen... Luxus pur!

Mittlerweile behält die Arge 142,-- Euro ein. Kleidung kaufen, um die Sanktionen abzuwenden? Wohl so erst recht nicht mehr möglich. Zum Arzt oder der Arge zu gehen - in Unterhose und Boxershorts?

Wenn ihm nun auch noch die KDU gestrichen werden, geht's dann ab in den Container???

Wir haben weniger als nichts - auch keine Gesundheit mehr.

Kennt jemand einen Weg aus dieser Ausweglosigkeit. Ich weiss nicht mehr weiter. :icon_frown:

Taniya
 
E

ExitUser

Gast
Stell nochmal einen Antrag und verweise auf das Urteil des BVerfG , denn das ist ein Härtefall. Ansonsten kannst Du mal versuchen beim VdK z. B. auch wegen dem Sohn zu fragen, ob die Euch helfen können und evtl. einen Schein für einen Rechtsanwalt beim Amtsgericht zu beantragen.
 

Taniya

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Hallo, Sancho!

Lieben Dank für Deine Antwort. Sorry. Es war wohl schon etwas spät. Daher habe ich versäumt zu erwähnen, dass unser Anwalt bereits einen Rechtsberatungshilfeschein erhalten hat. Er ist mittlerweile mit folgendem beauftragt: a) Schadenersatzangelegenheit, b) er hat Widerspruch gegen den Bescheid vom 04.01.10 (Bedarfsgemeinschaft) eingelegt und auf das Verfahren beim Bundesverfassungsgericht hingewiesen, c) hat er ein Darlehen für die Anschaffung der nötigsten Einrichtungsgegenstände bei der Arge beantragt, welches dann kurz vor Weihnachten bewilligt wurde. Näheres hierzu in einem anderen Beitrag.

Vielen Lieben Dank für Deine Antwort.

Taniya
 

Linchen0307

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Hallo Taniya...

Schildere deine Fall doch einmal detailliert, einschl. der Sanktionen für deinen Sohn an das Kundenreaktionsmanagement in Nürnberg, in Kopie an das Landratsamt deines Kreises, an das Arbeitsministerium in deinem Bundesland und an das Arbeitsministerium in Berlin.
So habe ich es im Sanktionsfall meines Sohnes gemacht und es wurde Abhilfe geschaffen.
Dein Fall liegt ja noch eine ganze Ecke heftiger.
Vielleicht wendest du dich mal an Moby Dick, die kann dir vielleicht beim Verfassen eines solchen Schreibens helfen.

Viel Glück
 
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