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2 mal schon neue Whg abgelehnt

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sheena1976

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Hallo,

ich bin neu hier.

Folgendes Problem habe ich:

Ich lebe mit meinem 2jährigen Sohn in einer 2 Zimmer Wohnung in Berlin.
Seit Anfang des Jahres habe ich Speckkäfer in der Wohnung. Nicht nur ich sondern auch über die Hälfte der Mieter im Haus sind davon betroffen.

Da ich Unterstützung vom Jugendamt habe, wurde mir von diesem Amt nahegelegt mir eine neue Wohnung zu suchen. Denn es ist nicht kindgerecht in einer Wohnung zu leben mit Ungezieferbefall.

Ich machte mich also auf die Suche und habe vor drei Wochen auch ein Angebot für eine 2 Zimmer Wohnung bekommen.

Mit diesem Angebot bin ich nun zum Jobcenter. Zwei Tage später hatte ich eine Ablehnung im Briefkasten, obwohl ich noch ein Schreiben vom Vermieter nachreichen sollte das ich wirklich Speckkäfer habe.
Begründung der Ablehnung: meine jetzige Wohnung sei angemessen

Bin dann wieder zum Jobcenter mit dem Schreiben des Vermieter, das am gleichen Tag bei mir ankam wie die Ablehnung. Auch ein Schreiben vom Jugendamt hatte ich dabei.

Das Nachreichen haben sie als Notfall aufgenommen. Das war letzten Dienstag. Am Freitag rief ich an und erfuhr, das es wieder abgelehnt wurde.
Begründung: keine gesundheitliche Gefährdung, Schädlingsbekämpfung wird durchgeführt.

Letzteres stimmt, der Kammerjäger wird demnächst zum 4(!) mal in die Wohnung kommen. Es sind aber immer noch Speckkäfer da.

Das Jobcenter ging überhaupt nicht drauf ein das ich ein kleines Kind habe. Mein Sohn kommt mit diesen Käfern in der Hand an und zeigt sie mir. Gut möglich das er diese auch mal in den Mund nimmt. Und wenn ich dran denke was die Viecher vielleicht schon alles berührt haben wird mir schlecht.

Gestern nun war ich beim Jobcenter und ich bekam zu hören das mir nur noch die Möglichkeit bleibt Widerspruch einzulegen (Bearbeitungsdauer 6-12Mon) oder zum Sozialgericht zu gehen.

Widerspruch habe ich gemacht und zum Sozialgericht bin ich auch. Dort habe ich einen Antrag auf einstweilige Anordnung gestellt. Nun warte ich was das Gericht sagt.

Die 2. Ablehnung hatte ich dann heute im Briefkasten. Soviel zum Thema Notfall.

Gibt es noch andere Möglichkeiten für mich? Oder habe ich alles ausgeschöpft?

Ich bin entsetzt, das es dem Amt scheinbar egal ist das ich ein Kind habe. Mit keiner einzigen Silbe sind sie darauf eingegangen.

Würde mich über Antworten freuen.

lg

sheena1976
 
E

ExitUser

Gast
Je nach den Mitteln zur Bekämpfung der Schädlinge, sind diese Maßnahmen gesundheitsgefährdend, gerade für kleine Kinder.

Speckkäfer...das sind doch diese kleinen braunen?

Sehr hartnäckig, weil die sich in den kleinsten Nischen verstecken, sich Löcher in Verpackungen fressen etc. Das loszuwerden ist keine leichte Sache. Problem beim Umzug: Es ist leider recht wahrscheinlich, daß man davon wieder welche einschleppt weil es nahezu unmöglich dafür zu sorgen, daß keine Käfer im Umzugsgut sind.

Wir hatten das Zeuch auch einmal vor Jahren. Wir mußten praktisch alle Lebensmittelreserven vernichten bis hin zu Gewürzen, weil sie sich selbst in den Gewinden von Gewürzgläsern hochgearbeitet hatten. Erst als es praktisch nur noch Lebensmittel gab, die im Kühlschrank und Gefrierschrank aufbewahrt wurden, starben sie mangels Nahrung aus.
 

Borgi

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Ich würde unter diesen Umständen so viele Käfer wie möglich sammeln und dem Amt vorbeibringen. Beim ersten mal noch in einem Glas beim Sachbearbeiter auf den Tisch stellen. Beim zweiten Besuch würden die Tiere gleichmäßig verteilt werden.
Der Sachbearbeiter darf dann dagegen Widerspruch einlegen. Soll der dumme Hu..d mich doch wegen wer weiß was verklagen. Bei mir wäre eh nichts mehr zu holen.
Ach ja, der dritte Anlauf wäre die Kantine, mit dem Hinweis sich bei Herrn Dödel (Sachbearbeiter) für die "Untermieter" zu bedanken.

Zugegeben ich bin solchen Beziehungen etwas drastischer. Es kommt auch nur selten vor, dass überhaupt jemand versucht mich derartig zu verärgern.
 
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Falsche Adresse

Die ARGE weigert sich. Leider nennt sie nicht den wahren Grund. Ein Hinweis des SB der ARGE der darauf hindeutet, dass der Vermieter eine ungezieferfreie Wohnung schuldet und im Verzugsfalle die Konsequenzen bezahlen darf, hätte das Vertrauen in die ARGE fördern können.
Ich rate zu einer sofortigen Beratung durch einen Anwalt. Der könnte dann alle weiteren Massnahmen begleiten und somit die Rechte sichern und durchsetzen. Auch eine Unterbringung in einer Notunterkunft, z.B. Ferienwohnung, Hotel, pension, kommt hier in Betracht.
Da der Vermieter bisher schon dreimal erfolglos versucht hat die Tierchen zu vertreiben, wird jetzt wohl zum guten Gift gegriffen. Aber Gift und Kind passen nicht zusammen.
Ich sehe hier einen Umzug auf Kosten des Vermieters.
Als SB sollte man auch die Grundzüge des deutschen Mietrechtes kennen.
 

Helga Ulla

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2 mal schon neue Wohnung abgelehnt

Hallo sheena 1976,
das ist ja eine eklige Angelegenheit, mit diesen Käfern in der Wohnung. Die Arge in Berlin ist wohl ganz behämmert, hier Ihre Hilfe zu verweigern.
Aber wenn die es nicht anders wollen, dann mit Musik.
Da Du ja in Berlin wohnst informier den Mieterverein,
ruf bei der Gysi und Lafantaine Partei, bei der FDP und bei dem Bürgermeister an oder schreib Denen, es ist dringend, mach Bambule, kannst denen ja mal ein paar von den Viechern mitschicken, damit die überhaupt wissen wie unzumutbar dies ist.
Sehe schon die Vorzimmerdamen der betreffenden Herrn aufschreiend ins Büro des Chef stürzen, das ist gut so.
Setz das Gesundheitsamt davon in Kenntnis.
Geh zu einem Rechtsanwalt des Sozialrechtes, der Dir vor Gericht behilflich ist gegen die Arge zu kämpfen.
Vor allen Dingen geb nicht auf, setz Dich duch.
Viel Glück.
 
E

ExitUser

Gast
Setz das Gesundheitsamt davon in Kenntnis.
Das halte ich für besonders wichtig.
Du solltest auch angeben, wie oft der Kammerjäger schon da war, was er genau gemacht hat und noch zu machen gedenkt.
Ich kann mir kaum vorstellen, daß das alles nicht gesundheitsgefährdend war/sein wird, vor allem für ein Kind.
Und nütze den Ekelfaktor, nimm überall kräftig Proben Deiner unwillkommenen Untermieter mit.

Viele Grüße,
angel
 

sheena1976

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Heute kam das Ergebnis vom Sozialgericht. Auch das Sozialgericht lehnt einen Umzug ab. Begründung ist die gleiche wie vom Arbeitsamt.

Naja, dann gibt es heute abend Speckkäfersuppe.
 

Arania

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Wie? In der kurzen Zeit gab es schon eine Klageentscheidung?:icon_pic:
 

ofra

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Gemeiner Speckkäfer
Dermestes lardarius
Der Gemeine Speckkäfer (Dermestes lardarius) ist 7 bis 9,5 mm groß und an seinen zweifarbigen Flügeldecken gut zu identifizieren.

Die vordere Hälfte der Flügeldecke ist von gelblichen Haaren bedeckt. Charakteristisch sind in diesem Bereich zudem 3 schwarze Punkte. Die hintere Hälfte der Flügeldecke ist schwarz. Die Art stammt ursprünglich aus Eurasien, ist aber mittlerweile weltweit verbreitet.Nach der Überwinterung als Puppe schlüpfen die Käfer meist Anfang April. Bei Temperaturen ab 16 °C kommt es zur Begattung. Optimal für die Entwicklung der Käfer ist eine Temperatur von 25 °C, sowie eine relative Luftfeuchtigkeit von 65 %. Unter diesen Bedingungen beträgt die Entwicklungsdauer durchschnittlich 48 Tage. In Mitteleuropa ist unter Freilandbedingungen die Ausbildung von nur einer Generation pro Jahr die Regel. Lediglich unter sehr günstigen Bedingungen kann eine zweite Generation auftreten.
Unter Freilandbedingungen ernähren sich die Larven hauptsächlich von Aas, wodurch dem Speckkäfer eine wichtige Rolle bei der Beseitigung von Tierkadavern zukommt. In Lagern und Haushaltungen fressen die Larven an Speck, Schinken, Wurst, hartem Käse, Eiernudeln, Trockenfisch, ausgestopften Tieren, Insektensammlungen, Horn, Hufen, Leder und Rohfellen. Da sie in der Lage sind Keratin zu verdauen, können sie sich auch von Federn, Wolle und Fellen ernähren und auf diese Weise Textilien und Pelze zerstören. Zur Verpuppung bohren sich die Larven dann in feste, aber nicht zu harte Materialien wie Holz, Kork, Pappe, Papierlagen, Styropor, Tabakballen oder sogar Mörtel ein.
Falls Speckkäfer in Massen auftreten, oder jahrelang nicht bekämpft werden, kann es durch dieses Verhalten auch zu massiven Schäden an Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständen kommen. Der Gemeine Speckkäfer kann somit gleichzeitig als Hygiene- und Materialschädling angesehen werden. Liegt ein Befall mit dem Gemeinen Speckkäfer vor, so müssen zunächst die Entwicklungsstätten der Larven ausfindig gemacht und beseitigt werden. Problematisch ist bei der Bekämpfung von Speckkäfern, dass sich die Larven zur Verpuppung in unzugängliche Hohlräume zurückziehen oder sich sogar in bestimmte, nicht zu harte Materialien (s. o.) einbohren können. Daher sind die Puppen in der Praxis nicht zu bekämpfen. Erst die ausschlüpfenden Imagines können wieder bekämpft werden, wobei im Wohnbereich neben einer mechanischen Bekämpfung (Absaugen) nur der Einsatz von kurzzeitig wirksamen Pyrethroiden möglich ist.
Das von uns angebotene Blattanex Spezialspray der Fa. Bayer enthält als Wirkstoffe das Carbamat Propoxur, sowie die synthetischen Pyrethroide Transfluthrin und Cyfluthrin. Alle drei Substanzen wirken auf das Nervensystem der Insekten. Eine Bekämpfung des Speckkäfers ist auch mit dem für Menschen und Haustiere völlig ungefährlichen Präparat Bambule Insektenspray der Fa. Aries möglich, das natürliche Öle wie Teebaumöl und Neemöl enthält. Um die Käfer am Ausschlüpfen zu hindern sind bauliche Maßnahmen, wie das Verlegen eines dichten Bodens (Laminat, PVC), geeignet.

quelle: www.lexikon-der-schaedlinge.de


ergo: es geht ganz klar aus dieser beschreibung hervor, dass der käfer auch möbel und einrichtungsgegenstände schädigt bzw. lebensmittel ungenießbar macht. sowas kann man menschen, insbesondere kleinkindern nicht zumuten. es ergibt sich hieraus auch die frage der schadenersatz-forderung für zerstörtes mobiliar.
 
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