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2 Fragen

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Doink

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#1
Hallo 2 Fragen:

1. Wenn man als Famile mit Kindern gekündigt bekommen hat und nachweislich immer Miete gezahlt hat und es innerhalb der Kündigungsfrist nicht geschaft hat eine neue Wohnung zu bekommen (trotz nachweislichen Bemühungen), kann man dann trotzdem schnell "rausgeworfen" werden, sprich Räumungsklage, etc. Wie lange dauert sowas? Immerhin haben wir Kinder was kann da passieren? Die Kosten für sowas sind ja nicht ohne und die muss ja der Vermieter aufbringen und wird ja sicherlich drauf sitzen bleiben, oder?

2. Man bekommt ja von der ARGE nur solange Miete wie es im Mietvertrag steht. Wie wird das dann mit der Zeit berrechnet die man "überzieht"? Also nur mal angenommen man finde erst einen Monat später eine, zahlt dann die ARGE im NAchinein die Miete (Wenn der Vermieter es verlangt)?
 

Arania

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#2
Wie lange es mit der Räumungsklage dauert kann man nicht sagen, das kann Monate dauern aber auch schon mal ganz schnell gehen, auch Famlien mit Kindern wurden in unserer Stadt dann in sogenannte Wohnheime untergebracht

Man sollte aber versuchen dieses zu vermeiden, mit Wohnungsamt, Sozialamt etc. verhandeln, manchmal lässt sich dadurch einiges vermeiden
 

HajoDF

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#3
Eine normale Kündigung einer Wohnung ist nur bei erheblichen Verfehlungen seitens des Mieters möglich... oder bei Nachweis von Eigenbedarf des Vermieters.
Vielleicht solltest Du sofort zwecks Beratung zu einem Mieterverein gehen!
 
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#4
Wie lange es mit der Räumungsklage dauert kann man nicht sagen, das kann Monate dauern aber auch schon mal ganz schnell gehen, auch Famlien mit Kindern wurden in unserer Stadt dann in sogenannte Wohnheime untergebracht

Man sollte aber versuchen dieses zu vermeiden, mit Wohnungsamt, Sozialamt etc. verhandeln, manchmal lässt sich dadurch einiges vermeiden
Caritas, Diakonie und in Lokalzeitungen öffentlich machen...
Evtl. mal h i e r nachlesen, was man alles verkehrt machen kann, weil die Infos nicht rechtzeitig dawaren.
 

desmona

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#5
...Mieterverein ist schon mal gut...allerdings wird der in den meisten Fällen erst nach dreimonatiger Mitgliedschaft tätig...aber zur Beratung kannst Du auf jeden fall gehen
...gibt es schon eine Räumungsklage?...wenn ja - Anwalt einschalten - in der Regel muß auf eine Räumungsklage innerhalb von 14 Tagen geantwortet/widersprochen werden

Ist die Kündigung rechtswirksam?...sprich: es gibt lt. Mietrecht nur ganz wenige Gründe einer Kündigung...

...zum örtlichen Ordnungsamt gehen...die sind bei drohender Obdachlosigkeit gesetzl. verpflichtet zu helfen

...u.U. gibt/kann es auch eine Beschlagnahme der Wohng geben
 

Doink

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#6
Nein noch keine Räumungsklage. Die Frist läuft ende des Monats ab. wir haben schon einen anwalt. Sobald wir vom Vermieter Post vom Anwalt bekommen (wurde uns schon mehrfach im Vorfeld angedroht) werden wir diesen an unseren Anwalt weiterleiten. In ein Wohnheim etc. wollen wir nicht

Immerhin sind und waren wir keine Mietnomatden, etc. Haben Kids, eines davon hat Asthma.... Wir wollen einfach nur noch eine Fristverlängerung, damit wir noch eien Wohnung bekommen.
 

Doink

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#7
und wie sieht das mit der Miete aus, die nach der Kündigung anfällt? In wie weit zahlt die Arge da etwas?
 
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#8
Solange Du die Wohnung nutztm, hat ARGE zu übernehmen. Dabei ist es egal, ob das was Vermieter bekommt nun Miete oder Nutzungsentschädigung heisst.

Vermieter benötigen zumeist einen Grund für eine Kündigung. Ausser bei Untermietern in der selbstgenutzten Wohnung und bei der Einliegerwohnung wenn der Vermieter mit im Haus wohnt.

Die Einreichung einer Klage auf Herausgabe heisst nicht, dass das Begehren auch rechtskonform ist. Dann ist da noch der Richter.
 

vagabund

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#9
Was hat der Vermieter denn für einen Kündigungsgrund genannt?

War es eine fristlose oder eine ordentliche (fristgerechte) Kündigung?

Ist auf die Widerspruchsmöglichkeit im Kündigungsschreiben hingewiesen worden?
 

Doink

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#10
Was hat der Vermieter denn für einen Kündigungsgrund genannt?

War es eine fristlose oder eine ordentliche (fristgerechte) Kündigung?

Ist auf die Widerspruchsmöglichkeit im Kündigungsschreiben hingewiesen worden?
Er muss keinen Grund nennen

Fristgerecht

ja

@kleindieter

Vermieter wohnt mit im Haus (kann ich niemandem empfehlen)
 

Rounddancer

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#12
Richtig. Wohnraum kann NUR gekündigt werden, wenn mindestens zwei Monatsmieten in Folge nicht gezahlt wurden,
oder wenn der Hauseigentümer Eigenbedarf nachweist,
oder wenn durch das weiterbestehende Mietverhältnis die wirtschaftliche Nutzung des Hauses unmöglich wäre.
Oder wenn der Mieter Wohnung oder Haus schwer beschädigt, z.B. anzündet.

Zudem braucht der Vermieter die schriftliche Zustimmung des Mieters für die Kündigung,- kriegt er diese nicht, kann der Vermieter klagen.

Doch auch vor Gericht muß der Vermieter nachweisen, daß einer der obigen Gründe vorliegt,- sonst weist das Gericht die Klage ab.

Außerdem: Selbst wenn ein berechtigter Kündigungsgrund vorliegt, dann kann man als Mieter, wenn Kinder da sind, den Auszug hinauszögern, normal um mindestens ein Jahr.
 

vagabund

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#13
Er muss keinen Grund nennen

...
Allgemeine Vorschriften bei der ordentlichen Kündigung

Eine ordentliche Kündigung eines Mietverhältnisses über Wohnraum durch den Vermieter ist nur dann gültig, wenn sie zwei Voraussetzungen erfüllt: Sie muss die Kündigungsfrist einhalten und einen Kündigungsgrund angeben. Sowohl die Kündigungsfrist, als auch die möglichen Kündigungsgründe sind im BGB festgelegt.
Allgemeine Vorschriften bei der ordentlichen Kündigung durch den Vermieter Mietrecht, Pachtrecht - Ratgeber 123recht.net


Also nach Deiner Beschreibung ist die Kündigung unwirksam und Du musst nicht ausziehen :icon_wink:
 

Doink

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#14
Richtig. Wohnraum kann NUR gekündigt werden, wenn mindestens zwei Monatsmieten in Folge nicht gezahlt wurden,
oder wenn der Hauseigentümer Eigenbedarf nachweist,
oder wenn durch das weiterbestehende Mietverhältnis die wirtschaftliche Nutzung des Hauses unmöglich wäre.
Oder wenn der Mieter Wohnung oder Haus schwer beschädigt, z.B. anzündet.

Zudem braucht der Vermieter die schriftliche Zustimmung des Mieters für die Kündigung,- kriegt er diese nicht, kann der Vermieter klagen.

Doch auch vor Gericht muß der Vermieter nachweisen, daß einer der obigen Gründe vorliegt,- sonst weist das Gericht die Klage ab.

Außerdem: Selbst wenn ein berechtigter Kündigungsgrund vorliegt, dann kann man als Mieter, wenn Kinder da sind, den Auszug hinauszögern, normal um mindestens ein Jahr.
Ja, es sind 2 Kinder mit dabei.

@vagabund

auch wenn der Vermieter mit im Haus lebt? Er hat eine Sonderkündigung angewendet.
 

vagabund

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#15
Da ich die Einzelheiten in Deinem Fall nicht kenne, empfehle ich Dir, Dich mal auf den Seiten des von mir genannten Links umzuschauen; da ist es ausführlich erläutert.
 

Rounddancer

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#16
Ja, auch wenn der Vermieter im Haus lebt.

Wenn der Eigenbedarf nachweist, und zwar wirklich nachvollziehbar nachweist, ok, aber sonst?
Ja, wenn er das Haus abreißen wollte, weil sich Renovierung nicht lohnt (=wirtschaftliche Nutzung unmöglich ist) auch.

Doch das wars auch schon.

Der kann nicht Euch einfach so auf die Straße setzen,- "Eigentum verpflichtet", steht im Grundgesetz an hervorragender Stelle und das gilt ausnahmsweise auch für Hauseigentümer.

Nur: Der Kündigung NICHT zustimmen! Denn wenn Du der zustimmst, dann haste sie anerkannt, und hättest wie ich das sehe grundlos auf Dein, auf Euer Recht verzichtet.


Übrigens: Ich schreibe das auch aus dem Wissen und der Sicht eines Hausverwalters heraus, da ich nicht nur früher ein 20-Partien-Haus verwaltete, sondern auch heute noch die Haus- und Mieterangelegenheiten der Immobilien meiner Eltern erledige.
 

Doink

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#17
Ok ich danke euch für die vielen Antworten. Ich werde einfach alles weitere mit meinem Anwalt berreden und hoffe, dass er uns hilft hier nicht einfach rausgeworfen zu werden. Die Vermieter hätten uns gerne in einer schmierigen Sozialwohnung oder im Übergangsheim.
 
E

ExitUser

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#18
@kleindieter

Vermieter wohnt mit im Haus (kann ich niemandem empfehlen)


Kann ich so nicht bestätigen!!!

Auch ich wohne mit meinen Vermietern in einem Haus, und wir haben ein sehr schönes Verhältnis zusammen. Geburtstage, Feste werden sehr oft zusammen gefeiert, wenn mal einer auf Reisen ist, kümmert sich einer um die Pflanzen bzw. Tiere des anderen.

Vorher dachte ich genauso wie du!

Liebe Grüße
Bee
 

Doink

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#19
Kann ich so nicht bestätigen!!!

Auch ich wohne mit meinen Vermietern in einem Haus, und wir haben ein sehr schönes Verhältnis zusammen. Geburtstage, Feste werden sehr oft zusammen gefeiert, wenn mal einer auf Reisen ist, kümmert sich einer um die Pflanzen bzw. Tiere des anderen.

Vorher dachte ich genauso wie du!

Liebe Grüße
Bee
es gibt solche und solche
 

g1949w

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#20
Ist da nicht irgendwas anders, wenn der Vermieter mit im Haus wohnt und insgesamt nicht mehr als 3 Parteien?
Glaube dann gilt der Miterschutz nicht oder irre ich da?
 

Rounddancer

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#21
Was Du meinst, das ist der Fall des "unechten 2-Familien-Hauses", d.h. wenn das nur ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung ist. Da gibts in der Tat eine Sonderregelung, wie auch bei möbliertem Wohnraum. Nicht aber, wenn das ein echtes 2-Familien-Haus ist.
 
E

ExitUser

Gast
#22
Was soll denn der Unterschied zwischen einem "echten" und einem "unechten" 2-Familien-Haus sein?

Die Sonderregelung ist § 573a Abs. 1 BGB:

§ 573a BGB Erleichterte Kündigung des Vermieters

(1) Ein Mietverhältnis über eine Wohnung in einem vom Vermieter selbst bewohnten Gebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen kann der Vermieter auch kündigen, ohne dass es eines berechtigten Interesses im Sinne des § 573 bedarf. Die Kündigungsfrist verlängert sich in diesem Fall um drei Monate.
(2) Absatz 1 gilt entsprechend für Wohnraum innerhalb der vom Vermieter selbst bewohnten Wohnung, sofern der Wohnraum nicht nach § 549 Abs. 2 Nr. 2 vom Mieterschutz ausgenommen ist.
(3) In dem Kündigungsschreiben ist anzugeben, dass die Kündigung auf die Voraussetzungen des Absatzes 1 oder 2 gestützt wird.
(4) Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam.

Das heißt in solchen Fällen also kurz zusammengefaßt: kein berechtigtes Interesse notwendig, aber längere Kündigungsfrist für den Vermieter. Er kann allerdings auch in solchen Fällen beim Nachweis eines berechtigten Interesses auch alternativ mit normaler Frist kündigen.

In bestimmten Ausnahmefällen gibt es eine ähnliche Regelung auch noch für Drei-Familien-Häuser. Praktisch dürfte das aber eher unwichtig sein. Die wichtigste Anwendung ist, wie schon gesagt, das "Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung".
 
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