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1Eurojob und Bewerben

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brigitte

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#1
Ich hab einen sogenannten1Eurojob und arbeite 30Std.die Woche.Mein Vermittler möchte das ich bis ende März 30Bewerbungen schreibe.Ist das überhaupt zulässig?
 

gelibeh

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#2
Hast Du eine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben und werden Bewerbungskosten übernommen?
 

Winnie

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#3
Hängt davon ab wie alt Du bist und auf was Du Dich bewirbst. Gibt es in Deinem Bereich überhaupt so viele Stellen? Ich würde auch darauf drängen, daß dann die Bewerbungskosten in voller Höhe übernommen werden müssen. Die sind nämlich in unserem Budget von 359 € nicht enthalten. Ich bin über 50 und mußte bis vor einem halben Jahr 5 Bewerbungen/Monat schreiben. Jetzt befinde ich mich in einer Aktivierungsphase und muß 10 schreiben. Reine Beschäftigungstherapie!
 

lupe

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#4
Hi Brigitte,

Es gibt keine gesetzliche Grundlage für eine gewisse Anzahl an Bewerbungen pro Monat. Es gibt aber Gerichtsbeschlüsse, in denen 10 per Monat gefordert werden können.

Deshalb erscheint mit Deine Anzahl als übertrieben...Würde ich absenken lassen. Stelle einen Antrag auf Übernahme der Bewerbungskosten. Du bekommst pauschal 5 € pro Bewerbung erstattet.

Frage doch mal spaßeshalber Deinen Arbeitsvermittler, was er / sie denn so an Arbeitsangeboten hat :biggrin:

Ich persönlich würde dem /ihr sagen...Bitte um Übersendung von 50 Jobangeboten per Monat :biggrin:

Grüße
 

alvis123

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#5
Ich hab einen sogenannten1Eurojob und arbeite 30Std.die Woche.Mein Vermittler möchte das ich bis ende März 30Bewerbungen schreibe.Ist das überhaupt zulässig?
Hi Brigitte,

also wenn Du so eine Eingliederungsvereinbarung mit so vielen Bewerbungen unterschrieben hast, musste Dich dran halten, sonst wirste sanktioniert. Ich hätte das so nicht unterschrieben.

Auch der 1-€-Job ist rechtens, schau hier:
Änderungen

Warum meinste, dass sich hier die meisten gegen solche Jobs wehren?

MfG
 
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#7
Gibt es in Deinem Bereich überhaupt so viele Stellen?
Hallo Winni
Bei mir ist es auch so, ich bin 60 und örtlich flexibel und in meinem Bereich gibt es sehr sehr viele Angebote. Ich musste laut EGV auch eine Verpflichtung für 30 Bewerbungen pro Monat erfüllen. Es sind wirklich sehr viele Stellen vorhanden in ganz Europa vorhanden. Ich bewerbe mich darauf. Mir wird kein konkreter Grund für die Ablehnungen mitgeteilt. Aus bestimmten Gründen des AGG wurde mir zweimal direkt hinter vorgehaltener Hand gesagt, dass die Ablehnungsformulierung so allgemein zu gehalten ist.
Ich bin mittlerweile bei fast 1000 Bewerbungen europaweit und meine Fallmanagerin meint immer weitermachen, nicht aufgeben, irgendwann klappt es.
 

Fridoline

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#8
Hallo Winni
Bei mir ist es auch so, ich bin 60 und örtlich flexibel und in meinem Bereich gibt es sehr sehr viele Angebote. Ich musste laut EGV auch eine Verpflichtung für 30 Bewerbungen pro Monat erfüllen.

Das muss keiner ! :icon_evil:

Es sind wirklich sehr viele Stellen vorhanden in ganz Europa vorhanden. Ich bewerbe mich darauf. Mir wird kein konkreter Grund für die Ablehnungen mitgeteilt.

Bist Du vielleicht "zu reif" ? So wird es meist diplomatisch ausgedrückt, wenn jemand zu alt ist !

Aus bestimmten Gründen des AGG wurde mir zweimal direkt hinter vorgehaltener Hand gesagt, dass die Ablehnungsformulierung so allgemein zu gehalten ist.
Ich bin mittlerweile bei fast 1000 Bewerbungen europaweit und meine Fallmanagerin meint immer weitermachen, nicht aufgeben, irgendwann klappt es.
Dann träume mal schön weiter ! :icon_party:
Und bedenke auch, dass es Länder gibt, wo mit 60 die meisten schon in Rente gehen, teilweise schon mit 55, also in diesem Alter schon für Arbeitgeber "Sperrmüll" sind !
 
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#9
Richtig, die Altersdiskriminierung gibt es nicht offiziell, meine Fallmanagerin geht davon aus, dass ich als promovierter Statistiker nicht altersdiskriminiert werde.
Ich habe bis 59 in diesem Beruf 30 Jahre gearbeitet.
 

klaus1233

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#10
Nein, macht echt Sinn, gerade jetzt in der Wirtschaftskrise mit millionenfacher Kurzarbeit und hoher Massenarbeitslosigkeit seit Jahren werden händeringend vor allem Ältere gesucht, dieser Mangel an Bestagers führt gerade zu einem Boom nach ihnen.

Es ist doch ein Skandal, dass jede Woche Betriebe schließen müssen, weil sie keine älteren Mitarbeiter, keine Bestagers finden und die Bestagers alle zu Hause sitzen und sich in der sozialen der Hängematte ausruhen.

Vor allem auch, weil an der Schweinegrippe vor kurzen, die ganzen jüngeren Arbeitslosen unter 45 gestorben und nicht mehr rechtzeitig für den Arbeitsmarkt gerettet werden konnten. Und von den wenigen Jüngeren, die noch einen Job haben, sterben täglich viele auf Autobahnen und in Afghanistan.

Und der Neid von Jüngeren auf die Älteren kommt gerade dadurch zum Ausdruck, dass diese so begehrt am Arbeitsmarkt sind, was ja auch die Statistik für Arbeitslose zeigt, der Arbeitsmark ist praktisch komplett leergefegt aufgrund der hohen Nachfrage. Da ist doch klar, dass wenn mal ein Älterer zu Verfügung steht und dann noch Statistiker, dass man möglichst vielen Betrieben die Chance geben möchte, diese Arbeitskraft für sich zu reservieren, was doch nur durch eine höhere Bewerbungsanzahl zu realisieren ist.

Chancengerechtigkeit für Arbeitgeber einen Bestagers zu bekommen, ist in einer solchen Wirtschaftskrise mehr geboten als je irgendwann zu vor.
 

ela1953

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#12
Nein, macht echt Sinn, gerade jetzt in der Wirtschaftskrise mit millionenfacher Kurzarbeit und hoher Massenarbeitslosigkeit seit Jahren werden händeringend vor allem Ältere gesucht, dieser Mangel an Bestagers führt gerade zu einem Boom nach ihnen.

Es ist doch ein Skandal, dass jede Woche Betriebe schließen müssen, weil sie keine älteren Mitarbeiter, keine Bestagers finden und die Bestagers alle zu Hause sitzen und sich in der sozialen der Hängematte ausruhen.

Vor allem auch, weil an der Schweinegrippe vor kurzen, die ganzen jüngeren Arbeitslosen unter 45 gestorben und nicht mehr rechtzeitig für den Arbeitsmarkt gerettet werden konnten. Und von den wenigen Jüngeren, die noch einen Job haben, sterben täglich viele auf Autobahnen und in Afghanistan.

Und der Neid von Jüngeren auf die Älteren kommt gerade dadurch zum Ausdruck, dass diese so begehrt am Arbeitsmarkt sind, was ja auch die Statistik für Arbeitslose zeigt, der Arbeitsmark ist praktisch komplett leergefegt aufgrund der hohen Nachfrage. Da ist doch klar, dass wenn mal ein Älterer zu Verfügung steht und dann noch Statistiker, dass man möglichst vielen Betrieben die Chance geben möchte, diese Arbeitskraft für sich zu reservieren, was doch nur durch eine höhere Bewerbungsanzahl zu realisieren ist.

Chancengerechtigkeit für Arbeitgeber einen Bestagers zu bekommen, ist in einer solchen Wirtschaftskrise mehr geboten als je irgendwann zu vor.

Mein "persönlicher" Coach während einer ü 50 Maßnahme wunderte sich auch, warum niemand von uns einen Job bekam, obwohl sich die Firmen um uns reißen würde.

Eine Firma hier im Umkreis suchte immer nur Bewerberinnen bis 35 Jahre. Das wurde ja untersagt.

Hieß die Absage erst: " Sie passen nicht in unser junges Team." wird jetzt geschrieben:

..."passt leider nicht in die Altersstruktur" Oder mit der Lebens- und Berufserfahrung ist man für die angestrebte Tätigkeit überqualifiziert und wird sicherlich in Kürze eine adäquatere Tätigkeit finden.
 

klaus1233

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#14
Satirisches Anschreiben:
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wurde gerade von meinem Pap der ARGE X dazu verpflichtet 30 Bewerbungen zu schreiben. Ich darf ihnen gratulieren, dass Sie in den Genuss von einer davon kommen. Da ich bei Zuwiderhandlung mit Sanktionen bis zum Hungertod und Wohnungsverlust zu rechnen haben, werden Sie verstehen, dass ich mich auch auf Angebote bewerbe, die nicht so ganz passen, um einfach jede Chance auf Arbeit zu nutzen. Ich stehe auch voll hinter dieser Maßnahme, da die Gesellschaft händeringend Bestagers ab 50 sucht und jede Woche Betriebe schließen müssen, weil sie keine älteren Fachkräfte mehr bekommen.

Ich bin seit 5 Jahren arbeitslos. Zur Zeit qualifiziere ich mich als Hochschulinsolvent in der Müllsortierung als Ein-Euro-Job dank der ARGE, um auf diese Weise überhaupt wieder das Arbeiten zu erlernen. Ich bekomme jede Woche Schulung in den vier Grundrechenarten und ich hoffe, dass ich mit diesen Qualifikationen eine Empfehlung für sie bin. Als Akademiker ist mein Selbstbewusstsein durch diese Behandlung deutlich verbessert worden und ich fühle mich jetzt noch motivierte, für die Leute, die mich hier so ausgesucht behandeln, Steuern und Abgaben zu bezahlen, um damit ihren Lebensstandard zu finanzieren.

Für ihre ausgeschriebene Stelle als xyz fühle ich mich herausragend qualifiziert, gerade nach den Ein-Euro-Job-Erfahrungen glaube ich, bin ich in der Lage jede Tätigkeit und jede Herausforderung zu bewerkstelligen und meine Qualifikationen sind gerade dadurch gestärkt worden und dank der wöchentlichen Schulungen auf dem neuesten Stand.

Sie können auch für mich jede Menge Förderung abgreifen 50-75 %, da man davon ausgeht, das ältere Beschäftigte, nicht mehr das Leistungsvermögen besitzen und deshalb besonders wertvoll sind.

Also mit mir bekommen sie einen Top-Mitarbeiter, der ihr Team verstärken und die Leistung ihrer Firmen topen wird. Gemeinsam erobern wir die Weltmärkte. Let´s go!
 
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#15
Sehr gut, wenn ich das mache steht meine 35 jährige Fallmanagerin Kopf. Sie schäumt schon vor Wut, weil ich Ihr jede Woche meine Ablehnungen präsentiere.
Sie sagt, dass ich gerade jetzt mit sechzig an mir zu arbeiten habe und mich nicht auf meine 41 Berufsjahre berufen solle. Aktiv sein und nicht ausruhen kommt immer wieder.
Ältere arbeitslose Arbeitnehmer oft erstaunt, noch vermittelt werden zu sollen - www.arbeitsagentur.de

Hier steht aber etwas von zwei Bewerbungen pro Woche drin, laut meiner Fallmanagerin gilt das nicht für mich.
Sie unterstellt mir indirekt, dass ich nicht will. Aktuare werden dringend gesucht, meint sie.
 

klaus1233

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#16
Strategiewechsel erwägen. Opferrolle ablehnen und zum Täter werden. Vorbereiten. Vielleicht mal Spieß umdrehen und offensiver und agressiver Angebote von ihr einfordern, schließlich bekommt sie 2500 im Monat, da darf man als Kunde doch wohl eine Gegenleistung erwarten.

Perspektivenplan einfordern, wann will sie mich endlich integriert haben. Wie lange soll das noch weitergehen. Wie denkt sie sich die Integrierung. Spieß umdrehen. Du bist Kunde. Also fordere kompetente Leistung, fordere das Unmögliche von ihr. Was haben sie unternommen, in den x Monaten getan, um mich in Arbeit zu bringen, Frau X. Frau Müller ich bin jetzt schon seit X_zeit bei ihnen und habe immer noch keine Arbeit. Wie lange soll das weitergehen. Wann wollen sie endlich mal ihren Job richtig machen für den sie fürstlich bezahlt werden. Sie engagieren sich nicht für mich, sie sitzen nur hinter dem Schreibtisch. Ihre Arbeitsleistung, entschuldigen Sie, dass ich das so direkt sage, ist unter aller Sau, ich bin jetzt X Monate bei ihnen und immer noch nicht integriert. Ich werde das nicht hinnehmen. Ich wünsche mir eine kompetente Vermittlerin, keine Minderleisterin. Sie bekommen hier seit Jahren Geld für mich, dafür kann ich doch wohl eine Gegenleistung verlangen.

Auch mal beschweren bei Teamleiter, Dienstaufsichtsbeschwerde, an Abgeordnete schreiben und über Minderleistung beschweren, sie hat immer noch keine Integration zu Wege gemacht, ihre Vorgehensweise ist erneut negativ. Ihr Projekte funktionieren nicht. Ich will kompetente Betreuung. Ich brauche keine Maulhelden, sondern Leute, die ihren Job verstehen und endlich meine Integration realisieren.

Wenn es so viele Stellen gibt, soll sie mal eine akquirieren oder dabei helfen, eine zu bekommen. Jeder Leistung, die sie macht sofort niedermachen. Ich bin unzufrieden mit ihnen, das hat auch wieder nicht funktioniert. Ich glaube, sie verstehen ihren Job nicht. Sie haben wieder ein Projekt in den Sand gesetzt. Wie lange soll das noch weitergehen. Wieder wurde Geld der Allgemeinheit vergeudet. Wie lange wollen sie das noch betreiben. Nach einiger Zeit wird sie froh sein, dich nicht mehr zu sehen. Wenn sie ausrastet, beschweren. Zufällig war dann das Handy auf Aufnahme gestellt. Die junge Dame ist offensichtlich überfordert, beherrscht ihren Job nicht.
 
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2Sam

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#17
Mal vom Handy auf Aufnahme abgesehen - das wäre illegal und ist nicht zu empfehlen -: You made my day!

:icon_lol::icon_lol::icon_lol:
 

Winnie

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#18
@klaus1233
finde ich gut, gehe gleich zu meinem neuen PAP, Fallmanager, Vermittler od. wie immer die sich unzutreffender Weise schimpfen. Werde ich mal so vortragen. Man muß es ja nicht wörtlich nehmen sondern der Situation anpassen.
 
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#19
@Klaus

Deine Vorschläge in allen Ehren. Aber bringt uns das wirklich weiter? Bekomme ich durch Eloquenz den Job? Ich bin skeptisch.
 

klaus1233

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#20
@Klaus

Deine Vorschläge in allen Ehren. Aber bringt uns das wirklich weiter? Bekomme ich durch Eloquenz den Job? Ich bin skeptisch.
Sicher, es ist ein Spielchen, man kann sich fertig machen lassen und Opfer spielen oder den Spieß umdrehen, je nach Mentalität und Laune. Es ist eigentlich eine symbiotische Beziehung von zwei Individuen, die beide auf Kosten der Gemeinschaft leben. Und in diesem stillen (parasitären?) Einverständnis laufen auch viele Gespräche sachlich und neutral ab.

Jobs gibt es nicht mehr für die meisten 50+. Es fehlen bekanntlich 5 Millionen davon. Und das war gestern, vor der Krise. Es gibt nur noch Aufbewahrung und Verwahrung, Schikane vom Amtsschimmel, Beschimpfung, Hetze und Stänkerei der Medien über uns und „neutrale“ wissenschaftliche Studien, die unsere Defizite thematisieren, sowie tolle politische Vorschläge zwecks Selbstprofilierung und das bis zum rettenden Rentenufer für die meisten. Da nutzt auch Weiterbildung als Flucht vor der Realität und solidarischem Verhalten nichts. Habe die Wände voll damit. Und? Alles für … Einzelfälle bestätigen die Regel. Alle Projekte der letzten 30 Jahre der Arbeitsverwaltung sind doch gescheitert, die Arbeitslosigkeit wächst und wächst, und zwar in ganz Europa. Es gibt immer mehr „ Prekarierer, Lumpenprolos, Faulenzer, Versager, Minderleister, Abschaum, Säufer, Alkoholiker, Enkoppelte, Entgrenzte, Ausgegrenzte, Überflüssige … “ und was man sonst nach für nette Begriffe für uns erfindet, um uns zu diffamieren.

Die Zukunft sieht noch düsterer aus, bis 2015 allenfalls minimale Erholung, und dann in der Reihenfolge USA, Europa und D als Schlusslicht wegen hoher Exportabhängigkeit. China macht dagegen Wachstum von 9,5% (BCG)

Schaut man sich mal die Auseinandersetzungen zwischen Arbeitsplatzbesitzern und Nichtbesitzern in der Geschichte der letzten 600 Jahre an, dann wird mir klar, was Marx meinte mit „ die bisherige Geschichte sei eine Geschichte der Klassenkämpfe“.
 
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#21
@Klaus
Und trotzdem muß ich jeden eine Bewerbung schreiben. Da komme ich nicht herum.
Und was nützt mir die ganze politische Ökonomie?
Gar nichts, wenn ich nichts zu essen habe verhungere ich!
Erst kommt das Fressen und dann die Moral.
 

ela1953

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#22
Ich sollte auch 30 Bewerbungen schreiben im Monat, neben meinem Minijob. Zusätzlich sollte ich auch noch einen Ein Euro Job machen.

Ich habe die Fallmanagerin dann gefragt, ob es nur auf die Anzahl der Bewerbungen ankommt, oder ob diese auch etwas auf meinen Beruf passen dürfen.

Denn wenn es nur auf die Anzahl ankäme, würde ich gerne auch 100 schreiben, wenn sie diese Kosten erstattet.

Ich will nämlich arbeiten!

Naja, sie schluckte und meinte, es müsse schon auf mich passen. Daraufhin bat ich sie, mir dann mindestens die Hälfte, also 15 Adressen monatlich zu nennen.

In der EGV standen dann nur 10 im Monat. (das war 2007). Dem Ein Euro Job hab ich dann auch noch widersprochen und ic hbrauchte den nicht zu machen.

Diese Fallmanagerin war aber schon innerhalb ihrer Probezeit verschwunden.

Der nächste forderte auch mindestens 10 im Monat mit EGV. Und er schickte mich zu einem Profiling. Die Dozenten, frisch von der Uni, wussten nichts mit mir anzufangen. Meinen IQ hätten sie mir nicht zugetraut und meine Bewerbung wurde als Vorlage für die anderen benutzt.

Beim Einreichen der Bewerbungsbemühungen war der FM aber auch nicht mehr da.

Der nächste hätte mich nicht zum Profiling geschickt, weil aufgrund meiner Unterlagen ja alles klar wäre. Bewerben sollte ich mich nur auf passende Angebote.
Auch hielt er eine EGV für überflüssig. Dafür kam ich in den Genuss einer einjährigen Betreuung durch einen persönlichen Jobcoach. Diese Firma hatte die Ausschreibung für ü 50 "gewonnen"
Die arbeiteten so effektiv, angeblich brachten die 80 % der TN in Arbeit. Ansonsten müssten die Strafe ans Jobcenter zahlen.
Mir ist niemand bekannt, der nach dem Jahr eine Arbeit hatte.
Der Coach wunderte sich nur, dass kurz vor Ablauf des Jahres noch kein neuer Vertrag mit dem Jobcenter zustande gekommen war.
 

hergau

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#23
Dafür kam ich in den Genuss einer einjährigen Betreuung durch einen persönlichen Jobcoach. Diese Firma hatte die Ausschreibung für ü 50 "gewonnen"

Das heißt nichts anderes, als das sie am billigsten angeboten haben.:icon_party:
 

Winnie

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#24
Also, verstehe ich nicht wieso ihr solche EGV unterschreibt mit 10 oder 30 Bewerbungen pro Monat. Das ist doch vollkommen unrealistisch. Genau so gut könnte man als Aufgabe bekommen, das Telefonbuch abzuschreiben. Reine Beschäftigungstherapie!
Ansonsten soll der Fallmanager mal die realistischen Stellenangebote rüberrücken. Mir sagte mal eine PAP auf eine freie Stelle in meinem Bereich, kämen 1200 Bewerbungen. Ich als Arbeitgeber würde da auch keine 60-jährige einstellen. In vielen mittleren Betrieben ist das Personal überaltert, weil wegen gutem Betriebsklima sich die Leute lange hielten. Da muß dringend verjüngt werden. Außerdem hält sich das Gerücht, das Alte oft krank sind und längst nicht mehr flexibel. Also, ich denke mal 5 Bewerbungen kann man machen, weil hier auch die Bewerbungskosten abgedeckt sind (weitgehend).
 
E

ExitUser

Gast
#26
@winnie, richtig, soviel Bewerbungen zu verlangen, ist völlig unrealistisch.
Außerdem kann man in den Handlungsanweisungen zu Arbeitshilfen nachlesen, dass die Anzahl der geforderten Bewerbungen zu den angebotenen Vermittlungsangeboten im ausgewogenen Verhältnis stehen soll, heißt z.B. 10 geforderte Bewerbungen=10 Vermittlungsangebote, aber passend zu Fähigkeiten und Kenntnissen. Dazu müssten aber erstmal ein vernünftiges Profiling und eine passgenaue Integrationsstrategie(auch Vorschrift) vom SB
erstellt werden. Das kann kein SB.

Dazu:
Handlungsanweisungen zu Arbeitshilfen

In Randziffer 15.15 wird aber auch noch Folgende Aussage getroffen:

Auch eine ggf. geforderte bestimmte Anzahl von Bewerbungen innerhalb eines definierten Zeitraums ist individuell auf die
Person und die vorliegenden Umstände abzustimmen. Bezüglich der geforderten Bewerbungen empfiehlt sich deshalb
eine sinnvolle Eingrenzung, möglichst auf der Basis oder im Verhältnis zu ausgegebenen Vermittlungsvorschlägen
. .........
 

ela1953

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#27
im Verhältnis zu ausgegebenen Vermittlungsvorschlägen
Dann würde sich aber die Post beschweren, weil die keine Bewerbungsbriefe mehr transportieren können.

Folge: noch mehr Arbeitslose
 
E

ExitUser

Gast
#28
Strategiewechsel erwägen. Opferrolle ablehnen und zum Täter werden. Vorbereiten. Vielleicht mal Spieß umdrehen und offensiver und agressiver Angebote von ihr einfordern, schließlich bekommt sie 2500 im Monat, da darf man als Kunde doch wohl eine Gegenleistung erwarten.

Perspektivenplan einfordern, wann will sie mich endlich integriert haben. Wie lange soll das noch weitergehen. Wie denkt sie sich die Integrierung. Spieß umdrehen. Du bist Kunde. Also fordere kompetente Leistung, fordere das Unmögliche von ihr. Was haben sie unternommen, in den x Monaten getan, um mich in Arbeit zu bringen, Frau X. Frau Müller ich bin jetzt schon seit X_zeit bei ihnen und habe immer noch keine Arbeit. Wie lange soll das weitergehen. Wann wollen sie endlich mal ihren Job richtig machen für den sie fürstlich bezahlt werden. Sie engagieren sich nicht für mich, sie sitzen nur hinter dem Schreibtisch. Ihre Arbeitsleistung, entschuldigen Sie, dass ich das so direkt sage, ist unter aller Sau, ich bin jetzt X Monate bei ihnen und immer noch nicht integriert. Ich werde das nicht hinnehmen. Ich wünsche mir eine kompetente Vermittlerin, keine Minderleisterin. Sie bekommen hier seit Jahren Geld für mich, dafür kann ich doch wohl eine Gegenleistung verlangen.

Auch mal beschweren bei Teamleiter, Dienstaufsichtsbeschwerde, an Abgeordnete schreiben und über Minderleistung beschweren, sie hat immer noch keine Integration zu Wege gemacht, ihre Vorgehensweise ist erneut negativ. Ihr Projekte funktionieren nicht. Ich will kompetente Betreuung. Ich brauche keine Maulhelden, sondern Leute, die ihren Job verstehen und endlich meine Integration realisieren.

Wenn es so viele Stellen gibt, soll sie mal eine akquirieren oder dabei helfen, eine zu bekommen. Jeder Leistung, die sie macht sofort niedermachen. Ich bin unzufrieden mit ihnen, das hat auch wieder nicht funktioniert. Ich glaube, sie verstehen ihren Job nicht. Sie haben wieder ein Projekt in den Sand gesetzt. Wie lange soll das noch weitergehen. Wieder wurde Geld der Allgemeinheit vergeudet. Wie lange wollen sie das noch betreiben. Nach einiger Zeit wird sie froh sein, dich nicht mehr zu sehen. Wenn sie ausrastet, beschweren. Zufällig war dann das Handy auf Aufnahme gestellt. Die junge Dame ist offensichtlich überfordert, beherrscht ihren Job nicht.

Genauso muss man Denen kommen. :icon_daumen:
Denn es ist nichts anderes als die Wahrheit !
 
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