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1Euro Job im Altenheim

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BMZ

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Hallo liebes Forum.

Bin seit längerer Zeit arbeitslos (Gesundheitsgründe) und hatte das rumhängen satt.
Habe bei der ARGE nach einem 1Euro Job in Teilzeit gefragt.
Nun bin ich in einem Altenheim in Köln als Pförtner beschäftigt.
Die Arbeit macht Spass und man fühlt sich gleich besser.
Was mir nun aber etwas sauer aufstößt ist die Tatsache das dieser Job
im Grunde eine ganz normale Pförtnerstelle ist. Zusammen mit einem 1Euro Job-Kollegen
müssen wir versuchen die Pforte immer besetzt zu halten( zumindest
ausserhalb der Bürozeiten).
Dies beinhaltet auch den Einsatz am Wochenende (Samstag/Sonntag
jeweils von 8.00 - 21.00 Uhr, also 13Stunden pro Tag)
Mit der ARGE hatte ich eine Arbeitszeit von 25Wochenstunden vereinbart.
Dies wird zur Zeit auch noch eingehalten....
Meinem Vorgänger hatte man versprochen das man ihn vielleicht nach
seinem Einsatz in eine feste Stelle übernehmen wolle....was natürlich
nicht geschah.:icon_mrgreen:
Ich habe den Eindruck das hier auf dem Rücken von Hartz IV Empfängern
und auf Kosten des Steuerzahlers ordenlich Kasse gemacht wird. Der
Job ist nie im Leben "zusätzlich" oder "im öffentlichen Interesse". Mit
uns wird hier ordentlich Geld verdient!
Was kann ich tun?
Vielen Dank für jeden Tip.

Gruß,
BMZ
 

Arania

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Du kannst Dich beschweren und Deinen 1-Euro-Job verlieren- der Dir ja Spaß macht wie Du schreibst- oder es lassen und ihn einfach machen, ich sehe jetzt den Sinn Deiner Frage nicht?:icon_kinn:

Du kannst darauf hinweisen das Du dort einen regulären Job wegnimmst , aber die Konsequenz ist Ärger, ist doch logisch
 

BMZ

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Hallo Arania.

Danke für deine Antwort.

Die Konsequenzen sind mir klar (Verlust des Jobs, Ärger mit meinem Kollegen(der macht
seinen Job wohl auch gerne)).
Leider bleibt halt der Fakt das hier auf "asoziale" Art Geld verdient wird.
Die Bewohner des Altenheims bezahlen für eine Leistung die dem Betreiber der
Einrichtung kostenneutral zur Verfügung gestellt wird?
Gleichzeitig wird einem anderen der Arbeitsplatz weggenommen, auf Kosten
der Allgemeinheit.
Laut Arbeitlosenstatistik haben wir in Deutschland einen erwerbslosen weniger,
in der Realität aber einen mehr...:icon_kinn:

Wenn keiner den Mund aufmacht wird sich doch an diesem Missbrauch nichts
ändern.

Gruß,
BMZ
 

Arania

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Das ist richtig, sehe ich genauso, dann verweigere den Job:wink:
 
E

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Hallo Arania.

Danke für deine Antwort.

Die Konsequenzen sind mir klar (Verlust des Jobs, Ärger mit meinem Kollegen(der macht
seinen Job wohl auch gerne)).
Leider bleibt halt der Fakt das hier auf "asoziale" Art Geld verdient wird.
Die Bewohner des Altenheims bezahlen für eine Leistung die dem Betreiber der
Einrichtung kostenneutral zur Verfügung gestellt wird?
Gleichzeitig wird einem anderen der Arbeitsplatz weggenommen, auf Kosten
der Allgemeinheit.
Laut Arbeitlosenstatistik haben wir in Deutschland einen erwerbslosen weniger,
in der Realität aber einen mehr...:icon_kinn:

Wenn keiner den Mund aufmacht wird sich doch an diesem Missbrauch nichts
ändern.

Gruß,
BMZ
Das siehst du schon ganz richtig: Die EEJobs rauben Arbeitsplätze. Hartz IV vernichtet Arbeitsplätze. Außerdem ist es eine Versklavung.

Ich habe aber einen Tip für dich: Erkundige dich doch mal, wer den Job als Pförter bis 2005 (Einführung von Ein-Euro-Jobs) gemacht hat. War die Pforte unbesetzt? Wurde es ehrenamtlich gemacht? Wenn nein, dann gehe zum Anwalt und klage mal einen Lohn ein, denn du bist ja versklavt worden.
 

BMZ

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Hallo liebes Forum.

Wollte mal berichten wie es bei mir weitergeht...(wenn es jemanden interessiert?)
Da mir der Job Spass macht habe ich es erst man weiterlaufen lassen(scheiss Bequemlichkeit...:icon_surprised:)
Zuletzt habe ich mir dann aber mal ein Herz gefasst und mal bei der ARGE angefragt
ob das hier alles so seine Richtigkeit hat. Also mit der Arbeit an Wochenenden und Feiertagen
und natürlich habe ich auch meine Zweifel an der Rechtmäßigkeit dieses 1Euro-Jobs angemeldet.
Meine Sachbearbeiterin hat mich bei allen Fragen an den Träger verwiesen,
sie könne mir da leider nichts Konkretes zu sagen.
Meine Zweifel an der Rechtmäßigkeit soll ich mal zu Papier bringen und ihr
zuschicken.
Den Träger der Maßnahme habe ich dann auch kontaktiert,
natürlich wurde auch hier eher abgewiegelt(Im Seniorenheim müsse man
halt auch an Wochenenden und Feiertagen arbeiten und der Begriff "zusätzlich"
(im Bezug auf die Vorgaben für diese 1Euro-Jobs) wäre halt
sehr dehnbar.
Mal schauen wie es weitergeht...

Schöne Grüße,
BMZ
 

münchnerkindl

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Nö. Zusätzlcih ist nicht dehnbar.

Wenn der Job notwendig ist um den Betrieb dort aufrechtzuerhalten. Wenn der Job früher von einer angstellten Kraft erledigt worden ist.

Dann ist er nicht zusätzlich.
 

Sieghelm

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Mal abgesehen was an einem Job als Pförtner so interessant ist um sich freiwillig zu versklaven ( Schranke auf und zu, rumhängen), würde ich mich ja auch vorher über Arbeitszeiten und ob es eine "Gemeinnützige Arbeit" ist erkundigen.
Jo, mit dir wird ordentlich Geld verdient und Du gehst leer aus. Ohne Ärger mit dem Träger und der Arge ist da kein entkommen.
 

BMZ

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Nö. Zusätzlcih ist nicht dehnbar.

Wenn der Job notwendig ist um den Betrieb dort aufrechtzuerhalten. Wenn der Job früher von einer angstellten Kraft erledigt worden ist.

Dann ist er nicht zusätzlich.
Hallo münchnerkindl.

Zu Punkt 1: "Die Pforte muss immer besetzt sein" wird uns immer gesagt.
Am wichtigsten ist natürlich die Zeit an den Wochenenden und nach Büroschluss.
Da wir jeder nur 30 Wochenstunden haben bekommen wir das so gerade hin.
Zu Punkt 2: Die Einrichtung gibt es erst ein gutes Jahr und die Pförtnerstelle
ist meineswissens von Anfang an von 1Euro-Kräften besetzt worden.

@Sieghelm

Jaja, ist wirklich nix Dolles dieser Job. Für mich ist es aber halt mal eine
sinnvolle Beschäftigung mit viel Menschenkontakt. Hab so ein wenig
das Helfersyndrom...:wink: (und war lange arbeitslos)

@Rechtsverdreher
Eine bunte Mischung halt: Ein wenig Zugangskontrolle, man hält den Eingangsbereich sauber,
man macht Kopien und fängt verwirrte Bewohner ein usw.

Gruß,
BMZ
 

Liebe Tweety

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Mal abgesehen was an einem Job als Pförtner so interessant ist um sich freiwillig zu versklaven ( Schranke auf und zu, rumhängen), würde ich mich ja auch vorher über Arbeitszeiten und ob es eine "Gemeinnützige Arbeit" ist erkundigen.
Jo, mit dir wird ordentlich Geld verdient und Du gehst leer aus. Ohne Ärger mit dem Träger und der Arge ist da kein entkommen.
Besser als für die ARGE zu spitzeln, solange er nur seine 6 Stunden am Tag, oder 30 Stunden in der Woche macht wie vorgesehen geht das. Sicher wurde dafür ein vollwertiger Arbeitsplatz vernichtet und sicher bekommt der Verein dafür Geld. Der Witz dabei das sind alles staatliche Einrichtungen die woanders dafür das Geld verpulvern. Wenn ich auf der anderen dseite sehe was man die Alten in den Heimen dafür gönnt wird es mir manchmal sogar schlecht.
 

ethos07

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Hi MBZ,
irgendwie kommt mir das komisch vor, wie du hier auftrittst...
Wenn du 1 einziges Mal kurz googelst, siehst doch dutzende von Seiten, die dir die Wahrheit über diese verflluchte EEJ-Pest [hier z.B. eine gute Broschüre aus Berlin]klarmachen! ...wie sie die reguläre Stellen verdrängen; auch dir langfristig nur noch mehr Entwürdigung und Entqualifzierung einbringen...

Schon klar, dass einem ohne Job zuhause die Decke auf den Kopf fallen kann. Aber jenseits von EEJs kannste dir tausend Dinge auch ohne Amt organisieren, wo du Leute siehst und helfen kannst. Z.B. sind Unabhängige Erwerbsloseninitiativen quer durchs Land noch so froh um neue Mitstreiter usw. usf.! sofern du bereit bist, auf die zusätzlichen Kröten deines EEJ zu verzichten

Am 2./3 Januar wird übrigens gegen diese EEJ-PEST wieder mal bundesweit geSTREIKT!

- du streikst dann bittesehr auch mit und mobilisierst schon vorher ein paar weitere EinEuroJobler in deiner Stadt, okay? (-- statt hier komisch rumzunölen, sorry.)
 

Sieghelm

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Besser als für die ARGE zu spitzeln, solange er nur seine 6 Stunden am Tag, oder 30 Stunden in der Woche macht wie vorgesehen geht das. Sicher wurde dafür ein vollwertiger Arbeitsplatz vernichtet und sicher bekommt der Verein dafür Geld. Der Witz dabei das sind alles staatliche Einrichtungen die woanders dafür das Geld verpulvern. Wenn ich auf der anderen dseite sehe was man die Alten in den Heimen dafür gönnt wird es mir manchmal sogar schlecht.
Was meinst Du mit " Besser als für die ARGE zu spitzeln " ?
 

Rechtsverdreher

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Hallo münchnerkindl.

Zu Punkt 1: "Die Pforte muss immer besetzt sein" wird uns immer gesagt.
Am wichtigsten ist natürlich die Zeit an den Wochenenden und nach Büroschluss.
Da wir jeder nur 30 Wochenstunden haben bekommen wir das so gerade hin.
Zu Punkt 2: Die Einrichtung gibt es erst ein gutes Jahr und die Pförtnerstelle
ist meineswissens von Anfang an von 1Euro-Kräften besetzt worden.

@Sieghelm

Jaja, ist wirklich nix Dolles dieser Job. Für mich ist es aber halt mal eine
sinnvolle Beschäftigung mit viel Menschenkontakt. Hab so ein wenig
das Helfersyndrom...:wink: (und war lange arbeitslos)

@Rechtsverdreher
Eine bunte Mischung halt: Ein wenig Zugangskontrolle, man hält den Eingangsbereich sauber,
man macht Kopien und fängt verwirrte Bewohner ein usw.

Gruß,
BMZ


Ich weiss jetzt gar nicht was Dein eigentliches Anliegen ist. Du musst da keine Qualitätsarbeit leisten und wenn die Pforte nicht besetzt ist, dann ist das nicht Dein Problem. Saubermachen würde ich da sowieso nichts.
 

münchnerkindl

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Die Tatsache daß die Pforte dort die ganze Zeit besetzt sein MUSS ist ein hundertprozentiges Indiz dafür daß es keine zusätzliche Arbiet ist.

Eine zusätzliche Arbeit darf nicht zum grundlegenden Aufrechterhalten der Funktion des Betriebs nötig sein.
 

Liebe Tweety

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Was meinst Du mit " Besser als für die ARGE zu spitzeln " ?
Wenn das unter Anderen (meine) Arbeit ist mit Bild jede Woche zu berichten wie andere Arbeiten, könnte man das auch so bezeichnen. Meine ich würde es nicht machen, da dann die Luft brennen würde. Erinnert mich an einer Zeit.
 

ethos07

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Kann er/sie nicht einfach auf Lohn klagen?
vgl. dazu die Klage einer Putzfrau, die für eine Gemeinde ewig lange voll den Dreck wegmachte - auf EEJ-Basis. Dieser Fall wurde auch hier im forum diskutiert.


Wenn viele EEJler klagen und die Gewerkschaften/Betriebsräte mitziehen würden, wäre das ev. nochmals einen Versuch wert. Bisher waren aber wohl die Arbeitsgerichte unisono mit den Beschäftigungsgebern der Auffassung, dass Ein-Euro-jobs keine Arbeit sind, sondern irgendwie eben "Beschäftigung" - frage mich bitte nicht nach dem Unterschied zwischen Arbeit und Beschäftigung!!

Und auf jeden Fall sollen EEJer - bislang - nicht dem Arbeitsrecht sondern ????? unterstehen.
- Vielleicht direkt dem "Eigentums-& Sachenrecht" der dreisten Neuen public-private Oberschicht?
Keine Ahnung, was in den pisa-frischgewickelten Köpfen dazu vorgeht.
 

redfly

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Auch wenn der EEJ rechtswidrig war (sollte das ein SG feststellen), hat er keinen Anspruch auf regulären Lohn, bzw. auf eine Nachzahlung. Da gibt es einige Urteile.
 

BMZ

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Hallo liebes Forum.

Vielen Dank für eure Meinungen!
Zur Zeit versuche ich ja aus diesem besch***enen 1Euro Job
wieder herauszukommen. Hier also die letzten Neuigkeiten....

Habe mich bei der ARGE beschwert das bei meiner Tätigkeit die
Vorgaben des Gesetzgebers für 1Euro Jobs nicht eingehalten werden.
Meine SB verwieß mich mich an den Träger("Klären sie das mit dem.."),
wollte den Vorgang aber zusätzlich prüfen lassen.
Meine Frage wie ich mich denn gegen die 13Stunden Schichten am
Wochenende wehren könnte blieb leider unbeantwortet(SB: "mit dem
Arbeitsrecht kenne ich mich nicht aus...")
Habe dann beim Träger angerufen. Dort wollte man zu erst auch nur
abwiegeln("Zusätzlichkeit" sei ja ein dehnbarer Begriff, blablabla).
Meine Frage nach der Rechtmäßigkeit von 13Stunden Schichten wurde
einfach überhört...
Aber dann an meinem nächsten Arbeitstag die Überraschung: Ein Anruf vom Träger!
"Jaja Herr BMZ, da wäre ja etwas falsch gelaufen und ich würde schnell
eine neue Tätigkeitsbeschreibung bekommen und auch sonst würde sich
alles ändern...." :icon_question:
Leider haben sich aber bei meiner Einsatzstelle zwischenzeitlich weitere
unangenehme Dinge ereignet.
Hatte meinen Wochenenddienst mit starken Rückenschmerzen angetreten.
Als ich nach 7Stunden nicht mehr konnte habe ich die PDL angerufen um
meine Erkrankung mitzuteilen. Diese setzte mich dann ordentlich unter Druck
doch bei der Arbeit zu bleiben("Nein Herr BMZ, das geht jetzt aber nicht. Wo
soll ich denn jetzt jemanden auftreiben der ihren Job übernimmt? Das
müssen sie dann wohl bis 21Uhr aushalten..." und wenn ich denn uuunbedingt
gehen müsse solle ich mich um einen Ersatz kümmern:"rufen sie
doch mal Herrn XY an, ob der ihren Dienst weiter macht...oder vielleicht Herr Z..")
Ich muss gestehen ich war so perplex und verunsichert das ich
meinen Dienst dann brav weiter erfüllt habe.
Kann mir aber nicht vorstellen das die Pflegedienstleitung so einfach ihre
Pflichten auf mich abwälzen kann, oder??

Wäre für jeden Tip dankbar wie ich aus diesem Mist wieder herauskomme!!

Grüße,
BMZ
 

Arania

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Ich sehe keine Möglichkeit eines anderen Tipps als hier schon besprochen wurde, im Forum steht alles wie man sich gegen einen 1-Euro-Job zur Wehr setzen kann, lies Dich einfach mal durch:rolleyes:
 
E

ExitUser

Gast
Also ich würde von heute auf morgen zuhause bleiben und der ARGE mitteilen, dass ich erst wieder dort auftauchen werde, wenn alle offenen Fragen geklärt sind, insbesondere die, welche die ungesetzlichen Arbeitszeiten betreffen. Das alles sollte schriftlich fixiert werden, bevor Du Deine Tätigkeit dort wieder aufnimmst. Die ARGE ist in erster Linie dafür verantwortlich, dass die gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden. Wenn Du keinen Druck machst, dann wird sich gar nichts ändern und Druck macht man am besten, indem man zuhause bleibt. Ich habe das auch so gemacht. Über Sanktionen würde ich mir keine Sorgen machen. Du hast ja gezeigt, dass Du kooperieren wilst, aber an illegelen Aktivitäten musst Du Dich nicht beteiligen. Wenn sie Dir dennoch mit Sanktionen drohen, dann teile ihnen mit, dass Du die Angelegenheit an Deinen Anwalt übergeben wirst.
 

ethos07

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Hi BMZ,

zuerst mal vorneweg die Frage an dich - denn es gibt hier immer wieder Leute, die nur zum spass oder um uns zu testen, hier ins Forum kommen - das ist bei dir aber nicht vielleicht auch der Fall?
Bitte antworte mir darauf kurz ehrlich.
---
Scheint ja doch ein ziemlicher Knochenjob zu sein, was du da an Land gezogen hast - und wenn du bedenkst: du hilfst zwar den heutigen alten Leuten freundlich mit deinem Dienst für'nen Appel und nen Ei (wenn's hoch kommt ;-)!) - und für dein eigenes Alter springt gar nix heraus -Wir werden dann als Lumpenproleten dermaleinst kurzerhand... na wie auch immer das dann sein wird, stelle ich mir jetzt lieber noch nicht so genau vor.

Wichtig im Moment scheint mir bei dir, dass du die Dinge möglichst schriftich und einen Zacken forscher angehst. Denn alles was mündlich da so ausgetauscht wird, ist meistens nur Schall und Rauch.
Stelle deine Fragen an deinen SB schriftich und fordere in auf, mit Frist bis jeweils in 7 Tagen dir genaue Auskunft zu geben.
Wenn er dich darauf hin zu einem Termin ein- bzw. vorlädt, dann nimmst du möglichst jemand zweites mit, der genau nur aufpasst - möglichst ein protokoll mitschreibst, was der dort verzapft.

Dass er erstmal von sich gibt, er müsse bei einem MAE von Arbeitsrecht Ahnung haben, zeigt dass er dich vermutlich an der Nase herumführt - denn er wird doch zumindest sehr genau wissen, dass die Ein-Euro-Jobs (wie auch früher bereits die ABMs etc.)noch nie als dem Arbeitsrecht unterstellt anerkannt wurden, sondern halt irgendwie "öffentlich-rechtliche Arbeitsgelegenheiten" - was immer das auch heissen soll... Frag doch deinen SB gleich mal schriftlich an, er solle dir dieses Wortgeklingel mal in allgemein verständliches Deutsch übersetzen. Und welchem Recht solchen "Gelegenheiten" denn nun eigentlich unterstehen würden.

Ich würde, wenn ich zu einem 1Euro-Job verpflichtet würde, genau für 1Euro minus Fahrkosten etc. arbeiten. Aber du hast dir das ja selbst eingebrockt - also würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall nicht mehr als max. 20-30 Stunden ganz gemütlich "gelegenheiten" , meinen guten Willen "zeigen"- aber auch nicht mehr als "zeigen" - , und wenn mich eine Mücke zwackt würde ich mir frei nehmen, um meinen schlimmen Mückenstich zu pflegen.
M.W. gibt es kein Gesetz, nach dem man dir für einen EEJ ganz genaue Vorschriften machen könnte - du sollst deine Arbeitsbereitschaft unter Beweis stellen - und das tut man mit - so nannte man das früher: ganz, ganz gemählichem etc. "Dienst nach Vorschrift" schiebt. Google mal danach.
 

Lothenon

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Stelle deine Fragen an deinen SB schriftich und fordere in auf, mit Frist bis jeweils in 7 Tagen dir genaue Auskunft zu geben.
Der SB soll schriftlich! dazu Stellung nehmen.

Wenn er dich darauf hin zu einem Termin ein- bzw. vorlädt, dann nimmst du möglichst jemand zweites mit, der genau nur aufpasst - möglichst ein protokoll mitschreibst, was der dort verzapft.
Nochmal die Punkte vortragen, die geklärt werden sollen und darauf bestehen, dass diese Punke schriftlich! dargelegt werden und sich diesbezüglich nicht abwimmeln lassen.

Wie man sich gegen solche "zusätzlichen" EEJs zur Wehr setzt, ist hier im Forum auch beschrieben.
 

BMZ

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Danke für eure Antworten.

@ethos07 (und Ariana vielleicht auch...)

Sorry wenn meine Posts bei euch so rüberkommen als
wolle ich nur das Forum "am arbeiten halten"!
Es ist aber wirklich nur ein Zeichen meiner eigenen
Unsicherheit.

@xavier123

Angst vor Sanktionen habe ich natürlich, über den Geldbeutel kann
man mich halt leicht kontrollieren...
Meine SB bei der ARGE sagte mir(durch die Blume), es wäre besser
mich länger krank schreiben zu lassen, sonst wäre es schwer ohne
finanzielle Einbußen aus der Sache rauszukommen.
Aber fürs krankschreiben lassen müsste ich erst mal meine
Ärztin erwärmen...

Habe aber jetzt eingesehen das es ohne mehr Aktivität meinerseits
wohl nicht geht. Son Scheiss!

Nochmal Danke für eure Beiträge.

Gruß,
BMZ
 

ethos07

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Es ist aber wirklich nur ein Zeichen meiner eigenen
Unsicherheit.
dann ist das eben so und für mich ist damit meine Unklarheit gut geklärt :smile:

Berichte aber , wie es für dich nun weiter geht.
Für's erste einen Arzt/Ärztin zu finden, die dich wegen Rückenproblemen oder - Blasenentzündung, Darmgrippe,.. - krankschreibt, müsste doch gehen. Oder wohnst du in einem Winzdorf mit nur gerade 1 Ärztin?
 
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Meine Frage wie ich mich denn gegen die 13Stunden Schichten am
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Arbeitsrecht kenne ich mich nicht aus...")
Ist ja seltsam. Ich denke ein EEJ ist keine Arbeit, wozu dann also Arbeitsrecht? Es gilt, was in der EGV steht.
 

eiszeit

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Hier ein Auszug aus einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts.
Da steht der Satz: Diese Arbeiten begründen kein Arbeitsverhältnis im Sinne des Arbeitsrechts; die Vorschriften über den Arbeitsschutz und das Bundesurlaubsgesetz mit Ausnahme der Regelungen über das Urlaubsentgelt sind aber entsprechend anzuwenden.
Im § 17 Absatz 2 Arbeitsschutzgesetz heißt es:
Sind Beschäftigte auf Grund konkreter Anhaltspunkte der Auffassung, dass die vom Arbeitgeber getroffenen Maßnahmen und bereitgestellten Mittel nicht ausreichen, um die Sicherheit und den Gesundheitsschutz bei der Arbeit zu gewährleisten, und hilft der Arbeitgeber darauf gerichteten Beschwerden nicht ab, können sich diese an die zuständigen Behörden wenden. Hierdurch dürfen den Beschäftigten keine Nachteile enstehen.
Was fragt ihr euch jetzt hat das mit der Arbeitszeit zu tun.
In § 1 des Arbeitszeitgesetzes heißt es : Zweck des Gesetzes ist es,
1. die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer bei der Arbeitszeitgestaltung zu gewährleisten und die Rahmenbedingungen für flexible Arbeitszeiten zu verbessern.


Das BAG stellt fest: Für erwerbsfähige Hilfebedürftige, die keine Arbeit finden können, sollen Arbeitsgelegenheiten geschaffen werden. Werden Gelegenheiten für im öffentlichen Interesse liegende, zusätzliche Arbeiten nicht nach § 16 Abs. 1 SGB II als Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen gefördert, ist den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen zuzüglich zum Arbeitslosengeld II eine angemessene Entschädigung für Mehraufwendungen zu zahlen. Diese Arbeiten begründen kein Arbeitsverhältnis im Sinne des Arbeitsrechts; die Vorschriften über den Arbeitsschutz und das Bundesurlaubsgesetz mit Ausnahme der Regelungen über das Urlaubsentgelt sind aber entsprechend anzuwenden; für Schäden bei der Ausübung ihrer Tätigkeit haften erwerbsfähige Hilfebedürftige nur wie Arbeitnehmer/-innen.

Da ich hier einen Zusammenhang der beiden Gesetze sehe, würde ich schon meinen, dass dies auch bei Ein-Euro-Jobs anwendung finden müßte.

Das ganze Urteil einschließlich Kommentierung findet ihr unter folgendem Link
http://www.verdi-bub.de/urteile/archiv/archivdb/aktuelles_urteil#goto1
 

ethos07

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@ eiszeit
dank dir für den link - wenn jemand unbedingt seine Versklavung perfektionieren will, kann er es ja mit diesem Gesetzeswirrwar versuchen.

Denn es gibt bei EEJs bei weitem nicht nur die eine "Ausnahme des Urlaubsentgelts" , sondern es sind x weitere Rechte einfach ausgehebelt.
Dazu kommt, dass man sich nicht nur am Einzelfall orientieren kann, sondern die Verseuchung der ganzen Geselllschaft mit solchen Jobs, von denen man sich kein anständiges Leben aufbauen kann, rasant vorangeht.

Bitte informiere dich anhand der einschlägigen Texte hier im Forum oder auch auf anderen Sites, wie z.B. dem der GEW Berlin oder in der von mir am Anfang dieses Thread verlinkten Broschüre der erwerbslosen bei Verdi Berlin.

Überall kannst dann selbst ausführlich erkunden, warum zunehmend mehr Menschen - und u.a. auch die Redaktion von elo-forum - strikt EEJS ablehnen. Ich jedenfalls tue das je länger desto überzeugter.
Daher helfe ich gern wenn jemand aussteigen will.
Wenn hingegen jemand lediglich sein Pöstchen auf Zeit bequemer gestalten will,halte ich das für falsch: das hilft dieser PEST nur zur weiteren Ausbreitung.
 

BMZ

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Hallo Leute.

Hier mal die letzten Ereignisse.

Dienstag rief mich die Sozialtante Frau X von meinem Träger an. Bei einem
längeren Gespräch überzeugte sie mich davon es doch nochmal mit
dem Seniorenheim zu probieren. Die Ungereimtheiten bei meinem 1Euro-Job
sollen in einer klärenden Gesprächsrunde, an der die Heimleitung, Leute
vom Träger und der ARGE teilnehmen wollen, ausgeräumt werden.
Da ich den Job (wie bereits erwähnt...) zumindest in Teilbereichen ganz
gut fand, wäre das für mich eine akzeptable Lösung.

Heute Mittag dann ein erneuter Anruf von Frau X:
Die 1Euro-Jobs dort dürfen ab sofort nicht mehr besetzt werden. Die
ARGE (irgendeine Übergeordnete Stelle, Name hab ich vergessen..)hat ihnen
da auf die Finger geklopft...
Hatte erstmal ein schlechtes Gewissen(doof, ich weiß), dieses wurde mir
aber gleich von Frau X genommen. Angeblich soll diese Stelle jetzt auch
mal wirklich besetzt werden, sozialversicherungspflichtig und mit Lohn
und so...:icon_wink:
In diesem Fall wäre ich mit dem Ergebnis meines Zwergenaufstands auch
zufrieden!
Bin jedenfalls froh das man doch ein wenig bewegen kann,
zwischenzeitlich hatte ich schon den Mut verloren...

Grüße,
BMZ
 

münchnerkindl

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Hey, wie wäre es wenn Du Dich da hinwendest und anfragst ob DU die zu schaffende Sozialversicherungspflichtige Stelle haben kannst..

Immerhin bist Du schon eingearbeitet und sie wissen woran sie sind.. :)
 
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