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1€ Job Altenheim

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Andersenx

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#1
Guten Tag,


Ich Arbeite seit einer Woche in einem Altenheim.
Arbeitszeit 5 Std das ist ok denke ich mal, meine Aufgaben sind unterschiedlich, Bewohner füttern, für Bewohner Einkäufe tätigen,
im Zimmer der Bewohner die schränke auswaschen Reiningungsarbeiten,
Betten machen, Aufwasch,

Meine frage jetzt
Sind diese Aufgaben Zusätzlich Gemeinnützlich.

Grüß Andre
 

Grobi

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#4
Bei einem Menschen der nicht mehr in der Lage ist sich selbst zu ernähren riskierst Du ohne entsprechende qualifizierte Ausbildung seine Gesundheit, schlimmstenfalls sein Leben. Daher rate ich dringend dazu mit allen Unterlagen die Massnahme betreffend einen Anwalt zu konsultieren. Für weitere Argumente einfach mal hier im Forum schmökern, letzten Monat hatten wir schonmal einen Thread wo sich etliche zu Thema "Zusätzlichkeit von EEJs im Altenheim" ausgelassen haben.
 

pixelfool

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#5
Guten Tag,


Ich Arbeite seit einer Woche in einem Altenheim.
Arbeitszeit 5 Std das ist ok denke ich mal, meine Aufgaben sind unterschiedlich, Bewohner füttern, für Bewohner Einkäufe tätigen,
im Zimmer der Bewohner die schränke auswaschen Reiningungsarbeiten,
Betten machen, Aufwasch,

Meine frage jetzt
Sind diese Aufgaben Zusätzlich Gemeinnützlich.

Grüß Andre
Hi Andre,

an diesem Ein-Euro-Job ist rein gar nichts gemeinnützig und zusätzlich - dieser Ein-Euro-Job ist im Gegenteil geradezu kriminell!!!
Was machst Du, wenn sich Dein Patient beim Essen anreichen (füttern) verschluckt und plötzlich keine Luft mehr bekommt. Ich nehme mal an, Du bist kein examierter Altenpfleger.
Und Reinigungsarbeiten sind ebenfalls nicht zusätzlich - oder wird das Altenheim etwa nicht gereinigt, wenn kein Ein-Euro-Jobobber zur Verfügung steht?

Ein-Euro-Jobber haben in der Pflege DEFINITIV nichts zu suchen! Hier werden scheinbar von Ein-Euro-Jobobbern erbrachte Leistungen vollumfänglich als Pflegeleistung verrechnet, was schlichtweg kriminell ist! Auch für Besorgungen für Insassen - äh sorry, Bewohner - (Einkäufe) berechnen die Altenheime in der Regel einen Gebührensatz für "Botengänge" - ebenfalls nicht zusätzlich.

Wie lautet denn die Tatigkeitsbeschreibung in deiner Zuweisung zum Ein-Euro-Job. Deine Tätigkeit muss in dieser eigentlich klar beschrieben sein. Entweder ist die Zuweisung rechtswidrig oder aber dein "Arbeitgeber" hält sich nicht an die in der Zuweisung genannten Tätigkeiten.

Da ich seit Montag selber im Altenheim meinen Sklavendienst schiebe, kann ich Dir gerne ein paar Tipps an die Hand geben - dazu wären aber oben erwähnte Infos hilfreich.
Auch mir hat man sogleich Pflegetätigkeiten aufhalsen wollen - ein gespräch mit der Stationsleitung hat hier sehr schnell Abhilfe geschaffen, so dass ich mittlerweile nur noch für die "Unterhaltung" der Senioren zuständig bin (und selbst das ist keinesfalls "zusätzlich", sondern eine gesetzlich vorgeschriebene Pflichtleistung in der Altenpflege).
 

lupe

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#6
Hi Andersenx, ne, Dein 1€ Job gleicht mehr einer Ausnutzung. Du bist ne billige Arbeitskraft, mehr nicht. Ich denke mal, da könnten die auch eine Fachkraft einstellen zu guten Bedingungen. Nur, die kostet. Und Du halt nichts!!! Die Arbeitszeit mag ok sein, nur deine Tätigkeit nicht. Ich hab auch mal einen 1€ Job gemacht. Die Arbeitszeit mit Pause ging mit 6,5 Std. völlig ok. Ich hab keine gemeinützige Arbeit gemacht, keinem einen Job streitig gemacht. (Was mir auch egal ist, anderen ist es doch auch egal, was aus mir wird) Ein 1€ Job soll Deiner Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt dienlich sein. Sonst nichts. Kommt drauf an, was hast Du bisher gemacht? Ich z.B. habe vor meinem 1€ Job 30 Jahre gearbeitet, und zwar auf dem ersten Arbeitsmarkt. Daher kam mir mein 1€ Job etwas spanisch vor. Aber egal...Leute, laßt euch nicht ausnutzen. Es gibt selbst Anfragen von Firmen bei Trägern über der ARGE (oder die mit der ARGE zusammenarbeiten), ob die nicht mal einen Arbeitnehmer für Lau haben. Das sagt doch schon alles, oder?!
 
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#7
Ja, genau, das ist ein Verbrecher-Gesockse und weiter gar nichts.

Prinzipiell hast Du alle Kerntätigkieten dort nicht zu machen.

Z. B. Betten machen, Putzen, Füttern, Essen machen, Essen verteilen, Leute an-/ausziehen, Ärsche abwischen etc..

Ausserdem nicht länger als (15-20) h/Woche.

Ausserdem muss eine genaue Tätigkeitsbeschreibung vom Arbeitsamt vorher abgesegnet worden sein, alles was auf diesem Wisch nicht draufsteht einfach nicht machen.
 

pixelfool

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#8
Oftmals hilft auch schon eine "kreative Gesprächsführung" mit der Pflegeleitung. Einfach mal erzählen, Du hättest dich aus purem Interesse, ob Du dich auch richtig verhälst, mit dem MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) in Verbindung gesetzt - und die wären entsetzt gewesen und hätten sofort nach Deiner "Dienststelle" gefragt. Aber da Du ja niemanden in die Pfanne hauen wolltest, hättest Du denen gesagt, Du würdest erst mal ein klärendes Gespräch mit der Heimleitung suchen und dich nur wieder melden, wenn diese nicht einlenken... :biggrin::biggrin::biggrin:
 

Andersenx

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#9
Hi Andre,

an diesem Ein-Euro-Job ist rein gar nichts gemeinnützig und zusätzlich - dieser Ein-Euro-Job ist im Gegenteil geradezu kriminell!!!
Was machst Du, wenn sich Dein Patient beim Essen anreichen (füttern) verschluckt und plötzlich keine Luft mehr bekommt. Ich nehme mal an, Du bist kein examierter Altenpfleger.
Und Reinigungsarbeiten sind ebenfalls nicht zusätzlich - oder wird das Altenheim etwa nicht gereinigt, wenn kein Ein-Euro-Jobobber zur Verfügung steht?

Ein-Euro-Jobber haben in der Pflege DEFINITIV nichts zu suchen! Hier werden scheinbar von Ein-Euro-Jobobbern erbrachte Leistungen vollumfänglich als Pflegeleistung verrechnet, was schlichtweg kriminell ist! Auch für Besorgungen für Insassen - äh sorry, Bewohner - (Einkäufe) berechnen die Altenheime in der Regel einen Gebührensatz für "Botengänge" - ebenfalls nicht zusätzlich.

Wie lautet denn die Tatigkeitsbeschreibung in deiner Zuweisung zum Ein-Euro-Job. Deine Tätigkeit muss in dieser eigentlich klar beschrieben sein. Entweder ist die Zuweisung rechtswidrig oder aber dein "Arbeitgeber" hält sich nicht an die in der Zuweisung genannten Tätigkeiten.

Da ich seit Montag selber im Altenheim meinen Sklavendienst schiebe, kann ich Dir gerne ein paar Tipps an die Hand geben - dazu wären aber oben erwähnte Infos hilfreich.
Auch mir hat man sogleich Pflegetätigkeiten aufhalsen wollen - ein gespräch mit der Stationsleitung hat hier sehr schnell Abhilfe geschaffen, so dass ich mittlerweile nur noch für die "Unterhaltung" der Senioren zuständig bin (und selbst das ist keinesfalls "zusätzlich", sondern eine gesetzlich vorgeschriebene Pflichtleistung in der Altenpflege).

In der Zuweisung steht eigentlich was ganz anderes drine, Arbeiten im Hausmeisterbereich.
Ich habe meiner SB dann ein Schreiben zukommen lassen mit der bitte das Sie mir eine neue Zuweisung schicken solle, mit einer genauen Beschreibung der tätigkeiten, es reicht nicht aus nur rein zu schreiben Arbeiten im Pflegebereich.

Bis jetzt ist doch keine neue Zuweisung gekommen.
Kann ich eigentlich diese Aufgaben verweigern, ich mein das ist ja irgendwie Hard zu sagen Nein das mache ich nicht, macht ja einen schlechten Eindruck finde ich.
 

Sissi54

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#10
Hallo Andersenx,

Du mußt Dich entscheiden, ob Du gegen diese Ausbeuterei vorgehen willst, oder nicht.

Jammern und dann Angst haben, dass man einen schlechten Eindruck macht, wenn man Aufgaben verweigert, hilft nicht weiter.

Hast Du noch Respekt vor solchen Verbrechern, die hohe Tagessätze für die Pflegebedürftigen bekommen und die Arbeiten durch Ein-Euro-Sklaven ausführen lassen.

Für Dich erhalten sie ca. 500,00 € monatl. für Mehraufwand von der ARGE.Davon geht Dein "Gehalt" ab, der Rest ist Gewinn !
 

Andersenx

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#11
Hallo Andersenx,

Du mußt Dich entscheiden, ob Du gegen diese Ausbeuterei vorgehen willst, oder nicht.

Jammern und dann Angst haben, dass man einen schlechten Eindruck macht, wenn man Aufgaben verweigert, hilft nicht weiter.

Hast Du noch Respekt vor solchen Verbrechern, die hohe Tagessätze für die Pflegebedürftigen bekommen und die Arbeiten durch Ein-Euro-Sklaven ausführen lassen.

Für Dich erhalten sie ca. 500,00 € monatl. für Mehraufwand von der ARGE.Davon geht Dein "Gehalt" ab, der Rest ist Gewinn !
Stimmt hast reucht, ich werde mich durch setzten.
Stimmt das wirklich das dieses Altenheim 500€ durch mir bekommt - mein Gehlat der Rest ist Gewinn, wenn das wirklich stimmt bin ich echt baff geschockt, das wüßte ich nähmlich nicht, das ist ja der hammer.
 

Sissi54

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#12
Ja, das stimmt.Das bekommt der Maßnahmeträger für Qualifizierung, Arbeitskleidung u.s.w.

Davon geht aber Dein "Gehalt" ab.Also wenn Du z.B. 180,00 € bekommst, haben die noch 320,00 € in der Tasche, die bestimmt nicht für Deine Zwecke ausgegeben werden.

Das wissen leider nicht viele und sind bedauerlicherweise noch stolz darauf, etwas nützliches zu tun und sich etwas dazu zu verdienen.
 

pixelfool

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#13
Einen "guten Eindruck machen" ist eine Sache, seine eigene Unversehrtheit zu sichern eine andere.
Du musst Dir einfach mal die Frage stellen, was wohl passiert, wenn Du in der Pflege als Laie einen Fehler machst!? Wenn Dir die arme Frau Mustermann beim Umbetten runterfällt und sich die Hüfte bricht, was glaubst Du, wer dann die Verantwortung übernimmt. Die Fachpflegerin wird sich hüten, zu sagen, sie habe Dich damit beauftragt, denn dann würde ihr die ganze Schuld auferlegt. Also wird man im Zweifelsfalle sagen, Du habest eigenmächtig gehandelt - dann bist Du nämlich wegen fahrlässiger Körperverletzung dran. Genauso verhält es sich bei der Essensangabe oder gar der Medikamentenangabe - passiert was, bist Du zumindest mit dran, denn wie heißt es so schön: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

Wenn Dir daran gelegen ist, kooperativ zu erscheinen, dann suche sofort das Gespräch mit der Plegeleitung. Frage die genau das oben geschilderte: was passiert, wenn ...! Damit beweist Du doch Verantwortungsgefühl und aktive Mitarbeit, denn Du handelst eindeutig zum Wohle der Patienten.
Sind sie dann nicht einsichtig, dann musst Du eben härtere geschütze auffahren, denn das Einsetzen im Pflegebereich ist schlichtweg ILLEGAL!
Der medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) ist sicherlich daran interessiert, dass die Kassen für qualifizierte Pflegedienstleistungen zur Kasse gebeten werden, die in Wirklichkeit von unqualifizierten Ein-Euro-Jobbern geleistet werden.

Bei mir jedenfalls hat das Gespräch mit der Stationsleitung Wunder gewirkt - es gab seit dem Tage keine einzige Arbeitsanweisung mehr, die den Pflegebereich berührt hätte. Die wissen nämlich haargenau, dass die praktizierte Ausbeutung von EEJ nicht nur unmoralisch, sondern auch illegal ist. Aber solange niemand widerspricht, machen sie es eben mit Dir!
 

Andersenx

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#14
Hi,


Habe endlich meine neue Zuweisung erhalten.

Die Gemeinnützige und zusätzliche Arbeit umfasst folgende Tätigkeiten.

-Essensausgabe mit Betreuung der Bewohner während des Essens
-Getränke verteilen
-Tische abräumen und abwischen
-Geschirr spülen
-bei Bedarf Schränke/schubladen/Kühlschränke der Bewohner auswaschen
-Bei Bedarf Betten und Nachtschränke der Bewohner säubern, Mülleimer leeren
-bei Bedarf Wäsche falten, Rollstühle Gehwagen säubern
-Arbeitsraum aufräumen/Spülen der Nierenschalen/Nachttöpfe
-Wäschesäcke mit Wäschewagen in den Schmutzwäscheraum Keller bringen
-Gesellschaftsspiele mit den Bewohner spielen
-Botengänge ins Dorf wie z.B. Apotheke Ärzte Schlecker etc.



Für mich klingt das als wäre ich eine Reiningungsfrau lol.

Wie kann ich mich am besten dazu Äußern bzw Argumentieren, das diese Aufgaben nicht ZUsätzlich sind.

GRüß
 
E

ExitUser

Gast
#15
Das ist ein Helferjob und keineswegs zusätzlich. Zusätzlich wäre, wenn du mit den Leuten spazieren gehst, ihnen vorliest usw. Alles Dinge, die bei professioneller Pflege zu kurz kommen.
 

Grobi

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#16
-Essensausgabe mit Betreuung der Bewohner während des Essens
Keine zusätzliche Tätigkeit, da bei Nichtausführung der Hungertod der Bewohner eintreten würde.

-Getränke verteilen
Keine zusätzliche Tätigkeit, da bei Nichtausführung der Tod der Bewohner durch verdursten eintreten würde.

-Tische abräumen und abwischen
-Geschirr spülen

Keine zusätzliche Tätigkeit, da bei Nichtausführung der Bakterienspiegel in Gesundheitsbedrohliche Höhen steigt. Hier ist aufgrund des gesundheitlichen Status der Bewohner eine niedrigere Gefahrenschwelle anzusetzen.

-bei Bedarf Schränke/schubladen/Kühlschränke der Bewohner auswaschen
-Bei Bedarf Betten und Nachtschränke der Bewohner säubern, Mülleimer leeren
-Bei Bedarf Betten und Nachtschränke der Bewohner säubern, Mülleimer leeren
-bei Bedarf Wäsche falten, Rollstühle Gehwagen säubern
Keine zusätzliche Tätigkeit, da bei Nichtausführung der Bakterienspiegel in Gesundheitsbedrohliche Höhen steigt. Hier ist aufgrund des gesundheitlichen Status der Bewohner eine niedrigere Gefahrenschwelle anzusetzen. Des weiteren ist dies zweifelsfrei eine Tätigkeit, die normalerweise von Tariflich bezahlten Reinigungsfachkräften zu erledigen ist.

-Arbeitsraum aufräumen/Spülen der Nierenschalen/Nachttöpfe
Keine zusätzliche Tätigkeit, da bei Nichtausführung der Bakterienspiegel in Gesundheitsbedrohliche Höhen steigt. Hier ist aufgrund des gesundheitlichen Status der Bewohner eine niedrigere Gefahrenschwelle anzusetzen. Des weiteren ist dies zweifelsfrei eine Tätigkeit, die normalerweise von Tariflich bezahlten Reinigungsfachkräften zu erledigen ist. Durch fehlende Ausbildung besteht für Dich erhöhte Gesundheitliche Gefahr durch Kontakt mit den Medizinischen Gebrauchs-Gegenständen.

-Wäschesäcke mit Wäschewagen in den Schmutzwäscheraum Keller bringen
Dies ist zweifelsfrei eine Tätigkeit, die normalerweise von Tariflich bezahlten Reinigungsfachkräften zu erledigen ist.

-Gesellschaftsspiele mit den Bewohner spielen
Zusätzliche Tätigkeit, sowas scheint mir ok.

-Botengänge ins Dorf wie z.B. Apotheke Ärzte Schlecker etc.
Grauzone. Apotheke würde ich als nicht zusätzlich betrachten, da ohne Medikamentenversorgung zu schnell "Zimmer frei werden". Supermärkte hingegen könnten m.E. nach wirklich zusätzlich sein.

So oder ähnlich würde Ich in dieser Situation argumentieren ;)
 

Arania

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#17
Warum so ausführlich? Die einfache Frage: Und wer macht das wenn ich es nicht mache? reicht , das ist hier bei uns sehr erfolgreich
 

bernd02

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#18
AW: 1€ Job Altenheim

Ich würde mal sagen ein 1€ Job im Altersheim wäre konform,wenn man:
* den Bewohner etwas vorlesen würde(aus einem Buch oder Zeitung usw.)
* sich mit den Bewohnern beschäftigen zb. spielerisch "Schach","Mensch ärger dich nicht" oder ähnliche Gesellschaftsspiele
* mit den Bewohnern draussen je nach Gebrechen spazieren gehen bzw. fahren mit dem Rollstuhl
* mit den Bewohnern sich unterhalten oder einfach nur zuhören

Gruß Bernd
 
E

ExitUser

Gast
#19
Ich würde mal sagen ein 1€ Job im Altersheim wäre konform,wenn man:
* den Bewohner etwas vorlesen würde(aus einem Buch oder Zeitung usw.)
* sich mit den Bewohnern beschäftigen zb. spielerisch "Schach","Mensch ärger dich nicht" oder ähnliche Gesellschaftsspiele
* mit den Bewohnern draussen je nach Gebrechen spazieren gehen bzw. fahren mit dem Rollstuhl
* mit den Bewohnern sich unterhalten oder einfach nur zuhören
Wo bei das schon wieder Grenzwärtig ist. Lass was passieren. Z.B. der zu Betreuende Heimbewohner stürzt/fällt aus dem Rollstuhl oder bricht sich das Bein oder, oder oder... Was machst du dann außer Notruf und Heimleitung informieren? Eben, du weisst dir nicht zu helfen. Dann bist immer du als erstes dran. Dem Rest stimme ich zu.
 

Arania

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#20
aber nur wenn es diesen Beruf des Vorlesers und Schachspielers auf dem freien Arbeitsmarkt gibt, denn das soll ja dahin integrieren:icon_idee:
 

Grobi

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#21
Warum so ausführlich? Die einfache Frage: Und wer macht das wenn ich es nicht mache? reicht , das ist hier bei uns sehr erfolgreich
Warum so querolantig? Bitte einfach mal die Frage lesen: " Wie kann ich mich am besten dazu Äußern bzw Argumentieren, das diese Aufgaben nicht ZUsätzlich sind." Mag ja sein, das Deine einfache Frage bei Dir funktioniert, hier wurde um Argumentationshilfen gebeten. Die Bezeichnung "Argument" ist für Deinen Beitrag nicht anwendbar.

Wichtig dürfte in diesem Falle allerdings werden, das man sich VORHER überlegt, welche Schritte man einleitet. Geht man offensiv an Arge und Träger heran mit dem Hinweis "Ihr seid nicht die einzigen, die wissen, das Ihr bescheisst"?
Oder fährt man denen hinterhältig in die Karre, indem man sich "absichert" - z.b. durch die Anfrage beim Gesundheitsamt bzgl. Kontakt zu Nierenschalen/Nachttöpfen, durch die Anfrage beim Versicherungsträger bzgl. Übernahme der Kosten einer Zusatzversicherung für den Fall das ein Heimbewohner aus dem Rollstuhl purzelt usw.

In beiden Fällen sollte es nicht lange dauern, und das Thema hat sich eh erledigt.
 

redfly

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#22
Warum so ausführlich? Die einfache Frage: Und wer macht das wenn ich es nicht mache? reicht , das ist hier bei uns sehr erfolgreich
Die würden nachher noch die Frage so beantworten:

Stellen sie sich doch nicht so an, andere Hatz IV-Empfänger stehen doch Schlange!
 

marty

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#23
Hallo, beisammen

ich hatte auch ähnliche Erfahrung gemacht, von dem ich bis heute mal Alpträume habe.
Ich dürfte nach drei Monaten " Unterricht" drei Monate "Praktika" machen.
30 Stunden in Woche, ich hatte komplete Abteilung für mich und sah
examinierte Leute nur ab und zu auftauchen, Druck messen, Wunden versorgen,Medikamente geben.. ich betreute(lach) sieben alte Menschen, von denen nur eine
gehen könnte, die anderen waren Rollstuhl fahrer.. ich habe keine Ahnung von etwas, warhaftig, ich dachte sowas kann nur mir passieren, weil ich
so wuld auf Arbeit und Verantwortung bin. Nie im Leben werde ich diese
Zeit vergessen. Ich habe Trinkpläne beobachtet, Pflege notiert und nach
Plänen durchgemacht(zum Glück war keine Bettlägerig), Leute gewaschen, angezogen, gefüttert, ich war mit den ganzen Krankheiten von Diabetes, Schlaganfall, Schwäche, Demenz auf härteste Konfrontiert, und noch dazu
von den Personal gemobbt!!
Und das mit null Geld, nur Fahrtkosten habe ich bekommen von Arge
erstattet.
Das stinkt und ich bin froh, da weg zu sein, es war nur Frage der Zeit,
wenn etwas passieren würde, ich meine OK, man muss dort annehmen, das
Leute auch sterben, aber ich werde NIE in ein Heim gehen, lieber sterbe
ich daheim.
Sowieso kann ich es mir nicht leisten, was da ein Monat kostet.(Diakonie)

wollte das schon lange loswerden, man kann aus meinen Fehlern lernen


Grüße aus Roth


marty
 
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#24
Hi,


Habe endlich meine neue Zuweisung erhalten.

Die Gemeinnützige und zusätzliche Arbeit umfasst folgende Tätigkeiten.

-Essensausgabe mit Betreuung der Bewohner während des Essens
-Getränke verteilen
-Tische abräumen und abwischen
-Geschirr spülen
-bei Bedarf Schränke/schubladen/Kühlschränke der Bewohner auswaschen
-Bei Bedarf Betten und Nachtschränke der Bewohner säubern, Mülleimer leeren
-bei Bedarf Wäsche falten, Rollstühle Gehwagen säubern
-Arbeitsraum aufräumen/Spülen der Nierenschalen/Nachttöpfe
-Wäschesäcke mit Wäschewagen in den Schmutzwäscheraum Keller bringen
-Gesellschaftsspiele mit den Bewohner spielen
-Botengänge ins Dorf wie z.B. Apotheke Ärzte Schlecker etc.

Bis auf:

-Gesellschaftsspiele mit den Bewohner spielen

kannst Du alles andere kategorisch ablehnen.

Die anderen Zeilen einfach durchstreichen und den Zettel zurückgeben.
 

ethos07

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#26
aber nur wenn es diesen Beruf des Vorlesers und Schachspielers auf dem freien Arbeitsmarkt gibt, denn das soll ja dahin integrieren:icon_idee:
:icon_daumen:

und dann kannst du deiner Antwort einfach noch kommentarlos dieses Flugblatt der IGM zur Belehrung der werten SBs und der Altenheim-Geschäftsführung deiner Streich-Liste mit den angeblich zusätzlichen EEJ-Tätigkeiten beifügen (pdf in Beitrag 3 ) - dann biste diesen EEJ sehr wahrscheinlich los!
 

Andersenx

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#27
Hey,


Ich hab wie jeden Tag auch heute meine Arbeit im Altenheim angetreten.
Ich suchte Sofort die Heimleitung auf um ein kürzes Gespräch zu führen, ich erklärte der Dame das diese Aufgaben nicht Zusätzlich seien und von festen Lohnarbeitern übernommen werden können.
Und ich stellte die frage, wer macht die Aufgaben wenn ich Sie nicht mache, KEIN TON Von der Dame, also doch von Lohnarbeitern also 100% Nicht Zusätzlich Punkt.

Sie hat dann denn Ton angezogen und ist laut gewürden, und hat mich aus dem Unternehmen Altenheim rausgeschmissen ich solle Sofort das Gebäude Verlassen was ich auch getan habe.

Sie Sage noch sie würd sofort meine SB in kenntnis setzten und ihr alles mit teilen.

Da ich schon eine 60% Senkung habe, darf die Arge jetzt 100% draus machen. ???

Es wahr ja nicht meine Schuld, ich wollte ja nur ein vernünftiges Gespräch führen was gescheitert ist.

Ich soll mich morgen auf den Amt melden, irgendwie habe ich jetzt Angst.
 

Arania

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#28
na ja, sehr diplomatisch war das nicht, wenn auch richtig, da wird jetzt sicher eine Sanktion erfolgen, also am besten mit Beistand zur ARGE und dort alles erzählen, besser so schnell wie möglich, hättest sofort dort bescheid sagen sollen
 

ethos07

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#29
Hi Andre,
ja ddas hast du dann zwar richtig der Altenheimleitung mitgeteilt - und da die Leitung vermutlich nun zu Recht fürchtet, ihre Umsonst-Arbeitskräfte nicht mehr von der Arge plus Noch-Zuzahlung hinterher geworfen zu bekommen, ist sie vermutlich nervös & agressiv geworden...

Vielleicht hätten wir nochmals betonen sollen: mach so etwas möglichst nicht überstürtzt sonder gut vorbereitet und so, dass du alles hinterher genau belegen kannst - also eine solche zentrale Kritik an einem Beschäftigungsgeber besser immer schriftlich und nimm zu all so was immer und auf jeden Fall morgen(!) einen Beistand/Zeugen mit, wie Arania schon sagte!

Wenn du deine Einwände deiner SB gegen diesen EEJ selbstbewusst - nicht agressiv - mitteilst und sagst, dass du nicht gegangen bist, sondern du gegangen worden bist und vielleicht nun auch noch aktiv selbst vorschlägst, was du stattdessen jetzt für die sog. "Eingliederung" in den ersten Arbeitsmarkt tun willst, dass sie dir keine Sanktion geben kann. Denn nicht du bist gegangen, sondern du bist gegangen worden. Allerdings ist dafür jetzt die Beweislage schwierig.
 

pixelfool

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#30
Da das Kind nun schon in den Brunnen gefallen ist:

1. Versuche ein sachliches Gespräch mit Deinem SB zu führen, um zunächst einmal Sanktionen abzuwenden. Bleibe ruhig und freundlich, nimm Dir unbedingt nen Beistand mit und mach ein Protokoll des Gespräches, welches er Dir entweder gegenzeichnet oder Du machst eine Kopie und gibst diese gegen Eingangsstempel im Eingangsbereich der Arge ab. Hilfreich könnte auch ein Gedächtnisprotokoll bzgl. des Gespräches mit Deiner "tollen" Heimleitung sein. Richte dich innerlich darauf ein, dass Dein SB dahingehend argumentiert, dass Du durch dein Verhalten eine Kündigung bewusst provoziert hast. Wichtig ist also, dass Du glaubhaft machen kannst, dass Du nur ein klärendes Gespräch zwecks "Mängelbehebung" angestrebt hast, keinesfalls an einer Kündigung interessiert warst. Speziell das Füttern dürfte da ein hilfreiches Argument sein, denn das ist ja in der Tat sehr heikel für Dich und steht zudem auch nicht in Deiner neuen Zuweisung als zulässige Tätigkeit - dort ist nur von Essensausgabe die Rede, aber keineswegs von Füttern.

2. Sollte das Gespräch negativ verlaufen, würde ich persönlich ein genaues Protokoll meiner geleisteten Arbeiten verfassen und mich mit diesem an den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) wenden. Ebenfalls würde ich in Erwägung ziehen, die evtl. vorhandene Dachorganisation Deines Heimes einzubeziehen, indem Du dich über besagte Mitarbeiterin beschwerst und auf deine rechtswidrigen Arbeitseinsätze sowie die negativen Folgen des Verhaltens der MA hinweist.

Alternativ dazu wäre es sicherlich nicht verkehrt, mit dieser Sache direkt an einen Fachanwalt für Sozialrecht (ggf. auch Arbeitsrecht) heranzutreten und diesen mit der Wahrnehmung Deiner Interessen zu beauftragen, denn sonst kann schnell ein Kampf "David gegen Goliath" draus werden, da Du Arge und Träger gleichzeitig an den Hacken hast, die u.U. ganz schön garstig werden können, wenn sie dich als unterlegen ansehen.
 

Sissi54

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#31
Hier noch was zum Thema Zusätzlichkeit :

Gemeinützig und zusätzlich in ihrer Bedeutung

Hallo Andersenx,

Frage doch mal Deine SB, ob sie weiß, dass sie an der Verdrängung regulärer Arbeitsplätze mitwirkt und sich somit strafbar macht.

Oder ob sie eine Fangprämie bekommt für die Zuweisungen in Pflegeheime.

Keine Angst, Augen zu und durch.

Schau Dir mal das Video ( ZDF, WISIO v.23.06.2008) an, bei U 25, zum Thema EGV mit 15-jährigen.
Solchen Mut müssten mehrere haben, an die Öffentlichkeit zu gehen.
 

Arania

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#32
und beeilen, nach der nächsten Refom müssen die Jobs nicht mehr zusätzlich sein und gemeinnützig ist dann alles was der Gemeinde nützt
 

Andersenx

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#33
Hey,

Danke für die vielen Tipps, aber ihr stellt euch das alle so leicht easy vor.
Ich lese jedes mal nimm Beistand mit ist ja schon und gut nur Wohne ich alleine und kenne keine sau hier.
Und ich müß ganz ehrlich sagen ein Reden mit meiner SB ist nicht möglich das könnt ihr mir glauben ich habe das schon sooooooooo oft versucht, das einzige was sie kann Sie Müßen dies und das bla 100% Sanktion mehr nicht.

Und jeses mal soll ich immer was Beweisen immer ich, und die ARGE braucht wohl nix zu beweisen und kann sich alles erlauben oder wie.

Wieso bin ich am ende immer der dummer das versteh ich echt nicht.
Ich hab genau das gemacht was ich hier gelesen habe, nähmlich ein Gespräch gesucht mit der Heimleitung, ich hab weder die Arbeiten verweigert noch sonst was, sondern wollte nur ein kürzes Gespräch führen mehr nicht das es so gekommen ist wollte ich nicht, also bitte gebt mir nicht die schuld dazu.

Nichts gegen euch oder so, ich bin echt dankbar für die vielen Antworten hier, aber was mich totall nervt ist immer soll ich alles beweisen wie denn soll ich auf die Strasse gehen und fremde leute an reden oder was :icon_motz:

Grüß Andre
 

claudiak

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#34
Hey Andre, bitte Ball flach halten. Es ist nun mal so, daß dieser Abschaum in der Arge nun mal am längeren Hebel sitzt und die das Drehen und Wenden wie sie wollen. Das Gleiche gilt für die "Gemeinnützigen". Bevor du hier nen Saltomortale machst, verrate mal in welcher Gegend du wohnst? Wäre nämlich hilfreich, denn vielleicht ist einer hier im Forum in deiner Nähe und kann als Beistand mitgehen. Leider ist es so, das wir es beweisen müssen wenn der Arge-Abschaum uns eins reinwürgt. :icon_motz:
 

pixelfool

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#35
Hey Andre,

das ist doch kein Vorwurf gegen Dich!!! Die meisten hier können Dir sicher ebenfalls ihr Liedchen über störrische SBs singen und wissen, wie schnell selbst wohlwollendstes Verhalten in Sanktionen endet.

Aber es ist erfahrungsgemäß nun einmal wichtig, z.B. einen Beistand bei Terminen dabei zu haben, denn erstens werden die SB dann in der Regel vorsichtiger mit vorsätzlicher Falschinformation und zweitens hast Du dann eher die Chance, Deiner Darstellung des VErlaufes Glaubwürdigkeit zu verleihen.

Wenn Du dir die jetzt sicher notwendige Gegenwehr nicht alleine zutraust und tatsächlich niemanden in Deiner Nähe hast, der Dich unterstützt, hilft wahrlich nur die Inanspruchnahme professioneller Hilfe in Form eines Anwalts.

Das Verhalten der Heimleitung ist zudem schlichtweg inakzeptabel, wenn sie Dich tatsächlich derart grundlos vor die Tür gesetzt haben. Ich hatte meinerseits mit der Taktik des freundlichen Gesprächs vollen Erfolg, auch wenn ich es 2x versuchen musste, da man meine ersten Einwände scheinbar nicht so recht ernstgenommen hat. Allerdings habe ich die Thematik der Zusätzlichkeit eher untergeordnet verwendet und in erster Linie gefragt, was wohl passiert, wenn es aufgrund meiner mangelnden Erfahrung zu Problemen kommt - also mir beispielsweise ein Bewohner auf den Boden knallt oder ich durch falsches Füttern einem Bewohner die Atemwege verlege.

Wenn es mit Deinem SB gar nicht geht, versuch es ggf. mit seinem Vorgesetzten - und immer schön locker und freundlich bleiben. Ansonsten - wie schon mehrfach erwähnt - Anwalt.

Noch ist nichts verloren, denn aus meiner bescheidenen Sicht ist nach Deinen Schilderungen die ganze Geschichte in mehreren Punkten angreifbar und erfolgversprechend!
 

Sissi54

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#36
Hallo Andersenx,

keiner hier gibt Dir die Schuld, dass es so gelaufen ist.
Die Reaktion war nicht anders zu erwarten.
Betroffene Hunde bellen.Die Sklavenhalter lassen sich nicht gerne entlarven.

Wenn Du niemand hast, der Dich begleitet, dann besteht auch die Möglichkeit gegen eine MAE Widerspruch eizulegen.Schriftlich ist immer der bessere Weg.Deshalb würde ich mich auf keine Diskussion wegen des Vorfalls mit der Heimleitung einlassen, falls keine Zeugen anwesend waren.
Geht sogar mündlich zur Niederschrift.

Erst einmal abreagieren, morgen sieht alles ganz anders aus.
 

pixelfool

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#37
Hallo Andersenx,

Die Reaktion war nicht anders zu erwarten.
Das sehe ich nicht so! Ich hätte Andersenx sicher kein Gespräch mit der Heimleitung ans Herz gelegt, wenn diese Reaktion absehbar gewesen wäre - wie geschildert, bin ich mit einem offenen sachlichen Gespräch gut gefahren, denn mein "Dienstplan" wurde (wenn auch nicht frohlockend) an meine in der Zuweisung beschriebene Tätigkeitsbeschreibung angepasst, welche eben kein "Füttern" beinhaltete.
 

Andersenx

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#38
Hey,

Diese ganze Sache läuft bereits über ein Anwalt, schon seit April.
Naja werde dann morgen 8:30 Beim Amt sein.
Ich komme aus Nieukerk nähe Krefeld
 

pixelfool

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#39
Hey,

Diese ganze Sache läuft bereits über ein Anwalt, schon seit April.
Naja werde dann morgen 8:30 Beim Amt sein.
Ich komme aus Nieukerk nähe Krefeld
Mhhh - in welchem Zusammenhang wurde denn der RA bislang tätig und was hat er bislang unternommen?

Vielleicht kann Dir ja hier jemand helfen - weiß leider nicht, wer in Krefeld die Cracks in Sachen Arge sind:

Arbeitslosenzentrum Krefeld
 
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#40
Sie hat dann denn Ton angezogen und ist laut gewürden, und hat mich aus dem Unternehmen Altenheim rausgeschmissen ich solle Sofort das Gebäude Verlassen was ich auch getan habe.

Sie Sage noch sie würd sofort meine SB in kenntnis setzten und ihr alles mit teilen.

Da ich schon eine 60% Senkung habe, darf die Arge jetzt 100% draus machen. ???
Dein Rauswurf war quasi rechtswidrig.

Die hätte aufgrund Deiner Arbeitsverweigerung erst den Sachbearbeiter informieren müssen, der hätte dann zu entscheiden gehabt, ob Du abzumahnen bist oder nicht. Erst bei einer andauernden Arbeitsverweigerung Deinerseits käme eine Sanktion in Betracht.

Folglich können sie Dich nicht sanktionieren.

Ich würde aber mal einen Rechtsanwalt aufsuchen, der den Dir zustehenden tariflichen Lohn gegenüber dem Arbeitsamt, für den rechtswidrigen EEJ, einklagt.

Falls Du keine Lust dazu hast würde ich gegenüber dem Arbeitsamt damit drohen dies zu tun, falls Du weiterhin mit dieser Geschichte belästigt wirst.
 

ethos07

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#41
Hi Andre, hoffe der Termin heute beim SB lief einigermaßen ok für dich?

Mhhh - in welchem Zusammenhang wurde denn der RA bislang tätig und was hat er bislang unternommen?
... würde mich auch interessieren ;-).

Ich würde aber mal einen Rechtsanwalt aufsuchen, der den Dir zustehenden tariflichen Lohn gegenüber dem Arbeitsamt, für den rechtswidrigen Ein-Euro-Job, einklagt.
.
Das macht m.E. keinen Sinn: das Bundesarbeitsgericht hat bereits in 2007 entschieden, dass ein EEJ kein Arbeitsverhältnis begründet - also hinterher auch bei Verletzung der Zusätzlichkeit oder der Gemeinnützigkeit kein Tariflohn etc. eingeklagt werden kann.
Vagabund hat hier eine Zusammenfassung des BAG-Urteils eingestellt und es gibt dazu bereits verschiedene Threads hier im Forum.
 

Andersenx

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#43
Hey,

Meine SB hat zur zeit Urlaub und ich habe Termin bekommen für den 01:07.2008.

Ich hab mal ne frage, kann ich eigentlich Termine von meiner SB absagen, begründung ich hab totalle Angst, ich bekomme Panik Attacken schweiß ausprüche etc, das ist mir noch nie passiert das ich von einen Menschen so ne Angst bekomme.
Ich kann nachts nicht mehr schlafen wache immer auf.

Grüß Andre
 

Sissi54

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#44
Hallo Andersenx,

Da wird wohl nur ein Arzt helfen können.

Termine können aus wichtigem Grund abgesagt werden.
Ob allerdings eine Krankschreibung genügt, da streiten sich die Geister häufig.Angeblich nur mit Bescheinigung über Bettruhe akzeptabel.

Bis dahin ist ja noch Zeit, eine Begleitperson zu organisieren, wozu Dir ja schon geraten wurde.
 

pixelfool

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#45
Der Verweis auf Panikattacken wird Dich kaum vor Terminen beim SB retten können - ist allerdings ein Hinweis darauf, dass Du nicht ohne Beistand dort hin gehen solltest.

Und eine einfache Krankmeldung hilft Dir auch nicht, da in der Regel der Grundsatz geltend gemacht wird, dass nur eine Krankheit mit festgestellter "Bettlägrigkeit" oder Immobilität ein zwingender Verhinderungsgrund ist.

Wende dich dringend an eine Erwerbslosen-Initiative vor Ort, um Begleitung zu organisieren, wenn Du im Bekanntenkreis keinen kompetenten Ansprechpartner hast.

Und versuche Dich auf Deinen Termin vorzubereiten - im Idealfall bist Du so gut vorbereitet, dass Du deinem SB auch gleich die entsprechenden Paragraphen um die Ohren hauen kannst, um ihn anschließend zu fragen, auf welcher Rechtsgrundlage seine Entscheidungen eigentlich fußen. Das funktioniert aber erfahrungsgemäß nur mit qualifizierter Hilfe ;)

Lass Dich nicht unterkriegen - die kochen auch nur mit Wasser und sind (leider) oftmals grauenhaft ahnungslos, wenn es dann tatsächlich mal an´s Eingemachte geht.
 

Rinzwind

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#47
Der Verweis auf Panikattacken wird Dich kaum vor Terminen beim SB retten können - ist allerdings ein Hinweis darauf, dass Du nicht ohne Beistand dort hin gehen solltest.
Termin beim Psychiater holen und ein Attest ausstellen lassen, dass ein persönliches Erscheinen im Amt nicht möglich ist, da es den Gesundheitszustand verschlechtern könnte! Bitte aber darauf achten, dass keine nähere Begründung im Attest steht, sondern ausschließlich, dass ein persönliches Erscheinen im Amt nicht möglich ist!
Das wird aber dann zu einem Termin beim Amtsarzt führen, um die Erwerbsfähigkeit festzustellen. Bis dahin hättest du aber wenigstens Ruhe und müsstest auch keine Ein-Euro-Zwangsarbeit verrichten. :icon_party:

In dem Fall ist es übrigens auch möglich, eine Vertrauensperson mit Vollmacht (diese natürlich auch mit Beistand!!!) ins Amt zu schicken, der die Amtsgeschäfte übernimmt.

Und eine einfache Krankmeldung hilft Dir auch nicht, da in der Regel der Grundsatz geltend gemacht wird, dass nur eine Krankheit mit festgestellter "Bettlägrigkeit" oder Immobilität ein zwingender Verhinderungsgrund ist.
[...]
Sorry pixelfool, aber das stimmt so nicht!
Wenn ich krank bin, dann bin ich krank und kann nicht ins Amt gehen. Gerade bei psychischen Erkrankungen ist mensch ja nicht bettlägerig und kann sogar Sport treiben oder anderen Hobbys nachgehen, die zur Verbesserung des Zustands beitragen können, muss aber nicht ins Amt!

Siehe hier: Bettlägerigkeits- oder Bewegungsunfähigkeitsbescheinigung

Schönen Gruß, Andreas
 

lupe

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#48
Hallo Leute, ich lese hier in jedem dritten Post, man soll mit Beistand zur ARGE schlendern (bitte nicht abhetzen, sondern gemütlich gehen). Ich hab noch nie einen Beistand gebraucht. Ich kann für mich selber sprechen /schreiben. Und wenn mir eine/ein SB komisch kommt, dann falte ich sie /ihn. Wer aber dort mit einem Beistand auftaucht, läuft Gefahr nicht für ganz voll genommen zu werden. Würde mir als SB dann auch nicht anders gehen. Ich würde dann denken, der Probande hätte einen an der Klatsche! Gibt ja genug, wo das auch zutrifft. Ich hab mitunter den Eindruck, als wenn manch einer sich in die Hose macht, wenn er was von einer ARGE hört. Es läuft ihm/ihr dann wohl warm am Bein runter. @ rechtsverdreher, eine Arbeitsverweigerung ist eine Arbeitsverweigerung. Da müssen die nicht erst seinen SB anhören. Der ist doch kein Anwalt für Arbeitsrechtschutz. Ich frag mich echt, was hätten Firmen im ersten Arbeitsmarkt mit mir gemacht, hätte ich die Arbeit verweigert?
 

ethos07

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#49
Termin beim Psychiater holen und ein Attest ausstellen lassen,
Hi Andre, schau einfach gut, was für dich passt und was nicht von unseren Ratschlägen. Ich zum Beispiel würde so lange wie möglich mir kein psychiatrisches Attest holen, weil ich da die Befürchtung hätte, dass ich damit immer weiter infantilisiert - wie ein Kleinkind entmündigt - werde.
Ich versuche denen immer eher Stärke und Strenge zu "simulieren".

Und die Angst kommt ja häufig daher, dass man in Kindheitsängste zurückfällt, weil die einem so arrogant und unwürdig herumschubsen. Wobei ich für mich dann doch immer wieder feststelle: alles ist halb so dramatisch wenn ich mich vorher richtig - wie nen Schauspieler vor dem Auftritt - darauf "eiche", dass das auch nur Menschen sind und ich genau so erwachsen, dann funktioniert dieses dreiste Autoritätsgehabe meistens schon gar nicht mehr richtig von denen.

Richtig ist bestimmt und für dich gaaanz wichtig: Nicht mehr alleine hingehen!
 

Rinzwind

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#51
Hi Andre, schau einfach gut, was für dich passt und was nicht von unseren Ratschlägen. Ich zum Beispiel würde so lange wie möglich mir kein psychiatrisches Attest holen, weil ich da die Befürchtung hätte, dass ich damit immer weiter infantilisiert - wie ein Kleinkind entmündigt - werde.
Ich versuche denen immer eher Stärke und Strenge zu "simulieren".
[...]
Damit hast du natürlich vollkommen recht, mein Vorschlag bezog sich auf Menschen, denen Amtstermine gesundheitlich schaden könnten (z. B. Retraumatisierung, ich unterstütze gerade eine Person, bei der das zu befürchten wäre).
Ich selbst habe mir inzwischen so ein dickes Fell zugelegt, dass ich auch bei absolut widerwärtigen Amtsleuten völlig ruhig und sachlich bleibe und mich nicht provozieren lasse, im Gegenteil, durch meine Ruhe habe ich schon die eine oder andere SB zur Weißglut getrieben. :biggrin:

Schönen Gruß, Andreas
 

claridge

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#52
Hallo
Ich bin examinierter Altenpfleger und Krankenpfleger.
Gemeinnützige Tätigkeiten sind nur im Bereich der Beschäftigung.
D.h. Vorlesen, Spielen, Unterhalten und eingeschränkt auch Spazierengehen (mit Rollstuhl oder Rollator nicht).
Was auch anklang die Tätigkeiten beim Hausmeister sind ebenfalls nicht gemeinnützig.
Nun zum Eigentlichen:
Das Vorgehen beim Besuch der Arge ist ja schon geschildert worden.
Nochmals eindringlich: Nicht allein dort auflaufen!!! Ich denke du kannst auch hier im Forum zwecks Begleitung anfragen
http://www.elo-forum.org/suche-biete-begleitung-arge/
Das Nächste, eigentlich das erste, wäre dann ein Besuch bei der Heimaufsicht. Diese ist i.d.R. in der Kreisverwaltung zu finden.
Fertige soweit es dir Möglich ist ein Gedächtnisprotokoll in zweifacher Ausfertigung über deine Tätigkeiten und dem Zeitraum an. Eines nimmst du mit zur Heimaufsicht, das andere brauchst du für die Arge.
Den Gang zur Heimaufsicht kannst du dann auch zur Rechtfertigung bei der Arge nutzen. Ich könnte mir vorstellen das damit deiner SB schon ganz schön der Wind aus dem Segel genommen wird.
Ich hatte einen ähnlich gelagerten Fall. Dort ging es um ein sog. genemigtes Praktikum. Das hatte ich nach 2 Stunden wegen gefährlicher Pflege und anderer unhaltbarer Zustände abgebrochen. Meine Anzeige bei der Heimaufsicht war schon Begründung genug.
Wünsche dir viel Glück
Und denke daran: Nur zu zweit zur Arge!!!!
 

Andersenx

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#53
Hey,

Begleitung für den 01.07.2008 hätte ich freu, was mache ich wenn meine SB die Begleitung ab blockt, denn das ist schon mal passiert da meinte sie so ein Affen Zirkus mache Sie nicht mit und hat das nicht zugelassen.

Eine frage noch,
Ist das mein Recht) Darf ich vor dem Gespräch meine SB darum bitten über dieses Gespräch ein Protokoll zu machen.

Ich melde mich wieder nach dem Gespräch

Grüß Andre
 

Rinzwind

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#54
Begleitung für den 01.07.2008 hätte ich freu, was mache ich wenn meine SB die Begleitung ab blockt, denn das ist schon mal passiert da meinte sie so ein Affen Zirkus mache Sie nicht mit und hat das nicht zugelassen.
Dann fragst du freundlich, warum sie dir deine Rechte vorenthalten will und ob es bei ihr normal ist, dass sie gegen die Gesetze verstößt! Sollte sie dennoch versuchen, deinen Beistand abzulehnen, lässt du dir das schriftlich begründen, denn dazu ist sie verpflichtet! [Nachtrag]... und beendest das Gespräch, da du auf die schnelle keinen anderen Beistand dazuholen kannst. :icon_razz:
SGB X, § 13
[...]
(4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.
[...]
(7) Die Zurückweisung nach den Absätzen 5 und 6 ist auch dem Beteiligten, dessen Bevollmächtigter oder Beistand zurückgewiesen wird, schriftlich mitzuteilen. Verfahrenshandlungen des zurückgewiesenen Bevollmächtigten oder Beistandes, die dieser nach der Zurückweisung vornimmt, sind unwirksam.
Eine frage noch,
Ist das mein Recht) Darf ich vor dem Gespräch meine SB darum bitten über dieses Gespräch ein Protokoll zu machen.
Natürlich steht es dir und deinem Beistand frei, ein Protokoll zu führen, da brauchst du nicht erst um Erlaubnis zu fragen! (Wäre doch schade, wenn die gelungensten Beleidigungen, Drohungen oder Nötigungen deiner SB nicht dokumentiert würden. :wink:)

Ich wünsche dir viel Erfolg und vor Allem: Lasst euch nicht einschüchtern!

Schönen Gruß, Andreas
 

ethos07

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#55
Hi Andre,
Das ist ja schon mal prima, dass du Begleitung haben wirst .
(Hoffentlich ist diese nicht so ängstlich, wie ich mal einen Freund mithatte - der war aufgeregter als ich, konnte vorher gar nicht schlafen :rolleyes:).

Je nachdem wer das ist, ist es häufig am besten die Rollen wie folgt abzusprechen:

DU führst das mündliche Gespräch selbstbewusst mit deiner SB.
Und die Begleitung (keinenfalls die SB!) schreibt das Protokoll und äugt nur aufmerksam, was abgeht.
Und nur im Notfall greift die Begleitung ins Gespräch ein.

* * *

Die SB muss überhaupt nicht gefragt werden, ob ihr zu zweit reindürft - ihr geht da einfach ganz selbstverständlich gemeinsam rein. Du kannst dir zur Sicherheit noch den Geseztestext ausdrucken, den Rinzwind vorher gerade hier eingestellt hat. Und wenn die SB aufmucken sollte, drückst du ihr einfach die gesetzliche Grundlage in die Hand. Sollte sie dann immer noch deine Begleitung ablehnen, verlangst du den Teamleiter, dem du dann ggf. nochmals in aller Ruhe anhand des Gesetzes dein RECHT auf eine Begleitung erklärst.

Gut wirkt auch häufig, wenn man einfließen lässt, die Begleitung wäre eine "Gewerkschafts-Kollege" (muss ja nicht umbedingt aktiv stimmen) . Auch den Namen der Begleitung zu nennen ist m.W. nicht mal nötig.

Ich drück dir die Daumen für den 1.7. - wird schon werden!
 

Mario Nette

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#56
Der Name der Begleitung wird notwendig, wenn sie von der Behörde (schriftlich) abgelehnt werden soll. Denn eine generelle Ablehnung von Beiständen ist nicht möglich, das würde nämlich den § 13 Abs. 4 SGB X unwirksam machen.

Mario Nette
 

pixelfool

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#57
@ andersenx:

Na, dann viel Erfolg bei Deinem morgigen Termin - lass Dich nicht einschüchtern, dazu besteht kein Grund!

Ansonsten Danke an die netten Kollegen hier bezüglich der Aufklärung über die "Bettlägrigkeitsbescheinigung" - man lernt jeden Tag dazu ;)
 

lupe

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#58
Hi, ich find das ja so toll, dass ihr euch ale freud, mit vereinten Kräften zur ARGE zu maschieren. Mal ne Frage; was will denn euer Beistand ausrichten, wenn es an's Eingemachte geht? Will der dann Gesetzestexte aus dem FF zaubern? So ein Beistand kann höchstens als Zeuge fungieren. Leute, dann kann ich gleich alleine hingehen oder wenn, dann mit Anwalt...Der kennt sich dann hoffentlich aus, mit der Materie. Ein Beistand in euren Sinne kann aber aber nicht leisten...
 

ethos07

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#59
Hi andre, mich würde ja hier mal echt noch interessieren, wie das nun bei deinem Termin mit der Sb war und was nun der Stand der dinge bei dir ist. Magst du uns mal noch berichten? Sonst macht man sich doch Sorgen, da du ja sehr viel Angst hattest.
 

Andersenx

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#60
Hey

Sorry das ich mich jetzt erst melde, aber ich hatte viel um die Ohren.

Also der Termin am 01.07.2008 ist ganz gut gelaufen was ich echt nicht gedacht hätte.
Meine SB hat das so einfach hingenommen das mich das Altenheim raus geschmissen hat lol, und ich dachte jetzt bekomm ich 100%
ganz im gegen teil wie es aus sieht bin ich den 1€ job los und hab seit den Termin von meiner SB nix mehr gehört.
Ich müßte nur was unterschreiben wo drin stand, das ich mich weiter um Arbeit bemühe was ich ja jeden Tag tue, und,
das wahrs, ganz ehrlich das es so kommt hätt ich echt nicht gedacht.
Und das beste ist ich hab nach Urlaub gefragt und habe sofort welchen bekommen, was ist denn auf einmal mit meiner SB los mir kommt es so vor als hätte die von mir langsam die schnauze voll.

Naja ich bin jeden falls froh das ich nix mehr gehört habe hoffe ich, naja kann mich auch irren und morgen liegt eine neue 1€ job Maßnahme im Briefkasten drin man weiß nie.

Grüß Andre
 

ethos07

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#61
siehste: sich wehren lohnt sich :icon_daumen:!
Bestimmt kommt irgendwann nächster Ärger in Form eines blöden Arge-schreibens oder oder. Aber dann weiste ja nun, wie's besser geht, als vorschnell der eigenen Angst nachzugeben.
Gratuliere + erhole dich schön,
 

Bruno1st

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#62
Ich müßte nur was unterschreiben wo drin stand, das ich mich weiter um Arbeit bemühe was ich ja jeden Tag tue, und,
gut gelaufen - kleiner Tip als "erzieherische" Maßnahme an den SB - immer einen Durchschlag der Unterlagen verlangen die du unterschrieben hast.
 
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