"1€-job" & 100%-leistungsminderung abgewendet

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V

vegetarier

Gast
part I - welcome to the machine

manchmal macht das hirn ja mal einen kurzurlaub. so bei mir im august 2006. es hatte sich einiges an ärger auf das zuständige soz.zentrum flensburg aufgestaut, und der mußte in form von 2 din A 4-seiten raus. unter anderem stellte ich die frage, wozu die betreffende dienststelle eigentlich existiere, und wies darauf hin, daß ich den zuständigen "auswegberater" bereits ende 2005 um die vermittlung eines "1€-jobs" bei einer menschenhändler-firma namens "neue arbeit ...." in der nähe meines wohnortes gebeten hatte und seitdem nichts mehr davon, geschweige denn von einem "richtigen" vermittlungsvorschlag zu hören gewesen sei. ich war damals noch so naiv zu glauben, es gäbe so etwas wie einen berufsnahen (in meinem falle koch) oder wenigstens für mich sinnvollen 1€-job.
surprise surprise - kurze zeit später HATTE ich meinen job. bei der vorstellung wurde mir schnell klar, was los war. "tja, also direkt als koch hamm wa nix, wie wär´s denn mit system-gastronomie?" also McRanz. hatte ich früher schon mal für mehr als zwei jahre, fühlte mich etwas überqualifiziert für und war bei mir auch ideologisch nicht mehr drin. dann also was mit umwelt und natur - "ja, sowas hamm wa - bauhof in der gemeinde h." was dann folgte, kann sich jeder denken, der erfahrung mit dieser art von zwangsarbeit hat :
ansprache durch den zuständigen führungsmitarbeiter der "neue arbeit...." im drückerkolonnen-ton, ungefragt geduzt und beim vornamen genannt werden, während ich unterschreiben mußte, alle mitarbeiter der "neue arbeit" sowie an den einsatzorten zu siezen, nötigung und drohung mit nicht näher spezifizierten "konsequenzen" gegenüber einem anderen "1€-jobber" in meinem beisein - das volle programm eben. bestreitung sämtlicher anfallender zusatzkosten aus dem erhöhten entgelt, arbeiten unter verletzung elementarer sicherheitsbestimmungen, die festangestellten gingen zu einer beerdigung, während ich und ein mitsklave die gullys reinigen mußten u.s.w. fünf festangestellten mitarbeitern standen drei (3!) jobber gegenüber, einer der festen stand zur pensionierung an und es war klar ersichtlich, daß die stelle nicht wieder besetzt, sondern durch uns sklaven abgedeckt werden würde. aktive arbeitsplatzvernichtung eben - das zu den noch-arbeitsplatz-inhabern, die über faule arbeitslose schimpfen : es gibt mittlerweile genug hochqualifizierte alg-II-empfänger, um so gut wie JEDEN regulären job brutalstbillig zu substituieren.
 
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