Zur Kenntnisnahme 18.08.2020 um 10 Uhr: Startschuss für das erste deutschlandweite Pilotprojekt zum Bedingungslosen Grundeinkommen.

Uhus

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Heute per Newsletter von Mein Grundeinkommen e. V. in meinem E-Mail-Postfach gelandet:

"Wir laden dich ein, online live dabei zu sein, wenn wir unser Projekt im Haus der Bundespressekonferenz zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorstellen!
Was ist das Pilotprojekt Grundeinkommen genau? Wer erforscht da eigentlich was? Und wie läuft die Teilnahme? Alle Infos und Hintergründe erfährst du morgen früh um 10 Uhr."

Hier geht's zum Live-Stream:

Wer Updates über Newsletter möchte:

Es geht langsam, aber sicher voran mit einem BGE in Deutschland; der Druck auf die Politik steigt sukzessive. Time for a change.
 

Uhus

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Nach nur drei Tagen ist es jetzt soweit: Die 1 Million BewerberInnen ist erreicht! Gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung haben wir entschieden, dass die Bewerbungsphase wie geplant bis zum 10. November 2020 weiterläuft. Unser nächstes Ziel: Mehr Studienplätze ermöglichen, um die Ergebnisse der Studie noch belastbarer zu machen. Warum das sinnvoll ist, erklärt Studienleiter Prof. Dr. Jürgen Schupp im Video.
Quelle und Video
 

Uhus

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Die Zahl der finanzierten Grundeinkommensplätze bei der Studie ist seit letztem Dienstag von 120 auf 122 gestiegen (+ 86.400 € Spenden).
Bewerbungen bis jetzt: 1,355 Millionen.

Stand: 23.08.20, So., 03:22
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JaxTeller

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Die Zahl der finanzierten Grundeinkommensplätze bei der Studie ist seit letztem Dienstag von 120 auf 122 gestiegen (+ 86.400 € Spenden).
Bewerbungen bis jetzt: 1,355 Millionen.

Stand: 23.08.20, So., 03:22
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Ist das ein Auszug aus der iranischen Tageszeitung „Der Jubelperser“.?

Lass uns deine Zahlen doch mal ein bißchen (mathematisch) werten.

Nun, die Veranstalter sind jetzt also so weit, dass sie über 36 Monate 122 Personen monatlich 1.200 Euro zahlen können. Das bedeutet, sie haben aktuell wohl so um die 5.270.400 Euro beisammen.

Rechenweg:

Monatswert = 122 x 1.200 Euro = 146.400 Euro
Jahreswert = 146.400 Euro x 12 = 1.756.800 Euro
Studienzeit = 1.756.800 Euro x 3 = 5.270.400 Euro

Die Anzahl der Spender beläuft sich auf 147.900 Personen. Das bedeutet, jede Person hat gerundet 36,00 Euro (mathematisch korrekt 35,64 Euro ) einbezahlt. Macht einen Einsatz von 1 Euro pro Monat.

Das ist weitaus günstiger als Lottospielen und die Chancen zu gewinnen, stehen derzeit auch noch weit besser. Gut, mit der steigenden Zahl der Bewerber sinkt halt die Chance.

Das sich 1.355 Mio. Menschen gefunden haben, die sich bisher beworben haben, verwundert auch nicht wirklich. Kritisch dabei sehe ich allerdings, dass knapp 1.2 Mio. (1.355 Mio. Bewerber//147.900 Spender) davon wohl nichtmal bereit sind, auch nur einen Euro in den Versuch zu investieren.

Man könnte da jetzt mal ein, zugegeben sehr vereinfachtes, Gegenbeispiel aufmachen.

In der Fussgängerzone der Stadt x stellt die Brauerei y einen LKW auf und verteilt von diesem aus Freibier in Kisten. Jede Kiste hätte im Handel 25 Euro gekostet. Die 5.000 Kisten waren nach 30 Minuten, ist ne große Stadt,
verteilt. Freibier hat also eine enorme Akzeptanz.

Eine Woche später steht der LKW wieder dort. Diesmal hätte die Brauerei allerdings gerne 2,50 Euro als Kostenbeteiligung pro Kiste. Nach 8 Stunden waren 367 Kisten abgegeben.

Du siehst, umsonst bzw. kostenlos wird man so gut wie alles los. Da es kostenlos ist, werden sich sogar Leute ne Kiste holen, die Bier eigentlich gar nicht mögen und sich nie welches kaufen würden. Aber, wenn es was umsonst gibt will man natürlich auch vom Kuchen und nicht benachteiligt werden.

Mit Kinogutscheinen könnte man das übrigens noch verfeinern. Um den Punkt, dass man am Abend feststellt das von den verteilten Tickets grad mal tatsächlich 50%, 60% eingelöst wurden. Also viele Plätze freigeblieben sind und die Leute bei der Verteilung einfach mal zugegriffen haben. Gab ja was umsonst.

Rein marketingtechnisch würde ich dir den Rat geben, die Anzahl der Bewerber zukünftig nicht mehr zu nennen. Die zeigt nur, dass es weitaus mehr Menschen gibt die auf Kosten anderer leben wollen als es Menschen gibt, die bereit sind sich an der Finanzierung des Gemeinwohl zu beteiligen.
 
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Kerstin_K

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Deine Theorie kann stimmen und es wir auch ganz sicher da Menschen geben, die nur abkassieren wollen, aber es kann auch ganz anders sein. Du weißt weder, wer die Spender sind und was deren Motivation ist noch kennst du die Bewerber oder weißt, ob beide Gruppen sich überhaupt überschneiden.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass viele der Bewerber sich nicht leisten können, da etwas zu Spenden. Das heisst aber nicht, dass diese Menschen nicht am Gemeinwohl interessiert sind. Vielleicht sind sie ehrenamtlich tätig oder haben vor, dies während der 3 Jahre zu sein? Vielleicht wollen sie das Geld spenden? Vielleicht wollen sie es als Starthilfe nutzen, um unabhängig von Sozialleistungen zu werden, zum Beispiel durch Finanzierung einer Ausbildung oder Aufbau einer Selbständigkeit?

Mit 1.200 EUR im Monat über 3 Jahre kann man vieles tun. Auch für das Gemeinwohl.
 

Antihartzer19

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Dank für den Tipp mit dieser kostenlosen Lotterie.
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Kerstin_K

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Nicht einmal 1 Euro im Monat? Für ein Projekt, dass bei erfolgreichem Abschluss und Umsetzung die Situation vieler Menschen verändern würde?
Jemand, der derzeit mit jedem Cent rechnen muss, hat sicher wenig Lust, einen Euro zu spenden. Oder er denkt vieleicht, dass dieser eine EUR zu wenig ist, um da etwas zu bewirken. Oder er will gerade ein BGE nicht unterstützen, weil er von der Idee nichts hält?

Ich will dir mal was sagen. Ich habe mich dort auch beworben. Ich brauche das Geld nicht. Und mir würde es nie einfallen, für dieses Projekt zu sependen, eben weil ich nicht sicher bin, dass das Geld letztendlich bei Menschen landet, die es dringend brauchen. Auch an die Idee des BGE an sich glaube ich nicht.

Aber ich weiss ganz genau, was ich mit dem Geld mache, wen ich zu den Begünstigten gehören sollte: Das geht dann nämlich an eine klene Familie, die ich sowieso schon unterstütze. Kind im Grundschulalter, Mutter voll erwerbsgemindert mit 500 EUR Rente. Der Vater hat keine abgeschlossene Ausbildung und arbeitet unendlich viel und hart, um seine Famile zu versorgen. Bisher schafft er es ohne Sozialleistungen, aber es wird immer enger. Ich würde das Geld nutzen, um der Familie eetwas Luft zu verschaffen. Ganz zielgerichtet und so, das ich weiss, dass jeder Cent gut genutzt wird. Ich nenne das Umverteilung. Vieleicht gibt es ja noch andere, die denken wie ich?
 
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