16 Bewerbungen in einem Monat?

joni

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Hallo,
Ich habe heute von der Agentur für Arbeit diese Post per Einschreiben bekommen. (Im anhang als PDF zu sehen)

Ich muss am 15.06.2013 dort erscheinen, und die 16 Bewerbungen nachweisen.
Immoment bekomme ich Alg1, und bin mich auch am bewerben. Eine Eingliederungsvereinbarung habe ich bisher auch noch nicht unterschrieben.

Deswegen meine Fragen:

1.Bin ich verpflichtet in einem monat 16 Bewerbungen abzuschicken?
Was ist zb wenn ich 13 absende, muss ich dann mit Sanktionen rechnen weil 3 fehlen?

2.Kann ich dagegen Widerspruch einlegen?
 

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Hallo..

im oben genannten § steht nix von starren bewerbungsbem.

und 16 im Monat halte ich doch für sehr fragwürdig...

Eine Eingliederungsvereinbarung habe ich bisher auch noch nicht unterschrieben.
hast du die EGV mitgenommen? oder haste gar keine?
 

joni

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Die EGV habe ich vor ungefähr zwei monaten bei einem Termin bekommen die ich mit nachhause genommen habe. Ich habe sie aber nicht unterschrieben.
 
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Die EGV habe ich vor ungefähr zwei monaten bei einem Termin bekommen die ich mit nachhause genommen habe. Ich habe sie aber nicht unterschrieben.
ein VA haste auch nicht? wenn nicht reichen deine Eigenbemühungen völlig aus...SB'chen beruft sich hier bestimmt auf die EGV..steht in der EGV was davon? schau mal nach...
 

joni

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Verwaltungsakt habe ich bisher keinen zugeschickt bekommen.

In der EGV steht: Ich bewerbe mich monatlich (schriftlich) auf mindestens 12 eigenständig herausgesuchte (ausgeschriebene) Stellen als ......

Aber wie gesagt die habe ich nicht unterschrieben.

Ich habe überlegt beim nächsten Termin mit meinen Eigenbemühungen dort zu erscheinen vielleicht mit 8, 9 oder 10 Bewerbungen, und ein Zettel zu hinterlassen, auf welcher Rechtsgrundlage die mich den verpflichten 16 Bewerbungen in einem Monat zu schreiben.

wär das ne gute idee? oder lieber nichts schreiben?
 
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Ich würde ihn mal fragen wie er auf 16 kommt...du hast keine EGV kein VA...deine 8-10 Bewerbungsbem. reichen somit völlig aus...

schau mal hier.. dies wäre mit EGV...

Starre Anzahl von Bewerbungsbemühungen in der EGV?
Zitat:
Die Form und Häufigkeit von eigenbemühten Bewerbungen ist von den konkreten Umständen des Einzelfalls abhängig. Dabei sind insbesondere die individuellen Kenntnissen und Fähigkeiten des Hilfesuchenden, seine Vor- und Ausbildung, seine bisherigen beruflichen Erfahrung, seinen persönlichen und familiären Verhältnisse, der Grad der Flexibilität sowie die Lage auf dem örtlichen und regionalen Arbeitsmarkt zu berücksichtigen.“
(Rixen in Eichner/Spellbrink § 15 Rz 8 [mit Bezug auf § 3 Abs. 1 SGB II)

Hinsichtlich der Anzahl der Bewerbungen ist Folgendes festzustellen:

- „mindestens drei im Monat“ (OVG Lüneburg FEVS 52, 185), drei bis zehn pro Monat (BVerwGE 98, 203)

-„Die Festsetzung einer bestimmten Mindestanzahl ist problematisch (…) Jedenfalls muss die Anzahl konkret auf die individuelle Vermittlungschance abgestimmt sein“ (VG Hannover v. 19.01.1999, info also 1999, S. 90 ff.).

- „Generalisierte Empfehlungen sind (…) ungeeignet“(DA 15.12)

- Unzumutbar ist eine starre Mindestzahl von 10 Bewerbungen
und damit den Hilfeempfänger zu verpflichten, aussichtslose Blindbewerbungen abzuschicken. Es sollte vielmehr ein Durchschnittswert vorgegeben werden (SG Berlin, Urt. v. 12.05.2006, - S 37 AS 11713/05 -). Es besteht im Rahmen einer „Kann“- Entscheidung ein Anspruch auf Zuschuss für Bewerbungskosten gem. § 16 Abs. 1 Satz 2 SGB II i. V. m. § 46 Abs. 1 SGB II in Höhe von bis zu 260 EUR jährlich. Aus 260 EUR jährlich an Mobilitätshilfen ergeben sich statistisch 4,3 Bewerbungen im Monat.
Im "Einzelfall" sind 10 zulässig..HessenLSG vom 29.09.2006 -Lsg Berlin Brandb. vom 28.02.2008
 

joni

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Danke für deine hilfe. Das wundert mich immer wieder wie unprofessionell
die Arge mitarbeiter arbeiten. Naja jedenfalls danke dir.
 
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@lernfähiger,

er ist ALG I , also SGB III und nicht wie die meisten von uns SGB II.
Somit auch andere Vorschriften und Regelungen.
 
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@lernfähiger,

er ist ALG I , also SGB III und nicht wie die meisten von uns SGB II.
Somit auch andere Vorschriften und Regelungen.
das mag sein aber 16 halte ich doch für sehr überzogen...

auch im SGB III gibts keine 16 Bewerbungsbem. pro Monat
 
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Da gebe ich dir natürlich recht. Muß aber auch schreiben das ich nicht weiß wieviel und wovon (Geld)diese 16 gefordert werden können.
Was passiert wenn nicht nachgewiesen wird, wie wird Sanktioniert?
Wird überhaupt sanktioniert. Ich weiß es nicht, ist für mich schon zu lange her.
 
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Da gebe ich dir natürlich recht. Muß aber auch schreiben das ich nicht weiß wieviel und wovon (Geld)diese 16 gefordert werden können.
Was passiert wenn nicht nachgewiesen wird, wie wird Sanktioniert?
Wird überhaupt sanktioniert. Ich weiß es nicht, ist für mich schon zu lange her.
mmm,ich denke man muss erstmal warten was SB'chen sich hier ausdenkt...
ich glaube 30%....
 

Muzel

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Das man sich in einem Monat an 16 Stellen beworben hat, glaubt einen nicht einmal das Finanzamt. Da muss man schon mit ganz detaillierten Unterlagen ankommen. Der SB, der das verlangt hat einen Stich. Ich hatte mich im 1. Jahr meiner Arbeitslosigkeit viel beworben und hatte anschießend Ärger mit dem Finanzamt. Als Nichtleistungsbezieherin bekommt man ja nichts vom Amt.
 

50GdB23

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16. Kriegt man das überhaupt heutzutage hin? Und damit meine ich seriöse Arbeiten. Keine ZAF oder sonst was. Auch nicht diese Angebote der Jobbörse.
 

gila

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mmm,ich denke man muss erstmal warten was SB'chen sich hier ausdenkt...
ich glaube 30%....
Menschenskinder - LERNE doch bitte endlich mal, nachdem du schon so viel hier mit mischt, KORREKTE Aussagen zu machen! :icon_motz:

Jetzt wurde schon der Hinweis gegeben, dass es sich um ALG I handelt - wie es auch im 1. Post schon steht - nun kommst du mit "Sanktionen" und 30% ...

Im ALG I gibt es KEINE Sanktionen - sondern nur "Sperrtatbestände".
Das ist hier was völlig anderes, als ALG II = SOZIAL-Leistung.

ALG I = VERSICHERUNGSLEISTUNG.
 

gila

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Hallo,
Ich habe heute von der Agentur für Arbeit diese Post per Einschreiben bekommen. (Im anhang als PDF zu sehen)

Ich muss am 15.06.2013 dort erscheinen, und die 16 Bewerbungen nachweisen.
Immoment bekomme ich Alg1, und bin mich auch am bewerben. Eine Eingliederungsvereinbarung habe ich bisher auch noch nicht unterschrieben.
Gibt es hier bei dir eine VORGESCHICHTE?
Wie lange bist du schon in ALG I - du sagst, es gibt keine EGV - gab es außer diesem Wisch hier jemals etwas?

WAS steht auf der 1. Seite noch?
 
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Menschenskinder - LERNE doch bitte endlich mal, nachdem du schon so viel hier mit mischt, KORREKTE Aussagen zu machen! :icon_motz:

Jetzt wurde schon der Hinweis gegeben, dass es sich um ALG I handelt - wie es auch im 1. Post schon steht - nun kommst du mit "Sanktionen" und 30% ...

Im ALG I gibt es KEINE Sanktionen - sondern nur "Sperrtatbestände".
Das ist hier was völlig anderes, als ALG II = SOZIAL-Leistung.

ALG I = VERSICHERUNGSLEISTUNG.
oh,ja keine Sanktionen stimmt:icon_daumen:...Sperrzeit...hab ich verpennt

trotzdem brauchste kein Fass aufmachen..

@dicker Bear
SGB III Arbeitsförderung - SGB III Sozialgesetzbuch § 37
In diesem Link habe ich nichts von Sanktion gelesen. Vielleicht findet jemand noch was In diesem Link habe ich nichts von Sanktion gelesen. Vielleicht findet jemand noch was dazu. Ich werde weitersuchen.
hast natürlich recht..
 

joni

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@ gila

Ich bekomme seid 4 monaten alg1.
EGV hab ich zwar bekommen aber nicht unterschrieben.
Auch anderes hab ich nicht unterschrieben.
VA kam bisher auch nocht nicht.

Ich weiss nicht was es für vorgeschichten gegeben haben sollte.
Ich habe vorhin § 138 Abs.1 Nr. 2 und Abs. 4 SGB 3 geschaut und nichts gefunden das besagt das ich eine bestimmte anzahl an Bewerbungen schreiben muss. Aber trotzdem droht man mir mit Sanktionen wenn ich die 16 Bewerbungen nicht nachweise.
 

gila

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Also - entweder hast du bisher nicht genügend Eigenbemühungen nachgewiesen und der SB hat die Faxen dicke ...
oder aber - solltest du erst seit kurzem arbeitslos sein, muss ich mich schon fragen, WAS da für ein "Erstgespräch" stattgefunden hat,
dass KEINE EGV vorgelegt wurde - was in ALGI eigentlich "standard" ist - und warum der SB hier per Einschreiben so einen
SCHWACHSINN loslässt.

Es ist weder erkennbar, OB das ein "Verwaltungsakt" sein soll - denn dazu müsste eigentlich eine RechtsBEHELFSbelehrung mit
dabei sein - noch wurde hier nach den Vorschriften der Geschäftsanweisung zum § 138 SGB III eine auch nur halbwegs
verständliche sowie "ordentliche" Arbeit abgeliefert.

Übers Wochenende solltest du dich damit befassen:
https://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/A07-Geldleistung/A071-Arbeitslosigkeit/Publikation/pdf/GA-Alg-138.pdf

WAS genau du tun sollst und abliefern sollst, ist in keiner Weise KLAR und DEUTLICH rübergekommen.
Die vielen nachfolgenden Seiten mit §§ sind teilweise Wiederholungen und Ausführungen über Verwaltungsakte,
die KEIN SCHWEIN im Normalfalle verstehen KANN.

Jedenfalls nicht der normale juristische "Laie".

Natürlich kann man im SGB III Eigenbemühungen auch "fordern" - aber wenn schon, dann nach Vorschrift und verständlich -
schließlich werden ansonsten Sperrzeittatbestände geschaffen, die aufgrund der Höhe sehr empfindlich sind.

Die Frage ist immer noch deine Vorgeschichte - wurde hier ein ordentliches Erstgespräch gemacht mit Potenzialanalyse, Aufnahme
von Lebenslauf, Beratung der infrage kommenden Berufsfelder, Ausbildungsstand etc.

In der Geschäftsanweisung steht klar und deutlich:

2.3 Inhalt und Umfang der Eigenbemühungen

(1) Die Eigenbemühungen müssen nach dem Wortlaut des Gesetzes umfassend sein.
Gefordert sind eigene - ggf. über die in § 138 Abs. 3 Nr. 1-3 genannten hinausgehende –
Aktivitäten zur beruflichen Eingliederung.

(2) Zu erwartende Eigenbemühungen können beispielsweise sein:
- Auswertung von VAM sowie Markt & Chance,
- Auswertung von Stellenanzeigen in Zeitungen, Fachzeitschriften und anderen
Medien (z. B. Regionalsender, Internet),
- gezielte Initiativbewerbungen und -vorsprachen bei Arbeitgebern,
- Arbeitsplatzsuche per Anzeige in Zeitungen und Fachzeitschriften
- Besuch von Arbeitsmarktbörsen u. ä.,
- Kontaktaufnahme zu privaten Vermittlern und Mitwirkung bei der beruflichen
Eingliederung (zum Nachweis s. DA 4 Abs. 5 zu § 159)

Eigenbemühungen i.d.S. sind auch Eintragungen in sogenannte Absolventenhandbücher,
die Auswertung „schwarzer Bretter“ an Werkstoren und bei Bildungseinrichtungen
sowie von Aushängen (z.B. in Supermärkten).

Die Aufzählung in § 138 Abs. 4 ist nicht abschließend. Es können konkret weitere,
zweckmäßige, Eigenbemühungen verlangt werden.
(3) Wird der Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung durch den Beschäftigungslosen verweigert,
ist hieraus nicht zu schließen, dass Eigenbemühungen - im erforderlichen Umfang - generell verweigert werden.


(4) Art und zeitlicher Umfang der Eigenbemühungen sind im Einzelfall, insbesondere unter
Berücksichtigung des Persönlichkeitsbildes, der persönlichen Leistungsfähigkeit, der Dauer der
Arbeitslosigkeit und der realen Eingliederungschancen auf dem Arbeitsmarkt festzulegen.
Die Anforderungen an die Eigenbemühungen sind so konkret wie möglich zu formulieren,
z.B. im Zeitraum von .. bis .. jede Kalenderwoche zwei Bewerbungen abschicken.
Ohne solche Konkretisierung der Eigenbemühungen kann nicht festgestellt werden,
dass die erforderlichen Eigenbemühungen nicht unternommen wurden, es sei denn,
der Arbeitslose erklärt, keinerlei Eigenbemühungen unternommen zu haben.

-----------------------------------------------------------
Das, was da in dem Schreiben gefaselt wurde, ist so UNKLAR wie nur was - denn einmal spricht man von "konkret bezeichneten Eigenbemühungen" ... Nachweisen .... Absagen (die man nicht immer bekommt!) ...
dann wiederum "16 eigenständig herausgesuchte (ausgeschriebene) Bewerbungen auf ...."

"Eigenbemühungen" sind eben NICHT NUR Bewerbungen, sondern - wie oben im Text der GA auch die "konkreten" Aktivitäten "drumherum", die man ebenso unternehmen KANN sowie nachweisen KANN.

Sind 16 Bewerbungen gefordert, hat man das auch unmissverständlich anzugeben.
Hier steht "beides": die konkret bezeichneten Eigenbemühungen MIT Bewerbungen - sowie 16 Bewerbungen.

Bei 16 Bewerbungen in 4 Wochen in Helferjobs - diese auch noch "ausgeschrieben" - also nicht einmal INITIATIV muss der Arbeitsmarkt das auch HERGEBEN.

So, wie das Ganze hier läuft (ohne die Vorgeschichte zu kennen), sehe ich derzeit 2 Möglichkeiten:
entweder man geht mit dem Papiermüll zum Vorgesetzten und beschwert sich über einen solch unklaren Akt -
oder man legt "vorsorglich" Widerspruch ein (ohne zu wissen, OB das überhaupt ein VA sein soll) indem man "davon ausgeht, dass es sich trotz fehlender RechtsBEHELFSbelehrung um einen VA handelt", denn schließlich werden hier empfindliche Folgen für ziemlich uneinbringbare Verpflichtungen angedroht.

Zu klären wäre auch die Höhe des ALGI - da hier immer wieder in den ersten 3 Monaten KEINE Bewerbungskosten übernommen werden.
Bei 16 Bewerbungen fallen jedoch unter Umständen hohe Kosten an - nicht alles kann man per Mail machen.
Hierzu müsste eine Alternative angeboten sein wie z.B. die Bewerbungen in den Serviceräumen der Arbeitsagentur zu machen etc.


 
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