150 000 ungeöffnete Briefe (1 Betrachter)

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dr.byrd

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Könnte ein Streichholz beschleunigen?

Die Berliner Jobcenter kommen bei der Bearbeitung der Post von Hilfsbedürftigen nicht nach. Insgesamt lagern in Berlin 150.000 ungeöffnete Briefe. Spitzenreiter ist Spandau gefolgt von Mitte und Neukölln. Einen Zusammenhang zwischen den Briefen und den Klagen von Hartz-IV-Empfängern glaubt die Verwaltung ausschließen zu können.
Weiterlesen auf: Berliner Morgenpost
 

ethos07

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Diese Nachricht passt dann vorzüglich zu dem im - noch in der Warteschlange bei pr-sozial liegenden - Bericht zur JC-Aktion vom letzten Do, 5.03. geschilderten Fall:
Dort hatte eine Leistungsbezieherin eine Kommunal-Kombi-Stelle so gut wie sicher in der Tasche, wurde aber leider krank, hat dies -so ihre Aussage - per Einschreiben ans JC geschrieben - der Brief war am Do nicht in der Akte, die Stelle aber längst zurückgegangen, weil sich die Leistungsbezieherin nicht rechtzeitig gemeldet habe... und und und- ein einziges (gegenseitiges) Kommunikationschaos tat sich da auf.

Wäre mal interessant, ob das JC, falls der Fehler auf JC-Seite eindeutig nachgewiesen werden könnte (vermutlich eher nicht bei diesem konkreten Fall,da die Leistungsbezieherin ihrerseits auf ihr Art und Weise halt auch wirklich nicht auf Draht ist), schadenersatzpflichtig würde?
- Immerhin erhält man bei einer Kommunal-Kombi-Stelle ca. 1'300,00 Eur brutto pro Monat anstelle der schäbigen - und bei der frau auch noch sanktionierten - ALGII-Leistung.
 

Drueckebergerin

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ethos, ich verstehe das jetzt so, daß die Frau sich zwar beim JC, nicht aber beim potentiellen Arbeitgeber krank gemeldet hatte ??

dr.byrd! Laß das mit dem Streichholz........einer von den 150.000 Anträgen ist meiner ! :icon_eek:

Obwohl ja das JC Spandau kürzlich eine Woche komplett geschlossen war, um Rückstände aufzuarbeiten, ist mein Antrag immer noch nicht bearbeitet.

Die letzten dringend benötigten, in den Akten aber 3x befindlichen Unterlagen hatte ich am 12. Januar nochmal eingereicht ! !
 

ethos07

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ethos, ich verstehe das jetzt so, daß die Frau sich zwar beim JC, nicht aber beim potentiellen Arbeitgeber krank gemeldet hatte ??
ja, das hätte unsereins bestimmt auch gemacht, wenn wir auf so eine Stelle [in der Kiezküche> gGmbH :-/] scharf gewesen wären.
Ob man das rechtlich gesehen muss, wenn der vertrag noch gar nicht unterschrieben ist, denke ich eigentlich eher nicht - da sollte doch die krankmeldung ans JC genügen... aber da waren sich die berater vor ort auch nicht so ganz im klaren darüber.

na vielleicht diskutieren wir diesen fall aber eh besser, wenn der bericht von der aktion auf pr-sozial eingestellt ist, da sieht man dann noch etwas mehr, wat da allet vermutlich bei dieser frau rundum im argen liegt -
( ausserdem haben wir aber eh vergessen, uns die adresse der frau aufzuschreiben, denn telefon oder gar internet/email hat sie nicht - wir haben ihr am ende lokalen beratungsstelle empfohlen, um dort das ganze durcheinander weiter zu lichten.)
 

Drueckebergerin

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Jo, will ja hier auch nicht schreddern. Vielleicht wissen wir dann auch mehr Einzelheiten. :icon_smile:
 

animas

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"Insgesamt sind somit 717 Stellen zusätzlich dauerhaft zur besseren Betreuung der Leistungsberechtigten nach dem Sozialgesetzbuch II für Berlin bei der Bundesagentur für Arbeit etatisiert."
Das ist der Beweis, Hartz 4 schafft Arbeitsplätze. Da werden noch mehr benötigt werden. Welch ein Irrsin! Aber alles nur, damit wir es uns in der "sozialen Hängematte" nicht bequem machen.
Anstatt sich einzurichten, nie wieder existenzsichernde Lohnarbeit machen zu können wird man terrorsiert.
Ganz schön deutsch!
 

Volker

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dr.byrd! Laß das mit dem Streichholz........einer von den 150.000 Anträgen ist meiner ! :icon_eek:
Rechnen wir doch mal. Wieviel Briefe schafft ein SB am Tag Briefe zu öffnen, ansehen und bearbeiten oder weiterzugeben?

Sagen wir mal 25 Stück: 150000/25 6000 Tage
Sagen wir 40 Stück: 150000/40 3750 Tage
Sagen wir 100 Stück: 1500 Tage

Das Jahr hat maximal 255 Arbeitstage. Um die also in 1 Jahr
abzuarbeiten, müssten 5 Mitarbeiter eingestellt werden.

Magst du nicht vielleicht grade eine Bewerbung
schreiben Drueckebergerin? Du alleine, müsste über 5 Jahre
und 8 Monate Briefe öffnen... Ich würd es mir mal überlegen
:icon_twisted:!

Volker
 

ela1953

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Wohnte ich in Berlin, hätte ich mich schon längst beworben.

Da ja immer wieder neue Briefe eintrudeln, hätte ich für die letzten 10 Jahre bis zu meiner Rente ein Auskommen.

Und die Arge käme es nicht teuer - denke mal, die dürfen auch über 16 a einstellen?

Langzeitarbeitslos, Alt, Behindert
 

Mario Nette

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Schon vor einer ganzen Weile hatte ich in meinem Thread berichtet, dass die Poststelle im JC eine Prioritätenliste bei den Briefen hat. Allerdings kommt die natürlich vor allem erst dann zum Tragen, wenn die Briefe überhaupt erst geöffnet wurden.

Mario Nette
 
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