• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

12mai - Weltweiter Aktionstag: Auf die Plätze!

ethos07

VIP Nutzer/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
16 Apr 2007
Beiträge
5.690
Gefällt mir
920
#1
Auf die Plätze!

Samstag, 12.Mai:
GLOBALER AKTIONSTAG


Unmittelbar im Vorfeld der Europäischen Aktionstage in Frankfurt am Main, dem BLOCKUPY vom 16.-19.Mai, finden in vielen Städten wieder Märsche und Versammlungen auf öffentlichen Straßen und Plätzen statt...

Wo überall in Deutschland, findet ihr z.B. hier auf dieser spanischen Aktionskarte - dort auf "Alemania" klicken, dann seht ihr die Städte, wo am Samstag sich in bunten Scharen getroffen wird :icon_twisted:

¡Democracia real YA! - No somos mercancía en manos de políticos y banqueros

Und in Berlin, sieht es so aus:

Wann: Samstag 12.05.2012
Was: Sternmarsch
Wo: 14 Uhr ab: Kottbusser Brücke, Frankfurter Tor, Thälmann- Park, Gesundbrunnen, Hauptbahnhof

zum ALEX / NEPTUNBRUNNEN

Am 12. Mai – zum Jahrestag der spanischen Platzbesetzungen – gehen weltweit Menschen auf die Straße, um einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel anzustoßen. Das unsolidarische Wirtschafts- und Geldsystem, die fortschreitende Naturzerstörung, Demokratieabbau und ungerechte Eigentumsverhältnisse sind Ausdruck einer tief greifenden Krise der Gesellschaft.
Es besteht ein breiter gesellschaftlicher Konsens, dass es so wie bisher nicht weitergeht. Nur gemeinsam werden wir in der Lage sein, ein gerechtes und solidarisches Miteinander zu entwickeln:

für Echte Demokratie
für gerechte Umverteilung
für Kooperation statt Konkurrenz
in Solidarität mit den weltweiten Bewegungen

Gemeinsam mit vielen Menschen, Initiativen, Organisationen und hoffentlich mit euch starten wir am 12 Mai, mit einem Sternmarsch – aus den Stadtteilen ins Zentrum. Dort werden wir ab 17 Uhr einen Marktplatz der Ideen, eine Agora und eine Aktionswerkstatt gründen. Wir laden alle ein, ihre Alternativen für eine neue Gesellschaft zu präsentieren, in Workshops, als Straßentheater, in Kunstform, mit Musik und Tanz. Wir haben vor, mind. 2 Wochen zu bleiben. Bringt euch und eure guten Ideen mit – eine andere Welt ist nötig!

Macht mit – Sternmarsch zum Alex/Neptunbrunnen

12 Mai – Los geht’s – an allen Startpunkten um 14 Uhr
Hier die Berliner Startpunkte am kommenden Samstag im Überblick:
http://12mai-berlin.org/wp-content/uploads/routen12m-2-500px.png

Das Krisenbündnis wird sich beim Zug vom Thälmannplatz her einreihen.


Morgen, Do, wird ab 11:30 Uhr schon einmal zur Probe eine kleine Zelt-Agora auf dem Alex beim Neptunbrunnen errichtet, damit die Presse schon mal in Augenschein nehmen kann, wie echte Demokratie sich anfühlen könnte - wir dürfen gespannt sein :icon_kinn:.
 

ethos07

VIP Nutzer/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
16 Apr 2007
Beiträge
5.690
Gefällt mir
920
#2

ethos07

VIP Nutzer/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
16 Apr 2007
Beiträge
5.690
Gefällt mir
920
#3
Eine am Samstag am Neptunbrunnen verlesene Erklärung, wo immerhin über 5'000 Menschen zusammengeströmt sind, aus den vier Armen der Sternmärsche die ab 14 Uhr durch Berlin aus allen Himmelsrichtungen zum Alex zogen. Da der eigentlich für zwei Wochen geplante Marktplatz der Ideen vom Ordnungsamt untersagt wurde und auch das Wetter sehr sehr kühl-zugig war, verlagern sich die Occupy-Aktivitäten der nächsten Wochen in Berlin vermutlich vor allem in die KunstWerke in der Auguststraße, wo Occupy einen eigenen großen Bereich während der 7 BerlinBienale "bespielt".



Die Bewegung trifft man auch täglich auf der Occupy Berlin Biennale (Auguststraße 69, Berlin Mitte) an.

Im Folgenden die Erklärung der Menschen vom Neptrunbrunnen im Wortlaut:

Wir sind Menschen.
Wir sind wie du und ich: Wir wollen essen, ein Dach über dem Kopf haben, uns sicher und geborgen fühlen, wollen gesund sein, uns bilden können, eine Aufgabe haben, Zeit mit unseren Familien und Freunden verbringen und nicht einsam sein.
Einige von uns bezeichnen sich als fortschrittlich, andere als konservativ.
Manche von uns sind gläubig, andere wiederum nicht.
Einige von uns sind seit langem politisch aktiv, andere hielten sich bis vor kurzem zurück.

Unsere gemeinsame Erklärung heute hebt diese Unterschiede nicht auf, wir bleiben ein bunter Haufen aus einzigartigen Individuen.
Wir respektieren und schätzen diese Vielfältigkeit der Menschen in dieser Bewegung.

Uns eint, dass wir alle besorgt, wütend und zornig sind, aufgrund der herrschenden Verhältnisse.
Deshalb sind wir heute auf am Neptunbrunnen in Berlin zusammengekommen, um diesen Gefühlen eine Ausdrucksform zu geben.
Wir betrachten uns als Teil einer globalen Bewegung, denn globalisierte Probleme erfordern globale Lösungen. Zeitgleich mit uns versammeln sich auf der ganzen Welt Menschen um gemeinsam zu protestieren und um nach Lösungen zu suchen.
Wenn wir uns alle zusammen tun, können wir etwas bewegen.
Es wird Zeit, dass wir alle gemeinsam und miteinander eine lebenswertere Gesellschaft gestalten.

Wir kommen heute zusammen, um zu zeigen, dass wir uns durch die Politik, durch die repräsentative Demokratie nicht mehr vertreten fühlen.
Wir wollen nicht länger hinnehmen, dass wirtschaftliche Interessen über das Wohlergehen von uns Menschen gestellt wird.
Das bezieht sich nicht nur auf uns Menschen hier in Berlin oder Deutschland, sondern wir wollen, dass die Rechte der Menschen auf der ganzen Welt gleichermaßen geachtet werden.

Wir wehren uns gegen die Herrschaft der EU-Kommission, EZB und IWF die als Troika fernab jeglicher demokratischer Legitimation die Politik, beispielsweise in Griechenland, diktiert.
Wir solidarisieren uns mit den Protesten und dem Widerstand gegen solche unterdrückerische Herrschaft, egal ob sie durch supranationale Institutionen oder nationale Regime ausgeübt wird.
Wir sind der Meinung, dass – neben Herrschaft -, vor allem die Logik des kapitalistischen Wirtschaftens Ungerechtigkeiten hervorruft und deshalb überwunden werden muss.

Wir sind der Überzeugung, dass es genug für alle gibt, und es vor allem gilt, Verteilungsgerechtigkeit zu erreichen.
Wir werden es nicht länger hinnehmen, dass alle Lebensbereiche zu Märkten umfunktioniert werden. Wir sind keine Waren, kein Humankapital und keine Maschinen. Wir sind freie Menschen, die mit ihrer Gesundheit, ihrer Bildung und ihrer Kultur keinen Handel treiben wollen.


Wir werden uns das Recht auf friedlichen Protest nicht nehmen lassen, selbst wenn wir gegen Gesetzte und Verordnungen der Ordnungsmacht verstoßen müssen, obwohl wir noch nicht genau wissen, wie wir uns organisieren wollen.
In diesem Sinne werden wir weiter daran arbeiten, Werte wie ‘echte Demokratie’, Menschenrechte, globale Gerechtigkeit und Naturschutz ebenso wie Frieden und Freiheit und nicht zuletzt Solidarität mit Inhalten zu füllen und zu Zielen unseres Engagement zu machen.
Wir werden also weiterhin fragend vorranschreiten, weil für uns fest steht: Eine andere Welt ist nötig und möglich.

Diese Erklärung ist inspiriert vom ‚Spanischen Manifest’, sie wurde in einem vierwöchigen Prozess von rund 50 Menschen vorbereitet und hunderte stimmten ihr heute am Neptunbrunnen zu.
Auch wenn dieses Prozedere unseren eigenen Ansprüchen an ‚echte Demokratie’ noch lange nicht genügt, und wir inhaltlich noch vage bleiben, konnten wir uns so immerhin gemeinsam erklären.
Wir verstehen dies als einen Anfang, miteinander in direkten Kontakt zu treten und gemeinsame Verständigungsprozesse einzuüben.
Für unsere zukünftigen Zusammenkünfte arbeiten wir daran, noch breitere, offenere partizipative Verfahren zu entwickeln, und konkretere Alternativen benennen zu können.
Lasst uns heute damit beginnen !

12. Mai 2012, die Menschen vom Neptunbrunnen.

Quelle u.a.: alex11.org
 
Oben Unten