120 Kilometer täglich fahren für eine befristete Stelle, Bewerbung sinnvoll?

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Wholesaler

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Hallo zusammen,

von einer Beschäftigung als Fahrer bei "Essen auf Rädern" habe ich (vorerst) Abstand genommen. Jetzt habe ich in der Jobbörse der AfA ein Stellenangebot als Auftragssachbearbeiter gefunden. Die Stelle ist befristet bis zum 31.10.2018 (Elternzeitvertretung). Die wöchentliche Arbeitszeit liegt bei 35 Stunden. Das Unternehmen fordert Kenntnisse in einem Programm, mit dem ich bei meinem letzten Arbeitgeber gearbeitet habe. Die Entfernung zum Betrieb beträgt allerdings 60 Kilometer (einfache Strecke). Ich weiß deshalb nicht, ob es Zweck hat, sich auf diesen Arbeitsplatz zu bewerben.

Wie seht ihr die Sache?
 
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DonOs

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Hey, Wholesaler

Wenn das eine normale Anstellung wäre, ganz ohne ZAF -PAV-Klitsche und man anständig für die Arbeit entlohnt wird, warum nicht. :icon_daumen:

Ist die Arbeitsstätte gut erreichbar?

Ist man Mobil oder auf öffentlichen Nahverkehr angewiesen?

Gute 10,-€ an täglichen Spritkosten würden für die 120 Kilometer auf dich zu kommen, sofern Mobil.

Möglicherweise könnte man auch die ersten Monate Fahrtkosten beim Amt geltend machen. Man kann dort unterstützt werden.
 

Wholesaler

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Danke für deine Einschätzung. Ein Großteil der Strecke ist Autobahn. Keine Leihbude oder PAV. Gehaltsvorstellung soll angegeben werden. Bei einer 35-Stunden-Woche muss man ein paar kleine Abstriche machen. Ich bin mir allerdings auch darüber im Klaren, dass nach dem 31.10.2018 wieder die große Suche losgeht.
 

noillusions

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Entscheidend ist doch die Fahrzeit und nicht die Kilometer, oder?

Sind jetzt vielleicht Feinheiten, aber werden Autobahnkilometer auch mit weniger Zeit als Landstrasse kalkuliert?

So in der Art:"Da können sie 250 fahren, das paßt schon." (<--Antrag auf Porsche stellen:bigsmile:)
 

Wholesaler

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Meines Wissens kommt es auf die Fahrzeit an. Ich habe schon gelesen und auch die Erfahrung gemacht, dass Arbeitgeber lieber Leute "vor der Hautür" einstellen.
 
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Birgit63

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Selbst wenn du nach der Elternzeitvertretung wieder auf der "Straße" stehst, hast du eine Lücke in deinem Lebenslauf geschlossen, Berufsluft geschnuppert und sicher auch noch was dazu gelernt. Auch hättest du doch wieder Anspruch auf ALG 1 oder irre ich mich da. Evtl. kommt die junge Mutter ja auch noch gar nicht wieder und bleibt 3 Jahre zu Hause und die Elternzeitvertretung wird verlängert. Es kann ja auch sein, dass die Firma eine weitere Elternzeitvertretung für eine andere Kollegin braucht. Jedenfalls würde ich mich auf jeden Fall bewerben. Ist ja sowieso erstmal nur eine Bewerbung. Ob es überhaupt zu einer Einstellung kommt steht ja im Moment noch in den Sternen.
 

Matt45

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Die Antwort ist doch relativ einfach.

Bekommst du 1000,- im Monat, lautet deine Entscheidung.......!

Bekommst du 5000,- im Monat lautet deine Entscheidung......!

Ein "Wink mit dem Zaun......". Lach.
 

Heidschnucke

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Schlussendlich ist es Deine Entscheidung, aber es ist ein Rechenspiel zu Deinen Lohn den du gern erhalten möchtest, solltest du noch die Ausgaben für den Fahrweg dazu rechnen vor allen bei der Strecke sagen wir mal du brauchst 1500,00 € Netto/Monat dann solltest du noch min. 200,00 € dazu rechnen (10,00€/Tag Fahrkosten mal 20 AT) macht 1700,00 € Netto/Monat und wenn du jetzt ein Lohnabrechnungsprogramm zu Hilfe nimmst kannst du dein Brutto und Stundenlohn ermittelt. Wenn das nicht passt ist es eben unwirtschaftlich, ich gehe ja nicht arbeiten und bringe noch Geld mit!

Aber vielleicht kommt dir der AG entgegen er kann Dich z.B.mit Sprit versorgen z.B. an der Firmentankstelle oder dir eine Tankkarte geben usw. usw. das hätte Vorteile für dich zwar nur im ersten Moment, aber später wenn dein ALG neu errechnet wird fällt das leider nicht ins Gewicht, und leider auch nicht bei der Steuererklärung.

Also das ganz normal über den Lohn laufen lassen, davon hat man am meisten.
 

Gollum1964

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Hallo Wholesaler,

entscheidend für die Annahme eines Jobs sind für mich 2 Dinge:

-ich verdiene soviel (nach Abzug aller Nebenkosten), daß ich vom Jobcenter wegkomme (+angemessenen Aufschlag zu Hartz4)
-das Aufgabengebiet entspricht meinen Neigungen

Das mit den Befristungen ist leider heutzutage eher die Regel als die Ausnahme. Zumindest winkt dir selbst im ungünstigen Fall ein zweijähriges Leben ohne Jobcenter.:peace:
 

arbeitsloskr

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Hallo Wholesaler,

auch mein Ratschlag bzgl. dieser Stelle basiert grundlegend auf dem Aufwand-Nutzen-Verhältnis, welches du durch diese Stelle eingehst.

Welche Pendelfahrzeit hast du auf diesen 60 km? Bedenke bitte dabei, dass es auch mal zu Verzögerungen kommen kann, bspw. Staus oder Straßensperrungen, so dass ggfs. Umwege mit mehr Strecken- oder Zeitverbrauch notwendig würden. Auch solltest du mögliche Defekte deines Fahrzeuges nicht außer Acht lassen, daher schaue auch, wie du notfalls per ÖPNV diesen Arbeitsort erreichen kannst, und zu welchen ÖPNV-Kosten.

Aber bei einer passenden Vergütung weit jenseits von ALG 2 und allgemeinen Mindestlohn könnte diese Stelle für dich finanziell ertragreich sein.

Aber vielleicht kommt dir der AG entgegen er kann Dich z.B.mit Sprit versorgen z.B. an der Firmentankstelle oder dir eine Tankkarte geben usw. usw. das hätte Vorteile für dich zwar nur im ersten Moment, aber später wenn dein ALG neu errechnet wird fällt das leider nicht ins Gewicht, und leider auch nicht bei der Steuererklärung.

Also das ganz normal über den Lohn laufen lassen, davon hat man am meisten.

Generell wollen AG so wenig wie möglich an Steuern und SV-Abgaben zahlen. Würde also der AG dem AN einen "zusätzlichen" Zuschlag für Treibstoff auf die normale Vergütung zahlen, würden entsprechende Abgaben fällig.

Wenn also der AG in dem Fall dem AN entgegen kommen möchte, dann höchstwahrscheinlich über den steuer- und SV-freien Zuschuss für Treibstoff/Fahrkarten in Höhe von 44,00 EUR/Monat.
 

steinfisch

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Hallo in die Runde,

also meine Meinung dazu. Ich würde es nicht machen. Einerseits schlaucht die Pendelei auf Dauer ungemein und außerdem wird ein Privatleben dann noch zusätzlich verkürzt, wenn es zusätzlich noch zu Staus kommt. Ich spreche aus Erfahrung - bei 50 km pro Strecke... ich stand pro Strecke auch schon 3 Stunden im Stau... Rechnet mal bei einer 40 Stunden-Woche + Pausen + Fahrzeit... Hinterher kannst Du gleich eine Reha wegen Burn-Out beantragen...

Außerdem kann man natürlich den AG betteln, dass er einem mehr zahlt für den Sprit, aber was machst Du, wenn Dein Auto repaiert werden muss? Den Verschleiß, die Kosten bei einem Unfall/einer Reparatur hast du dann... Ich musste, um auf Arbeit zu kommen, als unsere Familienkutsche in Reparatur war, ein Mietauto bezahlen, um irgendwie pünktlich zur Arbeit zu kommen. Mein damaliger AG hätte ürbrigens Firmenwagen gehabt, auch für kurzfristig aus einem Pool. Das hat aber nach Arbeitsvertragsabschluss nicht interessiert, denn ich hatte ja ohne Firmenwagen unterschrieben. Auch die AfA hatte mir ürbrigens damals nicht einmal gesagt, dass man zumindest für ein halbes Jahr mal hätte die Fahrerei bezuschussen können.

Fazit: ich würtde es nicht machen, wenn ich nicht absolut überzeugt von der Arbeit und den Konditionen wäre und dazu gehörte für mich, dass der AG einen Firmenwagen stellt und auch alle Spritkosten für den Weg übernimmt. Oder es macht DFir nichts aus, an den Ort der Arbeit zu ziehen, wohlwissend, dass es ein befristeter Job ist.

Viele Grüße vom Steinfisch.
 

Birgit63

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Es geht doch erstmal nur um eine Elternzeitvertretung für ein Jahr. Ich finde schon, dass man ein bisschen flexibel sein sollte und wenn der Verdienst passt, darauf eingehen soll. Wenn sich nachher mehr daraus ergibt und man sogar einen unbefristeten Arbeitsvertrag bekommt, kann man ja an den Arbeitsort ziehen. Von vornherein gleich zu sagen, ne ist zu weit weg, das mache ich nicht, finde ich nicht gut.
 

Wholesaler

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Vielen Dank für eure Meinungen. Ich schlafe zwei Nächte drüber und dann treffe ich meine Entscheidung. Habe eben noch einmal nachgeschaut: Am 30.09.2018 ist bereits Schluss. ALG1-Anspruch hätte ich danach wieder. Der Einwand mit dem Auto ist berechtigt. Neulich hat mich der Motor meines Autos verlassen. Mit den ganzen anderen Reparaturen hat mich das insgesamt fast 1.400,00 EUR gekostet. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln komme ich dort nicht hin, da es zu weit abseits liegt. Ich müsste mir dann wirklich ein Auto leihen, was abermals mit Kosten verbunden ist. Einen Vorteil hat die Befristung allerdings: Wenn es sich als Flop herausstellt, bin ich nach 15/16 Monaten wenigstens schnell und ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen wieder draußen.
 
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