12 Wochen Sperrzeit wegen Eingliederungsmaßnahme?

gfhetr

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Hallo zusammen,

bin seit Herbst 2017 arbeitslos und bekomme ALG1. Jetzt wird mir mit 12 Wochen Sperrzeit gedroht, weil ich die Teilnahme an einer Eingliederungsmaßnahme abgelehnt habe.

Laut §159 SGB III wären es doch 3 Wochen Sperrzeit, oder? Es ist ja das erste mal dass mir das angedroht wird.

Ist das ein Tippfehler, oder habe ich das Gesetz falsch interpretiert?

PS: gelten Psychosen als ein 'wichtiger Grund' um eine Maßnahme abzulehnen

Danke im Voraus!
 

Nena

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Hast Du die Drohung schriftlich (wenn ja, steht da vermutlich BIS ZU)? (Ja, Du hast natürlich recht mit den DREI Wochen.)
Hast Du eine schriftliche Zuweisung zu dieser Maßnahme, die alle Kriterien dafür erfüllt?
Eine Krankheit alleine reicht nicht aus. Aber eine Bescheinigung/ein Attest, das besagt, dass Dir eine Teilnahme nicht möglich ist, die schon. Oder natürlich eine AU, die aber das Problem nur hinaus schiebt.
 

gfhetr

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Danke für deine Antwort!

Ja, habe die 'Anhörung' schriftlich erhalten.

Der Wortlaut: "...Ich muss nun prüfen, ob vom 29 Januar 2018 bis zum 23. März 2018 eine Sperrzeit eingetreten ist...."

Ja, schriftliche Zuweisung inkl. rückseitiger Rechtsfolgenbelehrung.
 

armwieinekirchenmaus

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Hallo,
es wäre zweckmäßig gewesen gegen die Zuweisung Widerspruch zu erheben, da im SGB III der Widerspruch grundsätzlich aufschiebende Wirkung entfaltet.

Würde ich nachträglich noch machen.Sollte der Widerspruch zugunsten beschieden werden, hat eine Sperre (Anhörung) keine Grundlage.

Gerne werden Zuweisungen nicht als Bescheid deklariert, nichts desto trotz würde ich dennoch Widerspruch erheben.

Für die Anhörung sollten nun mglichst gute Gründe für deine krankhaften Psychosen und am Besten noch rechtliche Mängel der Zuweisung aufgeführt werden.

Sehr oft sind Zuweisungen zu unbestimmt und enthalten andere formale Mängel.

Damit dir hier im Forum konstruktiv geholfen werden kann, ist es sinnvoll alle relevanten Dokumente anonymisiert, mit Datum, hier einzustellen.

Interessant wäre bestimmt auch was dein Vermittlungshemmnis sein soll. Denn die Maßnahme dient ja gerade eben dieses zu reduzieren oder abzustellen.

In der Anhörung würde ich versuchen auch nochmals die Maßnahme zu hinter leuchten, sofern deinerseits noch nicht geschehen.

Oft gibt es zu der Zuweisung ein Beiblatt, eine Art Einverständniserklärung, ich hoffe dieses hast Du nicht unterschrieben.

Für mich sind deine Infos etwas dürftig.

MFG
awekm
 
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