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12-Monats-Praktikum verweigert

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Leyla

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Hallo liebes Forum,
ich ärgere mich gerade in Grund & Boden weil das JC mal wieder alles tut, um mir mein berufliches Vorankommen zu erschweren & hoffe natürlich, jemand hat - bevor ich nächste Woche eine mir empfohlene Anwältin aufsuche - ein paar Ideen.

Da ich ja schon leicht paranoid bin, werde ich nicht ganz ins Detail gehen, aber vielleicht ist das Ganze ja trotzdem nachvollziehbar (hoffe ich, ich bin gerade zu stinkig um ruhig & logisch zu formulieren).

Also: Ich bereite mich im Selbststudium auf eine wichtige Prüfung vor (für März 2011 angesetzt) & eine Freundin hatte mir einen Kontakt zu einer Einrichtung vermittelt wo ich evtl. einen Mini-Job machen könnte & dazu in genau dem Bereich wäre, in den ich später (evtl. als Selbstständige mal hinwill). Nun, ich war am Montag da & sagte, ich wolle das nutzen um Kontakte zu knüpfen & die 100 Euro für den Bücherkauf für diese nicht eben einfache Prüfung nutzen. Bekam dann ein für mich grandioses Angebot: 12 Monate Praktikum, zwar unentgeltlich, dafür aber: Zugriff auf alle Bücher & Seminarunterlagen, kostenlose Mitgliedschaft in einem eigentlich kostenpflichtigen Netzwerk, Teilnahme an den dort angebotenen Prüfungsvorbereitungskursen, kostenlose Teilnahme an Workshops & Wochenendseminaren, Netzwerken, Leute kennenlernen, im Praktikum auch Mal Klientenbetreuung etc.
Grandios & eine echte Chance. Ich also Briefchen an SB geschrieben, daß ich ne Praktikumsgenehmigung will & was kommt? - 12 Monate gehen gar nicht, eigentlich auch keine 6 Monate, eigentlich werden nur 4-8-wöchige Trainingsmaßnahmen bezahlt. Mini-Job für nen anrechnungsfreien Hunni ginge auch nicht, das wäre ja sittenwidrig & was ich da sonst an nicht-finanziellem Ausgleich kriege, interessiert auch niemanden, da müßte ja der Steuerzahler für mich sowas wie eine Ausbildung zahlen & das ginge nicht. Vorschlag ist nun: Ich mache das als Nebentätigkeit, alles über dem Hunni wird mir abgezogen so daß ich genau wieder in der Schleife bin, mir den ***** für NICHTS aufzureißen & das mache ich nicht mit!

Auf die Schnelle im Netz fand ich einige Forenbeiträge & Rechtsanwaltsfragen, daß da durchaus was zu machen sei rechtlich, aber vielleicht gibt es hier ja konkrete (Erfolgs-)Erahrungen mit dem Einklagen längerer Praktika.

So long

L.
 
E

ExitUser

Gast
Sowas wirst du vermutlich nur machen können, wenn du für die Zeit auf staatliche Transferleistungen verzichtest.

Von einem Einkommen zwischen 100 und 800 Euro darfst du noch mal 20 % behalten.

Es klingt aber auch sehr komisch, warum kann der Arbeitgeber dich nicht als eine Art Werksstudent o.ä. einstellen? Du wirst ja auch eine Gegenleistung bringen müssen und dafür hast du Anspruch auf Bezahlung auch über die Lehrgangskosten etc. hinaus ...
 

stummelbeinchen

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Also entschuldige, aber der Arbeitgeber will dich 12 Monate ausbeuten und Du willst das mitmachen? Warum kann er Dich nicht als TZ-Kraft beschäftigen?
 

Leyla

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Ich hab die heute nicht mehr erreicht, vielleicht läßt sich da ja wirklich nochwas anderes deichseln.

Als Ausbeutung sah ich das ehrlichgesagt nicht - in diesem Bereich sind Ausbildungen schweineteuer & selbst beim ultrakurzen Durchrechnen habe ich einen weitaus größeren finanziellen Vorteil wenn ich ein unbezahltes Praktikum mache & die Seminare mitnehmen kann als ein bezahltes Praktikum zu machen & das alles dann von meinem Lohn bezahlen zu müssen. Zudem habe ich mit 20h/Woche en großen Vorteil, daß ich die Zeit habe, mich auf die Prüfung vorzubereiten (& die ist im Selbststudium ein echtes Brett).

Auch wenn ich es verstehe & befürworte, daß die User hier die geltenden Normen & Werte über "Arbeit um jeden Preis (auch den der Ausbeutung) kritisch hinterfragen & anprangern - ich weiß, was ich tue, ich habe in diesem Fall eine schier einzigartige Chance & bin eher an den rechtlichen Aspekten interessiert als an grundlegenden Diskussionen über dieses System (ich wäre nämlich nicht hier angemeldet, wenn ich dieses neoliberale System der Ausbeutung nicht grundsätzlich & absolut ablehnen würde).

Danke fürs Zuhören, rechtliche Tips, Urteilsverweise, Hinweise zur Beachtung etc. werden weiterhin gerne entgegengenommen :icon_twisted:
 
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Wenn das Praktikum tatsäch eines sein sollte, dürfte damit jeglicher Anspruch auf ALG II entfallen. Entweder BaföG oder Lehrlingsgehalt ggf. bezuschusst. Aber kein volles ALG II.
 

VerBisUser

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Hallo Leyla,
leider hat die ARGE mit ihrer Rechtsauffassung einen Volltreffer gelandet. Eine sogenannte "MAG" (Maßnahme bei einem Arbeitgeber) darf maximal 4 Wochen andauern. Darüberhinaus besteht kein Anspruch mehr auf ALG2. Zwei Fragen stellen sich mir aber:
Führt dieses Ausbildung zu einem anerkannten Bildungsabschluß? Dann mal mit der ARGE über einen BGS verhandeln.
Besteht u.U. Anspruch auf BAB oder BAFÖG?

Wie gesagt: Die ARGE hat tatsächlich recht, wenn sie Dir das Praktikum verweigert.
Gruß VerBisUser


P.S. Erkundige Dich mal über den "Ausbildungsbonus"
 

Leyla

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Nein, es gibt leider keinen Abschluß in einem anerkannten Ausbildungsberuf & es gibt auch keinen Anspruch auf Bafög oder BAB :icon_sad:
Ich werde am Montag trotzdem mal die empfohlene Anwältin kontaktieren...
 
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